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Archiv für die Kategorie 'Architektur'

Virtuelle Rundgänge mit Heiko Stachel: Vergangene Stuttgarter Orte

Mittwoch, 12. Mai 2021

Der Fotograf, Architekt und Dozent Heiko Stachel hat sich zum Ziel gesetzt, die Erinnerung an interessante Gebäude seiner Heimatstadt Stuttgart zu bewahren, indem er detaillierte fotografische Dokumentationen so aufbereitet, dass man die Gebäude auch noch Jahre nach deren Abriss oder Sanierung durchschreiten kann – zumindest virtuell. Unsere Redaktion stellt hier einige seiner Rundgänge vor. Gehen Sie in diese Räume hinein… per Zoom lassen sich viele Details betrachten… so als wären Sie wirklich dort drinnen gewesen.

Heiko Stachel hat mit seiner Technik  das Büro von Roland Ostertag (1931-2018)  perfekt als > Virtuellen Rundgang  konserviert hat, so dass wir heute das Engagement von Roland Ostertag für unsere Stadt Stuttgart in vielen Details immer noch bewundern können:

Heiko Stachel hat Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart studiert und im Zuge seiner Diplomarbeit im Jahr 2001 seinen ersten virtuellen Rundgang fotografiert – damals noch mit Diafilm und Scanner.

Durch die Vorteile der heutigen Digitaltechnik ist es inzwischen möglich, selbst komplexe Gebäude in kurzer Zeit dokumentieren. So wurden beispielsweise das Kinderkrankenhaus Olgäle und das Bürgerhospital in den Jahren 2014 und 2015 jeweils innerhalb von 3 Tagen fotografiert. Jeder Rundgang hat knapp 800 fotografierte Standpunkte.

Kommen Sie mit ins Bürgerhospital Stuttgart:

www.zitronenwolf.com/rundgaenge/projekte/150526_Buergerhospital/Aussen/index.php

Der gesamte Rundgang kann im Stadtarchiv angeschaut werden.

Auf die zu dokumentierenden Gebäude wird Heiko Stachel z.B. durch Zeitungsartikel aufmerksam. Er freut sich aber auch, wenn aufmerksame Mitbürger Hinweise auf seiner Projektseite www.zitronenwolf.com hinterlassen. DIe Dokumentation kostet kein Geld, da das Projekt ehrenamtlich ist.

Eine Gebäudeart wurde in den letzten Jahren besonders häufig abgerissen: Kirchen. Die Gründe hierfür sind einerseits die schwindende Zahl an Kirchenbesucher und zum anderen ökonomische Gründe, wie bei der Kirche St. Peter in Bad Cannstatt:

Hier wurde die alte Nachkriegskirche durch einen kleineren Neubau ersetzt. Mit dem Verkauf des halben Grundstücks wurde das Bauvorhaben finanziert. Zudem sind die zukünftigen laufenden Kosten deutlich geringer, weil die Wärmedämmung nun auf dem Stand der Zeit ist.

www.zitronenwolf.com/rundgaenge/projekte/150929_StPeter/index.php

Aber auch denkmalgeschützte Gebäude werden trotz des Schutzes immer wieder abgerissen. Und obwohl die Denkmalämter in solchen Fällen selbst eine Dokumentation erstellen, lohnt sich die zusätzliche Erstellung eines virtuellen Rundgangs, da das vom Denkmalamt erstellte „Raumbuch“ so technisch ist, dass der Laie damit nicht unbedingt glücklich wird. Im Jahr 2015 hat Heiko Stachel eines der ersten Holzfertigbauhäuser aus den 1920er Jahren fotografiert. Das Gebäude des Architekten Hans Zimmermann war nicht auf dem Schirm der Denkmalbehörde, als es an einen Investor verkauft wurde. Nachträglich wurde das Wohnhaus zwar unter Denkmalschutz gestellt. Jedoch war es dem Investor nachträglich wirtschaftlich nicht mehr zuzumuten, auf die erhofften Gewinne zu verzichten. Ein letzter Versuch, das Gebäude ohne Grundstück für einen Euro für Selbstabholer zu verkaufen, scheiterte.

www.zitronenwolf.com/rundgaenge/projekte/150120_Leibnizstr83/index.php

Auch industriell hat oder hatte Stuttgart einiges zu bieten. Bis vor wenigen Jahren wurde in Zuffenhausen noch Parkett selbst hergestellt und es gab am Feuerbacher Bahnhof ein Chromwerk.

www.zitronenwolf.com/rundgaenge/projekte/140405_ParkettFrank/index.php

www.zitronenwolf.com/rundgaenge/projekte/141112_Schoch-Areal/index.php?html5=prefer

Im Mai 2022 soll es eine Ausstellung im Stadtpalais zu den virtuellen Rundgängen der letzten 10 Jahre geben. Diese hätte eigentlich schon im Jahr 2020 starten sollen, wurde aber Corona-bedingt verschoben. Dort soll man dann auch mit VR-Brillen tief in die alten Gebäude eintauchen können.

Weitere Rundgänge und Infos finden Sie unter www.zitronenwolf.com.

Vorgestellt I: Ristorante La Visione – in Denkendorf – di Vincenzo e Pepe

Montag, 10. Mai 2021

Im Industriegebiet von Denkendorf gibt es das Ristorante La Visione di Vincenzo e Pepe. Und hiermit fangen wir eine Serie Vorgestellt an, die bemerkenswerte Arbeiten von Architekten und Designern vorstellt. Dieses Ristorante ist wegen seiner so gelungenen Innenausstattung so bemerkenswert. In Pandemiezeiten ist es geschlossen, d.h. man darf da nicht Tafeln, kann aber Speisen abholen. Der Eingang mit einer Treppe befindet sich ganz unscheinbar und viel zu bescheiden unter einem Bürogebäude.

Ristorante La Visione - in Denkendorf - di Vincenzo e Pepe

Heute haben Daniele Ciccarone und Vincenzo Pepe unseren Photographen mit Maske mal ganz kurz hereingelassen und er hat einige Fotos gemacht… nicht schwer sich vorzustellen, wie dieses Lokal mittags und abends voll sein könnte, wenn nicht gerade mal Pandemie herrscht. Und dann die verschiedenen Ecken, so als ob man das Restaurant keinesfalls nur zu den Essenszeiten aufsucht, sondern auch zwischendurch, um etwas zu besprechen, einen Espresso zu genießen und/ oder auf dem IPad zu surfen… der kleine abtrennbare Raum mit dem Weinregal lädt auch zum Wiederkommen ein.

23 Fotos. Bitte klicken Sie auf ein Foto, um das Album zu öffnen:

Die Innenausstattung hat das Stuttgarter Designstudio Ippolito Fleitz Group entworfen: > Nährboden für neue Ideen: Das Object Carpet Restaurant La Visione

Ristorante La Visione - in Denkendorf - di Vincenzo e Pepe

Und wann kommen Sie? > www.lavisione.de
Marie-Curie-Straße 3
73770 Denkendorf
Telefon: +49 711 882 838 20

Bald ist die Stuttgarter Stadtbibliothek eingemauert.

Dienstag, 1. September 2020

Das Elend der Stuttgarter Nachverdichtung. Die Stadtbibliothek wird zugebaut. > Stuttgarter Wahrzeichen Bibliothek verschwindet aus dem Blickfeld – Martin Haar,  Stuttgarter Nachrichten, 29.08.2020. Fährt man Heute von der Türlenstraße den Berg hinunter in Richtung der Stadtbibliothek hinunter, ist die Bibliothek schon verschwunden. Nur damit ein kleines Fleckchen mit einem Hochhaus bebaut werden kann.

Die Art und Weise wie die Stadtbibliothek einbetoniert wird, ist charakteristisch für das Zubauen von Sichtachsen, die Vernachlässigung großartiger architektonischer Chancen in Stuttgart. Der Anblick ist so enttäuschend, dass unsere Redaktion gar keine Lust hat, das auch noch im Bild festzuhalten. Schon 2013 haben wir über das Zubauen der Stadtbibliothek hier geklagt.

Waren Sie schon mal drin? > /die-neue-stadtbibliothek-am-mailander-platz?

/das-elend-der-stuttgarter-nachverdichtung-die-stadtbibliothek-wird-zugebaut – 13. Februar 2020

Nachverdichtung (V). Stadtbibliothek und das Elend von A1: In Stuttgart wird alles zugebaut > /nachverdichtung-v-stadtbibliothek-und-das-elend-von-a1-in-stuttgart-wird-alles-zugebaut – 17. September 2016

Ortsbesichtigung (I) – Die Stuttgarter Stadtbibliothek
> /ortsbesichtigung-i-die-stuttgarter-stadtbibliothek – 25. Februar 2016

Die neue Stadtbibliothek in Stuttgart wird zugebaut: > /die-neue-stadtbibliothek-in-stuttgart-wird-zugebaut – 27. Mai 2013 !

Stuttgarter Stadtplanung undd die > Nachverdichtung

Zum Eisgenießen am Eugensplatz

Freitag, 14. August 2020

Ach, was war es einst schön am > Eugensplatz, bevor die Panzersperre in Form der Haltestelle gebaut wurde. 14 Jahre ist das schon her, als nachts im Schutz der Dunkelheit heimlich die großen Betonbrocken angeliefert wurden. Aber wenn man das Monstrum der Haltestelle im Rücken hat und das Eis von gegenüber genießt, ist Stuttgart ja doch ganz nett, bis auf die Bausünden, die das Stadtbild so beeinträchtigen: z. B. der Glaskasten hinter dem Königsbau > Nachverdichtung: ” Es steckt im Häusermeer drin und kann keine Beziehungen ästhetischer Natur zu seiner Umgebung entwickeln. Doch: In gewisser Weise sieht das so aus, als wollte das Einkaufszentrum zum Königsbau sagen, Dich krieg ich auch noch weg,” > Nachverdichtung in der Innenstadt – 29. September 2006. Und dann ist da auch noch die Bebauung am Karlsplatz: zu groß, zu hoch: Nachverdichtung in der Stuttgarter Innenstadt V – 28. September 2018. Ach ja, wir halten ja noch den Eisbecher in der Hand:

Mit einem Klick auf ein Foto öffnen Sie das Fotoalbum: 37 Fotos.

 

 

Das Elend der Stuttgarter Nachverdichtung. Die Stadtbibliothek wird zugebaut.

Donnerstag, 13. Februar 2020

Die > Stuttgarter Stadtbibliothek im Europa-Viertel am Mailänder Platz hat zwei besondere und ungewöhnliche Eigenschaften. Der bemerkenswerte Innenraum:

und ihr Erscheinungsbild nach außen, das aber seit dem Bau der Stadtbibliothek systematisch von allen Seiten, außer der Nordseite zugebaut wird. Nun wird ein wohl 66m hoher Bau zwischen der Stadtbibliothek und der Heilbronner Straße errichtet. Wieder ein garstiges Beispiel für die > Stuttgarter Nachverdichtung, in dieser Stadt. Statt Sichtachsen zu bewahren, die die Stadtlandschaft prägen und gestalten, werden diese zugebaut und es passt ja auch zu einem solchen Denken, dass gerade der Hort der Kultur hinter Beton verschwinden muss:

Sehr schade, die Stadtbibliothek hätte ein anderes Schicksal verdient.  Das neue Hochhaus, das gebaut wird erinnert an die falsche Ausrichtung eines seiner Vorgänger: > Der Stuttgarter Talkessel wird abgeriegelt – 19. April 2014. und > Stuttgarter Riegelbebauung und Nachverdichtung – 31. Januar 2013. Als Entschuldigung wird dann angeführt, der Talkessel sei so eng, aber derlei Entschuldigungen sind ungültig und kommen zu spät. Wusste man nicht vorher, was man da anrichtet?

Auf unserem Blog

> Ortsbesichtigung: S-21 – Bauabschnitt A 1 – 25. Januar 2015

> Nachverdichtung (V). Stadtbibliothek und das Elend von A1: In Stuttgart wird alles zugebaut – 17. September 2016

> Ortsbesichtigung (I) – Die Stuttgarter Stadtbibliothek – 25. Februar 2016

> Die neue Stadtbibliothek in Stuttgart wird zugebaut – 27. Mai 2013

> Noch ein letzter Blick auf die Stadtbibliothek – 11. Juli 2012

Das Stuttgart-Modell von Roland Ostertag

Dienstag, 2. April 2019

Unsere Redaktion hat schon öfters über das Modell der Stadt Stuttgart, das der Architekt > Roland Ostertag 1931-2018 um 2007 für seine > Ausstellung am Gähkopf anfertigen ließ, berichtet. Für das Modell (Wert über 100.000 EUR) suchen wir im Rahmen einer Dauerleihgabe eine neue Heimstatt. Es ist das Glanzstück der > Ausstellung von Roland Ostertag, die jetzt dank Heiko Stachel virtuell besucht werden kann. Aber das Modell selber ist ein beeindruckendes Objekt, um die Probleme und Chancen der Stadtplanung in Stuttgart zu verstehen. Einerseits kann die einmalige topographische Lage der Stadt anhand dieses Modells bewundert werden, andererseits können viele bis heute immer noch unzufriedendstellende Lösungen für Stadtquartiere und Verkehrsströme erkannt und diskutiert werden.

Heiko Stachel: > Virtueller Rundgang: > Die Ausstellung am Gähkopf von Roland Ostertag.

58 Fotos. Bitte klicken Sie auf ein Foto, um das Album zu öffnen:

> Das Modell der Stadt Stuttgart von Roland Ostertag – 14. März 2019 von H. Wittmann

Das Modell der Stadt Stuttgart von Roland Ostertag

Donnerstag, 14. März 2019

Dietrich Heißenbüttel, “Erst hier versteht man Stuttgart”, Stuttgarter Zeitung, 25. März 2019: “Was wird aus dem Stadtmodell des vor einem Jahr verstorbenen Architekten Roland Ostertag? Ein virtueller Rundgang beweist nun allen Neugierigen, was es hier zu bewahren gilt.”
Heiko Stachels Rundgänge: > www.zitronenwolf.com

Heiko Stachel: Virtueller Rundgang: > Die Ausstellung am Gähkopf von Roland Ostertag.

> Die Ausstellung von Roland Ostertag

Ehren wir in Stuttgart das Andenken von > Roland Ostertag – 1931-2018 und finden wir in dieser Stadt einen neuen Ort für das Modell, das fast 20 Jahre lang das Glanzstück seiner Ausstellung am Gähkopf war:

Kontakt über unsere Redaktion: > redaktion@stuttgart-fotos.de

Die Entwicklung der Stadt Stuttgart und die damit verbundenen Problemen und Fragen, mit Vorschlägen zur weiteren Stadtentwicklung hat der Architekt Roland Ostertag in seiner Ausstellung am Gähkopf von 2001-bis 2018 präsentiert. In seiner Ausstellung, die noch Samstags bis Ende April von 11 bis 15 h geöffnet ist – befindet ein Modell der Stadt Stuttgart im Maßstab 1:1000. Es hat eine Größe von 5,25×5,25m. Vom Kräherwald/Feuerbacher Tal im Westen bis Gablenberg im Osten, vom Killesberg/Augustinum im Norden bis Degerloch/Fernsehturm im Süden. Das Modell ist in acht Teile geteilt. Die Teile sind mit Rädern versehen, um die Teile auseinander zu rücken und aus den Zwischenräumen die Teile zu bearbeiten, zu ergänzen, zu reinigen. Das Modell wurde von einer Modell-Werkstatt in Dresden hergestellt, finanziert von einer Dresdner Firma, durch Spenden und intensiver ehrenamtlicher Tätigkeit seit 1992.

> Ein neues Museum für die Bürger Eine Lehrschau für die Stadtplaner – 4. Juli 2009 von H. Wittmann

Die Stadt Stuttgart verdannkt Roland Ostertag die  Renovierung des u.a. Alten Schauspielhauses, die Erhaltung des Bosch-Areals, der Ruine des Lusthauses (> Das Lusthaus und die schnelle Einsatztruppe der Stuttgarter Oper – 18. Juli 2009  – > Stuttgart und seine Geschichte. Die Ruine des ehemaligen Lusthauses – 31. August 2008) und die Rettung des >  Hotel Silbers  und außerdem auch die stete Präsenz als Mahner, sowie der Abriß-Furor wieder aktiv wurde > Soll das Hotel Silber wirklich abgerissen werden? oder Wie geht die Stadt Stuttgart mit ihrer Geschichte um? – 30. Januar 2010. Sein Modell enthält an einigen Orten seine Vorstellungen für eine moderne Stadtplanung.  In diesem Sinne ist sein Modell Mahnung und Anregung zum Weiterdenken, ganz in seinem Sinne.

Das gilt auch für das, was er eine überfällige Stadtreparatur nannte: Sie ist auch auf diesem Modell zu erkennen. Seiner Denkschrift Der Stadtboden gehört allen, die 2006 zusammen mit Gunter Kölz vorgelegt hat, enthält detaillierte Planungen zum Rückbau der Verkehrssünde > Hauptstätterstraße: dieses Projekt von beiden hat unsere Redaktion mit über 20 Artikeln auf unserem Blog begleitet und dokumentiert:

> Die Bebauung der Hauptstätter Straße – 27. Mai 2007

> Die Neue Stadtplanung – 16. April 2008

> Warum braucht Stuttgart die Hauptstätterstraße? – 18. April 2017

> Stadtreparatur: Die Hauptstätter Straße in Stuttgart  – 12. April 2009

> Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept – 13. Juni 2007

Die autogerechte Stadt IV – 14. September 2010


Aus gutem Grund heißt es „Made in Germany“ und nicht „Made by Germans“, denn täglich geben Mitarbeiter/innen aus aller Welt bei uns ihr Bestes. Damit das so bleibt, stehen wir auch weiterhin für ein weltoffenes Deutschland. Eine Initiative deutscher Familienunternehmen.

Klett ist Teil der Kampagne „Made in Germany – Made by Vielfalt“. Weitere Informationen: www.klett-gruppe.de/ueber-die-klett-gruppe/verantwortung: “Familienunternehmen setzen gemeinsam ein Zeichen zur Förderung von Toleranz und Weltoffenheit: Insgesamt 50 Unternehmen sprechen sich unter dem Motto „Made in Germany – Made by Vielfalt“ für mehr Toleranz und Weltoffenheit aus. Die gemeinsame Kommunikationsmaßnahme wird im März 2019 umgesetzt. Sie umfasst die Veröffentlichung einer Anzeige in ausgewählten Printmedien sowie auf Plakatflächen in 15 Städten Deutschlands. Das Bildungsunternehmen Klett beteiligt sich an der Initiative.”

Auf unserem Blog: > La CNCDH a publié son 27e rapport sur la lutte contre le racisme sous toutes ses formes – 13. April 2018

> Prévenir la radicalisation des jeunes / Der Radikalisierung von Jugendlichen vorbeugen – 26. September 2016

> Nachgefragt. CNCDH: Le rapport sur la lutte contre le racisme, l’antisémitisme et la xénophobie – 6. Mai 2016


Nachverdichtung in der Stuttgarter Innenstadt V

Freitag, 28. September 2018

Wir ergänzen den folgenden Beitrag vom 1. Juni 2018 um fünf Fotos, die die Rosenstraße zeigen, die heute von der Stadtautobahn durchschnitten wird. Schade, auch das kürzlich fertiggestellte Gebäude, das zum > Dorotheenviertel > Immer enger: Nachverdichtung in der Innenstadt (III) gehört, in die alte Rosenstraße gebaut wurde. Es ist ja nicht schlimm, wenn Stadtgrundrisse sich ändern, das gehört zur Stadtgeschichte dazu, aber in diesem Fall, ist die von > Roland Ostertag (1931-2018) immer bedauerte Geschichtsvergessenheit besonders ärgerlich:

> Was ist denn da passiert?, fragte unsere Redaktion am 28. Februar 2016. “Nachverdichtung,” erklärte uns > Roland Ostertag in seinem Büro, als wir die Fotos betrachteten

Ein > historischer Stadtplan von 1914 zeigt, wie die Rosenstraße die Eßlingerstraße überquert. Betrachtet man diese Situation heute von der Halbhöhe aus, so wurden ein oder zwei Häuser des neuen Dorotheenviertels genau in die Flucht der Rosenstraße gebaut. Nun, ist es richtig, dass hier nicht zum ersten Mal ein Straßenverlauf ändert, das hat es schon öft gegeben, und auch in Stuttgart. Trotzdem: > Stuttgart ohne Geschichte. Kritische Anmerkungen zur Stadtplanung fällt uns dabei ein:

In diesem Beitrag > Nachverdichtung in der Innenstadt IV. Das Dorotheen-Quartier in Stuttgart gibt es auch ein Fotoalbum vom Bau des Dorotheenviertels.

Heute hat sich unsere Redaktion das Ergebnis angesehen:

Roland Ostertag war immer darauf bedacht, was ein Gebäude oder mehrere zu den Gebäuden in ihrer unmittelbaren Umgebung sagen. In diesem Falle nicht viel. Die Gebäude des neuen Dorotheenviertels sind zu wuchtig, viel zu groß, kaum noch eine Blickschneise auf den Karlsplatz, die alte Markthalle wird erdrückt, die gesamten Proportionen in diesem Viertel sind dahin, die großen Steinflächen, die mit Platten belegt sind, zwischen der Markthalle und Breuninger ist halt nur eine Steinfläche. Kleinere Häuser, kleinere Steinwüsten. Können wir vermeiden, dass diese Form der Quartierneugestaltung, die wir von A1 > Ortsbesichtigung: S-21 – Bauabschnitt A 1 kennen, in Stuttgart nicht nochmal gebaut wird?

> Immer enger: Nachverdichtung in der Innenstadt (III)

27. September 2015

„Man soll die Hoffnung nie aufgeben wie einen Brief ohne Adresse“. Gedenkveranstaltung Prof. Roland Ostertag

Mittwoch, 19. September 2018

Gedenkveranstaltung Prof. Roland Ostertag – 19.02.1931 – 11.05.2018
20.09.2018, 19:00 Uhr
Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart

Alle Bilder © H.W., das letzte dieser Reihe © Thomas Fütterer.

Prof. Roland Ostertag hat in den letzten 20 Jahren die Diskussionen in Stuttgart über Stadtgeschichte und Stadtgestalt geprägt. Beharrlich und unermüdlich hat er uns an die Geschichte unserer Stadt erinnert und uns mit ihr konfrontiert. Zahlreiche Initiativen wurden von ihm gegründet und haben zum Erhalt wichtiger baulicher Zeitzeugen, dem Alten Schauspielhaus, der Lusthausruine, dem Bosch-Areal und dem Hotel Silber geführt. Ebenso ist ihm die Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“ am Nordbahnhof zu verdanken.

Das Architektur-Forum Baden-Württemberg, eine von ihm über Jahrzehnte geprägte Stiftung, widmet Prof. Roland Ostertag diese Veranstaltung. Bauherrn, Hochschullehrer, Mitstreiter und Weggefährten erinnern an das ausgefüllte Leben des Architekten, langjährigen Professors an der TU Braunschweig, Präsidenten der Bundesarchitektenkammer – und die zahlreichen von ihm mitgegründeten Initiativen. Bilder der zahlreichen Bauten von Prof. Ostertag, Berichte aus seiner Zeit als Professor in Braunschweig sowie ein Einblick in sein Engagement für „sein Stuttgart“ werden von zahlreichen Grußworten begleitet.

Zur Würdigung sprechen Prof. Dr. Erhard Eppler und Prof. Dr. Klaus Töpfer.

Die Veranstaltung wird unterstützt durch Stiftung Architektur-Forum Baden-Württemberg
Vorstand: Dipl. Ing. Knut Göppert, Dipl.-Ing. Achim Söding, Freier Architekt BDA, Schwabstraße 43, 70197 Stuttgart

> www.architektur-forum-bw.de

Auf unserem Blog:

> Die Ausstellung zur Stadtplanung in Stuttgart von Roland Ostertag am Gähkopf

> Roland Ostertag – 1931-2018

> Roland Ostertag: Stadtplanung ist ein Gesamtprojekt und kein Stückwerk

> Stadtspaziergang mit Professor Roland Ostertag rund um den Stuttgarter Marktplatz – jetzt mit Video

> Das Lusthaus und die schnelle Einsatztruppe der Stuttgarter Oper

Bürgerbeteiligung in Stuttgart: Samstag, 21. Juli 2018
Neuer Stadtraum B14

Freitag, 20. Juli 2018

Stuttgart startet einen städtebaulichen Wettbewerb “Neuer Stadtraum B14”. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen bei einer Bürgerbeteiligung Ideen und Vorschläge für den Auslobungstext einzubringen, vom 13. Juli – 6. August 2018 online > ww.stuttgart-meine-stadt.de/ und bei einer Veranstaltung am 21. Juli von 10 bis 15 Uhr im Rathaus, Großer Sitzungssaal sowie Foyers im 3. und 4. Stock.

Grundsätzliches: > Ein Tunnel unter der Kulturmeile? Unter der B14 ?

> Soviel Platz! – 27. Mai 2007 von H. Wittmann

Auf der Website der Stadt Stuttgart steht. “Oberbürgermeister Fritz Kuhn erklärte zum geplanten Wettbewerb: “Die Zukunft der B14 als Teil des Cityrings wird von den Stuttgarterinnen und Stuttgartern intensiv diskutiert. Dabei geht es um eine urbane Aufwertung des Stadtraums. Diese Diskussion wollen wir für den beginnenden Planungsprozess zur Umgestaltung der B14 aufgreifen und die Bürger aktiv in das weitere Vorgehen einbinden.” > Neuer Stadtraum B14: Bürgerbeteiligung zum städtebaulichen Wettbewerb

Warum geht es? Ein Blick auf eine Karte.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn spricht hier von der B14 als Teil des Cityrings… im Portal für die Bügerbeteiligung > www.stuttgart-meine-stadt.de/content/bbv/details/293/ steht: “Die B14 zwischen Österreichischem Platz und Gebhard-Müller-Platz soll umgestaltet und städtebaulich aufgewertet werden. Entlang dieses Teilstücks der B14 liegen zahlreiche kulturelle Einrichtungen, weshalb der nördliche Abschnitt auch als “Kulturmeile” bekannt ist. Die Sanierung der Stuttgarter Oper ist nicht Bestandteil dieses städtebaulichen Wettbewerbsverfahrens und wird als eigenständiges Vorhaben bzw. städtebauliches Projekt behandelt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, bei diesem Vorhaben mitzudiskutieren.”

Und auf dieser Website steht auch: “Durch die Beteiligung soll ein breiter Konsens über die planerischen Rahmenbedingungen erreicht werden. Dazu zählt auch das Wettbewerbsgebiet. Die gesellschaftliche Akzeptanz des künftigen Wettbewerbsergebnisses kann dadurch befördert werden. Außerdem dient Veranstaltung dazu, Kenntnisse über den Planungsraum zu sammeln und für das Verfahren festzuhalten. Die Wettbewerbsteilnehmer können später davon enorm profitieren und daher nachhaltiger planen. Aus den Ergebnissen der Beteiligung wird ein Auslobungstext mit einer Aufgabenbeschreibung erarbeitet, der als Grundlage für den städtebaulichen Wettbewerb zur B14 dient. Über die Auslobung entscheidet dann der Gemeinderat.” Das geht in die richtige Richtung

Grundsätzliches: > Ein Tunnel unter der Kulturmeile? Unter der B14 ?


Berichte über die > Neue Mitte Ulm auf unserem Blog


Grundsätzlich. Eine Teilreparatur der Stadtautobahn vom Marienplatz bis zum Neckartor wäre schon mal ein Anfang und die Absicht, einen Teil “städtebaulich aufzuwerten” ermöglicht gute Perspektiven. Und es wird eine Bürgerbeteiligung gestartet, am 21. 7. im Rathaus und online nur vom 13. Juli – 6. August 2018. Das ist alles, gemessen an dem Problem der B14 als Boll- und Trennwerk zwischen mehreren Stadtquartieren in Stuttgart viel zu kurz und zu knapp. Viele Stuttgarter sitzen auf gepackten Ferienkoffer, es sieht so aus, als wenn man hinterher sagen möchte, die Bürger/innen waren beteiligt. Stuttgart muss sich ein Jahr Zeit nehmen, um eine Grundlage dafür zu schaffen, das Elend der B14 durch Stuttgart neu im SInne einer echten Stadtreparatur zu planen. Hier oder dort einen Deckel draufzumachen ist Unsinn und löst kein Verkehrsproblem.
Roland Ostertag (1931-2018) war seiner Zeit oft voraus. Sein Fachwissen und seine Hartnäckigkeit fehlen uns heute. Aber besonders sein letztes Buch > Stuttgart ohne Geschichte. Stadtplanung im kritischen Rückblick, Stuttgart 2018, enthält eine Übersicht seiner stadtplanerischen Grundgedanken. In seinem vorletzten Buch Das Wunder der Topographie und das Elend der Stadtplanung beklagte er mit Nachdruck die Insellösungen – zu denen aus der Sicht eines Stuttgarter Stadtplaners und nicht des Durchreisenden von Paris nach Bratislava #S21 zählt: “Die Stadt zerbrach, zerbricht an sich selbst, an ihrer Modernität, weil die Stadtplaner nach dem Krieg nur Insellösungen geplant und gebaut haben. Stuttgart 21 ist eine solche katastrophale Insellösung im Geist tiefsten 19.Jahrhunderts, die in jedem ihrer Bauteile, Baugebiete und Bauabschnitte die Anbindung, die Ableitung an ein Gesamtkonzept vernachlässigt.” Eine bloße Aufhübschung der Kulturmeile – das riecht nach Tunnellösung > > Kulturmeilentunnel als Verkehrsansaugrohr – 27. Juni 2018 – ist keine Hilfe, keine Perspektive, nur ein noch größeres Unglück für die B14 mit ihren 12-16 Fahrspuren durch die Stadt.

Es muss noch mehr passieren. Heute am 19.7. gibt es schon > zwei Tweets mit Neuer Stadtraum B14.


> Stadtreparatur in Stuttgart (II): Die Hauptstätter Straße – 6. Juni 2011 von H. Wittmann

Also nochmal:

40 Prozent sind Hin-und Herfahrer *
30 Prozent nutzen die Stadtautobahn, weil es sie gibt, ohne sie
würden sie den Zielort ihrer Fahrt direkt ansteuern
30 Prozent sausen wirklich von der Filderstraße bis zum Neckartor auf der Stadtautobahn
und gehören eigentlich nicht in die City
20 Prozent machen ohnehin Fahrten unter 3 oder 4 Km

120 % – das sind nur Schätzungen, aber diese Größe legt nahe, dass wir diese Stadtautobahn nicht brauchen und schon gar nicht den Tunnel, denn Tunnel brauchen Ein- und Ausfahrten, die für den Stadtboden gestaltungsmäßig verloren sind.

> Warum braucht Stuttgart die Hauptstätterstraße? – 18. April 2017 von H. Wittmann


2007 hat > Roland Ostertag zusammen mit Dipl.-Ing. Gunter Kölz unter Überschrift Der Stadtboden gehört allen. Gedanken zu einer städtebaulichen Entwicklung der Stadt in einer umfangreichen Broschüre, die alle Pläne enthält, ihre Vorschläge zu einer grundlegenden Sanierung der Hauptstätter Straße und damit zu einer Reparatur des durch die Stadtautobahn entstandenen Schadens in der Stadtmitte Stuttgarts vorgelegt: > Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept – 13. Juni 2007 von H. Wittmann.

Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept

> Die Bebauung der Hauptstätter Straße – 27. Mai 2007

Gehen wir mal um den Bahnhof herum und durch den Schlossgarten

Montag, 9. Juli 2018

Der Schlossgarten neben dem Hauptbahnhof in Stuttgart ist gründlich zerstört worden. Vielleicht zwei Jahrzehnte lang wird er eine der größten Baustellen der Republik sein. Zwischen Drahtzäunen kann man durchlaufen und gelangt in den Schlossgarten. Ihm man dereinst, wenn der Deckel als Mondlandschaft über dem Tiefbahnhof geschlossen ist, dort für immer vermissen. Die hohen Kosten und die schöngeredeten Vorteil von S21, das politische Gemauschel, wie die Entscheidung für die Drehung und Tieferlegung des Bahnhofs, der dort unten zu einem zu engen Haltepunkt verkümmern wird, zustandegekommen ist, waren keine Glanzlichter gelebter Demokratie. Aber die lange Dauer der Baustelle, die Vernichtung des Fußgängerparadieses auf so lange Zeit, die langen Wege, zu denen die Reisenden fast zwei Jahrzehnte lang gezwungen werden, zeugt von einem derartig eklatanten Versagen der Stadtplanung zugunsten der Bürger/innen. Hier gestattet es die Stadt der Bahn für den Fortschritt, die Schnelligkeit und zugunsten eines Labors für neue Bautechniken den Lebensraum ihrer Bürger/innen zu vernichten. Natürlich wollte man nie den Bürger/innen reinen Wein einschenken. Die Politik interpretierte die Ablehnung des Ausstiegsgesetz als eine Zustimmung zu S21 > François Hollande: Zum Stuttgarter Bahnhof gab es eine Volksbefragung… – 14. Juni 2016. Die 21 Argumente für Stuttgart 21 sind längst durch ein neues Argument ersetzt worden: Wir können nicht mehr aufhören, weil schon so viel gebaut worden ist. Vielleicht ist da was dran, weil es kein andres Argument mehr gibt: