Das Ende von Stuttgart 21… und jetzt?

Noch ein Nachtrag: Dauerbaustelle „Stuttgart 21“ Falsch kalkuliert, falsch geplant, falsch gebaut – von Corinna Budras, Berlin, FAZ, 25.6.2026

Das Fazit dieses Blogbeitrags sei hier ganz oben nochmal wiederholt. Unsere Redaktion glaubt nicht mehr, dass das Megaprojekt zu einem Ende gebracht werden wird, so wie es seine Planer einst vorgesehen haben. Es wird da unten einen schmucken und zu großen Haltepunkt für Züge zum Flughafen und eventuell nach Ulm geben und ober wird der Kopfbahnhof bald renoviert werden. Darf man die Renovierungskosten auf die Hälfte des Budgets schätzen, das jetzt noch zur Fertigstellung von S21 – pardon S41 – notwendig sein wird?

81 Artikel zu Stuttgart21 stehen auf unserem Blog.

Es könnte gar nicht mehr schlimmer kommen. Das Technikgebäude wohl (fast) fertig muss aufgrund der Entwicklung der Technik und wohl auch der Vorschriften neu konzipiert werden? Und im Artikel Die Technik ist schon veraltet, wenn der Bahnhof in Betrieb geht, FAZ 23.06.2026l von Corinna Budras und Rüdiger Soldt wird angedeutet, dass der komplizierte Digitale Knoten Stuttgart (DKS) die Voraussetzung für die Betriebsfähigkeit des zu kleinen Tiefhaltepunkt unter den Glubschaugen ist. Natürlich ist der Haltepunkt da unten zu klein. Schaut man sich die große Zahl der Pendler an, die morgens am Kopfbahnhof ankommen und ihren langen Fußmarsch zur City antreten müssen, dann ist es doch offenkundig, dass diese Mengen sich nur schwer über die Rolltreppen von da unten nach oben drängeln können:

„Kaffeetrinken im Hauptbahnhof und dann zum Zug schlendern, der schon bereit steht, zusammen mit 10 oder 12 oder noch mehr anderen Zügen, die auf ihre Reisenden warten, damit ist es mit S21 vorbei. 2026 oder später muss man sich in die Tiefe quälen, den richtigen Bahnsteig suchen, alles wird enger, besonders wenn ihnen die Pendler von unten entgegenströmen, und die Zeitersparnis geht gegen Null, dann die Tunnelfahrt raus aus der Stadt. Nach Ulm über die Neubaustrecke durch die Alb geht es dann ein bisschen schneller als heute, dadurch steigt natürlich die Reisequalität ganz erheblich.“ > S21-Baustelle Hauptbahnhof im Dezember 2016 – 22.6.2016 hier auf unserem Blog

Und die Frage ist und war doppeldeutig gemeint: > Wie soll man aus S21 rauskommen? – 19. Februar 2016 – hier auf unserem Blog

Die Älteren werden sich vielleicht noch an die Volksbefragung zu Stuttgart21 erinnern: > François Hollande: Zum Stuttgarter Bahnhof gab es eine Volksbefragung… – 14. Juni 2026 – hier auf unserem Blog

Mit dem so festen Versprechen, S21 werde nicht mehr als fünf Millaiden Euro kosten wurde die entschdieung für das Mammutprojekt duchgedrückt: „Der Stuttgarter Modernisierungsschub soll alle am Bau Beteiligten, also im Wesentlichen die Steuerzahler rund fünf Milliarden Euro kosten. Dafür werden die Gleisanlagen des Stuttgarter Bahnhofs unter die Erde gelegt, von 16 Gleisen auf 8 verringert. Und die Reisenden müssen künftig, wenn ihr Zug dort unten ankommt, schnell rausspringen, bevor ihr Zug unterirdisch weiterbraust, um die versprochenen Reiseverkürzung einzuhalten.“ > Stuttgart 21 – Die Region wächst zusammen – 21. Juli 2007 – hier auf unserem Blog

Nachtrag: Der Artikel von Corinna Budras und Rüdiger Soldt > Die Technik ist schon veraltet, wenn der Bahnhof in Betrieb geht, FAZ 23.06.2026 lässt durchblicken, was man leicht vermuten kann. Stuttgart 21 wird nie fertig werden. Es wird dort unten einen teuren Luxushaltepunkt für Züge zum Flughafen und vielleicht auch nach Ulm geben, wenn der wirklich jemals funktionieren wird. Ansonsten wird der aktuelle Kopfbahnhof eines Tages renoviert werden und das denkmalgeschützte Überwerfungsbauwerk weiterhin genutzt werden. Die Fertigstellung von Stuttgart 21 wird sich als technisch unmögliches Projekt erweisen.

Beims Stand der Dinge wird sich die Fertigstellung des Mammutprojektes noch lange hinauszögern, jetzt ist offiziell 2031 als Termin für die Fertigstellung im Gespräch. Vielleicht einst auch 2041? Wieviele Stunden habe ich im Büro von Professor Roland Ostertag (1931-2018) verbracht! Wie oft haben wir über Stuttgart 21 diskutiert! Und die vielen Stunden, in denen wir die PPT-Datei konzipiert und geschrieben haben, mit der er bei der Schlichtung am 30. November 2010 mit Heiner Geissler versucht hat, ihm und allen Beteiligten, das mit Stuttgart 21 drohende Desaster für die Reisenden, für die Stadtplanung und ganz zu schweigen von den 12-14 Milliarden Euro an Baukosten, die er vorhersagte, mit Nachdruck vor Augen zu führen. Immer wieder erinnerte er an das drohende Fiasko mit S 21: Rede von Prof. Ostertag bei der 241. Montagsdemo.

> Stuttgart 21 – 80 Artikel auf unserem Blog

> François Hollande: Zum Stuttgarter Bahnhof gab es eine Volksbefragung…

Und jetzt? 2031 wird als Zielmarke für Stuttgart 21 genannt und auch dieser Termin scheint keineswegs sicher zu sein. Das Verkehrsaufkommen wird immer größer, allen Versicherungen, dass der kleine schräge Durchgangshaltepunkt unter den Glubschaugen eine Erleichterung für die Reisenden bedeuten würde, glaubt heute niemand mehr. Wird das Projekt 2034 wirklich fertiggestellt werden würde, wird es ein eindrucksvolles Bauwerk deutscher Ingenieurskunst darstellen, das in allen Reiseführer als bemerkenswertes Highlight der schwäbischen Hauptstadt genannt werden wird. Die Touristen werden in Scharen kommen, steigen aus, drängeln sich auf den abschüssigen, viel zu engen Bahnsteigen, bewundern die Architektur und steigen wieder ein, um durch den Tunnel davonzubrausen. Oben bleiben die Stuttgarter mit ihrer tollen topographischen Lage alleine zurück.

Stuttgart hatte einen tollen Kopfbahnhof, wo morgens 16 Züge abfahrtbereit stehen können, man schlenderte durch die Halle zum Zug und musste sich nicht, wie künftig nachdem der Tiefhaltestelle einst eingeweiht sein wird, nicht über viele zu enge Rolltreppen in den Keller quälen… Oder man kam mit dem Zug in Stuttgart an und spazierte in die Innenstadt, die den Reisende gerne empfängt. Der künftige Tiefhaltepunkt wird diese Anbindung an die Stadt ignorieren. Professor Ostertag sprach oft bei Beurteilungen von Bauwerken davon, wie sie zu ihrer Nachbarschaft sprechen. Um diese Idee wieder aufzugreifen, der Tiefbahnhof weiß nichts von der Innenstadt, da er keinen Bezug zu ihr geschweige denn zu der eindrucksvollen Stuttgarter Topographie hat, die wird in den kilometerlangen Tunneln vor den Reisenden versteckt. Und heute? Seit vielen Jahren und noch viele weitere Jahre müssen die Reisenden lange Umwege in Kauf nehmen, um vom Bahnhofsvorplatz, den hat Stuttgart ja nie gehabt hat, ihre Koffer zu den Gleisen zu ziehen.

> Zur Topographie der Stadt und der Lage des Kopfbahnhofs

Die künftige Bahnhofssituation und die so bemerkenswerte Kessellage der Stadt Stuttgart widersprechen sich.

Wer auf die Idee kam, den Bahnhof um 90° zu drehen und so die Orientierung des Talkessels hin zum Neckar aufzugeben, hatte von der Topographie der Stadt nichts verstanden. Aber S21 ist ja noch mitten in der Bauphase… ob die Hälfte schon geschafft ist? Da darf man sich schon mal fragen, wie es jetzt weitergeht? Wahrscheinlich werden einst unten die Nahverkehrszüge fahren und der Fernverkehr wird oben in einem renovierten Kopfbahnhof bleiben. In 15 Jahren sprechen wir uns wieder.

Der Audioguide : Balado – La France à Stuttgart

Balado – La France à Stuttgart
Sa 25.4. | Führungen 14:30 u. 17 Uhr | Start IF Stuttgart | Dt./Frz. | Teilnahme kostenlos

An 24 Stationen führt der Stadtrundgang zu Orten, an denen sich französische Kultur, Geschichte und persönliche Lebenswege in das Stadtbild eingeschrieben haben. Eine Fassung in leichtem Französisch wurde in Zusammenarbeit mit dem Klett-Verlag entwickelt.

Auf französischen Spuren durch Stuttgart: Neuer Audioguide „Balado – La France à Stuttgart“ lädt zum Entdecken ein.


Tag der Offenen Tür ! Am Samstag (25.4.) öffnet das Institut français seine Türen um 14 Uhr. Es wartet nicht nur ein umfangreiches Kinder- und Jugendprogramm (u.a. Vorlesestunden, Schnupperkurse für Französisch, Zauberkunst u.v.m.), auch Begegnungen mit frankophilen Persönlichkeiten aus der Region stehen ebenso auf dem Plan wie ein abschließendes französisches Karaoke.


Die Landeshauptstadt wird zur Bühne einer faszinierenden deutsch-französischen Geschichte. An 24 Stationen führt der Stadtrundgang „Balado – La France à Stuttgart“ zu Orten, an denen sich französische Kultur, Geschichte und persönliche Lebenswege in das Stadtbild eingeschrieben haben.

Die 22. Französischen Wochen in Stuttgart vom 21.4.-3.5. 2026:

Detaillierte Informationen zu den Veranstaltungen und Veranstaltungsorten finden Sie ab Anfang Februar online unter www.franzoesischewochen.de

Historische Bauwerke, literarische Begegnungen, politische Verbindungen und überraschende Anekdoten machen deutlich, wie eng Stuttgart und Frankreich seit Jahrhunderten miteinander verflochten sind – und wie lebendig diese Beziehung bis heute ist.

Erzählt werden die Geschichten von engagierten Persönlichkeiten, profunden Kennern und Menschen, die diese Verbindungen bis heute prägen – darunter bspw. Daniel Cohn-Bendit, Michael Klett, Peter Erasmus, Frank Nopper oder Stefanie Stegmann.

Im Institut français – dem Herzstück des französischen Lebens in Stuttgart – beginnt und endet der Spaziergang. Vom neuen Institut am Berliner Platz geht’s hinauf in die Villa in der Diemershaldenstraße – dem alten Sitz des französischen Kulturinstituts, die heute das Kinderhospiz beherbergt. Vom Westen mit Abstecher am Feuersee beim Klett-Areal rüber in den Osten zum Robert-Bosch-Haus; später die Kulturmeile entlang schlendern, König Fußball im Stadtpalais treffen, Kunst und Le Corbusier auf dem Weg guten Tag sagen und im Anschluss ein Cuvée auf die Städtepartnerschaft am Pierre-Pflimlin-Platz … Station für Station entfaltet sich ein Stadtraum voller Erinnerungen, kultureller Verbindungen und überraschender Entdeckungen.

Eine Fassung in einfachem Französisch wird in Zusammenarbeit mit dem Klett-Verlag erarbeitet.

Praktische Informationen:

Vorstellung des Audioguides mit Führungen auf Deutsch (14:30 Uhr) und Französisch (17 Uhr). Die angebotenen Führungen zu ausgewählten Stationen bieten einen ersten Einblick in den Stadtrundgang. Einzelne Beiträger:innen begleiten die Führungen und stehen für Fragen zur Verfügung.

Teilnehmende benötigen ein Handy (App kann im Foyer des Instituts runtergeladen werden) u. eine Fahrkarte Zone 1.

Treffpunkt: Foyer (Institut français Stuttgart); keine Anmeldung erforderlich

Dauer: 2h, anschließend Quiz/ Gewinnspiel im Institut français

Der Balado wird unterstützt von: Verein der Freunde des Institut français e.V., Nouveaux horizons – Baden-Württemberg Stiftung, Dr. Karl Eisele & Elisabeth Eisele StiftungKlett Stiftung LBBW Stiftung,  Robert Bosch StiftungStadt Stuttgart, Ville de Strasbourg

Detaillierte Informationen zu den Veranstaltungen und Veranstaltungsorten finden Sie ab Anfang Februar online unter www.franzoesischewochen.de

21. April 2026: 75 Jahre Institut français de Stuttgart

Ein Dreivierteljahrhundert kultureller Dialog wird gefeiert. Das Institut français Stuttgart feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Seit 1951 steht das Institut für den lebendigen deutsch-französischen Austausch und ist heute eine feste Größe im kulturellen Leben der Region.

Als Teil des weltweiten Netzwerks der Institut français fördert das Institut die französische Sprache und Kultur und organisiert Begegnungen für  Kunst und Bildung. In Stuttgart hat es sich über mehr als sieben Jahrzehnte hinweg als Ort der Offenheit, Vielfalt und europäischen Verständigung etabliert.

Zum Jubiläum lädt das Institut zu einem vielfältigen Festprogramm ein:

  •  Feierlicher Galaabend  in der Liederhalle mit Gästen aus Politik, Kultur und Gesellschaft – 21. April 2026, 19:30 Uhr, Mozartsaal Liederhalle – moderiert von ALFONS
  • Große Jubiläumsausstellung zur Geschichte des Institut français Stuttgart – ab 22. April bis 31. Juli 2026, IF Stuttgart
  • Tag der offenen Tür – 25. April 2026, 14 Uhr bis 23 Uhr, IF Stuttgart Vorstellung des neuen Audioguides „Balado – La France à Stuttgart“ 25. April 2026, IF Stuttgart mit Führungen um 14:30 Uhr (dt.) u. 17 Uhr (frz.)

> 75 Jahre Institut français Stuttgart

> Das Jubiläumsprogramm 75 Jahre Institut franc?ais Stuttgart *.pdf – 9 Seiten

Die Jubiläumsfeierlichkeiten stehen unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und des französischen Botschafters in Deutschland, François Delattre.

> 22. Französische Wochen in Stuttgart – 21. April 2026 – 03. Mai 2026

Rezension: Vincent Klink, Mein Schwaben. Leben und Speisen im Ländle des Eigensinns

Vincent Klink (*1949) betreibt in Stuttgart das Restaurant Wielandshöhe. Nach seinen Büchern Ein Bauch spaziert durch Paris (2015) und Ein Bauch spaziert durch Venedig (2022) ist jetzt sein Buch über seine Ausflüge und Erlebnisse im Schwabenland > Mein Schwaben. Leben und Speisen im Ländle des Eigensinns erschienen.

Eine Reiseführer quer durch die schwäbische Geschichte angereichert mit vielen literarischen Erinnerungen und und gastronomischen Highlights sowie vielen Rezepten von der obligatorischen Flädlesuppe (im Remstal) über die „Maultaschen Schwäbisch“ bei Beutelsbach bis zum „Pfitzauf für 4 Personen“. Und eine Auswahl von Gasthäusern in der Region: „Es gibt sie aber noch, die guten Gasthäuser, man muss sie nur finden.“ (S. 309)

> www.edition-vincent-klink.de

Zu längeren Reisen hatte Vincent Klink mit seiner > Frau Elisabeth kaum Zeit… aber an Ruhetagen sind beide oft im Schwabenland umhergereist. Dreißig Jahre lang hat sie dafür gesorgt, dass die Ausflugstermine eingehalten wurden. Gemeinsame „Feldforschung“ und so ist dieses Buch auch der Erinnerung an seine Frau gewidmet.

Es geht los mit den frühesten Geschichten rund um die Zweibeiner im Schwabenland: „Der erste Fußgänger war ein Schwäble.“ (S. 11) Jeder Ausflug endet fast immer in einem Gasthof, so in Bitzfeld im „Gasthaus zum Löwen“ oder in Schlattstall im „Gasthaus Hirsch“ oder in Scheer im „Restaurant Brunnenstube“. Warum fahren eigentlich so viele Schwaben immer so weit weg? Folgt man den Erzählungen von Vincent Klink bietet doch das Land rund um Stuttgart genügend Stoff für Ausflüge durch die Geschichte mit vielen literarischen Erinnerungen und immer wieder gastronomische Besonderheiten.

Zwischendurch berichtet der Autor von seiner Schreibwerkstatt, seinem Schreibhäuschen und Autobiografisches aus seiner Jugend, wie er später zu seinem Beruf gefunden hat. Es ist aber vor allem die Geschichte dieser Region, die es Klink so angetan hat, zum Beispiel wenn der von seiner Passion für die Musik erzählt, die er mit den Staufern teilt. Und dann die Erklärung, warum, es bei seinen Auftritten ab dem Ereignis im Kloster Lorch nichts mehr zu essen gibt: 1200 Würste das war einfach zuviel (S. 93 ff.), deshalb hier das Rezept „Gmünder Batzenwurst“.

Es ist eine Reise quer durchs Schwabenland, die der der Autor uns her auf höchst vergnügliche Weise anbietet: Von Tiefenbronn zum Schloss Einsiedel, Beutelsbach im Remstal – zwischendurch erfährt vieles über den Bauernkrieg, auch der Schäbisch Gmündner Künstler Hans Baldung Grien (1485-1545) und sein Kollege Jerg Ratgeb (1486-1526) werden ausgiebig gewürdigt. Klinks Heimatstadt Schwäbisch Gmünd kommt nicht zu kurz. Er berichtet über seine erste Wirtschaft und erinnert an seine Frau Elisabeth: „Wollte ich aufgeben, stützte mich meine Elisabeth, eine wahre Heldin. Sie verlor nie den Mut.“ (S. 174)

Mit diesem Buch dokumentiert Vincent Klink die Vielfalt seiner Interessen, die sich gegenseitig, stützen, ergänzen ja auch herausfordern: von seiner Musik, über die Geschichte, die er aus seiner reichen Bibliothek nährt, bis zum eigenen Schreiben. Und alles in einem Ton, als würde er neben einem sitzen und mit seiner Begeisterung, die echt ansteckend ist, erzählen. Für ihn ist Kochen eine Kulturkunst und im Schnittpunkt seiner vielen Interessen und Aktivitäten.

Mit vielen handkolorierten Fotos vom Autor.

Vincent Klink,
> Mein Schwaben. Leben und Speisen im Ländle des Eigensinns
Hamburg: Rowohlt Buchverlag, 2024
ISBN: 978-3-498-00310-4

15. März 1943 März-Deportationen von Sinti und Roma nach Auschwitz-Birkenau – Veranstaltungen zum Gedenken

Ab März 1943 wurden fast 500 Sinti und Roma aus dem heutigen Baden-Württemberg deportiert. Wir gedenken ihrer am 80.Jahrestag des 15.März 1943. An diesem Tag fand der erste und größte Abtransport statt: Von Stuttgart wurden 234 Sinti nach Auschwitz-Birkenau verschleppt. Fast alle wurden dort ermordet.

Insgesamt wurden während der NS-Diktatur bis zu 500.000 Sinti und Rom umgebracht. Leider setzte sich die Geschichte der Diskriminierung weiter fort: Auch nach 1945 wurden Sinti und Roma ausgegrenzt und diskriminiert, die gegen sie verübten Verbrechen erst spät anerkannt und deren Entschädigung verzögert.

Wir erinnern an diesem 15. März an die schrecklichen Verbrechen,die an Sinti und Roma verübt wurden. Wir lassen uns heute ermahnen zum Abbau von Vorurteilen und einer wachsenden Solidarität und Begegnung mit Sinti und Roma.

15.3.: 14 Uhr Domkirche Sankt Eberhard, Königstraße 7A: Ökumenischer Gottesdienst

16 Uhr: Zeichen der Erinnerung, Otto Umfrid-Straße

18 Uhr: Hotel Silber, Dorotheenstraße 10

Flyer zur Gedenkveranstaltung am 15. März 2023

Donnerstag, 01.12.2022: Gedenken an die Deportation von Jüdinnen und Juden aus Stuttgart in das Konzentrationslager Riga

E i n l a d u n g
Donnerstag, 01.12.2022
Gedenken an die Deportation von Jüdinnen und Juden aus Stuttgart in das Konzentrationslager Riga Innerhalb der Reihe „30 Tage im November“

Am Morgen des 1. Dezember 1941 zwischen 8 und 9 Uhr wurden rund eintausend württembergische Jüdinnen und Juden vom Inneren Nordbahnhof ins Lager »Jungfernhof« bei Riga verschleppt. Nach wenigen Wochen wurden die meisten im nahe gelegenen Biernicki-Wald ermordet/erschossen.
* * * * * * * *
14 Uhr • Höhenpark Killesberg
Gedenkstein / Gedenkstätte
mit Rabbiner und Repräsentanz der IRGW sowie Herrn Bürgermeister Dr. Clemens Maier

15 Uhr • Zeichen der Erinnerung
Innerer Nordbahnhof
Otto Umfrid-Straße
Schülerinnen und Schüler der Alexander-
Fleming-Schule sowie der Hedwig-Dohm-
Schule werden mit ausgewählten Texten an die
Lebenswege einiger der Opfer erinnern.
* * * * * * * *
Die Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW),
die Landeshauptstadt Stuttgart,
die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart (GCJZ)
und der Verein „Zeichen der Erinnerung“
laden herzlich zu diesen beiden Gedenkveranstaltungen ein.

Buchpremiere des neuen Stuttgarter Manifests: Florian Werners »Der Stuttgart-Komplex«

Am Montag, dem 26.09. um 19:30 Uhr findet im Literaturhaus Stuttgart die Buchpremiere des neuen Stuttgarter Manifests statt: Florian Werners »Der Stuttgart-Komplex«.

Florian Werner geht der Frage nach, warum wir alle ein bisschen Stuttgart sind.
Stichwort Stuttgart 21 und Wutbürger, aber auch die ökologische Transformation und dann erschienen während der Pandemie die „Querdenker“, aber es gibt auch eine „Willkommenskultur“. Florian Werner ordnet dies alles ein und auf dem Cover steht „So wie Athen der Inbegriff der antiken Demokratie war und Manchester die Schlüsselmetropole des modernen Industriekapitalismus, ist Stuttgart jene Stadt, die emblematisch für Deutschland am Beginn des dritten Jahrtausends steht. Der Regierungssitz mag sich noch in Berlin befinden: Wir leben schon längst in der Stuttgarter Republik.“

Eigentlich dokumentiert die Riesenbaustelle im Zentrum der Stadt ökologischen Aufbruchswillen, soll doch der neue unterirdische Durchgangsbahnhof die Mobilität im Südwesten, von Paris bis Bratislava dokumentieren und es gab auch 21 Gründe für das Jahrhundertbauwerk, das vor der Volksbefragung für 4.8 Mrd. Euro versprochen wurde, damit das Nein zum Einstellungsgesetz den Bürgern abgerungen werden konnte. Hat die S21-Diskussion das vertrauen in die Demokratie erschüttert? Auf dem Buchcover steht auch: „Man könnte meinen, der berühmte Stuttgarter Talkessel sei in Wirklichkeit eine riesige Petrischale: Was hier keimt, wird demnächst auch im Rest der Republik virulent werden. In DER STUTTGART KOMPLEX stürzt sich Florian Werner in diesen Kessel und geht ihm in fünf Streifzügen auf den Grund.“

Bald wird unsere Redaktion den Lesebericht zu diesem Buch auf dem Blog von Klett-Cotta schreiben.

Florian Werner
, geboren 1971 in Berlin, ist Schriftsteller. Er studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik und wurde 2007 mit einer Arbeit über Rap und Apokalypse promoviert. Er schreibt Sachbücher und Prosa und arbeitet für den Hörfunk. Seine Sachbücher wurden mehrfach ausgezeichnet. Er ist mit Svenja Flaßpöhler verheiratet und lebt, gemeinsam mit seiner Frau und zwei gemeinsamen Kindern, in Berlin

Florian Werner
> Der Stuttgart-Komplex
Streifzüge durch die deutsche Gegenwart
1. Auflage 2022, 192 Seiten, Gebunden. Abbildung vom Cover in s/w
ISBN: 978-3-608-96584-1

Gedenkveranstaltung „Deportation in den Tod“ am Sonntag 21. August 2022 um 16 Uhr

Nun liegen die Gedenkveranstaltungen am 21.08.2022 – 80 Jahre Deportation nach Theresienstadt am 22.08.1942 – schon fast 4 Wochen zurück und jetzt lädt Andreas Keller, die > Dokumentation der Veranstaltung um 16 Uhr am „Zeichen der Erinnerung“ auf der Website „Zeichen der Erinnerung“ anzuschauen (Video auf YouTube), die Beiträge nachzulesen.

Einladung zur Gedenkveranstaltung „Deportation in den Tod“ am Sonntag 21. August 2022 um 16 Uhr für die im August 1942 von Stuttgart ins KZ Theresienstadt deportierten und ermordeten Jüdinnen und Juden

(Quelle: Redaktion des „bloch-akademie-newsletters“) Am 22. August 1942 wurden über 1.000 Jüdinnen und Juden aus Württemberg, Hohenzollern und anderen Landesteilen vom Sammellager auf dem Stuttgarter Killesberg zum Inneren Nordbahnhof verbracht. Von dort aus wurden sie nach Theresienstadt deportiert. Der Verein Zeichen der Erinnerung e. V. in Kooperation mit zahlreichen weiteren Partnern lädt anlässlich des 80. Jahrestags der Deportation zur Gedenkveranstaltung ein.

Deportation: Zur letzten großen Deportation aus Stuttgart wurden – wie zuvor Ende November 1941 und im April 1942 – Jüdinnen und Juden aus ganz Württemberg, Hohenzollern und anderen Landesteilen auf Anordnung der Gestapo auf den Killesberg verbracht. Viele von ihnen waren zuvor in jüdische Landgemeinden oder in Zwangsaltenheime umgesiedelt worden.


Auf unserem Blog:

> Zeichen der Erinnerung: Die Gedenkstunde am 1. Dezember 2011

> Zeichen der Erinnerung – 28. Januar 2009

> Gedenken an die Deportation vor 75 Jahren von Sinti und Roma aus Stuttgart, aus Baden-Württemberg – 7. März 2018


Sammellager Killesberg: Das Reichssicherheitshauptamt und die regionalen Gestapobehörden agierten mit drakonischer Härte für ein „judenfreies“ Deutschland. Der Stuttgarter Gestapochef Friedrich Mußgay hatte in seinem Erlass angeordnet, dass alle kranken und gebrechlichen Menschen ohne jede Ausnahme deportiert werden müssten und die lokalen Behörden rechtzeitig Krankentransporte nach Stuttgart zu organisieren hätten. In den Tagen vor der Deportation flohen Menschen, die zur Deportation bestimmt waren, in den Tod. Auf dem Killesberg mussten die Deportierten sich strikten Kontrollen unterziehen, wurden all ihrer Besitztümer beraubt und unter unmenschlichen Bedingungen in der „Ehrenhalle des Reichsnährstandes“ (1938 für die Reichsgartenschau errichtet) interniert. Acht Menschen starben im Sammellager, zwölf wurden sterbend zurückgelassen.

Am Morgen des 22. August 1942: mussten die Jüdinnen und Juden vom Killesberg an der Brenzkirche vorbei, durch den Eckartshaldenweg, an der katholischen Kirche St. Georg vorbei, durch den Pragfriedhof zum Inneren Nordbahnhof bei der Evangelischen Martinskirche gehen. Kranke, nicht mehr gehfähige Menschen und Familien mit kleinen Kindern wurden mit LKWs bzw. Bussen vom Killesberg zum Inneren Nordbahnhof verbracht. Von dort wurden alle mit der Reichsbahn in Begleitung von Gestapobeamten und Schutzpolizei nach Theresienstadt deportiert. Die Zugreise dauerte zwei Tage. Viele überlebten die ersten Tage und Wochen in Theresienstadt nicht. Fast alle anderen wurden in den Folgemonaten dort oder in Treblinka, Maly Trostinez und Auschwitz ermordet. Nur 48 der 1078 deportierten Jüdinnen und Juden überlebten.

Am 21. August 2022 – 80 Jahre danach wollen wir mit vielen Bürgerinnen und Bürgern aus dem ganzen Land an alle Deportierten erinnern. Seinerzeit wurden die Menschen aus 58 Orten nach Stuttgart verbracht. Vor der Hauptveranstaltung am „Zeichen der Erinnerung“ laden wir zu einem stillen Gedenken auf dem Killesberg (Gedenkstein) ein.

Forschungen der letzten Jahre
haben ergeben, dass auf der „Wand der Namen“ in der 2006 eingeweihten Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“ etwa 440 Namen fehlen. Sie werden im Frühsommer 2022 aufgetragen und sollen dann am 21. August 2022 der Öffentlichkeit übergeben werden.

Internet: www.zeichen-der-erinnerung.org

Programm der Gedenkveranstaltung

Zur Gedenkveranstaltung wird Garry Fabian, der als Kind in Theresienstadt war, von Australien nach Stuttgart kommen. Das Gespräch mit ihm und jungen Menschen steht im Zentrum. Um dieses gruppieren sich biografische Texte von deportierten Jüdinnen und Juden – gelesen von Jugendguides des Gedenkstättenverbundes Gäu Neckar Alb Ansprachen und Grußworte von Michael Kashi, Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg, Vertretern der christlichen Kirchen und aus der Politik. Text von Eberhard Jäckel „Die einen und die anderen“ (Rudolf Guckelsberger), Musik von J. S. Bach und Mieczyslaw Weinberg für Violine allein (Linus Roth), Begrüßung, Einführung und Moderation Andreas Keller, Zeichen der Erinnerung e.V., Kantor Nathan Goldman von der Jüdischen Gemeinde Stuttgart beschließt das Gedenken mit einem Gebet, danach Gang durch die Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“.

Unterstützerinnen und Unterstützer: Die Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg, die Landeshauptstadt Stuttgart, der Landesbischof der Evang. Landeskirche in Württemberg, der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg.

Kooperationspartner:
Zeichen der Erinnerung e.V. mit Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland e.V. (ACK) , Die AnStifter, Evangelische Kirchengemeinde Stuttgart-Nord, Evangelisches Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart, Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb e.V., Geschichtswerkstatt Stuttgart Nord, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Initiative Gedenkort Killesberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V., Internationale Christliche Botschaft Jerusalem – ICEJ Dt. Zweig e.V., Katholische Kirche Stuttgart Mitte, Kulturgemeinschaft Stuttgart, Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg (LAGG), Landeszentrale für politische Bildung (LpB), Lernort Geschichte, sjr Stadtjugendring Stuttgart, SKS Russ Stuttgart, Stiftung Geißstraße 7, Stuttgarter Stolperstein-Initiativen, Türkische Gemeinde Baden-Württemberg, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN BdA), Organisation, Zeichen der Erinnerung e.V.

Ort der Gedenkveranstaltung

Gedenkstätte »Zeichen der Erinnerung« Stuttgart / Innerer Nordbahnhof / Otto-Umfrid-Straße. Am Inneren Nordbahnhof (Otto Umfrid-Straße) gibt es keine Parkmöglichkeiten. Wir empfehlen dringend die Anreise mit der U12 Haltestelle Mittnachtstraße (möglich auch U 5, 6, 7, 15 H Pragfriedhof, S-Bahn H Nordbahnhof.) (Aus der Ankündigung des Veranstaltungsnetzwerkes)

Die Arbeit an der Vorstudie „Kolonialistisches Denken und Kolonialkultur in Stuttgart“ beginnt

„Das Stadtarchiv Stuttgart hat die Werkverträge für die Vorstudie „Kolonialistisches Denken und Kolonialkultur in Stuttgart“ vergeben. Beauftragt wurden die Kulturwissenschaftlerin Linda Addae (Universität Konstanz) und der Historiker Michael Rösser (FernUniversität in Hagen/Universität Erfurt), die beide die Vorstudie im Tandem erarbeiten.“ Bitte weiterlesen.

> Die Arbeit an der Vorstudie „Kolonialistisches Denken und Kolonialkultur in Stuttgart“ beginnt  von Günter Riederer

19. Juli 2021 um 18 Uhr:
Online-Veranstaltung „DialogRaum #Decolonize – Kolonialismus und koloniales Denken in Stuttgart“ In diesem Rahmen werden die Ergebnisse der Vorstudie vorgestellt, die von dem multiperspektivischen Team Linda Addae (Kulturwissenschaftlerin) und Michael Rösser (Historiker) in Zusammenarbeit mit Stuttgarter Initiativen und Kultureinrichtungen erarbeitet wurden. Gemeinsam wollen wir an diesem Abend weitere Perspektiven für Stuttgart diskutieren: Wie kann die Kolonialgeschichte Stuttgarts dekolonial aufgearbeitet werden? Wie können wir als postkoloniale Stadtgesellschaft zukünftig agieren?

Die Veranstaltung wird im Livestream auf dem YouTube-Kanal des Stadtarchivs übertragen. In Kürze wird das Programm veröffentlicht.

Virtuelle Rundgänge mit Heiko Stachel: Vergangene Stuttgarter Orte

Der Fotograf, Architekt und Dozent Heiko Stachel hat sich zum Ziel gesetzt, die Erinnerung an interessante Gebäude seiner Heimatstadt Stuttgart zu bewahren, indem er detaillierte fotografische Dokumentationen so aufbereitet, dass man die Gebäude auch noch Jahre nach deren Abriss oder Sanierung durchschreiten kann – zumindest virtuell. Unsere Redaktion stellt hier einige seiner Rundgänge vor. Gehen Sie in diese Räume hinein… per Zoom lassen sich viele Details betrachten… so als wären Sie wirklich dort drinnen gewesen.

Heiko Stachel hat mit seiner Technik  das Büro von Roland Ostertag (1931-2018)  perfekt als > Virtuellen Rundgang  konserviert hat, so dass wir heute das Engagement von Roland Ostertag für unsere Stadt Stuttgart in vielen Details immer noch bewundern können:

Heiko Stachel hat Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart studiert und im Zuge seiner Diplomarbeit im Jahr 2001 seinen ersten virtuellen Rundgang fotografiert – damals noch mit Diafilm und Scanner.

Durch die Vorteile der heutigen Digitaltechnik ist es inzwischen möglich, selbst komplexe Gebäude in kurzer Zeit dokumentieren. So wurden beispielsweise das Kinderkrankenhaus Olgäle und das Bürgerhospital in den Jahren 2014 und 2015 jeweils innerhalb von 3 Tagen fotografiert. Jeder Rundgang hat knapp 800 fotografierte Standpunkte.

Kommen Sie mit ins Bürgerhospital Stuttgart:

www.zitronenwolf.com/rundgaenge/projekte/150526_Buergerhospital/Aussen/index.php

Der gesamte Rundgang kann im Stadtarchiv angeschaut werden.

Auf die zu dokumentierenden Gebäude wird Heiko Stachel z.B. durch Zeitungsartikel aufmerksam. Er freut sich aber auch, wenn aufmerksame Mitbürger Hinweise auf seiner Projektseite www.zitronenwolf.com hinterlassen. DIe Dokumentation kostet kein Geld, da das Projekt ehrenamtlich ist.

Eine Gebäudeart wurde in den letzten Jahren besonders häufig abgerissen: Kirchen. Die Gründe hierfür sind einerseits die schwindende Zahl an Kirchenbesucher und zum anderen ökonomische Gründe, wie bei der Kirche St. Peter in Bad Cannstatt:

Hier wurde die alte Nachkriegskirche durch einen kleineren Neubau ersetzt. Mit dem Verkauf des halben Grundstücks wurde das Bauvorhaben finanziert. Zudem sind die zukünftigen laufenden Kosten deutlich geringer, weil die Wärmedämmung nun auf dem Stand der Zeit ist.

www.zitronenwolf.com/rundgaenge/projekte/150929_StPeter/index.php

Aber auch denkmalgeschützte Gebäude werden trotz des Schutzes immer wieder abgerissen. Und obwohl die Denkmalämter in solchen Fällen selbst eine Dokumentation erstellen, lohnt sich die zusätzliche Erstellung eines virtuellen Rundgangs, da das vom Denkmalamt erstellte „Raumbuch“ so technisch ist, dass der Laie damit nicht unbedingt glücklich wird. Im Jahr 2015 hat Heiko Stachel eines der ersten Holzfertigbauhäuser aus den 1920er Jahren fotografiert. Das Gebäude des Architekten Hans Zimmermann war nicht auf dem Schirm der Denkmalbehörde, als es an einen Investor verkauft wurde. Nachträglich wurde das Wohnhaus zwar unter Denkmalschutz gestellt. Jedoch war es dem Investor nachträglich wirtschaftlich nicht mehr zuzumuten, auf die erhofften Gewinne zu verzichten. Ein letzter Versuch, das Gebäude ohne Grundstück für einen Euro für Selbstabholer zu verkaufen, scheiterte.

www.zitronenwolf.com/rundgaenge/projekte/150120_Leibnizstr83/index.php

Auch industriell hat oder hatte Stuttgart einiges zu bieten. Bis vor wenigen Jahren wurde in Zuffenhausen noch Parkett selbst hergestellt und es gab am Feuerbacher Bahnhof ein Chromwerk.

www.zitronenwolf.com/rundgaenge/projekte/140405_ParkettFrank/index.php

www.zitronenwolf.com/rundgaenge/projekte/141112_Schoch-Areal/index.php?html5=prefer

Im Mai 2022 soll es eine Ausstellung im Stadtpalais zu den virtuellen Rundgängen der letzten 10 Jahre geben. Diese hätte eigentlich schon im Jahr 2020 starten sollen, wurde aber Corona-bedingt verschoben. Dort soll man dann auch mit VR-Brillen tief in die alten Gebäude eintauchen können.

Weitere Rundgänge und Infos finden Sie unter www.zitronenwolf.com.

Vortrag: Zicke Zacke Zahnradbahn

Mal ehrlich, wann sind Sie zum letzten Mal mit der Zahnradbahn nach Degerloch gereist?

Donnerstag, 30. Januar, um 19 Uhr in der Alten Scheune Degerloch, Agnes-Kneher-Platz.

Die „3 Trittbrettfahrer“ Klaus Käppler, Uli Luipold und Hannes Münch werde sie wieder an die Zacke erinnern: All drei erzählen die Geschichte der Zacke mit vielen Fotos und amüsanten Anekdoten.

Eintritt 10 €: der Reinerlös geht an den Förderverein Degerloch. Die Bewirtung sichern Eberhard und Mara Gohl.

> Die Stuttgarter Zahnradbahn  – SSB

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