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Ulm als Vorbild für Stuttgart

Donnerstag, 30. Juni 2011

Über 10.000 Mal ist hier der Beitrag > Das Modell für Stuttgart: Die neue Mitte Ulm bereits aufgerufen worden. Mit der Bebauung der Neuen Straße haben die Ulmer den Stuttgartern gezeigt, wie Bürgerbeteiligung geht.

> Neue Mitte Ulm
> Ulm 1990: Tunnelbau abgelehnt
> Die Neue Straße in Ulm
> Ulm: Der Umbau der neuen Straße 2002-2007
> Der Bau der Neuen Mitte Ulm. Stadtplanung als stadtgesellschaftlicher Diskurs
> Stadtplanung als Rückeroberung der Stadt

Der Bau der Neuen Mitte Ulm
Stadtplanung als stadtgesellschaftlicher Diskurs

Montag, 12. November 2007

Nach dem Aus für den Tunnel unter der Neuen Straße begann in Ulm eine Phase der öffentlichen Diskussion über die Neugestaltung der mehrspurigen Straße.

Öffentliche Diskussionsrunden, Podiumsgespräche, Workshops: Die Stadt Ulm versuchte die Bürger bei allen Veranstaltungen einzubinden. Mit Recht ist heute die Stadt auf die Entwicklung dieses stadtgesellschaftlichen Diskurses stolz.

Nach dieser öffentlichen Diskussion lag 1993 ein erster Plan vor.

Plan für die Neue Strasse

Die Grafiken auf dieser Seite werden mit freundlicher Genehmigung der Stadt Ulm wiedergegeben.
Der Ulmer Baubürgermeister Alexander Wetzig im hat u. a. diese Grafiken bei seinem Vortrag im > Stuttgarter Literaturhaus am 9. November 2007 gezeigt.

Ulm 1990: Tunnelbau abgelehnt

Montag, 12. November 2007

Was soll oder kann mit der Neuen Straße in Ulm passieren?

Als die Pläne vom Tunnelbau unter der Neuen Straße auf dem Tisch lagen, kam es zum Protesten. Die Frage, ob ein Tunnel einer Stadt mehr Qualität verleihen kann kann, wurde heftigst diskutiert:

Nein zum Tunnel

Im Dezember 1990 kam es zu einem Bürgerentscheid, mit einer Wahlbeteiligung von 51,8 Prozent, bei der 81,5 Prozent das Tunnelprojekt ablehnten.

Nein zum Tunnel

Die Fotos und Grafiken auf dieser Seite werden mit freundlicher Genehmigung der Stadt Ulm wiedergegeben.
Der Ulmer Baubürgermeister Alexander Wetzig im hat diese Grafiken bei seinem Vortrag im > Stuttgarter Literaturhaus am 9. November 2007 gezeigt.

Die Neue Straße in Ulm

Montag, 12. November 2007

Die Kriegszerstörungen waren in Ulm wie in vielen anderen Städten verheerend. Nur die hier schwarz markierten Gebäude waren nach den Luftangriffen übriggeblieben. Die gelb markierte Linie zeigt den Verlauf der Neue Straßen, die nach dem Krieg der Vision einer autogerechten Stadt gerecht werden sollte.

Mit diesem Foto konnte Alexander Wetzig im > Stuttgarter Literaturhaus am 9. November 2007 besonders gut die vielen noch offenen Lücken der Stadt demonstrieren:

Viele Plätze waren vollständig dem Verkehr untergeordnet. Die Stadt war durch eine mehrspurige Straße durchschnitten, die den Münsterbereich von der Altstadt trennte. Eine Heilung der Kriegswunden führte eigentlich nur zum Um- und Rückbau der Neuen Straße. Welche Lösung gab es für sie? Zuerst wurde ein Tunnel geplant.

Die Fotos auf dieser Seite werden mit freundlicher Genehmigung der Stadt Ulm wiedergegeben.
Der Ulmer Baubürgermeister Alexander Wetzig im hat diese Fotos bei seinem Vortrag im > Stuttgarter Literaturhaus am 9. November 2007 gezeigt.

Ulm Neue Mitte – Die Rückeroberung des Stadtraums
oder was geschieht mit der Hauptstätter Straße in Stuttgart?

Mittwoch, 7. November 2007

Am Freitag, 09.11.2007, 20.00 Uhr, wird Alexander Wetzig, Baubürgermeister der Stadt Ulm, im Stuttgarter Literaturhaus im Rahmen der Veranstaltungsreihe Architektur über die in den letzten Jahren geplante und vor wenigen Monaten realisierte „Neue Mitte“ der ehrwürdigen Reichsstadt Ulm berichten. Wie in vielen anderen Städten wurde auch in Ulm in den 50er und 60er Jahren Stadtplanung primär als Verkehrsplanung gesehen. Mitten durch die Altstadt, 100 m neben dem Münster wurde die sogenannte „Neue Straße“ 5-6-spurig durchgebrochen, die Stadt in zwei Teile getrennt. Schon sehr früh wurden Überlegungen angestellt, wie diese Schneise beseitigt werden kann. Inzwischen ist das Projekt „Neue Mitte“ der Stadt Ulm für viele Städte im In- und Ausland zum Vorbild geworden.

Ort: > Literaturhaus Stuttgart

In Zusammenarbeit mit dem Architekturforum Baden-Württemberg.
Moderation: Roland Ostertag
Eintritt frei.

Über die Veranstaltung werde ich wie gewohnt mit Fotos im Archiv auf der Website des > Literaturhauses Stuttgart berichten. Und auch auf diesem Blog.

Mir ist die Neue Straße aus meinen Ulmer Jahren nur zu gut vertraut. An die brausenden Autos mitten in der Stadt kann ich mich gut erinnern. Überall in Ulm gibt es eigentlich ganz normale Stadt-Straßen und dann zwischen dem Münster und der damals noch mehr verträumten Altstadt eine vier- oder sogar mehrspurige Schneise, die nie so recht zum Stadtbild paßte.

Ich möchte den Vortrag nicht vorwegnehmen, aber der Zusammenhang mit dem von Roland Ostertag und Gunter Kölz hier auf dem Blog schon vorgestelltem neuen Konzept für die Hauptstätter Straße ist offensichtlich. Warum wird für sie soviel Stadtraum verbraucht? Die vielen Auf- und Abfahrten, die diese Stadtautobahn benötigt, bewirkt, daß > Soviel Platz! verbraucht wird, wo vier Spuren ausreichen würden. Ulm ist wirklich eine Reise wert. Ich freue mich auf den nächsten Besuch.

Auf diesem Blog habe ich bereits über das Projekt für die Hauptstätter Straße berichtet:

> Von der Leonhardskirche zum Charlottenplatz

> Gehen wir weiter zum Gebhard-Müller-Platz

Jetzt wird genau das Gegenteil geplant. Sicherlich ist es nicht ganz exakt zu sagen, die
> Kulturmeile soll in den Tunnel, es ist auch nicht ganz exakt, wenn man behauptet, daß eine Hälfte von ihr in den Tunnel soll, wie auch immer, will aus Bad Cansstatt kommend am Charlottenplatz links abbiegen, muß man den Kulturmeilentunnel am Gebhard-Müller-Platz links liegen lassen und oberirdisch fahren. Für wen ist der Tunnel eigentlich? Für die Autos, die man eigentlich gar nicht in der Stadt haben möchte. Vergraben nützt aber nichts. Sie kommen an beiden Ende raus, um dann meist im Stau zu landen.

> Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept

> Die Bebauung der Hauptstätter Straße