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Archiv für Dezember 2008

Was erwartet uns 2009 und 2010 in dieser Stadt?

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Wohin geht die Reise in Stuttgart?

Stuttgart Fotomontage

Manche in dieser Stadt scheinen allen Widerständen zum Trotz wild entschlossen zu sein, den > Hauptbahnhof unter die Erde zu legen und vor oder nachher um 90° zu drehen. Eine Riesenbaustelle mit ungeahnten und ins Unermessliche steigenden Kosten, wie Köln mit der U-Bahn und Boston es mit seinem Big Dig vorgemacht haben, wird das werden. Oder kann jemand mit reinem Gewissen sagen, wir haben alles niet und nagelfest im Griff? Die Kölner U-Bahn ist ein Loch ohne Boden geworden. Wo kommt die Zuversicht her, dass in Stuttgart die Kosten eingehalten werden?

Die Kosten sind die eine Sache, die Aspekte der > Stadtzerstörung werden die Stadt genauso schwer belasten. Und anstatt die > Stadtautobahn – gemeint ist die > Hauptstätter Straße – endlich zurückzubauen, die unnütze > Paulinenbrücke – Stuttgarts Wahrzeichen für eine verkehrsgerechte Autoraserstadt -verschwinden zu lassen,

will man hier sogar noch einen Teil des Verkehrs unter die > Kulturmeile legen, sozusagen eine Verkehrsansaugemaschine bauen, anstatt die > Vielzahl der lästigen Spuren fachgerecht zu beseitigen, um die Kriegswunden zu heilen, und um dem Da Vinci Projekt eine feine Umgebung zu bieten. Ein überzeugender Gesamtplan für die Stadtentwicklung in Stuttgat fehlt immer noch. Man baut weiterhin hier und dort. Oder habe ich etwas übersehen?

Die entzauberte Stadt. Plädoyer gegen die Stadtzerstörung

Samstag, 6. Dezember 2008

Die entzauberte Stadt Im Peter-Grohmann-Verlag ist der Band Die entzauberte Stadt. Plädoyer gegen die Stadtzerstörung, erschienen (224, Seiten, 15,90 Euro, ISBN 978 3-927340-83-1), den Roland Ostertag herausgegeben hat. 15 Autoren tragen hier ihre Bedenken gegen das Projekt Stuttgart 21 vor. Bei der Buchvorstellung im Theaterhaus am 5. Dezember 2008 erinnerte Professor Ostertag an das Grundgesetz der Stadt, mit ihrer Öffnung zum Neckartal, das durch den quer zum Tal eingegrabenen Bahnhof und die damit verbundenen Eingriffe in den Schloßgarten empfindlich verletzt werde. In seinem Beitrag Stadt – Maschine oder Lebensraum stellt er den unterirdischen Bahnhof mit seinem Schattenreich in Frage. Er wie viele der Gegner des Großprojekts plädieren für die Erhaltung und Neugestaltung des bisherigen Kopfbahnhofs, der das Ankommen und Abfahren in der Stadt als Erlebnis inszeniert. In einem zweiten Aufsatz verweist auf ein Thema des Denkmalschutzes, nämlich die “Sachgesamtheit” (S. 164), und er erläutert mit diesem Begriff die durch den geplanten Bahnhofsumbau notwendigen Eingriffe in die Umgebung des Bahnhofes und die damit verbundenen massiven Eingriffe in den Denkmalschutz. Es lohnt sich, jenseits der rein finanziellen Situation, die Argumente in diesem Band nachzulesen, die eine einheitliche Entwicklung der Verkehrsplanung und stadtarchitektonische Themen berühren.

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