Der Audioguide : Balado – La France à Stuttgart

Balado – La France à Stuttgart
Sa 25.4. | Führungen 14:30 u. 17 Uhr | Start IF Stuttgart | Dt./Frz. | Teilnahme kostenlos

An 24 Stationen führt der Stadtrundgang zu Orten, an denen sich französische Kultur, Geschichte und persönliche Lebenswege in das Stadtbild eingeschrieben haben. Eine Fassung in leichtem Französisch wurde in Zusammenarbeit mit dem Klett-Verlag entwickelt.

Auf französischen Spuren durch Stuttgart: Neuer Audioguide „Balado – La France à Stuttgart“ lädt zum Entdecken ein.


Tag der Offenen Tür ! Am Samstag (25.4.) öffnet das Institut français seine Türen um 14 Uhr. Es wartet nicht nur ein umfangreiches Kinder- und Jugendprogramm (u.a. Vorlesestunden, Schnupperkurse für Französisch, Zauberkunst u.v.m.), auch Begegnungen mit frankophilen Persönlichkeiten aus der Region stehen ebenso auf dem Plan wie ein abschließendes französisches Karaoke.


Die Landeshauptstadt wird zur Bühne einer faszinierenden deutsch-französischen Geschichte. An 24 Stationen führt der Stadtrundgang „Balado – La France à Stuttgart“ zu Orten, an denen sich französische Kultur, Geschichte und persönliche Lebenswege in das Stadtbild eingeschrieben haben.

Die 22. Französischen Wochen in Stuttgart vom 21.4.-3.5. 2026:

Detaillierte Informationen zu den Veranstaltungen und Veranstaltungsorten finden Sie ab Anfang Februar online unter www.franzoesischewochen.de

Historische Bauwerke, literarische Begegnungen, politische Verbindungen und überraschende Anekdoten machen deutlich, wie eng Stuttgart und Frankreich seit Jahrhunderten miteinander verflochten sind – und wie lebendig diese Beziehung bis heute ist.

Erzählt werden die Geschichten von engagierten Persönlichkeiten, profunden Kennern und Menschen, die diese Verbindungen bis heute prägen – darunter bspw. Daniel Cohn-Bendit, Michael Klett, Peter Erasmus, Frank Nopper oder Stefanie Stegmann.

Im Institut français – dem Herzstück des französischen Lebens in Stuttgart – beginnt und endet der Spaziergang. Vom neuen Institut am Berliner Platz geht’s hinauf in die Villa in der Diemershaldenstraße – dem alten Sitz des französischen Kulturinstituts, die heute das Kinderhospiz beherbergt. Vom Westen mit Abstecher am Feuersee beim Klett-Areal rüber in den Osten zum Robert-Bosch-Haus; später die Kulturmeile entlang schlendern, König Fußball im Stadtpalais treffen, Kunst und Le Corbusier auf dem Weg guten Tag sagen und im Anschluss ein Cuvée auf die Städtepartnerschaft am Pierre-Pflimlin-Platz … Station für Station entfaltet sich ein Stadtraum voller Erinnerungen, kultureller Verbindungen und überraschender Entdeckungen.

Eine Fassung in einfachem Französisch wird in Zusammenarbeit mit dem Klett-Verlag erarbeitet.

Praktische Informationen:

Vorstellung des Audioguides mit Führungen auf Deutsch (14:30 Uhr) und Französisch (17 Uhr). Die angebotenen Führungen zu ausgewählten Stationen bieten einen ersten Einblick in den Stadtrundgang. Einzelne Beiträger:innen begleiten die Führungen und stehen für Fragen zur Verfügung.

Teilnehmende benötigen ein Handy (App kann im Foyer des Instituts runtergeladen werden) u. eine Fahrkarte Zone 1.

Treffpunkt: Foyer (Institut français Stuttgart); keine Anmeldung erforderlich

Dauer: 2h, anschließend Quiz/ Gewinnspiel im Institut français

Der Balado wird unterstützt von: Verein der Freunde des Institut français e.V., Nouveaux horizons – Baden-Württemberg Stiftung, Dr. Karl Eisele & Elisabeth Eisele StiftungKlett Stiftung LBBW Stiftung,  Robert Bosch StiftungStadt Stuttgart, Ville de Strasbourg

Detaillierte Informationen zu den Veranstaltungen und Veranstaltungsorten finden Sie ab Anfang Februar online unter www.franzoesischewochen.de

Rezension: Cord Beintmann, Reclams Städteführer Stuttgart. Architektur und Kunst

Rechtzeitig zu den anstehenden Lockerungen erscheint Anfang Mai bei Reclam der Führer durch Stuttgart: Cord Beintmann, > Reclams Städteführer Stuttgart. Architektur und Kunst.

Dieser Stadtführer präsentiert eine ganz klassische Form. Eine Einleitung  „Stuttgart – Wirtschaftszentrum und Kulturmetropole“ gefolgt von der „Stadtgeschichte in Daten“ und dem “ Kulturkalender“ und der Beschreibung ausgewählter Stadtteile: „Das Zentrum rund um Königstraße, Schlossplatz und Schlossgarten, „Vom Rathaus in den Westen und Süden“, „Der Westen“, „Der Süden“, „Der Norden: vom Europaviertel über die Weißenhofsiedlung nach Zuffenhausen“, „Zuffenhausen und Rot“, „Vom Osten an den Neckar“, „Von Bad Cannstatt in die weitere Umgebung“ einschließlich mit Ausflügen nach Ludwigsburg und Marbach am Neckar. Eine Liste mit Museen und eine Übersichtskarte ergänzen den Band.

Steht man vor dem Reisebücherregal in der Buchhandlung ist das Angebot oft unübersehbar. Aber dieses Buch erweist sich als eine gute Wahl.

Alles kann man nicht mehr in Stuttgart sehen: Steht man vor dem Hauptbahnhof, liest man auf S. 33: „Seit der Zerstörung der Dreiflügelanlage ist das Erscheinungsbild des Bahnhofs erheblich beeinträchtigt.“ Das gilt auch für den so in einer Stadt einmaligen Schlossgarten: „2010 und 2012 wurden für den Umbau des Hauptbahnhofs im Mittleren Schlossgarten trotz vehementer Proteste rund 200 Bäume gefällt oder versetzt, womit die Kontinuität der langgestreckten Anlage des Schlossgartens empfindlich gestört wurde.“ (S. 35) Von der Oper bis zum Rosensteingarten mit dem Fahrrad radeln, das ist es (oder morgens von Cannstatt bis in die Innenstadt radeln), die Zerstörung des Schlossgartens im Bereich des Hauptbahnhofs hat viel vom Zauber dieser Reise genommen. Dennoch ist es eine wunderbare Tour, hat man den Bahnhof, erst einmal hinter sich gelassen. Viele Einzelheiten im Schlossgarten werden genannt: z. B. die > Ruine des Neuen Lusthauses. In die andere Richtung geht es zur Oper, dem Staatstheater und dem Landtag, ein beeindruckendes Ensemble am Eingang zur Stadt, das hier zu Recht gewürdigt wird. Das gilt auch für die Alte und neue Staatsgalerie, wie die neue John-Cranko-Schule, die ausführlich beschrieben werden. Das Alte Waisenhaus und der Karlsplatz führen wieder in die City zu Markthalle und zur Stiftskirche und zum Alten Schloss mit Fruchtkasten und Prinzenbau. Das Kunstmuseum gehört zu den Prachtbauten am Schlossplatz mit dem Neuen Schloss und dem Gebäude des Kunstvereins.

Weiter geht es zum Hotel Silber, zum Rathaus und dem Marktplatz, weiter zum Dorotheenviertel. Überwindet oder unterquert man die Hauptstätterstraße kommt man zur Leonhardtskirche, die auch darauf wartet, dass einst die Schnellstraße mit ihren bis zu 10 Spuren oder sind es noch mehr?  auf der man nur noch 40 fahren darf, verschwindet und die getrennten Stadtquartiere wieder vereinigt werden. Von hier aus mit diesem Führer in der Hand erst durch das Heusteigviertel, dann wieder Richtung Hegel-Haus bis zur Hospitalkirche, da lernen auch ortsansäßige Schwaben viel über ihre Stadt.

Weiter zum Haus der Wirtschaft zur Liederhalle und zum Boschareal, das die „Architekten Roland Ostertag und Johannes Vornholt 1998–2001 saniert und ergänzt“ haben, und zur Universität mit dem Stadtgarten.

Die drei folgenden Kapitel der Westen, der Süden und der Norden präsentieren ebenfalls  gelungene Architekturführungen durch die schwäbische Landeshauptstadt. Mit exzellentem Fachwissen begleitet  Cord Beintmann Sie zu den architektonischen Höhepunkten Stuttgarts und vermittelt nebenbei interessante Baugeschichten besonders auf beiden Seiten der Heilbronner Straße, deren Bauten, unserer Meinung nach, wegen falscher Platzierung auf unserem Blog nicht allzugut wegkamen: Besonders das > Einmauern des Glanzstücks der  Stadtbücherei ist eine städtebauliche Sünde. Darum geht es aber hier nicht, wenn die Bauten für sich betrachtet werden und von Beintmann so wunderbar erläutert werden. Der Architekt der sich ansieht, wie die Gebäude zueinandersprechen – oder sich gar nichts zu sagen haben – wird unsere eben geäußerte Klagen wieder aufnehmen.

Beintheim führt den Leser auch zur > Gedenkstätte Zeichen der Erinnerung, die nicht viele Besucher Stuttgarts aufsuchen und doch ist sie unter dem Einfluss des Architekten Roland Ostertag ein so würdiger und und immens trauriger Ort geworden.

Ganz zu Recht erhält die > Weißenhofsiedlung in diesem Führer mehrere Seiten: S. 126-132.

In Zuffenhausen gehts zum Porsche-Museum. Und u. a. Ludwigsburg und Marbach am Neckar warten noch auf den den Leser dieses Führers.

Die schönste und lehrreichste Aussicht gibt es vom Fernsehturm, S.18, 25, 109 f.: auf unserem Blog > TV-Turm-Wetter.

Den fehlenden Index der genannten Personen verschmerzt man, es geht hier vornehmlich um die Bauten und Stadtquartiere der Stadt, aber das Fehlen der Bücher von Roland Ostertag (1) in der Bibliographie ist bedauerlich. Sein Name wird nur einmal im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Bosch-Areals genannt, aber die von vorgenommene Restaurierung des Alten Schauspielhauses fehlt, sein Einsatz für die Lusthausruine, für das Hotel Silber und für die > Gedenkstätte Zeichen der Erinnerung wird hier nicht genannt.

Erinnern wir uns, dass wir gesagt haben, dass es hier nicht um Personen geht, dann ist dieser Band ein sehr gelungener Wegbegleiter durch Stuttgart für Einheimische, Zugereiste, und Durchreisende.

Cord Beintmann
> Reclams Städteführer Stuttgart. Architektur und Kunst
Ditzungen: Reclam, 2021
Originalausgabe
Klappenbroschur
200 S. 21 Farbabb. 6 Karten
Erscheint Anfang Mai 2021
ISBN: 978-3-15-014158-8

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1. Heiko Stachel hat einen virtuellen Rundgang durch das Büro von Roland Ostertag aufgezeichnet, bevor es aufgelöst wurde.