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Archiv für April 2013

Um jeden Preis: Nachverdichtung in Stuttgart

Sonntag, 28. April 2013

“Stuttgart wächst zusammen” prangt als Werbespruch auf dem > Bauzaun des “Gerbers”, das in diesen Wochen sich anschickt, neben der > Paulinenbrücke aus dem Boden zu wachsen.

Ein Blick auf die Baustelle, wo die Kräne stehen, zeigt, dass dort ein für die Stuttgarter Stadtentwicklung sehr schwerwiegender Fehler entsteht:

Als Beleg machen wir nur zwei Fotos, eins heute und das andere wenn das “Gerber” emporgewachsen ist, und man sehen kann, das das, was man als Grundgesetz der Stadt verstehen könnte, der Blick auf die Hänge, verbaut worden sein wird. Viele mag das heute noch nicht nicht stören, man glaubt ohnehin nur das, was man wirklich sieht. Steht das “Gerber”, werden sich möglicherweise viele verwundert die Augen reiben. Viele Investoren werden alle Hebel in Bewegung, um auch so ein schönes “Gerber” bauen zu dürfen.

Wie konnte das passieren? In dieser Stadt gibt es keine wirklich zusammenhängende Stadtplanung. Oder wenn es Ansätze von ihr geben sollte, ist sie im heutigen Stadtgebiet nicht erkennbar. Nennen wir zwei markante Beispiele: Solange die > Stadtautobahn und die Paulinenbrücke Stadtviertel ohne Perspektive auf Wiedervereinigung teilen, ist eine dort eine so notwendige Stadtreparatur nicht in Sicht. Folglich gibt es auch keine wirkliche Stadtplanung, die neue und Interessante Perspektiven verspricht. Man werkelt hier, man werkelt dort, aber keine der heutigen Baustellen fördert eine wirklich zusammenhängende Perspektive für die Zukunft.

> Ein neues Stadtquartier entsteht

Befürworter und Gegner von S21 haben sich durch den Sog der Ereignisse auf den Bahnhof konzentriert, manche von ihnen auf beiden Seiten mit guten Gründen für ihre jeweiligen Überzeugungen. Zuletzt sind alle guten Argumente für das Projekt der Meinung gewichen, man könne jetzt nicht mehr aufhören.


Stuttgart wächst an der Paulinenbrücke zusammen, hier das Caleido und drüben das Gerber. Klar, die Fußgänger können unter der Paulinenbrücke durchlaufen. Aber oben, auf dem Österreichischen Platz werden sie nicht geduldet. Hier hat man großartige Chance zur Stadtsanierung verpasst.

> Die autogerechte Stadt: Der Österreichische Platz – August 20120 auf diesem Blog


Es wird auch hier höchste Zeit, dass die Befürworter sich wieder an die guten Gründe für das Projekt erinnern *und* es wieder oder überhaupt als Teil einer integrierten Stadtplanung für Stuttgart definieren. Die bisher genannten guten Gründe betreffen den Bahnverkehr, aber nicht die Anbindung oder die Integration des neuen Bahnhofs an die angrenzenden Stadtquartiere. Im Prinzip hat man dort unter anderen Vorzeichen die gleichen Fehler gemacht, wie sie jetzt mit dem “Gerber” als Insellösung gemacht werden.

Zurück zum “Gerber”. Man lässt Investoren an beiden Seiten der City große > Einkaufszentren bauen, deren Gewinn für die Stadtentwicklung nur schwer oder gar nicht erklärbar ist.

Lesung: Marina Weisband, Wir nennen es Politik

Dienstag, 23. April 2013

»Politik hat das Ziel, alle Menschen möglichst glücklich zu machen.«

Alte Männer in grauen Anzügen sitzen in Hinterzimmern und reden über Dinge, von denen sie insgeheim oft überfordert sind. Sie treffen Entscheidungen, die denen nützen, deren Einfluss am größten ist. Das ist Demokratie in Deutschland 2012. Marina Weisband zeigt, dass es auch anders gehen kann: verständlich, ehrlich, menschlich und direkt: > Wir nennen es Politik. Ideen für eine zeitgemäße Demokratie lautet der Titel ihres Buhces, das in diesem Fürhjahr bei Tropen erschienen ist. Weisband stellt ihr Buch bei einer Lesung im > Stuttgarter Literaturhaus am Donnerstag, 25. April 2013 um 20 Uhr vor

Marina Weisband führt in »Wir nennen es Politik« vor Augen, dass Demokratie mehr Beteiligung fordert. Sie ist aufgewachsen in der untergehenden Sowjetunion, jüdischen Glaubens und im Internet zuhause. Dort hat sie es als Selbstverständlichkeit erfahren, jederzeit die eigene Meinung zu sagen und dies auch zu nutzen, gehört zu werden und Dinge zu verändern. In ihrem Buch entwickelt sie Ideen für ein politisches Betriebssystem, das verantwortungsvolle aber nicht machthungrige Politiker und sich an der Demokratie beteiligende, mutige Bürger fordert: Nur so können die Herausforderungen der Demokratie bewältigt werden. Ein Plädoyer für die Politik und ein Aufruf zum Mitmachen.

Marina Weisband
> Wir nennen es Politik. Ideen für eine zeitgemäße Demokratie
1. Aufl. 2013, 174 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-50319-7
Tropen, Stuttgazt 2013.

Mounir Kchaou (Tunis): Scheitert der demokratische Wandel in Tunesien?

Mittwoch, 17. April 2013

Im Rahmen seines Frankreich-Schwerpunkt lädt das IZKT Internationales Zentrum für Kulutr- und Technikforschung an der Universität Stuttgart zu einem Vortrag von Mounir Kchaou (Tunis):> Scheitert der demokratische Wandel in Tunesien? ein.

Do, 18. April 2013 19:30
Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart

Vortrag auf Französisch mit konsekutiver Zusammenfassung auf Deutsch.
Die Veranstaltung wird von der DVA-Stiftung und der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) gefördert.

Im Stuttgarter Literaturhaus:
Stefan George, Sämtliche Werke in 18 Bänden

Dienstag, 16. April 2013

Buchvorstellung: Donnerstag, 18.04.13, 20.00 Uhr im Stuttgarter Literaturhaus
> Stefan George – »Poetry is praise« – Stefan Georges “Sämtliche Werke“
»Poetry is praise« – Stefan Georges “Sämtliche Werke“
Bernhard Böschenstein, Michael Klett, Ute Oelmann, Wolfgang Graf Vitzthum

Zum 80. Todestag und 145. Geburtstag Stefan Georges wird mit dem »Schlussband« die kritische Edition seiner “Sämtlichen Werke“ abgeschlossen. Klett-Cotta und Stefan George Stiftung feiern aus diesem Anlass Georges Werk: Der berühmte Genfer Homme de Lettres Bernhard Böschenstein wird Gedichte aus dem breiten Spektrum zwischen dem epochalen Beginn der frühen symbolistischen Phase wie Ein “Infant“ oder “Von einer Begegnung“ über beinahe expressionistisch anmutende Miniaturen wie “Lämmer“, die emphatische Zeitkritik der Jahrhundertwende von “Die tote Stadt“ oder “Nietzsche“ bis zu den schroffen Sprüchen und innigen Liedern des Spätwerks lesen und sich im Anschluss mit Ute Oelmann über die Bedeutung des »Hersagens von Gedichten« in der Tradition des George-Kreises unterhalten. Der Vorsitzende der George Stiftung Graf Vitzthum leitet in den Abend ein, der Verleger Michael Klett spricht über die wechselvolle, dreißigjährige Geschichte der Edition und der Berliner Literaturwissenschaftler Ernst Osterkamp “Über das Glück der Gesamtausgabe“. Im Anschluss laden Stiftung und Verlag ein zu Brot und Wein.

In Zusammenarbeit mit dem Verlag Klett-Cotta und der Stefan George Stiftung
Eintritt: Euro 9,- / 7,- / 4,50

Der Urlaub in Frankreich beginnt am 17. April in Stuttgart

Dienstag, 16. April 2013

Im Rahmen der Marketing Kampagne „Urlaub in Frankreich“ kommt > Atout France nach Stuttgart:

Französische Urlaubsatmosphäre zum Anfassen und mit Musik. Spaziergänger können sich zwischen 10.00 und 18.00 Uhr vor einer Autoente fotografieren lassen . Das Bild kann über Facebook geteilt oder gleich gedruckt werden.

MI, 17.04.2013: Stuttgart, Kronprinzenplatz

Do, 18.04.2013: Nürnberg, Königstr. (vorm Dom)

Fr, 19.04.2013, Frankfurt, Bergerstraße/U-Türmchen

Sa, 20.04.2013, Düsseldorf, Shadowarkaden/FuZo

Um bei den Enten zu bleiben, als Dreingabe gibt es Plastikquietscheentchen, die französisch aufgehübscht sind: als Maler, als Koch oder als Chansonsängerin zum Beispiel oder als baguette- und Baskenmützenträger.

Ganz Frankreich: > Atout France – Französische Zentrale für Tourismus

Applaus: Berlioz, Grande messe des morts

Samstag, 13. April 2013

Der Akademische Chor und das Akademische Orchester der Universität Stuttgart haben heute abend unter der Leitung von Veronika Stoertzenbach in der Paulskirche in Stuttgart > die Grande messe des morts von Hector Berlioz aufgeführt. Das Fotoalbum mit dem Applaus nach der Aufführung:

Mit einem Klick auf ein Foto wird das Fotoalbum auf schwarzem Hintergrund geöffnet. Mit einem Klick auf den rechten Bildrand kann geblättert werden. Mit F 11 wird das Album auf dem ganzen Bildschirm angezeigt. 28 Fotos, falls der Pfeil rechts zum Blättern nicht erscheint, bitte das Album ein erneutes Mal aufrufen.

Nächste Aufführung:

So. 14.04.2013, 20:00 Uhr
Ort: Domkirche St. Eberhard, Stuttgart-Mitte
Eintritt frei. Spenden erbeten.

Fotoalbum:
Stuttgart, Hector Berlioz, Grande messe des morts

Samstag, 13. April 2013

Der Akademische Chor und das Akademische Orchester der Universität Stuttgart haben heute abend unter der Leitung von Veronika Stoertzenbach in der Paulskirche in Stuttgart die Grande messe des morts von Hector Berlioz aufgeführt:

Mit einem Klick auf ein Foto wird das Fotoalbum auf schwarzem Hintergrund geöffnet. Mit einem Klick auf den rechten Bildrand kann geblättert werden. Mit F 11 wird das Album auf dem ganzen Bildschirm angezeigt. 70 Fotos, falls der Pfeil rechts zum Blättern nicht erscheint, bitte das Album ein erneutes Mal aufrufen.

Nächste Aufführung:

So. 14.04.2013, 20:00 Uhr
Ort: Domkirche St. Eberhard, Stuttgart-Mitte
Eintritt frei. Spenden erbeten.

Der Neckar bei Bad Cannstatt

Samstag, 13. April 2013

Man braucht gar keine besondere stadtplanerische Ausbildung, um auf ein paar Fotos zu erkennen, das der Neckar bei Bad Cannstatt kaum mehr als ein geduldeter Fluss ist. Und dennoch bei genauerem Hinsehen sind an einigen Uferstrecken kleine bescheidene Ansätze zu einer urbanen Einbindung des Flusses in das Stadtbild zu erkennen. Aber auch wirklich nur ansatzweise. Direkt daneben gibt es lange Uferpartien mit schroff abfallenden Wänden, die an diesen Stellen dem Fluss jede Funktion nehmen. Schaut man sich dies Fotos genauer an, muss man unweigerlich auf Ideen kommen, wie die Stadt den Fluss wieder zurückgewinnt. Was könnte man aus ihm zugunsten für eine pfiffige Stadtentwicklung alles machen:

Lesung: Zülfü Livaneli, Serenade für Nadja

Donnerstag, 11. April 2013

Kann man eine so besondere Lesung im Stuttgarter Literaturhaus wie die von Zülfü Livaneli, Glückseligkeit, am 23.10.08 wiederholen? Der Photograph erinnert sich. Das war eine der eindrucksvollsten Veranstaltungen.

Vielleicht schafft es der türkische Erfolgsautor auch diesmal wieder sein Publikum so zu begeistern.

(c) Heiner Wittmann, 12.01.11

Am Donnerstag, 11.04.13, 20.00 Uhr liest Zülfü Livaneli im Stuttgarter Literaturhaus aus seinem neuen Roman > Serenade für Nadja. (Moderation: Osman Okkan, Deutsche Lesung: Stela M. Katic)

Es geht um zwei Personen, ein alter Mann sucht seine Vergangenheit, eine junge Frau ihre Zukunft. Maya soll den deutschstämmigen Professor Maximilian Wagner nur während eines Kongresses in Istanbul betreuen. Dann aber wird sie doch in dessen Lebensgeschichte hineingezogen. Sie erfährt, was es auf sich hat mit der Serenade, die Wagner während des Naziterrors für seine jüdische Geliebte komponiert hat. Ein 87-jähriger Mann spielt am Ufer des Schwarzen Meers bis zu seinem Zusammenbruch Geige. Er tut dies zum Gedenken an seine jüdische Geliebte Nadja, die auf der Flucht vor den Nazis dort ertrank. Maya, eine junge Türkin von heute, kommt von dem tragischen Schicksal der beiden nicht los. Und liest aus den Parallelen den Auftrag heraus, in ihrem eigenen Leben noch einmal ganz neu zu beginnen.

Zülfü Livaneli hat einen lebensklugen Roman verfasst, in dem er große Gefühle mit einer packenden, zeitgemäßen Handlung kombiniert.


(c) Heiner Wittmann, 12.01.11, 23.3.2011

Serenade für Nadja
Roman, aus dem Türkischen von Gerhard Meier (Original: Serenad)
1. Aufl. 2013, 336 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-93963-7

Noch ein Blick ins Fotoarchiv des Stuttgarter Literaturhauses:

> Mustafa Kemal Atatürk – Einst Staatsmann, heute Säulenheiliger?
Zülfü Livaneli, Klaus Kreiser
Literaturhaus Stuttgart Mittwoch, 12.01.11, 20.00 Uhr

> Der Roman meines Lebens
Zülfü Livaneli – Lesung und Gespräch
Moderation: Osman Okkan
Lesung: Reinhold Ohngemach
Gesprächspartnerin: Muhterem Aras
Mittwoch, 23.03.11, 20.00 Uhr

Rund um Stuttgart (I): Der Rotenberg

Donnerstag, 11. April 2013

Stuttgart: Hector Berlioz, Grande messe des morts

Dienstag, 9. April 2013

Akademischer Chor und Akademisches Orchester der Uni Stuttgart
Paulus-Chor Stuttgart (Einstudierung: Prof. Dieter Kurz)
Mädchenkantorei an der Domkirche St. Eberhard (Einstudierung: Domkapellmeister Martin Dücker)
Solisten: Andreas Weller, Jonathan Holzwarth | Tenor; Conrad Schmitz | Bariton; Albrecht Meinke | Bass
Leitung: Veronika Stoertzenbach

Termin: Sa. 13.04.2013, 19:00 Uhr
Ort: Pauluskirche, Stuttgart-West

Termin: So. 14.04.2013, 20:00 Uhr
Ort: Domkirche St. Eberhard, Stuttgart-Mitte

Eintritt frei. Spenden erbeten.

Weitere Infos unter: www.unimusik-stuttgart.de
> Flyer (pdf)

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