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Archiv für die Kategorie 'Fotos'

Herbstanfang

Mittwoch, 1. September 2010

Noch sind nicht alle wieder da, die letzten Urlaubsflieger kommen noch, da hat heute schon der > Herbst begonnen. Die Lebkuchen sind auch schon da. Ganze Regale voll. Genaugenommen haben wir noch 22 Tage Tage Zeit, bis der Herbst so richtig am > 23. September um 11:04 MESZ. Aber schon vorgestern zeigte ein Gang durch den Garten mit dem Pflücken der Tomaten und der letzten Blumen, dass der Sommer sich seinem Ende zu neigt:

Die autogerechte Stadt (I):
Die Paulinenbrücke in Stuttgart

Dienstag, 24. August 2010

Noch immer und wohl auch für viele Jahre noch können die Autos auf der Paulinenbrücke auf den Österreichischen Platz zusausen, dort bremsen und an der Ampel auf die Weiterfahrt warten. Betrachtet man das Bauwerk genauer, ist eigentlich ausser einer gewissen Bequemlichkeit für die Autofahrer nichts wirklich Vorteilhaftes an diesem häßlichen Bauwerk zu erkennen. Die Fußgänger…

können zwar unter der Brücke entlanggehen und auch ihre Autos dort abstellen.

Aber das Bauwerk trennt, wenn man es genau nimmt an jeder seiner vier Seiten die Stadtquartiere voneinander. In der Sprache der Verkehrs- oder Städteplaner, nennt man so etwas Stadtzerstörung.
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Demnächst wird an beiden Seiten der Brücke neu Gebäude entstehen. Da läuft etwas schief. Man verpasst gerade einen guten Zeitpunkt, dieses Stadtquartier als eine Einheit zu behandeln

Google Street View: Stuttgart im Internet

Mittwoch, 18. August 2010

Ergänzung: (19.8.2010)

Google hat nachgegeben und verlängert die Einspruchsfrist gegen die Darstellung von Fotos in seinem Dienst Street-View bis zum 15. Oktober 2010: > Aigner feiert Vier-Wochen-Erfolg gegen Google SPIEGEL ONLINE, 19. August 2010. Außerdem weist Google daraufhin, dass auch noch nach der Einspruchsfrist Einspruch erhoben werden kann. Ist das ein Erfolg, gar ein Grund zur Freude? Google macht einfach etwas und bietet uns eine Einspruchsfrist an? Das ist ja so, als wenn ich falsch parken würde und die Frist für die Verjährung des Knöllchens selbst bestimmen würde? Das war bei seinem Bücherdienst auch so. Erstmal scannen und darauf warten, ob der Rechtebesitzer es merkt und ob er sich aufrafft, die Google-Instanzen zu bemühen, um das Buch wieder löschen zu lassen. Wahrscheinlich kann man demnächst in Google seinen Namen ändern – wie Google-Chef Eric Schmidt sich dies vorstellt, s.u. – und anklicken, welche Informationen künftig mit dem neuen Namen noch verbunden sein dürfen. Vielleicht kriegen wir irgendwann auch Google-Papiere oder eine Google-Card (Idee: © H. Wittmann, 2010), die mit allem was Google über uns weiß, eine einwandfreie Identifizierung ihres Inhabers erlaubt? Die Google-Card wäre dann auch jedem noch so fälschungssicheren Ausweis überlegen. Und die Namensänderung wäre so etwas wie eine Reset-Taste und wenn nötig, rückt Google die vollständige Daten(bio)graphie des Inhabers heraus.

Stadt Stuttgart: > Bürgerinformation zu Google Street View

> Urheber- und Persönlichkeitsrechte werden verletzt Legal Tribune online (zusammen mit SPIEGEL online)

Google plant, seinen Dienst Google Street View bald auch für Stuttgart freizuschalten. Thomas Darnstädt hat dieses Vorhaben am 11. August 2010 auf SPIEGEL-Online kommentiert > Die lächerliche Angst vorm bösen Blick. T. Darnstädt ist Verfassungsrechtler und schreibt über Rechtspolitik, Bürgerrechte und internationales Recht. Im Vorspann zu seinem Artikel heißt es zur Aufregung der Datenschützer: “Doch ihre Aufregung ist nicht mehr als die provinzielle Furcht vor der allgegenwärtigen Öffentlichkeit – und in einer offenen, global vernetzten, kommunikativen Welt nicht zeitgemäß.” Das ist auch der Tenor von Darnstädts Kommentar. Zunächst erinnert Darnstädt an das Urteil des BVG von 1973: “Tatsächlich haben die Karlsruher Richter in ihrem berühmten ‘Volkszählungsurteil’ von 1983 die Verfügungsgewalt über persönliche Informationen zum rechtlichen Gut erklärt, das im Range gleich mit dem Recht auf Leben und Freiheit als ‘Persönlichkeitsrecht’ unmittelbarer Ausdruck der Menschenwürde ist.” In Bezug auf Google Pläne kann Darnstädt ein Interesse am Datenschutz überhaupt nicht verstehen: “So können sie sich das nicht vorgestellt haben in Karlsruhe. Das Fotografieren von Hausfassaden als Verletzung der Menschenwürde? Die Veröffentlichung von Ablichtungen bewohnter Häuser und belebter Straßen als Eingriff ins Persönlichkeitsrecht? Jede Idee, zu Ende gedacht, führt an die Wand.” Natürlich gilt die Panoramafreiheit, man darf das Haus seines Nachbarn photographieren, was mich aber stört, ist die planvolle Erfassung einer ganzen Stadt in alle Blickrichtungen durch ein Privatunternehmen, das auf diese Weise eine Unmenge Daten – und Geld – auf unsere Kosten sammelt. Ein bisschen schlechtes Gewissen wird bei Google schon erkennbar, immerhin dürfen Mieter und Eigentümer verlangen – wenn auch nur in einer kurzen Zeitspanne -, dass ihre Immobilie unsichtbar – wobei der Welt auch gleich gezeigt wird, hier wohnt jemand, der etwas verbergen möchte – gemacht wird. Natürlich wollen manche Zeitgenossen gerne sehen, wie und wo ihre Bekannten, Freunde oder Kollegen wohnen. Klar sie können hinfahren und gucken, aber da ist genau die kleine Hürde, die unser Heim vor den Blicken der Neugierigen schützt, und das sollte auch so bleiben. Und Google ahnt auch schon, was in Sachen Datenschutz noch auf uns hinzukommen wird: Eric Schmidt, der Chef von Google, schlägt schon mal vorzüglich vor, Jugendliche sollten beim Eintritt ins Erwachsenenalter ihren Namen ändern können, um sich von Jugendsünden im Internet reinzuwaschen. S. hier letzter Absatz.

“Die amtliche Aufregung verhilft einer provinziellen Ängstlichkeit vor dem bösen Blick des Nachbarn zum Durchbruch – in einer Welt, in der wir so stolz darauf sind, offen für alles, global vernetzt und unglaublich kommunikativ zu sein.” Darnstädt vermischt hier einiges. Politiker und amtliche Stellen dürfen und sollen sehr wohl ihre Sorgen vor jeder Datensammelwut zum Ausdruck bringen, ihr Bewusstsein dafür kann gar nicht genug geschärft werden. Die Sorgen vor dem Datenmissbrauch jeder Art hat aber nichts mit einer “provinziellen Ängstlichkeit” zu tun; diese Sorge ist unser gutes Recht und eine zwingende Notwendigkeit. Und sind wir wirklich auf die allgegenwärtige, globale Vernetzung so stolz? Da haben wir überhaupt gar keinen Grund dazu, und das brauchen wir uns von Darnstädt auch nicht einreden zu lassen. Vielleicht hätte Google sein Projekt aufgeben müssen, wenn das Unternehmen sich vorher bei jedem Bewohner eine Erlaubnis für die Fahrten seiner Kameraautos eingeholt hätte. Mit Büchern ist Google ja auch nicht zimperlich umgegangen. Die Möglichkeiten des ungebremsten und unkontrollierten weltweiten Datenaustauschs will Darnstädt uns als eine Segnung unseres Zeitalters präsentieren. Aber auch wenn man das oft wiederholt, wird das nicht einsichtiger.

Darnstädt ahnt sehr wohl, dass Google mit seinen Straßenfotos Geld verdienen will. Das ist ja auch grundsätzlich nichts Anrüchiges. Immobilienmakler, Werbetreibende jeder Couleur und viele andere werden sich über die Straßen-Fotos freuen und gerne ihre Mitmenschen ausspionieren. Wer wohnt wo, wie kann man ihn ansprechen? Außerdem wird Google die Daten über uns, die gesuchten Seiten, die aufgerufenen Seiten, die Verweildauer, die in Google-Books gesuchten Bücher, die Anzahl der heruntergeladenen Bücher speichern und wahrscheinlich irgendwann der Versuchung nachgeben, diese Daten zusammenzuführen, zu verkaufen oder sonst irgendetwas damit anzustellen. Diejenigen, die die Datensammelwut von Google unbedenklich finden, werden sich nicht wundern, wenn auf irgendeiner Google-Seite eines Tages ein Hinweis aufpoppt, man möge seine Bücher in die Bibliothek zurückbringen oder nicht vergessen, sein Medikament einzunehmen.

Google trägt dazu bei, unsere Existenz noch ein bisschen durchsichtiger zu machen, noch mehr zielgerichtete Werbung für uns vorzubereiten, uns noch ein bisschen mehr einzureden, dass online schöner als offline ist und die Spielregeln für unser soziales Zusammenleben zu beeinflussen, in dem es uns vorgaukelt, seine Straßenfotos geben die Wirklichkeit wieder, wo doch das Eintreffen in einem Hotel von auch von ganz anderen Bedingungen abhängt, wie z. B. den Menschen und den Gesprächen, die man dort führt. Fotos sind ein Augenblickbild und Google will uns mit Streetview die Wirklichkeit zeigen, wo wir hinfahren. Die Verarmung, die dieser Anspruch mit sich bringt, kann jeder bestätigen, der gerne reist und der sich die Neugier von Google nicht nehmen lassen will. Vielleicht können sich künftig bestimmte Stadtquartiere gar nicht mehr verändern, weil man dort nach einem Blick in Google-Street-View einfach nicht wohnt?

Aufhalten kann man die Straßenfotos von Google wohl nicht, aber man muss in dieser Welt dauernd drauf achten, dass die Versuche, unsere Privatsphäre zu digitalisieren, in Grenzen gehalten werden.

Google und unsere Daten? Alles halb so schlimm. Der Chef von Google Eric Schmidt kann uns alle beruhigen: “Mr. Schmidt is surely right, though, that the questions go far beyond Google. “I don’t believe society understands what happens when everything is available, knowable and recorded by everyone all the time,” he says. He predicts, apparently seriously, that every young person one day will be entitled automatically to change his or her name on reaching adulthood in order to disown youthful hijinks stored on their friends’ social media sites,” steht in: > Google and the Search for the Future. The Web icon’s CEO on the mobile computing revolution, the future of newspapers, and privacy in the digital age. The Wallstreet Hournal, 14. August 2010.

Grünflächen in Stuttgart (II)

Dienstag, 18. Mai 2010


Größere Kartenansicht

Grünflächen in Stuttgart (I)

Mittwoch, 12. Mai 2010


Größere Kartenansicht

Und abends ins Literaturhaus

Dienstag, 11. Mai 2010

Und abends treffen wir uns im Literaturhaus:

Literaturhaus Stuttgart

Das PONS-Gütesiegel

Dienstag, 4. Mai 2010

… ein in Stuttgart gedrehtes Video:

> Pons Online Wörterbuch 10 Mio. Wörter online

Straßenbahnen in Straßburg und in Stuttgart

Mittwoch, 21. April 2010

Warum sind die Straßenbahnen in Stuttgart und Straßburg eigentlich so unterschiedlich ? In Stuttgart sind die Einstiege so hoch, weil das vielleicht für den Buckel nötig ist, dort wo sie zur U-Bahn wird. Wie auch immer, in Straßburg passen sich die Straßenbahnen dem Stadtbild an und prägen es mit, in Stuttgart wurde das Stadtbild den Straßenbahnen angepasst. Hohe Bahnsteigsrampen , die wie Panzersperren ganze Straßenzüge verändern und Durchgänge sperren, müssen erklommen werden, von denen man zusehen kann, wie einem der Bus vor der Nase wegfährt. Natürlich kann man da schon ein wenig neidisch in Richtung unserer Partnerstadt Straßburg gucken, die ein wunderbares Tramwaynetz aufgebaut hat. Auch das Bauwerk an der russischen Kirche, liegt da mitten auf der Straße wie ein übergroßer
Lastkahn und ist in seiner Funktion als Zusteigebauwerk nicht zu übersehen. Auch hier wird der Raum nur für die Straßenbahn genutzt. Sie hat sich den Raum untertan gemacht. Will der Fahrgast vielleicht doch lieber mit dem Bus fahren, weil der eher kommt, muss er laufen oder zugucken, wie der Bus auch hier vorüberfährt. Reisen Sie mal mit der Straßenbahn in Straßburg. Dort reisen Sie mit anderen durch die Stadt, in Stuttgart hat die Bahn ihren eigenen Verkehrsraum.

Überhaupt kommen Straßnebahnen in Frankreich wieder mehr in Mode. Wolfgang O. Hugo hat darüber einen Artikel verfasst, der in einem Beitrag > Die Stadtplaner in Frankreich setzen auf die Tram auf dem Frankreich-Blog zum Download bereit steht.