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Archiv für die Kategorie 'Veranstaltungen'

Ausstellung: Marc Chagall – Der Bibelzyklus – Sammlung Würth

Mittwoch, 28. November 2018

28.11. – 21.12.18 | Institut français Stuttgart | Schloßstr. 51 | Eintritt frei
Vernissage: 28.11. | 19:00

Sonderführung mit Kunsthistorikerin Ursula Angelmaier:
20.12. | 17 Uhr | Eintritt frei | Anmeldung unter: info.stuttgart@institutfrancais.de

Marc Chagall (1897–1985) gehört zu den herausragenden Künstlern des 20. Jahrhunderts. Er verstand es, Erinnerungen an seine jüdisch geprägte Kindheit in Russland mit den neuesten Kunstströmungen in Paris zu verbinden. Seine Verflechtung von Wirklichkeit und Imagination begründet die außerordentliche Popularität dieses Künstlers, der auf ganz besondere Weise befähigt war, Gefühle und Mitempfinden an den Betrachtenden heranzutragen.

Die in den Bildern Chagalls reflektierten Sehnsüchte, Gefühle und Erinnerungen sind eng mit dem Leben des Künstlers verbunden. Im weissrussischen Witebsk in der Tradition des Chassidismus – einer orthodoxen jüdischen Erweckungsbewegung, die durch Spiritualität und Mystik die in Gesetzen erstarrte Religion wiederbeleben wollte – aufgewachsen, führte Chagalls Weg ihn 1910 nach Paris.

In der Kunstmetropole an der Seine kam er mit der Avantgarde der Kunst, mit Pablo Picasso und dem Kreis der orphischen Kubisten, darunter Robert Delaunay, in Berührung. Hier fand er die formalen Mittel, seine naiven Visionen bildnerisch zu fassen. Vor allem die Zusammenführung der abstrakten, vom Realismus emanzipierten Farbgebung des Orphismus mit der Buntfarbigkeit der russischen Volkskunst verhalf dem jungen Maler zur Findung einer eigenen Bildgestaltung von magisch-märchenhaftem Charakter. Als Chagall 1923 nach einigen Jahren in Russland wieder nach Paris zurückkehrte, veränderte sich sein Stil nochmals. Der geometrisch-kubistische Anklang verschwindet aus seinen Bildern, die nunmehr ganz aus der Farbigkeit heraus gestaltet sind.

Die Ausstellung im Institut français zeigt einen Zyklus zur Bibel, der aus 25 Farblithografien besteht. Alle Werke entstammen dem Spätwerk des Künstlers.

Chagall schuf mehrfach Bilderzyklen zur Bibel. Die Lithografien der Sammlung Würth entstanden 1960 und ihre Themen unterscheiden sich von den übrigen Bibelillustrationen insofern, als ihnen besonders Berichte über Frauen und deren Beitrag zur Geschichte Israels zugrunde liegen: so begegnen wir darin Eva, Sarah, Hagar, Rahel, Naemi oder Ruth und sehen ihre Geschichten durch die Augen Chagalls, der die Bibel als die „reichste poetische Quelle aller Zeiten“ empfand.

Öffnungszeiten: 28.11. – 21.12. | Di – Do 14-18 Uhr, Fr 10 -16 Uhr
Achtung: An folgenden Tagen ist die Ausstellung geschlossen: 29./30. 11. & 05.12.
In Kooperation mit Würth GmbH & Co. KG.

Vortrag von Dr. Steffen Hänschen: Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust. Die Deportationen in den Distrikt Lublin im Frühsommer 1942

Montag, 19. November 2018

Donnerstag, 22. November 2018, 19:00 Uhr – Stadtarchiv Stuttgart, Bellingweg 21, 70372 Stuttgart

Im Laufe des Jahres 1942 wurden Zehntausende deutsche Jüdinnen und Juden „nach Osten“ deportiert und ermordet. Der Distrikt Lublin im Generalgouvernement war eines der Hauptziele der Deportationen. Bis Juni 1942 wurden die Deportierten jedoch nicht sofort in den Mordlagern der „Aktion Reinhardt“ (Belzec, Sobibor und Treblinka) getötet, sondern auf sogenannte Transitghettos verteilt. Die Bedingungen, mit denen die Deportierten in den Transitghettos konfrontiert wurden, waren katastrophal. Viele starben an Unterernährung, den ungenügenden hygienischen Zuständen oder aufgrund von Repressalien.

Das größte Transitghetto befand sich in Izbica. In den Ort wurden fast 20.000 Juden aus sechs verschiedenen europäischen Ländern verschleppt. Am 26. April 1942 ging auch von Stuttgart ein Sammeltransport nach Izbica. Parallel zu der Ankunft der Deportierten ab März 1942 begannen die Verschleppungen in die Mordlager Sobibor und Belzec. Im Herbst 1942, ein halbes Jahr nach den ersten Deportationen in die Transitghettos waren diese bereits aufgelöst und die Bewohner ermordet. Steffen Hänschen stellt in seinem Vortrag die Ergebnisse seiner Forschungen über diese bisher kaum bekannte Phase des deutschen Mordes an den Juden Europas vor.

Steffen Hänschen arbeitet als Dozent für Deutsch als Fremdsprache und Übersetzer. Seit vielen Jahren begleitet er als Mitarbeiter des Bildungswerks Stanis?aw Hantz e.V. Bildungsreisen an die Tatorte des Holocaust in der Region Lublin, aber auch in der Ukraine und dem Baltikum. Im Februar 2018 erschien im Metropol Verlag seine Monografie „Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust“.

Stadtarchiv Stuttgart
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Stadtarchiv
Hausadresse: Bellingweg 21; 70372 Stuttgart
Telefon 0711 216-91512  -Fax 0711 216-91510

Vortrag von Prof. Dr. Jan Eckel: Die Ambivalenz des Guten. Menschenrechte in der internationalen Politik des 20. Jahrhunderts

Mittwoch, 14. November 2018

Dienstag, 20. November 2018, 19 Uhr, Stadtarchiv, Stuttgart-Bad-Cannstatt

Das 20. Jahrhundert zeigt ein doppeltes Gesicht: Zwar bilden grausame Repression und massenhaftes Töten die hervorstechenden Kennzeichen der Epoche, doch erlangte zugleich die Menschenrechtsidee eine ungekannte  globale Ausstrahlung – vor allem seit der Allgemeinen  Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen von 1948. Der Vortrag  zeichnet die Entwicklung der Menschenrechtspolitik nach und situiert sie  in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Dabei richtet sich der Blick auch  auf den menschenrechtspolitischen Aufschwung der 1970er-Jahre, der  Menschenrechte unter anderem zu einem integralen Ziel westlicher  Regierungen werden ließ. Am Schluss steht der Versuch einer  menschenrechtspolitischen Bilanz in der Gegenwart.

Jan Eckel ist Professor für Neuere Geschichte mit besonderer  Berücksichtigung der Zeitgeschichte an der Universität Tübingen. Zu seinen  Forschungsschwerpunkten gehört die Geschichte der Menschenrechte, mit der er sich in zahlreichen Veröffentlichungen beschäftigt hat.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktion „Vielfalt: 0711 für Menschenrechte“.

Landeshauptstadt Stuttgart
Kulturamt – Stadtarchiv
41-2
Dr. Günter Riederer
Bellingweg 21
70372 Stuttgart
Tel.: 0711/216-91527
Mobil: 0162/1085158
Guenter.Riederer@stuttgart.de

Buchvorstellung: Alexander Schimmelbusch: Hochdeutschland

Freitag, 2. November 2018

Donnerstag, 8.11.2018 – 20 h
Botnanger Buchladen
Franz-Schubert-Straße 25
70195 Stuttgart

Freitag, 9.11.2018 – 20 h

Vaihinger Buchladen
Robert-Leicht-Str. 30b
70563 Stuttgart-Vahihingen

“Der neue Roman von Alexander Schimmelbusch, Hochdeutschland erzählt die Geschichte von Victor, ein Investment-Banker, der mit seinem Geld nicht weiß wohin, es wird immer mehr. Er hockt in seinem Porsche, natürlich ein Firmenwagen. Als einer seiner Kunden, niemand anders als der Chef der Daimler AG ihm erklärt, ein Auto drücke die Persönlichkeit des Fahrers aus, bleibt der Bissen Branzino in Victors Hals stecken, Mit dem Auto etwas wollen… Aber zu Hause regiert eine App Cribz über alle Funktionen des Heims.

Victor wird Partner und Gesellschafter der Birken Bank.  …  Im täglichen Bürobetrieb der Birken Bank merkt er, unter welchen Stress die jungen Banker arbeiten, Häftlinge nennt er sie. Eine Erhöhung ihrer Zahl lehnt er ab. Dann ist da noch Julia, die er schon seit 16 Jahren kennt und sein Studienfreund Ali Osman. Eine Mittagspause bei einer Restaurantkette, deren Lokal gar nicht gut bei Schimmelbusch wegkommt. Das Konzept der Kette will, „dass jede Schüssel Pasta ihre eigene Geschichte hat.“ Der Besuchsbericht gerät zu einer präzisen Abhandlungen über die Irrungen und Wirrungen neomoderner Gastronomiegewohnheiten oder -angebote. Irgendwie auch wieder zu kritisch, weil unsere Redaktion dort gerne essen geht.

” hieß es in unserem > Lesebericht: Alexander Schimmelbusch, Hochdeutschland.

Alexander Schimmelbusch
> Hochdeutschland
Tropen 1. Aufl. 2018, 214 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag- ISBN: 978-3-608-50380-7

Stadtarchiv Stuttgart: S. F. Kellerhoff: Wie aus Nachbarn Juden wurden – 9. November 2018, der 80. Jahrestag der Reichspogromnacht

Freitag, 2. November 2018

Mittwoch,7. November 2018, 19 Uhr
Vortrag von Dr. Sven Felix Kellerhoff mit anschließendem Gespräch
Wie aus Nachbarn Juden wurden-9. November 2018, der 80. Jahrestag der Reichspogromnacht

Sven Felix Kellerhof stellt zunächst sein neues Buch „Ein ganz normales Pogrom. November 1938 in einem deutschen Dorf“ vor. Am Beispiel des rheinhessischen Weindorfes Guntersblum zeigt er, wie sich der Antisemitismus nach 1933 ausbreitete, was im November 1938 genau geschah und wie die Vergangenheit den Ort bis heute nicht loslässt. Im Anschluss wird er zusammen mit Roland Müller, dem Leiter des Stadtarchivs Stuttgart, in einem Gespräch die Ereignisse am 9. November 1938 in Stuttgart vergleichend thematisieren.

Sven Felix Kellerhoff, geboren1971 inStuttgart, studierte Zeitgeschichte, Alte Geschichte und Medienrecht. Nach verschiedenen journalistischen Stationen ist er heute Leitender Redakteur für Zeit- und Kulturgeschichte der WELT. Er ist Autor zahlreicher zeithistorischer Sachbücher.

> Nachgefragt: Sven Felix Kellerhoff, Ein ganz normales Pogrom – 16. Juli 2018

> Lesebericht: Sven Felix Kellerhoff. Ein ganz normales Pogrom. November 1938 in einem deutschen Dorf – 12. Juli 2018

Sven Felix Kellerhoff
> November 1938 in einem deutschen Dorf
1. Aufl. 2018, 244 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, s/w-Abbildungen, Karten im Innenteil
ISBN: 978-3-608-98104-9

Französische Wochen 2018 -14. Oktober 2018:
Vortrag: Der Erste Weltkrieg und die französische LiteraturVortrag: Der Erste Weltkrieg und die französische Literatur

Sonntag, 14. Oktober 2018

Französische Wochen 2018
Vortrag: > Der Erste Weltkrieg und die französische Literatur
von H. Wittmann

Im Rahmen der > Französischen Wochen im Großraum Stuttgart 2018, 10.-21.10 2018

Montag, 15. Oktober 2018, Vortrag 18.30 UHR
Atrium, Gorch-Fock-Str. 30, Stuttgart-Sillenbuch

Benefizkonzert in der Wilhelm-Gedächnis-Kirche in Berlin

Samstag, 13. Oktober 2018

Am Sonntag, dem 28. Oktober 2018, sind Sie um 20 Uhr herzlich eingeladen zum Benefizkonzert „Orgel-Landschaft Riga“, bei dem vier lettische Organistinnen und Organisten Orgelmusik aus dem deutschen Barock und aus der lettischen Gegenwart aufführen – unter anderem von Johann Gottfried Müthel , dem letzten Schüler J.S. Bachs, der selbst jahrelang auf der Kloosen-Orgel spielte, und vom renommierten lettischen Komponisten Aivars Kal?js, der eigene Werke zu Gehör bringt > www.peters-church-organ-riga.com/

Eine Orgel für RigaDas Konzert ist eine Ovation an Lettland, das dieses Jahr sein 100jähriges Bestehen als Staat feiert. Das Orgel-Rekonstruktionsprojekt ist ein deutsch-lettisches Vorhaben, steht im Kontext der jahrhundertelangen deutsch-lettischen Beziehungen auch auf kulturellem Gebiet und soll zur weltberühmten romantischen Orgel im Rigaer Dom wieder das bedeutende barocke Gegenstück schaffen.

Außerdem sehen wir das Konzert im Zusammenhang mit der Entscheidung der UNESCO vom vergangenen Jahr, deutsche Orgelbaukunst und Orgelmusik (was natürlich Riga einschließt) der Liste des „Immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ hinzuzufügen.

Der Eintritt ist frei; um Spenden für das Rekonstruktionsprojekt wird gebeten. Die Konzertveranstaltung wird von der Botschafterin der Republik Lettland in Deutschland, I.E. Frau Inga Skuji?a, unterstützt.

„Man soll die Hoffnung nie aufgeben wie einen Brief ohne Adresse“. Gedenkveranstaltung Prof. Roland Ostertag

Mittwoch, 19. September 2018

Gedenkveranstaltung Prof. Roland Ostertag – 19.02.1931 – 11.05.2018
20.09.2018, 19:00 Uhr
Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart

Alle Bilder © H.W., das letzte dieer Reihe © Thomas Fütterer.

Prof. Roland Ostertag hat in den letzten 20 Jahren die Diskussionen in Stuttgart über Stadtgeschichte und Stadtgestalt geprägt. Beharrlich und unermüdlich hat er uns an die Geschichte unserer Stadt erinnert und uns mit ihr konfrontiert. Zahlreiche Initiativen wurden von ihm gegründet und haben zum Erhalt wichtiger baulicher Zeitzeugen, dem Alten Schauspielhaus, der Lusthausruine, dem Bosch-Areal und dem Hotel Silber geführt. Ebenso ist ihm die Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“ am Nordbahnhof zu verdanken.

Das Architektur-Forum Baden-Württemberg, eine von ihm über Jahrzehnte geprägte Stiftung, widmet Prof. Roland Ostertag diese Veranstaltung. Bauherrn, Hochschullehrer, Mitstreiter und Weggefährten erinnern an das ausgefüllte Leben des Architekten, langjährigen Professors an der TU Braunschweig, Präsidenten der Bundesarchitektenkammer – und die zahlreichen von ihm mitgegründeten Initiativen. Bilder der zahlreichen Bauten von Prof. Ostertag, Berichte aus seiner Zeit als Professor in Braunschweig sowie ein Einblick in sein Engagement für „sein Stuttgart“ werden von zahlreichen Grußworten begleitet.

Zur Würdigung sprechen Prof. Dr. Erhard Eppler und Prof. Dr. Klaus Töpfer.

Die Veranstaltung wird unterstützt durch Stiftung Architektur-Forum Baden-Württemberg
Vorstand: Dipl. Ing. Knut Göppert, Dipl.-Ing. Achim Söding, Freier Architekt BDA, Schwabstraße 43, 70197 Stuttgart

> www.architektur-forum-bw.de

Auf unserem Blog:

> Die Ausstellung zur Stadtplanung in Stuttgart von Roland Ostertag am Gähkopf

> Roland Ostertag – 1931-2018

> Roland Ostertag: Stadtplanung ist ein Gesamtprojekt und kein Stückwerk

> Stadtspaziergang mit Professor Roland Ostertag rund um den Stuttgarter Marktplatz – jetzt mit Video

> Das Lusthaus und die schnelle Einsatztruppe der Stuttgarter Oper

Lesung: David Graber, Bullshit-Jobs

Dienstag, 18. September 2018

Macht Ihnen Ihr Job keinen Spaß mehr? Was machen Sie eigentlich? Nützt das jemandem? Oder haben Sie gar einen Bullshit-Job?

Bullshit Jobs: Stuttgart | Lesung und Gespräch
Stadtbibliothek Stuttgart, DI 18.9.2018, 19:30
Max-Bense-Saal, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart

David Graeber
> Bullshit – Jobs
Vom wahren Sinn der Arbeit
Aus dem Englischen von Sebastian Vogel
(Orig.: Bullshit Jobs, a Theory)
1. Aufl. 2018, 464 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98108-7

5. Theatertagen in Klein Paris

Mittwoch, 5. September 2018

Wie immer im Bohnen- und Leonhardsviertel in Stuttgart Mitte.

> Alle Programme – *.jpg

Di. 18. September 2018
Feierliche Eröffnung der Theatertage mit Sekt und Selters, Theater, Musik und Interviews.

19.30 Marie Juchacz Platz (Ecke Olga/Blumenstr.)

20.00 Bischof Moser Haus

Wagnerstraße 45 70182 Stuttgart – Eintritt frei. Ein Hut geht herum.

 

„Ich hatte einen Traum“ Eine künstlerische Performance
zu Marie Juchacz, Kämpferin für das Frauenwahlrecht.

Do. 20. September 2018.  20.00 Uhr
Des Parchkopfs Zähmung
Schauspiel und Musik mit Boris R. Hauck und dem Trio Tschiribim
Eine jiddische Erzählung von Egon Erwin Kisch
Kunsthaus Fischinger – Esslinger Str.20 70182 Stuttgart – Tel:0711 232990
Eintritt 10./ Euro
Was will man mehr von einem Theaterabenderwarten?
Stimmungsvolle jiddische Musik und eine Erzählung, die bei allem Ernst und politischem Hintergrund- und gerade das ist ja das Besondere einer jiddischen Erzählung- die dramatische und philosophische und humorvolle Seite des Lebens nicht zu kurz kommen lässt. Die Geschichte spielt in Mähren, genauer gesagt in
der Großmeseritischen Bezirkshauptstadt, und handelt von der Weigerung des reichen Börsenrats
Samek, seine Tochter Ellen Samek dem Sohn des
Bezirksschnorrers Mendele Mändl, Dr. Alfons
Mändl, zur Frau zu geben.
 

So. 23. September 2018, 18.00 Uhr
„Ich gebe Dir dein Gesicht zurück“ eine interdisziplinäre Theaterarbeit,
Werkstatthaus Ost Gerokstraße 7- 70188 Stuttgart Tel. 0711-241849
Eintritt 15.-/Ermäßigt 12.-€ – Einlass : 17:30
“„Ich gebe Dir Dein Gesicht zurück“ ist eine interdisziplinäre Theaterarbeit, die Theater und Tanz miteinander verbindet und durch Projektion und Livemusik mehrere Kunstformen vereint. Verschiedene Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten treffen aufeinander. Obwohl sie aus unterschiedlichen
Lebenssituationen kommen, sehnen sie sich alle nach dem Gleichen: Freiheit, Wahrhaftigkeit und Geborgenheit. In ihren Sehnsüchten verbunden und doch einander
fremd, begegnen sie sich, erzählen sich ihre Geschichten und offenbaren einander ihre Ängste und Zwänge. Sie lassen ihre Masken fallen, um ihr Gesicht wieder tragen zu können. Mit Witz erzählt Irena Trišic in ihrem Stück von der Tragik unserer modernen Zeit.”

Bürgerbeteiligung in Stuttgart: Samstag, 21. Juli 2018
Neuer Stadtraum B14

Freitag, 20. Juli 2018

Stuttgart startet einen städtebaulichen Wettbewerb “Neuer Stadtraum B14”. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen bei einer Bürgerbeteiligung Ideen und Vorschläge für den Auslobungstext einzubringen, vom 13. Juli – 6. August 2018 online > ww.stuttgart-meine-stadt.de/ und bei einer Veranstaltung am 21. Juli von 10 bis 15 Uhr im Rathaus, Großer Sitzungssaal sowie Foyers im 3. und 4. Stock.

Grundsätzliches: > Ein Tunnel unter der Kulturmeile? Unter der B14 ?

> Soviel Platz! – 27. Mai 2007 von H. Wittmann

Auf der Website der Stadt Stuttgart steht. “Oberbürgermeister Fritz Kuhn erklärte zum geplanten Wettbewerb: “Die Zukunft der B14 als Teil des Cityrings wird von den Stuttgarterinnen und Stuttgartern intensiv diskutiert. Dabei geht es um eine urbane Aufwertung des Stadtraums. Diese Diskussion wollen wir für den beginnenden Planungsprozess zur Umgestaltung der B14 aufgreifen und die Bürger aktiv in das weitere Vorgehen einbinden.” > Neuer Stadtraum B14: Bürgerbeteiligung zum städtebaulichen Wettbewerb

Warum geht es? Ein Blick auf eine Karte.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn spricht hier von der B14 als Teil des Cityrings… im Portal für die Bügerbeteiligung > www.stuttgart-meine-stadt.de/content/bbv/details/293/ steht: “Die B14 zwischen Österreichischem Platz und Gebhard-Müller-Platz soll umgestaltet und städtebaulich aufgewertet werden. Entlang dieses Teilstücks der B14 liegen zahlreiche kulturelle Einrichtungen, weshalb der nördliche Abschnitt auch als “Kulturmeile” bekannt ist. Die Sanierung der Stuttgarter Oper ist nicht Bestandteil dieses städtebaulichen Wettbewerbsverfahrens und wird als eigenständiges Vorhaben bzw. städtebauliches Projekt behandelt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, bei diesem Vorhaben mitzudiskutieren.”

Und auf dieser Website steht auch: “Durch die Beteiligung soll ein breiter Konsens über die planerischen Rahmenbedingungen erreicht werden. Dazu zählt auch das Wettbewerbsgebiet. Die gesellschaftliche Akzeptanz des künftigen Wettbewerbsergebnisses kann dadurch befördert werden. Außerdem dient Veranstaltung dazu, Kenntnisse über den Planungsraum zu sammeln und für das Verfahren festzuhalten. Die Wettbewerbsteilnehmer können später davon enorm profitieren und daher nachhaltiger planen. Aus den Ergebnissen der Beteiligung wird ein Auslobungstext mit einer Aufgabenbeschreibung erarbeitet, der als Grundlage für den städtebaulichen Wettbewerb zur B14 dient. Über die Auslobung entscheidet dann der Gemeinderat.” Das geht in die richtige Richtung

Grundsätzliches: > Ein Tunnel unter der Kulturmeile? Unter der B14 ?


Berichte über die > Neue Mitte Ulm auf unserem Blog


Grundsätzlich. Eine Teilreparatur der Stadtautobahn vom Marienplatz bis zum Neckartor wäre schon mal ein Anfang und die Absicht, einen Teil “städtebaulich aufzuwerten” ermöglicht gute Perspektiven. Und es wird eine Bürgerbeteiligung gestartet, am 21. 7. im Rathaus und online nur vom 13. Juli – 6. August 2018. Das ist alles, gemessen an dem Problem der B14 als Boll- und Trennwerk zwischen mehreren Stadtquartieren in Stuttgart viel zu kurz und zu knapp. Viele Stuttgarter sitzen auf gepackten Ferienkoffer, es sieht so aus, als wenn man hinterher sagen möchte, die Bürger/innen waren beteiligt. Stuttgart muss sich ein Jahr Zeit nehmen, um eine Grundlage dafür zu schaffen, das Elend der B14 durch Stuttgart neu im SInne einer echten Stadtreparatur zu planen. Hier oder dort einen Deckel draufzumachen ist Unsinn und löst kein Verkehrsproblem.
Roland Ostertag (1931-2018) war seiner Zeit oft voraus. Sein Fachwissen und seine Hartnäckigkeit fehlen uns heute. Aber besonders sein letztes Buch > Stuttgart ohne Geschichte. Stadtplanung im kritischen Rückblick, Stuttgart 2018, enthält eine Übersicht seiner stadtplanerischen Grundgedanken. In seinem vorletzten Buch Das Wunder der Topographie und das Elend der Stadtplanung beklagte er mit Nachdruck die Insellösungen – zu denen aus der Sicht eines Stuttgarter Stadtplaners und nicht des Durchreisenden von Paris nach Bratislava #S21 zählt: “Die Stadt zerbrach, zerbricht an sich selbst, an ihrer Modernität, weil die Stadtplaner nach dem Krieg nur Insellösungen geplant und gebaut haben. Stuttgart 21 ist eine solche katastrophale Insellösung im Geist tiefsten 19.Jahrhunderts, die in jedem ihrer Bauteile, Baugebiete und Bauabschnitte die Anbindung, die Ableitung an ein Gesamtkonzept vernachlässigt.” Eine bloße Aufhübschung der Kulturmeile – das riecht nach Tunnellösung > > Kulturmeilentunnel als Verkehrsansaugrohr – 27. Juni 2018 – ist keine Hilfe, keine Perspektive, nur ein noch größeres Unglück für die B14 mit ihren 12-16 Fahrspuren durch die Stadt.

Es muss noch mehr passieren. Heute am 19.7. gibt es schon > zwei Tweets mit Neuer Stadtraum B14.


> Stadtreparatur in Stuttgart (II): Die Hauptstätter Straße – 6. Juni 2011 von H. Wittmann

Also nochmal:

40 Prozent sind Hin-und Herfahrer *
30 Prozent nutzen die Stadtautobahn, weil es sie gibt, ohne sie
würden sie den Zielort ihrer Fahrt direkt ansteuern
30 Prozent sausen wirklich von der Filderstraße bis zum Neckartor auf der Stadtautobahn
und gehören eigentlich nicht in die City
20 Prozent machen ohnehin Fahrten unter 3 oder 4 Km

120 % – das sind nur Schätzungen, aber diese Größe legt nahe, dass wir diese Stadtautobahn nicht brauchen und schon gar nicht den Tunnel, denn Tunnel brauchen Ein- und Ausfahrten, die für den Stadtboden gestaltungsmäßig verloren sind.

> Warum braucht Stuttgart die Hauptstätterstraße? – 18. April 2017 von H. Wittmann


2007 hat > Roland Ostertag zusammen mit Dipl.-Ing. Gunter Kölz unter Überschrift Der Stadtboden gehört allen. Gedanken zu einer städtebaulichen Entwicklung der Stadt in einer umfangreichen Broschüre, die alle Pläne enthält, ihre Vorschläge zu einer grundlegenden Sanierung der Hauptstätter Straße und damit zu einer Reparatur des durch die Stadtautobahn entstandenen Schadens in der Stadtmitte Stuttgarts vorgelegt: > Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept – 13. Juni 2007 von H. Wittmann.

Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept

> Die Bebauung der Hauptstätter Straße – 27. Mai 2007

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