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Theatertage in Klein Paris in Stuttgart – 31.10 -22.11.2019

3. November 2019 von H. Wittmann


Eine Produktion des Theater am Fenster www.theateramfester.de
Kontakt und Kartenbestellung info@theateramfenster.de
0157-5402 1302

> Programmplakat zum Herunterladen

Eröffnung mit der Premiere
Die schier unhaltbare Spannung des Nichtwissens
Do. 31. Okt. 20.00 (Premiere)
Fr. 01. / Sa. 02. / So. 03. Nov.  jeweils 20.00
Theaterperformance nach Texten von Hannah Arendt
Musik: Trio Rivkele – Spiel:Boris Rodriguez
Eintritt 15.-/10.-
Landesmuseum Stuttgart
Altes Schloss Schillerplatz 6
70173 Stuttgart
Tickets an der Museumskasse oder online unter > landesmuseumstuttgart.de
weitere Infos unter > freietanzundtheaterszenestuttgart.de

Di. 05. Nov. 19.30
»Denken ohne Geländer«
Philosophisches Café zu Hannah Arendt –  Mit Christine Engel
Eintritt Spende
Weltcafé- Charlottenplatz 17 – 70173 Stuttgart
> www.philosophie-engel.de

Do. 7. Nov. 20.00
»Mädchen aus der Fremde«
Aus dem Leben der Hannah Arendt
Spiel: Boris Rodriguez – Musik: Trio Rivkele
Kunsthaus Fischinger – Esslinger Str. 20 – 70182 Stuttgart
Tel. 07 11 . 23 29 90

Fr. 08. Nov. 20.00
»Hannah Arendt im Gespräch mit Günter Gaus«
Kinoabend. Der legendäre Fernsehmitschnitt von 1964. Anschließend Gespräch.
Galerie Pixxl Götz Wintterlin
Brennerstr. 21 – 70182 Stuttgart Reservierung:
> supersaas.de/schedule/Pixxl-Kino/Termine
Eintritt Spende

Sa 9. Nov 20.00
»Mädchen aus der Fremde«
Aus dem Leben der Hannah Arendt
Spiel: Boris Rodriguez – Musik: Trio Rivkele
Gastspiel im Buchladen im Dreigiebelhaus
Marktpl. 4 – 74354 Besigheim – Tel: 07143-34888
info@dreigiebelhaus.net

So 10. Nov. 17.00
»Die Europäische Hochzeit« Frei nach Bertolt Brecht und Anton Cechov
Gastspiel des Hinterhof Kollektivs
Eintritt 10.-/5.-
Theatersaal im Bischof-Moser-Haus
Wagnerstraße 45 – 70182 Stuttgart – 0711-21069-35

Mi 13.11. 20.00
»Balkan Express«
Musik in Dur und Moll – Musik: Jordan Djevic – Conference: Boris Rodriguez
Uhu Bar Stuttgart – Leonhardstr.4 – Stuttgart-Leonhardsviertel
0711-246142
Eintritt 10.-

FR. 15. und Fr. 22. Nov. 20.00
»Als explodierte eine Bombe im Kopf«
Theaterstück zu Jugoslawien – Gastspiel Theater Perle
Schauspiel: Tatjana Milicevic – Musik: Jordan Djevic
Eintritt 10.-
Großer Saal im Gebrüder Schmid Zentrum – Gebrüder-Schmid-Weg 13
70199 Stuttgart-Heslach

Filmtage Tübingen: Trois jours et une vie | Drei Tage und ein Leben Regie: Nicolas Boukhrief

7. Oktober 2019 von H. Wittmann

“Gerade erschienen, aufgeschlagen und sofort ohne aufzuhören gelesen. Pierre Lemaitre, > Drei Tage und ein Leben. Haben wir gestern noch den Anfang dieses Romans, die Fakten hier vorgestellt > Aufgeschlagen: Pierre Lemaitre, Drei Tage und ein Leben, so können wir hier nur daran erinnern, Rémi, der kleine Nachbarjunge ist tot. Im Wald von Saint-Eustache.

Der Leichnam wird gefunden werden, es wird Nachforschungen geben. In der kleinen Stadt Beauval kennt jeder jeden….” so beginnt der > Lesebericht: Pierre Lemaitre, Drei Tage und ein Leben unserer Redaktion auf dem Blog von Klett-Cotta. Danach folgte – gemäß unserem Blog-Prinzip – das Interview mit dem Autor: > Nachgefragt: Pierre Lemaitre, Drei Tage und ein Leben.

Nun wird der Film zu diesem Buch bei den > Tübinger Filmtagen gezeigt:

Trois jours et une vie | Drei Tage und ein Leben Regie: Nicolas Boukhrief F 2019 | 2h |OmeU

Hier die Spielzeiten:

Donnerstag den 31. Oktober im Kino Museum 1 in Tuebingen um 16.00 Uhr

Donnerstag den 31. Oktober im Kino Kamino Reutlingen um 20.00 Uhr

Samstage den 3. November in Rottenburg Kino Waldhorn um 18.00 Uhr

Montag den 4. November im Kino Delphi Stuttgart um 18.00 Uhr

Pierre Lemaitre
> Drei Tage und ein Leben
Roman
Aus dem Französischen von Tobias Scheffel (Orig.: Trois jours et une vie)
1. Aufl. 2017, 270 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98106-3

Geschützt: Das Treffen am 1. Oktober 2019

1. Oktober 2019 von H. Wittmann

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Waren Sie schon mal in Bronnweiler?

29. September 2019 von H. Wittmann

Die Marienkirche in Bronnweiler:

Unser Fotoalbum:

> Kirchengemeinde Bronnweiler

Eine gute Gelegenheit, unsere Leser auf die wunderbare Website > www.kirchen-online.com von Andreas Keller hinzuweisen: Besuchen Sie dort folgende Kirchen, die gerade neu aufgenommen worden sind: (Text von Andreas Keller:) “Botnang: Auferstehungskirche, Nikodemuskirche & Schlosskapelle Solitude Degerloch · Versöhnungskirche Hedelfingen · St. Markus Möhringen · St. Hedwig: “Interessant zu vergleichen, wie unterschiedlich 4 Nachkriegskirchen architektonisch in Bau und Ausstattung gestaltet wurden (Nikodemus, Versöhnung, Markus, Hedwig) wahrzunehmen, dass sich in der Schloßkapelle Solitude u.a. ein kompletter Kreuzweg in Darstellung mit 14 Puttenpaaren befindet – und vieles mehr.
Hoch bedeutend sind auch die Martinskirche in Metzingen und in Bregenz die beiden Kirchen der Abtei Mehrerau. Etwas ganz Besonderes stellt dann die Kapelle “St. Michael und alle Engel” in Caux ( ob Montreux) dar: Anfang des 20. Jahrhunderts extra errichtet für die damals so zahlreichen Gäste aus England. Fast 50 Glasfenster, viele mit Bildlegende in englischer Sprache! – und das in der französischen Schweiz.”

Klimastreik am 20.9.2019 in Stuttgart

20. September 2019 von H. Wittmann

Unsere Redaktion war heute mit unserem Foto- und TV-Team unterwegs und hat bei der Demo gegen den Klimawandel Impressionen eingefangen. Hier folgt unser Fotoalbum:

Luisa Neubauer, Alexander Repenning
Vom Ende der Klimakrise. Eine Geschichte unserer Zukunft
Erscheinungstermin 16.10.2019
Tropen Verlag, 1. Aufl. 2019, ca. 208 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-608-50455-2

Am Rotebühlplatz
war gerade der erste Demonstrationszug losgegangen, dann kamen die beiden anderen dazu, nachdem unsere Redaktion auf dem Schloßplatz Fotos gemacht hat, gingen wir zurück und der Zug am Rotebühlplatz war immer noch nicht zu Ende: So konnte man einen Eindruck von der außergewöhnlichen Mobilisierung gewinnen:

Mit einem Klick auf ein Foto öffnen Sie das Fotoalbum: 50 Fotos. Unser Techniker hat repariert gerade die Anzeige auf mobilen Geräten repariert.

Fotos: © Heiner Wittmann

Grundsätzliches zum Klimawandel auf dem Frankreich-Blog,:

> Der #Klimawandel kommt – 9. August 2019

> Klimawandel. Nachgefragt. Wir fragen Pierre-Yves Le Borgn’ – 19. Juni 2019

> Annette-von-Droste-Hülshoff Gymnasium, Düsseldorf: Kunst- und Tanzperformance zur Eröffnung der Klimakonferenz in Paris (COP21) – 1. Dezember 2015

> Was ist Fortschritt? Krise und Klimawandel – 16. November 2009

> Klimapolitik: Bernard Kouchner fordert einen Paradigmenwechsel – 11. September 2009

Und auf www.stuttgart-fotos.de:

> Klimatische Aspekte bei der Stadtentwicklung von Stuttgart – 15. Oktober 2010

> Die Abriegelung der Stuttgarter Talmulde – 30. März 2016

> Stuttgarter Riegelbebauung und Nachverdichtung – 31. Januar 2013

> Die Luftzirkulation im Stuttgarter Talkessel – 28. Oktober 2012

Deutsch-Französisches Freundschaftsfest am 15.9. im Residenzschloss Ludwigsburg

12. September 2019 von H. Wittmann

Theater und Tanz, Führungen und Vorträge, Aktionen für Kinder, kreative Angebote – und jede Menge gastronomische Erlebnisse mit französischem Akzent: Am Sonntag laden die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg ins Schloss zum Deutsch-Französischen Freundschaftsfest. Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg haben das ganze Jahr unter das Thema „Ziemlich gute Freunde. Frankreich und der deutsche Südwesten” gestellt. Am 15. September ist der Eintritt zum Deutsch-Französischen Freundschaftsfest für Familien und Kinder frei – und das gilt an diesem Tag auch für die Museen im Schloss. Alle Programmpunkte finden sich im Internetportal der Staatlichen Schlösser und Gärten unter > www.schloss-ludwigsburg.de.

Von links Frank Krawczyk, Leiter des Bereichs Öffentlichkeitsarbeit der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, in der Mitte Stephan Hurst, den Leiter der Schlossverwaltung Ludwigsburg, sowie drei Schauspielerinnen von “Dein Theater”. Foto: Martin Kalb

Am 15. September kann man den Kulturaustausch bei typischen Speisen und Getränken aus Frankreich genießen. Ein französischer Spezialitätenmarkt im Ehrenhof des Residenzschlosses ist einer der Höhepunkte des Freundschaftsfestes. Ein Dutzend Marktstände bieten Delikatessen wie Macarons, Pasteten, Käse aus Savoyen, Nougat, Oliven und Tapenaden, Crêpes und Flammkuchen. Der Markt öffnet bereits am Freitag, den 13. September seine Stände. Verkauf ist täglich bis zum Sonntag von 11–19 Uhr.

„Das Residenzschloss Ludwigsburg haben wir auch deshalb gewählt, weil es einen solchen Reichtum an historischen Bezügen bietet“, erläutert Frank Krawczyk, Leiter des Bereichs Kommunikation der Staatlichen Schlösser und Gärten, beim Pressegespräch am Dienstag im Schloss „Von der engen Beziehung im 18. Jahrhundert mit den vielen Künstlern aus Paris über den Besuch Napoleons am Beginn des 19. Jahrhunderts bis zu den historischen Momenten der jüngeren Zeitgeschichte: Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle hat hier 1962 die deutsch-französische Freundschaft begründet – und > Bundeskanzlerin Angela Merkel und François Hollande haben 50 Jahre später im Residenzschloss daran angeknüpft.“

Das Fest richtet sich an alle Altersgruppen, mit Musik, Spiel- und Aktionsangeboten, mit Lesungen und einem Theaterstück zur deutsch-französischen Geschichte, entwickelt vom Stuttgarter Ensemble „Dein Theater“. Die Bühne für die Aufführungen ist historisch: „Dein Theater“ bespielt das Schlosstheater. Auf der Bühne des herzoglichen Theaters traten im 18. Jahrhundert die Top-Stars aus Paris auf, Tänzer, Sängerinnen und Musiker. Besondere Führungen zum Themenjahr –auch in Französisch – präsentieren deutsch-französische Aspekte aus der Geschichte des Schlosses und aus der gemeinsamen Geschichte von Mode und Geschmack. Dazu kommen Vorträge – etwa mit Dr. Susanne Dieterich, die kurzweilige Episoden vom württembergischen und französischen Hof für Groß und Klein erzählt. Das Institut Français und das Deutsch-Französische Institut begleiten das Freundschaftsfest mit Aktions- und Informationsständen. Verschiedene Ensembles machen Musik – und auch die klingt Französisch.

„Ziemlich gute Freunde. Frankreich und der deutsche Südwesten”: Das Themenjahr der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg befasst sich mit der Geschichte der prägenden Nachbarschaft der zwei Länder rechts und links des Rheins über die Jahrhunderte. Dabei reichen die Themen vom Mittelalter bis in die Gegenwart, von den Kriegen bis zu den Liebesbeziehungen und Ehen und vom Staunen über die jeweils andere Kultur bis zum guten Essen. 14 Monumente in ganz Baden-Württemberg machen mit. Einen Überblick über die Themen und Veranstaltungen gibt die neue Themenwelt > www.ziemlich-gute-freunde.de im Internetportal der Staatlichen Schlösser und Gärten: Geschichte und Geschichten rund um die Beziehung zwischen Frankreich und dem Nachbarn Südwestdeutschland.

> www.schloesser-und-gaerten.de

Pilgern auf Deutsch … et à la française

11. September 2019 von H. Wittmann

Lichtbildvortrag von Jürgen Wöhler mit anschließender Filmvorführung “Saint Jacques … La Mecque” / “Pilgern auf Französisch”

Ort: Institut français, Stuttgart
Zeit: 19. September 2019 – 18:30 Uhr

950 km auf dem Jakobsweg vom Burgund bis zu den Pyrenäen – von Jürgen Wöhler

Im heißen Sommer 2018 ist der Stuttgarter – ehemalige Bankmanager – Jürgen Wöhler zu Fuß von Vezelay im Burgund bis St-Jean-Pied-de-Port in den Pyrenäen gepilgert. Fast durchgehend allein, denn mit nur ca. 300 Pilgern im Jahr ist der Voie de Vezelay der einsamste der drei traditionellen Jakobswege in Frankreich. Doch bezaubernde Landschaften, Kirchen und Paläste, Kontakte zu Einheimischen und die gute französische Küche machen diesen Weg entlang einsamer Dörfer sowie durch schöne Städte wie Nevers, Limoges und Perigueux höchst lohnend und zu einem ganz besonderen Erlebnis.

© kino.de

„Saint Jacques… La Mecque…“ / „Pilgern auf Französisch“ (Coline Serreau, 2007)

Clara, Claude und Pierre sind entsetzt: Ihre verstorbene Mutter hat die Auszahlung ihres Erbes an eine Bedingung geknüpft. Und zwar an die, dass die drei gemeinsam auf dem Jakobsweg nach Santiago di Compostela pilgern müssen. Dumm ist nur, dass die Geschwister sich nicht ausstehen können und das Wandern ihnen grundsätzlich widerstrebt. Doch um des lieben Geldes willen schließen sie sich widerwillig einer bunten Pilgergruppe an und erleben eine chaotische Reise voll überraschender, teils lustiger und teils tiefgründiger Einsichten.

Eine Veranstaltung des Vereins der Freunde des Institut français Stuttgart.

Institut français | Schlossstr. 51, 70174 Stuttgart | Eintritt frei

Anmeldung erforderlich unter info.stuttgart@institutfrancais.de

 

Baugebot und Enteignung? Ein Weg zur Linderung der Wohnungsnot?

28. August 2019 von H. Wittmann

Enteignung ist eines der Schlagworte, die immer wieder auftauchen, wen es um Wohnungsnot und zu hohe Mieten geht. Etwa in Berlin, wo man laut über die Enteignung von Wohnungsbaugesellschaften nachdenkt oder in Tübingen, dessen Oberbürgermeister Boris Palmer das Baugebot und in letzter Konsequenz eben die Enteignung derjenigen, die bebaubare Grundstücke derzeit nicht bebauen wollen, auf die Agenda gebracht hat.

Während die eine Idee – die Enteignung von Wohnungsbaugesellschaften – sich auf rechtlich wie praktisch sehr dünnem Eis bewegt, gibt es für das etwa in Tübingen erwogene und mit Schreiben an die betroffenen Grundstückseigentümer eingeleitete Verhängung von Baugeboten immerhin eine sehr konkrete Rechtsgrundlage, nämlich § 176 des Baugesetzbuchs.

Das ist eine recht komplizierte Vorschrift. Die Stadt, die sich darauf beruft und Baugebote verhängen, schließlich gar eine Enteignung einleiten will, sieht sich mit verschiedenen rechtlichen Schwierigkeiten konfrontiert. Jedenfalls dann, wenn der betroffene Grundstückseigentümer die ihm zu Gebote stehenden rechtlichen Mittel ausschöpft und sich frühzeitig, wenn ein solches Ansinnen an ihn herangetragen wird, richtig positioniert.

Das wird auch der Grund dafür sein, dass der genannte § 176 des Baugesetzbuchs in der Vergangenheit, auch in Zeiten knappen Wohnraums, keine wirklich große Rolle gespielt hat und eher selten zum Einsatz kam.

Es bleibt abzuwarten, ob es diesmal der Politik gelingt, diese vom Baugesetzbuch gebotene Möglichkeit tatsächlich aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken und dadurch derzeit brachliegendes Bauland zu aktivieren. Skepsis ist geboten. Etliche der zu erwartenden Erfolgsmeldungen werden darauf zurückzuführen sein, dass die angesprochenen Eigentümer sowieso in absehbarer Zeit hatten bauen wollen. Und viele, vielleicht die meisten diejenigen, die – aus welchen Gründen auch immer – derzeit und in nächster Zukunft nicht bauen wollen, werden sich Mittel und Wege aufzeigen lassen, den aus der Anwendung des Gesetzes folgenden Konsequenzen zu entgehen.

> Baugebot Enteignung § 176 Baugesetzbuch

Eckart Wittmann
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verwaltungsrecht

> Vorkaufsrecht – Abwendung – Kaufvertrag – öffentlich-rechtlicher Vertrag

#S21 und die Kosten finanzieller und qualitätsmäßiger Art

8. Juni 2019 von H. Wittmann

Natürlich wird es immer teurer… das ist bei Großprojekten irgendwie normal. Aber bei der > Volksabstimmung 2011 hatte man uns so fest versprochen, dass 4,8 Milliarden reichen würden… Am besten sollte der Schrecken ein sofortiges Ende haben. Man muss ja festhalten, dass die Kostengrenze eines der 21 Argumente für #S21 gewesen ist. Man kann wirklich den Eindruck gewinnen, dass die Bahn und viele der anderen Beteiligten am liebsten nichts mehr von dem Thema hören würden und das ganze Projekt auch nicht noch einmal anfangen würden.

Die stoische Ruhe der Stuttgarter, die die langen Wege im Hauptbahnhof ertragen, überrascht und die ankommenden Gäste der Stadt ziehen ihre Koffer durch einen langen Korridor, um dann die S-Bahn zu suchen. Was waren das noch für Zeiten, als man in der Mitte des Bahnsteiges in den Untergrund zur S-Bahn schlüpfen konnte. Jetzt wird gerade die Fahrkartenausgabe in einem Gebäude am Rande des Bahnhofs versteckt. Und sozialen Beziehungen pflegen, die Lieben zum Hauptbahnhof bringen oder mal eben abholen, wird auf Jahre hinaus erschwert.

Roland Ostertag (1931-2018) beklagte immer zu Recht architektonische Missgriffe, die nur für die Geschwindigkeit da sind, die aber die Menschen nicht berücksichtigen. Seit dem Beginn von #S21 ist der Mensch, der Flaneur, immer nur im Weg, er stört überall, nur Notlösungen wie der Käfigabgang in den Schlossgarten, oder der bereits erwähnte Tunnelgang.

Der Verlust an Aufenthaltsqualität während der Bauarbeiten wird von den Stuttgartern klaglos hingenommen. Ach, behielten wir doch einen schicken Kopfbahnhof, mit einer großzügigen (sogar doppelten) Bahnhofshalle, wie in Leipzig, eine Halle, die sich zur Stadt, zum Tal hin öffnet. Stattdessen werden potentielle Gäste im Untergrund unter den Stuttgarter Bergen im ICE hindurchgejagt und oben hoffen die Stuttgarter unter sich bleiben zu können.

Diese Kosten, die langen Wege, der Krach, die Dauer, der gravierende Verlust an Aufenthaltsqualität sind mit ihren Folgen gar nicht bezifferbar und werden folglich bei den Baukosten nicht mit eingepreist. Wer freut sich eigentlich auf den schiefen unterirdischen Haltepunkt, zu eng und zu unpraktisch? Ach, das ist noch der Flughafen… wird der mit angebunden? Ist das alles schon geplant und genehmigt?

Das hat ein Freund mir tatsächlich geglaubt:

Stadtarchiv Stuttgart: Die Reise nach America

8. April 2019 von H. Wittmann

ist es wirklich möglich, dass eine württembergische Kaufmannsfrau am Ende des 18. Jahrhunderts allein zu einer einjährigen Reise über die Kontinente hinweg aufbricht, ihre Kinder zurücklässt, sich tödlichen Gefahren aussetzt und am Ende unversehrt wieder zu Hause eintrifft? Wie sieht so eine Schiffspassage von Rotterdam nach Philadelphia und von dort nach Charleston in South Carolina eigentlich wirklich aus? Und was kann uns die transatlantische Auswanderung im 18. Jahrhundert über das zeitlose Phänomen der Migration und ihrer Folgen heute noch sagen? Antworten auf diese und viele andere Fragen liefern wir bei unserem nächsten Vortragsabend, der am Mittwoch, den 10. April 2019, um 19 Uhr im Stadtarchiv Stuttgart, Bellingweg 21, 70372 Stuttgart stattfindet und zugleich Band 112 der Reihe “Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart” der Öffentlichkeit vorstellt.

Am 15. Juni 1786
machte sich die in Stuttgart geborene Eberhardine Christiane Lotter (1749-1834) von ihrem damaligen Wohnort Herrenberg auf eine abenteuerliche Reise nach Charleston in South Carolina. Dort suchte sie ihren ein Jahr zuvor ausgewanderten Ehemann auf, um die familiären Verhältnisse zu klären. Nach vier Monaten Aufenthalt kehrte Frau Lotter ohne ihren Ehemann nach Herrenberg zurück, wo sie ihre Erlebnisse in der „Beschreibung meiner Reise nach Charlestown“ schriftlich niederlegte. Meine Kollegen Dr. Katharina Beiergrößlein und Dr. Jürgen Lotterer haben diesen Reisebericht ediert und kommentiert und daraus ein wunderschönes Buch gemacht, dass Sie an diesem Abend auch käuflich erwerben können.

Prof. Dr. Georg Fertig (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
wird den Reisebericht in die transatlantische Migrationsgeschichte des 18. Jahrhunderts einordnen. die Sprecherin und Sprechtrainerin Emily Dohna liest Passagen des Editionstextes, die die beiden Herausgeber kommentieren. Im Anschluss gibt es – wie im Text der Überfahrt nach “America” vermerkt – Rum, Schiffszwieback und grüne Erbsen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Zentrum (DAZ).

Membrane. African Literatures and Ideas

8. April 2019 von H. Wittmann

Literaturhaus Stuttgart – Internationales Literaturfestival vom 23.5. – 26.5.2019 in Stuttgart

Insgesamt über 40 Gäste werden zum viertägigen internationalen Literaturfestival „Membrane. African Literatures and Ideas“ ins Literaturhaus Stuttgart miteinander ins Gespräch und auf die Bühne kommen. Um ein Festival dieser Größenordnung zu realisieren, haben sich die drei Stuttgarter Einrichtungen, das Literaturhaus Stuttgart, das Institut français Stuttgart und die Akademie Schloss Solitude zu einem Membrane-Verbund zusammengeschlossen.

Mit dem Bild der Durchlässigkeit und Porosität richtet das Festival seine Scheinwerfer auf neue Literaturen. Es diskutiert den Begriff und Raum Afrikas, um vielfach verkrustete Wahrnehmungen und Zuschreibungen und medial bestimmte Blickweisen auf Afrika im besten Wortsinne brüchig werden zu lassen: Wie können wir unser Zusammenleben gestalten, global aber auch im Hier und Jetzt – mit dem Wissen um eine gewaltförmige Geschichte der Unterdrückung und Ausbeutung, mit dem Blick zurück und einem Zutrauen in Zukunft? Was heißt es, Afrika und Afrikaner*in zu sein, in einer Welt, in der Widersprüche und Paradoxien ein generelles Gefühl von Unsicherheit erzeugt haben?

Mit dabei ist die international gefeierte Schriftstellerin Taiye Selasi
, die den Begriff des „Afropolitan“ maßgeblich geprägt hat, der senegalesische Professor für Philosophie und Literatur an der Columbia University New York, Souleymane Bachir Diagne, die Aktivistin und Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo, der ZEIT-Journalist und Redakteur Mohamed Amjahid, die kamerunische Schriftstellerin Léonora Miano und viele andere, darunter auch zahlreiche junge Stimmen wie die britische Science-Fiction Autorin Temi Oh.

Das Festivalprogramm setzt sich zusammen aus einer großen deutsch-ruandischen Tanzperformance „Planet Kigali“ von Gutiérrez/ Dietrich/ Rugamba zur Eröffnung, aus Lesungen, Gesprächen Vorträgen und Interventionen, aus kulinarischen Überraschungen und Durchquerungen, Publikationen auf der interdisziplinären Online-Plattform Schlosspost, Ausstellungen, Performances und Konzerten sowie einem Gespräch in Bildern, einem deutsch-kamerunischen Comic-Briefwechsel.

Kuratiert haben das Festival die EOTO Geschäftsführerin und Kuratorin Nadja Ofuatey-Alazard, die kenianische Schriftstellerin und derzeitige Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, Yvonne Adhiambo Owuor, und der senegalesische Ökonom und Schriftsteller Felwine Sarr, der mit seiner durch Präsident Macron in Auftrag gegebenen Studie zur Restitution von Raubkunst derzeit international im Gespräch ist: Auf dem Frankreich-Blog > Die Restitution des afrikanischen Kulturerbes.

Das vollständige Programm entnehmen Sie bitte den ausliegenden Programmheften oder der Website www.literaturhaus-stuttgart.de oder hier als Download : > Membrane-Programmheft-WEB.

Hauptveranstaltungsort ist das Literaturhaus Stuttgart, weitere Veranstaltungsorte wie das Institut français und der Projektraum Römerstraße 2A der Akademie Schloss Solitude sind im Programm ausgewiesen. Tickets unter: www.literaturhaus-stuttgart.de.

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