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Die Ausstellung zur Stadtplanung in Stuttgart von Roland Ostertag am Gähkopf

22. Mai 2018 von H. Wittmann

Roland Ostertag (1931-2018) hatte in seinem Büro am Gähkopf in Stuttgart eine Ausstellung zur Stadtplanung in Stuttgart eingerichtet: > Ein neues Museum für die Bürger. Eine Lehrschau für die Stadtplaner. Glanzstück der Ausstellung ist ein Modell der Stadt Stuttgart, auf dem vor allem die faszinierende topographische Lage der Stadt bewundert werden kann. Andreas Keller hat in der Ausstellung Fotos aufgenommen:

Fotos: Andreas Keller

Andreas Keller > Roland Ostertag (19.2.1931–11.5.2018)

Roland Ostertag – 1931-2018

14. Mai 2018 von H. Wittmann

Der Architekt Professor Roland Ostertag ist am 11. Mai 2018 in Stuttgart im Alter von 87 Jahren gestorben.

Das Foto wurde im Januar 2015 aufgenommen > Ortsbesichtigung: S-21 – Bauabschnitt A 1 mit Video.

Roland Ostertag wurde am 19. Februar 1931 in Ludwigsburg geboren. Er studierte von 1951-1956 Architektur an der Technischen Hochschule Stuttgart und machte sich 1957 als Architekt selbständig. 1958-1966 war er Dozent am Lehrstuhl von Professor Gutbrod für Entwerfen. 1970-1997 lehrte er als Professor am Institut für Gebäudelehre, Entwerfen, Entwicklung der modernen Architektur an der Technischen Universität Braunschweig. Ab 1983 hatte eine Bürogemeinschaft mit Johannes Vornholt. Er war Präsident der Bundesarchitektenkammer von 1993-1996. 1990 gründete er das Architekturforum Dresden und war ab 1995 Mitglied des Präsidiums der Baufachmesse Leipzig und danach bis 2000 Mitglied des Kuratoriums der Internationalen Bauausstellung Emscher-Park. Nach seiner Emeritierung 1996 kam er in den Vorstand der Stiftung Architekturforum Baden-Württemberg.

Ostertag hat seit 1956 über 120 Preise gewonnen und viele Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben und für Gutachten erhalten. 1987 erhielt er den Deutschen Architekturpreis. Am 14. September 2015 hat Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid ihm im Namen des Bundespräsidenten Joachim Gauck das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse verliehen: > Bundesverdienstkreuz für Professor Roland Ostertag:

Roland Ostertag habe ich zum ersten Mal um 2000 in den neuen Räumen des künftigen Literaturhauses in Stuttgart getroffen. Ihm war es vor 1999 gelungen, das zum Abbruch vorgesehene Bosch-Areal zu retten und einer neuen Bestimmung zuzuführen. Wir trafen uns bald immer öfters in seinem Büro in der Alexanderstraße und später am Gähkopf, wo er bis Dezember 2017 jeden Tag an seinen Manuskripten und seiner Korrespondenz gearbeitet hat. Im seinem Büro gab es auch eine Ausstellung zur Stadtgeschichte und Stadtplanung in Stuttgart > Ein neues Museum für die Bürger. Eine Lehrschau für die Stadtplaner, die er in den letzten 30 Jahren zusammentragen hatte, und jeden Samstagmorgen interessierten Besuchern öffnete: > Stuttgart 1:1000 – 14. Januar 2012 von H. Wittmann:

> Roland Ostertag gestorben. Einmischer aus Verantwortung Von Amber Sayah, Stuttgarter Nachrichten 14. Mai 2018 Amberr Sayah hat einen beeindruckende Nachruf verfasst und regt en Nachdenken über die Zukunft seiner Ausstellung an: “Jeder, der mit ihm zu tun hatte, wurde über kurz oder lang in die baugeschicht­liche Stuttgart-Ausstellung beordert, die der Architekt am Gähkopf in der ehemaligen Privatgalerie des Kunstsammlers Hugo Borst eingerichtet hatte. Dieses beeindruckende Archiv mit seinen historischen Stadtplänen und -ansichten, mit dem riesigen Stadtmodell und seiner Bibliothek zu bewahren und für Forschung und Öffentlichkeit weiterhin zugänglich zu machen, sollte der Stadt ein Anliegen sein.”

Sanierungen und Umbauten wie das Alte Schauspielhaus, das Steuerberaterhaus und die Rettung des Bosch-Areals gehören neben vielen anderen Bauwerken, wie das Rathaus in Kaiserslautern, zu seinem beeindruckenden Vermächtnis. Dazu zählte auch sein Engagement seit 2004 als Vorsitzender des Vereins > Zeichen der Erinnerung. Nach über 60 Jahren erreichte er es, dass die noch vorhandenen Spuren (Schienen, Prellböcke, Schotter) im Nordbahnhof, zu der Gedenkstätte Zeichen der Erinnerung umgestaltet wurden: > Zeichen der Erinnerung: Die Gedenkstunde am 1. Dezember 2011 – 2. Dezember 2011. Von dort waren etwa 2500 Juden aus ganz Württemberg und Hohenzollern, sowie Sinti und Roma, 1941 bis 1945 in die KZs, den sicheren Tod deportiert wurden,

Als Vorstand der Stiftung Architekturforum Baden-Württemberg setzte er sich mit seinen Beiträgen für eine behutsame, geschichtsbewusste, nachhaltige, menschenfreundliche Stadtplanung ein und inszenierte viele Veranstaltungen, hauptsächlich im Stuttgarter Literaturhaus.

Mit Plänen und Fotos begleitete er seine eigenen Veröffentlichungen. 2016 erschien sein Band > Roland Ostertag, > Stuttgart – Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung (Stuttgart: Verlag-Peter-Grohmann). “Stuttgart ist eine von der Natur und der Topographie bevorzugte schöne Stadt. … Aber Stuttgart verändert sich. Jetzt rächt sich das Fehlen eines Gesamtkonzepts für die Stadtentwicklung,” heißt es auf der vierten Umschlagsseite.

Immer wieder haben wir uns im seinem Büro am Gähkopf getroffen. Sei es, dass er einen besonderen Fotowunsch hatte, eine ganz bestimmte Perspektive, das richtige Licht, die richtige Jahreszeit. Aber unsere fast zwanzigjährige Freundschaft war viel mehr als nur ein bloßer Austausch von Fotos und Manuskripten, sie wurde zu einer Art Studium moderner Stadtplanung. Mit seinem ungeheuren Wissen und Erfahrungen als Architekt verband er die Ergebnisse seiner Beobachtungen der Stadtentwicklung Stuttgarts von heute. Nein, nachsichtig war er selten, zu groß erschienen ihm die Versäumnisse in dieser Stadt. Ihre Geschichte hatten die Stadtplaner vergessen und ein von ihm geführter > Spaziergang durch A1 wurde zur Ortsbesichtigung und war ein großer Höhepunkt. Oder der > Spaziergang rund ums Rathaus, den ein Video auf unserem Blog zeigt.

Viele unserer Treffen waren eigentlich Hauptseminarsitzungen oder Doktorandenkolloquien. Er kommentierte kritisch meine Fotos, die ich in Stuttgart aufgenommen hatte, dafür bekam ich seine Texte zur Lektüre. Und die vielen Vorträge, die er zu zahlreichen Themen der Stadtplanung gehalten hat: Türme in der Stadt, Stadtzerstörung, das Hotel Silber, die Zerstörung des Schlossgartens, die Zerstörungen rund um den Stuttgarter Hauptbahnhof. Er freute sich, wenn ich mit meinen Festplatten zu ihm kam. Dann zeigte er mir das Manuskript seines Vortrags und hatte oft schon eine Liste der Fotos angefertigt, die meistens aus dem Fotoarchiv zusammengestellt werden konnte. Nach der Lektüre seines Manuskripts, trafen wir uns wieder am Gähkopf, er nahm meine Änderungswünsche auf, erklärte Grundsätzliches, verteidigte Passagen und erläuterte Zusammenhänge mit Begründungen aus der Stadtgeschichte. Das war ein Geben und Nehmen in Sachen spannender Stadtplanung.

Das jetzt gerade erschienene Buch Roland Ostertag u.a., > Stuttgart ohne Geschichte. Stadtplanung im kritischen Rückblick (Stuttgart: Verlag-Peter-Grohmann 2018) dokumentiert vielleicht am besten von all seinen Büchern, mit welcher Leidenschaft Roland Ostertag sich für unsere Stadt engagierte. Das Lusthausdenkmal im Mittleren Schlossgarten fiel allmählich der Verwitterung anheim. Ostertag gründete einen Verein und heute können sich die Bürgerinnen und Bürger an diesem Zeugnis aus der Stuttgarter Stadtgeschichte wieder erfreuen. Oder das > Hotel Silber in der Dorotheenstraße, um das Roland Ostertag in den 40er Jahren als kleiner Junge immer einen großen Bogen machen musste. Da passieren schlimme Sachen, sagte man ihm damals. Als vor wenigen Jahren der Abbruch des Gebäudes geplant wurde, setzte Ostertag alles in Bewegung: Das alte Hotel Silber blieb: das neue viel zu große Einkaufszentrum musste an dieser Stelle etwas abspecken: > Stuttgarter Nachverdichtung: Zu groß, zu hoch – 24. Februar 2017.

Und immer wieder diskutierten wir über S21, für das Roland Ostertag so gar kein Verständnis aufbringen konnte > Zerstörung der Stadt mit Milliarden. Kosten und Termine Stuttgart 21 (4. März 2016). Er zeigt sich schockiert, dass S21 das von ihm immer wieder beschriebene Grundgesetz der Stadt so nachhaltig verletzte: dabei ging es ihm u.a. um den Erhalt des Schlossgartens und die Öffnung der Stadt zum Neckar hin. Außerdem konnte er der seiner Meinung nach grundfalsche Querorientierung des mit Kuppeln versehenen Dachs des neuen unterirdischen Bahnhofs ohne jede Anbindung an die existierende Stadtquartiere rund um den Bahnhof geschweige denn an den Stadtgarten, nichts abgewinnen. Natürlich hatte er die Kostenexplosion schon zu Beginn des Projekts, noch bevor der erste Prellbock gelupft wurde, fest im Blick und immer wieder beklagt. Aber ihm ging es um die Qualität des Neuen Bahnhofs, die bei der Volksbefragung am 27. November 2011 überhaupt keine Rolle spielte. Gefragt wurde nur, ob die Bürger für das Ausstiegsgesetz stimmen würden. Die Ablehnung des Ausstiegsgesetzes wurde von der Politik als Zustimmung zu S21 interpretiert, was Ostertag immer wieder sehr heftig kritisierte. > François Hollande: Zum Stuttgarter Bahnhof gab es eine Volksbefragung… – 14. Juni 2016.

Es war um 2007. Roland Ostertag hatte sich einen Schlüssel für das Dach des Bosch-Areals besorgt, um von dort oben Fotos zu machen. Zusammen standen wir auf dem Dach. Er stand mir gegenüber, breitete die Arme aus, klick, das Foto heißt, der Umbau ist fertig:

> Ortsbegehung (I) Das Bosch-Areal nach 10 Jahren – 3. März 2016 von H. Wittmann

Aufenthaltsqualität auf Plätzen, was sagt ein Gebäude zu dem anderen? Das Grundgesetz der Stadt Stuttgart, Denkmäler: denk mal nach, das sind nur einige seiner Fachausdrücke. Am meisten hat mich immer beeindruckt, wie er aus seiner Kenntnis der Stadt vor 1945, der Erfahrung des Wiederaufbaus der Stadt nach 1945 und seiner kritischen Begleitung der Stadtplanung und -entwicklung bis heute erzählen konnte. Darin steckte seine ganze Leidenschaft, besonders wenn er sich über den Abrissfuror in dieser Stadt aufregte, dem so viele wichtige Gebäude zum Opfer gefallen sind.

> Gastbeitrag von Roland Ostertag zur Kulturmeile. Einzelprojekte bedeuten Tod der Stadtplanung – Von Roland Ostertag 01. Januar 2018

Diese Stimme des Mahners mit seinen grundsätzlichen Überzeugungen, dass Stadtplanung die Entwicklung der Stadt und ihre Geschichte zu berücksichtigen habe, wird uns in Stuttgart sehr fehlen.

Die Trauerfeier wird am Freitag, den 18.05.2018 um 11 Uhr auf dem Pragfriedhof, Untere Feierhalle, stattfinden

Fotowettbewerb: Stuttgart 500 P

13. Mai 2018 von H. Wittmann

Aus der Ausschreibung von prolab: Es gibt tolle Preise zu gewinnen, die eingereichten Bilder werden im Stadtpalais – Museum für Stuttgart ausgestellt!

Ziel ist es 500 Bilder im Format 18×18 cm zum Thema Stuttgart auszustellen. Das P steht für Perspektiven und Plätze. Jeder ab 18 kann dabei mitmachen und bis zu drei Bilder einreichen. Einzige Vorgabe, die Bilder sollten aus dem Stadtgebiet Stuttgarts sein.

Einsendeschluss: Verlängert auf den So. 03. Juni. 2018

Vernissage im Stadtpalais: 12. Juli 2018 19:00 Uhr

Alle eingereichten Stuttgart-Bilder, auch die nicht prämierten werden im neuen Stadtpalais – Museum für Stuttgart ausgestellt!

Die Bilder laden Sie über unsere Homepage www.stuttgart500p.de hoch, hier finden Sie auch weitere Infos zum Fotowettbewerb und zur Fotoausstellung.

Auf vielfachen Wunsch hin brauchen die Bilder nicht zusätzlich auf Instagram gepostet werden!

Bei Fragen schreiben Sie gerne per Mail an yfantis@prolab.de mit dem Betreff: „Stutgart500P Fragen“

Im Schauspielhaus Stuttgart, Foyer: Podiumsgespräch: „Reboot Europe – Was will Macron? Was wollen wir? Was geht gemeinsam?“

4. Mai 2018 von H. Wittmann

Schauspielhaus Foyer, Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Dienstag, 8. Mai 2018 19:30 Uhr Eintritt 6.00 EUR

Les discours du président Macron:

Au dem Blog > www.france-blog.info:

> Discours du Président de la République, Emmanuel Macron, devant le congrès des États-Unis d’Amérique

> #QuelleEstVotreEurope ? – Epinal, 17 avril 2018 : Lancement des consultations citoyennes

> Nachgefragt: Henri Ménudier antwortet auf unsere Fragen zu Emmanuel Macron, Europa und die deutsch-französischen Beziehungen

> #monmars20 Journée de la Francophonie. Präsident Macron : Lancement de la stratégie internationale pour la langue française et le plurilinguisme
März 21st, 2018

> Les discours du président Macron sur l’Europe

Unser Wohlstand ist europäisch und unser Frieden sind europäisch. „Wir brauchen ein Utopie-Upgrade für Europa, das begeistert, das uns die Richtung in die Zukunft weist, damit diese nicht ein lauwarmer Aufguss der Vergangenheit wird. Wir brauchen eine Utopie für das Europa des 21. Jahrhunderts.“ Andre Wilkens

Wo treffen wir uns? Was bringt Europa voran? Was will Macron, was wollen wir? Wie rund läuft der deutsch-französische Motor? Was bedeuten heute europäische Werte und Solidarität? Die Versöhnung der ehemaligen Erzfeinde hat weltweit Vorbildcharakter. Zahlreiche Städtepartnerschaften und Austauschprogramme sind entstanden. Aber wie tragfähige ist die Beziehung heute? Ist das gegenseitige Verständnis gewachsen, trägt das Vertrauen für einen gemeinsamen Aufbruch für Europa?

Es disutieren: Nicolas Eybalin (französischer Generalkonsul), Franziska Brantner (MdB, europapolitische Sprecherin der Fraktion B90/Grüne und Mitinitiatorin der Initiative von französischen und deutschen ParlamentarierInnen für eine Erneuerung des Elysée-Freundschaftsvertrags), Brigitte Klinkert (Präsidentin des Départements Haut-Rhin)

Statement: Annette Rueß (Initiatorin von „Pulse of Europe Stuttgart“), Nadia vom Scheidt (Leiterin der Abteilung Außenbeziehungen der Landeshauptstadt Stuttgart), Hannah Goerlich (Studentin des dt.-frz. Studiengangs Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart und Sciences Po Bordeaux), Dr. Eileen Keller (Deutsch Französisches Institut), Studie „Städtepartnerschaften – den europäischen Bürgersinn stärken“), Anna Deparnay-Grunenberg (2017 Kandidatin der Assemblée nationale für Französische Staatsbürger im Ausland)

Stuttgart Theater der Altstadt- Premiere
Jean-Paul Sartre, Die schmutzigen Hände

6. April 2018 von H. Wittmann

Am 6. April 2018 gibt es die Premiere von Jean-Paul Sartre, Die schmutzigen Hände im > Theater der Altstadt.

In dem fiktiven Staat llyrien zeigt der junge kommunistische Intellektuelle Hugo sich während des Zweiten Weltkriegs bereit, um irgendwelche Kompromisse zu vermeiden den Parteisekretär Höderer zu töten, der sich mit bürgerlichen Kräften einlassen will. Aber Hugo zögert, er beobachtet Höderer und beginnt dessen Ansicht, man müsse Politik für die Menschen und nicht für Prinzipien machen zu verstehen. Dann aber erschießt er Höderer, aber weniger aus politischen Gründen als aus Eifersucht. Das Stück fragt, ob man in der Politik saubere Hände behalten kann, oder ob Moral und radikales Handeln sich einander widersprechen.

Premiere: 6. April 2018
Regie und Ausstattung: Uwe Hoppe
Besetzung: Susanne Heydenreich, Sarah Kreiß – Lou Bertalan, Irfan Kars, Ambrogio Vinella, Reinhold Weiser

Fotografin: Sabine Haymann

> Tickets für “Die schmutzigen Hände” online kaufen

Lesung: Daniel Goetsch, Fünfers Schatten

5. April 2018 von H. Wittmann

Daniel Goetsch, > Fünfers Schatten berichtt von dem Dramatiker Maxim Diehl, der, jetzt auf seiner Erfolgswelle, sich auf die Insel > Porquerolles begibt, um dort seine Autobiographie zu schreiben. Die mediterrane Umgebung werde ihm sicher dabei helfen, wenn er sich an seine Kindheit zurückerinnert. Der schwierige Vater, die etwas verträumte Mutter.

EINLADUNG ZUR LESUNG
»Fünfers Schatten«
Donnerstag, 26. April 2018 | 19: 30 Uhr
Café LesBar | Stadtbibliothek Stuttgart
Mailänder Platz 1 | 70173 Stuttgart
Daniel Goetsch im Gespräch mit Julia Schröder
Eintritt: € 5,- / € 3,- (ermäßigt)

Dann aber begegnet Diehl dem viel älteren Jack Quintin: “Ein beleibter Herr in seinen Siebzigern, weißer Haarkranz, Hornbrille und Jeanshemd.” (S. 19), der am liebsten selbstgenügsam abends seinen Cognac zu sich nimmt. Diehl hört seine Lebensgeschichte, er ist fasziniert, verwirft seine Biographie und erlebt eine große Enttäuschung.

Daniel Goetsch,
> Fünfers Schatten
1. Aufl. 2018, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98071-4

Gedenken an die Deportation vor 75 Jahren von Sinti und Roma aus Stuttgart, aus Baden-Württemberg

7. März 2018 von H. Wittmann

Im März 1943 wurden 456 Sinti und Roma aus Baden-Württemberg deportiert. Wir gedenken ihrer am 75. Jahrestag des 15. März 1943. An diesem Tag fand der erste und größte Abtransport statt. Vom Stuttgarter Güterbahnhof wurden 233 Sinti nach Auschwitz-Birkenau verschleppt. Fast alle wurden dort ermordet. Im Ganzen wurden während der NS-Diktatur etwa 500.000 Sinti und Roma umgebracht. Auch nach 1945 wurden Sinti und Roma ausgegrenzt und diskriminiert, die gegen sie verübten Verbrechen erst spät anerkannt und deren Entschädigung verzögert. Mit den Veranstaltungen, dem Gottesdienst und der Ausstellung gedenken wir dieser oft vergessenen Opfer des Nazi-Regimes.

Wir gemeinsam mit den beiden Landeskirchen beider Konfessionen laden sehr herzlich am 15.03.2018 zum Gedenken an die Deportation vor 75 Jahren von Sinti und Roma aus Stuttgart, aus Baden-Württemberg ein:

14.00 Uhr Stiftskirche – Ökumenischer Gottesdienst
16.00 Uhr Zeichen der Erinnerung (Otto-Umfrid-Straße) – Gedenkveranstaltung
17.30 Uhr Martinskirche – Eröffnung der Ausstellung “weggekommen…”

Zum Herunterladen:

> 2018-03-15 Einladung Gottesdienst z Gedenken – Märzdeportation v Sinti und Roma, Stiftskirche in Stuttgart

> Einladung Gedenkveranstaltung Zeichen der Erinnerung

ZEICHEN DER ERINNERUNG E.V.
Andreas Keller
– 1. Vorsitzender –

> Zeichen der Erinnerung – 28. Januar 2009

> Zeichen der Erinnerung: Die Gedenkstunde am 1. Dezember 2011 – 2. Dezember 2011 von H. Wittmann

TV-Turm-Wetter am 24. Februar 2018

26. Februar 2018 von H. Wittmann

Alle Rechte vorbehalten. © Heiner Wittmann, 2017.

Stuttgart, Do 01.03.2018, 18:00 Uhr: Per Leo, Mit Rechten reden

15. Februar 2018 von H. Wittmann

Per Leo, Mit Rechten reden
Stuttgart | Gespräch Do 01.03.2018, 18:00
Theodor-Heuss-Haus, Feuerbacher Weg 46
70192 Stuttgart

Mit Rechten reden? Soll man mit denen reden? Wieso eigentlich nicht? > Mit Rechten reden sagen Per Leo, Maximilian Steinbeis, Daniel-Pascal Zorn

> Lesebericht: P. Leo, M. Steinbeis, D.-P. Zorn, Mit Rechten reden

Mit ihnen reden, sie stellen, ihre Argumente untersuchen, ganz einfach ihnen zeigen, dass sie mit ihren Parolen nicht durchkommen, unaufgeregt aber hart in der Sache mit ihnen streiten und dabei unsere Streitkultur renovieren, die auch unter der GroKo gelitten hat, das alles wird die Neurechten am besten wieder zurückdrängen.

Das Muster ist überall bei der Neuen Rechten immer dasselbe. Es wird etwas behauptet und dann werden Lösungen angeboten. Oft sind die Behauptungen falsch und man denkt gleich an den Faktencheck:

Per Leo hat in unserem Gespräch dieses Buch einleuchtend zusammengefasst:

Meine Fragen: Ratgeber oder Leitfaden? Mit Rechten reden keine – aber das ist keine Aufforderung. Die drei Autoren haben nicht nur an den Rechten, auch an unserer Streitkultur etwas auszusetzen? Ist beim Stand der Dinge der neue Bundestag gut gerüstet, um die Parolen der neuen Rechten zu beantworten? Hat man einen Fehler gemacht, der Neuen Rechten in den Talkshows so viel Sendezeit einzuräumen? Eine Leitfaden, kein Ratgeber und doch gibt es zu Beginn 25 goldene Regeln… da muss man genau lesen „… die sich nach unserer Auffassung durch das Reden mit Rechten für das Leben gewinnen lassen. Danach nenne ich drei Punkte „1. Unterscheide Person und Rede…. 12. Bedenke, dass Idioten oft gute Tänzer sind 17. Vermeide das Wort „Nazis“. 24. Du sollst nicht Ja zum Nein sagen.“

Per Leo, Maximilian Steinbeis, Daniel-Pascal Zorn
> Mit Rechten reden
Ein Leitfaden
Erscheinungstermin: 14.10.2017
1. Aufl. 2017, 183 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-608-96181-2

Wie funktioniert die EU?
Robert Menasse, Die Hauptstadt

8. Februar 2018 von H. Wittmann

Gestern abend war Robert Menasse zu Gast im Stuttgarter Literaturhaus: > Die Hauptstadt – Robert Menasse, Mittwoch 07.02.18 20.00 Uhr

Mit einem Klick auf ein Foto wird das Fotoalbum auf schwarzem Hintergrund geöffnet. Mit einem Klick auf den rechten Bildrand kann geblättert werden. Mit F 11 wird das Album auf dem ganzen Bildschirm angezeigt. 70 Fotos, falls der Pfeil rechts zum Blättern nicht erscheint, bitte diesen Artikel mit Klick auf seinen Titel ein erneutes Mal aufrufen.

Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, soll das Image der Kommission aufbessern. Der Referent Martin Susman soll eine Idee zu entwickeln. Eine neue Idee, die die Ruhe der EU-Institutionen stört. David de Vriend ist in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof. Da ist noch Kommissar Brunfaut, der in einem Mordfall lieber nicht ermitteln soll. Der emeritierte Professor Erhart soll sich vor einer Kommission äußern. Mit der Hauptstadt entsteht eine Phänomenologie der Brüsseler-EU-Beamten, ein Gebilde, von dem alle sprechen, aber kaum jemand weiß, wie das eigentlich funktioniert. Robert Menasse machte sich auf, dort ein paar Tage zu recherchieren und blieb vier Jahre.

2017 erhielt Robert Menasse den deutsche Buchpreis für “Die Hauptstadt”. Mit Recht beurteilt er den europäischen Einigungsprozess für “den entscheidenden in unserer Lebenszeit”.

> Robert Menasse im Gespräch – Hessenschau

Zu diesem Buch passen zwei Interviews:

> Nachgefragt: Ulrike Guérot und die Europäische Republik – 19. April 2017

Dazu die Rezension > Eine Utopie für Europa – www.romanistik.info

> Nachgefragt: „L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.“Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris – 18. Dezemeber 2017

Die Literatur der Immigranten in Frankreich

14. Januar 2018 von H. Wittmann

Vortrag
Die Literatur der Immigranten in Frankreich > Bibliographie

Dienstag, 16. Januar 18 h 30
Stuttgart Accueil:
Atrium Sillenbuch, Gorch-Fock-Str. 30, Stuttgart-Sillenbuch
Auf Deutsch mit Auszügen auf Französisch

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