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Archiv für die Kategorie 'Web 2.0'

Hat Facebook eine Zukunft?

Sonntag, 29. Januar 2012

Läutet Facebook mit der Timeline für alle Teilnehmer an diesem sozialen Netzwerk sein eigenes Ende ein? Die Vorgaben und die Zwänge, die Facebook seinen Teilnehmern auferlegt, werden immer vielfältiger und zwingender. Datenschutz entwickelt sich bei Facebook zum Datensammeln zugunsten von Facebook, dabei wird den Teilnehmern das Wissen um die Bedeutung und die Schutzwürdigkeit persönlicher Daten abgewöhnt. Jede Minute, die die Teilnehmer an diesem Netzwerk auf der Website von FB verbringen bezahlen sie in der harten Währung “Aufmerksamkeit” an FB, die diese Summen zu seinen Gunsten “wäscht”. Sicher, ein kleiner Vorteil in Form von Kontakten bleibt für die Teilnehmer übrig, besonders, dannn sie auf FB mehr Kontakte und Freunde als im realen Leben haben, pardon verwalten. Aber auch dann hat der Inhalt der Bildschirmseite, die sie betrachten, immer mindesten einen Anteil von 60-80 % Informationen in Form subtiler Werbung, die als Infos getarnt daherkommt, aber der man unwillkürlich auch wieder Aufmerksamkeit schenkt.

> Was Facebook-Nutzer über die neue Timeline wissen müssen – Süddeutsche Zeitung

> Wie sozial sind soziale Netzwerke?

> Über Facebook

> Schwerpunkt: Soziale Netzwerke – WDR

Die Datenkrake Facebook

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Facebook beginnt sich selbst zu demontieren. Sicher, ich probiere das auch. Macht ja auch einen gewissen Sinn. Z.B. kenne ich junge Unternehmern, die geschickt ihre Werbung auf Facebook platzieren und ihre Geschäftsidee echt gut in Schwung bringen. Twitter kommt noch als eine Komponente dazu, vielleicht noch ein Blog, und das web-2.0 gestützte Geschäftsmodelle beginnt zu brummen. So laut und rund, wie kaum jemals ohne Internet und jeder Form elektronischer Partizipation. So weit nett und interessant. Wie Max Schrems finde ich auch die Grundidee von Facebook interessant, wenn aber Facebook die Arbeit von manchem Geheimdienst, auch wenn man glaubte , das geht gar nicht, durch eine krakenartige Sammel-und Archivierwut unbedingt toppen, ist Schluß mit Lustig. Nun, man kann ja sehen, was Facebook einen Teilnehmern alles abverlangt, man kann ja auch stundenlang das Backend von Facebook studieren, um herauszufinden, wie man seine Privatsphäre schützen kann. Am besten, niemals auch nur einmal an Facebook denken.

Neulich wollte ich jemandem persönlich 30 Fotos auf Facebook zeigen. Also in mein Album kopiert. Und flugs wurden 18 Gesichter von Google mit Namen gekennzeichnet. SO, dann wissen 18 Facebook-Teilnehmer und der Rest der Facebook-Welt, dass ich gerade Fotos veröffentlicht habe? Ob oder auch nicht, ist uninteressant. Die Technik gibt es sie funktioniert, sie wird angewandt.

Gehe ich morgen in einen Laden, werde ich wahrscheinlich gefilmt, das Foto läuft über den Facebook Scanner und irgendwann bekomme ich Mails mit Werbung über die tollen Produkte, deren Regale ich aus irgendwelchen nachlässigen Gründen in dem Laden nicht gemustert habe. Die Technik ist ja da. Was tut man dagegen? Die Forderung nach der totalen Offenheit von Informationen ist eine Begleiterscheinung dieses Technikwahns, der die Abschaffung der Privatsphäre als Ziel hat. Und wenn sie digital aufgelöst ist, was kommt dann? Facebook will helfen die Privatsphäre zu organisieren, las ich neulich bei Facebook, so der ähnlich. Timeline, Registrieren meiner sämtlichen Lebenstätigkeiten, wann wo was gekauft, wann wen, wo, wie lange, getroffen?

Alle rennen zu Facebook, weil so viel schon da sind. Viele Doppel- und Mehrfachexistenzen. Wie viele Facebook-Teilnehmer existieren wirklich im realen Leben? Wie viele richten ihr Konto ein, lassen es nach einigem Rumstöbern verkümmer? Vielleicht ist es nur eine Minderheit, die versucht, uns die große Masse vorzugaukeln. Ein Werbetrick? Wenn Facebook seine interne Statistik (wie viel 1 x, 2 x etc. zu Facebook kommen und was sie dort machen, offenlegen würde, also ein bisschen von dem zurückgeben würde, was es kostenlos einsammelt… Ach das kommt ja doch nicht.

Zum Thema: Max Schrems, > Auf Facebook kannst du nichts löschen, FAZ, 26.10.2011

Dazu: > Wie sozial sind soziale Netzwerke?

Facebook überall und allumfassend – die digitale Kontrolle kann eine Bedrohung werden

Freitag, 23. September 2011

Die Pläne des Facebook-Gründers Marc Zuckerberg sind sehr ehrgeizig. Facebook will künftig alle digitalen Aktivitäten seiner Teilnehmer umfassend aufzeichnen und sofort ihren Bekannten zur Verfügung stellen (dürfen?). “Timeline” heißt das neue Feature, mit dem die Teilnehmer ihr digitales Leben dokumentieren und ordnen sollen. Immer offener und unverhohlener legt Facebook seine Ansprüche vor, unser Privatleben organisieren zu wollen. Die von Google + abgekupferte Einteilung der Freunde in Bekannte, enge Freunde, etc. ist kein bloßes Gadget. Das ist der Versuch, noch mehr über die Gewohnheiten der Teilnehmer zu erfahren, immer mit dem Hintergedanken, die Werbeerlöse zu optimieren. Alle Daten, die irgendwo liegen, können immer mal missbraucht werden, oder Zwecken zugeführt werden, die ihr Eigentümer nicht wünscht. Die Verführung für Facebook und eines Tages auch für andere, mit diesen Daten Unfug anzustellen ist riesengroß.
Die grenzenlose Exposition individueller Vorlieben, Gewohnheiten, Aktivitäten oder Präferenzen auf einem öffentlichen Platz hat einen allumfassenden Anspruch, der nicht nur Freude bereitet, sondern Angst vor Missbrauch macht.

> Wie sozial sind soziale Netzwerke?

1983 wurde Richard Sennetts Buch The Fall of Public Man übersetzt und erhielt einen deutschen Titel der Sennetts Thesen akzentuierte: Verfall und Ende des öffentlichen Lebens. Die Tyrannei der Intimität, (Frankfurt/M. 1983). Man kann seine Thesen sehr wohl auf die heutigen sogenannten social networks anwenden: Die sozialen Netzwerke sind keinesfalls sozial, sondern sei tragen zum Niedergang der Öffentlichkeit gerade durch die Vorspiegelung der Öffentlichkeit erheblich und entscheidend bei. Je mehr gemeinsame Identität festgestellt oder entwickelt wird, je gleicher alle werden, so möchte man hinzufügen, so unmöglicher wird die Verfolgung gemeinsamer Interessen, erklärt Sennett (S. 295). Das ist nicht unbedingt so paradox, wie es klingt. Nur Unterschiede lassen Neugier entstehen und führen zum Entdecken von Neuem.

Befürworter von Facebook sagen vielleicht, Facebook bietet so viel interessantes neues, so dass man sich das erstmal angucken sollte.

Verberkennung? Damit Facebook unserer Nachrichten besser verstehen und einordnen kann? O je, was kommt da auf uns zu? Irgendwann gibt es einen Kaufgutschein, wenn wir die richtigen Texte schreiben… > Facebook: Größte Semantikmaschine der Welt

Google +: Es kommt immer wieder was Neues
oder werden Netzwerke immer unsozialer?

Donnerstag, 30. Juni 2011

(Ergänzt am 2. 7.2011) Haben Sie schon mal einen neuen Mercedes, Porsche oder VW gekauft? So mit allem drumundran? Und wenn einige Zeit ins Land gegangen ist, gibt es schon wieder ein neues Modell, kann noch ein bisschen mehr, noch ein paar Extras, fährt sich noch einfacher, hat Taglicht oder Navi, Parkassistent, mehr Raum. So ist das auch mit den sozialen Netzwerken. Facebook in seiner heutigen Form ist keinesfalls das Ende der Fahnenstange. In zwei/drei Jahren ist es so etwas wie das > Minitel heute. Überholt, veraltet, auch irgendwie misslungen.

Google +, ein neues Ntzwerk will mit einer neuen Architektur punkten. + ist ziemlich ehrlich, meint Google mit noch mehr Such- und Findmöglichkeiten für Google. Jetzt gibt es Circles, in die man seine Bekanntschaften, Freunde und Verwandten ordnen kann. Oder man bildet einen Circle, mit den Leuten, die man bei einer bestimmten Veranstaltung getroffen hat, um sie als eine Art geschlossene Gruppe mit Infos zu versorgen. Oder manche, die man allein anspricht sind ein eigener Circle: “just like real life”, fügt Google hinzu. Genau das ist es eben nicht. Nie im Leben würde ich mit einem Anruf, gleich 12 Personen anrufen, die ich gestern bei einem Meeting getroffen habe. Ist doch für das private soziale Leben, wenn manchmal sinnvoll, meistens aber komplett weltfremd, immer wieder Infos an eine bestimmte Gruppe zu schicken. Wird nur von Google vorgeschlagen, weil das technisch möglich ist. Oder hat Google doch weitergehenden wirtschaftliche Absichten? Bald kann man seine Freunde in sehr gute, gute Freunde und Bekanntschaften einteilen. Was das für ungeahnte neue Probleme aufwerfen kann, wenn man man aus Versehen, den falschen Freundeskreis mit Nachrichten beglückt? Oder wenn eine Bekanntschaft “aufrückt”? Dann wird sicherlich Google+ eines Tages das allen mitteilen: “Jochen ist jetzt ein sehr guter Freund von Mareike”. Die vielfältigen sozialen Bezüge, die Google + auf diese Weise kennenlernt, lassen sich sicher in perfekte Werbeanlässe umsetzen – und münzen.

Hangouts sind auch neu. Man teilt sein Problem mit, und es entstehen ungeplante, spontane Meetings, die weiterhelfen. Das sei solange nützlich, glaubt Google, bis das teleportation funktioniert. Also immer?

Instant Upload Taking photos is fun, findet Google Das ist eine typische Werbeaussage. Dem Käufer Spaß am Produkt suggerieren. Gemeint ist damit das automatische Hochladen in das Album bei Google +. Das macht man gerade solange, bis auf einmal ein Photo auch für eine Gruppe dort landet, das man eigentlich nicht zeigen wollte. O je. Auch dieses Feature hat mit dem Leben nichts zu tun.

Sparks. Man kann ihnen kundtun, das man drin ist, und man bekommt allerhand von dem, das das System für Sie interessant erachtet. Klingt nach reiner Beliebigkeit und einer Beschäftigung für all, die mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen

Huddle. Ein Tool für ein gemeinsames Treffen, das die Nutzer daran gewöhnen soll zusammenzuarbeiten. Gruppenarbeit ist irgendwie, aber auch die > kollektive Intelligenz richtet sich immer nach dem Langsamsten.

So wie ABS uns in die Gefahr bringen kann, Physik beim Fahren zu verlernen, so können auch soziale Netzwerke uns helfen, das private Gestalten unserer Lebensbeziehungen zu vergessen.

Und die Zukunft von Google +? Google wird bestimmt nicht in Gefahr geraten, alles, das was es über seine Suchkunden weiß, miteinander zu verbinden? Daten zusammenfügen und missbrauchen? Stellen Sie sich vor: Bald können Sie zugucken, wer von Ihren Freunden, Bekannten und Verwandten was gerade sucht, welche Seiten er aufmacht oder was er in den letzten drei Wochen gesucht hat, natürlich nur wenn sie Google + Premium abonnieren. Oder Sie können bald nachsehen, wer von Ihren Freunden welche Lieblingsseiten hat. Oder wie viele Mails ihre Freunde im Durchschnitt verschicken, wer besonders gerne viel surft und wer für Werbebotschaften besonders empfänglich ist. Sie sehen, wer von ihren Freunden bei welchen Netzwerken oder welchen Web 2.0 Seiten angemeldet ist. Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Aus all diesen Aktivitäten lassen sich für Google vorzügliche Werbeanlässe ableiten. Getreu der Devise: Es wird im Wirtschaftsleben nie etwas verschenkt. Und wenn, wird es ihnen woanders auf Heller und Pfennig wieder in doppelter Höhe abgezogen. Betrachtet man alle Dienste, die Google jetzt schon anbietet, einschließlich Google Analytics, dann kann einem schon ganz schön anders werden. Vielleicht ist eines Tages das Google-Certificate wichtiger als das polizeiliche Führungszeugnis

> Ein soziales Netzwerk ist nicht das reale Leben
> Facebook und die Steuerung unserer sozialen Kontakte

Ein soziales Netzwerk ist nicht das reale Leben

Donnerstag, 9. Juni 2011

Facebook treibt schon wieder und immer noch großen Unfug mit den ihm anvertrauten Daten. Automatische Gesichtserkennung heisst das neueste Feature. Auf einem bei Facebook hochgeladenen Foto, auf der ein Facebook-Freund zu sehen ist, kann Facebook automatisch das Gesicht des Freundes erkennen und mit dem richtigen Namen versehen. Eigentlich ein guter Grund, den eigenen Facebook-Account zu löschen, denn das neue Feature wird den Facebook-Adepten einfach so untergeschoben und beweist wieder einmal, wie Facebook die Daten seiner Anhänger prinzipiell für den eigenen Vorteil nutzt. Nur wenn man nicht wünscht, dass der eigenen Name von anderen mit Hilfe dieses Gesicht-Features aufgedeckt wird, man dieses Feature erst umständlich selbst in den Einstellungen seines Accounts (Einstellungen der Privatsphäre) deaktivieren:

> Facebook aktiviert automatische Gesichtserkennung www.netzpolitik.org

Facebooks automatische Gesichtserkennung funktioniert nur mit den Namen deren, die man bereits zu seinen virtuellen Freunden zählt. Theoretisch geht das aber auch von allen 20 Mio. Facebook-Adepten. Die Versuchung ist für Facebook bestimmt riesig trotz aller gegenteiligen Beteuerungen, damit irgendwie und irgendwann einmal richtig Kasse zu machen.

Da denk ich doch wieder an Vortrag über mit der Frage > Wie sozial sind soziale Netzwerke?. Was ist daran sozial, in einem solchen virtuellen Netzwerk mehr Freunde als im sozialen Leben zu haben?

Je mehr Facebook ihre Daten anvertrauen, umso “wertvoller ” wird Facebook eingeschätzt, Jetzt will Facebook demnächst an dei Börse gehen und 100 Milliarden für 500 Millionen Teilnehmer erlösen. Dieser Wert stellt alle Überlegungen zu Geschäftsmodellen auf den Kopf. Wieviele Einmalgucker da wohl mitgezählt sind? Warum kriegt nicht jeder Teilnehmer sofort eine jährliche Dividende von 50 oder 80 Euro – meinetwegen je nach Aktivitätsgrad? Oder sie bleiben weg, und der Wert von facebook löst sich einfach so auf.

Facebook und die Steuerung unserer sozialen Kontakte

Dienstag, 29. März 2011

Vor zwei, drei Jahren habe ich mir mal vorgestellt, dass Blogs und Websites mal stärker eine Art Verbindung, Vernetzung eingehen werden. Mittlerweile gibt es eine Tendenz zu stärkerer Vernetzung, die Z. B. > Leander Wattig immer genau beobachtet. Das sind interessante Ansätze für Verlage. Sicher, ich habe immer schon Vorbehalte gegenüber die Art und Weise gehabt, wie Facebook unser Sozialleben steuern will, erst dies erst jüngst die Funktion “Umgehende Personalisierung” versucht. Auf der dazu gehörigen Seite in Facebook kann man schon heute lesen: “Wir haben uns mit einigen Seiten zusammengetan, um dir großartige, personalisierte Erfahrungen zu ermöglichen, sobald du dorthin gelangst, wie zum Beispiel das sofortige Abspielen von Musik, die dir gefällt oder das Anzeigen von Bewertungen von Freunden. Um deine Erfahrung anzupassen, greifen diese Partner nur auf öffentliche Informationen zu (wie dein Name und dein Profilbild) und auf Informationen, die du mit Allen geteilt hast.” Allerdings mit dem Zusatz: “Hinweis: Die umgehende Personalisierung steht dir noch nicht zur Verfügung.”

Das kann doch nicht wahr sein! Wiederum versucht Facebook zu steuern, wie wir unsere Identität im Netz preisgeben!

Als darf man weiterhin fragen: > Wie sozial sind soziale Netzwerke?

Ein neues Internet-Portal: Nachhilfe zuhause und online

Mittwoch, 16. März 2011

Die nächste Klassenarbeit kommt unweigerlich, der Stoff sitzt noch nicht so richtig, die Versetzung kündigt sich an, der erste blaue Brief ist auch schon da wer kann helfen? Ein neues Internet-Portal von Nachsitzen24 GmbH aus Baden und der Klett Gruppe aus Stuttgart verschafft schnell und sicher qualifizierte Hilfe. Web 2.0, Das Internet zum Mitmachen. D. h. man kann auf der Seite mitmachen: sich als Nachhilfelehrer anmelden, seine Fächer angeben und dann geht es los.

Nachgefragt: Nachgefragt: Nachhilfe zuhause und online Ein Gespräch mit Alan Frei

Ein > Blog bietet Antworten auf drängende Alltags fragen: > So kriegen Sie Ihr Kind morgens aus dem Bett oder > Packesel Schulkind.

> www.nachhilfeportal.de vermittelt Nachhilfelehrer, die zum Schüler nach Hause kommen oder den Kindern auch über das Internet sofort Nachhilfe geben. Probieren Sie das doch mal aus: gewünschtes Fach und Ihre Postleitzahl eingeben! Das neue Portal bietet auch viele > Lern- und Prüfungshilfen an.

Die Betreiber des neuen Portals: “Das Nachhilfeportal ist weltweit die erste ganzheitliche Nachhilfe-Plattform. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, qualitativ hochstehende Nachhilfe für jedes Budget anzubieten, damit auch in Zukunft Bildung für alle Lernwilligen zugänglich bleibt. Wir von Nachhilfeportal.de sehen uns nicht nur als Wegbereiter für den persönlichen Erfolg der Schüler und Schülerinnen, sondern auch als bildungspolitischer Think-Tank, der neue Impulse für den Fortschritt im Bildungsbereich geben kann.”

Facebook-Fanseite > www.facebook.com/nachhilfeportal
Blog > www.nachhilfeportal.de/blog
Twitter www.twitter.com/nachhilfeportal

Darf Facebook sich anmaßen, über unsere Freunde zu bestimmen?

Freitag, 11. März 2011

In der letzten Zeit habe ich mich gewundert, dass der ein oder andere Korrespondenzpartner in Facebook sich in Schweigen hüllt. Und dann habe ich wieder an diese Frage gedacht. > Wie sozial sind soziale Netzwerke? lautete die Frage auf dem Barcamp 2006 in Mannheim und schon 2006 stand der dort gehaltene Vortrag auf diesem Blog. Eben hat einer meiner Freunde auf Faceboook das Geheimnis gelüftet.

Nun haben die Betreiber von Facebook ganz klammheimlich als Kriterium für das Anzeigen von Freunden, die dem Netzwerk vorliegenden Informationen, wie häufig oder wieviel mit den Freunden kommuniziert wird, eingerichtet. Nun, man kann das Feature wieder abschalten:. Ganz einfach, aber völlig versteckt: > Neueste Meldungen anklicken, und dann auf das kleine blaue Dreieck daneben klicken, > Optionen bearbeiten… und hoffen die Freunde, die wenig von uns hören, machen stellen auch diese Gängelung durch Facebook ab.

Am 7.3. schrieb test.de dazu > Facebook schaltet unbemerkt Freunde ab.

Na prima. Facebook wacht über unsere Freundschaften. Ein bisschen Bevormundung, die wir auch gar nicht so schnell merken, wird uns schon nicht schaden. Wie gesagt, man darf sich gleich wieder fragen, ob Netzwerke wirklich sozial sind. Solange sie für uns die Gestaltung der Kontakte übernehmen oder übernehmen wollen, werden Gewohnheiten geschaffen, die mit dem wirklichen Leben nichts zu tun haben.

Der neue Newsroom im Internet:
Die Stadt Stuttgart hat ihren Pressebereich renoviert:

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Ergänzt: 31.12.2010.
Die Stadt Stuttgart hat ein neues Angebot im Netz: > newsroom.stuttgart.de/, damit soll der Pressebereich auf Website der Stadt Stuttgart abgelöst werden. Der neue Newsroom – diese Bezeichnung mag Herr Ramsauer bestimmt nicht – enthält Informationen zu aktuellen Themen: Integration, Oberbürgermeister, Stadtwerke, Klinikum Stuttgart, und Rosenstein. Der nächste Bereich enthält > Presseinformationen zu vielen weiteren Themen von Aktuelles über Kultur, Stadtplanung und Stuttgart 21 bis Wirtschaft. Die Navigation auf dieser Seite ist rundherum prima gemacht. Eine Mediathek bietet Fotos und Videos an. Im Bereich der > Publikationen können weitere Informationen zu aktuellen Themen als angesehen werden. Über die Erstellung dieser Seite mit > Slideshare kann man diskutieren, ich hätte die Einzelnen Broschüren mit einigen Zeilen resümiert und sie dann als PDF zum Download angeboten. Jetzt muss man sich die viele Werbung bei Slideshare ansehen. Immerhin, Slideshare erleichtert ein wenig die Verbreitung der angebotenen Informationen. Unter > externe Blogs fehlt noch unser Blog. Der neue Newsroom hat auch einen Link zur zum den Angeboten der Stadt Stuttgart bei > Twitter und > Facebook mit 347 Freunden, da sollten noch einige hinzukommen.

Bemerkenswert ist das Engagement der Stadt im Netz für das Stadtentwicklungsprojekt:

> http://www.twitter.com/rosenstein_s
> http://www.facebook.com/rosenstein.stuttgart

Und neben der oben genannten Facebookseite ist die Stadt auch auf Flickr präsent:
> www.flickr.com/stadt_stuttgart/

Einen > Youtube-Kanal der Stadt Stuttgart gibt es auch.

Im Pressebreich gibt es eine Meldung zur neuen Website: > Stadt Stuttgart baut Social-Media-Präsenz deutlich aus: Es heißt darin: “Mit einem Social-Media-Newsroom als zentrale Website für alle Web-2.0-Aktivitäten der Stadt erweitert die Stadtverwaltung dabei das Informationsangebot für Journalisten, Online-Multiplikatoren und Bürger.” Der Newsroom selber in seiner aktuellen Form ist noch nicht so recht Web 2.0, weil beim heutigen Stand noch keine Möglichkeiten zur Partizipation = Mitmachen der Bürger vorgesehen sind. Aber der Newsroom verlinkt die Angebote der Stadt auf Twitter und Facebook. Und die Verlinkung auf die Stadt-Angebote bei Youtube und Flickr muss noch folgen.

Soziale Netzwerke von Institutionen, Parteien,Organisationen jeder Art sind Immer ein wenig auch Gradwanderungen. Entweder schreiben sich richtig viele Teilnehmer ein, dann muss das Soziale Netzwerk mit entsprechendem Aufwand gepflegt werden, oder die Besucher bleiben aus, dann wird es peinlich… Es ist nicht einfach, Kriterien für eine erfolgreiche Web 2.O Website zu formulieren. Die bloße Zahl der angemeldeten Teilnehmer reicht nicht aus, um den Erfolg beurteilen zu können. Zu viele kommen nur einmal, engagieren sich aber nicht aber nicht dauerhaft für das einmal unterstützte (neudeutsch favorisierte Projekt). Manche kommentieren hin und wieder einen Beitrag, meist in der Form wie Facebook es anbietet “Gefällt mir”. Ein politisch wirksamer Austausch von Argumenten ohne Invektiven jeder Art, die man sich in einem privaten oder öffentlich geführten Gespräch nie sagen würde, findet in den sozialen Netzwerken aufgrund ihrer besonderen Kommunikationsregeln, die deren Hersteller vorgeben, kaum statt. Würde man sich verschiedene Indices ausdenken, mit denen die Aktivität von Mitgliedern sozialer Netzwerke gemessen werden könnten (Häufigkeit und Dauer des Einloggens, welchen Kontakte wie häufig aufgerufen werden, Anklicken von Links im Sozialen Netzwerk, Häufigkeit privater Botschaften, Frequenz von Beiträgen mit deren “Liebhabern”, also die die auf “Gefällt mir” geklickt haben, damit ich sehen kann, dass Peter dies oder jenes mag) merkt man schnell, dass nur der Hersteller eines solchen Netzwerkes über diese Zahlen verfügt, mit denen er die Funktionen seines Produkts optimieren kann.

Die Zahl der Freunde oder Teilnehmer des Rosensteinprojekts > www.facebook.com/
rosenstein.stuttgart
könnte größer sein, bedenkt man die Bedeutung des Projekts für de Stadt. Ist diese Seite in Facebook mit 500 oder 1000 Teilnehmern erfolgreich? Schwer zu sagen.

> Die UMP in Frankreich will ihr Soziales Netzwerk Anfang 2011 schließen. 16.000 Teilnehmer stehen für sie in keinem Verhältnis zu den Investitionen für dieses Projekt.

Trotzdem die Stadt Stuttgart ist auf dem richtigen Weg. Der neue Newsroom hat die alte Presseseite geschickt und echt zielführend aufgemöbelt. Jetzt können die nächsten Schritte kommen: Aufbau eines Blogs für die Stadt, der in den Newsroom integriert werden könnte, oder eine Kommentarfunktion für die Beiträge im Newsroom einbauen. Mit einer Funktion zum leichten Weitersenden des Beitrags und einer Voting, nein Abstimmfunktion, eine kleine Statistik in der rechten Spalte “Meistgelesen” wäre noch besser. Duzen muss nicht sein, denn man muss sich doch fragen, wie sozial sind Soziale Netzwerke?

Buchvorstellung, Alex Rühle, Ohne Netz

Dienstag, 16. November 2010

Ist man als Blogschreiber, Blogleser, Online-Redakteur, Social-Media-Fan, Web 2.0 Interessent möglicherweise internetsüchtig? Checken Sie auch schnell noch Ihre Mails abends vor dem Licht ausmachen? Gucken sie auch jeden Moment auf Ihren Blackberry, um ja nichts aus der Online-Welt zu versäumen? Merken Sie auch, dass die Mails, Meldungen und Informationen zunehmen, weil es diese Medien gibt? Was würde passieren, wenn Sie ab heute auf das Internet verzichten würden? Alex Rühle ist Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Als er merkte, “dass ich mir darin selbst abhanden komme” (S. 19), ist Schluss mit dem Internet-zumindest für ein halbes Jahr. Er gibt sein Blackberry ab und verzichtet auf jeden Internetkonsum und verordnet sich eine Offline-Entziehungskur.

Und schreibt > Ohne Netz. Mein halbes Jahr offline, ein Band, der in diesem Herbst bei Klett-Cotta erschienen ist.

Buchvorstellung im Buchcafé, Haus der Wirtschaft, Willi-Bleicher-Straße 19, 70174 Stuttgart
Freitag, 19.11. 2010, Beginn: 20.15 Uhr

Eine Veranstaltung des Klett-Cotta Verlags und des Buchhandelsverbandes Baden-Württemberg im Rahmen der Stuttgarter Buchwochen.

> Nachgefragt: Alex Rühle, Ohne Netz

> www.ohne-netz.de

Google Street View und die Folgen nicht nur für die Stuttgarter

Dienstag, 2. November 2010

Aus gegebenem Anlass kommt dieser Beitrag vom 29. August 2010 wieder an die Oberfläche dieses Blogs.

Was werden die Bürger eigentlich sagen, wenn Google oder irgendjemand sonst auf die Idee kommt, die > RFID-Chips der neuen > Personalausweise mit Google Street View zu verknüpfen? Vielleicht auch gar mit Facebook? Dann kann man sich die Bewegungsprofile der Bürger ansehen? Alles Utopie? Nun, RFID-Chips eignen sich für Falschenleergut oder Paketsortierung aber nicht für die Freiheit der Bürger.

Damit > der letzte Blogbeitrag hier über Google Street View nicht ungehörig lang wird, gibt es heute noch eine Anmerkung oder Ergänzung dazu in Form eines neuen Blogbeitrags.

Gerade hat Martin Weigert auf dem Blog netzwertig.com über > Die deutsche Angst in Zusammenhang mit dem Google Street View geschrieben. Und er bringt die Bedenken der Kritiker von Google Street View und gleichzeitig auch die Magenschmerzen vieler Skeptiker ungebremster Web 2.0 Anwendungen ein bisschen ungewollt aber wunderbar auf den Punkt: “Denn” so Martin Weigert, “demnächst werden sich die Auseinandersetzungen nicht mehr um zwei Jahre alte Fotos von Fassaden und Vorgärten drehen, sondern um technologische, internetgestützte Entwicklungen zur Ortung (à la Facebook Places), Gesichtserkennung und Vorhersagbarkeit von menschlichem Verhalten auf Basis von Algorithmen. Wie sich für all das konstruktive Rahmenbedingungen schaffen lassen sollen, wenn im Unterbewusstsein permanent die Angst nagt, ist mir ein Rätsel.” Das klingt nach fröhlichem, ungehindertem Datenaustausch jeder Art, nach der Erfüllung alter Menschheitsträume, zeig mir Dein Gesicht. und ich sage Dir, wer Du bist, was Du kannst und was aus Dir wird, zeig auch wo Du bist, und Dein künftiges Verhalten ist glasklar, die Werbung wird Dir sagen, wo es lang geht, Dein Verdienst ist vor dem Eintreffen auf Deinem Konto schon längst für alle möglichen Onlineangebote verplant. Gottseidank empfinden wir noch ein bisschen Angst angesichts digitaler Träume eines neuen Totalitarismus. L’emprise totale sur les consciences, das ist es wovon Weigert spricht, und auf einmal ist die feine neue digitale Welt nicht mehr ganz so lustig.

Weigert findet den augenblicklichen Zweitpunkt für die digitale Machtübernahme günstig: “Der”, so Weigert, “Zeitpunkt für einen allgemeinen Sinnes- und Einstellungswandel in Deutschland könnte besser kaum sein: Die Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt und Lehrstellen bleiben plötzlich unbesetzt. Ja – womöglich zeichne ich hier gerade ein zu rosiges Bild. Aber vermutlich ist dies genau der Weg, um die hinderliche Furcht zu beseitigen: Sich einfach mal auf die positiven Dinge zu konzentrieren und das Negative nicht so sehr in den Vordergrund rücken lassen.” Nein, die Angst vor der digitalen Entfremdung, die Bedenken angesichts von elektronisch ausgerechneten und immer völlig falschen Listen der Suchmaschinen, die uns eine digitale Ordnung der Welt präsentieren wollen, die mit der Realität nichts zu tun hat, brauchen wir zum Überleben. Die Gefahr des Datenmissbrauchs durch Zusammenführen aller möglichen Daten steckt in der Büchse der Pandora. Schon heute darf es einem unheimlich werden, denkt man daran, was der Staat und private Unternehmen über uns wissen (“Haben sie ein Payback-Karte?” fragt mein Tankwart bei jeder Füllung), viele Internet-Anbieter gaukeln uns Kostenfreiheit vor und bedienen sich auf geschickt-raffinierte Weise an unseren persönlichen Daten (“Bahncard”: Gerade eben kommt ein Mail : “nur noch 5 bahn.bonus-Punkte und Sie haben die nächste Prämienschwelle erreicht.” = Störung, Werbung, Bewegungsprofil, Register meiner Fahrten), um woanders horrende Kosten sicherlich nicht zu unserem Nutzen einzusparen. Die “Vorhersagbarkeit von menschlichem Verhalten auf Basis von Algorithmen”, das Abgleichen von IP-Adressen, Cookies, Online-Einkäufen, Bewegungsprofilen, Gesichtserkennung, Beurteilungen und Bewertungen und so manch weiterer digitaler Unfug machen mir sehr reale und nicht bloß digitale Angst. Wahrscheinlich wird eines Tages der RFID – Chip missbraucht, um die Werbung in Läden zu steuern, die uns zu Anschlusskäufen verführen soll, weil der Ladencomputer sofort weiß, was wir das letzte Mal gekauft haben.