Facebook und die persönliche Identität seine Teilnehmer

Wenn man sich eine E-Adresse einrichtet, dann ist das immer eine persönliche Angelegenheit. Man gibt sie weiter, damit andere mit Hilfe dieser Adresse unkompliziert Nachrichten übermitteln können. Manche haben mehrere Adressen, offizielle Adressen, ganz private Adressen und behalten so ihre persönliche Hoheit über die eigenen elektronischen Postkästen. Wie würden wir protestieren, wenn jemand einen Mailkasten mit unserem Namen einrichtet und sie dann auch nach seinen eigenen Vorstellungen organisiert. Und dann noch mit dieser neuen Adresse unsere alten Adressen unterordnet.

Facebook macht das einfach mal und richtet Postkästen für seine Teilnehmer ein: Username + @facebook.com. Und wundern tun sich nur sehr wenige.

Jörg Schieb (WDR-digital) hat sich dieses Chaos genauer angesehen:

> Chaos bei Facebook-Mail-Umstellung

Auf diesem Blog:

> Wie sozial sind soziale Netzwerke?

> Über Facebook

Hat Facebook eine Zukunft?

Läutet Facebook mit der Timeline für alle Teilnehmer an diesem sozialen Netzwerk sein eigenes Ende ein? Die Vorgaben und die Zwänge, die Facebook seinen Teilnehmern auferlegt, werden immer vielfältiger und zwingender. Datenschutz entwickelt sich bei Facebook zum Datensammeln zugunsten von Facebook, dabei wird den Teilnehmern das Wissen um die Bedeutung und die Schutzwürdigkeit persönlicher Daten abgewöhnt. Jede Minute, die die Teilnehmer an diesem Netzwerk auf der Website von FB verbringen bezahlen sie in der harten Währung „Aufmerksamkeit“ an FB, die diese Summen zu seinen Gunsten „wäscht“. Sicher, ein kleiner Vorteil in Form von Kontakten bleibt für die Teilnehmer übrig, besonders, dannn sie auf FB mehr Kontakte und Freunde als im realen Leben haben, pardon verwalten. Aber auch dann hat der Inhalt der Bildschirmseite, die sie betrachten, immer mindesten einen Anteil von 60-80 % Informationen in Form subtiler Werbung, die als Infos getarnt daherkommt, aber der man unwillkürlich auch wieder Aufmerksamkeit schenkt.

> Was Facebook-Nutzer über die neue Timeline wissen müssen – Süddeutsche Zeitung

> Wie sozial sind soziale Netzwerke?

> Über Facebook

> Schwerpunkt: Soziale Netzwerke – WDR

Die Datenkrake Facebook

Facebook beginnt sich selbst zu demontieren. Sicher, ich probiere das auch. Macht ja auch einen gewissen Sinn. Z.B. kenne ich junge Unternehmern, die geschickt ihre Werbung auf Facebook platzieren und ihre Geschäftsidee echt gut in Schwung bringen. Twitter kommt noch als eine Komponente dazu, vielleicht noch ein Blog, und das web-2.0 gestützte Geschäftsmodelle beginnt zu brummen. So laut und rund, wie kaum jemals ohne Internet und jeder Form elektronischer Partizipation. So weit nett und interessant. Wie Max Schrems finde ich auch die Grundidee von Facebook interessant, wenn aber Facebook die Arbeit von manchem Geheimdienst, auch wenn man glaubte , das geht gar nicht, durch eine krakenartige Sammel-und Archivierwut unbedingt toppen, ist Schluß mit Lustig. Nun, man kann ja sehen, was Facebook einen Teilnehmern alles abverlangt, man kann ja auch stundenlang das Backend von Facebook studieren, um herauszufinden, wie man seine Privatsphäre schützen kann. Am besten, niemals auch nur einmal an Facebook denken.

Neulich wollte ich jemandem persönlich 30 Fotos auf Facebook zeigen. Also in mein Album kopiert. Und flugs wurden 18 Gesichter von Google mit Namen gekennzeichnet. SO, dann wissen 18 Facebook-Teilnehmer und der Rest der Facebook-Welt, dass ich gerade Fotos veröffentlicht habe? Ob oder auch nicht, ist uninteressant. Die Technik gibt es sie funktioniert, sie wird angewandt.

Gehe ich morgen in einen Laden, werde ich wahrscheinlich gefilmt, das Foto läuft über den Facebook Scanner und irgendwann bekomme ich Mails mit Werbung über die tollen Produkte, deren Regale ich aus irgendwelchen nachlässigen Gründen in dem Laden nicht gemustert habe. Die Technik ist ja da. Was tut man dagegen? Die Forderung nach der totalen Offenheit von Informationen ist eine Begleiterscheinung dieses Technikwahns, der die Abschaffung der Privatsphäre als Ziel hat. Und wenn sie digital aufgelöst ist, was kommt dann? Facebook will helfen die Privatsphäre zu organisieren, las ich neulich bei Facebook, so der ähnlich. Timeline, Registrieren meiner sämtlichen Lebenstätigkeiten, wann wo was gekauft, wann wen, wo, wie lange, getroffen?

Alle rennen zu Facebook, weil so viel schon da sind. Viele Doppel- und Mehrfachexistenzen. Wie viele Facebook-Teilnehmer existieren wirklich im realen Leben? Wie viele richten ihr Konto ein, lassen es nach einigem Rumstöbern verkümmer? Vielleicht ist es nur eine Minderheit, die versucht, uns die große Masse vorzugaukeln. Ein Werbetrick? Wenn Facebook seine interne Statistik (wie viel 1 x, 2 x etc. zu Facebook kommen und was sie dort machen, offenlegen würde, also ein bisschen von dem zurückgeben würde, was es kostenlos einsammelt… Ach das kommt ja doch nicht.

Zum Thema: Max Schrems, > Auf Facebook kannst du nichts löschen, FAZ, 26.10.2011

Dazu: > Wie sozial sind soziale Netzwerke?

Facebook überall und allumfassend – die digitale Kontrolle kann eine Bedrohung werden

Die Pläne des Facebook-Gründers Marc Zuckerberg sind sehr ehrgeizig. Facebook will künftig alle digitalen Aktivitäten seiner Teilnehmer umfassend aufzeichnen und sofort ihren Bekannten zur Verfügung stellen (dürfen?). „Timeline“ heißt das neue Feature, mit dem die Teilnehmer ihr digitales Leben dokumentieren und ordnen sollen. Immer offener und unverhohlener legt Facebook seine Ansprüche vor, unser Privatleben organisieren zu wollen. Die von Google + abgekupferte Einteilung der Freunde in Bekannte, enge Freunde, etc. ist kein bloßes Gadget. Das ist der Versuch, noch mehr über die Gewohnheiten der Teilnehmer zu erfahren, immer mit dem Hintergedanken, die Werbeerlöse zu optimieren. Alle Daten, die irgendwo liegen, können immer mal missbraucht werden, oder Zwecken zugeführt werden, die ihr Eigentümer nicht wünscht. Die Verführung für Facebook und eines Tages auch für andere, mit diesen Daten Unfug anzustellen ist riesengroß.
Die grenzenlose Exposition individueller Vorlieben, Gewohnheiten, Aktivitäten oder Präferenzen auf einem öffentlichen Platz hat einen allumfassenden Anspruch, der nicht nur Freude bereitet, sondern Angst vor Missbrauch macht.

> Wie sozial sind soziale Netzwerke?

1983 wurde Richard Sennetts Buch The Fall of Public Man übersetzt und erhielt einen deutschen Titel der Sennetts Thesen akzentuierte: Verfall und Ende des öffentlichen Lebens. Die Tyrannei der Intimität, (Frankfurt/M. 1983). Man kann seine Thesen sehr wohl auf die heutigen sogenannten social networks anwenden: Die sozialen Netzwerke sind keinesfalls sozial, sondern sei tragen zum Niedergang der Öffentlichkeit gerade durch die Vorspiegelung der Öffentlichkeit erheblich und entscheidend bei. Je mehr gemeinsame Identität festgestellt oder entwickelt wird, je gleicher alle werden, so möchte man hinzufügen, so unmöglicher wird die Verfolgung gemeinsamer Interessen, erklärt Sennett (S. 295). Das ist nicht unbedingt so paradox, wie es klingt. Nur Unterschiede lassen Neugier entstehen und führen zum Entdecken von Neuem.

Befürworter von Facebook sagen vielleicht, Facebook bietet so viel interessantes neues, so dass man sich das erstmal angucken sollte.

Verberkennung? Damit Facebook unserer Nachrichten besser verstehen und einordnen kann? O je, was kommt da auf uns zu? Irgendwann gibt es einen Kaufgutschein, wenn wir die richtigen Texte schreiben… > Facebook: Größte Semantikmaschine der Welt

Facebook oder wie stelle ich meine Privatsphäre ein?

Diese Texte, die heute auf Facebook oder vielleicht auch schon früher u sehen waren, zeigten ganz eindeutig, wie Facebook es sich anmaßt, Regeln für die Verwaltung der Privatsphäre aufzustellen:

Von den Herstellern von Facebook: „Kontrolliere deine Privatsphäre, wenn du etwas postest.Jetzt kannst du die Privatsphäre deiner Statusmeldungen, Fotos und Profilinformationen mithilfe der Inline-Funktion zur Publikumsauswahl verwalten – wenn du Beiträge teilst oder im Nachhinein. Hinweis: Die Personen, mit denen du die Inhalte teilst, können deine Informationen jederzeit mit anderen Personen oder Anwendungen teilen.“ und „Verwende diese Schaltfläche, um Personen zu markieren und so anzugeben, mit wem du unterwegs bist. Du kannst jeden Nutzer markieren. Wenn du (und andere Personen) Markierungen hinzufügen, können die markierten Personen und ihre Freunde den Beitrag ebenfalls sehen. Du kannst einstellen, dass du Markierungen, die von anderen Personen zu deinen Inhalten hinzugefügt werden, überprüfen möchtest.“

Verstehen Sie das? Ich „soll meine Privatsphäre kontrollieren“? FB gibt uns die Möglichkeit (Danke!) unsere Privatsphäre nach den Regeln von FB einzustellen? Das ist doch nichts anderes, als der Versuch von FB, möglichst viele Informationen über die Nutzer zu gewinnnen, am besten noch mit Querverbindungen zu deren Freunden. Man kann beinahe fühlen, wie die Werbeströme sich organisieren mit unserer Hilfe. Jeder Querverweis verbessert die Kenntnis von FB über die Bewegungsprofile. O je.

Facebook: „Kontrolliere deine Privatsphäre, wenn du etwas postest – oder im Nachhinein 3 von 3“

Viele Facebook-Nutzer wissen vielleicht gar nicht, dass Sie mit diesen Fragen einstellen können, wer sich auf ihrer Pinwand tummelt:

„Wer kann an deine Pinnwand posten?“ oder „Wer kann Pinnwandeinträge von anderen Personen in deinem Profil sehen?“

> Ein soziales Netzwerk ist nicht das reale Leben

> Wie sozial sind soziale Netzwerke?

Facebook und die Steuerung unserer sozialen Kontakte

Vor zwei, drei Jahren habe ich mir mal vorgestellt, dass Blogs und Websites mal stärker eine Art Verbindung, Vernetzung eingehen werden. Mittlerweile gibt es eine Tendenz zu stärkerer Vernetzung, die Z. B. > Leander Wattig immer genau beobachtet. Das sind interessante Ansätze für Verlage. Sicher, ich habe immer schon Vorbehalte gegenüber die Art und Weise gehabt, wie Facebook unser Sozialleben steuern will, erst dies erst jüngst die Funktion „Umgehende Personalisierung“ versucht. Auf der dazu gehörigen Seite in Facebook kann man schon heute lesen: „Wir haben uns mit einigen Seiten zusammengetan, um dir großartige, personalisierte Erfahrungen zu ermöglichen, sobald du dorthin gelangst, wie zum Beispiel das sofortige Abspielen von Musik, die dir gefällt oder das Anzeigen von Bewertungen von Freunden. Um deine Erfahrung anzupassen, greifen diese Partner nur auf öffentliche Informationen zu (wie dein Name und dein Profilbild) und auf Informationen, die du mit Allen geteilt hast.“ Allerdings mit dem Zusatz: „Hinweis: Die umgehende Personalisierung steht dir noch nicht zur Verfügung.“

Das kann doch nicht wahr sein! Wiederum versucht Facebook zu steuern, wie wir unsere Identität im Netz preisgeben!

Als darf man weiterhin fragen: > Wie sozial sind soziale Netzwerke?

Darf Facebook sich anmaßen, über unsere Freunde zu bestimmen?

In der letzten Zeit habe ich mich gewundert, dass der ein oder andere Korrespondenzpartner in Facebook sich in Schweigen hüllt. Und dann habe ich wieder an diese Frage gedacht. > Wie sozial sind soziale Netzwerke? lautete die Frage auf dem Barcamp 2006 in Mannheim und schon 2006 stand der dort gehaltene Vortrag auf diesem Blog. Eben hat einer meiner Freunde auf Faceboook das Geheimnis gelüftet.

Nun haben die Betreiber von Facebook ganz klammheimlich als Kriterium für das Anzeigen von Freunden, die dem Netzwerk vorliegenden Informationen, wie häufig oder wieviel mit den Freunden kommuniziert wird, eingerichtet. Nun, man kann das Feature wieder abschalten:. Ganz einfach, aber völlig versteckt: > Neueste Meldungen anklicken, und dann auf das kleine blaue Dreieck daneben klicken, > Optionen bearbeiten… und hoffen die Freunde, die wenig von uns hören, machen stellen auch diese Gängelung durch Facebook ab.

Am 7.3. schrieb test.de dazu > Facebook schaltet unbemerkt Freunde ab.

Na prima. Facebook wacht über unsere Freundschaften. Ein bisschen Bevormundung, die wir auch gar nicht so schnell merken, wird uns schon nicht schaden. Wie gesagt, man darf sich gleich wieder fragen, ob Netzwerke wirklich sozial sind. Solange sie für uns die Gestaltung der Kontakte übernehmen oder übernehmen wollen, werden Gewohnheiten geschaffen, die mit dem wirklichen Leben nichts zu tun haben.

Will Facebook private Daten weitergeben?

Ergänzt, 18.38

Die Bemerkungen zu sozialen Netzwerken, die auf diesem Blog

> Web 2.0 und soziale Netzwerke

vorgestellt und erläutert wurden, bündelt die Kritik an sozialen Netzwerken, mit denen Facebook, StudiVZ, XING u.a. uns helfen möchten, soziale Beziehungen zu gestalten.

Ein Vortrag auf dem Barcamp in Mannheim 2007:

> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (I)
> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (II)
> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (III)
> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (IV)

Mit der Anmeldung an ein solches Netzwerk unterwirft man sich den Datenschutzrichtlinien, die von diesen Unternehmen, wie jüngst dies Faceboook zu erkennen gegeben hat, jederzeit geändert werden können. Soziale Netzwerke geben Regeln vor, wie man andere Mitglieder kennenlernt, das hat mit dem richtigen sozialen Leben gar nichts zu tun. X ist jetzt mit y verbandelt, befreundet, wie auch immer, wird je nach Einstellung allen (Freunden) mitgeteilt. Hat man eigentlich Lust, sich stundenlang mit der Einstellung seiner elektronischen Existenz zu beschäftigen?

Profile werden automatisch wie bei der Rasterfahndung abgeglichen, neue Kontakte werden vorgeschlagen. Man möge sich vorstellen, wie es wäre, wenn man im Leben nur Gleichgesinnte kennenlernen würde? Und man kann gucken, wer mit wem befreundet ist. Was ist das für ein Begriff von Freundschaft? Natürlich ist der Schatz von privaten Informationen eine Goldmine für die Werbung, eine Riesenversuchung für den Betreiber solcher Seiten, damit Unfug zu Lasten der Nutzer anzustellen.

Jetzt beklagt sich zu Recht die Ministerin für Verbraucherschutz Ilse Aigner über das Ansinnen von Facebook, persönliche Daten der Nutzer von Facebook weiterzugeben:

> Aigner zieht in den Kampf gegen Facebook SPIEGEL online, 5.4.2010

Mag es auch einen vielleicht versteckten Knopf geben, der angeklickt werden kann, um die Weitergabe der Daten zu verhindern; was zählt ist der Versuch von Facebook die Daten seiner Nutzer zu ihrem Nachteil zur Mehrung des eigenen Gewinns auszunutzen.

Man kann natürlich der Ansicht sein, > Es gibt keine private Daten in Social Networks. Aber so einfach kann man oder gar Facebook es sich allerdings nicht machen. Auch im Account von Nutzern soziale Netzwerke, kann es Daten geben, die diese nicht als Daten verstehen, mit denen der Netzwerkbetreiber machen kann, was er will. Das erinnert ja auch an die bekannten Diskussion um Wikipedia. Wer da etwas hineinschreibt, muss es wohl oder übel der Allgemeinheit übereignen, deren Wächter sich sogleich an das Korrigieren und Infragestellen des Textes machen. Wird es in sozialen Netzwerken auch einmal dazu kommen? Wie auch immer, mit seinen Pläne maßt Facebook sich eine Verfügungsgewalt über die Daten seiner Nutzer an, die nicht unbedingt in derem Interesse sein müssen. Diese Diskussion erinnert auch an die Debatte um das > Urheberrecht. Ein Autor sondern jeder von uns, der nicht mehr Herr im Sinne des Urheberrechts des Publikationsortes seiner Texte ist, verliert ein Stück seiner Freiheit. – Möchten wir, dass die Daten unserer Facebook-Accounts mit anderen Daten, die wir gar nicht kennen, verglichen oder abgeglichen werden?

Mehr zu diesem Thema:
> Privatsphäre wird weiter eingeschränkt TAZ 29.3.2010

Lesung in Stuttgart: Oliver W. Steinhäuser, Ein Sommer & Ein Leben

„Dieses Buch ist der Jugend, der Achtsamkeit, der Vorsicht und dem Leben gewidmet,“ so lautet das Motto, das Oliver W. Steinhäuser seinem Roman „Ein Sommer & Ein Leben“ vorangestellt hat. In der Tat, dieses Motto resümiert ganz präzise den neuen Roman des so vielseitig begabten Bürgermeisters von Dienethal.

Am Freitag, 26. Juli hat Oliver W. Steinhäuser in der Whisky Bar Jack’s Living Room in Stuttgart seinen Roman anlässlich einer Lesung vorgestellt.

Vor sechs Jahren hatte Steinhäuser die Idee zu diesem Buch und schrieb sie innerhalb von wenigen Monaten auf.

Matthäus hat nach einem Unfall Zeit über die Angst nachzudenken, eines Tages nicht mehr für seine Familie da sein zu können. Jeder, den solche finale Gedanken ankommen, wird schwer­mütig und denkt über das bisher Erreichte nach. Für Matthäus ist es seine Jugend. Das war eine unbeschwerte Zeit, als sein Freund Benno und er im Wald ihr Refugium, ihre Bude bauen. Die Erinnerung an den ersten Kuss, die erste Nacht und das Prahlen vor den neugierigen Freunden. Dann bauen er und Benno weiter, decken das Dach mit Sillagefolie ab, die schwarze Seite nach oben, damit die Bude vom Waldweg aus nicht erkennen kann.

„Die Akzeptanz für Individualität ertrinkt im Konformismus unserer erwachsenen Gesellschaft,“ soll das heißen, dass wir Erwachsene der Jugend ihre Besonderheiten streitig machen wollen? Matthäus hält dagegen und baut mit Benno weiter.

Der Roman wird zu einer Hymne an die Jugend… sie blickt erwartungsvoll in die Zukunft und dennoch ist auch nur ein Übergang: „Wenn ich meine Jugend rückblickend betrachte, frage ich mich oft, ob andere dreißigjährig sich auch drüber ärgern, Schulfächern wie Politik, Geschichte und Erkunde nicht richtig aufgepasst zu haben.“

Und dann kommt noch die Frage, mit der er seine Erinnerung verstehen will: „Können wir die Zwischenräume dieser Konturen mit Farbe füllen? Oder füllt sie jemand für uns?“ Machen wir für uns etwas aus unserer vergangenen Jugend oder lassen wir uns weiterhin fremdbestimmen?

Bücher, wie das von Oliver W. Steinhäuser sollten es auch auf die Büchertische der Buchhandlungen schaffen. Ein nachdenkliches, gelungenes Plädoyer für die Jugend

Oliver W. Steinhäuser
Ein Sommer & Ein Leben
3-Äpfel-Verlag
ISBN: 978-3-9825019-1-8

Bald ist die Stuttgarter Stadtbibliothek eingemauert.

Das Elend der Stuttgarter Nachverdichtung. Die Stadtbibliothek wird zugebaut. > Stuttgarter Wahrzeichen Bibliothek verschwindet aus dem Blickfeld – Martin Haar,  Stuttgarter Nachrichten, 29.08.2020. Fährt man Heute von der Türlenstraße den Berg hinunter in Richtung der Stadtbibliothek hinunter, ist die Bibliothek schon verschwunden. Nur damit ein kleines Fleckchen mit einem Hochhaus bebaut werden kann.

Die Art und Weise wie die Stadtbibliothek einbetoniert wird, ist charakteristisch für das Zubauen von Sichtachsen, die Vernachlässigung großartiger architektonischer Chancen in Stuttgart. Der Anblick ist so enttäuschend, dass unsere Redaktion gar keine Lust hat, das auch noch im Bild festzuhalten. Schon 2013 haben wir über das Zubauen der Stadtbibliothek hier geklagt.

Waren Sie schon mal drin? > https://www.stuttgart-fotos.de/die-neue-stadtbibliothek-am-mailander-platz?

https://www.stuttgart-fotos.de/das-elend-der-stuttgarter-nachverdichtung-die-stadtbibliothek-wird-zugebaut – 13. Februar 2020

Nachverdichtung (V). Stadtbibliothek und das Elend von A1: In Stuttgart wird alles zugebaut > https://www.stuttgart-fotos.de/nachverdichtung-v-stadtbibliothek-und-das-elend-von-a1-in-stuttgart-wird-alles-zugebaut – 17. September 2016

Ortsbesichtigung (I) – Die Stuttgarter Stadtbibliothek
> https://www.stuttgart-fotos.de/ortsbesichtigung-i-die-stuttgarter-stadtbibliothek – 25. Februar 2016

Die neue Stadtbibliothek in Stuttgart wird zugebaut: > https://www.stuttgart-fotos.de/die-neue-stadtbibliothek-in-stuttgart-wird-zugebaut – 27. Mai 2013 !

Stuttgarter Stadtplanung undd die > Nachverdichtung

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