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Archiv für die Kategorie 'Architektur'

Das Elend der Stuttgarter Nachverdichtung. Die Stadtbibliothek wird zugebaut.

Donnerstag, 13. Februar 2020

Die > Stuttgarter Stadtbibliothek im Europa-Viertel am Mailänder Platz hat zwei besondere und ungewöhnliche Eigenschaften. Der bemerkenswerte Innenraum:

und ihr Erscheinungsbild nach außen, das aber seit dem Bau der Stadtbibliothek systematisch von allen Seiten, außer der Nordseite zugebaut wird. Nun wird ein wohl 66m hoher Bau zwischen der Stadtbibliothek und der Heilbronner Straße errichtet. Wieder ein garstiges Beispiel für die > Stuttgarter Nachverdichtung, in dieser Stadt. Statt Sichtachsen zu bewahren, die die Stadtlandschaft prägen und gestalten, werden diese zugebaut und es passt ja auch zu einem solchen Denken, dass gerade der Hort der Kultur hinter Beton verschwinden muss:

Sehr schade, die Stadtbibliothek hätte ein anderes Schicksal verdient.  Das neue Hochhaus, das gebaut wird erinnert an die falsche Ausrichtung eines seiner Vorgänger: > Der Stuttgarter Talkessel wird abgeriegelt – 19. April 2014. und > Stuttgarter Riegelbebauung und Nachverdichtung – 31. Januar 2013. Als Entschuldigung wird dann angeführt, der Talkessel sei so eng, aber derlei Entschuldigungen sind ungültig und kommen zu spät. Wusste man nicht vorher, was man da anrichtet?

Auf unserem Blog

> Ortsbesichtigung: S-21 – Bauabschnitt A 1 – 25. Januar 2015

> Nachverdichtung (V). Stadtbibliothek und das Elend von A1: In Stuttgart wird alles zugebaut – 17. September 2016

> Ortsbesichtigung (I) – Die Stuttgarter Stadtbibliothek – 25. Februar 2016

> Die neue Stadtbibliothek in Stuttgart wird zugebaut – 27. Mai 2013

> Noch ein letzter Blick auf die Stadtbibliothek – 11. Juli 2012

#S21 oder die Vernichtung des öffentlichen Raums

Dienstag, 31. Dezember 2019

Die Halle im Stuttgarter Hauptbahnhof ist bis zu ihrer Schließung für mehrere Jahre heute nur noch ein fieser Ort zum schnellen Durchqueren, nachdem dort alle Geschäfte und Bistrots geschlossen worden sind. Drei kleine Läden in an der Wand der zugigen Gleishalle und andere zwischen den Bahnsteigen sollen sie ersetzen. Viele jahrelange Einschränkungen müssen die Reisenden hinnehmen. Riesenumwege, viele Unbequemlichkeiten. Die verwaiste Bahnhofshalle zeigt aber besonders gut und in aller Schärfe, wie perfide die Reisenden missachtet werden. Der Bahnkunde wird zum Objekt, das man auf lange Wege schicken kann. Die langen Tunnel zwischen der Bahnhofshalle zu den Gleisen sind eine Qual für alle, die nicht so gut zu Fuß sind und ein Ärger für alle, die eben mal schnell in die S-Bahn schlüpfen wollen oder ein Taxi, die Tram oder den Bus erreichen müssen. Eine Demonstrantin stand heute an den Gleisen und hält ihr Protestschild in die Höhe.

31 Fotos aus dem Herbst 2019:

Wie alle Fotos auf diesem Blog – soweit sie nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet sind: © Heiner Wittmann

Alle Geschäfte sind geschlossen. Die Halle hat ihre Funktion als öffentlicher Raum der Begegnung und der Kommunikation verloren. Das trifft auch auf den zerstörten Schlossgarten zu wie auf den weit entlegenen Parkplatz – jetzt gibt es ein Parkhaus als Ersatz für den Platz direkt neben der Bahnhofshalle, zu, der es jetzt so schwer macht, die Lieben vom Bahnhof abzuholen oder bei dem Zug abzuliefern.

Es werden sehr beeindruckende meisterhafte Ingenieurstaten vollbracht, viel Beton in den einstigen Schlossgarten gegossen, mehr als 55 km Tunnelstrecken in den Stuttgarter Untergrund und in die Berge gehauen, damit alle Reisenden geschwind unter der Stadt durchfahren können, oben bleiben die Stuttgarter unter sich. Man muss sich das mal so richtig vor Augen führen, Stuttgart mit seiner phantastischen topographischen Lage verbannt den Hauptreiseverkehr unter die Erde. Die Reisenden werden kommen, den Bahnhof als tolles Zeugnis schwäbischer Ingenieurskunst loben und preisen und unten wieder einsteigen – wenn sie überhaupt noch aussteigen – und weiterfahren. Stuttgart ist eine Stadt zum Hinfahren und zum Aussteigen, Es ist nur auf der Strecke von Paris nach Budapest eine Durchgangsstation und für deren Reisenden wollten die Stuttgarter bestimmt nicht ihren Bahnhof eingraben. Eine Bahnhofshalle zum Ankommen, zum Hineinlaufen in die Stadt, die Stadt Stuttgart als Magnet für die Reisenden! Das wärs gewesen. Ein perfekter Reiseszenario für den Nah- und Fernverkehr verbunden mit einer autofreien Innenstadt. Kostenloser Bue- oder Tramverkehr im Bereich eines Innenstadtringes. Der (oft leere) X1 zwischen Bad Cannstatt und der Innenstadt ist ja schon ein gute Anfang.

Kommt man wie heute abend aus den provisorischen Verbindungstunnels zu den Gleisen, herrscht dort solch ein dichtes Treiben, sodass man schon mal einen Vorgeschmack auf die Enge des unterirdischen Haltepunktes bekommt. Aber noch stehen auf mehr als 7 der 16 Gleise je ein Zug. Man kann gemächlich einsteigen und dann geht die Reise los. Ein letzter Eindruck vom Kopfbahnhof, wo die Züge in er Regel auf die Reisenden warten, um sie mitzunehmen, und nicht die Reisenden prinzipiell an den Gleisen warten müssen, wann denn endlich der ICE einrollen wird. Aber wahrscheinlich mit umgekehrter Wagenreihung, was auch den Verantwortlichen demonstrieren wird, dass die Bahnsteige zu eng, zu schmal ausgelegt sind. Wenn die Reisenden drin sind, muss die Lok sich mächtig anstrengen, um die vielen vollen Wagen durch den Tunnel bergauf auf die Fildern oder zum Flughafen ziehen. Und wenn die Lok auf einmal im Dunkeln nicht mehr mag? Warum müssen wir durch den Berg dadrinnen bergauf fahren, fragen sich dann die Fahrgäste, während dann wieder einmal das ganze System S21 zum Erliegen kommen wird.

Richard Sennett hat ein wunderbares Buch mit dem Titel „Der Terror der Intimität und der Tod der Öffentlichkeit“ geschrieben. #S21 demonstriert hier den englischen Titel des Buches „The Fall of Public Man“, weil hier im und um den Bahnhof herum wie auch im Schlossgarten der öffentliche Raum als Ort der Begegnung vernichtet worden ist. Der Zerstörung des Schlossgartens und das ganze System #S21 wird geschickt durch eine Volksbefragung als gedeckt interpretiert, was aber immer noch ein brandgefährliches Spiel mit der Demokratie ist. Man lockte die Bürger mit äußerst fadenscheinigen Versprechungen – 4,8 Milliarden EURO ganz bestimmt nicht mehr – an die Urnen, um sich ihr Placet zu sichern. Dann wird gebaut mit Baukostensummen nach oben offen und der Rest der Republik fragt sich, wo und warum die Stuttgarter sich das Recht hernehmen, auf Kosten der Republik ihren Hauptbahnhof einzugraben.

Wie konnte das passieren? Wie konnte es Ingenieuren in den Sinn kommen, ein total veraltetes Konzept in die tat umzusetzen? Als Erklärung bleibt nur noch die Vermutung, die Ingenieure wollten ihr Knohow mal so richtig vorführen. Es gab ja mal ein Plakat mit 21 Gründen für S21, das ist aber überall entsorgt worden, weil nichts mehr davon stimmt. Die Gründe führten nicht zum Bau. Es war der Kampf zwischen den Gegnern und den Befürwortern, der zum Bau führte. Das Projekt konnte nur gebaut werden, weil die Front der Gegner den Befürwortern in bestimmten Momenten einen Freiraum, ließen, die Proteste als unbegründet zurückzuweisen immer und nur mit dem Hintergedanken, jetzt erst recht, den Gegnern zeigen wir es mal, das wir das schaffen werden. Die Gegner bestanden naturgemäß aus vielen Gruppen, die alle ihre guten Argumente gegen den Bau hatten. Die Qualität des Hauptbahnhofs als funktionaler Ort blieb dabei auf der Strecke. Die vielen 21 Gründe für #S21 schmolzen dahin. Zurück blieb nur ein allerletztes Scheinargument, man habe jetzt soviel gebaut, man könne nicht mehr aufhören.

Und so wird gegen jede Vernunft weitergebaut, die tollen und so unnötigen Ingenieursleistungen zu Recht gelobt, Notfallkonzepte werden lieber verschwiegen, Brandschutz wird lieber stillgeschwiegen und muss zur Einsicht vor Gericht erkämpft werden, der Streit über Planung, Genehmigung, Finanzierung und Bau des Flughafen werden nur noch als Zukunftsvisionen gehandelt und kein Wort wird über die möglicherweise horrenden Folgekosten des Systems #S21 verloren.

Es gibt Baustellenbesichtigungen, die gut besucht sind. Schaut man sich aber über die letzten Jahre die Zeitungsartikel der Stuttgarter-Zeitungen zum Thema S21 an, sind es in der Summe die negativen Nachrichten, die überwiegen, dazu passt auch, dass die Info-Ausstellung aus dem Turm des Hauptbahnhofs verlagert und verkleinert wird: was man wohl alles zu verbergen hat?  Im November 2019 melden die Stuttgarter Nachrichten, > die Bahn schließe weitere Kostensteigerungen au. Gut nehmen wir das zum Protokoll. Ob dieser Ausschluss stimmt? Es soll bei 8,2 Milliarden bleiben. Das klingt doch eher danach, als ob jemand gesagt habe, bei 10 oder 5 Milliarden würde heute die Reißleine gezogen werden. Man braucht also nur zu erklären, es bleibt bei 8,2 Milliarden und man darf zu Ende bauen. Wer glaubt das eigentlich? Die Befürworter von S21? Und was ist mit der veralteteten Stellwerks- und Sicherungstechnik? Das Zugsicherungssystem ETCS („European Train Control System“) im Regional- und S-Bahn-Verkehr wird für S21 kommen oder nicht? Und wer kennt heute die Kosten für die Flughafenanbindung von S21?

Als Ersatz für diese Vernichtung des öffentlichen Raumes hinter dem Bonatzbau bekommen wir einen Platz (geplant als Straßburger Platz? N’est-ce pas?) mit Riesenbullaugen über dem Tiefbahnhof, der außer der Funktion durchquert zu werden, überhaupt nichts bieten kann. Dieser Platz hat keine Aufenthaltsqualität, sagte Roland Ostertag (1931-2018) kopfschüttelnd, als wir zusammen das Modell betrachteten.

S. auch: Virtueller Rundgang: > Die Ausstellung am Gähkopf von Roland Ostertag.

Hätte man mit 4-6 Milliarden die S-Bahn-modernisiert, Stuttgart wäre zu einer Nachverkehrsmodellstadt geworden, die vielleicht sogar das Autoinnenstadtproblem gelöst hätte. Nun wird Stuttgart einen ultramodernen Bahnhof hinter und unter dem Bonatzbau bekommen, der für die Instandhaltung späteren Generationen Unsummen auferlegen wird. Das Umfeld des neuen Tiefhaltepunkts wird sein umliegendes Stadtquartier nicht kennen, weil es wie ein Fremdkörper wirken wird. Die Planungs- und Bauzeit des Tiefbahnhofs war und ist so aufregend, dass man den Bürgern nichts über die Anbindung an die den Tiefbahnhof umgebenden Stadtquartiere gesagt hat, braucht man ja auch nicht. In Stuttgart wird künftig unter der Erde gereist. Aber auch heute, wo soviel gebaut worden ist, kann ich mir schlicht nicht vorstellen, wie der Verkehr mit diesen langen ICE-Zügen durch die vielen S21 Tunnel abgewickelt problemlos abgewickelt werden soll.

Das Stuttgart-Modell von Roland Ostertag

Dienstag, 2. April 2019

Unsere Redaktion hat schon öfters über das Modell der Stadt Stuttgart, das der Architekt > Roland Ostertag 1931-2018 um 2007 für seine > Ausstellung am Gähkopf anfertigen ließ, berichtet. Für das Modell (Wert über 100.000 EUR) suchen wir im Rahmen einer Dauerleihgabe eine neue Heimstatt. Es ist das Glanzstück der > Ausstellung von Roland Ostertag, die jetzt dank Heiko Stachel virtuell besucht werden kann. Aber das Modell selber ist ein beeindruckendes Objekt, um die Probleme und Chancen der Stadtplanung in Stuttgart zu verstehen. Einerseits kann die einmalige topographische Lage der Stadt anhand dieses Modells bewundert werden, andererseits können viele bis heute immer noch unzufriedendstellende Lösungen für Stadtquartiere und Verkehrsströme erkannt und diskutiert werden.

58 Fotos. Bitte klicken Sie auf ein Foto, um das Album zu öffnen:

> Das Modell der Stadt Stuttgart von Roland Ostertag – 14. März 2019 von H. Wittmann

Das Modell der Stadt Stuttgart von Roland Ostertag

Donnerstag, 14. März 2019

Dietrich Heißenbüttel, “Erst hier versteht man Stuttgart”, Stuttgarter Zeitung, 25. März 2019: “Was wird aus dem Stadtmodell des vor einem Jahr verstorbenen Architekten Roland Ostertag? Ein virtueller Rundgang beweist nun allen Neugierigen, was es hier zu bewahren gilt.”
Heiko Stachels Rundgänge: > www.zitronenwolf.com

Virtueller Rundgang: > Die Ausstellung am Gähkopf von Roland Ostertag.

> Die Ausstellung von Roland Ostertag

Ehren wir in Stuttgart das Andenken von > Roland Ostertag – 1931-2018 und finden wir in dieser Stadt einen neuen Ort für das Modell, das fast 20 Jahre lang das Glanzstück seiner Ausstellung am Gähkopf war:

Kontakt über unsere Redaktion: > redaktion@stuttgart-fotos.de

Die Entwicklung der Stadt Stuttgart und die damit verbundenen Problemen und Fragen, mit Vorschlägen zur weiteren Stadtentwicklung hat der Architekt Roland Ostertag in seiner Ausstellung am Gähkopf von 2001-bis 2018 präsentiert. In seiner Ausstellung, die noch Samstags bis Ende April von 11 bis 15 h geöffnet ist – befindet ein Modell der Stadt Stuttgart im Maßstab 1:1000. Es hat eine Größe von 5,25×5,25m. Vom Kräherwald/Feuerbacher Tal im Westen bis Gablenberg im Osten, vom Killesberg/Augustinum im Norden bis Degerloch/Fernsehturm im Süden. Das Modell ist in acht Teile geteilt. Die Teile sind mit Rädern versehen, um die Teile auseinander zu rücken und aus den Zwischenräumen die Teile zu bearbeiten, zu ergänzen, zu reinigen. Das Modell wurde von einer Modell-Werkstatt in Dresden hergestellt, finanziert von einer Dresdner Firma, durch Spenden und intensiver ehrenamtlicher Tätigkeit seit 1992.

> Ein neues Museum für die Bürger Eine Lehrschau für die Stadtplaner – 4. Juli 2009 von H. Wittmann

Die Stadt Stuttgart verdannkt Roland Ostertag die  Renovierung des u.a. Alten Schauspielhauses, die Erhaltung des Bosch-Areals, der Ruine des Lusthauses (> Das Lusthaus und die schnelle Einsatztruppe der Stuttgarter Oper – 18. Juli 2009  – > Stuttgart und seine Geschichte. Die Ruine des ehemaligen Lusthauses – 31. August 2008) und die Rettung des >  Hotel Silbers  und außerdem auch die stete Präsenz als Mahner, sowie der Abriß-Furor wieder aktiv wurde > Soll das Hotel Silber wirklich abgerissen werden? oder Wie geht die Stadt Stuttgart mit ihrer Geschichte um? – 30. Januar 2010. Sein Modell enthält an einigen Orten seine Vorstellungen für eine moderne Stadtplanung.  In diesem Sinne ist sein Modell Mahnung und Anregung zum Weiterdenken, ganz in seinem Sinne.

Das gilt auch für das, was er eine überfällige Stadtreparatur nannte: Sie ist auch auf diesem Modell zu erkennen. Seiner Denkschrift Der Stadtboden gehört allen, die 2006 zusammen mit Gunter Kölz vorgelegt hat, enthält detaillierte Planungen zum Rückbau der Verkehrssünde > Hauptstätterstraße: dieses Projekt von beiden hat unsere Redaktion mit über 20 Artikeln auf unserem Blog begleitet und dokumentiert:

> Die Bebauung der Hauptstätter Straße – 27. Mai 2007

> Die Neue Stadtplanung – 16. April 2008

> Warum braucht Stuttgart die Hauptstätterstraße? – 18. April 2017

> Stadtreparatur: Die Hauptstätter Straße in Stuttgart  – 12. April 2009

> Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept – 13. Juni 2007

Die autogerechte Stadt IV – 14. September 2010


Aus gutem Grund heißt es „Made in Germany“ und nicht „Made by Germans“, denn täglich geben Mitarbeiter/innen aus aller Welt bei uns ihr Bestes. Damit das so bleibt, stehen wir auch weiterhin für ein weltoffenes Deutschland. Eine Initiative deutscher Familienunternehmen.

Klett ist Teil der Kampagne „Made in Germany – Made by Vielfalt“. Weitere Informationen: www.klett-gruppe.de/ueber-die-klett-gruppe/verantwortung: “Familienunternehmen setzen gemeinsam ein Zeichen zur Förderung von Toleranz und Weltoffenheit: Insgesamt 50 Unternehmen sprechen sich unter dem Motto „Made in Germany – Made by Vielfalt“ für mehr Toleranz und Weltoffenheit aus. Die gemeinsame Kommunikationsmaßnahme wird im März 2019 umgesetzt. Sie umfasst die Veröffentlichung einer Anzeige in ausgewählten Printmedien sowie auf Plakatflächen in 15 Städten Deutschlands. Das Bildungsunternehmen Klett beteiligt sich an der Initiative.”

Auf unserem Blog: > La CNCDH a publié son 27e rapport sur la lutte contre le racisme sous toutes ses formes – 13. April 2018

> Prévenir la radicalisation des jeunes / Der Radikalisierung von Jugendlichen vorbeugen – 26. September 2016

> Nachgefragt. CNCDH: Le rapport sur la lutte contre le racisme, l’antisémitisme et la xénophobie – 6. Mai 2016


Nachverdichtung in der Stuttgarter Innenstadt V

Freitag, 28. September 2018

Wir ergänzen den folgenden Beitrag vom 1. Juni 2018 um fünf Fotos, die die Rosenstraße zeigen, die heute von der Stadtautobahn durchschnitten wird. Schade, auch das kürzlich fertiggestellte Gebäude, das zum > Dorotheenviertel > Immer enger: Nachverdichtung in der Innenstadt (III) gehört, in die alte Rosenstraße gebaut wurde. Es ist ja nicht schlimm, wenn Stadtgrundrisse sich ändern, das gehört zur Stadtgeschichte dazu, aber in diesem Fall, ist die von > Roland Ostertag (1931-2018) immer bedauerte Geschichtsvergessenheit besonders ärgerlich:

> Was ist denn da passiert?, fragte unsere Redaktion am 28. Februar 2016. “Nachverdichtung,” erklärte uns > Roland Ostertag in seinem Büro, als wir die Fotos betrachteten

Ein > historischer Stadtplan von 1914 zeigt, wie die Rosenstraße die Eßlingerstraße überquert. Betrachtet man diese Situation heute von der Halbhöhe aus, so wurden ein oder zwei Häuser des neuen Dorotheenviertels genau in die Flucht der Rosenstraße gebaut. Nun, ist es richtig, dass hier nicht zum ersten Mal ein Straßenverlauf ändert, das hat es schon öft gegeben, und auch in Stuttgart. Trotzdem: > Stuttgart ohne Geschichte. Kritische Anmerkungen zur Stadtplanung fällt uns dabei ein:

In diesem Beitrag > Nachverdichtung in der Innenstadt IV. Das Dorotheen-Quartier in Stuttgart gibt es auch ein Fotoalbum vom Bau des Dorotheenviertels.

Heute hat sich unsere Redaktion das Ergebnis angesehen:

Roland Ostertag war immer darauf bedacht, was ein Gebäude oder mehrere zu den Gebäuden in ihrer unmittelbaren Umgebung sagen. In diesem Falle nicht viel. Die Gebäude des neuen Dorotheenviertels sind zu wuchtig, viel zu groß, kaum noch eine Blickschneise auf den Karlsplatz, die alte Markthalle wird erdrückt, die gesamten Proportionen in diesem Viertel sind dahin, die großen Steinflächen, die mit Platten belegt sind, zwischen der Markthalle und Breuninger ist halt nur eine Steinfläche. Kleinere Häuser, kleinere Steinwüsten. Können wir vermeiden, dass diese Form der Quartierneugestaltung, die wir von A1 > Ortsbesichtigung: S-21 – Bauabschnitt A 1 kennen, in Stuttgart nicht nochmal gebaut wird?

> Immer enger: Nachverdichtung in der Innenstadt (III)

27. September 2015

„Man soll die Hoffnung nie aufgeben wie einen Brief ohne Adresse“. Gedenkveranstaltung Prof. Roland Ostertag

Mittwoch, 19. September 2018

Gedenkveranstaltung Prof. Roland Ostertag – 19.02.1931 – 11.05.2018
20.09.2018, 19:00 Uhr
Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart

Alle Bilder © H.W., das letzte dieer Reihe © Thomas Fütterer.

Prof. Roland Ostertag hat in den letzten 20 Jahren die Diskussionen in Stuttgart über Stadtgeschichte und Stadtgestalt geprägt. Beharrlich und unermüdlich hat er uns an die Geschichte unserer Stadt erinnert und uns mit ihr konfrontiert. Zahlreiche Initiativen wurden von ihm gegründet und haben zum Erhalt wichtiger baulicher Zeitzeugen, dem Alten Schauspielhaus, der Lusthausruine, dem Bosch-Areal und dem Hotel Silber geführt. Ebenso ist ihm die Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“ am Nordbahnhof zu verdanken.

Das Architektur-Forum Baden-Württemberg, eine von ihm über Jahrzehnte geprägte Stiftung, widmet Prof. Roland Ostertag diese Veranstaltung. Bauherrn, Hochschullehrer, Mitstreiter und Weggefährten erinnern an das ausgefüllte Leben des Architekten, langjährigen Professors an der TU Braunschweig, Präsidenten der Bundesarchitektenkammer – und die zahlreichen von ihm mitgegründeten Initiativen. Bilder der zahlreichen Bauten von Prof. Ostertag, Berichte aus seiner Zeit als Professor in Braunschweig sowie ein Einblick in sein Engagement für „sein Stuttgart“ werden von zahlreichen Grußworten begleitet.

Zur Würdigung sprechen Prof. Dr. Erhard Eppler und Prof. Dr. Klaus Töpfer.

Die Veranstaltung wird unterstützt durch Stiftung Architektur-Forum Baden-Württemberg
Vorstand: Dipl. Ing. Knut Göppert, Dipl.-Ing. Achim Söding, Freier Architekt BDA, Schwabstraße 43, 70197 Stuttgart

> www.architektur-forum-bw.de

Auf unserem Blog:

> Die Ausstellung zur Stadtplanung in Stuttgart von Roland Ostertag am Gähkopf

> Roland Ostertag – 1931-2018

> Roland Ostertag: Stadtplanung ist ein Gesamtprojekt und kein Stückwerk

> Stadtspaziergang mit Professor Roland Ostertag rund um den Stuttgarter Marktplatz – jetzt mit Video

> Das Lusthaus und die schnelle Einsatztruppe der Stuttgarter Oper

Bürgerbeteiligung in Stuttgart: Samstag, 21. Juli 2018
Neuer Stadtraum B14

Freitag, 20. Juli 2018

Stuttgart startet einen städtebaulichen Wettbewerb “Neuer Stadtraum B14”. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen bei einer Bürgerbeteiligung Ideen und Vorschläge für den Auslobungstext einzubringen, vom 13. Juli – 6. August 2018 online > ww.stuttgart-meine-stadt.de/ und bei einer Veranstaltung am 21. Juli von 10 bis 15 Uhr im Rathaus, Großer Sitzungssaal sowie Foyers im 3. und 4. Stock.

Grundsätzliches: > Ein Tunnel unter der Kulturmeile? Unter der B14 ?

> Soviel Platz! – 27. Mai 2007 von H. Wittmann

Auf der Website der Stadt Stuttgart steht. “Oberbürgermeister Fritz Kuhn erklärte zum geplanten Wettbewerb: “Die Zukunft der B14 als Teil des Cityrings wird von den Stuttgarterinnen und Stuttgartern intensiv diskutiert. Dabei geht es um eine urbane Aufwertung des Stadtraums. Diese Diskussion wollen wir für den beginnenden Planungsprozess zur Umgestaltung der B14 aufgreifen und die Bürger aktiv in das weitere Vorgehen einbinden.” > Neuer Stadtraum B14: Bürgerbeteiligung zum städtebaulichen Wettbewerb

Warum geht es? Ein Blick auf eine Karte.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn spricht hier von der B14 als Teil des Cityrings… im Portal für die Bügerbeteiligung > www.stuttgart-meine-stadt.de/content/bbv/details/293/ steht: “Die B14 zwischen Österreichischem Platz und Gebhard-Müller-Platz soll umgestaltet und städtebaulich aufgewertet werden. Entlang dieses Teilstücks der B14 liegen zahlreiche kulturelle Einrichtungen, weshalb der nördliche Abschnitt auch als “Kulturmeile” bekannt ist. Die Sanierung der Stuttgarter Oper ist nicht Bestandteil dieses städtebaulichen Wettbewerbsverfahrens und wird als eigenständiges Vorhaben bzw. städtebauliches Projekt behandelt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, bei diesem Vorhaben mitzudiskutieren.”

Und auf dieser Website steht auch: “Durch die Beteiligung soll ein breiter Konsens über die planerischen Rahmenbedingungen erreicht werden. Dazu zählt auch das Wettbewerbsgebiet. Die gesellschaftliche Akzeptanz des künftigen Wettbewerbsergebnisses kann dadurch befördert werden. Außerdem dient Veranstaltung dazu, Kenntnisse über den Planungsraum zu sammeln und für das Verfahren festzuhalten. Die Wettbewerbsteilnehmer können später davon enorm profitieren und daher nachhaltiger planen. Aus den Ergebnissen der Beteiligung wird ein Auslobungstext mit einer Aufgabenbeschreibung erarbeitet, der als Grundlage für den städtebaulichen Wettbewerb zur B14 dient. Über die Auslobung entscheidet dann der Gemeinderat.” Das geht in die richtige Richtung

Grundsätzliches: > Ein Tunnel unter der Kulturmeile? Unter der B14 ?


Berichte über die > Neue Mitte Ulm auf unserem Blog


Grundsätzlich. Eine Teilreparatur der Stadtautobahn vom Marienplatz bis zum Neckartor wäre schon mal ein Anfang und die Absicht, einen Teil “städtebaulich aufzuwerten” ermöglicht gute Perspektiven. Und es wird eine Bürgerbeteiligung gestartet, am 21. 7. im Rathaus und online nur vom 13. Juli – 6. August 2018. Das ist alles, gemessen an dem Problem der B14 als Boll- und Trennwerk zwischen mehreren Stadtquartieren in Stuttgart viel zu kurz und zu knapp. Viele Stuttgarter sitzen auf gepackten Ferienkoffer, es sieht so aus, als wenn man hinterher sagen möchte, die Bürger/innen waren beteiligt. Stuttgart muss sich ein Jahr Zeit nehmen, um eine Grundlage dafür zu schaffen, das Elend der B14 durch Stuttgart neu im SInne einer echten Stadtreparatur zu planen. Hier oder dort einen Deckel draufzumachen ist Unsinn und löst kein Verkehrsproblem.
Roland Ostertag (1931-2018) war seiner Zeit oft voraus. Sein Fachwissen und seine Hartnäckigkeit fehlen uns heute. Aber besonders sein letztes Buch > Stuttgart ohne Geschichte. Stadtplanung im kritischen Rückblick, Stuttgart 2018, enthält eine Übersicht seiner stadtplanerischen Grundgedanken. In seinem vorletzten Buch Das Wunder der Topographie und das Elend der Stadtplanung beklagte er mit Nachdruck die Insellösungen – zu denen aus der Sicht eines Stuttgarter Stadtplaners und nicht des Durchreisenden von Paris nach Bratislava #S21 zählt: “Die Stadt zerbrach, zerbricht an sich selbst, an ihrer Modernität, weil die Stadtplaner nach dem Krieg nur Insellösungen geplant und gebaut haben. Stuttgart 21 ist eine solche katastrophale Insellösung im Geist tiefsten 19.Jahrhunderts, die in jedem ihrer Bauteile, Baugebiete und Bauabschnitte die Anbindung, die Ableitung an ein Gesamtkonzept vernachlässigt.” Eine bloße Aufhübschung der Kulturmeile – das riecht nach Tunnellösung > > Kulturmeilentunnel als Verkehrsansaugrohr – 27. Juni 2018 – ist keine Hilfe, keine Perspektive, nur ein noch größeres Unglück für die B14 mit ihren 12-16 Fahrspuren durch die Stadt.

Es muss noch mehr passieren. Heute am 19.7. gibt es schon > zwei Tweets mit Neuer Stadtraum B14.


> Stadtreparatur in Stuttgart (II): Die Hauptstätter Straße – 6. Juni 2011 von H. Wittmann

Also nochmal:

40 Prozent sind Hin-und Herfahrer *
30 Prozent nutzen die Stadtautobahn, weil es sie gibt, ohne sie
würden sie den Zielort ihrer Fahrt direkt ansteuern
30 Prozent sausen wirklich von der Filderstraße bis zum Neckartor auf der Stadtautobahn
und gehören eigentlich nicht in die City
20 Prozent machen ohnehin Fahrten unter 3 oder 4 Km

120 % – das sind nur Schätzungen, aber diese Größe legt nahe, dass wir diese Stadtautobahn nicht brauchen und schon gar nicht den Tunnel, denn Tunnel brauchen Ein- und Ausfahrten, die für den Stadtboden gestaltungsmäßig verloren sind.

> Warum braucht Stuttgart die Hauptstätterstraße? – 18. April 2017 von H. Wittmann


2007 hat > Roland Ostertag zusammen mit Dipl.-Ing. Gunter Kölz unter Überschrift Der Stadtboden gehört allen. Gedanken zu einer städtebaulichen Entwicklung der Stadt in einer umfangreichen Broschüre, die alle Pläne enthält, ihre Vorschläge zu einer grundlegenden Sanierung der Hauptstätter Straße und damit zu einer Reparatur des durch die Stadtautobahn entstandenen Schadens in der Stadtmitte Stuttgarts vorgelegt: > Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept – 13. Juni 2007 von H. Wittmann.

Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept

> Die Bebauung der Hauptstätter Straße – 27. Mai 2007

Gehen wir mal um den Bahnhof herum und durch den Schlossgarten

Montag, 9. Juli 2018

Der Schlossgarten neben dem Hauptbahnhof in Stuttgart ist gründlich zerstört worden. Vielleicht zwei Jahrzehnte lang wird er eine der größten Baustellen der Republik sein. Zwischen Drahtzäunen kann man durchlaufen und gelangt in den Schlossgarten. Ihm man dereinst, wenn der Deckel als Mondlandschaft über dem Tiefbahnhof geschlossen ist, dort für immer vermissen. Die hohen Kosten und die schöngeredeten Vorteil von S21, das politische Gemauschel, wie die Entscheidung für die Drehung und Tieferlegung des Bahnhofs, der dort unten zu einem zu engen Haltepunkt verkümmern wird, zustandegekommen ist, waren keine Glanzlichter gelebter Demokratie. Aber die lange Dauer der Baustelle, die Vernichtung des Fußgängerparadieses auf so lange Zeit, die langen Wege, zu denen die Reisenden fast zwei Jahrzehnte lang gezwungen werden, zeugt von einem derartig eklatanten Versagen der Stadtplanung zugunsten der Bürger/innen. Hier gestattet es die Stadt der Bahn für den Fortschritt, die Schnelligkeit und zugunsten eines Labors für neue Bautechniken den Lebensraum ihrer Bürger/innen zu vernichten. Natürlich wollte man nie den Bürger/innen reinen Wein einschenken. Die Politik interpretierte die Ablehnung des Ausstiegsgesetz als eine Zustimmung zu S21 > François Hollande: Zum Stuttgarter Bahnhof gab es eine Volksbefragung… – 14. Juni 2016. Die 21 Argumente für Stuttgart 21 sind längst durch ein neues Argument ersetzt worden: Wir können nicht mehr aufhören, weil schon so viel gebaut worden ist. Vielleicht ist da was dran, weil es kein andres Argument mehr gibt:

Kulturmeilentunnel als Verkehrsansaugrohr

Mittwoch, 27. Juni 2018

Die Stuttgarter Zeitung (27. Juni 2018) berichtet, dass die Mehrheit der Fraktionen im Gemeinderat könne sich “einen Tunnel an der Kulturmeile” (wahrscheinlich ist gemeint unter der Kulturmeile) Zwischen Charlottenplatz und Gebhard-Müller-Platz vorstellen. Und der Fraktionschef Alexander Kotz, hat so Thomas Braun in dem zitierten Artikel, auch ein Argument, nämlich die prall gefüllte Haushaltskasse. Ein Tunnel unter der Konrad-Adenauer-Straße wäre aber kaum mehr eine Insellösung, die zur Entschärfung der Verkehrsprobleme unserer Stadt nichts beitragen wird. Eine sachgerechte Lösung kann nur entstehen, wenn man das Übel der Stadtautobahn insgesamt in den Blick nimmt.

Die > Hauptstätterstraße – rund 18 Artikel auf diesem Blog – ist eines von Stuttgarts größten Verkehrsproblemen. Einst für eine autogerechte Stadt erdacht mit bis zu 16 Fahrspuren zieht sie auch heute viele Autos an, die dann an beiden Ende im Stau stehen. Immer wieder hat unsere Redaktion hier wiederholt, was für ein Übel diese Schnellstraße als Schneise und Trennung vieler Stadtquartiere für die Stadt bedeutet. 20-30 % der Fahrzeuge fahren auf ihr, weil sie sie nicht überqueren können und deshalb zu Hin- und Herfahrern bis zum nächsten U-Turn werden. > Stadtreparatur in Stuttgart (II): Die Hauptstätter Straße. 30 % nutzen die Stadtautobahn und biegen irgendwann im rechten Winkel oder nach einen U-Turn zu ihrem Ziel ab, 30 % nutzen die Straße, um durch ganz Stuttgart durchzufahren. Fazit, man braucht diese Schnellverbindung nicht. 20-30 % machen ohnehin nur Fahrten von 3 Km. Sicher das sind geschätzte Zahlen, die aber nicht unrealistisch sind. Wer braucht die Hauptstätter mit ihren abschnittsweise > mehr als 16 Spuren? Eigentlich niemand.

> Warum braucht Stuttgart die Hauptstätterstraße? – 18. April 2017

Stuttgarter, habt den Mut,
die > Hauptstätterstraße einschließlich der Konrad-Adenauer-Straße und Willy-Brandt-Straße bis zum Neckartor zurückzubauen, so wie > Roland Ostertag es vor 11 Jahren mit seinem Projekt > Der Stadtboden gehört allen vorgeschlagen hat: > Die >Neue Mitte Ulm ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie mit Bürgerbeteiligung ein solches Projekt realisiert worden ist. Nur der Rückbau der Stadtautobahn in Stuttgart wird die Schadstoffbelastung in den Griff bekommen, alle anderen Maßnahmen sind hilflose Kosmetik

> Ein neues Museum für die Bürger. Eine Lehrschau für die Stadtplaner – 4. Juli 2009

> Die Kulturmeile soll in den Tunnel – 8. September 2007

Der Kulturmeilentunnel wird als Ansaugrohr dem Verkehr dienen und an beiden Enden die Staus vergrößern. Wie kann eine Gemeinderat in einer Stadt mit Verkehrsproblemen wie Stuttgart auf die Idee kommen, sich Maßnahmen auszudenken, die Stadt autogerechter zu machen, noch mehr Verkehr anzuziehen, anstatt, die Hauptstätter Straße zurückzubauen. Wo sollen denn dann die ganzen Autos fahren? Woanders und weniger.

> Kommt die Kulturmeile wirklich in den Tunnel? – 30. Dezember 2007

> Warum (will) / wollte ! man die Kulturmeile untertunneln? – 25. Februar 2009

Stadtplanung in Stuttgart I

Dienstag, 26. Juni 2018

Die Prioritäten für unsere Redaktion wären in punkto Stadtplanung: Rückbau der Stadtautobahn, viel mehr Radwege in Stuuttgart, damit das wilde und gefährliche Radeln auf den Bürgersteigen endlich aufhört (“Wo soll man denn sonst fahren?”) und die Radler in Stuttgart sich etwas mehr an die Verkehrsregeln gewöhnen können und nicht mehr so oft bei Rot einfach weiterfahren. Der Elektrobus nach Cannstatt ist eine gute Idee, er könnte auch auf der zurückgebauten Stadtautobahn eingesetzt oder weitergeführt werden. Schade, dass es noch immer kein Konzept gibt, wie der neue Hauptbahnhof > #S21 an die umliegenden Stadtteile angeschlosssen werden könnte. Wahrscheinlich bleibt ihm 2032 nur übrig zu sagen, ich bin jetzt da. Und da wäre noch die überfällige Aufwertung der Innenstadt mit einer grundlegenden Renovierung der Kronprinzenstrasse, deren teilweise Umwandlung in eine > Steinwüste nicht das letzte Wort sein darf. > Nachverdichtung: Dafür gibt es in Stuttgart viele gelungen Beispiele > Nachverdichtung in der Stuttgarter Innenstadt V – 1. Juni 2018. Die Euros, die Herr Kotz im Kulutrmeilentunnel versenken möchte, sollte, nicht den schmutzigen Diesel-Autos zugutekommen, sondern den Fußgängern, den Radeln und damit allen Bürgern in dieser Stadt nützen, für ein Stuttgart, das den öffentlichen Raum aufwertet und die Stadtlandschaft wieder zu einem Erlebnis macht. Die Topographie dieser Stadt und ihre Bürger haben das verdient: > Roland Ostertag, Stuttgart – Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung

Die Ausstellung zur Stadtplanung in Stuttgart von Roland Ostertag am Gähkopf

Dienstag, 22. Mai 2018

Roland Ostertag (1931-2018) hatte in seinem Büro am Gähkopf in Stuttgart eine Ausstellung zur Stadtplanung in Stuttgart eingerichtet: > Ein neues Museum für die Bürger. Eine Lehrschau für die Stadtplaner. Glanzstück der Ausstellung ist ein Modell der Stadt Stuttgart, auf dem vor allem die faszinierende topographische Lage der Stadt bewundert werden kann. Andreas Keller hat in der Ausstellung Fotos aufgenommen:

Fotos: Andreas Keller

Andreas Keller > Roland Ostertag (19.2.1931–11.5.2018)