home

Archiv für die Kategorie 'Allgemein'

Ein Tunnel unter der Kulturmeile? Unter der B14 ?

Freitag, 20. Juli 2018

Unser Leitartikel zur > Bürgerbeteiligung in Stuttgart: Samstag, 21. Juli 2018 – Neuer Stadtraum B14:

Der Architekt Roland Ostertag (1931-2018) war immer strikt gegen Tunnellösungen für den Bereich der Hauptstätter Straße bis zur Willy-Brandt-Straße. Er hielt nichts von dem Ideen, den Verkehr und die Menschen in den Untergrund zu schicken, denn das war mit seinen Grundsätzen einer menschengerechten Stadtplanung nicht vereinbar. Wie Recht hatte er und wie sehr fehlt heute seine Stimme, um neuen Tunnelplänen sogleich entschieden entgegenzutreten.

Alter Wein in neuen Tunneln:

Auf unserem Blog: > Warum (will) / wollte ! man die Kulturmeile untertunneln? – 25. 2. 2009

> Kommt die Kulturmeile wirklich in den Tunnel? – 30.12.2007

Verkehrsprobleme einer Stadt sind durch das partielle Vergraben von Straßen nicht lösbar. Stuttgart ist nicht Paris, wo zur Zeit unter der RER eine U-Bahn zum schnellen Unter -oder Durchqueren der Stadt gebaut wird.

Die > teilweise 10 Fahrbahnen breite Stadtautobahn durch Stuttgart ist eine ihrer schwerwiegendsten Missetaten früherer Verkehrsplanung. Sie trennt Stadtquartiere voneinander und zieht überflüssigen Verkehr an: wieviel Prozent der Fahrten auf ihr sind nur umständliche Hin-und Herfahrten, weil man die vielen Spuren nicht an allen Stellen einfach überqueren kann? Die so häufigen Staus an beiden Enden der Stadtautobahn sind ein weiterer Beweis dafür, dass dieses Straßenzug in seiner heutigen Form fehl am Platze ist. Und dann die langen Auf- und Abfahrten, die wertvollen Stadtboden verschlingen. Das gilt übrigens auch jede Art der Tunnellösung in Städten. Man kann leider nicht rechts und links aus einem Tunnel so einfach abbiegen, ohne dass viel sehr wertvoller Stadtboden für die lästigen Rampen verbraucht wird.

Roland Ostertag würde uns jetzt zu Recht sagen, die Stuttgarter Stadtautobahn habe keine städtische Aufenthaltsqualität, sie sei lediglich zum Durchbrausen gemacht. Die Chance, die Stadt zum Erlebnis zu machen, werde leider vertan. Ein Bollwerk, das Stadtteile voneinander trenne und den Flaneur aussperrt. Auf dass die Befürworter jetzt nicht mit den schicken Überwegen kommen, die den Fußgänger heute in dieser Straßenwüste allenfalls dulden.

Die Tunmelbauer würden jetzt anmerken, dass im Tunnel der Verkehr oben verschwinden würde. Auf den ersten Blick ist das nicht ganz falsch, aber dennoch viel zu kurz gedacht. Ein Tunnel unter der Kulturmeile würde das Verkehrsproblem exakt nur an der überdeckelten Fläche lösen. Eine teure Lösung, die nur denen zugutekommt, die diese Fläche nutzen. Eine Insellösung. Ganz schön egoistisch, denn weniger Verkehr wird der Tunnel nicht bewirken, wäre das der Fall, bräuchte man ihn nicht, man baut ja schließlich nicht nur eine verkehrspädagogische Maßnahme. Ein > Verkehrsansaugrohr könnte man den Tunnel nennen, weil er sehr wahrscheinlich eher mehr Verkehr als weniger anziehen wird. Die Kunstmeilentunnellösung ist natürlich eine Lösung auf Kosten der Allgemeinheit, die eigentlich nichts davon hat. Also sollte die Tunnelbaukosten und deren künftige Unterhaltungskosten, lieber in die Kunst an der Kulturmeile gesteckt werden, damit das Geld allen zugutekommt.

Große Gebirge können sinnvollerweise von Tunneln durchquert werden, wenn das Umfahren oder Überfahren zu kompliziert wäre, zu lange dauern würde. verstecken wir den Verkehr vor den Kulturgebäuden in der Erde, würde das bedeuten, das man nicht an ihnen vorbeifahren darf, man könnte ja auch die Kulturgebäude eingraben, wenn sie nicht ständig vorgezeigt werden sollten. Jeder sollte von ihnen profitieren können, und nicht nur die happy few, die oben herumlaufen dürfen.

Aber sprechen wir nicht nur über den Bereich der Kunstmeile. Wie es hier bereits anklingt, ist die ganze Stadtautobahn vom Marienplatz bis mindestens zum Neckartor ein verkehrspolitischer Irrweg. Die Hin- und Herfahrer, die, die die Stadtautobahn nutzen, weil sie da ist, sie würden ja sonst direkt zu ihrem Ziel fahren, und diejenigen, die wegen der ihr ganz Stuttgart durchqueren… kurzum für diese ca. 120 Prozent brauchen wir diese Stadtautobahn nicht. Und wo sollen die Autos dann fahren dürfen? Woanders, so einfach ist das.

Und noch etwas konnten wir bei und durch Roland Ostertag lernen. Er vertrat eine humanistische Architektur. Das hat er so nie gesagt, aber mit seinen letzten beiden Büchern gemeint. Seine Art der Stadtplanung war ausschließlich für ihre Nutznießer, die Bürger/innen bestimmt. Autos kamen bei ihm nur als eine Spezies vor, vor der die Bürger/innen zu schützen sind. Nie wäre es ihm in den Sinn gekommen, Finanzen für die Beschleunigung des Verkehrs zu verwenden. Er verstand Stadtplanung immer als eine unverzichtbare Einheit, die alle Verkehrsteilnehmer einschließt. Er hätte sich überlegt, wie sich die neue Kulturmeile jedem, der sich ihr nähert, von ihr angezogen wird, erschließen könnte. Wie ihre Existenz zu ihrer Entdeckung beitragen könnte, wie sie sich in den Stadtraum eingliedern könnte, so das sie als Juwel oder Highlight die Stadt prägen könnte, so wie bereits die neue Staatsgalerie es schon so lange und so erfolgreich macht, obwohl eine so große Autobahn an ihr vorbeigeführt wird.

Machen wir ein bisschen Kulturpädagogik. Lassen wir lieber weniger Autos langsamer auf der Kulturmeile fahren, anstatt sie in den Untergrund zu verbannen. Folgen wir dem mutigen Beispiel der > Neuen Mitte Ulm und bauen die Hauptstätter Straße in toto zurück, lassen die dort angrenzenden Stadtquartiere sich wieder vereinen, machen ernst mit der Absicht, das Verkehrsaufkommen in der Stuttgarter City zu verringern zugunsten eines intelligent ÖPNV, anders sind die Abgase sowieso nicht zu verringern. Eine schicke Straßenbahn, die vom Neckartor bis Cannstatt alle 10 Minuten rollt, das wärs.

> Bürgerbeteiligung in Stuttgart: Samstag, 21. Juli 2018 – Neuer Stadtraum B14

Bachchor Stuttgart
Benefizkonzert zugunsten der Orgelrenovierung

Mittwoch, 8. Juli 2015

13. 07. 2015 20:00 Uhr in der Lutherkirche – Bad Cannstatt

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)

Herr Gott, dich loben wir
»Laß, oh Herr, mich Hilfe finden« – Hymne op. 96
Lauda Sion op. 73
Isabelle Müller-Cant, Sopran
Margret Hauser, Alt
Johannes Kaleschke, Tenor
Matthias Baur, Baß

Bachchor Stuttgart
Daimler-Sinfonie-Orchester Stuttgart
Jörg-Hannes Hahn, Leitung

Eintritt frei

Alle drei Werke entstanden in den 1840er Jahren, als sich Chorvereinigungen aus ganz Europa mit Kompositionsaufträgen an Mendelssohn wandten. Alle drei Werke standen auch lange Zeit im Schatten der großen oratorischen Werke Mendelssohns; dies beginnen Konzerte wie dieses nun zu ändern.

Weiteres Konzert: Sonntag, 11. Juli 2015, 19.30 Uhr, Stadtkirche Schorndorf

> Das Jahresprogramm von MUSIK AM 13. herunterladen. *.pdf

22. Stuttgart-Lauf 2015

Sonntag, 28. Juni 2015

Auch dieses Jahr gibt es wieder unser Fotoalbum vom Halbmarathon in Stuttgart am 28. Juni 2015. Bitte öffnen Sie das Fotoalbum – 120 Fotos -mit einem Klick auf eine Foto erst, wenn diese Seite vollständig geladen ist:

Fotos: Heiner Wittmann

Die Weihnachtszeit fängt an.

Samstag, 23. November 2013

Die Reise des neuen Papst führt ihn nach Stuttgart

Montag, 1. April 2013

Das meldet am 1. Aril die > Stuttgarter Zeitung, und die Zeitung zitiert “Kirchenkreise”, in denen es hieß “dass die Schwaben dem neuen Papst als außerordentlich gottgefällige Menschen ins Auge gefallen seien. “Die Verbindung aus Bescheidenheit und beherztem Engagement, Sparsamkeit und sozialer Freigiebigkeit sind geradezu sprichtwörtlich und überaus lobenswert”, so hohe Kirchenkreise.”

Die Stuttgarter Nachverdichtung

Dienstag, 6. November 2012

Das Glück war nur von kurzer Dauer, jetzt wird die Sicht auf > die neue Bibliothek schon zugebaut

Hingehen, mitfiebern und anfeuern:
Roller-Derby am 23.6.2012 in der Scharrena in Stuttgart

Freitag, 15. Juni 2012

Am 23. Juni 2012 gibt es bei Stuttgart Valley Rollergirlz eine echte Premiere: Dieses Mal gibt es Bodychecks im Doppelpack. Die Rolling Rebels aus München und Österreichs erste Roller Derby Mannschaft, die Vienna Rollergirls kommen um sich mit den Stuttgarter Rollergirlz zu messen. Die Münchner und Östereicher sind sehr junge Teams, doch sind diese nicht minder ambitioniert.
Beim Double Header gibt es zwei Bouts hintereinander. Das heisst dann doppelten Spaß und blaue Flecken fürs gleiche Geld. Da der Abend beginnt um 19 Uhr Die zwei Bouts werden jeweils leicht verkürzt gespielt. Jedes Spiel dauert 40 statt 60 Minuten. Danach wird bei der After-Bout-Party wie gewohnt im Goldmark’s gefeiert.

> Website der Stuttgart Valley Rollergirlz

Archiv:

> Roller Derby: Schweden gewinnt mit 115 : 98 gegen Stuttgart

Stuttgart 1:1000

Samstag, 14. Januar 2012

Wie kann man die Chancen und Probleme der Stadt Stuttgart am besten verstehen? Aus der Vogelschau. Dann wird die Lage der Stadtteile zueinander deutlich, dann sieht man, wie die Hauptstätter Straße die Stadt teilt, oder nach einer > Reparatur nicht mehr teilt, dann versteht man, warum die Devise am neuen Gerber-Viertel “Stuttgart wächst zusammen” einfach falsch ist, weil die > Paulinenbrücke als Fremdkörper stehen bleibt und weiterhin einen Stadtteil zugunsten der Autos und nichts anderem trennen wird. Man kann innerhalb der Stadtviertel die Sichtachsen erkennen, und wie die Stadt auf ihre einzige echte Frischluftschneise hin topographisch geöffnet ist. Und wenn Professor Ostertag den Aufbau dieses Modells und damit der Stadt in ihren Grundstrukturen erklärt, vermittelt er einen beeindruckenden Einblick in Stadtplanung. Außerdem hat er in seiner Ausstellung am Gähkopf 3 seine Arbeiten zu Stadtplanung der letzten Jahrzehnte dokumentiert. So viele Anregungen zur Rückbesinnung auf verpasste großartige Chancen der Stadt Stuttgart gibt an keinem anderen Ort in Stuttgart. Und auf dem Büchertisch am Eingang seiner Ausstellung liegen die Bücher, mit der sein Engagement für die Stadt: > Zeichen der Erinnerung und die mittlerweile gerettete Lusthaus-Ruine dokumentiert.

> Stuttgart woher- wohin
Ausstellung zur Stadtentwicklung im > Gähkopf 3:
Sa. 11 bis 15 h u. n. Vb.: > Auskunft.

Martin Walser im Stuttgarter Literatrurhaus

Dienstag, 10. Januar 2012

Montag, 09.01.12, 20.00 Uhr Ein literarisches Wunschkonzert mit Martin Walser im Stuttgarter Literaturhaus.
Lesung und Gespräch mit dem Publikum – Moderation: Thea Dorn

Und am Sonntagabend in die Oper in Stuttgart:
Fausts Verdammnis von Hector Berlioz

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Und am Sonntagabend in die Oper! Es ist Premiere und am Samstagmorgen waren noch zwei Karten da. Das wird spannend. Die ersten Fotos versprechen eine tolle Aufführung:

Fausts Verdammnis von Hector Berlioz

Alle Fotos A. T. Schaefer. Mit freundlicher Genehmigung der > Oper in Stuttgart

Musikalische Leitung: Kwamé Ryan, Regie: Andrea Moses, Bühne und Kostüme: Christian Wiehle, Licht: Reinhard Traub, Video: Timo Schierhorn, Chor: Michael Alber, Dramaturgie: Thomas Wieck

Marguerite: Maria Riccarda Wesseling, Faust: Pavel ?ernoch, Jean-Noel Briend, Méphistophélès: Robert Hayward, Brander: Mark Munkittrick

Weitere Aufführungen am 5.11., 10.11. und siehe > Spielplan.


Ralph Bollmann hat in den letzten Jahre alle Opernhäuser in Deutschland bereist. 81 Opernhäuser! Mehr als im Rest der Welt. Auf der Frankfurter Buchmesse hat er auf meine Fragen zu seinem jüngst bei Klett-Cotta erschienenem Buch > Walküre in Detmold geantwortet: Video. Etwas improvisiert. Kamera hinstellen, und los geht es. > Sehen Sie selbst.

Ralph Bollmann
> Walküre in Detmold. Eine Entdeckungsreise durch die deutsche Provinz
2. Aufl. 2011, 285 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 2 Vorsatzkarten
ISBN: 978-3-608-94621-5

In der neuen Stadtbibliothek
Yves Sintomer: Neue Formen der Demokratie

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Do, 03. November 2011 19:30
Stadtbibliothek, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart
Yves Sintomer (Universität Paris 8 )
Endlich eine Gelegenheit, die neue Stadtbibliothek in Stuttgart von innen an zu gucken

In Frankreich und Deutschland sind zu Beginn des 21. Jahrhunderts ähnliche Tendenzen im Verhältnis der Bürger zu ihrem Staat zu erkennen: Das Bürgerengagement in Parteien und Verbänden nimmt ab, während lockere Formen zivilgesellschaftlicher Beteiligung an Bedeutung gewinnen. Der Ruf nach repräsentativen Verfahren durch direktdemokratische Elemente wird immer lauter, zugleich wandern öffentliche politische Debatten aus den Parlamenten in Talk-Shows.

Der Politikwissenschaftler Yves Sintomer (Univeristät Paris VIII) wird in seinem Vortrag der Frage nachgehen, was geschehen muss, damit die Bürger den Staat als ihren Staat erleben und dabei auf konkrete Beispiele neuer Formen demokratischer Willensbildung verweisen.

Der Vortrag Neue Formen der Demokratie ist der Auftakt zu Deutsch-französischen Graduierten-Colloquium zum Thema „Die Bürger und ihr Staat – Repräsentation, Partizipation und Vertrauen in Frankreich und Deutschland“.

> Internationales Zentrum für Kultur- und Technikforschung, IZTK, der Universität Stuttgart

In französischer Sprache mit Übersetzungshilfe
Die Veranstaltung wird von der DVA-Stiftung gefördert.

Diese Website speichert User-Daten, um eine Besucher-Statistik zu erstellen, womit der Inhalt dieses Blogs verbessert werden kann. Das Plugin WP-Statistik berücksichtigt die Regeln der DSGVO. Falls sie die to opt-out Option anklicken, wird ein Cookie gesetzt, das ein Jahr lang diesen Hinweis berücksichtigt. Ich stimme zu. - Nein, ich stimme nicht zu.
560