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Archiv für die Kategorie 'Fotos'

Tolstoi las Tolstoi im Stuttgarter Literaturhaus

Montag, 1. März 2010

Am Donnerstag, 25. Februar 2010, 20 Uhr, lasen im > Literaturhaus Stuttgart Waldimir Tolstoi und Rosemarie Tietze aus Anna Karenina.

Anna Karenina ist eine wundervolle junge Frau. Sie scheint alles zu besitzen, was glücklich macht. Dann tritt der glanzvolle Offizier Graf Wronskij in ihr Leben, und sie opfert alles: den Mann, den Sohn, sogar die Achtung der Gesellschaft, in der sie lebt. Doch ihre bedingungslose Liebe scheitert und führt zu Eifersucht, Hass und Verzweiflung. Die Tragödie einer Frau wird bei Tolstoi zum unerbittlichen Porträt der adligen Gesellschaft im Russland des 19. Jahrhunderts. Zum Auftakt des Tolstoi-Gedenkjahres 2010 (Lew Tolstoi starb vor hundert Jahren, am 20. November 1910) veröffentlicht der Carl Hanser Verlag die erste Neuübersetzung seit rund einem halben Jahrhundert.

Rosemarie Tietze, die ihre Übersetzungen immer wieder “zu einem Kunstwerk eigenen Ranges” (Begründung zum Voß-Preis) macht, hat dem berühmten Roman eine moderne Gestalt gegeben und es mit Nachwort Kommentaren versehen. Wladimir Tolstoi, Ururenkel des Dichters und heute Hausherr in > Jasnaja Poljana, dem ehemaligen Landgut der Familie und jetzigen Museum, wird den russischen Text vortragen, und zusammen mit Rosemarie Tietze über Entstehungsgeschichte und Originalschauplätze des Romans berichten wie auch über das heutige Gesicht der Tolstoi-Stätten.

> Das Staatliche Museum und Landgut von Leo Tolstoi “Jasnaja Poljana” – Schade geht nicht auf – vielleicht später.


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P. S. Die Videoqualität muss noch besser werden, das Einstellen des richtigen Formats ist eine Wissenschaft für sich. Vielleicht hat jemand einen guten Tipp dazu.

Google “Street view” in Deutschland

Samstag, 27. Februar 2010

Seit einigen Jahren interessiere ich mich für
> Web 2.0, das sogenannte Mitmachnetz, in dem die Besucher von Website aktiv werden können. Wenn aber Firmen die Arzt und Weise des Mitmachens selber bestimmen und erstmal Daten sammeln, sei das in Form von > urheberrechtlich geschützten Büchern oder Bilder von Häusern, Fakten in Form von Datenbanken schaffen und erst hinterher mehr oder weniger halbherzig über den Nutzen und das Benutzen der Daten sprechen wollen, finde ich das nicht mehr so komisch und auch überhaupt nicht Web 2.0. Man tut erst was, was vielen nicht gefällt, man fragt nicht, und hinterher kann ja der Betroffene sagen, wenn er das nicht will: aber man fährt ja auch nicht einfach so bei Rot über eine Ampel und guckt hinterher, ob das jemanden stört.

> 26. April 2009: Tag des geis­ti­gen Ei­gen­tums

> Urheberrecht: Digital heißt nicht rechtlos

Panoramafreiheit hin und her, aber alles aufnehmen und daraus Profit ziehen? Alle Beteiligten und die photographierende Firma haben viel davon, nur der Hausbesitzer nicht. Er und sei Anwesen werden von der Gesellschaft, von Firmen und Einzelpersonen ausgespäht. Wie wohnt er? Wo ist sein Anwesen gelegen? Wie liquide ist er? Oder wie liquide ist sein Umfeld? Investoren jeder Art, Immobilienkäufer und Mitinteressenten werden von diesen Strassenbilder angezogen werden und der Anbieter dieser Seiten dreht von sich aus ganze Geschäftsprozesse auf den Kopf. Und das soziale Zusammenleben wird modifiziert: Man guckt mal ins Netz, bildet sich eine Meinung und ist voreingenommen gegenüber den Eindrücken, die die Realität bereitstellt. Und wir müssen uns das ohne Widerrede gefallen lassen. Und Politiker stimmen zu, weil ihnen kaum etwas anderes übrig bleibt.
Eine Firma, die alle Strassen einer Stadt photographiert und deren Bilder im Netz aller Welt zur Verfügung stellt, beeinträchtigt das, was ich in Ermangelung eines wirklich viel schöneren Wortes den öffentlichen Diskurs nennen möchte. Richard Sennett hat die Folgen einer solchen Entwicklung in seinem Buch Verfall und Ende des öffentlichen Lebens. Die Tyrannei der Intimität, (mit dem viel besseren Originaltitel The Fall of Public Man), Frankfurt/M. 1983, wunderbar auf den Punkt gebracht. (Vgl. > Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (III), wo ich anlässlich eines Vortags auch dieses Buch zitiert habe). Die unangefragte Veröffentlichung dieser Bilderserien, haben mit dem Grundgedanken von sozialen Netzwerken gar nichts zu tun, sondern tragen zum Niedergang der Öffentlichkeit gerade durch die Vorspiegelung der Öffentlichkeit erheblich und entscheidend bei. Je mehr gemeinsame Identität festgestellt oder entwickelt wird, je gleicher alle werden, so möchte man hinzufügen, so unmöglicher wird die Verfolgung gemeinsamer Interessen, erklärt Sennett (S. 295). Diese große Firma hätte Ihr Projekt auch in irgendeiner Form des Mitmachens gestalten können; wie, darüber müssen wir uns ja keinen Kopf zerbrechen.
Die Modifizierung des öffentlichen Diskurses, damit meine ich das Einwirken auf die Art und Weise, wie wir Entscheidungen vorbereiten, soziale Kontakte knüpfen oder gar Informationen bewerten, nimmt diese Firma, die so viele Städte vollkommen ablichtet, uns aus der Hand. So wie in den Suchergebnissen, die Suchenden sich dran gewöhnt haben, die ersten Einträge als relevant zu beurteilen, was nur selten wirklich der Fall ist, berücksichtigt man alle Ergebnisse, die nicht betrachtet werden, so ist auch das Betrachten dieser Bilderserien ganzer Strassenzüge eine Verarmung für denjenigen, der sich nach diesen visuellen Eindrücken begnügt. Das ist so, als wenn man immer mit einem Knopf in jedem Ohr durch die Strassen läuft. Man nimmt nicht am sozialen Leben teil. Eine Stadt lebt auch von ihren Geräuschen, von den Menschen die sich in ihr bewegen und von den Eindrucken, die der Flaneur in ihr sammelt.

So kann man es auch sehen:
> Das Schlendern im virtuellen Raum
Von Norbert Wallet, Stuttgarter Nachrichten, Berliner Redaktion,

Die Bilderserien nehmen uns alles, was das Flanieren ausmacht. Schicken Sie 10 Photographen in die gleiche Strasse, jeder macht andere Aufnahmen, ja, das sind ganze andere Strassen, die sie photographieren. Die Strassenfotoseite für alle macht die Strassen für alle gleich.
Was würde mir ein Stuttgarter Hausbesitzer erzählen, wenn ich sein Haus hier abbilden würde und alles das zusammentragen würde, was beim Betrachten seines Hauses auf der geplanten Bilderstraßenseite auffallen würde? In welchen Bauzustand sein Haus ist, wie vermögend er erscheint, wo sein Haus liegt, wie seine Umgebung einzuschätzen ist, etc.? Er würde mich wahrscheinlich und zu Recht fragen was das solle….
Und dann ist da noch die Verknüpfung der Daten, E-Mail, Potential der Website in Form von Analysetools, Speicherung der besuchten Websites, Speicherung der eingegebenen Suchbegriffe, Nutzung aller Zusatztools, Speicherung der gesuchten Buchtitel, diese Firma kann komplette Biographien ihrer Nutzer automatisch verfassen. Irgendwann bekommt man keine Suchergebnisse mehr, weil die letzte Downloadrechnung nicht bezahlt wurde.

> Faszinierende Bilder auf Kosten der Privatsphäre

> Google Street View Auto in Stuttgart-West

> Bürgerinformation zu Google Street View Landeshauptstadt Stuttgart

24 Stunden in Stuttgart

Samstag, 13. Februar 2010

Christoph Kalck und Jascha Vick (HDM) haben einen tollen Film hergestellt:

> 24 Stunden in Stuttgart

Und abends ins Literaturhaus

Samstag, 13. Februar 2010

> www.literaturhaus-stuttgart.de

Und was Sie dort in den letzten 10 Jahren möglicherweise schon verpasst haben:
> Fotoarchiv des Literaturhauses

Das Alte Schloß

Donnerstag, 14. Januar 2010

… gestern abend gegen 19 Uhr.

Sie wissen sicher, wo der Photograph stand.

Les Folies d’Offenbach
Die Eröffnung der 10. Französischen Woche in Stuttgart

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Die Solistes de Lyon – haben unter der Leitung von Bernard Tétu und der Regie von Jean Lacornerie gestern mit dem Bühnenspektakel »Les Folies d’Offenbach« bei der Eröffnungsveranstaltung mit Gesang und Theater in die Welt des französischen Komponisten Jacques Offenbach (1819–1880) dem Beginn der der 10. Französischen Woche in Stuttgart den perfekten Schwung verliehen.

> Noch mehr Fotos. Institut français

> Noch mehr Fotos. Frankreich-Blog

Nachts auf dem Schlossplatz

Donnerstag, 3. September 2009

Stuttgart - Schlossplatz

Im Vorübergehen – Panasonic DMC-FZ50.

Das Lusthaus und die schnelle Einsatztruppe der Stuttgarter Oper

Samstag, 18. Juli 2009

Die > Ruine des Lustschlosses ist vom Verfall bedroht. Die schnelle Einsatztruppe der Stuttgarter Oper ist schon da:

Lusthaus

Auf dem Vogelschaubild von Matthäus Merian (1638) steht das Lusthaus noch an seinem Platz. Georg von Beer hatte es von 1580-1593 am Schloßplatz errichtet.

Lusthaus

LusthausZu Recht galt es als ein Schmuckstück der deutschen Renaissance. 1902 wurde es durch einen Brand zerstört. Zwei Jahre später wurden die Reste am heutigen Standort im Mittleren Schloßgarten wiederaufgebaut. Aber der letztes Jahr gegründete Verein zur Rettung der Ruine, die durch Pflegeentzug schon ihrem Ende entgegensah, kann Erfolge melden. Die Erhaltung der Ruine scheint gesichert zu sein. Dennoch, die Schauspieler und die vielen Helfer des Stuttgarter Staatsoper, ich möchte sie gleich mal die schnelle Einsatzruppe der Stuttgarter Staatsoper nennen, rollten mit ihrem LKW heute in den Schloßgarten und spielte zweimal vor der Lusthausruine:

In Tschaikowskis Oper „Pique Dame” will der Spieler Herrmann der Gräfin das Geheimnis der drei Karten entreißen. Als er sie mit dem Revolver bedroht, stirbt sie vor Schreck, erscheint ihm dann aber als Geist und offenbart ihm die todsichere Gewinnformel. Doch statt des siegreichen Ass zieht Herrmann Pique Dame, verliert alles und erschießt sich – anders als der sogenannte Kasinokapitalist von heute, der nicht mit seinem Eigenkapital haftet.

Musikalische Leitung Stefan Schreiber

Musik Fredrik Zeller nach Pjotr I. Tschaikowski
Ausstattung Marc Weeger
Konzept Sergio Morabito

Besetzung
Pique Dame (Gräfin) Leandra Overmann
Hermann Ernst Konarek
Keyboards Stefan Schreiber
Akkordeon Ina Henning
Schlagzeug Thomas Höfs

Eintritt frei – Dauer 30 Minuten

Könnten wir das nicht künftig viel öfters in Stuttgart veranstalten? Da wird ein Gebäude vom Abriss bedroht? Da soll die Kulturmeile unterbuddelt werden oder sonstige garstige, unsinnige Löcher gar noch im Schlossgarten gegraben werden, und schon eilen die Schauspieler in ihren Kostümen herbei, der Lastwagen der em>der schnellen Einsatztruppe der Stuttgarter Staatsoper fährt gleich hinterher, klappt die Ladeklappe runter, und es kann losgehen. Das war heute so toll, dass selbst der Regen, der kurz noch einen letzte Versuch startete, sich wieder angesichts der Kunst verziehen musste.

Lusthaus

Lusthaus

Lusthaus

Lusthaus

Lusthaus

Lusthaus

Lusthaus

Lusthaus

Lusthaus

Lusthaus

Lusthaus