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Archiv für Juli 2007

Straßburger Platz

Donnerstag, 26. Juli 2007

In einem Beitrag auf diesem Blog habe ich schon einmal vom > Straßburger Platz gesprochen. Wo der genau ist? Nun der wird im Zusammenhang mit S 21 entstehen und zwar als Dach auf der neuen unterirdischen Bahnhofshalle. Und er wird zwischen dem heutigen Hauptbahnhof und der aktuellen Gleisanlage gebaut werden. Das sieht nicht so recht nach ungestörtem Betriebsablauf während der Bauzeit aus. Die Gleise des Bahnhofs werden um 90 Grad gedrecht, versenkt, „unterirdisch“, heißt es im Prospekt als ein erster Hinweis auf die Höhe des Daches. Und zwischen Schillerstraße und Schloßpark wird dieses Dach aus dem heutigen Bahnhofsbereich rausragen. Ob alle Befürworter dieses Baus dessen künftigen Standort genau beschreiben können? Die Bahn schreibt: „Er (i,.e. der Straßburger Platz, w.) verbindet den Kurt-Georg-Kiesinger-Platz und den Schlossgarten in der einen sowie den Bonatzbau und den neuen Stadtteil in der anderen Richtung.“ Ein Platz, Raum, Dach, Lichtaugenpark oder wie immer man das Gebilde nennen wird, befindet sich gemessen am Straßenniveau 8 Meter – oder mehr? – über der Schillerstraße. Etwas was höher als die unmittelbare Umgebung ist, verbindet im allgemeinen nicht, sondern trennt. Nun Bauwerke können auch als Bindeglied wirken… Es ist eben alles eine Definitionssache. Nur auf der Website, die den Platz anpreist, steht nichts von diesem Höhenunterschied. Man muß ja auch nicht alles erwähnen: Immer hin, die Website der Bahn sagt, es sei „ein ungewöhnlich großer, klar konturierter Platz“.

> Der Straßburger Platz

> Lageplan *.pdf

Stuttgart 21

Dienstag, 24. Juli 2007

Die Stuttgarter Zeitung bietet auf Ihrer Website Sonderseiten zu Stuttgart 21 als Download an.

Max Baecher und sein Vortrag über die Weißenhofsiedlung

Dienstag, 24. Juli 2007

Aus Anlaß des 80. Geburtstages der Weißenhofsiedlung hat Professor Max Bächer am Montag, 23. Juli 2007, auf Einladung des Architekturforums einen Vortrag gehalten. Professor Roland Ostertag begrüßte den Gast. Aus der Ankündigung der Veranstaltung: „Vor genau 80 Jahren, am Samstag, den 23. Juli 1927, wurde die Weißenhof-Siedlung eröffnet. Die historische Bedeutung dieser Siedlung liegt darin, dass sich hier in Stuttgart zum ersten Mal an einem Ort das Neue Bauen als eine weltweite übergreifende Bewegung darstellte. Roland Ostertag bemüht sich seit Jahrzehnten um die Weißenhof-Siedlung und plädiert für die Gründung einer Stiftung und die offizielle Eintragung als Weltkulturerbe. Für Max Bächer gehört der Weißenhof zu seinen dauerhaften Lebenserinnerungen, über die er erzählen wird. Max Bächer, geboren 1925, aufgewachsen in der Marienstraße zwischen Wilhelmsbau und Silberburg, Notabitur, Soldat, schwer verwundet, ist von 1946 bis heute ein Student der Architektur geblieben. Er arbeitete bei Bodo Rasch und Paul Stohrer, machte sich 1956 selbständig und wurde 1963 Lehrer an der TH Darmstadt. Im offenen Haus von Prof. Hans Hildebrandt, der als Pionier der Moderne 1933 seinen Lehrstuhl an der TH Stuttgart verloren hatte, lernte er Richard Döcker, Alfred Roth, Walter Gropius, Adolf G. Schneck, Max Bill und viele der damaligen Avantgarde, die auch an der Weißenhof-Siedlung beteiligt waren, kennen.“ – Max Bächer holte als Zeitzeugin die Architektin Dorothee Keuerleber auf die Bühne.

Als Einleitung skizzierte Max Baecher die eine sehr hörenswerte Einführung in die Architekturgeschichte der Stadt Stuttgart:

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   Max Bächer spricht über die Weißenhofsiedlung.

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   Anläßlich der Frage, ob es schon die versprochene Stiftung zugunsten der Weißenhofsiedlung gibt, gab Max Bächer seine Kritik an Stuttgart 21 zu Protokoll und spielte auf die Unsumme des Projekts und die langen Tunnelfahrten an, die den Reisenden mit diesem Projekt zugemutet werden.

Die Weißenhofsiedlung wird 80 Jahre

Dienstag, 24. Juli 2007

Mit Thomas Fütterer war ich auf Gratulationstour in der Weißenhofsiedlung unterwegs:

Alle Fotos aus der Weißenhofsiedlung: (c) Thomas Fütterer. Alle Rechte vorbehalten.

80 Jahre Weißenhof-Siedlung

Samstag, 21. Juli 2007

Am Montag, 23.07.2007, 20.00 Uhr, wird Max Bächer im Stuttgarter Literaturhaus einen Vortrag über die Weissenhof-Siedlung halten.

Veranstaltungsreihe Architektur
Vortrag und Gespräch
Gesprächspartner: Roland Ostertag und Manfred Ulmer

Max Baecher„Vor genau 80 Jahren, am Samstag, den 23. Juli 1927, wurde die Weißenhof-Siedlung eröffnet. Die historische Bedeutung dieser Siedlung liegt darin, dass sich hier in Stuttgart zum ersten Mal an einem Ort das Neue Bauen als eine weltweite übergreifende Bewegung darstellte. Roland Ostertag bemüht sich seit Jahrzehnten um die Weißenhof-Siedlung und plädiert für die Gründung einer Stiftung und die offizielle Eintragung als Weltkulturerbe. Für Max Bächer gehört der Weißenhof zu seinen dauerhaften Lebenserinnerungen, über die er erzählen wird. Max Bächer, geboren 1925, aufgewachsen in der Marienstraße zwischen Wilhelmsbau und Silberburg, Notabitur, Soldat, schwer verwundet, ist von 1946 bis heute ein Student der Architektur geblieben. Er arbeitete bei Bodo Rasch und Paul Stohrer, machte sich 1956 selbständig und wurde 1963 Lehrer an der TH Darmstadt. Im offenen Haus von Prof. Hans Hildebrandt, der als Pionier der Moderne 1933 seinen Lehrstuhl an der TH Stuttgart verloren hatte, lernte er Richard Döcker, Alfred Roth, Walter Gropius, Adolf G. Schneck, Max Bill und viele der damaligen Avantgarde, die auch an der Weißenhof-Siedlung beteiligt waren, kennen.“
Ankündigung vom LiteraturhausIn Zusammenarbeit mit dem Architekturforum Baden-Württemberg

> Literaturhaus Stuttgart
Eintritt frei.

Literaturhaus Stuttgart > Fotoalbum von Heiner Wittmann

Stuttgart soll schöner werden

Samstag, 21. Juli 2007

oder „Warum muß vieles so häßlich sein?“ lautete der Untertitel des Wettbewerbs der Stiftung Architekturforum Baden-Württemberg. Gestern stellte das Preisgericht die Ergenisse des Wettbewerbs in 1. Stock des > Stuttgarter Literaturhauses vor.

Wettbewerb

Der Vorsitzende des Preisgerichts, Professor Roland Ostertag, erläuterte den Wettbewerb, die Annonymität des Verfahrens und die Maßstäbe des Preisgerichts. Zu ihm gehören Petra Bewer, Antiquarin, Peter Grohmann, Kabaretist, Dipl.Ing (FH) Gustav Marohn, Architekt, Dr. Wolfganag Milow, Kulturmanager und Professor Ostertag.

Die Ausstellung der 350 eingereichten Motive ist in der Woche vom 23.-27. Juli jeweils von 16 h 30 bis 20 Uhr im 1. Stock des Stuttgarter Literaturhauses zu besichtigen.

Wettbewerb

Stuttgart 21 – Der neue Stadtteil

Samstag, 21. Juli 2007

Stuttgart 21

Stuttgart 21

Stuttgart 21Stuttgart 21

Stuttgart 21Stuttgart 21

Stuttgart 21

Stuttgart 21

Stuttgart 21

Fotos: (c) Thomas Fütterer. Alle Rechte vorbehalten.

Stuttgart 21 – Die Region wächst zusammen

Samstag, 21. Juli 2007

Gleisanlagen des Stuttgarter HauptbahnhofsDie Erbauer von Stuttgart 21 werben für ihr Projekt mit kürzeren Fahrzeiten, mehr Angeboten und direkteren Verbindungen. In dem Prospekt Neubauprojekt Stuttgart-Ulm der Deutschen Bahn vom Mai 2007 wird die Verkürzung der Fahrzeiten als wichtiges Argument für Stuttgart 21 angezeigt, S. 3: Von Stuttgart zum Flughafen wird man nur noch 8 Minuten statt 27 Minuten benötigen. Von Bietigheim zum Flughafen geht es in 27 statt wie heute in 56 Minuten. Und von Ludwigsburg nach Esslingen sparen die Resienden mit S 21 10 Minuten. Von Waiblingen nach Reutlingen werden auch 10 Minuten gespart. Die Nürtinger haben es gut, sie reisen mit S 21 in 8 Minuten statt in 67 Minuten nach zum Flughafen nach Stuttgart. Und Ulm und Stuttgart werden auf 28 Minuten zusammenwachsen. Heute dauert die Reise noch 54 Minuten. Und wenn heute Paris nur noch 3 h 39 Minuten von Stuttgart entfernt ist, wird die zeitliche Entfernung mit Stuttgart 21 nochmal um 20 Minuten reduziert. Ist Stuttgart 21 können wir also in die Region um uns herum reisen und alle die nicht hierher wollen, kommen schneller an der Stadt vorbei – wenn es nicht üblichen anderen Schuldigen gäbe, die auch dann noch > Fahrplanverspätungen verursachen. Wie wußte Burkhard Straßmann in der ZEIT im November 2006 zu berichten: Alle Fahrpläne seien sowieso nur Theorie.

Der Stuttgarter Modernisierungsschub soll alle am Bau Beteiligten, also im Wesentlichen die Steuerzahler rund fünf Milliarden Euro kosten. Dafür werden die Gleisanlagen des Stuttgarter Bahnhofs unter die Erde gelegt, von 16 Gleisen auf 8 verringert. Und die Reisenden müssen künftig, wenn ihr Zug dort unten ankommt, schnell rausspringen, bevor ihr Zug unterirdisch weiterbraust, um die versprochenen Reiseverkürzung einzuhalten. Heute werden die Reisenden im Stuttgarter Kopfbahnhof empfangen. Sie kommen in der Stadt an, und wenn es vor dem Hauptbahnhof einen großen halbrunden Platz, statt eine vierspurige Straße, die als Barriere Richtung Innenstadt wirkt, deren Fahrtrichtungen sogar mit Ketten voneinander getrennt sind, geben würde, wäre das ein perfektes Empfangsszenario für alle Gäste, die die Landeshauptstadt besuchen. So ein öffentlicher Raum wäre ein echter Erlebnisraum. Stattdessen braucht man einfach nur den Hauptbahnhof ein wenig zu vernachlässigen, und schon sagt M. Steinert auf Befragen der Stuttgarter Zeitung (20. Juni 2007, S. 24): „Was ist an diesem Bahnhof schon erhaltenswert? Er ist versifft und dreckig.“

Ist Stuttgart 21 eines Tages wirklich fertig, wird man die Glaskuppeln über den neuen Gleisen – auf dem Straßburger Platz – bewundern, zwischen ihnen umhergehen und sich immer wieder nach ihrem ästhetischen Sinn und ihrer Funktion für eine Platzbebauung fragen. Der Glaskuppelplatz in Form eines Walls, im Prospekt der Deutschen Bahn steht: „Das Bahnhofsdach ist begehbar.“ Mehr wird den Bürgern dieser Stadt auch nicht zugemutet. Im Prospekt steht auch „Es bildet den neuen Straßburger Platz, der sich direkt an den Schloßgarten anschließt.“ (S. 6) Aber der Prospekt beschreibt auch die Funktion der Glaskuppeln: „Mit seinen innovativen Lichtaugen, die die Bahhofshalle mit Licht versorgen, wird er (der Durchgangsbahnhof“, w.) zu einer neuen Visitenkarte für die Stadt.“ (ebd.) – Das ist eine Frage der Definition, Lichtschächte werden „innovative Lichtaugen“ genannt und ob das Dach, das sich als Wall zwischen dem alten Bahnhof und dem Park aufwölben wird , als Verbindungsglied zum Schlossgarten taugt, wird dann eines Tages eine Ortsgehung ergeben.

Beim Stand der Dinge ist es völlig normal, daß die Befürworter von Stuttgart 21 noch ein bißchen mehr Überzeugungsarbeit leisten müssen, bevor wir uns in dieser Stadt dieses Projekt wirklich antun wollen. Bis jetzt ist nur die Finanzierung theoretisch gesichert. Jeder Baumeister weiß, daß die Kosten immer steigen werden… um 10, 20 oder mehr Prozentpunkte? Aber im genannten Prospekt steht ja schon: „Bei Stuttgart 21 war die Lage im Talkessel eine besondere Herausforderung.“ Die Vergangenheitsform deutet an, dass der Bauherr überzeugt ist, alle seien einverstanden.

> Stuttgart 21 Die Website der Deutschen Bahn

Neubauprojekt Stuttgart-Ulm. Neu Strecken, neues Verkehrskonzept für die Region, Deutschland und Europa, Hg. Deutsche Bahn, Mai 2007, (003104).

Stuttgart 21 – Ein neuer Stadtteil

Samstag, 21. Juli 2007

Kann man einen Stadtteil auf dem Reißbrett entwerfen und auf diese Brache bauen? Die bisherigen Ergebnisse sind besonders hinsichtlich ihrer Anziehungskraft nicht so recht gelungen. Dreht man ihnen den Rücken zu – hier mit dem Mauszeiger aus über das Bild fahren = Mouseover – wir bleiben auf dem gleichen Fleck stehen – erkennt man die Fläche, auf die die Befürworter von Stuttgart 21 ihre Hoffnungen setzen. Da wird ein Stadtteil gebaut, der keine Anbindung an die bestehenden Stadtteile um ihn herum hat. Es entsteht eine echte Insellösung von der Brache aus gedacht und nicht von den umliegenden Stadtteilen aus konzipiert. Und ohne Not wird auf der heutigen Brache wieder genauso eng gebaut als wärs ein Stuttgarter Hinterhof.

Ergänzt am 23.7. w.

6. Webmontag in Stuttgart

Samstag, 7. Juli 2007

Beim nächsten > Webmontag in der Hochschule der Medien in Stuttgart-Vaihingen werden sicher wieder viele Fotos gemacht. Übrigens, das ist unser 6. Treffen. Programm und alles weitere auf der Webste des > Webmontags. EInfach auf dem Wiki anmelden, Beginn 19 h. Eintritt frei.

Die Weinstube Adler in Untertürkheim

Montag, 2. Juli 2007

Ein Ausflug nach Untertürkheim in den Adler. Gestern abend zum Rostbraten und anschließendem karamelisierten Kasierschmarrn. Hatte nur mein Handy dabei, aber dessen Fotos geben das wunderbare Erlebnis von gestern abend auch ganz gut wieder. Perfekter Empfang mit dem netten Gruß aus der Küche. Und ein Riesenweinkeller auch mit Weinen aus Österreich gut bestückt. Und dann der Rostbraten. Wie sagte ein Freund neulich beim Essen statt Guten Appetit ? Bis später und machte sich an seinen Teller. Genauso wars auch hier, richtig gut angebraten. Und dann der Kaiserschmarrn, richtig rütteln und im richtigen Moment vom Feuer nehmen, erklärte uns Sebastian Ludwig, der hier seit einiger Zeit erfolgreich den Adler führt.

> Weinstube Adler
Großglocknerstr.25
70327 St.-Untertürkheim
Tel.: +49(0) 711-88 85 995
Fax: +49(0) 711-88 85 996