Das Alte Schloß
14. Januar 2010 von H. Wittmann
… gestern um gegen 19 Uhr.

Sie wissen sicher, wo der Photograph stand.
14. Januar 2010 von H. Wittmann
… gestern um gegen 19 Uhr.

Sie wissen sicher, wo der Photograph stand.
14. Januar 2010 von H. Wittmann
Noch mehr Verkaufsflächen in Stuttgart? Das Da Vinci-Projekt will das Grundstück des > Hotel Silbers vereinnahmen. Würde das geschehen, wäre der Rahmen für die Erinnerung an die Greueltaten der Geheimen Staatspolizei von 1936-1945 getilgt.

> Das Stuttgarter Gestapohaus schnell abreissen – shoa.de
> Initiative Gedenkort „Hotel Silber“
> Initiative will Abriss verhindern. Denkmalschutz soll früheres Hotel Silber retten – Stuttgarter Nachrichten – 13.3.2009
Siehe auch Laura Weissmüller, Angemessene Erinnerung. Stuttgart will das historische Hotel Silber abreißen, in: Süddeutsche Zeitung, 11. Januar 2010.
> Abriss in Stuttgart Zynische Entsorgung von Ursula Baus, Frankfurter Rundschau, 11.1.2010. Ursula Baus schreibt: “Andernorts, in Berlin, Hannover, Braunschweig, Dresden oder Frankfurt, wird derzeit fast panisch rekonstruiert, was die Zeitläufte den Städten genommen haben. Aber in Stuttgart, das von Kriegs- und Nachkriegszerstörungen wahrlich gebeutelt wurde, reißt man architekturgeschichtlich und stadträumlich Bedeutsames immer noch ab, wenn Investoren es wünschen.”
Im Literaturhaus Stuttgart:
Verlegt auf den Freitag, 12. Februar, 20 Uhr
Veranstaltungsreihe Architektur
ERINNERN – GEGEN VERGESSEN, SCHWEIGEN, VERSCHWEIGEN
Erhard Eppler
Vortrag und Gespräch
Moderation: Roland Ostertag
Erhard Eppler spricht über das Erinnern und plädiert für ein Stuttgarter NS-Dokumentationszentrum im Hotel Silber: »Menschen vergessen viel. Sie können nicht all die Bilder im Gedächtnis behalten, die sie täglich sehen, nicht all die Menschen, denen sie begegnen, und sie vergessen glücklicherweise auch manchmal Ärger, den sie erlebt oder gar anderen bereitet haben. Bei einer Gesellschaft, einem Volk, wird bewusst, also politisch entschieden, was im Gedächtnis bleiben soll. Ein besonders düsteres Kapitel unsere Geschichte ist die Gestapo, die Geheime Staatspolizei, die Nachrichtendienst und Polizei in einem war und sich an kein Gesetz zu halten brauchte. Wo wäre die Erinnerung daran besser möglich als in dem Gebäude, wo die Gestapo politische Gegner verhört, misshandelt, gefoltert und ermordet hat?« Erhard Eppler, 1926 in Ulm geboren, ist in Schwäbisch Hall ausgewachsen, wo er seit 1991 wieder wohnt. 21 Jahre lang war er Parlamentarier, davon 15 Jahre im Bundestag, 6 Jahre im Landtag. Von 1968-74 war er als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit tätig. 20 Jahre lang arbeitete er im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags, zweimal als Kirchentagspräsident. Er ist Autor von einem knappen Dutzend Büchern, die sich meist mit politischen Grundsatzfragen beschäftigen, das letzte ein Wörterbuch zum öffentlichen Sprachgebrauch Der Politik auf Maul geschaut.
In Zusammenarbeit mit dem Architekturforum
Eintritt frei.
4. Januar 2010 von H. Wittmann
Demnächst, wenn die Stuttgarter mit dem ICE endlich schneller nach Ulm reisen können, sollten Sie das ausnutzen und sich die > Neue Mitte Ulm ansehen. Dabei werden sie an ihre eigene > Hauptstätter Strasse denken und an den > vielen Verkehr, die Staus und das umständliche Überqueren dieser Autoschneise.
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Das Argument, wo sollen denn dann die Autos hin? zählt nicht, denn, wie hier bereits einmal bemerkt, sind mindesten 40 % der Autos auf der > Hauptstätter Straße nicht mehr als nur bloße Hinundherfahrer, weil sie eben nicht einfach mal die teilweise > 14 Spuren breite Hauptstätter Straße überqueren können, sondern, geduldig oft im Stau stehend die Auf-und Abfahrten und U-Turns meist im Stopandgo-Tempo benutzen müssen. Weitere 20 % fahren nur auf der Hauptstätter Straße, weil sie glauben, dort schneller voranzukommen, statt direkt ihr Stadtziel anzufahren. 20 % fahren vom Marienplatz bis zum Neckartor durch und wollen eigentlich gar nicht in die City, könnten also auch woanders rollen. Und wenn die Hauptstätter Straße wie die Neue Straße in Ulm nur 4 Spuren hätte, die beiden linken für den Nahverkehr, die beiden anderen für die restlichen 20 %, dann würde der Rückbau oder Umbau der Hauptstätter Straße ein stadtarchitektonisches Wunderwerk bewirken. Übrigens, > je mehr Spuren umso mehr Stau. Und die neue Mitte Stuttgart, das neue Herz der Stadt Stuttgart, wäre ein echter Magnet, mit dem die Stuttgarter zeigen könnten, dass sie die Kriegswunden der Stadt endlich geheilt und die Irrtümer einer autogerechten Stadt beseitigt haben. Und wie soll das gehen? Im > Museum am Gähkopf ist die Neue Mitte Stuttgart schon eingebaut.
Die Ausstellung befindet sich Gähkopf 3, 70192 Stuttgart
Besuch nach Verinbarung:
Tel. 07 11- 60 53 37
30. Dezember 2009 von H. Wittmann
Zwischen den Tagen hat es meinen Laptop erwischt. Ein schlechter Virenscanner und das Unheil war geschehen. Nichts ging mehr. Aber > notebook4all (Hauptstr. 91,
70563 Stuttgart-Vaihingen)hat mir prächtig geholfen. Alle Daten auf einem externen Laufwerk gesichert. Und den Laptop neu eingerichtet. Innerhalb von 24 h. Klasse.
20. Dezember 2009 von H. Wittmann


Links > Abbaye de Fleury in Saint-Benoît-sur-Loire, ungefähr 70 km südlich von Orléans, rechts, das > Porschemuseum in Stuttgart-Zuffenhausen.
Was haben Autos, die in einem für sie gebauten Museum stehen, mit einer > romanischen Kirche, wie der in Saint-Benoît-sur Loire zu tun? Auf den ersten Blick nicht besonders viel. Aber es geht um den Bau, der um die Autos herum gebaut wurde: das Stuttgarter > Porsche-Museum im Stadtteil Zuffenhausen. Und es geht um die Zeitschrift > Recherches en esthétique, die um einen Artikel für die diesjährige Ausgabe unter dem Titel “L’imprévisible” bat. Das Unvorsehbare in der Architektur? Aufgrund dieser Aufgabe ist ein Artikel entstanden, der die Konzeption des Baus einer romanischen Abteikirche mit dem Porschemuseum vergleicht. Das Unvorsehbare wird beim Bau der Kirche vermieden, im Porsche-Museum ist es ein Teil der Komposition, mit der die Besucher in die Räume hineingezogen werden sollen.
Mehr dazu auf dem Frankreich-Blog: >L’imprévisible: Une petite esthétique de l’architecture
Recherches en esthétique n° 15: > Inhaltsverzeichnis und Vorwort des Herausgebers
23. November 2009 von H. Wittmann
Stefan Münker hat am 22. November 2009 im SPIEGEL ein > Plädoyer für die Sozialen Medien im Internet vorgestellt. Er erklärt u.a.: “Sozialen Medien realisieren eine Praxis der partizipatorischen Mediennutzung, die zumeist überraschend effizient und dabei fast immer demokratischer ist, als wir es von früheren Medien gewohnt sind. Das Web 2.0 erscheint dabei zumindest tendenziell als die real gewordene Utopie jener demokratischen Umnutzung der Massenmedien, deren Ideal zuerst wohl Bertolt Brecht in seinem Rundfunkaufsatz aus dem Jahr 1932 entworfen hat. Als Netz gemeinschaftlich produzierender Sender wird das Web 2.0 zu einem medialen Baustein einer neuen Form gesellschaftlicher Öffentlichkeit.”
Der Aufsatz “Der Rundfunk als Kommunikationsapparat” von Bertold Brecht ist in dem Band, Bertold Brecht, Gesammelte Werke, Bd. 18. Schriften zur Literatur und Kunst, Bd. 1. Frankfurt/Main, 1967, S. 127 ff. erschienen.
Von Stefanie Susanne Planck liegt eine Besprechung vor:
> Bertolt Brecht: Der Rundfunk als Kommunikationsapparat
Partizipation als Kennzeichen von Web 2.0 ist einsichtig, aber ob Web 2.0 mit einer Steigerung des Adjektivs “demokratisch” verbunden werden kann oder muss, steht dahin. Demokratie bezeichnet eine Herrschaftsform und keine Form einer Praxis der Mediennutzung. Gemeint ist wohl, dass die Hörer und Leser mehr Mitspracherecht erhalten sollen. Ob das Mitmachen und die Formen der Kontrolle in Wikipedia wirklich einen Zuwachs an Demokratie bedeuten, ist nicht sicher.
Die Begeisterung von Stefan Münker angesichts der neuen Netzwerke muss ein wenig gebremst werden: “Der Wandel hat gerade erst begonnen, ein Ende ist nicht abzusehen. Man kann die gegenwärtigen Entwicklungen als Prozess orwellscher Provenienz empfinden. Man kann sie aber auch als Chance sehen – für eine transparentere Welt zum Beispiel. Anlass für Optimismus gibt vor allem das viel beschworene Web 2.0 und die Art und Weise, wie es unsere Öffentlichkeit verändert,” schreibt er mit viel Optimismus.
Vergleicht man die sozialen Netzwerke mit Fragen der Stadtarchitektur, dann fallen grundlegende Defizite virtueller und realer Netze auf:
Ein Vortrag auf dem Barcamp in Mannheim 2007:
> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (I)
> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (II)
> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (III)
> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (IV)
Ergänzung (30.11.2009):
Gerade ist das neue Buch von Frank Schirrmacher erschienen:
Frank Schirrmacher, Payback
Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen
Blessing, München 2009.
240 Seiten. ISBN: 978-3-89667-336-7
H. W., > Rezension
7. Oktober 2009 von H. Wittmann
Von diesem Buch kann Stuttgart etwas lernen. Natürlich ist Berlin ungleich größer als Stuttgart, und daher ist jeder Vergleich zwischen beiden Städten nicht einfach, zu groß ist die architektonische Vielfalt, die Berlin dem Spaziergänger durch die Moderne der Architektur zu bieten hat. Und dennoch wird beim Durchblättern dieses Buches ein Verhältnis der Stadt zu ihrer Architektur und damit auch zu ihrer Geschichte erkennbar, das dem Besucher in Stuttgart so nicht auffällt. In einem vergleichbaren Buch über Stuttgart wäre auch ein Foto vom Kaufhaus Schocken zu sehen… Der Landtag (Kurt Viertel, 1957), das Gedok-Atelierhaus, aber auch der Hauptbahnhof – auch wenn er demnächst um seine Seitenflügel amputiert werden soll, also dann nur noch ein moderner Torso sein wird – gehören zur > Moderne. Zählt die > Haupststätter Strasse auch zur Stuttgarter Moderne? Dann ist hier aber etwas arg schiefgelaufen. Vielleicht kommt ja noch ein vergleichbar schönes Buch auch noch in dieser Art über Stuttgart raus, und alle Bewohner dieser Stadt besinnen sich wieder auf ihre Schätze.

Produktionstechnisches Zentrum der Technischen Universität in Berlin, 1983-1986, Bayerer, Fessel, Hecker und Ostertag. Deutscher Architektenpreis 1984. – Foto: Alfred Englert.
> Berlin Modernism
Fotos: Alfred Englert
Mit einem Essay von Kerstin Wittmann-Englert
> Beispielseiten
Verlag: Jochen Visscher
Englisch/ Spanisch/ Deutsch
96 Seitensmit 100 Farbfotos
Hardcover
Masse: 16 x 16 cm
Euro 16.00 sFr 28.00
ISBN 978-3-939633-44-0
7. Oktober 2009 von H. Wittmann
Die Solistes de Lyon – haben unter der Leitung von Bernard Tétu und der Regie von Jean Lacornerie gestern mit dem Bühnenspektakel »Les Folies d’Offenbach« bei der Eröffnungsveranstaltung mit Gesang und Theater in die Welt des französischen Komponisten Jacques Offenbach (1819–1880) dem Beginn der der 10. Französischen Woche in Stuttgart den perfekten Schwung verliehen.


> Noch mehr Fotos. Institut français
> Noch mehr Fotos. Frankreich-Blog