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Archiv für die Kategorie 'Plätze'

Boris Palmer: Stadt als Lebenswelt

Freitag, 22. Juli 2011

Freitag, 22.07.11, 20.00 Uhr
Veranstaltungsreihe: Architektur im > Stuttgarter Literaturhaus
Vortrag und Gespräch
Moderation: Roland Ostertag

Boris Palmer ist auf vielen politischen Ebenen tätig, war Abgeordneter des Landtags, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Fraktion der Grünen sowie deren umwelt- und verkehrspolitischer Sprecher. Seit Januar 2007 ist er Oberbürgermeister der Universitätsstadt Tübingen. Im Literaturhaus spricht er über Herausforderungen der Stadtplanung: Wesentliches hängt davon ab, in welches gesellschaftliche, soziale, kulturelle, wirtschaftliche Zukunftsbild der Stadt wir planen und bauen. Zuerst muss eine gedanklich-geistige Vorstellung der Stadt vorhanden sein, des Lebens, das die Stadt im Innersten zusammenhält. Welche Zukunft, welche Lebenswelt soll angestrebt werden? In seinem Essay „Der Laie und die Architektur“ schreibt Max Frisch: »Politik besteht nicht darin, gerade das Allernotwendigste zu tun und innerhalb der Gegebenheiten zu verwalten. Politik besteht darin, alternative Möglichkeiten/Ideen in der Zukunft zu erkennen und unter ihnen zu wählen, welche Zukunft morgen sein soll«.

In Zusammenarbeit mit dem Architekturforum Baden-Württemberg
Eintritt frei

> 68 Beiträge zum Thema Stadtplanung auf diesem Blog

Warum wird die Kronprinzenstraße keine echte Fußgängerzone?

Samstag, 16. Juli 2011
                  Themen auf diesem Blog

Beim samstäglichen Einkaufsbummel fiel wieder einmal die schon lang vergangene Pracht der
> Kronprinzenstraße auf. Zwischen Calwer Straße und Königsstraße ist sie ein Stück Niemandsland geworden. Nur noch zwei Litfasssäulen, zwei Ausgänge aus dem Parkhaus, ein paar Spielgeräte, ein paar Mülltonnenbehälter und ein maroder Belag gehören zum Stadtmobilar dieser Fußgängerzone.

Die Straße lädt nur zum Durchqueren ein. Sie hat neben der Königsstraße schon längst ihre Funktion verloren. Die Kronprinzenstrasse inspiriert zu nichts. Man braucht sie nur, um zum Parkhauseingang zu kommen. Und man darf nicht stolpern. Ihr Belag! Ach, man mag gar nicht hinsehen. Eine Grundsanierung des Belags, ein Grünstreifen in der Mitte, an dessen beiden Seiten sich der wöchentliche Bücherflohmarkt etablieren könnte, mehr Cafés, bestimmt gibt es viele Ideen, dieses triste Meile entscheidend aufzuwerten.

Aber ein paar Kilometer weg von beiden Enden der Kronprinzenstraße werden mit dem > Gerber und dem neuen Projekt hinter der Stadtbibliothek neue Einkaufszentren gebaut. Funkelnde Glaskästen mit vielen schönen neuen Läden, die die Besucher mit ihren Autos und den leeren Kofferräumen anziehen sollen, derweil die Innenstadt, wenn nichts geschieht, verkommen wird. > > Einkaufzentren sind kein Beitrag zu einer Stadtkultur sondern > eine Hölle für den Bürger.

Der Investor ECE mit > Alexander Otto, dem Vorsitzenden der ECE-Geschäftsführung, hat ein gutes Gewissen. Argumente gegen Shopping-Center sind für ihn Vorurteile: Er listet auf der Website von ECE “Fakten statt Vorurteile” und will so die Frage beantworten: “Wie sind Shopping-Center heute wirklich und wie können sie zur Belebung der Innenstädte beitragen?” Er ist sich und seiner Sache sicher, dass mit der Entstehung neuer Center in Innenstädten, der bestehende Einzelhandel bereit ist, seine Infrastruktur aufzuwerten. Andere warnen zu Recht vor dem Unfug neuer Shopping-Center, Otto preist sie als Beitrag zur Innenstadtentwicklung. In Bezug auf Braunschweig schreibt Otto: “Der Passantenaustausch von Center und Innenstadt funktioniert somit hervorragend. Die Besucher der Schloss-Arkaden besuchen auch die Innenstadt und umgekehrt.” Und wie wird das in dieser Stadt mit dem neuen Shopping-Center hinter der Stadtbibliothek und der Stuttgarter Innenstadt funktionieren?

Man hat in den letzten Jahren oder gar in den beiden letzten Jahrzehnten die Innenstadt schlicht vernachlässigt. Auf der einen Seite trennt die > Hauptstätter Straße, auf der anderen Seite die Theodor-Heuss-Strasse wichtige Stadtviertel hermetisch voneinander ab. Die City wird von vier großen Plätzen, dem Karlsplatz, dem Schillerplatz und dem Rathausplatz geprägt. Eine kontinuierliche Entwicklung der Innenstadt hätten den Einkaufspalästen keine Chance geboten. Nun werden sie gebaut. Immerhin die Seele der Stadt bleibt in der City, denn die Shopping-Center werden mit ihr nichts anfangen können, sie sehen innen wie in Herne, Wuppertal oder sonstwo aus.

Georg Franck, Die urbane Allmende
Eine Pflichtlektüre für die Stuttgarter

Donnerstag, 30. Juni 2011

Geschichte und Geschichten erzählen, das hängt vor allem mit der Literatur zusammen. Stimmt und stimmt auch wieder nicht ganz. Denn Geschichten und Ihr Erzählen, das gehört auch zur Architektur. Häuser, Straßen, ganze Stadtquartiere erzählen, wie die Menschen dort wohnen und arbeiten. Betrachtet man Häuser, kann man wie in einem (Stadt-) Buch lesen. Das gilt für jede Stadt.

Die Stadt als Buch berichtet über ihre Seelen, die Art und Weise wie die Bauten der Stadt das zusammenleben ermöglicht, bestimmt und steuert. Es gibt Städte mit aufgelockerter Bebauung, mit Platz für viele Plätze, viele Parks und Gärten ist. Meist sind dort auch die Wege zur Arbeit angenehm kurz. Es gibt aber Städte wie Stuttgart, wo in jedem zur Verfügung stehendem Raum ein Haus gebaut wird, auch in der zweiten und dritten Reihe. Und es gibt hier die Devise, das Auto zuerst, dann die Fußgänger. Der Autoverkehr braust hier ungehemmt über die > Hauptstätter Straße, die mit oft mit 14 Spuren Stadtteile voneinander trennt. Fußgänger können diese Stadtautobahn nur an zwei Stellen an einer Ampelanlage überqueren.

Der Wiener Professor und Architekt Georg Franck stellt mit seinem Beitrag, der gerade im > MERKUR (7/2011) erschienen ist, Die urbane Allmende die “Herausforderung der Baukultur durch die nachhaltige Stadt” vor. Ich finde, sein Beitrag ist eine Pflichtlektüre für alle, und besonders die Stuttgarter, die bereit sind, ein wenig über die so notwendige > Stadtreparatur nachzudenken. Gerade wird gerade ein ganzes Stadtviertel abgerissen, damit das Gerber mit einem > Einkaufszentrum gebaut werden kann.

Daneben steht und wird eine > Stadtautobahnbrücke stehenbleiben, deren Sinn und Zweck sich niemandem erschließt. Diese Pläne zeigen, dass Baukultur in Stuttgart in diesem Stadtviertel ein Fremdwort ist. Franck fordert mit Recht, ein Überdenken der Stadtdimensionen in Richtung der ‘walkable city’”. (S. 567) Zur Zeit wird leider in dieser Stadt nur über den Bahnhof diskutiert. Man verliert eine Gesamtplanung für die Stadt immer mehr aus den Augen, und für die > Erneuerung der Stadt auch im Sinne von Franck gibt es kaum noch eine Aufmerksamkeit. Und im Artikel von Georg Franck kann man viel über Räume und die Prozesse in der Stadt lernen. Hätte man seinen Beitrag eher gelesen, wären den Stuttgartern > Nachverdichtungen in der Innenstadt erspart geblieben. Das Einkaufszentrum sagt jetzt zum Königsbau: “Du kommst auch noch weg”.

Stadtreparatur (V): Der Österreichische Platz

Montag, 13. Juni 2011

Wie gesagt, die Autos werden auf einem eleganten Betonbogen (= > Paulinenbrücke) auf den Österreichischen Platz geführt, der gar kein Platz mehr ist, sondern nur eine Betonkonstruktion, die aus einem zweispurigen Fahrbahnkreis besteht, der als Deckel mit Loch auf der Hauptstätter Straße liegt. In anderen Städten, wie z.B. in Gießen heißen solche Betonkonstruktionen > Elefantenklo.

Von oben wird deutlich, warum dieser Platz heute nur dem Verkehr dient. Fußgänger haben auf ihm nichts verloren.

Österreichischer Platz, © Manfred Storck. Mehr Luftbilder: Kissinger Straße 60, 70372 Stuttgart. E-Mail: storck.manfred@t-online.de.

Würde die > Paulinenbrücke verschwinden, könnte das Betonbauwerk > Österreichischer Platz, ein Meisterwerk deutscher nicht ganz kreuzungsfreier Verkehrsbaukunst auf Säulen mit > unterirdischem Parkplatz, der von der Brücke aus nur einzusehen aber nicht ansteuerbar, ist auch endlich verschwinden. Und dann wäre die Bahn frei für eine Neugestaltung der Hauptstätter Straße, – > Stadtreparatur: Die Hauptstätter Straße in Stuttgart – denn > 14 Spuren sind zuviel.

> Die autogerechte Stadt IV
> Die autogerechte Stadt (III): Der Österreichische Platz

> Stadtreparatur in Stuttgart (II)

Waren Sie schon mal auf dem > Österreichischen Platz unter dem Betonkreisel? Düster nicht?

> Platzkultur in Stuttgart A propos: > Wilhelmsplatz in Stuttgart-Bad Cannstatt.

Stadtreparatur in Stuttgart (III): Die Hauptstätter Strasse

Mittwoch, 8. Juni 2011

Zuerst verschafft man sich mal einen Überblick. Können Sie sich auf dem Foto, bzw. auf dem Modell orientieren?

Etwas gewöhnungsbedürftig, weil die Hauptststätter Straße auf dem Modell die Stadtteile geschickt und endlich miteinander verbindet.

Hier ist das Modell:

> Ein neues Museum für die Bürger. Eine Lehrschau für die Stadtplaner

Dazu das Konzept:

> Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept

Und hier zum Gucken im Detail:

> Stadtreparatur in Stuttgart (II): Die Hauptstätter Straße

Stadtreparatur in Stuttgart (II): Die Hauptstätter Straße

Montag, 6. Juni 2011

Heute berichtet Thomas Borgmann in der Stuttgarter Zeitung: “Die Kulturmeile rückt wieder ins Blickfeld”. 6. Juni 2011. Endlich.

Und unter dem Titel steht die Zusammenfassung seines Artikels: “Die Akademie für Städtebau und Landesplanung empfiehlt dem Gemeinderat den Abkehr vom alten Tunnelprojekt. Sie propagiert den Bau eines City-Boulevards vom Heslacher Tunnel bis zum Gebhard-Müller-Platz.”

Kommt mir bekannt vor: > Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept, hier auf dem Blog am 13. Juni 2007.

Alles zum Thema > Hauptstätter Straße auf diesem Blog.

> Die autogerechte Stadt IV
> Die autogerechte Stadt (III): Der Österreichische Platz

Im Beitrag > Warum (will) / wollte ! man die Kulturmeile untertunneln? vom 25. Februar 2009 auf diesem Blog. Darin stand u.a.:

Warum traut man sich nicht an eine > Gesamtlösung für die Stadtautobahn heran?

> Vorrang für die Autos auf 10 Spuren
> Ulm Neue Mitte – Die Rückeroberung des Stadtraums oder was geschieht mit der Hauptstätter Straße in Stuttgart?

> Gehen wir weiter zum Gebhard-Müller-Platz heißt der Beitrag, der über die Gesamtlösung für die Stadtautobahn vom Neckartor bis zum Marienplatz/Der Stadtboden gehört allen berichtet, die Professor Roland Ostertag vorgeschlagen hat. Auch sein Entwurf sieht Bäume vor – aber keinen Tunnel. Und wo sollen die Autos bleiben? wird immer wieder gefragt?

Also nochmal:

40 Prozent sind Hin-und Herfahrer *
30 Prozent nutzen die Stadtautobahn, weil es sie gibt, ohne sie
      würden sie den Zielort ihrer Fahrt direkt ansteuern
30 Prozent sausen wirklich von der Filderstraße bis zum Neckartor auf der Stadtautobahn
      und gehören eigentlich nicht in die City
20 Prozent machen ohnehin Fahrten unter 3 oder 4 Km

120 % – das sind nur Schätzungen, aber diese Größe legt nahe, dass wir diese Stadtautobahn nicht brauchen und schon gar nicht den Tunnel, denn Tunnel brauchen Ein- und Ausfahrten, die für den Stadtboden gestaltungsmäßig verloren sind.

Ulm hat es Stuttgart vorgemacht: > Das Modell für Stuttgart: Die neue Mitte Ulm

* Die Hin-und Herfahrer: “Wieso brauchen wir mitten in der Stadt so viele Spuren? Unsere Blogleser kennen schon die Rechnung: 35 % Hinundherfahrer, die nur den nächsten U-Turn suchen, 35 % fahren hier, weil es bequemer ist, als direkt den Zielpunkt anzusteuern, 20 % könnten auch eine Parallelstrasse nutzen, 10 % brausen nur mal eben vom Marienplatz biz zum Neckartor durch, könnten auch woanders fahren. Wer braucht die Hauptstätter Strasse eigentlich?” Dies steht hier: > Die autogerechte Stadt (III): Der Österreichische Platz.

Ist der Umbau dieser Verkehrsader, die heute die Stadtteile voneinander trennt, wirklich unmöglich? Statt der Hauptstätter Strasse mit 14 Spuren, ein Boulevard vom Hesslacher Tunnel bis Cannstatt, mit einer Straßenbahn in der Mitte? Das wärs doch! Wo sollen denn dann die Autos fahren? fragen alle gleich. Nun die fahren langsamer und woanders. Geht nicht? Geht. > Ulm. Übrigens, alle 15 Beiträge rund um die Hauptstätter Straße auf diesem Blog wurden seit 2007 schon rund 25.000 aufgerufen.

Um es hier nochmal zu wiederholen:

Eine gute Gelegenheit an die Denkschrift zu erinnern, mit der Roland Ostertag und Gunter Kölz 2007 die Renovierung der Haupstätter Straße vorgeschlagen haben. > Literaturhaus Stuttgart, 15. Juni 2007 Ihre Vorschläge habe ich auch diesem Blog dokumentiert:

> Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept mit Übersichtsplan
> Die Bebauung der Hauptstätter Straße
> Von der Leonhardskirche zum Charlottenplatz
> Gehen wir weiter zum Gebhard-Müller-Platz

Stadtreparatur in Stuttgart (I): Die Paulinenbrücke

Montag, 6. Juni 2011

Die Brücke muss weg.

Der Abriss der Bürogebäudes an der Paulinenbrücke ist eine halbe Sache. Will man etwa neben der Brücke ein neues Stadtquartier bauen?

> Die autogerechte Stadt (II): Die Paulinenbrücke in Stuttgart
> Die autogerechte Stadt (I): Die Paulinenbrücke in Stuttgart

Nur der Abriss der Paulinenbrücke würde eine wirkliche Neugestaltung dieses Stadtquartiers erlauben. Übrigens. Soll hier wirklich ein neues Einkaufszentrum entstehen? Ja es wird kommen: Das > Gerber mit etwa 75 Läden und Lokale auf zirka 22.500 Quadratmetern. Da wird sicher der Einzelhandel zwischen dem eingezwängten Einkaufszentrum hinter dem Königsbau und dem Gerber aber arg freuen. Einkaufszentrum Sichtkontakt wie im Supermarkt von den Dosen zur Fleischtheke und dann zum Weinregal führen, so auch im Einkaufszentrum, sie im ständigen Sichtkontakt zum nächsten Einkaufsladen halten. Jeder Kontakt zur Außenwelt, zur Stadt ist verpönt, es geht nur um den Umsatz und die Rendite per qm. Immerhin, das Gerber soll 90 Wohnungen bekommen, warum nicht 200?

“Der Abriss der Paulinenbrücke ist zunächst nicht geplant. Auf der Brücke soll eine Zu- und eine Ausfahrt für das neue Quartier gebaut werden,” steht auf der Seite > Gerber der Stadt Stuttgart. Ich hätte diesen Beitrag eher schreiben sollen? Nun der Beitrag > Die autogerechte Stadt (I):Die Paulinenbrücke in Stuttgart stammt vom 24. August 2010. War damals schon die Entscheidung gefallen, die Brücke stehenzulassen? Nun, es ist ja nicht zu spät. Mann kann sie immer noch abreissen. Bald wird sie nach dem Abriss der Gebäude, die dem Gerber weichen müssen, als Straßensolitär die freie Sicht versperren. und den ein oder andren Bauherren doch nur zur Vernunft bekehren.

Einkaufszentren fördern nicht die Stadtentwicklung. In ihnen geht es zu wie in Herne, Gelsenkirchen oder Passau, wo immer die gleichen Ketten auftauchen. In einem Einkaufszentrum hat man keinen Bezug mehr zur Stadt, da kann die Paulinenbrücke auch ruhig stehenbleiben. Sie stört ja beim Einkaufen nicht. Um es drastischer zu sagen, Einkaufszentren sind städtisches Niemandsland. So ist es: > Einkaufzentren sind kein Beitrag zu einer Stadtkultur. Ein Beitrag im MERKUR wurde hinsichtlich der Problematik von Einkaufszentren wohltuend deutlicher: > Einkaufszentren: Die Hölle für den Bürger – Blog Klett-Cotta, 10. März 2009.

Die autogerechte Stadt (III):
Der Österreichische Platz

Dienstag, 24. August 2010


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An dieser Stelle steht in Stuttgart auf dem Österreichischen Platz ein Denkmal der autogerechten Stadt, die ohne Fußgänger geplant wurde. Ein großer Betonring ist die Grundlage für einen ampelgeregelten Kreisverkehr. Elefantenklo nennt man in anderen Städte einen solchen Betonkragen, der in Gießen allerdings wesentlich kleinere Ausmaße hat.

Mein Weitwinkel war leider nicht dabei, um den ganzen Ring auf ein Foto zu bannen.

Von der > Paulinenbrücke herunterbrausend kann sich der Verkehr zum Warten elegant auf den Österreichischen Betonring einfädeln. Auch mitten am Tag sieht man dort wenn überhaupt nur ein paar verschreckte Fußgänger.

Unter dem Betonring verläuft die vierspurige Stadtautobahn:

Viele Autofahrer brauchen die Rennstrecke gar nicht und warten geduldig, bis sie sie wieder verlassen dürfen.

Außer Stuttgart 21 gibt es also auch noch ein paar andere Themen in Stuttgart und Ideen für eine erfolgreiche Stadtreparatur gibt es genug. Die Hauptstätter Strasse könnte ein Prachtmeile und bundesweit ein stadtplanerisches Highlight werden.

> Das Modell für Stuttgart: Die neue Mitte Ulm
> Ein neues Museum für die Bürger: Eine Lehrschau für die Stadtplaner
> Stadtreparatur: Die Hauptstätter Straße in Stuttgart
> Vorrang für die Autos auf 10 Spuren
> Die Neue Stadtplanung
> Ein Ausflug zur Neuen Mitte Ulm

Wieso brauchen wir mitten in der Stadt so viele Spuren? Unsere Blogleser kennen schon die Rechnung: 35 % Hinundherfahrer, die nur den nächsten U-Turn suchen, 35 % fahren hier, weil es bequemer ist, als direkt den Zielpunkt anzusteuern, 20 % könnten auch eine Parallelstrasse nutzen, 10 % brausen nur mal eben vom Marienplatz bisz zum Neckartor durch, könnten auch woanders fahren. Wer braucht die Hauptstätter Strasse eigentlich?

> Ulm Neue Mitte – Die Rückeroberung des Stadtraums – oder was geschieht mit der Hauptstätter Straße in Stuttgart?
> Von der Leonhardskirche zum Charlottenplatz
> Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept
> Die Bebauung der Hauptstätter Straße

Grünflächen in Stuttgart (II)

Dienstag, 18. Mai 2010


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Straßenbahnen in Straßburg und in Stuttgart

Mittwoch, 21. April 2010

Warum sind die Straßenbahnen in Stuttgart und Straßburg eigentlich so unterschiedlich ? In Stuttgart sind die Einstiege so hoch, weil das vielleicht für den Buckel nötig ist, dort wo sie zur U-Bahn wird. Wie auch immer, in Straßburg passen sich die Straßenbahnen dem Stadtbild an und prägen es mit, in Stuttgart wurde das Stadtbild den Straßenbahnen angepasst. Hohe Bahnsteigsrampen , die wie Panzersperren ganze Straßenzüge verändern und Durchgänge sperren, müssen erklommen werden, von denen man zusehen kann, wie einem der Bus vor der Nase wegfährt. Natürlich kann man da schon ein wenig neidisch in Richtung unserer Partnerstadt Straßburg gucken, die ein wunderbares Tramwaynetz aufgebaut hat. Auch das Bauwerk an der russischen Kirche, liegt da mitten auf der Straße wie ein übergroßer
Lastkahn und ist in seiner Funktion als Zusteigebauwerk nicht zu übersehen. Auch hier wird der Raum nur für die Straßenbahn genutzt. Sie hat sich den Raum untertan gemacht. Will der Fahrgast vielleicht doch lieber mit dem Bus fahren, weil der eher kommt, muss er laufen oder zugucken, wie der Bus auch hier vorüberfährt. Reisen Sie mal mit der Straßenbahn in Straßburg. Dort reisen Sie mit anderen durch die Stadt, in Stuttgart hat die Bahn ihren eigenen Verkehrsraum.

Überhaupt kommen Straßnebahnen in Frankreich wieder mehr in Mode. Wolfgang O. Hugo hat darüber einen Artikel verfasst, der in einem Beitrag > Die Stadtplaner in Frankreich setzen auf die Tram auf dem Frankreich-Blog zum Download bereit steht.

Von Brunnen und Staffeln in Stuttgart

Montag, 12. April 2010

www.stuttgart-brunnen.deAuf seinem Blog zeigt Andreas Henseler > Staffeln und Brunnen in Stuttgart. Nach dem Motto, man sieht nur, was man wirklich weiß, lohnt sich ein Besuch auf seinem Blog. Die Vielfalt der Stadt führt er uns vor. Keinesfalls nur Brunnen und Staffeln, das sind die schwäbischen Treppen, auf denen man die Stuttgarter Hänge rauf und runter laufen oder steigen kann, sondern auch mit einer Liebe zum Detail viele interessante Einzelheiten, die einem im Vorübergehen gar nicht mehr auffallen, die aber dazu beitragen, damit diese Brunnen und die Staffeln so gut in ihre jeweilige Umgebung passen. Kennen Sie den > Gänsepeter-Brunnen oder de Ceresbrunnen? Heute ist es noch wolkenverhangen, also gerade günstig um Henselers wunderbaren Blog anzugucken und sich auf das nächste Besuchswochenende in Stuttgart vorzubereiten. Es soll ja wohl wieder wärmer werden. Dann kann man mal weider den Oberen Rechelenbergweg entdecken.