home

Archiv für die Kategorie 'Allgemein'

Das philosophische Café der Anstifter im Hegelhaus

Donnerstag, 11. März 2010

“Verkehr mit der Philosophie ist als der Sonntag des Lebens anzusehen” Hegel

Besucherinnen und Besucher aus aller Welt kommen in Georg Wilhelm Friedrich Hegels Geburtshaus in der Stuttgarter Eberhardstrasse 53 – mitten im Zentrum – um hier gleichsam einen verwehten Hauch des Weltgeistes zu erhaschen. Damit nun aber Hegels Geburtshaus mehr ist als nur ein Museum, damit es zu einem Ort der philosophischen Anregung und Begegnung werde, damit also der etwas schwach gewordene Hauch des Geistes frischer wehe, haben DIE ANSTIFTER das “Philosophische Café im Hegelhaus” ins Leben gerufen: Es findet im historischen Gewölbekeller des Hegelhauses statt, dem geeignetsten Ort, um Gedanken zu vertiefen, an Samstagvormittagen von 10.30 – 12.00 Uhr.

Bei Kaffee, Hefezopf und Butterbrezeln werden in zwangloser Runde philosophische Thesen und Argumentationen vorgestellt und erörtert, diskutiert, akzeptiert oder – um einen Ausdruck Hegels zu gebrauchen – dialektisch aufgehoben.

Kostenbeitrag: je 8 EU inclusive Kaffee/Brezeln oder Hefezopf.
Anmeldung nicht zwingend, aber erwünscht.
Frank Ackermann Tel: 0711/612492 oder e-mail: > hegelhaus@web.de

EINLADUNG

Prof. Roland Ostertag:
Beziehungen zwischen Hegels Gedanken und der Architektur.
Vortrag mit Bildern am Samstag, 27.März 2010, 10.30 Uhr im Hegelhaus.

Im Spannungsfeld von seinem Geburtsort (Eberhardstrasse 53 in Stuttgart, geb.1770) bis zu seinem Sterbeort (Kupfergraben 4a in Berlin, gest. 1831).
Das Gesetz der Polarität, dass alle Dinge, Sachverhalte in einem polaren Spannungsfeld angesiedelt sind, ist ein Grundgesetz in uns, um uns, in allen Dingen und Orten. Hegel fordert uns auf, diese Polaritäten zu leben, erleben und in der Dialektik des Dreischritts These – Antithese – Synthese zu überwinden, zu bewahren, auf eine höhere Ebene empor zu heben, eine neue Einheit zu schaffen.

Der Architekt Roland Ostertag ist freier Architekt, war Ordinarius für Entwerfen an der TU Braunschweig und Präsident der Bundesarchitektenkammer. Zahlreiche Preise, Ausstellungen und Veröffentlichungen.
Prof. Roland Ostertag, Gähkopf 3, 70192 Stuttgart, Tel.0711/605337, Fax.0711/ 6074243
STUTTGART – WOHER -WOHIN? Ausstellung zur Stadtentwicklung
Geöffnet: samstags von 11.00 bis 15.00 Uhr

> www.stuttgart-wohin.de

Warten auf den Frühling

Samstag, 13. Februar 2010

Gestern abend vor dem Literaturhaus.

Soll das Hotel Silber wirklich abgerissen werden? oder
Wie geht die Stadt Stuttgart mit ihrer Geschichte um?

Samstag, 30. Januar 2010

Im Literaturhaus Stuttgart:
Verlegt auf den Freitag, 12. Februar,
20 Uhr

Veranstaltungsreihe Architektur
ERINNERN – GEGEN VERGESSEN, SCHWEIGEN, VERSCHWEIGEN
Erhard Eppler
Vortrag und Gespräch
Moderation: Roland Ostertag

Erhard Eppler spricht über das Erinnern und plädiert für ein Stuttgarter NS-Dokumentationszentrum im Hotel Silber: »Menschen vergessen viel. Sie können nicht all die Bilder im Gedächtnis behalten, die sie täglich sehen, nicht all die Menschen, denen sie begegnen, und sie vergessen glücklicherweise auch manchmal Ärger, den sie erlebt oder gar anderen bereitet haben. Bei einer Gesellschaft, einem Volk, wird bewusst, also politisch entschieden, was im Gedächtnis bleiben soll. Ein besonders düsteres Kapitel unsere Geschichte ist die Gestapo, die Geheime Staatspolizei, die Nachrichtendienst und Polizei in einem war und sich an kein Gesetz zu halten brauchte. Wo wäre die Erinnerung daran besser möglich als in dem Gebäude, wo die Gestapo politische Gegner verhört, misshandelt, gefoltert und ermordet hat?« Erhard Eppler, 1926 in Ulm geboren, ist in Schwäbisch Hall ausgewachsen, wo er seit 1991 wieder wohnt. 21 Jahre lang war er Parlamentarier, davon 15 Jahre im Bundestag, 6 Jahre im Landtag. Von 1968-74 war er als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit tätig. 20 Jahre lang arbeitete er im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags, zweimal als Kirchentagspräsident. Er ist Autor von einem knappen Dutzend Büchern, die sich meist mit politischen Grundsatzfragen beschäftigen, das letzte ein Wörterbuch zum öffentlichen Sprachgebrauch Der Politik auf Maul geschaut.
In Zusammenarbeit mit dem Architekturforum
Eintritt frei.

Noch mehr Verkaufsflächen in Stuttgart? Das Da Vinci-Projekt will das Grundstück des > Hotel Silbers vereinnahmen. Würde das geschehen, wäre der Rahmen für die Erinnerung an die Greueltaten der Geheimen Staatspolizei von 1936-1945 getilgt.

> Das Stuttgarter Gestapohaus schnell abreissen – shoa.de

> Initiative Gedenkort „Hotel Silber“

> Initiative will Abriss verhindern. Denkmalschutz soll früheres Hotel Silber retten – Stuttgarter Nachrichten – 13.3.2009

Siehe auch Laura Weissmüller, Angemessene Erinnerung. Stuttgart will das historische Hotel Silber abreißen, in: Süddeutsche Zeitung, 11. Januar 2010.

> Abriss in Stuttgart Zynische Entsorgung von Ursula Baus, Frankfurter Rundschau, 11.1.2010. Ursula Baus schreibt: “Andernorts, in Berlin, Hannover, Braunschweig, Dresden oder Frankfurt, wird derzeit fast panisch rekonstruiert, was die Zeitläufte den Städten genommen haben. Aber in Stuttgart, das von Kriegs- und Nachkriegszerstörungen wahrlich gebeutelt wurde, reißt man architekturgeschichtlich und stadträumlich Bedeutsames immer noch ab, wenn Investoren es wünschen.”

> Hotel Silber – jetzt kracht’s endlich im Karton!

> Glossar zum Thema Denkmalschutz

Viren und andere Gemeinheiten

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Zwischen den Tagen hat es meinen Laptop erwischt. Ein schlechter Virenscanner und das Unheil war geschehen. Nichts ging mehr. Aber > notebook4all (Hauptstr. 91,
70563 Stuttgart-Vaihingen)hat mir prächtig geholfen. Alle Daten auf einem externen Laufwerk gesichert. Und den Laptop neu eingerichtet. Innerhalb von 24 h. Klasse.

Wozu braucht man Bauzäune?

Montag, 21. September 2009
                  Themen auf diesem Blog

Wozu braucht man eigentlich Bauzäune? Um “Werbung anbringen verboten” draufzukleben? Sicher gibt es irgendwelche Sicherheitsvorschriften für solche Zäune, die meist gar keine Zäune sind, sondern oft nur aus grob aneindergenagelten Spanplatten bestehen. Wie auch immer, jetzt gibt es wieder einen langen Bauzaun, nachdem die Äste der aus dem Schloßgarten herrüberragenden Bäume gekappt wurden. Häuser werden in Stuttgart immer genau in ihre Umgebung eingepaßt, nicht, damit sie zu Ihnen sprechen können, sondern damit möglichst viel Platz optimal verbaut werden kann.

Aber wozu bracht man Bauzäune? Vielleicht will man was verbergen? Zum Glück haben die Bäume des Schloßgartens trotz des Stutzens ein gutes Gedächtnis und können bald dem neuen Gebäude erzählen, was sich hier am Rand der Willy-Brandt-Straße in der Nacht zum 30. April 2004 abgespielt hat, als in einer Nachtundnebelaktion die Bagger kamen. Eine? Nein ganz viele, die sich mehreren gar zu dritt daran machten, die Häuser nicht nur abzureißen, sie einfach kaputtzuschlagen. Möglichst schnell und ohne viel Aufregung. Das Erschrecken am Abend war groß, als nur noch drei Trümmerhaufen die Orte markierten, wo morgens noch die Häuser gestanden hatten. Das war kein Abriß, das war eine Zerschlagungsaktion und als die Zeitung die Webadresse zitierte, wo die Fotos veröffentlicht wurden, gab es bis zum nächsten Tag mehr als 13000 Seitenzugiffe, sozusagen eine posthume Hommage an die Stuttgarter Geschichte.

Gegen 18 oder 19 Uhr war alles vorbei. Die Fakten vernichtet, die Trümmer der Geschichte konnten dem künftigen Innenministerium weichen.

> Glossar – Denkmalschutz

Zeichen der Erinnerung

Mittwoch, 28. Januar 2009

Zeichen der Erinnerung

Zeichen der ErinnerungIm Verlag Karl Krämer, Stuttgart, ist die 3. Auflage des Buches Zeichen der Erinnerung erscheinen. Er enthält eine Dokumentation, der Deportationen aus Stuttgart, die Reden anlässlich der Übergabe der Gedenkstätte am Nordbahnhof und die Namensliste der von Nordbahnhof aus deportierten Menschen jüdischen Glaubens.

Zeichen der Erinnerung
Herausgeber Roland Ostertag
Gestaltung: Thomas Fütterer
3. Auflage
Karl Krämer Verlag, Stuttgart 2009
ISBN 978-3-7828-4047-7

Zeichen der Erinnerung

> Zeichen der Erinnerung. Verfolgung Vernichtung württembergischer Juden. Der Innere Nordbahnhof Stuttgart als Tatort

Was erwartet uns 2009 und 2010 in dieser Stadt?

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Wohin geht die Reise in Stuttgart?

Stuttgart Fotomontage

Manche in dieser Stadt scheinen allen Widerständen zum Trotz wild entschlossen zu sein, den > Hauptbahnhof unter die Erde zu legen und vor oder nachher um 90° zu drehen. Eine Riesenbaustelle mit ungeahnten und ins Unermessliche steigenden Kosten, wie Köln mit der U-Bahn und Boston es mit seinem Big Dig vorgemacht haben, wird das werden. Oder kann jemand mit reinem Gewissen sagen, wir haben alles niet und nagelfest im Griff? Die Kölner U-Bahn ist ein Loch ohne Boden geworden. Wo kommt die Zuversicht her, dass in Stuttgart die Kosten eingehalten werden?

Die Kosten sind die eine Sache, die Aspekte der > Stadtzerstörung werden die Stadt genauso schwer belasten. Und anstatt die > Stadtautobahn – gemeint ist die > Hauptstätter Straße – endlich zurückzubauen, die unnütze > Paulinenbrücke – Stuttgarts Wahrzeichen für eine verkehrsgerechte Autoraserstadt -verschwinden zu lassen,

will man hier sogar noch einen Teil des Verkehrs unter die > Kulturmeile legen, sozusagen eine Verkehrsansaugemaschine bauen, anstatt die > Vielzahl der lästigen Spuren fachgerecht zu beseitigen, um die Kriegswunden zu heilen, und um dem Da Vinci Projekt eine feine Umgebung zu bieten. Ein überzeugender Gesamtplan für die Stadtentwicklung in Stuttgat fehlt immer noch. Man baut weiterhin hier und dort. Oder habe ich etwas übersehen?

Die entzauberte Stadt. Plädoyer gegen die Stadtzerstörung

Samstag, 6. Dezember 2008

Die entzauberte Stadt Im Peter-Grohmann-Verlag ist der Band Die entzauberte Stadt. Plädoyer gegen die Stadtzerstörung, erschienen (224, Seiten, 15,90 Euro, ISBN 978 3-927340-83-1), den Roland Ostertag herausgegeben hat. 15 Autoren tragen hier ihre Bedenken gegen das Projekt Stuttgart 21 vor. Bei der Buchvorstellung im Theaterhaus am 5. Dezember 2008 erinnerte Professor Ostertag an das Grundgesetz der Stadt, mit ihrer Öffnung zum Neckartal, das durch den quer zum Tal eingegrabenen Bahnhof und die damit verbundenen Eingriffe in den Schloßgarten empfindlich verletzt werde. In seinem Beitrag Stadt – Maschine oder Lebensraum stellt er den unterirdischen Bahnhof mit seinem Schattenreich in Frage. Er wie viele der Gegner des Großprojekts plädieren für die Erhaltung und Neugestaltung des bisherigen Kopfbahnhofs, der das Ankommen und Abfahren in der Stadt als Erlebnis inszeniert. In einem zweiten Aufsatz verweist auf ein Thema des Denkmalschutzes, nämlich die “Sachgesamtheit” (S. 164), und er erläutert mit diesem Begriff die durch den geplanten Bahnhofsumbau notwendigen Eingriffe in die Umgebung des Bahnhofes und die damit verbundenen massiven Eingriffe in den Denkmalschutz. Es lohnt sich, jenseits der rein finanziellen Situation, die Argumente in diesem Band nachzulesen, die eine einheitliche Entwicklung der Verkehrsplanung und stadtarchitektonische Themen berühren.