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	<title>www.stuttgart-fotos.de &#187; Politik</title>
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		<title>“Stadtentwicklung und Integration Jugendlicher”Podiumsdiskussion in Ludwigsburg am 16. 12. 2011</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 14:05:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>H. Wittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Deutsch-französische Institut in DFI in Ludwigsburg lädt zu einer Podiumsdiskussion am 16. 12. 2011: &#8220;Stadtentwicklung und Integration Jugendlicher&#8221; – Die kulturelle und wirtschaftliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland und in Frankreich ist eine zentrale Aufgaben. Beide Länder sind zur Sicherung ihrer langfristigen Zukunftschancen darauf angewiesen, eine bessere Teilhabe vor allem der jungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Deutsch-französische Institut in DFI in Ludwigsburg lädt zu einer Podiumsdiskussion am 16. 12. 2011:<br />
&#8220;Stadtentwicklung und Integration Jugendlicher&#8221; –</p>
<p>Die kulturelle und wirtschaftliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland und in Frankreich ist eine zentrale Aufgaben. Beide Länder sind zur Sicherung ihrer langfristigen Zukunftschancen darauf angewiesen, eine bessere Teilhabe vor allem der jungen Generationen aus Zuwandererfamilien zu sichernn. Der kommunalen Ebene kommt dabei in beiden Ländern eine herausragende Bedeutung zu. Sie muss die jeweilige Integrationspolitik umgesetzen</p>
<p>Aus Anlass der Veröffentlichung einer vergleichenden Untersuchung des Deutsch-Französischen Instituts und der Wüstenrot Stiftung diskutieren Fachleute aus Wissenschaft und Praxis.</p>
<p>Datum: 16. Dezember 2011<br />
Zeit: 18:30 Uhr<br />
Ort: > <a href="http://www.dfi.de" target="_blank">Deutsch-Französisches Institut Ludwigsburg</a>, Asperger Straße 34, 71634 Ludwigsburg</p>
<p>> <a href="http://www.france-blog.info/pdf/Einladungsflyer%20_16.12.2011.pdf" target="_blank">Einladung.pdf</a></p>
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		<title>Die Wutbürger und die Macht der MedienThymian Bussemer, Die erregte Republik</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 10:40:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>H. Wittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart 21]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem > Lesebericht zu diesem Buch auf dem > Blog von Klett-Cotta bietet es sich an, auch auf diesem Blog das Buch von Thymian Bussemer, > Die erregte Republik mit der Banderole &#8220;Die Wutbürger und die Macht der Medien&#8221; vorzustellen, weil es prima zur aktuellen politischen Situation in Baden-Württemberg passt und dafür nicht nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://klett-cotta.de/buch/Gesellschaft_/_Politik/Die_erregte_Republik/15908" target="_blank"><img src="http://www.stuttgart-fotos.de/wp-content/uploads/2011/11/bussemer-wutbuerger.jpg" align="left" hspace="10" vspace="10"/></a>Nach dem > <a href="http://blog.klett-cotta.de/politik/lesebericht-thymian-bussemer-die-erregte-republik/" target="_blank">Lesebericht</a> zu diesem Buch auf dem > <a href="http://blog.klett-cotta.de" target="_blank">Blog von Klett-Cotta</a> bietet es sich an, auch auf diesem Blog das Buch von Thymian Bussemer, > <a href="http://klett-cotta.de/buch/Gesellschaft_/_Politik/Die_erregte_Republik/15908" target="_blank">Die erregte Republik</a> mit der Banderole &#8220;Die Wutbürger und die Macht der Medien&#8221; vorzustellen, weil es prima zur aktuellen politischen Situation in Baden-Württemberg passt und dafür nicht nur einen theoretischen Hintergrund, sondern auch eine ganz praktische Analyse der Beziehungen zwischen Politik, Medien und Bürger liefert, die nicht nur für dieses Bundesland, sondern auch für die Bundesrepublik gilt. Bussemer zeigt mit seiner Untersuchung die heutigen Schwächen der repräsentativen Demokratie auf, womit er zugleich eine Perspektive auf bessere Zeiten öffnet. Nach der Volksabstimmung in Baden-Württemberg können sich die streitenden Parteien etwas zurücklehnen und darüber nachdenken, was auf beiden Seiten nicht optimal gelaufen ist.</p>
<p><img src="http://www.stuttgart-fotos.de/wp-content/uploads/2011/11/p-a-1.jpg" /></p>
<p>&#8220;Ja, für den modernen Verkehr&#8221;, &#8220;Park oder Gleise, stimmen Sie mit Nein,&#8221; für Stuttgart 21 stimmen, ja ankreuzen, gegen Stuttgart 21 stimmen, nein ankreuzen&#8230;  Dieses Durcheinander auf den Plakaten zeigt wie im Dialog zwischen der Politik, den Medien und den Bürgern die Diskussion um den neuen Stuttgarter Bahnhof von keiner Seite mehr beherrscht wird.</p>
<p>In Baden-Württemberg wird mit der Volksbefragung am 27. November über ein im Landtag gescheitertes Ausstiegsgesetz abgestimmt. Wird es von einem Drittel der wahlberechtigten Landesbürgerinnen und Landesbürger angenommen, ist die Ausstiegsvorlage Gesetz. Wird dieses > <a href="http://www.stuttgart-fotos.de/volksabstimmung-und-quoren">Quroum</a> nicht erreicht, wird der Bahnhof unter die Erde gelegt. Auch wenn die Befürworter das Quorum nicht erreichen, gilt ihr Votum. Es geht nicht um die Befürwortung, es geht nur darum, ob das Ausstiegsgesetz angenommen oder abgelehnt wird, was natürlich auf die Frage hinausläuft, soll oder soll nicht gebaut werden? Der Bürger wird aber nicht direkt gefragt, ob er die Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs in städtebaulicher Hinsicht für erforderlich hält, sondern der größte Teil der Diskussion dreht sich um das Plebiszit mit seinem verdrehten ja und nein und eventuellen Ausstiegskosten. Die Initiatoren müssen erklären, wieso die Befürworter mit Nein stimmen müssen (sie stimmen gegen die Vorlage des Ausstiegsgesetzes), und die Gegner werben für Ja-Stimmen zugunsten des modernen Verkehrs. Vor hohen Kosten beim Ausstieg wird gewarnt. Die Befürworter rechnen den Gegnern verlorene Milliardenkosten vor, wenn das Projekt scheitern sollte, die Gegner kalkulieren anders und finden nur wenige hundert Millionen, die der Abbruch von S21 kosten würde. </p>
<p><img src="http://www.stuttgart-fotos.de/wp-content/uploads/2011/11/p-a-2.jpg" align="left" hspace="10" vspace="10" />Was bleibt ist ein Schaden für die repräsentative Demokratie, den Bussemer zur Hauptthese seines Buches macht. &#8220;Machtverlust der Politik&#8221; (S. 20) und &#8220;eine tiefe Entfremdung zwischen Wählern und Politik&#8221; (S. 21) sind die Stichwörter seines Befunds. &#8220;Die Politik&#8221; hat es nicht geschafft, den Sinn von Stuttgart 21, im Folgenden kurz S21, zu vermitteln. Andreas Zielcke hat schon am 19.10.2010 unter der Überschrift > <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/umstrittenes-bahnprojekt-stuttgart-und-der-unheilbare-mangel-1.1013415" target="_blank" target="_blank">Der unheilbare Mangel</a> in der Süddeutschen Zeitung die Behauptung, die Bürger seien an allen Planungsschriften von S21 beteiligt gewesen, als schlichtweg falsch zurückgewiesen. Die Kosten spielen in der Auseinandersetzung um S21 eine große Rolle. Die Bahn schwört immer wieder, die Kosten würden eingehalten, was kaum jemand glauben muss. Jedes Großprojekt (> <a href="http://blog.klett-cotta.de/literatur/lesebericht-wolfgang-schomel-die-grose-verschwendung/">Lesebericht: Wolfgang Schömel, Die große Verschwendung</a>, und > <a href="http://blog.klett-cotta.de/literatur/nachgefragt-wolgang-schomel-die-grose-verschwendung/">Nachgefragt</a>) nicht nur die Elbphilharmonie in Hamburg wird im Verlauf seiner Baugeschichte grundsätzlich teurer werden. Das ist völlig normal und niemandem vorzuwerfen, jeder Häuslebauer kennt das. Die Frage ist nur, warum die Bahn sich so unbedingt sicher sein will, dass das Projekt bis 2020 im geplanten Kostenrahmen bleiben wird. Das wird eine Premiere sein und spricht für die bisherige gute Planung.<br />
<img src="http://www.stuttgart-fotos.de/wp-content/uploads/2011/11/p-a-3.jpg" align="right" hspace="10" vspace="10" />Die Geschichte von S21, ist für Bussemer ein Beispiel für die <em>Postdemokratie</em>:  &#8220;Jahrelang,&#8221; so Bussemer, &#8220;wurde das Projekt von Kommissionen, Kommunalregierungen und Parlamentsausschüssen vorangetrieben, doch zu breiterer öffentlicher Wahrnehmung fand es erst mit dem ersten Spatenstich im Schlossgarten. Die Welle der Wut und Ablehnung kam zu spät, um die Planung noch ohne größere Verwerfungen für das einmal Beschlossene zu beeinflussen &#8211; einen sechswöchigen Baustopp lässt sich die Deutsche Bahn mittlerweile mit fünfzig Millionen Euro entschädigen -, und so kam es schließlich zur Explosion. Dies zeigt: Die Öffentlichkeit erträgt Verzerrungen und Verkürzungen, ohne vollkommen funktionslos für die Demokratie zu werden &#8211; eine totale Entkoppelung von dem, was in der Politik geplant und gedacht wird, übersteht sie dagegen nicht.&#8221; (S. 214 f.) Es bleibt also ein Quäntchen Hoffnung, die Bussemer am Rede seines Buches wieder aufgreifen wird. Der Weg zu diesem Referendum und sein Folgen werfen kein gutes Licht auf den Zustand der Demokratie und auf das Verhältnis der Medien zur Politik, oder auf das Verhältnis der Bürger zur Politik. Bussemer konstatiert, der Ruf nach mehr direkter Demokratie werde lauter. Möglicherweise könne das Plebiszit über den Stuttgarter Bahnhofsbau &#8220;für die politische Klasse Entlastung&#8221; bieten: &#8220;Politiker könnten sich durch die Delegation strittiger Entscheidungen an das Volk im Rahmen fakultativer Referenden aus der Verantwortung stehlen. Das wäre ein weiterer Schritt zum Abtritt der Politik.&#8221; (S. 215) Damit fasst Bussemer den gesamten Tenor seines Buches zusammen, in dem die Kanzlerin nur sechs oder sieben Mal eher nur am Rande erwähnt wird. Ist ihr Einfluss auf die Medien nicht so groß? Oder wird ihr wöchentlicher Videofilm nicht so häufig gesehen? Gerhard Schröder und Joschka Fischer erhalten jeweils ein ganzes Kapitel.</p>
<p>Die &#8220;Postdemokratie&#8221; (S.22-25) ist Bussemer ein Dorn im Auge. Er zeichnet das Bild einer &#8220;völlig ermatteten demokratischen Öffentlichkeit&#8221;, die den &#8220;rasant ausgeweiteteten Zugang zu Wissen und Informationen&#8221; (S. 23) nicht mehr beherrschen kann. Ich hätte hier &#8220;Wissen&#8221; weggelassen, weil die von Bussemer kritisierte Flut der Infos eben nur wenig oder gar kein Wissen vermittelt. Bussemer konstatiert als Folge eine &#8220;Krise der Öffentlichkeit&#8221; und eine &#8220;wachsende Distanz von Politikern und Bürgern&#8221; zusammen mit den Medien als &#8220;immer mächtigeren Einflussagenten.&#8221; (S. 24) das passt auch dazu, wie im Bundestag die eigentliche Parlamentsarbeit immer mehr in die Ausschüsse und in die Parteien verlagert wird, und der Bürger sich wundert, warum die Abgeordneten immer vor fast leeren Reihen sprechen. Die Umgehung des Bundestages wird immer mehr zur Regel. Man darf sich dann nicht wundern, wenn die repräsentative Demokratie nicht ganz unbeschadet bleibt.</p>
<p>&#8220;Die Bürger proben den Aufstand&#8221; lautet die Überschrift des 2. Kapitels. &#8220;Politik im Sinkflug&#8221; (S. 28) und &#8220;die nachlassenden Bindungskräfte von Großorganisationen&#8221; sind hier die Stichwörter. Als Beispiel wird Ministerpräsident Mappus genannt, der jede Kritik an S21 ablehnte und erst nach dem missglückten Einsatz der Polizei im Schlossgarten seine Haltung &#8211; viel zu spät &#8211; revidieren wollte. (vgl. S. 32)</p>
<p>Aber Bussemer sieht gute Chancen für eine Verbesserung der Beziehungen zwischen der Politik, den Medien und den Bürgern. Unter der Überschrift &#8220;Das Politische und das Mediale im 21. Jahrhundert&#8221; (S. 236-239) erklärt er, dass trotz aller Abnutzung &#8220;das Poltische&#8221;  da sei. Es müsse nur unter &#8220;einer dicken Schicht unnützer Ablagerungen hervorgeholt werden.&#8221; (S. 237) Diese Ablagerungen hat er vorher auf über 200 Seiten detail- und kenntnisreich beschrieben. In diesem Sinne gibt sein Buch Befürwortern und Gegnern von S21 zu verstehen, was alles falsch gelaufen ist. Wenn die Medien wieder richtig recherchieren und sich nicht nur auf Pressemitteilungen verlassen, also wenn sie wieder ihre Unabhängigkeit einnehmen und dafür sorgen, dass ihre Informationen zu begründetem Wissen werden können, dann ist die Besserung auch für die repräsentative Demokratie in Sicht.</p>
<p><a href="http://klett-cotta.de/buch/Gesellschaft_/_Politik/Die_erregte_Republik/15908" target="_blank"><img src="http://www.stuttgart-fotos.de/wp-content/uploads/2011/11/bussemer-wutbuerger.jpg" align="left" hspace="10" vspace="10"/></a>Thymian Bussemer<br />
> <a href="http://klett-cotta.de/buch/Gesellschaft_/_Politik/Die_erregte_Republik/15908" target="_blank">Die erregte Republik</a><br />
Stuttgart: > <a href="http://www.klett-cotta.de">Klett-Cotta</a>, 1. Aufl. 2011, 253 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag<br />
ISBN: 978-3-608-94620-8 </p>
<p>Sabine Pamperrien > <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/andruck/1609534/" target="_blank">Wutbürger, politische Kultur und die Medien</a><br />
Zwei Bücher über die repräsentative Demokratie in Deutschland<br />
Dutschlandfunk, 21.11.2011, 19.15 Uhr</p>
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		<title>Robert Spaemann im Stuttgarter Literaturhaus</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 14:26:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>H. Wittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Philosoph Robert Spaemann ist am Dienstag, 6.9.2011 um 20 Uhr, zu Gast im Literaturhaus Stuttgart.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Philosoph Robert Spaemann ist am Dienstag, 6.9.2011 um 20 Uhr, zu Gast im Literaturhaus Stuttgart. </p>
<p><a href="http://blog.klett-cotta.de/politik/nachgefragtrobert-spaemann-nach-uns-die-kernschmelze/" target="_blank"><img src="http://www.stuttgart-fotos.de/wp-content/uploads/2011/08/r-spaemann.jpg" align="left" vspace="10" hspace=10"/></a>Die Veranstaltung, die vom stellvertretenden Feuilletonchef der Zeit, Ijoma Mangold, moderiert wird, trägt den Titel des gleichnamigen Buches, das im Sommer bei Klett-Cotta erschienen ist: > <a href="http://klett-cotta.de/buch/Gesellschaft_/_Politik/Nach_uns_die_Kernschmelze/15597" target="_blank"><i>Nach uns die Kernschmelze</i></a>.</p>
<p>Seit über 50 Jahren wendet sich der Stuttgarter Philosoph Robert Spaemann mit Nachdruck gegen die Nutzung der Atomenergie. Seine Einsprüche gegen die menschliche Hybris im atomaren Zeitalter sind nun in einem neuen Bändchen versammelt: „Nach uns die Kernschmelze“.  Im Gespräch mit dem  Ijoma Mangold diskutiert Spaemann über unsere Gewissheit, eine Technologie handhaben zu können, bei der jeder Fehler unabsehbare Folgen nach sich ziehen kann.</p>
<p>Thema des Abends ist überdies der zweite Band von Spaemanns Reden- und Aufsatzsammlung > <a href="http://klett-cotta.de/buch/Philosophie/Schritte_ueber_uns_hinaus/5849" target="_blank"><i>Schritte über uns hinaus</i></a>: »Wir tun niemals einen Schritt über uns hinaus«, so charakterisierte David Hume pointiert die »moderne Weltanschauung«, deren Schattenseiten Robert Spaemann entfaltet. Wir können gar nicht anders, als uns zu überschreiten.</p>
<p>> <a href="http://www.literaturhaus-stuttgart.de/event/2146-1-nach-uns-die-kernschmelze/" target="_blank">Literaturhaus Stuttgart</a></p>
<p>> <a href="http://blog.klett-cotta.de/politik/nachgefragtrobert-spaemann-nach-uns-die-kernschmelze/" target="_blank">Ein Gespräch mit Robert Spaemann</a> Blog Klett-Cotta</p>
<p>Robert Spaemann<br />
<a href="http://klett-cotta.de/buch/Gesellschaft_/_Politik/Nach_uns_die_Kernschmelze/15597" target="_blank">Nach uns die Kernschmelze. Hybris im atomaren Zeitalter</a><br />
1. Aufl. 2011, 108 Seiten,gebunden ohne Schutzumschlag</p>
<p><a href="http://klett-cotta.de/buch/Philosophie/Schritte_ueber_uns_hinaus/58492" target="_blank">Schritte über uns hinaus</a><br />
Gesammelte Reden und Aufsätze I<br />
2. Aufl. 2010, 376 Seiten</p>
<p><a href="http://klett-cotta.de/buch/Philosophie/Schritte_ueber_uns_hinaus/14017" target="_blank">Schritte über uns hinaus</a><br />
Gesammelte Reden und Aufsätze II<br />
1. Aufl. 2011, 347 Seiten</p>
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		<title>Georg Franck, Die urbane AllmendeEine Pflichtlektüre für die Stuttgarter</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 12:26:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>H. Wittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Plätze]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplanung]]></category>
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		<category><![CDATA[Baukultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschichte und Geschichten erzählen, das hängt vor allem mit der Literatur zusammen. Stimmt und stimmt auch wieder nicht ganz. Denn Geschichten und Ihr Erzählen, das gehört auch zur Architektur. Häuser, Straßen, ganze Stadtquartiere erzählen, wie die Menschen dort wohnen und arbeiten. Betrachtet man Häuser, kann man wie in einem (Stadt-) Buch lesen. Das gilt für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geschichte und Geschichten erzählen, das hängt vor allem mit der Literatur zusammen. Stimmt und stimmt auch wieder nicht ganz. Denn Geschichten und Ihr Erzählen, das gehört auch zur Architektur. Häuser, Straßen, ganze Stadtquartiere erzählen, wie die Menschen dort wohnen und arbeiten. Betrachtet man Häuser, kann man wie in einem (Stadt-) Buch lesen. Das gilt für jede Stadt.</p>
<p>Die Stadt als Buch berichtet über ihre Seelen, die Art und Weise wie die Bauten der Stadt das zusammenleben ermöglicht, bestimmt und steuert. Es gibt Städte mit aufgelockerter Bebauung, mit Platz für viele Plätze, viele Parks und Gärten ist. Meist sind dort auch die Wege zur Arbeit angenehm kurz. Es gibt aber Städte wie Stuttgart, wo in jedem zur Verfügung stehendem Raum ein Haus gebaut wird, <a href="http://klett-cotta.de/ausgabe/MERKUR_Heft_07_Juli_2011/16541" target="_blank"><img src="http://www.stuttgart-fotos.de/wp-content/uploads/2011/06/merkur-746.jpg" align="left" vspace="10" hspace="10" /></a>auch in der zweiten und dritten Reihe. Und es gibt hier die Devise, das Auto zuerst, dann die Fußgänger. Der Autoverkehr braust hier ungehemmt über die > <a href="http://www.stuttgart-fotos.de/stadtreparatur-in-stuttgart-iii-die-hauptstatter-strasse">Hauptstätter Straße</a>, die mit oft mit 14 Spuren Stadtteile voneinander trennt. Fußgänger können diese Stadtautobahn nur an zwei Stellen an einer Ampelanlage überqueren.</p>
<p>Der Wiener Professor und Architekt Georg Franck stellt mit seinem Beitrag, der gerade im > <a href="http://klett-cotta.de/ausgabe/MERKUR_Heft_07_Juli_2011/16541?bereich_subnavi=heft" target="_blank">MERKUR (7/2011)</a> erschienen ist, <em>Die urbane Allmende</em> die &#8220;Herausforderung der Baukultur durch die nachhaltige Stadt&#8221; vor. Ich finde, sein Beitrag ist eine Pflichtlektüre für alle, und besonders die Stuttgarter, die bereit sind, ein wenig über die so notwendige > <a href="http://www.stuttgart-fotos.de/index.php?s=stadtreparatur">Stadtreparatur</a> nachzudenken. Gerade wird gerade ein ganzes Stadtviertel abgerissen, damit das Gerber mit einem > <a href="http://blog.klett-cotta.de/zeitschriften/einkaufszentren-die-holle-fur-den-burger" target="_blank">Einkaufszentrum</a> gebaut werden kann. </p>
<p><a href="http://www.stuttgart-fotos.de/stadtreparatur-iv-die-paulinenbruckeeine-brucke-als-parkhausdach" target="_blank"><img src="http://www.stuttgart-fotos.de/wp-content/uploads/2011/06/paulinenbruecke-10.jpg" /></a></p>
<p>Daneben steht und wird eine > <a href="http://www.stuttgart-fotos.de/stadtreparatur-iv-die-paulinenbruckeeine-brucke-als-parkhausdach" target="_blank">Stadtautobahnbrücke</a> stehenbleiben, deren Sinn und Zweck sich niemandem erschließt. Diese Pläne zeigen, dass Baukultur in Stuttgart in diesem Stadtviertel ein Fremdwort ist. Franck fordert mit Recht, ein Überdenken der Stadtdimensionen in Richtung der &#8216;walkable city&#8217;&#8221;. (S. 567) Zur Zeit wird leider in dieser Stadt nur über den Bahnhof diskutiert. Man verliert eine Gesamtplanung für die Stadt immer mehr aus den Augen, und für die > <a href="http://www.stuttgart-fotos.de/stadtreparatur-in-stuttgart-ii-hauptstatter-stras" target="_blank">Erneuerung der Stadt</a> auch im Sinne von Franck gibt es kaum noch eine Aufmerksamkeit. Und im Artikel von Georg Franck kann man viel über Räume und die Prozesse in der Stadt lernen. Hätte man seinen Beitrag eher gelesen, wären den Stuttgartern > <a href="http://www.stuttgart-fotos.de/nachverdichtung-in-der-innenstadt">Nachverdichtungen</a> in der Innenstadt erspart geblieben. Das Einkaufszentrum sagt jetzt zum Königsbau: &#8220;Du kommst auch noch weg&#8221;. </p>
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		<title>(Volks-) Abstimmungen und Quoren</title>
		<link>http://www.stuttgart-fotos.de/volksabstimmung-und-quoren</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Apr 2011 11:24:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>H. Wittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart 21]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Grünen in Baden-Württemberg würden es gerne sehen, wenn im Art. 60, Absatz 5 festgeschrieben Quorum durch eine Verfassungsänderung geändert werden könnte. Der Artikel 47 der französischen Verfassung vom 2. November 1848 sieht vor, dass wenn keiner der Kandidaten bei der Wahl des Staatspräsidenten mehr als die Hälfte der Stimmen und auch nicht mehr als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Grünen in Baden-Württemberg würden es gerne sehen, wenn im Art. 60, Absatz 5 festgeschrieben Quorum durch eine Verfassungsänderung geändert werden könnte.</p>
<p>Der Artikel 47 der französischen Verfassung vom 2. November 1848 sieht vor, dass wenn keiner der Kandidaten bei der Wahl des Staatspräsidenten mehr als die Hälfte der Stimmen und auch nicht mehr als wenigsten <em>zwei Millionen Stimmen</em> erhalten hat, die Nationalversammlung den Präsidenten mit einer absoluten Mehrheit unter den fünf Kandidaten, die die meisten Stimmen erhalten haben, wählt. </p>
<p>Im Originaltext:<br />
&#8220;Article 47. &#8211; Les procès-verbaux des opérations électorales sont transmis immédiatement à l&#8217;Assemblée nationale, qui statue sans délai sur la validité de l&#8217;élection et proclame le président de la République. &#8211; Si aucun candidat n&#8217;a obtenu plus de la moitié des suffrages exprimés, et au moins deux millions de voix, ou si les conditions exigées par l&#8217;article 44 ne sont pas remplies, l&#8217;Assemblée nationale élit le président de la République, à la majorité absolue et au scrutin secret, parmi les cinq candidats éligibles qui ont obtenu le plus de voix.&#8221; > <a href="http://www.assemblee-nationale.fr/histoire/constitutions/constitution-deuxieme-republique.asp" target="_blank">Deuxième République, Constitution du 4 novembre 1848</a></p>
<p>In diesem Artikel gibt es auch ein Quorum, nämlich zwei Millionen Stimmen, die eine Voraussetzung für die erfolgreiche Wahl zum Staatspräsidenten sind. Bei der Präsidentschaftswahl am 10. Dezember 1848 gab es 7 426 252 abgegeben Stimmen. Louis Napoleon Bonaparte erhält 5 534 520 Stimmen. Damit wurde er mit 74,33 % der abgegebenen Stimmen zum Präsident gewählt. Das Quorum für seine Wahl betrug 2 Millionen von 9 Millionen Wahlberechtigten, also knapp ein Viertel der Stimmen (22,2 %) muss der erfolgreiche Kandidat mindestens erhalten, um gewählt werden zu können.</p>
<p>> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quorum_%28Politik%29" target="_blank">Quoren in der Politik</a> &#8211; Wikipedia. Interessant und ausführlich.<br />
Und hier auf <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Quorum" target="_blank">das Wesentliche reduziert</a>.</p>
<p>Die > <a href="http://www.lpb-bw.de/bwverf/bwverf.htm" target="_blank">Landesverfassung von Baden-Württemberg</a> legt  im Art. 60, Absatz 5 fest: &#8220;Bei der Volksabstimmung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Das Gesetz ist beschlossen, wenn mindestens ein Drittel der Stimmberechtigten zustimmt.&#8221;</p>
<p>Es geht also nicht bloß um eine Volksbefragung, sondern um die Abstimmung über ein Gesetz.</p>
<p>Weiteres Beispiel für ein Quorum in Zusammenhang mit einem Gesetz: In Frankreich gibt es in der > <a href="http://archiv.jura.uni-saarland.de/BIJUS/constitution58/" target="_blank">Verfassung der V. Republik</a> den  > Artikel 49, Absatz 3. Er gibt der Regierung die Möglichkeit, zugleich mit einem Gesetzesvorschlag die Vertrauensfrage zu stellen. Innerhalb von 24 Stunden kann dann ein Misstrauensantrag gestellt werden. Bekommt dieser Antrag die absolute Mehrheit, gilt er als angenommen. Das ist auch ein vorgeschriebenes Quorum, und niemand käme auf Idee, es zu ändern. Ist der Misstrauensantrag angenommen, muss der Premierminister dem Staatspräsidenten die Demission der Regierung vorlegen. Scheitert der Misstrauensantrag, bleibt die Regierung im Amt &#8211; und der Gesetzesvorschlag gilt ohne Abstimmung als angenommen und wird Gesetz.</p>
<p>Wenn es eine Mehrheit im Landtag in Baden-Württemberg geben würde, die bereit wäre, das Quorum  zu reduzieren, wird sie es kaum bei einer anderen Entscheidung später einmal wieder raufsetzen und einem politischen Kalkül erneut anpassen können. Das Quorum ist eine Art Sperre, mit der verhindert werden soll, dass bei einer geringen Wahlbeteiligung eine Minderheit der Mehrheit eine Entscheidung aufzwingt. Eine Senkung des Quorums soll genau diese Sperre aufheben.</p>
<p>Viel wichtiger ist für jeden Beobachter die Frage, warum die Bahn nicht schon längst einen Belastungstest für den neuen Tiefbahnhof durchgeführt hat und durchführen hat lassen und deren Ergebnisse als Bestandteil einer guten und nachprüfbaren Planung auf Anfrage vorlegen kann. Offenkundig gab es bisher solche Tests nicht. Eine > <a href="http://www.stuttgart-fotos.de/s-21-der-stuttgarter-schlichtungsspruch">Schlichtung</a> mit großem Aufwand wäre dann nicht nötig gewesen. Die Durchführung des Belastungstests wurde mit dem Schlichterspruch vereinbart.</p>
<p>Schließlich kommt es noch auf den Gesetzesvorschlag an, der bei der Volksabstimmung im Oktober den Wählern vorgelegt werden wird. Wird es ein &#8220;Ausstiegsgesetz&#8221; sein? Oder ein &#8220;Bestätigungs- oder Weitermachgesetz&#8221;? Oder wird der Ausstieg an Bedingungen geknüpft? &#8220;S 21 darf nicht gebaut werden, wenn am 1. November 2011  die voraussichtlichen Baukosten die Summe von 4,5 Milliarden Euro überschreiten werden.&#8221; Baukostensteigerungen sind bei jedem Bau zu erwarten. Das ist ja nicht schlimm, das ist nicht verwerflich, das ist völlig normal und überall so. Nur wenn man beinhart behauptet, es wird nicht teurer und das auch noch wirklich glaubt, ist das bedenklich. Sagt man also, 5 oder 6 Milliarden? Oder soll der Gesetzestext lauten: &#8220;Für S 21 gibt es keine finanzielle Begrenzung.&#8221; Diese Formulierungsvarianten scheinen für die Abwicklung der Volksabstimmung viel wichtiger zu sein, als die aktuelle Diskussion um eine Veränderung des Quorums, die &#8211; soviel habe ich in diesem Land hier schon gelernt &#8211; ihr Gschmäckle nie verlieren wird.</p>
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		<title>Der Fall Silber. Ein Skandal</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 16:40:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>H. Wittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Silber]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stuttgart-fotos.de/soll-das-hotel-silber-wirklich-abgerissen-werden-oderwie-geht-die-stadt-stuttgart-mit-ihrer-geschichte-um"><img src="http://www.stuttgart-fotos.de/fotos/hotel-silber-1.jpg" align="left" vspace="10 hspace="10"/></a>Wenn die prunkvollen und ausladenden Neubaupläne am Stuttgarter Karlsplatz realisiert werden, die einen der schönsten und wenigen Plätze Stuttgarts mit einer Glas- und Betonfassade erdrücken wird, soll  das > <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hotel_Silber">Hotel Silber</a> in Stuttgart nach Vorstellung der Investoren der Spitzhacke zum Opfer fallen. Das Hotel Silber stammt aus dem 19. Jahrhundert. Es beherbergte von 1938 bis 1945 die Staatspolizei-Leitstelle Stuttgart für Württemberg und Hohenzollern. Im September 1944 wird der Westteil des Gebäudes bis zum 2. Obergeschoss bei Luftangriffen zerstört.</p>
<p>Rasch wieder restauriert wurde es bereits 1946/47 zur Dienststelle der Stuttgarter Kriminalpolizei.  1984/85 wird das Gebäude vom Innenministerium übernommen. Heute erinnert lediglich eine von außen nicht direkt sichtbare Gedenktafel im Eingang an die Verbrechen, die in diesem Gebäude begangen wurden.</p>
<p><img src="http://www.stuttgart-fotos.de/buecher/fall-silber.jpg" align="left" hspace="10" vspace="10"  style="border-color: #000000" border="1">Jetzt ist ein Buch von Roland Ostertag erschienen, das die Geschichte des Hotels Silber in der Dorotheenstraße 10 und die dort von der Gestapo verübten Verbrechen berichtet. Das Buch ist auch ein Anlass, beispielhaft  den Umgang mit ähnlichen Gedenkstätten in anderen Städten vorzustellen: die Ausstellung Topographie des Terrors, die an die Zentrale der Massenverbrechen des NS-Regimes erinnert, oder die Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum in Köln, die NS-Dokumentationszentren in München oder in Nürnberg. Nie wieder, sagen deren Besucher. </p>
<p>Und in Stuttgart? Da klingt das <em>Nie wieder</em>, etwas anders. Hier soll das Gebäude abgerissen werden. Die Befürworter des Abrisses meinen oder meinten, es sei ja keine Substanz mehr vorhanden, die an die Gestapo-Taten erinnert. Roland Ostertag zeigt, dass die Dokumente und auch das Gebäude offensichtlich eine andere Sprache sprechen und setzt sich mit Nachdruck für den Erhalt des Hotels Silber ein. Er nennt den Fall einen Skandal und meint damit das Ansinnen, diesen Ort verschwinden zu lassen. Er erhielt auch die Unterstützung der Vereinigung Gegen Vergessen &#8211; Für Demokratie e.V.. deren Bundesmitgliederversammlung am 6. November 2010 einstimmig eine > <a href="http://www.gegen-vergessen.de/archiv/erklaerung-stuttgart-09112010.html" target="_blank">Entschließung zugunsten des Hotels Silber</a> fasste: &#8220;&#8230;Die Bundesmitgliederversammlung der Vereinigung Gegen Vergessen &#8211; Für Demokratie fordert die Planungsträger auf, im Rahmen des anstehenden Bebauungsplanverfahrens, diesen historischen Ort als Zeugnis des NS-Gewaltregimes in seiner baulichen Substanz zu erhalten, in geeigneter Weise in den Gesamtkomplex einzufügen und zu einem NS-Dokumentationszentrum über die von diesem Ort ausgegangenen Verbrechen in würdiger Form zu gestalten.&#8221; Der Vorsitzende der <a href="http://www.gegen-vergessen.de/index.html" target="_blank">Vereinigung Gegen Vergessen &#8211; Für Demokratie e. V.</a> > <a href="http://www.stuttgart-fotos.de/joachim-gauck-winter-im-sommer-fruhling-im-herbst">Joachim Gauck</a> wiederholte im Gespräch mit Roland Ostertag am 16. 2. 2011 Bedenken angesichts der Abrisspläne.</p>
<p>In seiner unverwechselbaren Art betont Roland Ostertag, das Hotel Silber als ein Teil des Lesebuchs unserer Stadt:</p>
<p>&#8220;Das Hotel Silber ist einer der wenigen noch übrig gebliebenen Bausteine / Gebäudetypen, aus denen die Stadt über Jahrhunderte weg bis in das 19., ja 20. Jahrhundert bestand. Die Häuser wurden nach bestimmten Regeln, condition humaine, geplant, waren stets ähnlich hoch, meist drei-, gelegentlich vier- bis fünfgeschossig, durch Nutzung und Eigentum in Länge, Breite, Höhe ähnlicher Körnung, festgelegt. Gegliedert in Sockel, Normalgeschosse, Dach. Die Öffnungen / Materialien / Fenster nehmen mit Nuancen diese Regeln auf und erklären das Haus. W. J. Siedler: „Es hätte Hadrian nicht sonderlich wundergenommen, durch europäische Großstädte des 19. Jahrhunderts zu gehen“. Unsere Gebäude definieren sich heute nur noch durch Größe, maximalen Nutzen und Volumen, sind nur Masse, voluminierte Grundstücksgröße. Das Hotel Silber ist ein bescheidener, jedoch unverwechselbarer Baustein des Lesebuchs der Stadt.&#8221; (S. 32)</p>
<p>Will die Stadt Stuttgart sich diesen Verlust wirklich zumuten?</p>
<p>&#8220;Mit dem Hotel Silber würde nicht nur ein Stück der steinerne Stadt, des Gedächtnisses der Stadt, sondern auch die Erinnerung an das bürgerliche kulturelle Stuttgart vor 1933, die jüdische Komponente, damals wichtiger Teil des Bürgertums, ausgelöscht werden. Und nun will dieses geschwächte Bürgertum 2011 auch noch diesen Ort der Erinnerung vernichten. Nicht wie in Berlin, Köln, München, Nürnberg und anderen Städten dankbar akzeptieren und erhalten.&#8221; (S. 217)</p>
<p>> <a href="http://www.hotel-silber.de/">Initiative Gedenkort Hotel Silber</a></p>
<p><strong>Auf diesem Blog:</strong></p>
<p>> <a href="http://www.stuttgart-fotos.de/soll-das-hotel-silber-wirklich-abgerissen-werden-oderwie-geht-die-stadt-stuttgart-mit-ihrer-geschichte-um">Soll das Hotel Silber wirklich abgerissen werden? oder Wie geht die Stadt Stuttgart mit ihrer Geschichte um?</a><br />
> <a href="http://www.stuttgart-fotos.de/architektur-im-stuttgarter-literaturhausvon-der-missachtung-des-denkmalschutzes-unserer-kulturellen-vergangenheit-und-zukunft">Von der Missachtung des Denkmalschutzes unserer kulturellen Vergangenheit und Zukunft</a></p>
<p><em>Der Fall Silber: ein Skandal</em><br />
Herausgegeben von Prof. Roland Ostertag im Peter-Grohmann-Verlag.<br />
Mit vielen Fotos und Dokumenten.<br />
ISBN 978-3-927340-94-7, 16,90 Euro<br />
Vorrätig in der Buchhandlung des Literaturhauses Stuttgart</p>
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		<title>Google Street View und die Folgen nicht nur für die Stuttgarter</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 04:10:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>H. Wittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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		<description><![CDATA[Aus gegebenem Anlass kommt dieser Beitrag vom 29. August 2010 wieder an die Oberfläche dieses Blogs. Was werden die Bürger eigentlich sagen, wenn Google oder irgendjemand sonst auf die Idee kommt, die > RFID-Chips der neuen > Personalausweise mit Google Street View zu verknüpfen? Vielleicht auch gar mit Facebook? Dann kann man sich die Bewegungsprofile [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus gegebenem Anlass kommt dieser Beitrag vom 29. August 2010 wieder an die Oberfläche dieses Blogs. </p>
<p>Was werden die Bürger eigentlich sagen, wenn Google oder irgendjemand sonst auf die Idee kommt, die > <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/RFID" target="_blank">RFID-Chips</a> der neuen > <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Personalausweis_%28Deutschland%29" target="_blank">Personalausweise</a> mit Google Street View zu verknüpfen? Vielleicht auch gar mit Facebook? Dann kann man sich die Bewegungsprofile der Bürger ansehen? Alles Utopie? Nun, RFID-Chips eignen sich für Falschenleergut oder Paketsortierung aber nicht für die Freiheit der Bürger.</p>
<p>Damit > <a href="http://www.stuttgart-fotos.de/google-street-view-stuttgart-im-internet">der letzte Blogbeitrag hier über Google Street View</a> nicht ungehörig lang wird, gibt es heute noch eine Anmerkung oder Ergänzung dazu in Form eines neuen Blogbeitrags.</p>
<p>Gerade hat Martin Weigert auf dem Blog netzwertig.com über  > <a href="http://netzwertig.com/2010/08/20/digitalisierung-die-deutsche-angst/" target="_blank">Die deutsche Angst</a> in  Zusammenhang mit dem Google Street View geschrieben. Und er bringt die Bedenken der Kritiker von Google Street View und gleichzeitig auch die Magenschmerzen vieler Skeptiker ungebremster Web 2.0 Anwendungen ein bisschen ungewollt aber wunderbar auf den Punkt: &#8220;Denn&#8221; so Martin Weigert, &#8220;demnächst werden sich die Auseinandersetzungen nicht mehr um zwei Jahre alte Fotos von Fassaden und Vorgärten drehen, sondern um technologische, internetgestützte Entwicklungen zur Ortung (à la Facebook Places), Gesichtserkennung und Vorhersagbarkeit von menschlichem Verhalten auf Basis von Algorithmen. Wie sich für all das konstruktive Rahmenbedingungen schaffen lassen sollen, wenn im Unterbewusstsein permanent die Angst nagt, ist mir ein Rätsel.&#8221; Das klingt nach fröhlichem, ungehindertem Datenaustausch jeder Art, nach der Erfüllung alter Menschheitsträume, zeig mir Dein Gesicht. und ich sage Dir, wer Du bist, was Du kannst und was aus Dir wird, zeig auch wo Du bist, und Dein künftiges Verhalten ist glasklar, die Werbung wird Dir sagen, wo es lang geht, Dein Verdienst ist vor dem Eintreffen auf Deinem Konto schon längst für alle möglichen Onlineangebote verplant. Gottseidank empfinden wir noch ein bisschen Angst angesichts digitaler Träume eines neuen Totalitarismus. <em>L&#8217;emprise totale sur les consciences</em>, das ist es wovon Weigert spricht, und auf einmal ist die feine neue digitale Welt nicht mehr ganz so lustig.</p>
<p>Weigert findet den augenblicklichen Zweitpunkt für die digitale Machtübernahme günstig: &#8220;Der&#8221;, so Weigert, &#8220;Zeitpunkt für einen allgemeinen Sinnes- und Einstellungswandel in Deutschland könnte besser kaum sein: Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt und Lehrstellen bleiben plötzlich unbesetzt. Ja – womöglich zeichne ich hier gerade ein zu rosiges Bild. Aber vermutlich ist dies genau der Weg, um die hinderliche Furcht zu beseitigen: Sich einfach mal auf die positiven Dinge zu konzentrieren und das Negative nicht so sehr in den Vordergrund rücken lassen.&#8221; Nein, die Angst vor der digitalen Entfremdung, die Bedenken angesichts von elektronisch ausgerechneten und immer völlig falschen Listen der Suchmaschinen, die uns eine digitale Ordnung der Welt präsentieren wollen, die mit der Realität nichts zu tun hat, brauchen wir zum Überleben. Die Gefahr des Datenmissbrauchs durch Zusammenführen aller möglichen Daten steckt in der Büchse der Pandora. Schon heute darf es einem unheimlich werden, denkt man daran, was der Staat und private Unternehmen über uns wissen (&#8220;Haben sie ein Payback-Karte?&#8221; fragt mein Tankwart bei jeder Füllung), viele Internet-Anbieter gaukeln uns Kostenfreiheit vor und bedienen sich auf geschickt-raffinierte Weise an unseren persönlichen Daten (&#8220;Bahncard&#8221;: Gerade eben kommt ein Mail : &#8220;nur noch 5 bahn.bonus-Punkte und Sie haben die nächste Prämienschwelle erreicht.&#8221; = Störung, Werbung, Bewegungsprofil, Register meiner Fahrten), um woanders horrende Kosten sicherlich nicht zu unserem Nutzen einzusparen. Die &#8220;Vorhersagbarkeit von menschlichem Verhalten auf Basis von Algorithmen&#8221;, das Abgleichen von IP-Adressen, Cookies, Online-Einkäufen, Bewegungsprofilen, Gesichtserkennung, Beurteilungen und Bewertungen und so manch weiterer digitaler Unfug machen  mir sehr reale und nicht bloß digitale Angst. Wahrscheinlich wird eines Tages der RFID &#8211; Chip missbraucht, um die Werbung in Läden zu steuern, die uns zu Anschlusskäufen verführen soll, weil der Ladencomputer sofort weiß, was wir das letzte Mal gekauft haben.</p>
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		<title>Klimatische Aspekte bei der Stadtentwicklung von Stuttgart</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 06:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>H. Wittmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fährt man über die Heilbronnerstraße nach Stuttgart hinein, sieht man links den Neubau der Stadtbibliothek. Gleich daneben, etwas weiter Richtung Stadt kommt das Hochhaus der Landesbank Baden-Württemberg in den Blick. Schon wenn man noch an der roten Ampel wartet und von da aus dieses Haus sieht, könnte man den Eindruck gewinnen, irgendetwas stimmt damit nicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fährt man über die Heilbronnerstraße nach Stuttgart hinein, sieht man links den Neubau der Stadtbibliothek. Gleich daneben, etwas weiter Richtung Stadt kommt das Hochhaus der Landesbank Baden-Württemberg in den Blick. Schon wenn man noch an der roten Ampel wartet und von da aus dieses Haus sieht, könnte man den Eindruck gewinnen, irgendetwas stimmt damit nicht.</p>
<p><img src="http://www.stuttgart-fotos.de/fotos/gebaeude-1.jpg" alt="" /></p>
<p>Sicher, es ist ein beeindruckender Bau, ohne Zweifel gelungen. Es steht vielleicht nicht ganz richtig, müsste es aus Klimagründen und des Luftaustauschs nicht endlich um 90 Grad gedreht werden? Nun, mehr zu dieser Frage und Prinzipielles zum Klima in Stuttgart am <img src="http://www.stuttgart-fotos.de/fotos/literaturhaus-242.jpg" align="left" hspace="10 vspace="10"> am Freitagabend, 15.10.2010, 20 Uhr im > <a href="http://www.literaturhaus-stuttgart.de/event/1924-1-klimatische-aspekte-bei-der-stadtentwicklung-von-stuttgart/" target="_blank">Stuttgarter Literaturhaus</a>? Wir sehen uns?</p>
<p>In der Veranstaltungsreihe: Architektur hat Roland Ostertag  <a href="Landeshaupstadt Stuttgart  Amt für Umweltschutz  Abteilung Stadtklimatologie ">Prof. Dr. Jürgen Baumüller</a> (Landeshaupstadt Stuttgart<br />
Amt für Umweltschutz, Abteilung Stadtklimatologie) eingeladen. </p>
<p><em>Aus der Programmankündigung des Literaturhauses:</em></p>
<p>&#8220;Mögliche Auswirkungen des Klimawandels (Hitze, Hochwasser) konnte man dieses Jahr weltweit beobachten. Stuttgart, die Stadt zwischen Wald und Reben (auch verspottet als Stadt zwischen Hängen und Würgen), hatte aufgrund seiner Lage in dem engen Tal des Nesenbachs und später auch dem des Neckartals schon frühzeitig Probleme mit dem Klima und der Wasserversorgung. Schon im Mittelalter legten die Stuttgarter Wert auf die Luftqualität im »Kessel« und äußerten ihre Sorgen bei Stadterweiterungen. Noch bei der Stadterweiterung 1900 war das Klima war ein großes Thema und hat bis heute die Stadtentwicklung beeinflusst (Rahmenplan »Hanglagen Stuttgart«). Auch in der Zukunft wird es in der Stadtentwicklung einen wichtigen Raum einnehmen und dies nicht nur bei den Planungen zu Stuttgart 21.&#8221;</p>
<p>Der Vortrag zum Download: > <a href="http://www.stuttgart-fotos.de/pdf/stuttgart-klima.pdf" target="_blank">Das Klima in Stuttgart</a> *.pdf 1 MB</p>
<p>Veranstalter: Architekturforum Baden-Württemberg<br />
Eintritt frei </p>
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		<title>&#8220;Was ist eigentlich los in Stuttgart?&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Oct 2010 10:04:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>H. Wittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; fragte der Stuttgarter Verleger Michael Klett unter der Überschrift > &#8220;Fliegt hier bald alles in die Luft?&#8221; in seinem Artikel, den die FAZ am 14. Oktoiber 2010 veröffentlicht hat: &#8220;Eine schlüssige Antwort kann ich nicht geben, das Projekt ist komplex, das Protestgeschehen kompliziert, die Stimmung diffus, die evidenten Vorzüge für Fern- und Durchreisende, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; fragte der Stuttgarter Verleger Michael Klett unter der Überschrift > <a href="http://www.faz.net/s/Rub0F6C1ACA6E6643119477C00AAEDD6BD6/Doc~E9C7A7E14935A471EBBF4D9B1CD253AC4~ATpl~Ecommon~Scontent.html">&#8220;Fliegt hier bald alles in die Luft?&#8221;</a> in seinem Artikel, den die FAZ am 14. Oktoiber 2010 veröffentlicht hat: &#8220;Eine schlüssige Antwort kann ich nicht geben, das Projekt ist komplex, das Protestgeschehen kompliziert, die Stimmung diffus, die evidenten Vorzüge für Fern- und Durchreisende, die der neue Bahnhof besorgt, überhaupt eine signifikante Verbesserung der Mobilität stellen die Frager nur unvollkommen zufrieden,&#8221; stellt er fest und berichtet von einem ausführlichen Spaziergang mit seinem Großvater Ernst Klett um 1950 durch die Stadt Stuttgart: &#8220;Hier vor dem Bahnhof erzählte er (i.e. Ernst Klett, w.) von der Verlegung der Hauptstation vor dreißig Jahren, also im Ersten Weltkrieg, vom Königsbau zum aktuellen Platz. Plötzlich begann er heftig zu räsonieren, man habe wie so oft in Schwaben wieder einmal zu kurz gegriffen, der Stuttgarter Bahnhof hätte gleich an den Neckar gehört, das wäre der große Wurf gewesen, und damit hätte man der Talenge Raum für die Entwicklung der Stadt gegeben.&#8221;  In der Tat gab es vor 200 Jahren einmal Überlegungen den Schwerpunkt der City an den Neckar zu verlagern. dann hätte sich dort später vielleicht ein Durchgangsbahnhof entwickeln können.&#8221;  Die Situation zwischen Befürwortern und Gegner ist ziemlich verfahren: &#8220;Gegenwärtig lassen sich markante Hilflosigkeiten im politischen Management ausmachen, und erst die große Demonstration am 30. September, die die Niederlegung der Platanen zum Anlass hatte, erwies sich als ein Schock, der alle Beteiligten zur Besinnung bringen könnte.&#8221; Und Michael Klett erinnert an die Verantwortung der Beteiligten und besonders der Medien: &#8220;Parteien, die an außerparlamentarischem Aufruhr mitsteuern, aber auch die Medien tun gut daran, ein wachsendes Risiko ins Auge zu fassen, das in einer Anarchisierung allseits gerühmter demokratischer Errungenschaften, in einer Beschädigung der Zivilgesellschaft besteht.&#8221; </p>
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		<title>Stuttgarter Hauptbahnhof: Der Abriss des Nordflügels</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 19:11:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>H. Wittmann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart 21]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute abend war das Verkehrschaos in der ganzen Stadt zu spüren. Auf den Straßen rund um den Hauptbahnhof ging nichts mehr. Am frühen Nachmittag hatte ein Bagger begonnen, den Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs abzureissen: Schade. Die Bauherrn müssten das Projekt besser erklären, besser rüberbringen. Es ist nur zu hören, S 21 sei unumkehrbar. Es ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute abend war das Verkehrschaos in der ganzen  Stadt zu spüren. Auf den Straßen rund um den Hauptbahnhof ging nichts mehr. Am frühen Nachmittag hatte ein Bagger begonnen, den Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs abzureissen:</p>
<p><img src="http://www.stuttgart-fotos.de/fotos/stuttgart-hbf-seitenfluegel-abriss-1.jpg" alt="" /></p>
<p>Schade. Die Bauherrn müssten das Projekt besser erklären, besser rüberbringen. Es ist nur zu hören, S 21 sei unumkehrbar. Es ist unklug, jetzt zuerst ein denkmalgeschütztes Gebäude einzureissen, dass in sich ein einzigartiges Zeugnis dieser Art von Architektur in Deutschland ist. Diese Aktion ist ganz schlechte PR und überhaupt nicht geeignet, die Werbekampagne, <a href="http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/die-guten-argumente-ueberwiegen/default.aspx" target="_blank">Die guten Argumente überwiegen</a> zu untermauern. Dieser Kampagne fehlt die Basis, da sie selbstherrlich für sich <em>die guten Argumente</em> definiert und reklamiert und die der Kritiker dadurch von vorneherein als schlecht zu verstehen gibt. Das ist das Gegenteil von gutem Bürgerdialog, der Neugier auf die Zukunft weckt. Statt das > <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/2570103/sz_article_kommentare?nocache=&#038;order=desc" target="_blank">Urteil zum Hauptbahnhof am 6.Oktober </a>abzuwarten, werden schnell Fakten geschaffen, das verärgert die Kritiker noch mehr, das ist unklug, gibt dem Projekt schlechte Presse und verhärtet die Fronten. Schade. Gute PR fährt nicht auf Konfrontationskurs.</p>
<p><img src="http://www.stuttgart-fotos.de/fotos/stuttgart-hbf-seitenfluegel-abriss-2.jpg" alt="" /></p>
<p>> <a href="http://www.stuttgart-fotos.de/der-stuttgarter-hauptbahnhof-im-august-2010">Der Stuttgarter Hauptbahnhof im August 2010</a><br />
> <a href="http://www.stuttgart-fotos.de/wie-lange-werden-die-seitenflugel-des-stuttgarter-hauptbahnhofs-noch-stehen">Wie lange werden die Seitenflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs noch stehen?</a></p>
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		<title>Die Zukunft der Geisteswissenschaften in Stuttgart</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 14:27:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>H. Wittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Geisteswissenachftane]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonderveranstaltung im > Stuttgarter Literaturhaus Impulsreferat: Elisabeth Walther-Bense Podiumsdiskussion: Susanne Eisenmann, Philipp Haußmann, Joachim Kalka, Horst Thomé Moderation: Dietrich Heißenbüttel Mittwoch, 15. Juli, 20 Uhr Nach den jüngst publik gewordenen Plänen zur Exzellenzinitiative der Universität Stuttgart macht sich Sorge um das geisteswissenschaftliche Profil der Universität und der Stadt breit. Über die Zukunft der Geisteswissenschaften in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sonderveranstaltung im > <a href="http://www.literaturhaus-stuttgart.de" target="_blank">Stuttgarter Literaturhaus</a></p>
<p>Impulsreferat: Elisabeth Walther-Bense </p>
<p>Podiumsdiskussion: Susanne Eisenmann, Philipp Haußmann, Joachim Kalka,<br />
Horst Thomé </p>
<p>Moderation: Dietrich Heißenbüttel </p>
<p><strong>Mittwoch, 15. Juli, 20 Uhr</strong></p>
<p>Nach den jüngst publik gewordenen Plänen zur <a href="http://www.stuttgart-fotos.de/die-studenten-in-stuttgart-demonstrieren-gegen-bildungsabbau">Exzellenzinitiative</a> der Universität Stuttgart macht sich Sorge um das geisteswissenschaftliche Profil der Universität und der Stadt breit. Über die Zukunft der Geisteswissenschaften in Stuttgart diskutieren aus diesem Anlass die Kulturbürgermeisterin Susanne Eisenmann, die im Fachbereich Philosophie der Uni Stuttgart über Johann Geiler von Kaysersberg promovierte, der neue Vorstandsvorsitzende der Ernst Klett AG Philipp Haußmann, studierter Romanist und Jurist, der Stuttgarter FAZ-Kritiker, Übersetzer und Publizist Joachim Kalka, von dem zuletzt Hoch unten. Das Triviale in der Hochkultur erschien, sowie Horst Thomé, Professor an der Universität Stuttgart im Bereich Neuere Deutsche Literatur und Dekan der Philosophisch-Historischen Fakultät. Ausgangspunkt des Gesprächs wird ein Referat von Elisabeth Walther-Bense sein, die aus langjähriger Erfahrung weiß, was heute auf dem Spiel steht, und berichten kann, wie schwierig der Weg von der Technischen Hochschule Stuttgart zu einer Universität war. Elisabeth Walther-Bense promovierte 1950 und habilitierte sich 1962 an der TH Stuttgart und war lange Jahre Professorin an der Universität Stuttgart, seit 1990 Leiterin der Forschungsgruppe für Semiotik. Gemeinsam mit Max Bense, mit dem sie seit 1988 verheirat war, war sie verantwortlich für die Zeitschrift augenblick, die Reihe rot sowie die Internationale Zeitschrift für Semiotik und Ästhetik Semiosis. Den Abend moderiert der Journalist und Kunstkritiker Dietrich Heißenbüttel, zur Zeit Lehrbeauftragter am Institut für Kunstgeschichte. </p>
<p>Eintritt: € 8,-/6,-/4,- </p>
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		<title>Stuttgart &#8211; das neue Herz Europasund die Geisteswissenschaften</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 06:28:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>H. Wittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Geisteswissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Univeristät]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder einmal gibt es an der Stuttgarter Universität einen Versuch, die Geisteswissenschaften abzubauen. Medienberichten zufolge sind die Alte Geschichte, Mittlere Geschichte, Kunstgeschichte, Romanistik und Anglistik sowie mit fünf Professuren die Betriebswirtschaftslehre (BWL) und die Volkswirtschaftslehre (VWL) betroffen. Das Rektorat der Universität will 16 Professuren aus den Geistes- und Wirtschaftswissenschaften und acht Professuren aus den Ingenieur- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal gibt es an der Stuttgarter Universität einen Versuch, die Geisteswissenschaften abzubauen. Medienberichten zufolge sind die Alte Geschichte, Mittlere Geschichte, Kunstgeschichte, Romanistik  und Anglistik sowie mit fünf Professuren die Betriebswirtschaftslehre (BWL) und die Volkswirtschaftslehre (VWL) betroffen. Das Rektorat der Universität will 16 Professuren aus den Geistes- und Wirtschaftswissenschaften und acht Professuren aus den Ingenieur- und Naturwissenschaften streichen, wie Rektor Wolfram Ressel, dies auf einer Pressekonferenz am 4. Juni ankündigte. &#8220;Masterplan&#8221; heißt das Vorhaben und soll das naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Profil der Stuttgarter Uni als Forschungsuniversität schärfen. Laut der Stuttgarter Zeitung sollen die Lehramtsstudienplätze erhalten bleiben, es wird aber von &#8220;Arrondierungen&#8221; gesprochen. Dazu passt es, dass man versuchte, die Streichpläne erst einmal geheim zu halten, wohl um auszuloten, wie weit man gehen kann, bevor die Proteste beginnen. Schon wird von der Exzellenzinitiative II gesprochen, an der die Uni teilnehmen möchte.</p>
<p>> <a href="http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=4931034/5asy6a/" target="_blank">Uni Stuttgart schränkt Geisteswissenschaften ein</a>, SWR, 4. Juni 2009:</p>
<p>Der SWR berichtet, die 50 Studenten, die die Pressekonferenz stürmten,  hätten &#8220;<strong>Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut</strong>&#8221; gerufen</p>
<p>Ohne eine Stärkung der Geisteswissenschaften, ohne eine Exzellenzinitiative auch in den Geisteswissenschaften, die die Landeshauptstadt dringend benötigt, bleibt das neue Herz Europas hohl und blutleer. Der Versuch, die Geisteswissenschaften zu beschneiden, ihre Bedeutung herunterzuspielen, ihnen das Gefühl zu geben, dass ihre Reste lediglich geduldet werden, anstatt sie als das notwendige Fundament in ganz besonderer Weise zu fördern, nimmt allen neuen Exzellenzinitiativen jede Glaubwürdigkeit.</p>
<p>Die Einführung der Studiengebühren, die Verknappung der Lehre und der Versuch, die Geisteswissenschaften wieder einmal zu beschneiden und gleichzeitig an die Spitze rücken zu wollen, das passt alles nicht zusammen.</p>
<p>Die Universität begibt sich auf den falschen Weg. Die Aufwertung der Geisteswissenschaften und die Intensivierung ihrer Verbindungen mit allen anderen Disziplinen sollten auf der Tagesordnung stehen. Dann ergibt sich Exzellenz ganz von selbst und muss nicht auf dem Weg über Kahlschläge und Enttäuschungen mühsam neu definiert werde.</p>
<p>Es wird schon nicht so schlimm kommen? Nur die Neuere Geschichte soll bestehen bleiben? Und der Rest? Und die Romanistik? Sie soll wieder hier einmal abgeschafft werden? Und die Anglistik? Die Kunstgeschichte? Hoffentlich haben ihre Abschaffer in dem Potential dieser Fächer sich noch einmal nur geirrt. Die > <a href="http://www.romanistik.info" target="_blank">Romanistik</a> reicht von Machiaveilli bis Sartre und an beiden Enden weit darüber hinaus. Ihre Absolventen bekommen mit Linguistik, Literatur und Kulturwissenschaften einen so weitreichenden Horizont mit auf den Weg, der sie schon während des Studiums befähigt, sich gegen eine Unterbewertung ihres Faches zu wehren. Im übrigen steht auch der internationale Ruf der Stadt auf dem Spiel. Man möchte doch hier so gerne zum Herz Europas werden. Dieses Ziel lässt sich aber nicht durch Bauwerke und Tunnel erreichen, die Stadt muss auch intellektuell ein Magnet werden. Die Reduzierung der Geisteswissenschaften bewirkt das Gegenteil.</p>
<p>> <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/2042696" target="_blank">Strukturreform an der Uni</a></p>
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