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Waren Sie schon mal in Night Vale? Am 24.5. können Sie dort hinfahren

19. Mai 2016 von H. Wittmann

night-vale

Dienstag, 24. Mai 2016 – 20:00 – 22:00
in der Stadtbücherei Stuttgart – Max-Bense-Forum – Mailänder Platz 1 – 70173 Stuttgart

Moderation: Denis Scheck
Deutsche Lesung: Andreas Fröhlich
Die beiden Autoren sind anwesend!
Eintritt: 7,-/3,- Euro
In Zusammenarbeit mit dem Festival Dragon Days

Max-Bense-Forum – Mailänder Platz 1 – 70173 Stuttgart

In unserem Lesebricht zu Nignt Vale hieß es: „Spannung pur. Nein wir werden nicht die Geschichte auch nur annähernd resümierend hier wiedergeben, um ja nicht die Leseaufregung zu beeinflussen. Unsere Kollegen haben uns zu Recht von diesem Roman vorgeschwärmt. Wenn man ihnen begegnet, auch wenn wenn alle in Eile sind, und man sagt „Night Vale“, bleiben sie stehen und fangen sofort an, von dem Buch an zu schwärmen. Wann? „Uhren und Kalender funktionieren nicht in Night Vale. Die Zeit selbst funktioniert nicht.“ (S. 9) Also alles ist ganz ungewiss, und beruhigend, ein Zuspätkommen gibt es also gar nicht mehr. Und das Pfandleihhaus von Jackie Fierro hat seine ganz eigenen Gewohnheiten. Aber dann kommt ein Mann mit einem Zettel in ihr Ladenlokal und will ihn verpfänden. Jackie geht auf den Handel ein und kommt von dem Papierschnipsel auf dem KING CITY steht nicht mehr los.“ > Bitte weiterlesen.

night-valeJoseph Fink, Jeffrey Cranor
> Willkommen in Night Vale
Aus dem Englischen übersetzt von Wieland Freund und Andrea Wandel
1. Aufl. 2016, 378 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-96137-9

Neue Fahrbahnspuren

24. April 2016 von H. Wittmann

Ja wo denn nun?

Geplant, gemalt und doch Chaos wie S21 – oder glaubt man wirklich, dass die Stuttgarter Raser die Kurventechnik für die Spuren parat halten? > Die Verlegung der Fahrbahnen in der Willy-Brandt-Straße.

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Als ob der ADAC sein Sicherheitstraining künftig in der Stadtmitte durchführen dürfte. Ob die Stuttgarter auch künftig her rasen?

Ausstellung LICHT. RAUM. PERSPEKTIVE

22. April 2016 von H. Wittmann

Vom 24. April bis zum 1. Mai 2016 stellen die Künstlerinnen Katharina Tersch und Antje Hommel Malerei und Fotoarbeiten im ‚creative space and gallery‘ in der Olgastraße 138, Stuttgart-Süd aus.

Katharina Tersch, ‚Es ist vorbei‘ 2015, Öl auf Leinwand,175×220
Die mittels der Fotografie in Szene gesetzte Architektur, die Lebendigkeit der Materialien von Stein oder Beton kommunizieren auf eine leise Art mit den großformatigen Baumbildern, die ihrerseits einen Bezug zur ursprünglichen Natur herstellen. Der Kontrast zwischen urbaner Struktur und einer gewachsener Welt innerhalb und außerhalb der Zivilisation führt den Betrachter durch bekannte und unbekannte Bildräume, in denen Licht, Perspektiven und das persönliche Erleben die Wahrnehmung verändern.

>Antje Hommel
Antje Hommel ‚Équilibre‘, 2015, 60×90

Überraschend wechselt der Blick der Künstlerinnen auf ähnliche Objekte und so können innerhalb serieller Arbeiten unterschiedliche Ansätze im fotografischen und malerischen Bereich entstehen.

Am 30. April findet um 17 Uhr vor Ort die Finissage mit einer Band und Live Musik statt.

Katharina Tersch 
Karlsruhe
www.katharina-tersch.de
Antje Hommel
Stuttgart
www.antjehommel.com

Köpfe der Zeit: Claus Peymann und Wieland Backes

18. April 2016 von H. Wittmann

Veranstaltungsreihe: Köpfe der Zeit
Sonntag 17.04.16 11.00 Uhr im Schillerssaal
Eine Veranstaltung des Literaturhaus Stuttgart

Programmankündigung: „Er ist mindestens so genial wie gefürchtet, ein enfant terrible und ein unbestechlicher Kopf: Claus Peymann. Der Intendant des Berliner Ensembles gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Regisseuren und Theaterdirektoren der Gegenwart. Dem Stuttgarter Staatsschauspiel bescherte er einst eine großartige Blütezeit. Sein Faust, seine Thomas Bernhard-Inszenierungen sind mindestens so unvergessen wie sein Spendenaufruf für die inhaftierte RAF-Terroristin Gudrun Ensslin. Schon in den 1960ern brachte er Peter Handkes „Publikumsbeschimpfung“ erstmals auf die Bühne – und auch in diesem Jahr steht der Autor erneut auf Peymanns Programm: „Die Unsch

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Fotos: © Heiner Wittmann, 2016.

Die Verlegung der Fahrbahnen in der Willy-Brandt-Straße

3. April 2016 von H. Wittmann

Glauben die Planer dieser verlegten Spuren wirklich, dass die Autos, die z. B. bei Regen und Dunkelheit – wenn Sie aus dem Tunnel hnausfahren/-rasen und unmittelbar in einen vorher kaum erkennbaren Rechtsschwenk gezwungen werden – wirklich nicht in Gefahr kommen, in den nicht minder schnell rasenden Gegenverkehr zu geraten?

Wo bleibt die räumliche Trennung der Fahrbahnen? S. u.

fahrbahnen

Zur Erinnerung: > Baustellen als Unfallgefahren (I) Willy-Brandt-Straße
und: > Unfallgefahr! Slalomfahren in der Willy-Brandt-Straße

Raus aus dem Tunnel… 40 km/h, dann kommen Kurven… der Gegenverkehr ist nur durch weiße Striche getrennt… und die Realität? 40 km/h fahren und hinten drängeln die großen schwarzen Autos und nutzen die ersten Lücke, um im Baustellenbereich mit 70 km/h zu überholen.

Mehr dazu:
> Folgemaßnahme Staatsgalerie Anliegerinformation am 4. Juni 2014
Bernd Schröder, Tiefbauamt Verlegung der Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie sowie der zu- und abführenden Tunnel

Lesen wir mal nach:

Eisenbahn-Bundesamt,Olgastraße 13,70182 Stuttgart
-mit Postzustellurkunde-
DB Netz AG vertreten durch die
Amt Stuttgart
Landesstiftung Baden-Württemberg gGmbH
diese vertreten durch den Landesbetrieb
Vermögen und Bau Baden Württemberg
Amt Stuttgart
Rotebühlstr. 100
70178 Stuttgart
Datum: 25.03.2009
Geschäftszeichen (bitte im Schriftverkehr immer angeben)
VMS-Nummer 3000430
59160-591pä/002-2304#002

> Betreff: Projekt Stuttgart 21, PFA 1.1 (Talquerung): 4. Planänderung im Zuge der Verlegung Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie in der Willy-Brandt-Straße: S. 3:
„Während der Bauzeit sind auf beiden Richtungsfahrbahnen grundsätzlich 3 Fahrstreifen aufrecht zu erhalten.
6. Die Richtungsfahrbahnen sind baulich zu trennen (z.B. Betongleitwand, Leitplanken).
7. Fahrstreifenverschwenkungen sind entsprechend den fahrdynamischen Erfordernissen auszubilden. Die in den Baustufen 2, 3 und 4 dargestellten Verschwenkungen sind in dieser Hinsicht im Zuge der Ausführungsplanung zu überarbeiten.“

Hervorhebung, H.W.

Die Abriegelung der Stuttgarter Talmulde

30. März 2016 von H. Wittmann

Unser neues Titelfoto für unseren Blog wurde vom Kappelberg aus aufgenommen. Es zeigt eine interessante Stadtlandschaft, in der der Blick auf die Höhen allmählich zugebaut, und die Öffnung der Talmulde hin zum Neckar geschickt durch großzügige Gebäuderiegel versperrt wird. Ob die neuen Hochhäuser auf der > Fläche A1 und drumherum > klimatische Auswirkungen auf die Stuttgarter Stadtluft haben, spielt für die Planer wahrscheinlich keine Rolle.

Diese Bautätigkeiten führt dazu, dass in dieser Stadt immer mehr Quartiere > nachverdichtet werden:

Sehen Sie den Karlsplatz?

Man kann sich vorstellen, dass dies alles nur der Anfang der Architekturideen für die > Stuttgarter Stadplanung im 21. Jahrhundert ist. Nachdem die alten Platanen im > Oberen Schlossgarten einer jahrelangen Baustelle weichen mussten, warten wir nun alle gespannt auf die Betondecke des neuen unterirdischen Bahnhofs, der dort zum schnellen unterirdischen Verlassen der Stadt einladen wird.

> Immer enger: Nachverdichtung in der Innenstadt (III)

> Nachverdichtung in der Innenstadt IV. Das Dorotheen-Quartier in Stuttgart

Buchpremiere:
Anna Katharina Hahn, Das Kleid meiner Mutter

9. März 2016 von H. Wittmann

Dienstag 08.03.16 20.00 Uhr im > Literaturhaus Stuttgart
Moderation: Denis Scheck

„Siedelte sie „Am schwarzen Berg“ in einem dörflichen Stuttgarter Vorort an, so entführt sie uns in ihrem neuen Roman zu erst einmal nach Spanien: „An einem Samstagmorgen im August machten meine Eltern einen Spaziergang durch den Jardín Botánico. Als sie nach Hause zurückkehrten, legten sie sich krank ins Bett.“ So beginnt der neue Text in Madrid im Sommer 2012: In der Hauptstadt zeigen sich die Auswirkungen der jüngsten Wirtschaftskrise. Die junge Ana María, Anita genannt, gehört zur „verlorenen Generation“, der jede Möglichkeit einer selbstbestimmten Existenz genommen wurde. Ihr Bruder, ein promovierter Germanist, hat sich bereits nach Berlin abgesetzt, um dort auf dem Bau sein Geld zu verdienen. Anita ist aus Not in ihr altes Kinderzimmer zurückgezogen.“ Bitte weiterlesen.

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Großprojekte: Verdoppelung der Baukosten

4. März 2016 von H. Wittmann

> How Cost of Train Station at World Trade Center Swelled to $4 Billion New York Times, 2. Dezember 2014

> Ground Zero in New York is get the “World’s most costliest train station”: „The most expensive train station in the world will be on the site of the World Trade Centre destroyed 14 years ago in the 9/11 attacks.“ Und „n the 12 years since the project was unveiled, it has been heavily criticised — for its appearance but also for spiralling so drastically off budget and closing seven years behind schedule. Initially budgeted at $2 billion, it has spiralled to $3.85 billion according to a spokesperson in Calatrava’s office, which would make it the most expensive station in the world.“

Und in Stuttgart?


> S21 – Neuordnung Bahnknoten Stuttgart Die Kosten abgerufen am 4.3.2106
„2015

Zum Stand Ende 2015 ist zu erwarten, dass für das Projekt Stuttgart 21 Aufträge einschließlich etwaiger Nachträge in einem Volumen von rund 3.100 Mio. Euro vergeben sind. Dies entspricht fast der Hälfte des Gesamtwertumfangs. Zum Jahresende erwartet das Projekt Gesamtausgaben in Höhe von 1.500 Mio. Euro und damit etwa ein Viertel des Gesamtwertumfangs. Stuttgart 21 kann somit nach Überzeugung der Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH mit großer Plausibilität innerhalb des bewilligten Kostenrahmens realisiert werden. “


Oder sind es 10, 12 oder 15 Milliarden?

> Zerstörung der Stadt mit Milliarden – Kosten und Termine Stuttgart 21 – Blog von Roland Ostertag

Konstantin Schwarz, > Stuttgart 21. Wahre Kosten verschwiegen? – Stuttgarter-Nachrichten, 16. Juni 2015

Bei der Volksbefragung zum Gesetz, dass Baden-Württemberg zum Ausstieg aus der Finanzierung von S21 verpflichten sollte, wurden als Enstscheidungsgrundlage für den Wähler 4,87 Mill. EUR vorhergesagt. Mit dem Versprechen, es werde keine Steigerung geben:

> François Hollande: Zum Stuttgarter Bahnhof gab es eine Volksbefragung…

Da aber ein Referendum immer irgendwie die Absichten ihrer Autoren verstecken, glaubt sogar Präsident Hollande, die Wähler hätten das Projekt für gut befunden.

Ortsbegehung (I) Das Bosch-Areal nach 10 Jahren

3. März 2016 von H. Wittmann

Was war deas für eine Aufbruchstimmung, als das Bosch-Areal vor 10 Jahren gerettet wurde und in neuem Glanz erstrahlte.

Professor Ostertag hatte das Bosch-Areal gerettet,

das sonst wie so vieles in Stuttgart einschließlich der Stadtgeschichte mit ihrem Gedächtnis der Spitzhacke zum Opfer gefallen wäre.

boschareal

Klappentext: „Die Verwandlung des ehemaligen Firmengeländes der Robert Bosch GmbH in Stuttgart zu einem Stadtquartier mit vielfältiger Nutzung wird in diesem Band ausführlich beschrieben und an zahlreichen Fotos und Plänen veranschaulicht. Büros, Einzelhandel, Kino- und Veranstaltungsbereiche, Wohnen und Gastronomie, eine Disko und das Literaturhaus finden sich heute in diesem denkmalgeschützten Areal.“

Hrsg. Roland Ostertag > Das Bosch-Areal

Stuttgart: Karl Krämer2003, Reihe: Stuttgarter Beiträge, 104 Seiten, zahlr. Abb., Zeichn., Pläne, Geb 21 x 28 cm, ISBN 978-3-7828-1613-7
Best.-Nr. 112290

> Online bestellen

Was war das für ein Vergnügen, die Innenhöfe des Bosch-Areals zu erkunden! Die gewölbten Glasdächer, Orte zum Verweilen.

Und heute?
Das Mobilar des größten dieser Innenhöfe macht aus ihm eine Art Hinterhof, abweisend und unordentlich. Riesige Werbeplakate stören den Blick auf die Glaskonstruktion. Kübel mit Bepflanzungen stehen wie abgestellt dort herum. Eine Art ungenutzte Bühne steht im Weg, ein Zelt wie auf eine Baustelle stört den Gesamteindruck, der Raum lädt nicht mehr zum Verweilen ein, nur wenn überhaupt zum schnellen Durchschreiten:

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Nachverdichtung in der Innenstadt IV.
Das Dorotheen-Quartier in Stuttgart

28. Februar 2016 von H. Wittmann

Was ist denn da passiert?

Wieder einmal wird in Stuttgart nachverdichtet. So nennt man das, wenn in einem bebauten Gebiet eines Stadtviertels Lücken (eng) bebaut werden.

Am 27. September hatten wir dieses Stadtquartier schon einmal vor unserer Fotolinse: > Immer enger: Nachverdichtung in der Innenstadt (III). Wir wiederholen hier noch einmal eines der Fotos vom September, mit dem so wunderbar gezeigt werden kann, wie Teile des Dorotheen-Quartiers in die Sichtachsen gebaut werden:

Am 27. Februar 2016 kamen wir über den Karlsplatz zum Dorotheen-Quartier. Es ist gar nicht zu übersehen, was da gebaut wird:

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Vor einem Jahr sah die Baustelle noch ganz anders aus. Achten Sie auf die freie Sicht zu der Halbhöhe und auf die Fotos, die die Umgebung des Neubauten zeigen. Das neue Gebäude setzt sich in das Quartier, zwischen der eher beschaulichen Markthalle, dem wunderbaren Karlsplatz, den etwas weniger schönen Bauten von Breuninger, hinter das Hotel Silber. Und was sollen sie zu ihrer Umgebung sagen? Wir sind jetzt da… Nichtwiderspruchsduldend. Einen Dialog mit der Umgebung wird es kaum geben, Bezüge sind nicht erkennbar, weil alle erkennbaren Achsen zugebaut und verschlossen wurden. Der fehlende Dialog mit der Umgebung der neuen Gebäude darf nicht unterschätzt werden, daran kann man die besonders hohe städteplanerische Fehlleistung gerade an diesem Ort besonders gut erkennen. Viel höher als die umstehenden Gebäude, machen sich die Neubauten zu einem völlig unverdienten Bezugspunkt der Umgebung, sie machen sich das Quartier untertan, was ja auch im Namen Dorotheen Quartier zum Ausdruck kommt, den sie in Ignoranz der Umgebung für sich beanspruchen. So ist es mit anderen Neuquartieren in Stuttgart , wie z.B. mit > A1, wo gebaut wird, ohne Bezüge zu den Nachbarquartieren zu berücksichtigen… deren Anwohner sich lange über die Zunahme an parkenden Autos beklagt haben. Beim > Einkaufszentrum Gerber ist es kaum anders, die leider immer noch stehende > Paulinenbrücke wirkt dort wie ein Panzerriegel zur Weststadt.

Von den oberen Etagen bietet das Dorotheen-Quartier möglicherweise einen grandiosen Ausblick auf das beschauliche Stuttgart von einst, auf den Karlsplatz, der künftig von der Glasfassade überragt werden wird und seinen Charakter als schöner Ort der Begegnung verlieren könnte. Dort unten ist auch die Markthalle, die sich künftig anhören muss, „Du kommst als Überrest auch noch weg“, wenn man einmal den Dialog zwischen den Gebäuden sich vorstellt. > „Dich krieg ich auch noch weg. …“ sagt an anderer Stelle das Einkaufszentrum zum Königsbau.

Das Dorotheen-Quartier ist ein erneuter Beweis dafür, dass Stadtplanung in Stuttgart keine Rolle spielt. Sichtachsen werden zugebaut, dem Streben von Investoren nach unverhältnismäßiger Größe wird nachgegeben, immer mehr Stadtteile verlieren ihre Chance auf eine ausgewogene Entwicklung oder werden vernachlässigt wie die > Kronprinzenstraße.

Wenn auch über das Dorotheen-Quartier möglicherweise ausgiebig beraten wurde… das Ergebnis ist verheerend. Viel zu groß für die Baulücke, ein Desaster für den Karlsplatz. Vielleicht konnte das Viertel nur so bebaut werden, weil es in einer Randlage liegt. Die > Hauptstätter Straße mit ihren vielen Fahrbahnen wirkt wie eine Barriere. Für Fußgänger spielt das jeweils gegenüberliegende Stadtquartier keine besondere Rolle. In dem folgenden Album stehen die frühesten Fotos am Ende:

Ortsbesichtigung (I) – Die Stuttgarter Stadtbibliothek

25. Februar 2016 von H. Wittmann

Seit de 28.11.2016 fragten wir auf diesem Blog > Waren Sie schon in der neuen Stadtbibliothek am Mailänder Platz?.

Es ist immer wieder ein Vergnügen dorthin zu kommen, obwohl wir bedauern, dass die Bibliothek nicht mehr am alten Standort ist. Jetzt ist neben ihr das unnütze > Einkaufszentrum aus dem Boden gewachsen. Wäre ich Einzelhändler in Stuttgart-City wäre ich immer noch sauer über soviel planerische Unvernunft.

Hinter der Bibliothek ist noch immer Brache, davor auch eine Baustelle, überhaupt der Bauabschnitt A1 ist so gründlich misslungen. Ein neuer Stadtteil sollte da entstehen! Und was ist daraus geworden? Eine karge Betonlandschaft, 2 Bistrots, eine Straße mit Parkplätzen. Aber es gibt die Stadtbibliothek, die abgesehen vom Einkaufszentrum als Besuchermagnet wirkt: Gehen wir doch mal hinein. Innen drin ist die Architektur großartig, der offene Raum ist grandios, von außen so völlig unvermutet. Im Keller ist ein Veranstaltungsraum, so ganz ohne Tageslicht denkt man mit Wehmut an den früheren Versammlungsraum am alten Standort zurück. Und die Bücher stehen wie in allen anderen Bibliotheken ganz ordentlich in den Regalen. Aber wenn man von oben den Blick über die offenen Stockwerke schweifen lässt, wirken die Bücher so seltsam entrückt und unbenutzt, die Literatur ist so weit weg, als wenn man hier alles andere machen würde nur nicht lesen, und wenn man muss bestimmt viel hin- und herlaufen, wenn man seine Romane, die Bücher über den Garten und die Bücher über die Maler zusammensuchen will.

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Literatur ist gefährlich:

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