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Archiv für die Kategorie 'Literatur'

Literaturhaus Stuttgart: Szenen machen

Donnerstag, 9. März 2017

Am kommenden Wochenende werden 30 Theaterautoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum in Stuttgart erwartet, die gemeinsam mit über 100 Lehrern, Literatur- und Theaterpädagogen die erste Fachtagung „Szenen machen – Szenisches Schreiben in der Literatur- und Theaterpädagogik“ am Literaturhaus Stuttgart bestreiten. Neben Workshops und Arbeitsgruppen gibt es zwei spannende öffentliche Veranstaltungen im Rahmen von „Szenen machen“, die dazu einladen, sich mit dem Schreiben von Theaterstücken zu beschäftigen.

Am Freitagabend, 10.03.2017, 19.30 Uhr wird John von Düffel, Professor für Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin einen Vortrag halten mit dem Titel „Vom Originalgenie zur Genialität unter Bedingungen“, in dem er als Ausgangspunkt die Herausforderung beschreibt, die es darstellt, ein Theaterstück zu lesen, – und darüber zu den Geheimnissen kommt, die ein szenischer Text in sich birgt. Das anschließende Gespräch mit von Düffel wird von den beiden „Szenen machen“-Initiatoren Lorenz Hippe und Thomas Richhardt geführt.

Am Samstag, 11.03.2017 ab 18 Uhr wird das Literaturhaus Stuttgart zum „Markt der Möglichkeiten“, bei dem in allen Räumen des Hauses Präsentationen, Mitmachshows und Live-Stückentwicklungen stattfinden. Die Autorin Tina Müller wird das „Questioning“ vorstellen, bei dem das Gegenüber zu Theaterfigur wird, der Sprachkünstler Timo Brunke präsentiert „Mama Dada – eine Mini-Sprachspiel-Sause“, das Ensemble des Theaterhauses Stuttgart führt preisgekrönte Minidramen junger Autoren auf, im Großen Saal erfindet das Publikum mit dem „Theater Direkt“ gemeinsam ein Theaterstück, die Dramatiker Kristo Sagor und Andreas Sauter laden zur offenen Stückwerkstatt, und wer selbst ein Hörspiel erfinden möchte, wird in die Klangwerkstatt von Synchronsprecherin Barbara Schmidt eingeladen.

Lesung in Stuttgart: Jasmin Ramadan; Hotel Jasmin

Dienstag, 15. November 2016

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> Waren Sie schon in der neuen Stadtbibliothek amMailänder Platz?

> Nachverdichtung (V). Stadtbibliothek und das Elend von A1: In Stuttgart wird alles zugebaut

> Ortsbesichtigung (I) – Die Stuttgarter Stadtbibliothek

Am Donnerstag, 17. 11. um 20 Uhr liest die tolle Jasmin Ramadan, bekanntgeworden durch ihre Romanvorlage zu „Soul Kitchen“, im 8. Stock der Stadtbibliothek Stuttgart (Café LesBar).

Zur Vorbereitung:
> Lesebericht: Jasmin Ramadan, Hotel Jasmin – 21. September 2016 von Heiner Wittmann

Den Supermond gibt es dann nicht mehr zu sehen, aber bestimmt viele Sterne und natürlich die größte Baustelle Deutschlands. Jasmin Ramadan spricht mit Journalist und Autor Björn Springorum über ihr neues Buch „Hotel Jasmin“, unter anderem darüber, warum die Hamburger Lehrerin Christine Tarpenbek so gerne Kaisersülze isst und Malventee dazu trinkt, warum ihr Sohn Roland den Kontakt zu ihr abgebrochen hat und warum sie, die Reisen hasst, plötzlich im „Hotel Jasmin“ in Kairo sitzt und mit einem Fremden spricht.

Abendkasse: 5,- Euro

> www.jasminramadan.de

Jasmin Ramadan
> Hotel Jasmin
Roman
1. Aufl. 2016, 269 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50142-1

Waren Sie schon mal im Stuttgarter Literaturhaus?

Dienstag, 15. November 2016

Am Montag 14.11.16 20.00 Uhr war Christoph Ransmayer mit seinem Buch > Cox oder Der Lauf der Zeit zu Gast im Literaturhaus :

> Donnerstag 17.11.16 bis Samstag 19.11.16 – FÜNFZEHN SEIN – Das Literaturhaus Stuttgart feiert

Nachverdichtung (V). Stadtbibliothek und das Elend von A1: In Stuttgart wird alles zugebaut

Samstag, 17. September 2016

Der Buchtitel des neuen Buches von Roland Ostertag lautet: > Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung. Und dieser Titel ist durch den Blick auf die Hänge, auf die Spitzenlage der Stadt und das Elend inspiriert, was die Stadtplaner dieser Stadt daraus machen.

Es gab mal eine Brache hinter dem Hauptbahnhof… bis die Stadtplaner kamen:

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in: > Stuttgart 21 – Ein neuer Stadtteil – 21. Juli 2007 von H. Wittmann: „Kann man einen Stadtteil auf dem Reißbrett entwerfen und auf diese Brache bauen?“ Anscheinend können die Stuttgarter das nicht.

Ende 2011 jubelten wir in Stuttgart mit Recht über die neue Stadtbibliothek, > Die neue Stadtbibliothek am Mailänder Platz – 28. Oktober 2011 von H. Wittmann – der Kubus mit seinen nachts blau leuchtenden Augen, ein neuer Büchertempel,

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der innen zwar hübsch aber unpraktisch ist, jedoch außen drumherum in sich eine ständig weithin sichtbare Einladung ist, nein war, einzutreten und zu lesen.

Und was haben die Stadtplaner mit / aus der Umgebung des Bücherkubus gemacht? Eingebaut zwischen anderen Bauten haben sie ihn, so als ob die Schwaben die Bücher und die Literatur verstecken wollten. Wenn man von den Hängen herunterfährt, sieht man noch eine Seite des Kubus, bevor sie dem Vernehmen nach auch demnächst zugebaut werden wird.

> Die neue Stadtbibliothek in Stuttgart wird zugebaut – 27. Mai 2013

> Die Abriegelung der Stuttgarter Talmulde – 30. März 2016

> Nachverdichtung in der Innenstadt IV. Das Dorotheen-Quartier in Stuttgart

> Ortsbesichtigung (II): Das Europaviertel – 22. April 2014

> Stuttgarter Riegelbebauung und Nachverdichtung – 31. Januar 2013, erstmals, 15. Oktober 2010

> Ortsbesichtigung: S-21 – Bauabschnitt A 1 – 25. Januar 2015

NEU: Roland Ostertag, Stuttgart – Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung

Montag, 18. Juli 2016

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Das jüngste Buch von > Professor Roland Ostertag ist erschienen:
> Stuttgart – Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung. „Stuttgart ist eine von der Natur und der Topographie bevorzugte schöne Stadt. … Aber Stuttgart verändert sich. Jetzt rächt sich das Fehlen eines Gesamtkonzepts für die Stadtentwicklung,“ heißt es in der Verlagsbeschreibung In diesem Band hat Roland Ostertag seine Aufsätze, Interventionen, Vorträge und Artikel zur Stadtplanung zusammengetragen.

> Stuttgart – Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung

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Inhalt
1. Vorwort, zur Einführung 5
2. Zur Einstimmung: Hansmartin Decker-Hauff und Otto Borst 9

Das Grundgesetz der Stadt
3. Grundgesetz der Stadt. Fundamentalien, Konstanten 45
4. Die Stadt als Lesebuch 49
5. Die Europäische Stadt 55
6. Was zeichnet eine lebenswerte Stadt aus? 63
7. Wem gehört die Stadt? Hat Stuttgart eine Seele? 73
8. Welchen Fortschritt? Welche Stadt wollen wir? 83
9. Es geht vorwärts. Sinnbild statt Abbild. 91

> Stuttgart woher- wohin – Ausstellung zur Stadtentwicklung im > Gähkopf 3:
Sa. 11 bis 15 h u. n. Vb.: > Auskunft

Zum Thema Stadt
10. Hat das Bürgertum abgedankt? 97
11. Hat die Politik abgedankt? 105
12. Die halbierte, die entzauberte Welt/Stadt 109
13. Wo bleibt die Baukunst, die Baukultur? 115
14. Stadt-Maschine oder Lebensraum? Die entzauberte Stadt 121
15. Alternativlos – Unumkehrbar 129

Und Stuttgart…?
16. Stuttgart – Quo vadis? 133
17. Stuttgart. Eine Stadt ohne Visionen 145
18. Stuttgarts Schichten der Geschichte. 151
19. Stuttgart – Landschaft – Ankünfte und Abschiede 157
20. Stuttgart – Deine Parks. 171
21. Vom Dach, den Dächern 181
22. Die Königstraße, meine Wonne 187

Denkmal… nach
23. Das Neue Lusthaus im Schlossgarten Stuttgart 193
24. Denkmalpflege – Verschiebemasse? 201
25. Vom Umgang mit Denkmälern. Du kommst auch noch dran. 207
26. Präventive Archäologie 215

Zerstörung
27. Brache: Verlust – Gewinn – Chance? 219
28. Tabula rasa 227
29. Stuttgart 21: Die vierte Zerstörung der Stadt 233
30. Stuttgart 21, Anzeige 241
31. Protest: Gegen die Verstümmelung des Stuttgarter Hauptbahnhofs 243
32. Stuttgart – Die Röhrenstadt 247
33. Protest gegen Stuttgart 21 – Stuttgarter wehrt Euch! 251
34. Vom Schwinden des Ortes. Was ist uns Stuttgart? 255

Parklandschaft
35. Wachsen, Pflegen, Schonen 263
36. Die Platane, der heilige Baum. 269
37. Bäume sind Lebewesen 273
38. Park und Villa Berg. Ein Elend. 277
39. Der Rosenstein ist im Gespräch 285
40. Neckar, Bundeswasserstraße oder Heimatfluss? 293

Einzelthemen
41. Weißenhof-Siedlung 299
42. Sei wahrhaftig gegenüber der Vergangenheit. 307
43. Über den Umgang mit der NS-Zeit, Erinnerungsorte in Stuttgart. 317
44. Trauer um die alte Tante SPD 323
45. Stellungnahme zum „Verkehrsentwicklungskonzept 2030“ 329
46. Wie werden wir regiert? Wie geht es weiter? 337

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Roland Ostertag
> Stuttgart – Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung
350 Seiten Hardcover, 148 x 210 mm
Peter-Grohmann-Verlag
ISBN 978-3-944137-1

Lesebericht: Irene Ferchl, Über das Land hinaus – Literarisches Leben in Baden-Württemberg

Dienstag, 23. Februar 2016

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Ganz bescheiden in weißer Schrift auf dem gelben Umschlag dieses feinen Buches > »Über das Land hinaus« steht Literarisches Leben in Baden-Württemberg. Darum geht es. Auf rund 190 Seiten nimmt Irene Ferchl uns auf eine literarische Entdeckungsreise durch Baden-Württemberg mit. Zuerst in die Neske-Bibliothek, des einzigen literarischen Museums für Verlagsgeschichte in Bande-Württemberg, das die Geschichte des Verlegers Günther Neske erzählt, der 1951 seinen Verlag gründete. Von Kurt Leonhard wollten Irene Ferchl und Thomas Scheuffelen erfahren, warum junge deutsche Lyrik nach dem Krieg ausgerechnet in Esslingen erschien.

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> Peter Härtlings, „Die Kehrwoche als regionales Schmuckstück.“ Ein Interview mit Elisabeth Walther-Bense, die über die Zeitschrift Augenblick berichtet: „Was jetzt im Augenblick geschieht, müssen wir festhalten.“

Merken Sie, mit welcher Begeisterung man dieses Buch durchblättert und liest? Auf diesem Blog klagen wir über vieles, was hier in Stuttgart gründlich schief läuft, aber dieses Buch mit dem wunderbaren Layout und der geballten Vielfalt des literarischen Lebens in Stuttgart versöhnt mit der Stadt und dem Land.

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Waren Sie schon mal in auf der > Stuttgarter Antiquariatsmesse? S. 40-43. Das dürfen Sie nie verpassen. Hermann Lenz berichtet aus dem Stuttgarter Buchhandel. Und ich trauere ständig der Buchhandlung von Wendelin Niedlich nach, deren 25-jähriges Bestehen 1985 mit einem Artikel im Börsenblatt gefeiert wurde. Mein erster Besuch in seiner Buchhandlung, wann war das? 1992 oder 93, wir kamen gleich ins Gespräch, zumindest in dem Moment, als beim Stöbern in der hintersten Ecke im Erdgeschoss oder darunter in Stuttgart schönstem Bücherkeller ein riesiger Stapel umfiel… Über Sartre haben Sie geschrieben? Sie machen bei mir eine Lesung. Eine Woche später, mitten zwischen den Bücherstapeln eine Lesung über > Jean-Paul Sartre und Tintoretto. Das wars, fortan, gehörte der Besuch bei Niedlich zu jedem City-Besuch. Ach schade, wenn ich jetzt sofort die Fotos finden würde… aber das sind ja noch traditionell Dias, die den Laden dokumentieren. das war der schönste Bücherort in Stuttgart, wenn man schon eine halbe Stunde dort in Büchern schwelgte, und Wendelin Niedlich plötzlich hinter einem Bücherstapel auftauchte oder hinter seinem Tresen, der nur aus Büchern bestand, jeden Besucher fröhlich begrüßte. Man hätte diese Buchhandlung einfach so bewahren müssen.

Jürgen Lodemann erzählt über Dutschke im Weltbad. Marie Luise Kaschnitz beschreibt ihr Dorf Bollschweil; sie hat doch so ein wunderbares Buch über Gustave Courbet geschrieben: Die Wahrheit, nicht der Traum. Das Leben des Malers Courbet. Kurt Oesterle erinnert sich an seine ersten Fernseh-Eindrücke. Erinnerungen an Hilde Domin und dann an Walter Jens (1923-2013) mit einem Auszug aus einer Rede: „Wir Extremisten“ auf dem Schriftstellerkongress 1974 in Frankfurt/M.: „Wir Schriftsteller, die wir uns als bürgerliche Demokraten verstehen, sollten die Behauptung unserer Gegner, daß wir radikal seien, nicht als Beschimpfung, sondern als Ehrenerklärung verstehen.“ (S. 61) – Thaddäus Troll: Der Schwabe und die Musen ist auch mit dabei. Rosemarie Bronikowski, „Platzbesetzer“ war schon 1974 bei der Anti-Atomkraft-Bewegung mit dabei.

Dreißig Jahre Verlag das Wunderhorn wurde mit einem Interview gefeiert: „Die Erneuerung der Literatur kommt aus den Peripherien und nicht aus den Metropolen.“ > Martin Walser „Heimatlob mit Legende“ S. 74 f. Welch ein Vergnügen, ihn immer wieder im Stuttgarter Literaturhaus zu erleben:

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1987 begeht der > Verlag Klett-Cotta sein 10-jähriges Jubiläum und der Verleger Michael Klett antwortete auf Fragen zu seinem Verlag: „Try an Error und Erfolg“.

Christoph Meckel, Maria Beig, folgen. Thomas Scheuffelen steht für 25 Jahre literarische Spurensicherung im Land: „Von Marbach aus“. Als der Verlag Klöpfer & Meyer 2011 20 Jahre alt wird, bantwortet Hubert Klöpfer Irene Ferchls Fragen. Hildegard Grosche erhielt 1999 den Stuttgarter Literaturpreis. Heinrich Steinfest und Wolfgang Schorlau sprechen über Krimis: „Über den Hype, den Markt und spannende Lektüren. Annette Pehnt ließ ihren Debütroman in Freiburg spielen und ihre Portagonist Dorst entdeckt die Stadt. José F.A. Oliver „Das Häs“ kommt aus Hausach im Schwarzwald. Maximilian Dorner erklärt Frank Albers, wie er auf die Ideee kam, die Anthologie „Feuer, Lebenslust“ zu veröffentlichen. Susanne Fritz aus Freiburg erzählt über Furtwangen: „Zeitmesser“.

Und 2000 ging es los. Professor Roland Ostertag hatte gerade das Bosch-Areal gerettet, als kurz darauf das Literaturhaus dort einzig und ein einzigartige Erfolgsgeschichte begann. „Was möchte das Literaturhaus in Stuttgart leisten“, lautete die Frage, die Florian Höllerer 2001 in einem Gespräch mit Irene Ferchl beantwortete. Die Gäste des Stuttgarter Literaturhauses prägen auch das Literaturleben dieser Stadt, viele von ihnen kommen immer wieder und ihre Fotos sind wertvolle Erinnerungen:

> Waren Sie schon mal im Stuttgarter Literaturhaus?
> Literarisches Leben in Stuttgart 70 Artikel auf unserem Blog

> 5 Jahre Literaturhaus – 18.11.2006:

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„Zwischen Tradition und Innovation“ lautet die Überschrift zum Gespräch mit der Leiterin der Stuttgarter Stadtbücherei Ingrid Bussmann und ihrer Stellvertreterin Christine Brunner. > Waren Sie schon in der neuen Stadtbibliothek am Mailänder Platz?.

Joachim Zelter kommt aus Freiburg und erzählt „Die Wahlkampftour des Ministerpräsidenten“. – Kennen Sie das > Mühlenweg-Museum in Allensbach? S. 167-169.- Heinrich Rietmüller, Mitglied der Geschäftsleitung der Buchhandlung und Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels berichtet 2015 in einem Interview über Gegenwart und Zukunft des Buchhandels. Zu den Filialen seines Unternehmens zählen 34 Buchhandlungen an 27 Standorten und die Zuwachsraten im Onlinebereich wachsen jährlich zweistellig.

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Irene Ferchl,
> »Über das Land hinaus«
Literarisches Leben in Baden-Württemberg

Stuttgart: Klöpfer und Meyer 2016.
Erscheint am 22. Februar 2016, Großformat, 184 Seiten, Duplexdruck
ISBN 978-3-86351-512-6

Lesungen aus „»Über das Land hinaus«“:

> Buchpremiere von Irene Ferchl „Über das Land hinaus“
3. März 2016 20:00 Uhr, Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4
> Irene Ferchl liest aus „Über das Land hinaus“
10. Mai 2016 20:00 Uhr, Buchhandlung OSIANDER Reutlingen, Wilhelmstraße 64.
> Irene Ferchl liest aus „Über das Land hinaus“
14. August 2016 15:30 Uhr, Klostergarten Pfullingen

Alle Fotos in diesem Beitrag: (c) Heiner Wittmann

Literaturhaus Stuttgart -Freitag 11.12.15 20.00 Uhr
Zülfü Livaneli Schwarze Liebe, schwarzes Meer

Sonntag, 13. Dezember 2015

Veranstaltungsreihe: Literatür
Lesung und Gespräch
Moderation: Sebnem Bahadir
Musik: Ye?im & Akustik Trio
„Livaneli ist eine unverzichtbare Autorität in der kulturellen und politischen Szene der Türkei.“ Orhan Pamuk

Bitte öffnen Sie die das folgende Fotoalbum erst, wenn diese Seite vollständig geladen ist, wenn der kleine blaue Kreis oben in der Navigationsleiste verschwunden ist:

Ankündigung des Literaturhauses: „Eigentlich will die junge Journalistin Pelin nur für einen Mordfall in dem kleinen Küstendorf am Schwarzen Meer recherchieren. Dann lernt sie den Eigenbrötler und Ingenieur Ahmet kennen, der vor jeder Berührung zurückschreckt und in seinem Haus eine sonderbare Bücherwelt hat wachsen lassen: „Die Bücher, fast durchgehend literarische Werke, wurden nach einer strengen thematischen Ordnung auf die Räume verteilt. An jedem Eingang hing ein Schild, auf dem ich mit einem Architektenstift fein säuberlich das jeweilige Thema geschrieben hatte: Rachezimmer – Eifersuchtszimmer – Liebeszimmer – Geschlechtszimmer – Kriegszimmer – Selbstmordzimmer – Mordzimmer.“ Mit dem Erzählen von Geschichten gelingt es Ahmet, die junge Journalistin an sich zu fesseln. Er, Ingenieur, glaubt dabei vor allem an die Kraft des menschlichen Verstandes, doch beim Wiedererzählen der Lebensgeschichte seines Zwillingsbruders Mehmet schieben sich Gefühle und Sehnsüchte in den Weg. Der Autor und Musiker Zülfü Livanelli wurde 1946 in Konya-Ilg?n in der Türkei geboren. In den 1970er Jahren sah er sich wegen seiner politischen Anschauungen gezwungen, die Türkei zu verlassen, 1984 kehrte er zurück. Livaneli gehört zu den bekanntesten Künstlern der Türkei, der mit seinen Liedern und Kinofilmen internationale Erfolge feierte. Einige Jahre war er Mitglied des türkischen Parlaments, in dem er sich besonders für die türkisch-griechische Aussöhnung einsetzte.“

Literaturhaus Stuttgart: Faust I #Goethe #Science #Sex

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Mittwoch 02.12.15 20.00 Uhr im Literaturhaus stuttgart
Faust I #Goethe #Science #Sex
Ulrike Draesner, John von Düffel
Veranstaltungsreihe: Klassiker der Schullektüre
Gespräch – Moderation: Anja Brockert
Poetischer Kommentar: Timo Brunke

Bitte öffnen Sie die das folgende Fotoalbum erst, wenn diese Seite vollständig geladen ist, wenn der kleine blaue Kreis oben in der Navigationsleiste verschwunden ist:

Der Forscher Heinrich Faust sitzt in seinem Labor am Notebook und klickt sich im Internet von Quantenphysik über Informatik und Erkenntnistheorie zur Reproduktionsmedizin. Als er völlig frustriert den Stecker ziehen will, erscheint Mephisto auf dem Bildschirm, der ihm einschlägige erotische Webseiten zeigt und ihn zu Dates in der realen Welt verführt. Bald darauf wird Faust die lästige Gretchenfrage hören: „Wie hältst du es in dieser hochtechnisierten und sexualisierten Welt mit Moral und Verantwortung – wohin soll das alles führen?“ So könnte ein Szenario von „Faust“ im 21. Jahrhundert aussehen. Goethes Tragödie ist zeitlos aktuell. Bis heute spiegelt sie den rastlosen abendländischen Umgang mit der Welt, der im Namen des Fortschritts, aber auch der Liebe und Befreiung über Leichen geht.
Das Literaturhaus Stuttgart und SWR2 Wissen spüren in dieser neuen Veranstaltungsreihe der Aktualität von drei sogenannten „Klassikern der Schullektüre“ nach. Moderiert von Anja Brockert wollen wir gemeinsam mit der Schriftstellerin Ulrike Draesner und dem Dramaturgen und Autor John von Düffel die Werke in Gesprächen auf persönliche Weise lebendig werden lassen und auf ihre Aktualität hin überprüfen. Der Stuttgarter Performance-Poet Timo Brunke begleitet die Abende mit poetischen Kommentaren.

Sendung zum Thema: 26.11.2015, 08.30 Uhr, SWR 2 Wissen
„Faust I“ – #Goethe #Science #Sex von Sabine Stahl
Sendung zum Nachlesen und Nachhören auf www.swr2.de/schullektuere
Eine Veranstaltungsreihe von: LpZ Stuttgart und SWR2 Wissen
In Zusammenarbeit mit dem Hospitalhof Stuttgart · Evangelisches Bildungszentrum und Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Jón Gnarr auf Lesereise nach Stuttgart

Freitag, 5. Juni 2015

Auf seiner > Lesereise nach Österreich, Deutschland und in die Schweiz kommt Jón Gnarr nach Stuttgart:

Mittwoch, 10.6.2015, 20 Uhr
Kulturzentrum Merlin Stuttgart
Augustenstraße 72, 70178 Stuttgart
Moderation: Oliver Maria Schmitt
Deutsche Lesung: Frank Streichfuss
> www.merlinstuttgart.de

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Der kleine Jón hasst die Schule. Denn er hasst es, sich irgendwo einordnen zu müssen. Schließlich ist er Anarchist und Punk. Dafür sticht er sich sogar eine Sicherheitsnadel durchs Ohr und gründet die erste Punkband Islands. Der große Jón ist Bürgermeister der Hauptstadt Islands und setzt eine Schulreform durch …

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So beginnt unser > Lesebericht: Jón Gnarr, Hören Sie gut zu und wiederholen Sie!!!: „Der Titel dieses bei TROPEN ist einer der Sätze, die der Bürgermeister von Reykjavík Jón Gnarr von seinem Deutschunterricht übrigbehalten hat. Sein Untertitel Wie ich einmal Bürgermeister wurde und die Welt veränderte beschreibt seine Amtszeit als Bürgermeister, die er nach dem überraschenden Sieg der Besten Partei 2010 antrat. Bis 2014 hatte er dieses Amt inne und einen neuen für die Isländer ganz ungewohnten Politikstil geprägt.

Auf der Homepage der Besten Partei hatte er 2010 im Wahlkampf sein politisches Credo vorgestellt: “Die Autoritäten haben versäumt, in puncto Zukunftsplanung einen klaren Kurs einzuschlagen, mit dem alle leben können. Im Grunde genommen scheren sie sich keinen Deut um die Zukunft, weil sie sie nämlich für völlig irrelevant halten.” (S. 8 f) “ > Weiterlesen.

Jón Gnarr
> Indianer und Pirat
Kindheit eines begabten Störenfrieds
Aus dem Isländischen
von Tina Flecken
und Betty Wahl (Orig.: Indjáninn)
1. Aufl. 2015, ca. 220 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-50141-4

Jón Gnarr
> Hören Sie gut zu und wiederholen Sie!!! > Lesebericht
Wie ich einmal Bürgermeister wurde und die Welt veränderte
Aus dem Isländischen von Betty Wahl
6. Aufl. 2015, 175 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-50322-7

Literaturhaus Stuttgart: Lesung.
Tom Drury, Das stille Land

Mittwoch, 25. März 2015

Wen Sie einfach mal wieder ein schönes Buch lesen wollen, dann kommt Tom Drury mit seinem Band > Das Stille Land gerade richtig.

> Literaturhaus, Stuttgart – Mittwoch 25.03.15 20.00 Uhr
Das Stille Land, Tom Drury, Clemens Meyer
Veranstaltungsreihe: head to head
Lesung und Gespräch Moderation: Pamela Rosenberg
Deutsche Lesung: Helmut Mooshammer
Übersetzung: Jürgen Stähle

Raus der Provinz. Pierre Hunter hatte genug von ihr. Als Barkeeper schlägt er sich durch. Als eine fast unheimliche Frau ihm nach einem Unfall das Leben rettet, wird alles anders für ihn. Sie verlieben sich ineinander. Solche Romananfänge kennt man. Aber hier kommt alles anders. Die Rettung war wohl alles andere als zufällig. Nun sind Sie in der Geschichte mittendrin. Und sie wird so spannend, dass dieses Buch wohl S-Bahn ungeeignet ist, wenn Sie nicht ab und zu über den Buchrand gucken, ob Ihre Haltestelle in Sicht kommt. Mit diesem Buch erleben Sie das Gefühl, dass Sie nach dem Zuklappen der letzten Seite, sich erst mal wieder orientieren müssen, wo Sie sich eigentlich gerade befinden.

Tom Drurys Roman »The Driftless Area« – kürzlich als “ target=“_blank“>»Das Stille Land« bei Klett-Cotta Verlag erschienen – wurde 2014 vom Jungregisseur Zachary Sluser mit den Schauspielern Anton Yelchin, Zooey Deschanel und John Hawkes verfilmt. Anhand von Beispielen aus dem Film werden Tom Drury und Clemens Meyer im Gespräch die Möglichkeiten und Herausforderungen von Literaturverfilmungen aus der Sicht des Autors erörtern.

Tom Drury, geboren 1956 in Iowa, zählt zu den wichtigsten amerikanischen Schriftstellern seiner Generation. Seine Romane wie »Das Ende des Vandalismus« und »Traumjäger« gelten als moderne Klassiker. Er veröffentlicht unter anderem im »New Yorker« und in »Harper’s Magazine«.

Clemens Meyer ist 1977 in Halle/Saale geborene und erhielt für seine Werke zahlreiche Preise. Sein Debütroman „Als wir träumten“ mit Starbesetzung in Regie (Andreas Dresen) und Drehbuch (Wolfgang Kohlhaase) feierte im Februar dieses Jahres auf der Berlinale Premiere und läuft derzeit in den deutschen Kinos. Clemens Meyer lebt in Leipzig

In Zusammenarbeit mit der American Academy Berlin.
Gefördert von: Berthold Leibinger Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH
Eintritt: Euro 9,-/7,-/4,50

9. März 2015. Lesung bei der Buchhandlung Wittwer
David Whitehouse, Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek

Montag, 2. März 2015

Manchmal gehen die Geschichten der Romane, oder eigentlich immer in die Ereignisse und Erlebnisse unseres wirklichen Lebens über. Literatur schärft die Sinne, für das was wir erleben, und sie werden in der > Reise mit der gestohlenen Bibliothek eine ganze Literaturästhetik wiederfinden. Es geht in dem neuen Roman von David Whitehouse um > Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek, ein Buch, wofür wir schon an anderer Stelle einen Lesebericht veröffentlicht haben.

Es geht um Bobby Nusku, sein Freund Sunny, der allerhand verrückte Ideen im Kopf hat und sie auf Biegen und Brechen durchsetzt, Val und ihre Tochter Rosa, Joe und seinen Vater und um einen Bbibliotheksbuch, der geklaut wird. Ein erstaunliches Buch, haben wir in unserem > Lesebericht geschrieben, denn hier wird in einem Roman erklärt, wieso man lesen sollte. Wer diese Geschichte aufmerksam liest, fängt sich das Lesevirus ein.

Am Montag, 9. März 2015, 20 Uhr, wird David Whitehouse in Stuttgart einem roten Doppeldeckerbus | Moderation: Thomas Klingenmaier | vor der Buchhandlung Wittwer Königstr. 30 – 70173 Stuttgart aus seinem Buch lesen.

David Whitehouse,
> Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek
Roman, Aus dem Englischen von Dorothee Merkel (Orig.: Mobile Library)
1. Aufl. 2015, 315 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50148-3