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Archiv für die Kategorie 'Literatur'

Buchvorstellung: Martin Walser und Jakob Augstein: Das Leben wortwörtlich

Dienstag, 28. November 2017

Am 26. November 2017 hat Martin Walser mit seinem Sohn Jakob Augstein aus ihrem gemeinsamen Buch Das Leben wortwörtlich im Stuttgarter Literaturhaus gelesen:

Bitte öffnen Sie mit einem Klick auf ein Foto im folgenden Fotoalben erst, wenn diese Seite vollständig geladen ist:

Sonntag 26.11.17 20.00 Uhr
Im Stuttgarter-Literaturhaus: > Das Leben wortwörtlich
Martin Walser, Jakob Augstein
Buchpremiere
Moderation: Thea Dorn

Alle Fotos auf diesem Blog, soweit nicht anders vermerkt: © Heiner Wittmann.

> Martin Walser im Stuttgarter Literaturhaus (Auswahl):

Mittwoch 24.09.03 20.00 Uhr
> Die Aktualität des Daseins
Martin Walser
Veranstaltungsreihe: Essayreihe „Betrifft:“
Essay und Gespräch
Moderation: Tim Schleider

Donnerstag 02.09.04 20.00 Uhr
> Der Augenblick der Liebe
Martin Walser
Buchpremiere
Moderation: Jörg Magenau
Einführung: Alexander Fest

Dienstag 27.03.07 20.00 Uhr
> Das geschundene Tier
Alissa Walser, Martin Walser
Ausstellungseröffnung, Lesung
Moderation: Julia Schröder
Einführung: Christoph Tannert

Dienstag 16.09.14 20.00 Uhr
> Schreiben und Leben
Martin Walser
Lesung und Gespräch
Moderation: Julia Schröder

Dienstag, 24. 10.2017: Gerhard Schweizer, Iran verstehen

Dienstag, 24. Oktober 2017

Di 24.10 19:30 Gerhard Schweizer Iran verstehen
Stuttgart | Lesung Im Rahmen von „Stuttgart liest ein Buch 2017“
Hospitalhof Stuttgart Büchsenstraße 33 70173 Stuttgart

Gerhard Schweizer legt mit seiner aktualisierten Neuausgabe eine klischeefreie Neubewertung des Iran nach seiner Iran-Reise im Herbst 2016 vor. Mit profunder Kenntnis schildert der Kulturwissenschaftler Gerhard Schweizer Höhen und Tiefen iranischer Geschichte, von Persien, über Zarathustra bis zur Islamischen Republik, und schenkt Kultur wie Politik gleichermaßen Aufmerksamkeit. Gerhard Schweizer verknüpft seinen historischen Rückblick mit der Analyse von Zeitgeschichte und Politik und wagt eine vor- und umsichtige Prognose für den Iran. Unmittelbar und authentisch gelingen ihm Einblicke in die neuesten Entwicklungen des schiitischen Gottesstaates.

Gerhard Schweizer
> Iran verstehen
Geschichte, Gesellschaft, Religion
KLett-Cotta 2017, 720 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-98101-8

> Vortrag und Diskussion: Gerhard Schweizer, Syrien verstehen und 2 x Nachgefragt…

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Gerhard Schweizer,
> Islam verstehen. Geschichte, Gesellschaft, Kultur und Politik
1. Aufl. 2016, 610 Seiten, broschiert, mit Register
ISBN: 978-3-608-98100-1
Gerhard Schweizer,
> Syrien verstehen Geschichte, Gesellschaft und Religion
2. Aufl. 2015, 503 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-94908-7
Gerhard Schweizer
> Türkei verstehen.
Von Atatürk bis Erdogan
1. Aufl. 2016, ca. 480 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-96201-7

Literaturhaus Stuttgart: Szenen machen

Donnerstag, 9. März 2017

Am kommenden Wochenende werden 30 Theaterautoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum in Stuttgart erwartet, die gemeinsam mit über 100 Lehrern, Literatur- und Theaterpädagogen die erste Fachtagung „Szenen machen – Szenisches Schreiben in der Literatur- und Theaterpädagogik“ am Literaturhaus Stuttgart bestreiten. Neben Workshops und Arbeitsgruppen gibt es zwei spannende öffentliche Veranstaltungen im Rahmen von „Szenen machen“, die dazu einladen, sich mit dem Schreiben von Theaterstücken zu beschäftigen.

Am Freitagabend, 10.03.2017, 19.30 Uhr wird John von Düffel, Professor für Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin einen Vortrag halten mit dem Titel „Vom Originalgenie zur Genialität unter Bedingungen“, in dem er als Ausgangspunkt die Herausforderung beschreibt, die es darstellt, ein Theaterstück zu lesen, – und darüber zu den Geheimnissen kommt, die ein szenischer Text in sich birgt. Das anschließende Gespräch mit von Düffel wird von den beiden „Szenen machen“-Initiatoren Lorenz Hippe und Thomas Richhardt geführt.

Am Samstag, 11.03.2017 ab 18 Uhr wird das Literaturhaus Stuttgart zum „Markt der Möglichkeiten“, bei dem in allen Räumen des Hauses Präsentationen, Mitmachshows und Live-Stückentwicklungen stattfinden. Die Autorin Tina Müller wird das „Questioning“ vorstellen, bei dem das Gegenüber zu Theaterfigur wird, der Sprachkünstler Timo Brunke präsentiert „Mama Dada – eine Mini-Sprachspiel-Sause“, das Ensemble des Theaterhauses Stuttgart führt preisgekrönte Minidramen junger Autoren auf, im Großen Saal erfindet das Publikum mit dem „Theater Direkt“ gemeinsam ein Theaterstück, die Dramatiker Kristo Sagor und Andreas Sauter laden zur offenen Stückwerkstatt, und wer selbst ein Hörspiel erfinden möchte, wird in die Klangwerkstatt von Synchronsprecherin Barbara Schmidt eingeladen.

Lesung in Stuttgart: Jasmin Ramadan; Hotel Jasmin

Dienstag, 15. November 2016

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> Waren Sie schon in der neuen Stadtbibliothek amMailänder Platz?

> Nachverdichtung (V). Stadtbibliothek und das Elend von A1: In Stuttgart wird alles zugebaut

> Ortsbesichtigung (I) – Die Stuttgarter Stadtbibliothek

Am Donnerstag, 17. 11. um 20 Uhr liest die tolle Jasmin Ramadan, bekanntgeworden durch ihre Romanvorlage zu „Soul Kitchen“, im 8. Stock der Stadtbibliothek Stuttgart (Café LesBar).

Zur Vorbereitung:
> Lesebericht: Jasmin Ramadan, Hotel Jasmin – 21. September 2016 von Heiner Wittmann

Den Supermond gibt es dann nicht mehr zu sehen, aber bestimmt viele Sterne und natürlich die größte Baustelle Deutschlands. Jasmin Ramadan spricht mit Journalist und Autor Björn Springorum über ihr neues Buch „Hotel Jasmin“, unter anderem darüber, warum die Hamburger Lehrerin Christine Tarpenbek so gerne Kaisersülze isst und Malventee dazu trinkt, warum ihr Sohn Roland den Kontakt zu ihr abgebrochen hat und warum sie, die Reisen hasst, plötzlich im „Hotel Jasmin“ in Kairo sitzt und mit einem Fremden spricht.

Abendkasse: 5,- Euro

> www.jasminramadan.de

Jasmin Ramadan
> Hotel Jasmin
Roman
1. Aufl. 2016, 269 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50142-1

Waren Sie schon mal im Stuttgarter Literaturhaus?

Dienstag, 15. November 2016

Am Montag 14.11.16 20.00 Uhr war Christoph Ransmayer mit seinem Buch > Cox oder Der Lauf der Zeit zu Gast im Literaturhaus :

> Donnerstag 17.11.16 bis Samstag 19.11.16 – FÜNFZEHN SEIN – Das Literaturhaus Stuttgart feiert

Nachverdichtung (V). Stadtbibliothek und das Elend von A1: In Stuttgart wird alles zugebaut

Samstag, 17. September 2016

Der Buchtitel des neuen Buches von Roland Ostertag lautet: > Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung. Und dieser Titel ist durch den Blick auf die Hänge, auf die Spitzenlage der Stadt und das Elend inspiriert, was die Stadtplaner dieser Stadt daraus machen.

Es gab mal eine Brache hinter dem Hauptbahnhof… bis die Stadtplaner kamen:

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in: > Stuttgart 21 – Ein neuer Stadtteil – 21. Juli 2007 von H. Wittmann: „Kann man einen Stadtteil auf dem Reißbrett entwerfen und auf diese Brache bauen?“ Anscheinend können die Stuttgarter das nicht.

Ende 2011 jubelten wir in Stuttgart mit Recht über die neue Stadtbibliothek, > Die neue Stadtbibliothek am Mailänder Platz – 28. Oktober 2011 von H. Wittmann – der Kubus mit seinen nachts blau leuchtenden Augen, ein neuer Büchertempel,

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der innen zwar hübsch aber unpraktisch ist, jedoch außen drumherum in sich eine ständig weithin sichtbare Einladung ist, nein war, einzutreten und zu lesen.

Und was haben die Stadtplaner mit / aus der Umgebung des Bücherkubus gemacht? Eingebaut zwischen anderen Bauten haben sie ihn, so als ob die Schwaben die Bücher und die Literatur verstecken wollten. Wenn man von den Hängen herunterfährt, sieht man noch eine Seite des Kubus, bevor sie dem Vernehmen nach auch demnächst zugebaut werden wird.

> Die neue Stadtbibliothek in Stuttgart wird zugebaut – 27. Mai 2013

> Die Abriegelung der Stuttgarter Talmulde – 30. März 2016

> Nachverdichtung in der Innenstadt IV. Das Dorotheen-Quartier in Stuttgart

> Ortsbesichtigung (II): Das Europaviertel – 22. April 2014

> Stuttgarter Riegelbebauung und Nachverdichtung – 31. Januar 2013, erstmals, 15. Oktober 2010

> Ortsbesichtigung: S-21 – Bauabschnitt A 1 – 25. Januar 2015

NEU: Roland Ostertag, Stuttgart – Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung

Montag, 18. Juli 2016

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Das jüngste Buch von > Professor Roland Ostertag ist erschienen:
> Stuttgart – Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung. „Stuttgart ist eine von der Natur und der Topographie bevorzugte schöne Stadt. … Aber Stuttgart verändert sich. Jetzt rächt sich das Fehlen eines Gesamtkonzepts für die Stadtentwicklung,“ heißt es in der Verlagsbeschreibung In diesem Band hat Roland Ostertag seine Aufsätze, Interventionen, Vorträge und Artikel zur Stadtplanung zusammengetragen.

> Stuttgart – Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung

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Inhalt
1. Vorwort, zur Einführung 5
2. Zur Einstimmung: Hansmartin Decker-Hauff und Otto Borst 9

Das Grundgesetz der Stadt
3. Grundgesetz der Stadt. Fundamentalien, Konstanten 45
4. Die Stadt als Lesebuch 49
5. Die Europäische Stadt 55
6. Was zeichnet eine lebenswerte Stadt aus? 63
7. Wem gehört die Stadt? Hat Stuttgart eine Seele? 73
8. Welchen Fortschritt? Welche Stadt wollen wir? 83
9. Es geht vorwärts. Sinnbild statt Abbild. 91

> Stuttgart woher- wohin – Ausstellung zur Stadtentwicklung im > Gähkopf 3:
Sa. 11 bis 15 h u. n. Vb.: > Auskunft

Zum Thema Stadt
10. Hat das Bürgertum abgedankt? 97
11. Hat die Politik abgedankt? 105
12. Die halbierte, die entzauberte Welt/Stadt 109
13. Wo bleibt die Baukunst, die Baukultur? 115
14. Stadt-Maschine oder Lebensraum? Die entzauberte Stadt 121
15. Alternativlos – Unumkehrbar 129

Und Stuttgart…?
16. Stuttgart – Quo vadis? 133
17. Stuttgart. Eine Stadt ohne Visionen 145
18. Stuttgarts Schichten der Geschichte. 151
19. Stuttgart – Landschaft – Ankünfte und Abschiede 157
20. Stuttgart – Deine Parks. 171
21. Vom Dach, den Dächern 181
22. Die Königstraße, meine Wonne 187

Denkmal… nach
23. Das Neue Lusthaus im Schlossgarten Stuttgart 193
24. Denkmalpflege – Verschiebemasse? 201
25. Vom Umgang mit Denkmälern. Du kommst auch noch dran. 207
26. Präventive Archäologie 215

Zerstörung
27. Brache: Verlust – Gewinn – Chance? 219
28. Tabula rasa 227
29. Stuttgart 21: Die vierte Zerstörung der Stadt 233
30. Stuttgart 21, Anzeige 241
31. Protest: Gegen die Verstümmelung des Stuttgarter Hauptbahnhofs 243
32. Stuttgart – Die Röhrenstadt 247
33. Protest gegen Stuttgart 21 – Stuttgarter wehrt Euch! 251
34. Vom Schwinden des Ortes. Was ist uns Stuttgart? 255

Parklandschaft
35. Wachsen, Pflegen, Schonen 263
36. Die Platane, der heilige Baum. 269
37. Bäume sind Lebewesen 273
38. Park und Villa Berg. Ein Elend. 277
39. Der Rosenstein ist im Gespräch 285
40. Neckar, Bundeswasserstraße oder Heimatfluss? 293

Einzelthemen
41. Weißenhof-Siedlung 299
42. Sei wahrhaftig gegenüber der Vergangenheit. 307
43. Über den Umgang mit der NS-Zeit, Erinnerungsorte in Stuttgart. 317
44. Trauer um die alte Tante SPD 323
45. Stellungnahme zum „Verkehrsentwicklungskonzept 2030“ 329
46. Wie werden wir regiert? Wie geht es weiter? 337

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Roland Ostertag
> Stuttgart – Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung
350 Seiten Hardcover, 148 x 210 mm
Peter-Grohmann-Verlag
ISBN 978-3-944137-1

Buchpremiere:
Anna Katharina Hahn, Das Kleid meiner Mutter

Mittwoch, 9. März 2016

Dienstag 08.03.16 20.00 Uhr im > Literaturhaus Stuttgart
Moderation: Denis Scheck

„Siedelte sie „Am schwarzen Berg“ in einem dörflichen Stuttgarter Vorort an, so entführt sie uns in ihrem neuen Roman zu erst einmal nach Spanien: „An einem Samstagmorgen im August machten meine Eltern einen Spaziergang durch den Jardín Botánico. Als sie nach Hause zurückkehrten, legten sie sich krank ins Bett.“ So beginnt der neue Text in Madrid im Sommer 2012: In der Hauptstadt zeigen sich die Auswirkungen der jüngsten Wirtschaftskrise. Die junge Ana María, Anita genannt, gehört zur „verlorenen Generation“, der jede Möglichkeit einer selbstbestimmten Existenz genommen wurde. Ihr Bruder, ein promovierter Germanist, hat sich bereits nach Berlin abgesetzt, um dort auf dem Bau sein Geld zu verdienen. Anita ist aus Not in ihr altes Kinderzimmer zurückgezogen.“ Bitte weiterlesen.

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Lesung: Jan Snela, Milchgesicht

Dienstag, 23. Februar 2016

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Wollen Sie einen außergewöhnlichen Autor kennenlernen? Etwas über die Liebe erfahren?… Sie glauben, da gibt es nichts Neues mehr? Ein Bestiarium der Liebe… mit dem Titel > Milchgesicht. Dann sind Sie am Dienstag, 23.02. um 19.30 Uhr in der Café LesBar > Stuttgarter Stadtbliothek am Mailänder Platz genau richtig, wenn Jan Snela sein Buch vorstellt:

Buchpremiere | Moderation: Julia Schröder, STZ | Jan Snela erzählt von rauchenden Drittklässlern, Katzenfutter essenden Zimmermännern und in Milch badenden, gehörnten Wellnessmaniacs. Mit viel Liebe zum Detail, Sinn fürs Grobe und ohne Höhenangst spaziert er durch einen merkwürdig fremden Kosmos. Die Protagonisten in Milchgesicht sind moderne Nomaden in einem zur Wüste gewordenen Alltag. Völlig aus der Welt gefallen, schaffen sie sich ihre eigenen Mythen. Bastelnd und hinkend, stolpernd und stotternd kommen sie in triumphaler Selbstauflösung an den Rand dessen, was man eine ‚Existenz‘ nennt.

Jan Snela gewann 2010 den Open-Mike-Wettbewerb und war in 2012 bei der Mikrolesung bei uns zu Gast. Milchgesicht ist sein Debüt.
Eintritt: EUR 5 | Ermäßigt EUR 3 | In Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Schriftstellerhaus

> Lesebericht: Jan Snela, Milchgesicht: „Ein Bestiarium (kommt von bestia – wildes Tier) ist „eine mittelalterliche Tierdichtung, die moralisierend tatsächliche oder vermutete Eigenschaften von Tieren, auch Fabelwesen, allegorisch mit der christlichen Heilslehre verbindet. Bestiarien sind oft reich illustriert.“ Das steht so in Wikipedia. Und dessen meist anonyme Autoren wissen auch: „Mit Richard de Fournivals in Prosa verfasstem „Bestiaire d’amour“, das die Liebe Fournivals zu einer Dame allegorisch schildert, entstand das erste weltliche Bestiarium.“ > Richard de Fournivals (1201-1260) stammt aus Amiens. Er ist der Autor eines Liebesbestiarium (Le Bestiaire d’Amour) mit 60 Tierbeispielen, aus denen er ein Traktat über die Liebe herstellte, das ich Zugang bei einer Dame verschaffen sollte.

Guillaume Apollinaires „Le bestiaire ou le cortège d’Orphée“ (1911) Franz Bleis „Großes Bestiarium der modernen Literatur“ (1924) sind Beispiele aus dem 20. Jahrhundert.
Ob wir so auf dem richtigen Weg sind? …“ > Bitte weiterlesen

Jan Snela
> Milchgesicht
Ein Bestiarium der Liebe
ISBN: 978-3-608-98307-4
Erscheinungsdatum: 20.02.2016

Lesebericht: Irene Ferchl, Über das Land hinaus – Literarisches Leben in Baden-Württemberg

Dienstag, 23. Februar 2016

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Ganz bescheiden in weißer Schrift auf dem gelben Umschlag dieses feinen Buches > »Über das Land hinaus« steht Literarisches Leben in Baden-Württemberg. Darum geht es. Auf rund 190 Seiten nimmt Irene Ferchl uns auf eine literarische Entdeckungsreise durch Baden-Württemberg mit. Zuerst in die Neske-Bibliothek, des einzigen literarischen Museums für Verlagsgeschichte in Bande-Württemberg, das die Geschichte des Verlegers Günther Neske erzählt, der 1951 seinen Verlag gründete. Von Kurt Leonhard wollten Irene Ferchl und Thomas Scheuffelen erfahren, warum junge deutsche Lyrik nach dem Krieg ausgerechnet in Esslingen erschien.

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> Peter Härtlings, „Die Kehrwoche als regionales Schmuckstück.“ Ein Interview mit Elisabeth Walther-Bense, die über die Zeitschrift Augenblick berichtet: „Was jetzt im Augenblick geschieht, müssen wir festhalten.“

Merken Sie, mit welcher Begeisterung man dieses Buch durchblättert und liest? Auf diesem Blog klagen wir über vieles, was hier in Stuttgart gründlich schief läuft, aber dieses Buch mit dem wunderbaren Layout und der geballten Vielfalt des literarischen Lebens in Stuttgart versöhnt mit der Stadt und dem Land.

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Waren Sie schon mal in auf der > Stuttgarter Antiquariatsmesse? S. 40-43. Das dürfen Sie nie verpassen. Hermann Lenz berichtet aus dem Stuttgarter Buchhandel. Und ich trauere ständig der Buchhandlung von Wendelin Niedlich nach, deren 25-jähriges Bestehen 1985 mit einem Artikel im Börsenblatt gefeiert wurde. Mein erster Besuch in seiner Buchhandlung, wann war das? 1992 oder 93, wir kamen gleich ins Gespräch, zumindest in dem Moment, als beim Stöbern in der hintersten Ecke im Erdgeschoss oder darunter in Stuttgart schönstem Bücherkeller ein riesiger Stapel umfiel… Über Sartre haben Sie geschrieben? Sie machen bei mir eine Lesung. Eine Woche später, mitten zwischen den Bücherstapeln eine Lesung über > Jean-Paul Sartre und Tintoretto. Das wars, fortan, gehörte der Besuch bei Niedlich zu jedem City-Besuch. Ach schade, wenn ich jetzt sofort die Fotos finden würde… aber das sind ja noch traditionell Dias, die den Laden dokumentieren. das war der schönste Bücherort in Stuttgart, wenn man schon eine halbe Stunde dort in Büchern schwelgte, und Wendelin Niedlich plötzlich hinter einem Bücherstapel auftauchte oder hinter seinem Tresen, der nur aus Büchern bestand, jeden Besucher fröhlich begrüßte. Man hätte diese Buchhandlung einfach so bewahren müssen.

Jürgen Lodemann erzählt über Dutschke im Weltbad. Marie Luise Kaschnitz beschreibt ihr Dorf Bollschweil; sie hat doch so ein wunderbares Buch über Gustave Courbet geschrieben: Die Wahrheit, nicht der Traum. Das Leben des Malers Courbet. Kurt Oesterle erinnert sich an seine ersten Fernseh-Eindrücke. Erinnerungen an Hilde Domin und dann an Walter Jens (1923-2013) mit einem Auszug aus einer Rede: „Wir Extremisten“ auf dem Schriftstellerkongress 1974 in Frankfurt/M.: „Wir Schriftsteller, die wir uns als bürgerliche Demokraten verstehen, sollten die Behauptung unserer Gegner, daß wir radikal seien, nicht als Beschimpfung, sondern als Ehrenerklärung verstehen.“ (S. 61) – Thaddäus Troll: Der Schwabe und die Musen ist auch mit dabei. Rosemarie Bronikowski, „Platzbesetzer“ war schon 1974 bei der Anti-Atomkraft-Bewegung mit dabei.

Dreißig Jahre Verlag das Wunderhorn wurde mit einem Interview gefeiert: „Die Erneuerung der Literatur kommt aus den Peripherien und nicht aus den Metropolen.“ > Martin Walser „Heimatlob mit Legende“ S. 74 f. Welch ein Vergnügen, ihn immer wieder im Stuttgarter Literaturhaus zu erleben:

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1987 begeht der > Verlag Klett-Cotta sein 10-jähriges Jubiläum und der Verleger Michael Klett antwortete auf Fragen zu seinem Verlag: „Try an Error und Erfolg“.

Christoph Meckel, Maria Beig, folgen. Thomas Scheuffelen steht für 25 Jahre literarische Spurensicherung im Land: „Von Marbach aus“. Als der Verlag Klöpfer & Meyer 2011 20 Jahre alt wird, bantwortet Hubert Klöpfer Irene Ferchls Fragen. Hildegard Grosche erhielt 1999 den Stuttgarter Literaturpreis. Heinrich Steinfest und Wolfgang Schorlau sprechen über Krimis: „Über den Hype, den Markt und spannende Lektüren. Annette Pehnt ließ ihren Debütroman in Freiburg spielen und ihre Portagonist Dorst entdeckt die Stadt. José F.A. Oliver „Das Häs“ kommt aus Hausach im Schwarzwald. Maximilian Dorner erklärt Frank Albers, wie er auf die Ideee kam, die Anthologie „Feuer, Lebenslust“ zu veröffentlichen. Susanne Fritz aus Freiburg erzählt über Furtwangen: „Zeitmesser“.

Und 2000 ging es los. Professor Roland Ostertag hatte gerade das Bosch-Areal gerettet, als kurz darauf das Literaturhaus dort einzig und ein einzigartige Erfolgsgeschichte begann. „Was möchte das Literaturhaus in Stuttgart leisten“, lautete die Frage, die Florian Höllerer 2001 in einem Gespräch mit Irene Ferchl beantwortete. Die Gäste des Stuttgarter Literaturhauses prägen auch das Literaturleben dieser Stadt, viele von ihnen kommen immer wieder und ihre Fotos sind wertvolle Erinnerungen:

> Waren Sie schon mal im Stuttgarter Literaturhaus?
> Literarisches Leben in Stuttgart 70 Artikel auf unserem Blog

> 5 Jahre Literaturhaus – 18.11.2006:

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„Zwischen Tradition und Innovation“ lautet die Überschrift zum Gespräch mit der Leiterin der Stuttgarter Stadtbücherei Ingrid Bussmann und ihrer Stellvertreterin Christine Brunner. > Waren Sie schon in der neuen Stadtbibliothek am Mailänder Platz?.

Joachim Zelter kommt aus Freiburg und erzählt „Die Wahlkampftour des Ministerpräsidenten“. – Kennen Sie das > Mühlenweg-Museum in Allensbach? S. 167-169.- Heinrich Rietmüller, Mitglied der Geschäftsleitung der Buchhandlung und Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels berichtet 2015 in einem Interview über Gegenwart und Zukunft des Buchhandels. Zu den Filialen seines Unternehmens zählen 34 Buchhandlungen an 27 Standorten und die Zuwachsraten im Onlinebereich wachsen jährlich zweistellig.

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Irene Ferchl,
> »Über das Land hinaus«
Literarisches Leben in Baden-Württemberg

Stuttgart: Klöpfer und Meyer 2016.
Erscheint am 22. Februar 2016, Großformat, 184 Seiten, Duplexdruck
ISBN 978-3-86351-512-6

Lesungen aus „»Über das Land hinaus«“:

> Buchpremiere von Irene Ferchl „Über das Land hinaus“
3. März 2016 20:00 Uhr, Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4
> Irene Ferchl liest aus „Über das Land hinaus“
10. Mai 2016 20:00 Uhr, Buchhandlung OSIANDER Reutlingen, Wilhelmstraße 64.
> Irene Ferchl liest aus „Über das Land hinaus“
14. August 2016 15:30 Uhr, Klostergarten Pfullingen

Alle Fotos in diesem Beitrag: (c) Heiner Wittmann

Literaturhaus Stuttgart -Freitag 11.12.15 20.00 Uhr
Zülfü Livaneli Schwarze Liebe, schwarzes Meer

Sonntag, 13. Dezember 2015

Veranstaltungsreihe: Literatür
Lesung und Gespräch
Moderation: Sebnem Bahadir
Musik: Ye?im & Akustik Trio
„Livaneli ist eine unverzichtbare Autorität in der kulturellen und politischen Szene der Türkei.“ Orhan Pamuk

Bitte öffnen Sie die das folgende Fotoalbum erst, wenn diese Seite vollständig geladen ist, wenn der kleine blaue Kreis oben in der Navigationsleiste verschwunden ist:

Ankündigung des Literaturhauses: „Eigentlich will die junge Journalistin Pelin nur für einen Mordfall in dem kleinen Küstendorf am Schwarzen Meer recherchieren. Dann lernt sie den Eigenbrötler und Ingenieur Ahmet kennen, der vor jeder Berührung zurückschreckt und in seinem Haus eine sonderbare Bücherwelt hat wachsen lassen: „Die Bücher, fast durchgehend literarische Werke, wurden nach einer strengen thematischen Ordnung auf die Räume verteilt. An jedem Eingang hing ein Schild, auf dem ich mit einem Architektenstift fein säuberlich das jeweilige Thema geschrieben hatte: Rachezimmer – Eifersuchtszimmer – Liebeszimmer – Geschlechtszimmer – Kriegszimmer – Selbstmordzimmer – Mordzimmer.“ Mit dem Erzählen von Geschichten gelingt es Ahmet, die junge Journalistin an sich zu fesseln. Er, Ingenieur, glaubt dabei vor allem an die Kraft des menschlichen Verstandes, doch beim Wiedererzählen der Lebensgeschichte seines Zwillingsbruders Mehmet schieben sich Gefühle und Sehnsüchte in den Weg. Der Autor und Musiker Zülfü Livanelli wurde 1946 in Konya-Ilg?n in der Türkei geboren. In den 1970er Jahren sah er sich wegen seiner politischen Anschauungen gezwungen, die Türkei zu verlassen, 1984 kehrte er zurück. Livaneli gehört zu den bekanntesten Künstlern der Türkei, der mit seinen Liedern und Kinofilmen internationale Erfolge feierte. Einige Jahre war er Mitglied des türkischen Parlaments, in dem er sich besonders für die türkisch-griechische Aussöhnung einsetzte.“