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Neue Einkaufszentren in Stuttgart
oder wie entwickelt sich die Innenstadt?

15. September 2010 von H. Wittmann

Ergänzt am 16.9.2010

Wird das wirklich kommen? 43000 qm für ein Einkaufszentrum am Mailänder Platz? Und wieviel qm für das Handelszentrum mit Handelszentrum Quartier S an der Tübinger Straße? O je, wenn ich Einzelhändler in Stuttgart wäre, würde mir Angst und Bange werden. Warum entwickelt man partout die Randbezirke der Innenstadt? Hat man aus dem Einkaufszentrum hinter dem Königsbau mit seiner leerstehenden 3. Etage noch keine Schlüsse gezogen?

Immer wieder stolpert man in unseren Städten über Einkaufszentren, die vorgeben das Flanieren verschönern zu wollen, aber nur den Kaufrausch im Sinn haben: > Einkaufszentren: Die Hölle für den Bürger. Wie schaffen es Investoren, überall immer wieder Stadtväter davon zu überzeugen, die Erlaubnis zu erteilen, auf wertvollen Stadtgrund Ladenzeilen in Häuser einzubauen, so dass ein Ambiente entsteht, das in Gelsenkirchen, Chemnitz, Passau oder sonstwo sein könnte. Diese Shoppingcenter suggerieren den Käufern woanders zu sein, Urlaub von der Stadt zu machen, ihn von seinen Wurzeln zu lösen, das Geld sitzt dann vielleicht lockerer, so wie man auf eine Online-Website dazu verleitet wird, auch noch dieses oder jenes Produkt mitzunehmen, weil der Kaufnachbar oder Kaufkollege es auch erstanden hat. Mit den Einkaufszentren wird der Charakter der Innenstädte beschädigt. Einzelhändler werden über kurz oder lang die Konkurrenz immer mehr spüren und sich kaum verteidigen können.

Bürgerbeteiligung ist das Stichwort! > Einkaufzentren sind kein Beitrag zu einer Stadtkultur und man darf vermuten, wenn die Büger mitreden dürften, dann käme etwas zustande, was sie auch wirklich anziehen wird. Müssen am Mailänder Platz, der doch verkehrstechnisch wirklich gut erschlossen sein soll, 1680 Stellplätze für Autos gebaut werden? Wo man doch durch den Park mit Fahrrädern so prima dahinradeln könnte?

> Quartier am Mailänder Platz

Die Stadtbibliothek als Magnet für die Belebung des Stadtviertels war eine gute Idee, aber das Einkaufszentrum zeigt wieder, > dass man Stadtqartiere nicht ohne weiteres aus der Retorte bauen kann. In diesem Fall fehlt der Anschluss an die umliegenden Stadtquartiere. Das neue Stadtquartier für 2000-5000 Autos, die dort täglich hinfahren um für die Einkaufszeit zu parken, scheint nicht überzeugend zu sein.

Möchte die Stadt ihren Bürgen großzügig mehr Einkaufsflächen und -möglichkeiten bald vielleicht rund um die Uhr bieten? Oder will sie Investoren anlocken? Am besten wäre die Stadt beraten, wenn sie ihre Bürger fragen würde.

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