home

Archiv für die Kategorie 'Stuttgart 21'

Die Verlegung der Fahrbahnen in der Willy-Brandt-Straße

Sonntag, 3. April 2016

Glauben die Planer dieser verlegten Spuren wirklich, dass die Autos, die z. B. bei Regen und Dunkelheit – wenn Sie aus dem Tunnel hnausfahren/-rasen und unmittelbar in einen vorher kaum erkennbaren Rechtsschwenk gezwungen werden – wirklich nicht in Gefahr kommen, in den nicht minder schnell rasenden Gegenverkehr zu geraten?

Wo bleibt die räumliche Trennung der Fahrbahnen? S. u.

fahrbahnen

Zur Erinnerung: > Baustellen als Unfallgefahren (I) Willy-Brandt-Straße
und: > Unfallgefahr! Slalomfahren in der Willy-Brandt-Straße

Raus aus dem Tunnel… 40 km/h, dann kommen Kurven… der Gegenverkehr ist nur durch weiße Striche getrennt… und die Realität? 40 km/h fahren und hinten drängeln die großen schwarzen Autos und nutzen die ersten Lücke, um im Baustellenbereich mit 70 km/h zu überholen.

Mehr dazu:
> Folgemaßnahme Staatsgalerie Anliegerinformation am 4. Juni 2014
Bernd Schröder, Tiefbauamt Verlegung der Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie sowie der zu- und abführenden Tunnel

Lesen wir mal nach:

Eisenbahn-Bundesamt,Olgastraße 13,70182 Stuttgart
-mit Postzustellurkunde-
DB Netz AG vertreten durch die
Amt Stuttgart
Landesstiftung Baden-Württemberg gGmbH
diese vertreten durch den Landesbetrieb
Vermögen und Bau Baden Württemberg
Amt Stuttgart
Rotebühlstr. 100
70178 Stuttgart
Datum: 25.03.2009
Geschäftszeichen (bitte im Schriftverkehr immer angeben)
VMS-Nummer 3000430
59160-591pä/002-2304#002

> Betreff: Projekt Stuttgart 21, PFA 1.1 (Talquerung): 4. Planänderung im Zuge der Verlegung Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie in der Willy-Brandt-Straße: S. 3:
„Während der Bauzeit sind auf beiden Richtungsfahrbahnen grundsätzlich 3 Fahrstreifen aufrecht zu erhalten.
6. Die Richtungsfahrbahnen sind baulich zu trennen (z.B. Betongleitwand, Leitplanken).
7. Fahrstreifenverschwenkungen sind entsprechend den fahrdynamischen Erfordernissen auszubilden. Die in den Baustufen 2, 3 und 4 dargestellten Verschwenkungen sind in dieser Hinsicht im Zuge der Ausführungsplanung zu überarbeiten.“

Hervorhebung, H.W.

Großprojekte: Verdoppelung der Baukosten

Freitag, 4. März 2016

> How Cost of Train Station at World Trade Center Swelled to $4 Billion New York Times, 2. Dezember 2014

> Ground Zero in New York is get the “World’s most costliest train station”: „The most expensive train station in the world will be on the site of the World Trade Centre destroyed 14 years ago in the 9/11 attacks.“ Und „n the 12 years since the project was unveiled, it has been heavily criticised — for its appearance but also for spiralling so drastically off budget and closing seven years behind schedule. Initially budgeted at $2 billion, it has spiralled to $3.85 billion according to a spokesperson in Calatrava’s office, which would make it the most expensive station in the world.“

Und in Stuttgart?


> S21 – Neuordnung Bahnknoten Stuttgart Die Kosten abgerufen am 4.3.2106
„2015

Zum Stand Ende 2015 ist zu erwarten, dass für das Projekt Stuttgart 21 Aufträge einschließlich etwaiger Nachträge in einem Volumen von rund 3.100 Mio. Euro vergeben sind. Dies entspricht fast der Hälfte des Gesamtwertumfangs. Zum Jahresende erwartet das Projekt Gesamtausgaben in Höhe von 1.500 Mio. Euro und damit etwa ein Viertel des Gesamtwertumfangs. Stuttgart 21 kann somit nach Überzeugung der Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH mit großer Plausibilität innerhalb des bewilligten Kostenrahmens realisiert werden. “


Oder sind es 10, 12 oder 15 Milliarden?

> Zerstörung der Stadt mit Milliarden – Kosten und Termine Stuttgart 21 – Blog von Roland Ostertag

Konstantin Schwarz, > Stuttgart 21. Wahre Kosten verschwiegen? – Stuttgarter-Nachrichten, 16. Juni 2015

Bei der Volksbefragung zum Gesetz, dass Baden-Württemberg zum Ausstieg aus der Finanzierung von S21 verpflichten sollte, wurden als Enstscheidungsgrundlage für den Wähler 4,87 Mill. EUR vorhergesagt. Mit dem Versprechen, es werde keine Steigerung geben:

> François Hollande: Zum Stuttgarter Bahnhof gab es eine Volksbefragung…

Da aber ein Referendum immer irgendwie die Absichten ihrer Autoren verstecken, glaubt sogar Präsident Hollande, die Wähler hätten das Projekt für gut befunden.

Wie soll man aus S21 rauskommen?

Freitag, 19. Februar 2016

Standen Sie schon mal im Stuttgarter Hauptbahnhof, wenn mit mehreren Züge morgens die Pendler ankommen? Und zur S-Bahn oder Richtung Stadt laufen? Was wird passieren, wenn die im Tiefbahnhof ankommen, und ein Notfall tritt ein, alle Reisenden müssen sich Notausgänge suchen, die sich künftig am Anfang und am Ender Bahnsteige befinden > S21: Notausstiege kommen ans Ende der Bahnsteige, berichtet Christian Milankovic in der Stuttgarter Zeitung am – 15. Februar 2016.

Wieder einmal wird am Notfallkonzept gewerkelt, und am jeweiligen Ende gehen die vier Fluchtwege der Bahnsteige in nur einen Fluchtweg über? Wie soll das funktionieren? Die Fluchttreppenhäusern verengten die Bahnsteige offenbar zu sehr, das haben die Bauherren mittlerweile wohl eingesehen, aber die neue Lösung ist auch nur aus der Not geboren und zeigt, dass die unterirdischen Gefahren nicht ernst genommen werden.

Der neue Tiefbahnhof

Donnerstag, 18. Februar 2016

18. Februar 2016

Alle Fotos auf diesem Blog, soweit nicht anders vermerkt: (c) Heiner Wittmann.

Bibliographie:
Heiner Wittmann
La photographie de l’ailleurs: Une esthétique de la vue
in: Recherches en esthétique, N° 10: L’ailleurs, oct. 2004, P. 11-20.

François Hollande: Zum Stuttgarter Bahnhof gab es eine Volksbefragung…

Sonntag, 14. Februar 2016

es habe wohl Schwierigkeiten gegeben, sprich Gegner, und nun werde gebaut, berichtet Präsident Hollande in einem Fernsehgespräch am 12.2.2016, 5.21: Min.


Interview du président François Hollande aux… von elysee

Es geht um einen geplanten Großflughafen > Notre-Dame-des-Landes – L’EXPRESS. Es gibt viele Gegner und viele Befürworter.Baubeginn soll eigentlich im Herbst sein. Also schlägt der Präsident eine lokale Volksbefragung vor und erinnert dabei an S21, da habe es auch Schwierigkeiten gegeben, also habe man eine Volksabstimmung durchgeführt, und nun werde gebaut. Und genau da liegt das Problem. Über die Grenzen Schwabens hinaus, wird die Abstimmung vom 27. November 2011 so verstanden und so zitiert, als wenn es sich um eine Abstimmung um die Qualitäten und besonderen Vorteile von S21 gehandelt hätte. Auch Hollande sieht das so, man habe abgestimmt, und nun werde gebaut.

Fürs Protokoll: Das mit der Volksabstimmung war aber etwas anders: Es wurde am 27. November 2011 eine > Volksabstimmung zu Stuttgart 21 durchgeführt, so dass die Abstimmung hinterher wirklich wie eine Zustimmung zu S21 aussehen konnte. Das sieht Präsident Hollande ja nun auch so. Die Qualitäten und die Vorteile von S21 standen dabei nie zur Diskussion: 57 Tunnelkilometer gegen die wegfallenden Gleise, die auf den HBf zulaufen – die nun möglicherweise wegen Bedarf zumindest teilweise ? erhalten bleiben könnten. Die Frage an die Wähler lautete, ob sie ein Gesetz, das das Land zum Ausstieg aus der Finanzierung von S21 und damit zum Ende von S21 führen würde, unterstützen. 48,3 % der Wahlberechtigten nahmen an der Abstimmung teil. 58,9 Prozent stimmten gegen das Gesetz und damit gegen den Ausstieg des Landes aus der Projektfinanzierung. Bei der verwirrenden Abstimmungsfrage haben bestimmt einige mit NEIN gestimmt, die S21 nicht mögen. Man darf nicht vergessen, dass die Projektverantwortlichen vorher alle heiligen Eide mit Nachdruck schworen, die Kosten würden 4.87 Milliarden Euro nicht übersteigen. Gutgläubig haben die Wähler den Abbruch von S21 verhindert.

Volksbefragungen sind nie ganz unroblematisch, weil die Politiker, die sie organisieren, immer versucht sind, Vorteile für ihre Pläne aus einer Befragung zu ziehen, entweder spielen sie mit der Formulierung der Fragestellung oder sie nutzen die Ergebnisse, um ihre eigene Machtposition zu stärken. Es gibt gute Gründe, weshalb das Grundgesetz die Volksbefragung so stark einschränkt. Das kann man in einem kurzen Tweet an die Adresse von Präsident Hollande so ausdrücken.

Rundgang um den Hauptbahnhof am 31.12.2015

Freitag, 1. Januar 2016

Die Vorteile von S21

Freitag, 1. Januar 2016

ehrlich

„Durch kürzere Fahrzeiten, mehr Direktverbindungen und optimierte Fahrpläne wird sowohl der Reisekomfort als auch der Energieverbrauch gemindert.“ Hier: > http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/no_cache/ueberblick/vorteile-und-nutzen/?type=98&print=1, aufgerufen am > 25.11.2015 und 1.1.2016 und am 28.2.2016

Es sind 33 > Tunnelkilometer, die gebaut werden, wie in der Ausstellung im Stuttgarter Bahnhofsturm nachzulesen ist:

Statt hinein- in den Bahnhof und aus dem Bahnhof hinauszufahren, müssen Züge also künftig mindestens einen Teil der neuen 33 km Tunnelstrecke bedienen. Die Vorteile liegen also offen auf der Hand.

Wieviel Tunnelkilometer? Da gibt es abweichende Meinungen: „Rund 60 Kilometer Tunnelstrecke entstehen rund um die Landeshauptstadt.“ > Bahnprojekt Stuttgart 21: Tunnelführung mit 450 Interessierten – Südwestpresse – 13.7.2015

„Für das Projekt Stuttgart 21 sind 57,5 Kilometer Tunnelstrecken und vier neue unterirdische Bahnhöfe (Quiz: Welche?) geplant.“ > http://www.geologie21.de/geologie-stuttgart/tunnel-bau-s21.html

Wieviele oberirdische Schienen-km fallen dafür weg? Diese Zahl haben wir bisher nicht gefunden. Sicherlich wird sie die Zahl der neuen Tunnelkilometer um einiges übersteigen.

> www.biss21.de – Bahnprojekt Stuttgart-Ulm

Der Schlossgarten neben dem Hauptbahnhof

Samstag, 19. Dezember 2015

Ist der Preis, also die Zerstörung des Schlossgartens, die vielen Unannehmlichkeiten rund um den Hauptbahnhof auf Jahre hinaus, den die Bürger durch alle diese Behinderungen entrichten müssen, nicht doch viel zu hoch?

Ortsbesichtigung am 18.12.2015:

Große Umwege für alle, um die Züge zu erreichen, ältere Leute, die sich mit ihren Koffern durch die überdachten Zuwege von der Bahnhofshalle zu den Gleisen quälen müssen, keine Parkplätze mehr am Bahnhof, um sein Liebsten abzuholen, ein völlig verkommener Bahnhof > HBF-Vergleich (I). Wie oft waren wir in unseren ersten Stuttgarter Jahren im Schlossgarten : > Der Schlossgarten und wie er sich verändert. Dieses fröhliche Leben wird dorthin nicht mehr zurückkehren. Mitten in der Landeshauptstadt wird auf Jahre hinaus gewühlt werden, die Autostraßen werden immer wieder verlegt werden, die Bäume sind bis auf wenige Ausnahmen alle weg und die Grünen, die noch 2011 vom Milliardengrab sprachen, glauben wirklich, wieder Wahlchancen in Stuttgart zu haben. „Gemeinsam mit dem breiten gesellschaftlichen Bündnis wollen wir Grüne bei Stuttgart 21 die Notbremse ziehen“, erklärte der Grünen-Spitzenkandidat Winfried Kretschmann.“ > Stuttgart 21: Ein starkes Signal gegen das Milliardengrab (Abgerufen am 18.12.2015) stand und steht unter dem Datum vom 04. März 2011 auf der Seite der Gründen in Baden-Württemberg. dann folgte am 27. November 2011 die > Volksabstimmung für und wieder das Ausstiegsgesetz. Das > Ausstiegsgesetz, als die Erlaubnis für die Regierung die Finanzierungsvereinbarung, also die Beteiligung des Landes an S 21 zu kündigen, wurde dabei abgelehnt. Die Abstimmung war nie eine Abstimmung über die Qualität von S21 gewesen, eine solche Abstimmung war immer geschickt vermeiden worden. Und immer stand das Versprechen im Raum, S21 werde 4,5 Milliarden nicht überschreiten. Mittlerweile wird mit einem Finanzaufwand von „6.526 Millionen Euro (nach Beschluss des Bahnaufsichtsrats vom 05.03.2013“) gerechnet > http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/details/kosten-und-finanzierung/s21-neuordnung-bahnknoten-stuttgart/: > S 21: Zusätzliche Kosten (II)

> Kostenschub bei Stuttgart 21: Landesregierung zweifelt an Bahn-Berechnungen SPIEGEL 23.9.2011

DER SPIEGEL: „Gerichtsentscheid: Polizeigewalt gegen Stuttgart-21-Demonstranten war rechtswidrig“

Mittwoch, 18. November 2015

Bezug: 30. September 2010. An diesem Tag gab es eine Versammlung im Schlossgarten, deren Teilnehmer sich gegen die Baumrodungen im Schlossgarten im Zusammenhang mit S 21 aussprachen.

Jetzt hat das Verwaltungsgericht festgestellt, es habe sich um eine Demonstration gehandelt, die vom Recht auf Versammlungsfreiheit gedeckt war. Damit ist klar: > Gerichtsentscheid: Polizeigewalt gegen Stuttgart-21-Demonstranten war rechtswidrig

Und die Opfer? Die können/müssen jetzt lt. zitiertem SPIEGEL-Artikel ihre Rechte vor dem Landgericht erstreiten. Der Rechtsweg führt bei uns nicht oft geradezu vor allem hinsichtlich der Termine zum Ziel. Die zitierte Entscheidung ergeht auch erst FÜNF Jahre nach dem Ereignis. Und jetzt sollen die Geschädigten wieder vor Gericht ziehen müssen, bevor sie entschädigt werden? Die Verursacher sollten unbürokratisch jetzt helfen. Das hat auch was mit Anstand, Solidarität in der Stadt zu tun. Wenn die Verursacher sich nur auf ihre Rechtsposition berufen, so passt das ins Bild, wie S21 zumindest am 30. September 2010 mit Gewalt durchgesetzt wurde.

Unscharf: DER SPIEGEL: > Gerichtsentscheid: > Polizeigewalt gegen Stuttgart-21-Demonstranten war rechtswidrig formuliert unscharf, spricht zwar von der „S21-Demonstration“ „Beim Protest gegen die Baumrodungen im Schlossgarten am 30. September 2010 habe es sich rechtlich gesehen um eine Versammlung gehandelt.“

Präziser: DIE ZEIT > Polizeieinsatz gegen Bahnhofsgegner war rechtswidrig, 18.11.2015, formuliert so: „Demnach war die Demonstration im Stuttgarter Schlossgarten am 30. September 2010 vom Grundrecht auf Versammlungsfreiheit gedeckt und hätte nicht durch Platzverweise aufgelöst werden dürfen (Az. 5 K 3991/13 u.a.).“

Nebenbei bemerkt: Es soll ein demokratischer Prozess gewesen sein, in dessen Rahmen sich die Bürger sich für S21 ausgesprochen haben? Ausstiegsgesetz? Man hatte uns hoch und heilig versprochen, dass die Kosten bestimmt nicht steigen würden, bei 4,78 Milliarden sollte es bleiben, darauf liege ein Deckel, der so fest wie der neue Bahnhofsdeckel sein würde, mussten alle diejenigen glauben, die damals gegen das Ausstiegsgesetz stimmten. Termintreue schien selbstverständlich zu sein.

> S 21: Zusätzliche Kosten (II) von > Roland Ostertag> Die Volksabstimmung am 27. November 2011.

Auf unserem Blog
> Die Wutbürger und die Macht der Medien. Thymian Bussemer, Die erregte Republik

Der Preis für S21 ist wirklich sehr hoch. Den Verlust der Lebensqualität rund um den Bahnhof, so später Beton wie eine Panzersperre statt Grünflächen quer zur Ausrichtung der Stadt zum Neckar stehen wird, ist gar nicht in den Milliarden eingepreist:

> Stuttgarts neuer Schlossgarten
> Der Schlossgarten und wie er sich verändert
> Noch zwei letzte Blicke in den Schlossgarten

Bezug: Verwaltungsgericht Stuttgart Az. 5 K 3991/13

Stuttgarts neuer Schlossgarten

Sonntag, 13. September 2015

> Der Schlossgarten und wie er sich verändert

s-79009789

Februar 2015: Rund um den Hauptbahnhof

Freitag, 6. Februar 2015

Bitte öffnen Sie die folgende Fotoalben mit einem Klick auf ein Foto erst dann, wenn diese(r) Website/Blog vollständig geladen ist.