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Ortsbesichtigung: Kronprinzenstraße und Kienestraße

29. August 2017 von H. Wittmann

Erinnern wir uns. Die Kronprinzenstraße ist kürzlich saniert worden. Zumindest der Teil der Straße, die Fußgängerzone ist.

Rückschau auf unserem Blog:

> Warum wird die Kronprinzenstraße keine echte Fußgängerzone? – 16. Juli 2011

> Die Verwahrlosung der Kronprinzenstraße – 8.Februar 2015

> Die Kronprinzenstraße wird renoviert – 1. August 2016

> Die Steinwüste der Kronprinzenstraße – 23. Oktober 2016

Warum werden Fußgängerzonen großflächig mit Steinplatten versiegelt? In der Kienestraße gibt es schon Stolperfallen. Reifenspuren auf den neuen Platten der Kronprinzenstraße zeugen von LKWs, die über die neuen Platten gefahren sind und schon wurden auch dort Platten ausgewechselt. In ein paar Monaten oder Jahren wird diese Plattenwüste genauso fies aussehen, wie die Treppe am Kunstmuseum über dem Schlossplatz. Architekten sagen mit Recht zur Kronprinzenstrße, ein Ort ohne jede Aufenthaltsqaulität. Nur zum Durcheilen. Eine Grünfläche, eine Wasseranlage, als Oval, darum viele Bücherkisten für Bouquinisten und der Platz wäre DAS Stadtzentrum von Stuttgart. Gucken wir mal nach:

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Bei der nächsten Sanierung muss an eine Spur für Zulieferautos/-LKWS gedacht werden, die keine Platten beschädigen können. Der Untergrund kann auch noch so gut sein, das Befahren durch LKWS halten die verlegten Platten nicht aus.

Der Stuttgarter Hauptbahnhof als zerstörter öffentlicher Raum

22. August 2017 von H. Wittmann

> Kriminalität an deutschen Hauptbahnhöfen steigt deutlich – DER SPIEGEL, 21.8.2017

Wir gehen den Hintergründen dieser SPIEGEL-Meldung nicht genauer nach, bevor wir jetzt gleich über den Hauptbahnhof schreiben, wollen wir hier nur lediglich auf die Verwahrlosung des öffentlichen Raums Stuttgarter Hauptbahnhof hinweisen. Die Reisenden fühlen sich dort nicht mehr wohl. Man kann seine Lieben nicht mal eben zum Gleis begleiten oder abholen, weil die Parkplätze verschwunden sind, und wenn man doch noch parkt, sind die Wege viel zu lang geworden. Hinsichtlich seiner sozialen Qualität bekommt der Stuttgarter Hauptbahnhof eine glatte Sechs.

Nichts im Bahnhofsbereich lässt irgendeine Vorfreude auf den schicken neuen eingegrabenen Bahnhof erkennen oder gar aufkommen. Es ist kein Vergnügen mehr, in der Bahnhofshalle einen Espresso zu sich zu nehmen, die Zeitung zu erwerben und zum Zug zu schlendern. Früher standen viele Züge abfahrtbereit in Sicht der Kasse im Zeitungsladen. Heute muss der Koffer erst durch den langen Tunnel gezogen werden, alle hasten, jeder ist in Eile, nur schmutzige verkratzte Plexiglasscheiben lassen etwas Baudesaster darunter ahnen, ganz so als ob schöne Fotos hier unerwünscht seien.

Die fiese Umgebung beeinflusst das soziale Verhalten aller. Keine Wohlfühlqualität. Die Fahrgäste wirken immer gehetzt, den auswärtigen Besuchern der Stadt ist es zunächst rätselhaft, wo die S-Bahn sich befinden könnte. Das Servicecenter, früher hieß das Fahrkartenschalter, ist neben einem Drogerieladen ganz versteckt. Die Wege sind lang. Ein gepflegter Bahnhof zum Ankommen und Abfahren mit Aufenthalts(warte)qualität sieht anders aus. Der Weg von den Gleisen in den Schlossgarten führt durch einen Käfigtunnel mit Serpentinen, das erinnert an einen Zirkus o. ä. aber nicht an eine Umgebung, wo man sich gerne aufhalten und bewegen möchte. Neulich brauchte ich einen Stempel, um einen anderen, bereitstehenden Zug benutzen zu dürfen, weil der gebuchte Zug durch Abwesenheit glänzte: „Da müssen Sie zum Service-Point gehe…“ also hin und zurück durch den Tunnel rennen. Das stand alles im > Kleingedruckten bei der Volksbefragung nicht mit dabei. Die Landeshauptstadt leistet sich für lange Jahre – 10-20 Jahre? – einen total runtergekommenen Bahnhof, der zu nichts in der Stadt einlädt, außer zu dem Argument, der neue Haltepunkt sei notwendig. Wenn man wenigstens noch die Halbhöhe oder andere Fotos der > tollen topographischen Lage dieser Stadt im Fußgängertunnel zeigen würde, um Lust auf Stuttgart zu machen, anstatt den Reisenden Lust auf schwedische Möbel zu machen…

In diesem Bahnhof wird der Flaneur zur Ware, ein paar Minuten Zeitersparnis für künftige Reisende und viele Milliarden mit schwerer Hypothek für die Zukunft entschädigen uns nicht > für den runtergekommenen Stuttgarter Hauptbahnhof.

Der Eckensee: Vom Zubauen und Verdichten

17. August 2017 von H. Wittmann

> Eckensee wird als Ausweichspielstätte geprüft – Stuttgarter Zeitung – 27. Juli 2017 . Ob man dabei auch prüft, was die Bürger dieser Stadt dazu sagen? Dabei ist das Ensemble um den Eckensee denkmalgeschützt. > Denkmalschutz steht Eckensee-Oper im Weg – Stuttgarter-Zeitung, 30.7.2017. „im Weg“ klingt, als müsse man etwas finden, so ein Hindernis zu umgehen. Denkmalschutz zählt in dieser Stadt ohnehin nicht so viel.

Was für eine absurde Idee, auf dem Eckensee das Opernprovisorium zu errichten! Der See ist nicht nur zum Ansehen da, er hat auch eine Funktion für das Klima in der unmittelbaren Umgebung: > Kann man den Eckensee überbauen? – 14. August 2017 von Roland Ostertag. Aber so ist das nunmal in Stuttgart, es wird verdichtet und zugebaut.


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S21 – 15.8.2017

16. August 2017 von H. Wittmann

Der Schlossgarten ist zerstört, die Umgebung des neuen eingegrabenen Hauptbahnhofs, pardon, Haltepunkts ist völlig ungewiss. Die um liegenden Stadtquartiere sind gar nicht gefragt worden, wie sie auf das S21-Desaser reagieren sollen. Ganz selten liest man fröhliche und erwartungsvolle > Berichte über S21 , meistens geht es nur um Neuen Ärger, Kostensteigerungen und Terminprobleme:

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Der Schlossgarten in Stuttgart

16. August 2017 von H. Wittmann

Der Blick in den Schloßgarten Richtung Neckar erinnert daran, wie schön es war, als man dort unbeschwert Richtung City spazieren, laufen und radeln konnte. Man braucht schon sehr viel Überzeugungskraft, um den Bürgern die Notwendigkeit der lang andauernden Zerstörung des Schlossgartens verständlich zu machen. Große Räume in der Stadt, wo Fußgänger ausgeschlossen werden, dürften keine Dauereinrichtung werden, aber sie sind es, wenn sie 12-20 Jahre lang den Fußgängern verschlossen bleiben.

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> Der Stuttgarter Schlossgarten – 29. August 2016

> Der Schlossgarten neben dem Hauptbahnhof – 19. Dezember 2015

> Stuttgarts neuer Schlossgarten – 13. September 2015

> Der Schlossgarten und wie er sich verändert – 30. August 2015

> Noch zwei letzte Blicke in den Schlossgarten – 16. April 2009

S21 – wird hier die Zukunft gebaut oder verbaut?

16. August 2017 von H. Wittmann

Aller Widerstand gegen das Mammutprojekt S21 hat nichts genützt. Dachte man noch zu Beginn der Montagsdemonstrationen, dass die Grünen das Problem kritisch sehen würden, was ihnen sogar half, die Schaltstellen des Landes und dieser Stadt zu erobern, tun sie aber schon lange so, als ob sie Volkes Wille nur ausführen würden. Mit dem Herzen waren sie nie dabei, das dürfte man ihnen vielleicht zugute halten, aber gute Absichten unterliegen politischen Machtinteressen und S21 zu bauen, war vielleicht der einfachere oder überhaupt ein Weg, an der Macht zu bleiben. Wie auch immer, die Geschichte, wie das Projekt beschlossen wurde, ist eine politische Tragödie, denn es wurde hoch und heilig eine Deckelung der Kosten versprochen, 4,6 Milliarden Euro und > unter diesen Voraussetzungen wurden die Bürgern am 27. November 2011 an die Urnen gerufen. Man kennt die Taktik, vor Kaufentscheidungen die Preise herunterzureden, manch ein Telefonanbieter macht das ständig, da steht der niedrige Lockpreis mit einem kleinen Sternchen und dann folgt das Kleingedruckte. „Lesen Sie das Kleingedruckte…,“ hätten die Politik ehrlicherweise sagen müssen und dann vom Bürgen ein „Ja“ statt ein „Nein“ zur Fortsetzung der Bauarbeiten – also gegen das Ausstiegsgesetz – verlangen müssen. Diese Ja/Nein Spiel war pure Trickserei. Nun müssen sich diejenigen, die damals für die Bedingungen der Volksbefragung verantwortlich zeichneten, sagen lassen, sie hätten mit der Demokratie gespielt und die volle Wahrheit verheimlicht. Ein klares Ja zur Frage, wollen Sie, dass der Stuttgarter Hautbahnhof in einen Durchgangsbahnhof umgewandelt wird und dazu 50 km Tunnel unter die Stuttgarter Berge gegraben werden? wurde nie erfragt. Stattdessen politische Macht- und Ränkespiele aber keine Diskussion um die Qualität des Bauprojekts für die gesamte Stuttgarter Stadtplanung. Die Bahn hat hier das Sagen, und die Stadt gibt sich einfallslos oder desinteressiert

Irgendwie ist das Projekt auch ein eindrucksvolles Zeugnis der Ingenieurskunst. 50-60 km Tunnel unter und durch die Stuttgarter Berge allem Keuper- und ähnlichem Gestein zum Trotz. Kein Zug muss mehr umständlich über ein denkmalgeschütztes Verwerfungsbauwerk in die Stadt zu fahren. Auch das Rausfahren geht viel schneller, einfach nur weiterbrausen. Irgendwie ist das Projekt auch eine Fortsetzung der Idee der autogerechten Stadt, der Beschleunigung, der grenzenlosen Mobilität ohne Sorge um jedwede Ressourcen, die vollkommene > Missachtung des Fußgängers einschließlich der Vernichtung der Räume, wo er sich aufhalten kann. Das gilt ganz besonders heute mitten in der Stadt, wo die Bürger auf Jahre hinaus mit einer Großbaustelle leben müssen, die immer neue Einschränkungen verlangt: was für lange Wege im Bahnhof bis zu den Gleisen! Dazu kommt die Verwahrlosung des aktuellen Hauptbahnhofs, die langen Wege zur S-Bahn….

Stuttgart als eindrucksvoller Nabel der Welt, das aufgrund seiner geographischen Lage sich doch bitteschön etwas bescheidener geben sollte, denn dies ist eine Stadt zum Ankommmen, wer von München nach Basel reist, braucht nicht nach Stuttgart zu kommen, und von Hamburg nach München geht es über Würzburg. Wer von Paris nach Bratislava reist, wird gar nicht mehr merken, wie sein Zug unter Stuttgart durchbraust.

Tunnelbau und Tunnelpflege? Wann wird es den Verantwortlichen endlich dämmern, was künftige Generationen aufwenden müssen, um die Tunnel unter den Stuttgarter Bergen zu pflegen, damit auch künftig die ICEs und TGVs dort fahren können? Aus Sicherheitsgründen werden sie nach einigen Jahren immer langsamer fahren müssen, weil die Erschütterungen und die Belastungen für die Tunnel auf die Dauer einfach zu groß sein werden. Wird ein Tunnel saniert, stockt der Zugverkehr im ganzen Ländle? Darf man vermuten, dass die Betriebskosten die Baukosten um ein Vielfaches übersteigen werden? Je mehr Technik, je mehr Tunnelkilometer, um so mehr werden die Zwischenfälle herausgefordert. Zur Zeit geht bei Rastatt nichts mehr. Und der unterirdische Bahnhof, pardon Haltepunkt ist nicht erweiterbar. Und was für ein Chaos da unten, wenn ein Zug mit falscher Wagenreihung einrollen wird?

Es gab so viele Argumente für S21, alle aus dem letzten Jahrhundert. Irgendwie konnte man schon schwach werden, 21 Gründe standen lange auf einem Plakat. Die Tunnel machen den Menschen zur Ware, zum Objekt, das unter der Stadt möglichst unauffällig durchgeschleust wird. Jede Ästhetik des Reisens wird vernichtet. Kein Sitzen mehr am Fenster, wenn langsam die Felder den ersten Häusern weichen, und allmählich die City erreicht wird. Einladend hätte diese Reise gestaltet werden können, ein Tor in diese Stadt. Jede Ankunft ein Fest im Rahmen der wunderschönen und so einmaligen Topographie dieser Stadt. Bahnreisen in Begleitung wunderbarer Werbung für den Besuch dieser Stadt. Ankommen in einer beeindrucken Glashalle. Aussteigen und in die Stadt weitergehen, anstatt sich erst über Rolltreppen ans Tageslicht bemühen. Natürlich war es ein grober Fehler, den neuen Bahnhof als eine Quartiersinsellösung zu planen und erst später anzufangen, sich über dessen Anschluss an die umliegenden Stadtquartiere zu machen. Die Befürworter von S21 haben diese Überlegungen wohlweißlich vermieden, denn ihre Diskussion wäre sofort das Aus für S21 gewesen, zumindest aus Sicht einer vernünftigen Stadtplanung, ihre Absenz führte zu S21.

Der Buchtipp: R. Ostertag: > NEU: Stuttgart. Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung

Edgar Wolfrum: Welt im Zwiespalt. Eine andere Geschichte des 20. Jahrhunderts

29. Juni 2017 von H. Wittmann

Buchvorstellung, Donnerstag, 6. Juli 2017, 18 Uhr
Anmeldung > www.stiftung-heuss-haus.de/anmeldung oder 0711 / 955 985 20.
Ort: Theodor-Heuss-Haus, Feuerbacher Weg 46, 70192 Stuttgart

Weltkriege und Genozide, Demokratie und Diktatur – diese Begriffe stehen im Mittelpunkt, wenn von der Geschichte des 20. Jahrhunderts die Rede ist. Diesem Bild setzt der Heidelberger Historiker Edgar Wolfrum eine ungewohnte Sicht des „kurzen Jahrhunderts“ entgegen > Welt im Zwiespalt. Eine andere Geschichte des 20. Jahrhunderts, das er unter ganz anderen Perspektiven zeigt und dabei mit manchen Überraschungen und vielen neuen Einsichten aufwartet: Zu infernalischen und versöhnlichen Zeiten, zu starken und gescheiterten Staaten, zu Naturbeherrschung und Umweltkatastrophen, Liebesglück und Geschlechterungleichheit. Sein Buch blickt weit über Europa hinaus und bietet Ansätze zu einer Globalgeschichte der Moderne.

Im > Theodor-Heuss-Haus trägt Edgar Wolfrum ausgewählte Passagen aus seinem Buch vor. Anschließend disktuiert er mit Thomas Hertfelder zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Verlag Klett-Cotta statt.

Prof. Dr. Edgar Wolfrum, Jg. 1960, ist Inhaber des Lehrstuhls für Zeitgeschichte an der Universität Heidelberg. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur deutschen und europäischen Geschichte.
Dr. Thomas Hertfelder Jg. 1959, ist Historiker und seit 1997 Geschäftsführer der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus.

Edgar Wolfrum
> Welt im Zwiespalt
Eine andere Geschichte des 20. Jahrhunderts
1. Aufl. 2017, 447 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, mit zahlreichen Abbildungen, 16 Seiten Tafelteil
ISBN: 978-3-608-94306-1

Von Bordeaux könnten die Stuttgarter einiges lernen,

22. Juni 2017 von H. Wittmann

… aber die graben ihren Bahnhof lieber ein und bauen 30 km für die ICEs unter den Stuttgarter Bergen. Auch wenn der Gare St. Jean ein Durchgangsbahnhof ist, wäre er als Modell für eine schickes neues Stuttgarter Bahnhofsglasdach prima geeignet:

> Bordeaux : le spectaculaire chantier de la verrière de la gare Saint-Jean Sud-Ouest 09/02/2016

> Le projet La Gare Bordeaux Saint-Jean 2017 ****

> Concert insolite en gare de Bordeaux Saint-Jean – COMPLET Gare Saint-Jean Le jeudi 22 juin 2017

> Gare Saint-Jean à Bordeaux : la nouvelle verrière commence à se dévoiler – Sud-Ouest 17/03/2017

Führung „Französische Tasten- & Blasinstrumente“

31. Mai 2017 von H. Wittmann

Was haben die Fête de la Musique und die Freunde des Institut français gemeinsam? Beide feiern in diesem Jahr ein rundes Jubiläum! Zum eigenen 20-jährigen Bestehen hat sich die > Arbeitsgruppe der Freunde des Institut français etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Bei einer Führung durch die Musikinstrumentensammlung im Fruchtkasten entdecken sie die Geschichte der französischen Tasten- und Blasinstrumente und feiern zugleich die Fête de la Musique, die, vor 35 Jahren vom damaligen französischen Kulturminister Jack Lang initiiert, nicht nur von Franzosen jedes Jahr zum Sommeranfang gefeiert wird.

Mittwoch, 21. Juni 2017, 15 h 30:
Führung „Französische Tasten- & Blasinstrumente“:
Haus der Musik im Fruchtkasten Stuttgart
Schillerpl. 1 – 70173 Stuttgart

Doppelflügel, Pleyel, Wolff & Cie, Paris, 1898 © Landesmuseum Württemberg, Foto P. Frankenstein

Die Führung findet auf Deutsch statt.

Der Eintritt ist frei. Begrenzte Platzanzahl (max. 20 Teilnehmer), Anmeldung erforderlich: info.stuttgart@institutfrancais.de oder 0711 239 25 13

Veranstalter: Arbeitsgruppe des Vereins der Freunde des Institut français Stuttgart

Alfred Grosser kommt nach Stuttgart

31. Mai 2017 von H. Wittmann

Alfred Grosser – Le Mensch. Die Ethik der Identitäten
Moderation: Felix Heidenreich
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut Francais.
Donnerstag, 22. Juni 2017 Beginn: 20:00 Uhr
> Literaturhaus Stuttgart – Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart

> Alfred Grosser auf langer Reise nach Duisburg, Bonn, Köln… und Stuttgart – 31. Mai 2017 von H. Wittmann

Internationale Politik und Gesellschaft:
„Der deutsche Hochmut in Europa ist unbegrenzt“
Interview mit Alfred Grosser über Emmanuel Macron, die deutsch-französischen Beziehungen und Populismus in Europa. – 15.05.2017

Alfred Grosser, > Le Mensch. Die Ethik der Identitäten
Dietz Verlag, Köln 2017

Noch ein Einkaufstempel in Stuttgart

30. Mai 2017 von H. Wittmann

Wie man hört, wurde gerade das 4. Einkaufszentrum innerhalb weniger Jahre in Stuttgart eröffnet. Gut, dass wir keinen Laden auf der Königsstraße besitzen, wenn immer mehr Kunden die schicken Shopping-Malls rundherum besuchen. Dies sind sich alle gleich, sie ziehen die Besucher an, führen sie auf ausgeklügelten Wegen an möglichst vielen Fensterfronten vorbei und sind mit den Schildern für den Ausgang eher geizig. „Aufenthaltsqualität“, wollen die Konzeptioner vermitteln. Möglichst viele rein, lange Verweildauer, shoppen als Erlebnis zusammen mit ein bisschen Gastronomie, um den wachen Kunden zu gewährleisten. Drinnen ist shoppen, draußen ist Stuttgart: > Nachverdichtung in der Innenstadt IV. Das Dorotheen-Quartier in Stuttgart – 28. Februar 2016.

Auf diesem Foto kann man besonders gut erkennen, dass das neue Shoppinghaus in die Sichtachse gebaut worden ist, das wäre doch ein Grund dafür gewesen, es mit Auflagen kleiner werden zu lassen:

Schon 2009 sprachen wir hier von der Hölle: > Einkaufszentren: Die Hölle für den Bürger – 10. März 2009. Träumen wir einen Moment und stellen uns vor, es gäbe ein Verbot für Einkaufszentren in Stuttgart. Der Gemeinderat hätte sich anders entschieden, er hätte die Innenstadt renoviert, den Individualverkehr an den Rand in Parkhäuser verbannt. Nun dürfen die Ladenbesitzer auf der Königsstraße nur noch hoffen, dass die Kunden der neuen Zentren vielleicht erschöpft von ihren Einkäufen auf dem Rückweg vielleicht doch noch bei Ihnen vorbeischauen.