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Archiv für die Kategorie 'Stadtplanung'

Die Ausstellung zur Stadtplanung in Stuttgart von Roland Ostertag am Gähkopf

Dienstag, 22. Mai 2018

Roland Ostertag (1931-2018) hatte in seinem Büro am Gähkopf in Stuttgart eine Ausstellung zur Stadtplanung in Stuttgart eingerichtet: > Ein neues Museum für die Bürger. Eine Lehrschau für die Stadtplaner. Glanzstück der Ausstellung ist ein Modell der Stadt Stuttgart, auf dem vor allem die faszinierende topographische Lage der Stadt bewundert werden kann. Andreas Keller hat in der Ausstellung Fotos aufgenommen:

Fotos: Andreas Keller

Andreas Keller > Roland Ostertag (19.2.1931–11.5.2018)

Roland Ostertag – 1931-2018

Montag, 14. Mai 2018

Der Architekt Professor Roland Ostertag ist am 11. Mai 2018 in Stuttgart im Alter von 87 Jahren gestorben.

Das Foto wurde im Januar 2015 aufgenommen > Ortsbesichtigung: S-21 – Bauabschnitt A 1 mit Video.

Roland Ostertag wurde am 19. Februar 1931 in Ludwigsburg geboren. Er studierte von 1951-1956 Architektur an der Technischen Hochschule Stuttgart und machte sich 1957 als Architekt selbständig. 1958-1966 war er Dozent am Lehrstuhl von Professor Gutbrod für Entwerfen. 1970-1997 lehrte er als Professor am Institut für Gebäudelehre, Entwerfen, Entwicklung der modernen Architektur an der Technischen Universität Braunschweig. Ab 1983 hatte eine Bürogemeinschaft mit Johannes Vornholt. Er war Präsident der Bundesarchitektenkammer von 1993-1996. 1990 gründete er das Architekturforum Dresden und war ab 1995 Mitglied des Präsidiums der Baufachmesse Leipzig und danach bis 2000 Mitglied des Kuratoriums der Internationalen Bauausstellung Emscher-Park. Nach seiner Emeritierung 1996 kam er in den Vorstand der Stiftung Architekturforum Baden-Württemberg.

Ostertag hat seit 1956 über 120 Preise gewonnen und viele Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben und für Gutachten erhalten. 1987 erhielt er den Deutschen Architekturpreis. Am 14. September 2015 hat Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid ihm im Namen des Bundespräsidenten Joachim Gauck das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse verliehen: > Bundesverdienstkreuz für Professor Roland Ostertag:

Roland Ostertag habe ich zum ersten Mal um 2000 in den neuen Räumen des künftigen Literaturhauses in Stuttgart getroffen. Ihm war es vor 1999 gelungen, das zum Abbruch vorgesehene Bosch-Areal zu retten und einer neuen Bestimmung zuzuführen. Wir trafen uns bald immer öfters in seinem Büro in der Alexanderstraße und später am Gähkopf, wo er bis Dezember 2017 jeden Tag an seinen Manuskripten und seiner Korrespondenz gearbeitet hat. Im seinem Büro gab es auch eine Ausstellung zur Stadtgeschichte und Stadtplanung in Stuttgart > Ein neues Museum für die Bürger. Eine Lehrschau für die Stadtplaner, die er in den letzten 30 Jahren zusammentragen hatte, und jeden Samstagmorgen interessierten Besuchern öffnete: > Stuttgart 1:1000 – 14. Januar 2012 von H. Wittmann:

> Roland Ostertag gestorben. Einmischer aus Verantwortung Von Amber Sayah, Stuttgarter Nachrichten 14. Mai 2018 Amberr Sayah hat einen beeindruckende Nachruf verfasst und regt en Nachdenken über die Zukunft seiner Ausstellung an: “Jeder, der mit ihm zu tun hatte, wurde über kurz oder lang in die baugeschicht­liche Stuttgart-Ausstellung beordert, die der Architekt am Gähkopf in der ehemaligen Privatgalerie des Kunstsammlers Hugo Borst eingerichtet hatte. Dieses beeindruckende Archiv mit seinen historischen Stadtplänen und -ansichten, mit dem riesigen Stadtmodell und seiner Bibliothek zu bewahren und für Forschung und Öffentlichkeit weiterhin zugänglich zu machen, sollte der Stadt ein Anliegen sein.”

Sanierungen und Umbauten wie das Alte Schauspielhaus, das Steuerberaterhaus und die Rettung des Bosch-Areals gehören neben vielen anderen Bauwerken, wie das Rathaus in Kaiserslautern, zu seinem beeindruckenden Vermächtnis. Dazu zählte auch sein Engagement seit 2004 als Vorsitzender des Vereins > Zeichen der Erinnerung. Nach über 60 Jahren erreichte er es, dass die noch vorhandenen Spuren (Schienen, Prellböcke, Schotter) im Nordbahnhof, zu der Gedenkstätte Zeichen der Erinnerung umgestaltet wurden: > Zeichen der Erinnerung: Die Gedenkstunde am 1. Dezember 2011 – 2. Dezember 2011. Von dort waren etwa 2500 Juden aus ganz Württemberg und Hohenzollern, sowie Sinti und Roma, 1941 bis 1945 in die KZs, den sicheren Tod deportiert wurden,

Als Vorstand der Stiftung Architekturforum Baden-Württemberg setzte er sich mit seinen Beiträgen für eine behutsame, geschichtsbewusste, nachhaltige, menschenfreundliche Stadtplanung ein und inszenierte viele Veranstaltungen, hauptsächlich im Stuttgarter Literaturhaus.

Mit Plänen und Fotos begleitete er seine eigenen Veröffentlichungen. 2016 erschien sein Band > Roland Ostertag, > Stuttgart – Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung (Stuttgart: Verlag-Peter-Grohmann). “Stuttgart ist eine von der Natur und der Topographie bevorzugte schöne Stadt. … Aber Stuttgart verändert sich. Jetzt rächt sich das Fehlen eines Gesamtkonzepts für die Stadtentwicklung,” heißt es auf der vierten Umschlagsseite.

Immer wieder haben wir uns im seinem Büro am Gähkopf getroffen. Sei es, dass er einen besonderen Fotowunsch hatte, eine ganz bestimmte Perspektive, das richtige Licht, die richtige Jahreszeit. Aber unsere fast zwanzigjährige Freundschaft war viel mehr als nur ein bloßer Austausch von Fotos und Manuskripten, sie wurde zu einer Art Studium moderner Stadtplanung. Mit seinem ungeheuren Wissen und Erfahrungen als Architekt verband er die Ergebnisse seiner Beobachtungen der Stadtentwicklung Stuttgarts von heute. Nein, nachsichtig war er selten, zu groß erschienen ihm die Versäumnisse in dieser Stadt. Ihre Geschichte hatten die Stadtplaner vergessen und ein von ihm geführter > Spaziergang durch A1 wurde zur Ortsbesichtigung und war ein großer Höhepunkt. Oder der > Spaziergang rund ums Rathaus, den ein Video auf unserem Blog zeigt.

Viele unserer Treffen waren eigentlich Hauptseminarsitzungen oder Doktorandenkolloquien. Er kommentierte kritisch meine Fotos, die ich in Stuttgart aufgenommen hatte, dafür bekam ich seine Texte zur Lektüre. Und die vielen Vorträge, die er zu zahlreichen Themen der Stadtplanung gehalten hat: Türme in der Stadt, Stadtzerstörung, das Hotel Silber, die Zerstörung des Schlossgartens, die Zerstörungen rund um den Stuttgarter Hauptbahnhof. Er freute sich, wenn ich mit meinen Festplatten zu ihm kam. Dann zeigte er mir das Manuskript seines Vortrags und hatte oft schon eine Liste der Fotos angefertigt, die meistens aus dem Fotoarchiv zusammengestellt werden konnte. Nach der Lektüre seines Manuskripts, trafen wir uns wieder am Gähkopf, er nahm meine Änderungswünsche auf, erklärte Grundsätzliches, verteidigte Passagen und erläuterte Zusammenhänge mit Begründungen aus der Stadtgeschichte. Das war ein Geben und Nehmen in Sachen spannender Stadtplanung.

Das jetzt gerade erschienene Buch Roland Ostertag u.a., > Stuttgart ohne Geschichte. Stadtplanung im kritischen Rückblick (Stuttgart: Verlag-Peter-Grohmann 2018) dokumentiert vielleicht am besten von all seinen Büchern, mit welcher Leidenschaft Roland Ostertag sich für unsere Stadt engagierte. Das Lusthausdenkmal im Mittleren Schlossgarten fiel allmählich der Verwitterung anheim. Ostertag gründete einen Verein und heute können sich die Bürgerinnen und Bürger an diesem Zeugnis aus der Stuttgarter Stadtgeschichte wieder erfreuen. Oder das > Hotel Silber in der Dorotheenstraße, um das Roland Ostertag in den 40er Jahren als kleiner Junge immer einen großen Bogen machen musste. Da passieren schlimme Sachen, sagte man ihm damals. Als vor wenigen Jahren der Abbruch des Gebäudes geplant wurde, setzte Ostertag alles in Bewegung: Das alte Hotel Silber blieb: das neue viel zu große Einkaufszentrum musste an dieser Stelle etwas abspecken: > Stuttgarter Nachverdichtung: Zu groß, zu hoch – 24. Februar 2017.

Und immer wieder diskutierten wir über S21, für das Roland Ostertag so gar kein Verständnis aufbringen konnte > Zerstörung der Stadt mit Milliarden. Kosten und Termine Stuttgart 21 (4. März 2016). Er zeigt sich schockiert, dass S21 das von ihm immer wieder beschriebene Grundgesetz der Stadt so nachhaltig verletzte: dabei ging es ihm u.a. um den Erhalt des Schlossgartens und die Öffnung der Stadt zum Neckar hin. Außerdem konnte er der seiner Meinung nach grundfalsche Querorientierung des mit Kuppeln versehenen Dachs des neuen unterirdischen Bahnhofs ohne jede Anbindung an die existierende Stadtquartiere rund um den Bahnhof geschweige denn an den Stadtgarten, nichts abgewinnen. Natürlich hatte er die Kostenexplosion schon zu Beginn des Projekts, noch bevor der erste Prellbock gelupft wurde, fest im Blick und immer wieder beklagt. Aber ihm ging es um die Qualität des Neuen Bahnhofs, die bei der Volksbefragung am 27. November 2011 überhaupt keine Rolle spielte. Gefragt wurde nur, ob die Bürger für das Ausstiegsgesetz stimmen würden. Die Ablehnung des Ausstiegsgesetzes wurde von der Politik als Zustimmung zu S21 interpretiert, was Ostertag immer wieder sehr heftig kritisierte. > François Hollande: Zum Stuttgarter Bahnhof gab es eine Volksbefragung… – 14. Juni 2016.

Es war um 2007. Roland Ostertag hatte sich einen Schlüssel für das Dach des Bosch-Areals besorgt, um von dort oben Fotos zu machen. Zusammen standen wir auf dem Dach. Er stand mir gegenüber, breitete die Arme aus, klick, das Foto heißt, der Umbau ist fertig:

> Ortsbegehung (I) Das Bosch-Areal nach 10 Jahren – 3. März 2016 von H. Wittmann

Aufenthaltsqualität auf Plätzen, was sagt ein Gebäude zu dem anderen? Das Grundgesetz der Stadt Stuttgart, Denkmäler: denk mal nach, das sind nur einige seiner Fachausdrücke. Am meisten hat mich immer beeindruckt, wie er aus seiner Kenntnis der Stadt vor 1945, der Erfahrung des Wiederaufbaus der Stadt nach 1945 und seiner kritischen Begleitung der Stadtplanung und -entwicklung bis heute erzählen konnte. Darin steckte seine ganze Leidenschaft, besonders wenn er sich über den Abrissfuror in dieser Stadt aufregte, dem so viele wichtige Gebäude zum Opfer gefallen sind.

> Gastbeitrag von Roland Ostertag zur Kulturmeile. Einzelprojekte bedeuten Tod der Stadtplanung – Von Roland Ostertag 01. Januar 2018

Diese Stimme des Mahners mit seinen grundsätzlichen Überzeugungen, dass Stadtplanung die Entwicklung der Stadt und ihre Geschichte zu berücksichtigen habe, wird uns in Stuttgart sehr fehlen.

Die Trauerfeier wird am Freitag, den 18.05.2018 um 11 Uhr auf dem Pragfriedhof, Untere Feierhalle, stattfinden

TV-Turm-Wetter am 24. Februar 2018

Montag, 26. Februar 2018

Alle Rechte vorbehalten. © Heiner Wittmann, 2017.

Roland Ostertag: Stadtplanung ist ein Gesamtprojekt und kein Stückwerk

Dienstag, 2. Januar 2018

Aus Anlass des Artikels von Roland Ostertag zur Kulturmeile
> Einzelprojekte bedeuten Tod der Stadtplanung – Stuttgarter-Zeitung 01. Januar 2018

erinnern wir an die Artikel die unsere Redaktion auf diesem BLog angezeigt hat:

> Stadtreparatur in Stuttgart (II): Die Hauptstätter Straße – 6. Juni 2011

> Warum braucht Stuttgart die Hauptstätterstraße? – 18. April 2017

Vor elf Jahren: > Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept – 13. Juni 2007

> Die Bebauung der Hauptstätter Straße – 27. Mai 2007

Wohnorte². 90 Wohnquartiere in Stuttgart von 1890-2017

Dienstag, 14. November 2017

Es gibt Bücher, die bleiben künftig bei mir. Der gerade erschienene Band > Wohnorte². 90 Wohnquartiere in Stuttgart von 1890-2017, den Christina Simon-Philipp herausgeben hat und für den Thomas Fütterer über zweitausend Fotos in Stuttgart aufgenommen hat, gehört dazu und bleibt künftig auf meinem Regal. Nach dem Fotografieren hat Fütterer auch das Layout dieses vorzüglichen Werkes, Standardwerkes n’est-ce pas ? – über die 90 Quartiere wo Stuttgarter wohnen besorgt. Akribisch von der ersten bis zur letzten Seite.

Stadtentwicklung in Stuttgart: S. 18-70 : Sieben Autoren beschreiben Entwicklung der Stadt unter dem Aspekt Wohnen von 1870 bis heute. Danach wird die Vorstellung des Wohnungsbau in diesen Epochen vom Werkswohnungsbau über die Weimarer Republik, über das Bauen in der NS-Zeit, über den Wiederaufbau “Aufgelockert und gegliedert (1946-1959) bis zu einer neue Phase der “Urbanität durch Dichte, Wohnexperimente 1960-1980 gefolgt von der Stadterneuerung in den Jahren nach 1970 und der Stadterweiterung nach 1980 eingeteilt. “Modellvorhaben und Stadtumbau” prägten die Jahre 1990-2004, bevor wieder “Urbanes Wohnen” seit 2005 zum Maß der Dinge wurde. Aktuelle Wohnungsbauprojekte und Projekte im Bau vervollständigen diesen Band. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Schlusskapitel “Blicke auf die Stadt” wo besondere Wohnsituationen, die auch durch die besondere Suttgarter Topographie bestimmt sind, vorgestellt werden.

90 WohnOrte. Erläuterungen zu den Projetbeschreibungen, S. 59, erklräen den Aufbau der folgenden Doppelseiten, auf denen die Wohnquartiere detailliert vorgestellt werden. Oft, wie bei der Weißenhofsiedlung, P 15, ergänzen historische Aufnahmen das Bildmaterial. Reisach, Stuttgart-Weilimdorf, P 23, wurde von Thomas Hafner beschrieben. Fotos, Grundrisse und Luftaufnahmen, Pläne, eine Liste der Auszeichnungen und eine Literaturliste ergänzen bei jeder der 90 Projektbeschreibungen den Text. Die Hochhausgruppe Dannecker- / Stitzenburgstraße, P 30, wird auch mit Fotos gezeigt, die die Fernwirkung dieses Ensembles zeigen. Stuttgart-Mühlhausen, P 37, enthält zusätzlich eine Karte dieses Standortes und Lufttaufnahmen aus verschiedenen Jahren, einen Bebauungsplan und genügend Fotos, mit dem man sich ein Bild dieses Große-Ensembles machen kann. Unterbringung von geflüchteten “Wohnorte” der Willkommenskultur, P77, kennzeichnen Stuttgart als eine “Stadt der Integration”. S. 296 Eine exemplarische Nennung einzelner Projekte wird dem Band nicht gerecht, wenn nicht ausdrücklich gesagt wird, dass jedes Kapitel hier eine faszinierende Lektüre für sich ist. S. 348 f: 90 Quartiere im Vergleich zeit einen Vergleich der Flächen im Maßstab 1:50.000: eine pfiffige Idee für ein Inhaltsverzeichnis!

Grundsätzliches zum Wohungsbau kann mit diesem Buch gelernt werden, topographische Besonderheiten und ihre Lösungen, der Erwerb der zugereister Cannstatter war mir das Friedel Areal P 65 kein Begriff. Gemäß der Devise, man sieht nur, was man kennt, ist dieser Band eine gelungene Aufforderung, Stuttgart und seine Wohnquartiere neu zu entdecken. Als wir nach Stuttgart zogen, hätte ich diesen Band als Stadtführer auch gerne schon gehabt. Unser Hadern mit der verkorksten Stadtplanung in dieser Stadt wird durch die Beschreibungen dieses Bandes gemildert. Die Projektbeschreibungen enthalten auch die Geschichte der Projekte, die aus diesem Band einen wichtigen Beitrag zu Stadtgeschichte dieser Stadt machen. Blättern Sie einmal ausführlich in diesem Band und sie gehen mit anderen Augen durch diese Stadt.

Christina Simon-Philipp (Hg.)
> WohnOrte²
90 Wohnquartiere in Stuttgart von 1890 bis 2017
Entwicklungen und Perspektiven
Karl Krämer Verlag Stuttgart
erhältlich im Buchhandel ab September 2017
38,– Euro
480 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Pläne
ISBN 978-3-7828-1325-9

Stadtspaziergang mit Professor Roland Ostertag rund um den Stuttgarter Marktplatz – jetzt mit Video

Mittwoch, 20. September 2017

Die Teilnehmer am 7. Oktober 2016 am Stadtspaziergang mit Professor Roland Ostertag rund um den Stuttgarter Marktplatz werden demnächst mit geschärfteremm Blick für die historischen noch ein wenig sichtbaren Spuren den Marktplatz umrunden oder überqueren.

Besonders haben sich die Stadt und ihre Stadtplaner nicht angestrengt, um das Grundgesetz der Stadt, zu dem u. a. ihre Achsen zählen, einzuhalten. Das Steinerne Haus aus dem 15. Jh.wurde zugunsten von 5 Parkplätzen abgerissen, das Kaufhaus Schocken fiel der Spitzhacke zum Opfer und heute wird das neue Breuninger-Shoppng Center in die Blickachse gebaut. Echte Freude kann an dieser Stadtgestaltung nicht aufkommen. > Stuttgart. Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanungg lautet der Titel von Roland Ostertags neuestem Buch.

Bevor Sie das Fotoalbum mit den Bildern des Stadtrundgangs öffnen, muss diese Seite erst vollständig geladen sein. Das Fotoalbum öffnet sich sich per Klick auf ein Foto auf schwarzem Hintergrund, rechts erscheint ein Pfeil zum Weiterklicken. Schließen mit Klick auf CLOSE rechts unten. Tipp: F 11 vergrößert den Bildschirm:

Ist “Aufbruch Stuttgart” ein Signal für eine neue umfassende Stadtplanung?

Donnerstag, 14. September 2017

Unter der Überschrift “„Aktivisten und Artisten“ auf der B14” kommentiert Nikolai Forstbauer in seinem Artikel > Stadtautobahn als Bürgerbühne, Suttgarter Nachrichten, 14. September 2017, über die für Sonntag den 17. September geplante Aktion des Vereins > Aufbruch Stuttgart. Die Aktion zieht die Aufmerksamkeit der Stuttgarter auf einen Teil der Stadtautobahn.

Unter der Überschrift “Die Stadtschneise” berichtet N. Forstbauer am 15. September 20017 über die Aktion von > Aufbruch Stuttgart am 7. September 2017.

Das Gebot der Stunde wäre aber ein Symposium, eine Konferenz über die Neue Stadtplanung in Stuttgart oder wie wird die gesamte Hauptstätter Straße zurückgebaut? >

Dazu erinnern wir an unsere Artikel auf diesem Blog: Das > Elend der Hauptstätter Straße in Stuttgart.

Alle Fotos auf diesem, soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet: © Heiner Wittmann

A propos Interimsoper: > Der Eckensee: Vom Zubauen und Verdichten – 17. August 2017

Aber die Aktion nimmt nur einen Teil des Problems in den Blick. Marschiert werden soll – so die Stuttgarter Zeitung vom 15. September 2015 – vom Wilhelmsplatz bis zum Gebhard-Müler-Platz. 1,2 km. Natürlich wünschen wir dem “Aufbruch Stuttgart” und der Stadt einen Erfolg. Vielleicht geht ja auf diesem Teilstück dann nichts mehr: Kein Marsch, alles steht, weil so viele kommen.

Warum spazieren wir eigentlich nicht zumindest an jedem 2. Sonntag vom Marienplatz bis mindesten zum Neckartor oder noch weiter auf einer autofreien Hauptstätter Straße. Wie bereits im letzten Artikel hier gefordert > „Aufbruch Stuttgart“: Das Ende der Hauptstätter Strasse: Stadtreparatur oder Stadtplanung? muss die neue Aufmerksamkeit für die Stadtplanung in dieser Stadt für eine umfassende Neubewertung der Stadtplanung in unserer Stadt genutzt werden. Die Aufmerksamkeit, die dem > Aufbruch Stuttgart auch von Seiten der Politik zukommt, lässt vermuten, dass die Ablenkung von allen anderen Verkehrsproblemen in unserer Stadt gerne gesehen wird. Die Anbindung des Neuen Bahnhofs an die unmittelbar ihn umgebenden Stadtquartiere ist noch nicht mal in der Planung, solange dürfen die Autofahrer sich von den schnell brausenden meist schwarzen lebensgefährlichen SUVs in Slalomkurven bedrängen lassen. Der Umbau der Stuttgarter Stadtautobahn muss natürlich in einem Zusammenhang mit den angrenzenden Stadtquartieren gesehen werden. Sie sollen durch das Verschwinden der Stadtautobahn wiedervereint werden. Also kein Hin- und Herfahren mehr. Dazu s. hier unten. Wenn die Bürger den Stadtboden wieder erobern, ihre Parks wieder schützen und zurückbekommen dürfen, dann wird die Stadt und ihre Bürger der Bahn wohl doch sagen müssen, das wars mit S21. Zu teuer und unterirdische Konzepte sind von gestern. Da war eine Volksabstimmung? Das meinte auch > François Hollande: Zum Stuttgarter Bahnhof gab es eine Volksbefragung… , 14. Juni 2016.

Zur Erinnerung hier zwei Fotoserien mit Fotos der Stadtautobahnschneise durch Stuttgart auf unserem Blog zuerst aus den letzten Monaten…

dann aus den vergangenen Jahren:

Bevor Sie eines dieser beiden Fotoalben öffnen, muss diese Seite erst vollständig geladen sein. Das Fotoalbum öffnet sich sich per Klick auf ein Foto auf schwarzem Hintergrund, rechts erscheint ein Pfeil zum Weiterklicken. Schließen mit Klick auf CLOSE rechts unten. Tipp: F 11 vergrößert den Bildschirm.

Betrachten wir die gesamte Haupstätter Sraße, einschließlich der Willy-Brandt-Straße vom Neckartor bis zum Marienplatz und zitieren wir aus unserem Artikel vom 6. Juni 2011 > Stadtreparatur in Stuttgart (II): Die Hauptstätter Straße:

“40 Prozent sind Hin-und Herfahrer die U-Turns umrunden müssen, um die Stadtautobahn zu überqueren.
30 Prozent nutzen die Stadtautobahn, weil es sie gibt, ohne sie würden sie den Zielort ihrer Fahrt direkt ansteuern
30 Prozent sausen wirklich von der Filderstraße bis zum Neckartor auf der Stadtautobahn und gehören eigentlich nicht in die City
20 Prozent machen ohnehin Fahrten unter 3 oder 4 Km

120 % – das sind nur Schätzungen, aber diese Größe legt nahe, dass wir diese Stadtautobahn nicht brauchen und schon gar nicht den Tunnel, denn Tunnel brauchen Ein- und Ausfahrten, die für den Stadtboden gestaltungsmäßig verloren sind.”

Haben Sie das > Modell der Stadt Stuttgart in der Ausstellung von Professor Ostertag am Gäkopf schon einmal ganz genau angesehen?

Ulm hat es Stuttgart vorgemacht: > Das Modell für Stuttgart: Die neue Mitte Ulm

Alles über die Hauptstätter Straße auf unserem Blog:

> „Aufbruch Stuttgart“: Das Ende der Hauptstätter Strasse: Stadtreparatur oder Stadtplanung? – 11. September 2017

> Warum braucht Stuttgart die Hauptstätterstraße? – 18. April 2017

> Eine Vision für Stuttgart: Von der PS-Meile zum lebendigen Kulturviertel – 28. Januar 2017

> Der Rückbau der Hauptstätter Straße – 16. Dezember 2016

> Die Autobahn kommt weg: Vorbild Stadtreparatur in Lyon – 14. Juni 2016

> Wie viele Spuren hat die Hauptstätter Straße? – 25. Juli 2014

> Stadtplanung und Stadtreparatur in Stuttgart – 28. August 2012

> Die Barriere Hauptstätter Straße – 16. April 2012

> Stadtreparatur (V): Der Österreichische Platz – 13. Juni 2011

> Stadtreparatur in Stuttgart (III): Die Hauptstätter Strasse – 8. Juni 2011

> Stadtreparatur (V): Der Österreichische Platz – 13. Juni 2011

> Stadtreparatur in Stuttgart (II): Die Hauptstätter Straße – 6. Juni 2011

> Stadtreparatur (IV): Die Paulinenbrücke: Eine Brücke als Parkhausdach? – 8. Juni 2011

> Die autogerechte Stadt (III): Der Österreichische Platz – 24. August 2010

> Warum (will) / wollte ! man die Kulturmeile untertunneln? – 25. Februar 2009

> Das Modell für Stuttgart: Die neue Mitte Ulm – 4. Januar 2010

> Stadtreparatur: Die Hauptstätter Straße in Stuttgart – 12. April 2009

> Andrea Palladio, Die Vier Bücher zur Architektur und Stuttgart 21 – 27. Januar ´2009

> 14 Spuren sind zuviel – 28. November 2008

> Vorrang für die Autos auf 10 Spuren – 2. Juli 2008

> Die Neue Stadtplanung – 16. April 2008

> Die Kulturmeile soll in den Tunnel – 8. September2007

> Der Knopfdruck – 12. September 2006

> Kommt die Kulturmeile wirklich in den Tunnel? – 30. Dezember 2007

> Von der Leonhardskirche zum Charlottenplatz – 13. Juni 2007

> Soviel Platz! – 27. Mai 2007

> So breit! – 1. Mai 2007

> Ein Ausflug zur Neuen Mitte Ulm – 12. November 2007

> Ulm Neue Mitte – Die Rückeroberung des Stadtraums oder was geschieht mit der Hauptstätter Straße in Stuttgart? – 7. November 2007

> Die Bebauung der Hauptstätter Straße – 27. Mai 2007

> Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept – 13. Juni 2007

> Stuttgart – Stadt ohne Fußgänger – 8. April 2017

“Aufbruch Stuttgart”: Das Ende der Hauptstätter Strasse: Stadtreparatur oder Stadtplanung?

Montag, 11. September 2017

Das > Quartier um den Stuttgarter Hauptbahnhof einschließlich des Mittleren Schlossgartens ist seit mehreren Jahren und auf noch mehrere Jahre hinaus eine Großbaustelle, ein städtischer zentraler Raum, der die Fußgänger fast zwei Jahrzehnte lang ausschließt. Allein diese Perspektive hätte das Aus für dieses Mammutprojekt bedeuten müssen. Jetzt ist die Stadtreparatur nur schwer möglich, zumal beim Beginn der Zerstörung des Mittleren Schlossgartens und dem Beginn der Buddelarbeiten für S21 noch niemand sich Gedanken machte, wie das neue Quartier die umliegenden Quartiere ansprechen sollte. Die Lage ist so desaströs und verfahren, so dass Bürger, die die Entwicklung der Stadt im Sinn haben > Stuttgart Aufbruch meinen, jetzt seien neue Insellösungen angesagt. Zuerst lud dieser Verein zu einer Art Gründungs-Veranstaltung in den Hospitalhof ein – während der Veranstaltung wurde seine Gründung angekündigt: bitte in die Listen eintragen – und stellte seine Vision eines neuen Kulturviertels vor, schon wurde von einem Frühstück auf der Stadtautobahn gesprochen, um die Aufmerksamkeit der Medien zu wecken.

Mittlerweile hat der > Verein Aufbruch Stuttgart nachgebessert und lädt zu einem autofreien Tag ein und nimmt die Stadtautobahn vom zwischen Neckartor bis zum Österreichischen Platz in den Blick: > Sonntag, 17.09.2017: Ein wichtiger Tag für Stuttgart auf dem Weg von der autogerechten zur menschengerechten Stadt!. Jetzt gerät doch die ganze Stadtautobahn in den Blick, statt sich auf eine Insellösung um die Oper zu konzentrieren: “Schluss mit der schier unüberwindbaren Verkehrsschneise zwischen Neckartor und Österreichischer Platz, als erster Schritt für den Wandel von der autogerechten zur menschengerechten Stadt und Schaffung eines lebendigen Kulturquartiers, das alle Bürger zum Verweilen und Flanieren einlädt.”

Insellösungen sind eine weitere Katastrophe für die Stadt und eine fatale Folge des Fehlens eines gesamtstädtischen Konzepts. Die Hauptstätter Strasse kann nicht in einzelnen Teilen oder Abschnitten repariert werden und wenn, nur dann falls ein Gesamtkonzept vorliegt, diese Wunde der Stadt geschickt zu schließen. Es ist bedauerlich, dass hier > Verein Aufbruch Stuttgart immer noch ein Hinweis auf oder eine Diskussion der Thesen von Professor Roland Ostertag fehlt: > Warum braucht Stuttgart die Hauptstätterstraße? – 18. April 2017.

Jetzt wo sich so viele Personen des öffentlichen Lebens um das Wohlergehen der Stadt Stuttgart endlich kümmern: > Verein Aufbruch Stuttgart muss auch > S21 in die öffentliche Diskussion eingebunden werden. Es macht keinen Sinn, hier zu bauen ohne eine Perspektive, wie das neue HBF-Quartier an seien Umgebung angeschlossen werden soll, und dort kaum 1 km davon entfernt neue Verkehrswege zu planen. Das ist von beiden Seiten zu kurzsichtig gedacht.

> Stadtreparatur: Die Hauptstätter Straße in Stuttgart – 12. April 2009

> Die Bebauung der Hauptstätter Straße – 27. Mai 2007

> Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept – 13. Juni 2007

> Unsere Artikel zur Hauptstätter Straße in Stuttgart

Ortsbesichtigung: Kronprinzenstraße und Kienestraße

Dienstag, 29. August 2017

Erinnern wir uns. Die Kronprinzenstraße ist kürzlich saniert worden. Zumindest der Teil der Straße, die Fußgängerzone ist.

Rückschau auf unserem Blog:

> Warum wird die Kronprinzenstraße keine echte Fußgängerzone? – 16. Juli 2011

> Die Verwahrlosung der Kronprinzenstraße – 8.Februar 2015

> Die Kronprinzenstraße wird renoviert – 1. August 2016

> Die Steinwüste der Kronprinzenstraße – 23. Oktober 2016

Warum werden Fußgängerzonen großflächig mit Steinplatten versiegelt? In der Kienestraße gibt es schon Stolperfallen. Reifenspuren auf den neuen Platten der Kronprinzenstraße zeugen von LKWs, die über die neuen Platten gefahren sind und schon wurden auch dort Platten ausgewechselt. In ein paar Monaten oder Jahren wird diese Plattenwüste genauso fies aussehen, wie die Treppe am Kunstmuseum über dem Schlossplatz. Architekten sagen mit Recht zur Kronprinzenstrße, ein Ort ohne jede Aufenthaltsqaulität. Nur zum Durcheilen. Eine Grünfläche, eine Wasseranlage, als Oval, darum viele Bücherkisten für Bouquinisten und der Platz wäre DAS Stadtzentrum von Stuttgart. Gucken wir mal nach:

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Bei der nächsten Sanierung muss an eine Spur für Zulieferautos/-LKWS gedacht werden, die keine Platten beschädigen können. Der Untergrund kann auch noch so gut sein, das Befahren durch LKWS halten die verlegten Platten nicht aus.

Der Stuttgarter Hauptbahnhof als zerstörter öffentlicher Raum

Dienstag, 22. August 2017

> Kriminalität an deutschen Hauptbahnhöfen steigt deutlich – DER SPIEGEL, 21.8.2017

Wir gehen den Hintergründen dieser SPIEGEL-Meldung nicht genauer nach, bevor wir jetzt gleich über den Hauptbahnhof schreiben, wollen wir hier nur lediglich auf die Verwahrlosung des öffentlichen Raums Stuttgarter Hauptbahnhof hinweisen. Die Reisenden fühlen sich dort nicht mehr wohl. Man kann seine Lieben nicht mal eben zum Gleis begleiten oder abholen, weil die Parkplätze verschwunden sind, und wenn man doch noch parkt, sind die Wege viel zu lang geworden. Hinsichtlich seiner sozialen Qualität bekommt der Stuttgarter Hauptbahnhof eine glatte Sechs.

Nichts im Bahnhofsbereich lässt irgendeine Vorfreude auf den schicken neuen eingegrabenen Bahnhof erkennen oder gar aufkommen. Es ist kein Vergnügen mehr, in der Bahnhofshalle einen Espresso zu sich zu nehmen, die Zeitung zu erwerben und zum Zug zu schlendern. Früher standen viele Züge abfahrtbereit in Sicht der Kasse im Zeitungsladen. Heute muss der Koffer erst durch den langen Tunnel gezogen werden, alle hasten, jeder ist in Eile, nur schmutzige verkratzte Plexiglasscheiben lassen etwas Baudesaster darunter ahnen, ganz so als ob schöne Fotos hier unerwünscht seien.

Die fiese Umgebung beeinflusst das soziale Verhalten aller. Keine Wohlfühlqualität. Die Fahrgäste wirken immer gehetzt, den auswärtigen Besuchern der Stadt ist es zunächst rätselhaft, wo die S-Bahn sich befinden könnte. Das Servicecenter, früher hieß das Fahrkartenschalter, ist neben einem Drogerieladen ganz versteckt. Die Wege sind lang. Ein gepflegter Bahnhof zum Ankommen und Abfahren mit Aufenthalts(warte)qualität sieht anders aus. Der Weg von den Gleisen in den Schlossgarten führt durch einen Käfigtunnel mit Serpentinen, das erinnert an einen Zirkus o. ä. aber nicht an eine Umgebung, wo man sich gerne aufhalten und bewegen möchte. Neulich brauchte ich einen Stempel, um einen anderen, bereitstehenden Zug benutzen zu dürfen, weil der gebuchte Zug durch Abwesenheit glänzte: “Da müssen Sie zum Service-Point gehe…” also hin und zurück durch den Tunnel rennen. Das stand alles im > Kleingedruckten bei der Volksbefragung nicht mit dabei. Die Landeshauptstadt leistet sich für lange Jahre – 10-20 Jahre? – einen total runtergekommenen Bahnhof, der zu nichts in der Stadt einlädt, außer zu dem Argument, der neue Haltepunkt sei notwendig. Wenn man wenigstens noch die Halbhöhe oder andere Fotos der > tollen topographischen Lage dieser Stadt im Fußgängertunnel zeigen würde, um Lust auf Stuttgart zu machen, anstatt den Reisenden Lust auf schwedische Möbel zu machen…

In diesem Bahnhof wird der Flaneur zur Ware, ein paar Minuten Zeitersparnis für künftige Reisende und viele Milliarden mit schwerer Hypothek für die Zukunft entschädigen uns nicht > für den runtergekommenen Stuttgarter Hauptbahnhof.

Der Eckensee: Vom Zubauen und Verdichten

Donnerstag, 17. August 2017

> Eckensee wird als Ausweichspielstätte geprüft – Stuttgarter Zeitung – 27. Juli 2017 . Ob man dabei auch prüft, was die Bürger dieser Stadt dazu sagen? Dabei ist das Ensemble um den Eckensee denkmalgeschützt. > Denkmalschutz steht Eckensee-Oper im Weg – Stuttgarter-Zeitung, 30.7.2017. “im Weg” klingt, als müsse man etwas finden, so ein Hindernis zu umgehen. Denkmalschutz zählt in dieser Stadt ohnehin nicht so viel.

Was für eine absurde Idee, auf dem Eckensee das Opernprovisorium zu errichten! Der See ist nicht nur zum Ansehen da, er hat auch eine Funktion für das Klima in der unmittelbaren Umgebung: > Kann man den Eckensee überbauen? – 14. August 2017 von Roland Ostertag. Aber so ist das nunmal in Stuttgart, es wird verdichtet und zugebaut.


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