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Archiv für die Kategorie 'Politik'

20. Oktober 2017 : Opening Begegnungsraum in Stuttgart

Freitag, 20. Oktober 2017

EIn gutes Jahr bin ich mehrmals in der Woche an der Baustelle an der Breitscheidstrasse 2F vorbeigegangen. Oft abends auf dem Weg ins Literaturhaus. Und immer wurde dort gesägt, gehämmert, geschraubt, beratschlagt, diskutiert, gepinselt, gearbeitet. Und jede Woche war das Haus ein bisschen vollständiger.

Die Projektinitiatorinnen haben sich durchgesetzt: Tine Teiml und Meike Hammer haben es geschafft. Das Begegnungsraum wurde heute eingeweiht. Die Bauleitung hatte Professor Peter Cheret, Institut für Baukonstruktion und Entwerfen 1, Universität Stuttgart. Bauherr war Das Amt für LiegEnschaften und Wohnen der Stadt Stuttgart.

Unser Photograph war heute mit dabei – mit Unterstützung der Ernst Klett AG

Hier sind unserer Fotoalben:

Bitte öffnen Sie mit einem Klick auf ein Foto eines der folgende Fotoalben erst, wenn diese Seite vollständig geladen ist:

Die Einweihung

Der Begegnungsraum

Das Buffet

Edgar Wolfrum: Welt im Zwiespalt. Eine andere Geschichte des 20. Jahrhunderts

Donnerstag, 29. Juni 2017

Buchvorstellung, Donnerstag, 6. Juli 2017, 18 Uhr
Anmeldung > www.stiftung-heuss-haus.de/anmeldung oder 0711 / 955 985 20.
Ort: Theodor-Heuss-Haus, Feuerbacher Weg 46, 70192 Stuttgart

Weltkriege und Genozide, Demokratie und Diktatur – diese Begriffe stehen im Mittelpunkt, wenn von der Geschichte des 20. Jahrhunderts die Rede ist. Diesem Bild setzt der Heidelberger Historiker Edgar Wolfrum eine ungewohnte Sicht des „kurzen Jahrhunderts“ entgegen > Welt im Zwiespalt. Eine andere Geschichte des 20. Jahrhunderts, das er unter ganz anderen Perspektiven zeigt und dabei mit manchen Überraschungen und vielen neuen Einsichten aufwartet: Zu infernalischen und versöhnlichen Zeiten, zu starken und gescheiterten Staaten, zu Naturbeherrschung und Umweltkatastrophen, Liebesglück und Geschlechterungleichheit. Sein Buch blickt weit über Europa hinaus und bietet Ansätze zu einer Globalgeschichte der Moderne.

Im > Theodor-Heuss-Haus trägt Edgar Wolfrum ausgewählte Passagen aus seinem Buch vor. Anschließend disktuiert er mit Thomas Hertfelder zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Verlag Klett-Cotta statt.

Prof. Dr. Edgar Wolfrum, Jg. 1960, ist Inhaber des Lehrstuhls für Zeitgeschichte an der Universität Heidelberg. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur deutschen und europäischen Geschichte.
Dr. Thomas Hertfelder Jg. 1959, ist Historiker und seit 1997 Geschäftsführer der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus.

Edgar Wolfrum
> Welt im Zwiespalt
Eine andere Geschichte des 20. Jahrhunderts
1. Aufl. 2017, 447 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, mit zahlreichen Abbildungen, 16 Seiten Tafelteil
ISBN: 978-3-608-94306-1

Stuttgart: „Frankreichs Präsident“: Themenabend Politik am 10.1.2017

Sonntag, 1. Januar 2017

Die Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich wird beim Themenabend Politik bei „Mieux se connaître/Stuttgart accueil e.V.“ am Dienstag, 10. Januar 2017 um 18.30 Uhr im Sillenbucher Atrium an der Gorch-Fock-Straße 30 vorgestellt. Es referiert der Romanist und Historiker Dr. Heiner Wittmann über die historischen Grundlagen, die Rolle des französischen Staatsoberhauptes und die aktuelle politische Situation in Frankreich. Der Vortrag „Frankreichs Präsident“ ist auf französisch. Anschließend folgt eine Diskussion auf deutsch und französisch. Der Eintritt ist frei.

> #Primaires citoyennes 22/29 janvier 2017
> Election présidentielle 2017 : Bibliographie + sitographie
> Les voeux du président François Hollande aux Français pour 2017
> Bilan et programmes : Les voeux de Mitterrand en 1994- Les voeux de De Gaulle en 1962

In unserem Archiv – 12. Januar 2016:

Mieux Se Connaître-Stuttgart Accueil e.V.Themenabend Geschichte:Napoleon III. – Macht und Kunst

In Frankreich wird am 23. April und am 7. Mai 2017 in zwei Wahlgängen einen neuen Präsidenten wählen. Deshalb widmet „Mieux se connaître/ Stuttgart accueil e.V.“ zum Jahresauftakt einen Themenabend der Politik im Nachbarland. Dr. Heiner Wittmann referiert in seinem Vortrag zunächst über die Aufgaben des französischen Präsidenten im Rahmen der Verfassung der V. Republik. Dann werden wichtige Themen des derzeitigen Wahlkampfs analysiert und herausragende Kandidatinnen und Kandidaten vorgestellt. Dr. Heiner Wittmann ist Online-Koordinator in der Presseabteilung der Ernst Klett AG und „Chevalier des Palmes académiques“. Seit 2006 schreibt er einen Frankreich-Blog. Dieser widmet sich ausführlich den deutsch-französischen Beziehungen. www.france-blog.info

„Mieux se connaître“ wurde 2007 gegründet und feiert im Jahr 2017 das zehnjährige Bestehen. Ziel der Interessensgruppe im Stuttgarter Stadtbezirk Sillenbuch ist die Förderung der Freundschaft zwischen Deutschen und Franzosen. Rund zehn Mal im Jahr treffen sich Mitglieder und Gäste zum interkulturellen Austausch. Auf dem Programm stehen Veranstaltungen rund um das Thema „Frankreich“.

> Mieux se connaître, Stuttgart
> Veranstaltungsprogramm 2016/120171

S21-Milliarden?

Donnerstag, 9. Juni 2016

Wieviele Milliarden benötigt die Bahn, um S21 fertigzustellen? 6,8, 10 oder noch mehr? Längst sind nicht alle Baugenehmigungen eingetroffen. Immer neue Keuper-Schichten werden die Tunnelbauer überraschen und jedes Jahr Bauverlängerung ist auch nicht umsonst zu haben. Der Zeitpunkt ist absehbar, wo auch in den Reihen der Befürworter so mancher sich fragen wird, wie konnte das Projekt eigentlich gegen jede städtebauliche Vernunft durchgesetzt werden? Um es den Gegnern, die sich nie einig waren, mal so richtig zu zeigen? Um schwäbische Ingenieurskunst unter Beweis zu stellen? Um Reisende statt nach Stuttgart elegant auf der Fahrt von Paris nach Bratislava unter der Stadt durchzulotsen? Heute fragen sich alle, allein wenn es nur um den Tiefbahnhof und den Brandschutz geht > Wie soll man aus S21 rauskommen?, obwohl es doch > Vorteile von S21 gibt?

Allein die > Zerstörung des Schloßgartens,

die Vernichtung dieses Kleinods eines innerstädtischen Naherholungsortes, sein Eintauschen gegen eine mehr als zehnjährige Baustelle kann bei jedem Stadtplaner nur ungläubiges Kopfschütteln hervorrufen:

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Bis man sich über den neuen tiefgelegten schiefsten Haltepunkt der Republik wirklich freuen kann, gibt es eine ungeahnte Zahl von km auf denen die Reisenden ihre Koffer hinter sich > über die Baustelle herziehen müssen. Neulich sagte mir eine Schaffnerin am Zug, wenn Sie den anderen Zug – meiner mit Zugbindung war ausgefallen- nutzen möchten, müssen Sie am Service-Point fragen, ob das möglich sei, von dort wurde ich zum Schalter geschickt, um dann wieder zum Gleis zurückzurennen, weil der nächste Zug schon abfahrbereit war. Und den Koffer immer hinterher.

Kosten. Es ist ja nicht schlimm, > wenn Großprojekte teurer werden. Das kennt jeder Häuslebauer, aber schlimm ist nur, > eine Volksbefragung über das Ausstiegsgesetz S21 zu machen und dabei dem Wähler hoch und heilig zu versprechen, das Ganze geschehe unter der Vorgabe, man bleibe unter 5 Mrd. und jetzt das. Vergleichen wir > Leipzig und Stuttgart.

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> Der neue Tiefbahnhof

Aber schon 2013 fragten wir > Wo bleiben die Vorteile von S 21? Und dann auch noch die > Insellösung hinter dem Bahnhof als Planungsdesaster, jetzt wird auf eine kleine Fläche noch ein Hochhaus gebaut, damit > die schöne Stadtbibliothek eingemauert wird. > S 21: Der Stuttgarter Schlichterspruch streift die Kostenfrage (aus welchen Gründen wohl?) nur am Rande. Auf S. 2 steht: „3. Bund und die Länder Baden ? Württemberg und Bayern (wegen Neu ? Ulm ? 21) sich auf eine Vorfinanzierung geeinigt hatten, genehmigte der Aufsichtsrat der DB am 14. März 2001 das Projekt. Damit wurde der Weg für die Einreichung der Planfeststellungsunterlagen geebnet. Am 31. Oktober 2001 wurde das erste Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahnbundesamt eröffnet. In den darauffolgenden Jahren wurde das Projekt von allen zuständigen parlamentarischen Gremien mehrheitlich gebilligt und insoweit legalisiert. Dennoch formierte sich schon frühzeitig Widerstand gegen S 21, der sich vor allem im Laufe des Jahres 2010 zu massenhaften Demonstrationen mit bis zu über 60.000 Teilnehmern äußerte.“ Hat man das damals überlesen? „legalisiert“ klingt hier wie „beschlossen und verkündet“, mit rechtlichen Grundlagen „nicht widerspruchsduldend“, der Tenor des Spruchs hätte schon damals viele mehr erstaunen müssen: Und dann das „dennoch“, das heute anklingt, wenn Befürworter sagen, S 21 sei beschlossen und werde gebaut… obwohl Planung und Genehmigungen bis heute (2016) keineswegs alle vorhanden sind. AuUf S. 2 des Schlichterspruchs steht auch mit Blick auf die immer stärker werdenden Proteste und Demonstrationen gegen 21. „Diese Entwicklung, mit negativem Echo bis in die USA, hatte die Bevölkerung und die politisch Verantwortlichen erschüttert. Sie hatte regionale und überregionale Gründe und ist nur zu verstehen auf dem Hintergrund einer massiven Vertrauenskrise der Politik im Allgemeinen und einer speziellen ebenfalls massiven Kritik an der Art und Weise des Zustandekommens und der Durchführung des Projekts S 21.“ Peinlich, sogar in den USA hörte man den Protest, aber die Gründe für die Ablehnung wurden im Spruch mit einer „Vertrauenskrise in die Politik“ erklärt, statt die mangelnde Qualität von S21 als Auslöser der Demos zu nennen. und so geht es weiter S: 2/3: „In den Augen vieler Bürgerinnen und Bürger waren mit ihm mehr ökologische, geologische und finanzielle Risiken als wirtschaftlichen Chancen verbunden.“ Offensichtlich waren die Gegner lt. Schlichter nicht in der Lage, die großartigen Chancen des Projektes zu verstehen. ALso wurde der Schlichter zum Pädagogen: „Wichtiges Ziel der Schlichtung war daher, durch Versachlichung und eine neue Form unmittelbarer Demokratie wieder ein Stück Glaubwürdigkeit und mehr Vertrauen für die Demokratie zurückzugewinnen.“ S. 3. Versachlichung der Debatte, was im Nachhinein als Durchsetzung liest. Aufklärung stand im Vordergrund mit Kant als Paten: „Die Schlichtung war daher auch moderne Aufklärung im besten Sinne von Immanuel Kant, nämlich die Menschen zu befähigen, sich aus „unverschuldeter Unmündigkeit“ zu befreien und dadurch „jederzeit selbständig denken“ zu können.“ ib.

S21: Das ist schon immer die Geschichte von „Fakten schaffen“ und irgendwie die Baugenehmigungen zu erzwingen, man könne ja nicht einfach aufhören, nachdem man schon so viel Geld verplant habe. Irgendwie werden die fehlenden Baugenehmigungen schon kommen, es geht ja gar nicht anders, es wird ja schon gebaut, es wird eben einfach ein bisschen mehr Grundwasser umgewälzt. Die Menge des entnommenen Grundwassers steigt mit den Baukosten oder umgekehrt: „Erst sollten 3,2 Milliarden Liter Grundwasser abgepumpt werden, seit letztem Mai sollen es 6,8 Milliarden Liter werden – ein Würfel mit einer Kantenlänge von 10 cm fasst einen Liter – und nun soll ein weiteres Drittel oben draufkommen, so meldet es am 13.1.2012 die Stuttgarter Zeitung. “ > So viel Grundwasser – 12.12.2012. Also > Der Stuttgarter Hauptbahnhof im August 2010. Wenn die Seitenflügel dran glauben müssen, wird auch bestimmt gebaut werden. > S 21 oder ein modernisierter Kopfbahnhof ?: Die Befürworter wollten von den Kritikern nichts annehmen. Es kommt wie vorhergesehen:

Die künftigen Bahnreisenden werden unter der Stadt durchfahren, oh und ah im neuen Tiefbahnhof rufen, bevor der Zug sie nach 3 Minuten wider durch die Röhre ins Stuttgarter Umland befördert. Stuttgart wird von einer Ankunftsstadt zu einer Durchreisestadt, der hypermoderne Bahnhof hui und die Innenstadt, die wird vielleicht noch 2028 so aussehen?

> Die Verwahrlosung der Kronprinzenstraße – 8. Februar 2015

Inklusion statt Perfektion

Montag, 9. November 2015

Johannes Bischofberger, Carina Diener, Valerie Heck, Miriam Lenz haben ihren Legokasten inspiziert und sich Gedanken über Inklusion gemacht und mit dem folgenden Film am Kurzfilmwettbewerb > DUICHWIR Alle inklusive im Rahmen der Öffentlichkeitskampagne Inklusion des Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg teilgenommen:

Noch bis zum zum 15. November 2015 können Sie mit einem LIKE für den Film > Inklusion statt Perfektion stimmen:

Betreuung: Kurt Schneider, Oliver Lichtwald, Tanja Ernst, Fabian Schaller

Deutscher Evangelischer Kirchentag: Bundespräsident Joachim Gauck diskutierte mit Professor Hartmut Rosa

Freitag, 5. Juni 2015

Bundespräsident Joachim Gauck diskutierte am Donnerstag, 3. Juni 2015 um 11 Uhr in der Schleyer-Halle mit Professor Hartmut Rosa (Erfurt) über die Frage „Gutes Leben. Kluges Leben. Was kann die Politik für unser Zusammenleben tun?“:
Bundespräsident Joachim Gauck, Berlin
Prof. Dr. Hartmut Rosa, Soziologe, Erfurt – Jena
Moderation: Dr. Christiane Florin, Redaktionsleiterin Christ und Welt in der ZEIT, Bonn
Anwältin und Anwalt des Publikums:
Christian Augustin, Hannover
Andrea Wagner-Pinggéra, München
Musik: Wasteland Green, Berlin
Hanns-Martin-Schleyer-Halle, Arena, Mercedesstraße

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Alle Fotos auf dieser Website – soweit sie nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet sind: © Heiner Wittmann.

Institut français de Stuttgart: Débat TRI-Color. Europa hat die Wahl: Welche EU wollen die Bürger Europas?

Dienstag, 20. Mai 2014

Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51,
70174 Stuttgart
21.05.2014, 19:00 Uhr – 21:00 Uhr

Die erweiterten Kompetenzen des Europäischen Parlaments verleihen den Europawahlen Ende Mai 2014 ein ganz besondere Bedeutung. Europaskeptische Parteien in vielen Staaten der Gemeinschaft– auch in Frankreich – erzielen hohe Zustimmungswerte in den Umfragen. Der europäische Wahlkampf wie das Wahlergebnis werden durch ihre Versuche, das Thema Europa für die innenpolitische Auseinandersetzung auf nationaler Ebene zu instrumentalisieren, bedroht


Auf unserem Frankreich-Blog:

> Europawahl 2014
> François Hollande: « L’Europe que je veux »


Wird die EU in krisengeschüttelten Ländern wie Italien als Ursache der Krise oder als Katalysator einer Lösung wahrgenommen? Wird der Wahlkampf dazu beitragen, den oft beklagten Graben zwischen den Bürgern Europas und der Machtzentrale in Brüssel zu überbrücken?

Im deutsch-französisch-italienischen Vergleich soll kurz vor dem Urnengang eine Momentaufnahme der Europadebatte versucht werden, um mehr Tiefenschärfe bei der Analyse der Herausforderungen und Verdeutlichung der Alternativen zu gewinnen.

Mit: Prof. Dr. Anne-Marie Le Gloannec (Paris), Prof. Dr. Dieter Fuchs (Stuttgart) und Alessandro Alviani (Berlin)

Moderation: Dr. Felix Heidenreich

Veranstalter: IZKT & Institut français Stuttgart. Mit freundlicher Unterstützung der DVA-Stiftung.

Schauspiel Stuttgart: David Graeber, Schulden. Die ersten 5000 Jahre

Mittwoch, 5. Februar 2014

Am Samstag, 7.2. war die Uraufführung. Freie Platzwahl. Eine gelungene Inszenierung eines Sachbuches. Viele wesentlichen Argumente David Graebers einschließlich der historischen Argumente wurden perfekt in Szenen gesetzt. Der Einlass war erst um 20 Uhr, dann ging es auch sofort los, und die Zuschauer waren mitten im Geschehen. Schulden sind ein nicht zu Ende geführter Tausch, die Geschichte der Schulden wurde aufgegriffen, genauso wie die Entwicklung des Geldes, mit dem zunächst der Tauschhandel verfeinert wurde. Und, wie gesagt, dabei entstanden die Schulden… Eine spannungsreiche Aufführung mit gelungenen Einfällen.

Das Buch > Schulden. Die ersten 5000 Jahre David Graeber wird in Stuttgart unter der Regie von Andreas Liebmann auf die Bühne gebracht.

Der Regisseur stellt das Stück vor: >> www.schauspiel-stuttgart.de/spielplan/schulden-die-ersten-5000-jahre/: „Von den vorantiken Gesellschaften über das Mittelalter bis hin zu den Bürgerprotesten der jüngeren Vergangenheit waren es Schuldenberge, die Menschen in die Unterdrückung und in die Revolte trieben. David Graeber, einer der Vordenker der Occupy-Bewegung, hat dieser wechselvollen Geschichte aus Überschuldung und Empörung ein Buch gewidmet, das radikal mit der Scheinmoral des Börsenkapitalismus bricht.

Foto: (c) Maurice Korbel

In einem weiten historischen Bogen sondiert es die Wurzeln und Schauplätze unseres Finanzsystems: die Silberminen der Antike, die Goldkeller der Federal Reserve, die Schlachtfelder der Rohstoffkriege und die Irrgärten der internationalen Währungsbürokratie. An all diesen Orten kommen Zeugen zu Wort: Banker, Kriegsherrn, Pharaonen, Historiker, Bürgerrechtler, Opfer, Täter, Profiteure. Sie alle berichten vom System einer Schuldenwirtschaft, das angesichts schwindender Ressourcen und wachsender Ungleichheit weltweit vor seinem Kollaps steht.

David Graebers Buch Schulden erschien 2011 in New York und stieß auch in Deutschland auf große Resonanz. In Stuttgart wird das „Sachbuch des Jahres“ zum Ausgangspunkt einer besonderen Koproduktion: der Regisseur, Performer und Autor Andreas Liebmann bringt den Stoff in einer mit Schauspielstudenten und dem Theater Freiburg gemeinsam realisierten Projektarbeit auf die Bühne.

Graeber zerlegt auf 400 Seiten unhinterfragte Vorstellungen von Schuld und Schulden und zeigt, was Schulden bedeuten könnten: der Kitt des Zusammenlebens. Was Schulden geschichtlich aber auch bedeuten, und das hätte mich nicht überraschen müssen: Gewalt, Entmenschlichung, Sklaverei. Als ich Graebers Buch las, ergriff mich unmittelbar seine Verbindung von akribischer Recherche mit großspuriger Behauptung. Der großangelegte Wurf hat epische Aspekte. Deswegen muss er auf die Bühne.

Andreas Liebmann“

Regie: Andreas Liebmann
Bühne und Kostüme: Mai Gogishvili
Dramaturgie: Bernd Isele, Tilman Neuffer
Besetzung: Yana Robin la Baume, Julius Forster, Daniel Friedl, Lilith Häßle, Alrun Herbing, Arlen Konietz, Marianne Helene Jordan, Andreas Ricci (Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart)

Termine:

Uraufführung. Fr., 07.02.2014 20:00 Uhr Nord – 24 € – > Karten
Sa., 08.02.2014 – 20:00 Uhr – Nord – 19 € – > Karten
So., 09.02.2014 – 20:00 Uhr – Nord – 19 € – > Karten
Zum letzten Mal
Mo., 10.02.2014 – 20:00 Uhr – Nord – 19 € – > Karten

David Graeber
> Schulden. Die ersten 5000 Jahre
Klett-Cotta Aus dem Englischen von Ursel Schäfer, Hans Freundl und Stephan Gebauer (Orig.: Debt)
1. Aufl. 2012, 536 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94767-0

Pierre-Yves le Borgn’ (Paris/Köln) Elysée-Festvortrag:
Braucht die deutsch-französische Zusammenarbeit ein neues Fundament?

Donnerstag, 30. Januar 2014

> Der Bericht zu diesem Vortrag – mit dem Text des Vortrags

Di, 28. Januar 2014 19:30
> Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart

Im Jubiläumsjahr freut man sich in Deutschland und Frankreich gleichermaßen über 50 Jahre deutsch-französische Freundschaft. Ihre Grundlegung im sogenannten „Elysée-Vertrag“ hat Millionen junger Menschen den Weg ins Nachbarland eröffnet, zahllose Initiativen auf kommunaler Ebene ermöglicht und in Wirtschaft, Wissenschaft, aber auch auf militärischer Ebene intensive Kooperationen ermöglicht. Eine derartig enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zweier souveräner Staaten ist weltweit einmalig und wird international bewundert. Doch eine solche Nähe wirft auch Fragen auf. Gegenwärtig rücken ganz alltägliche Fragen in den Fokus, die sich paradoxerweise gerade aus dem Erfolg der Zusammenarbeit ergeben. So betrifft die Frage eines einheitlichen Familienrechts beispielsweise Tausende deutsch-französischer Familien. Die größte Herausforderung liegt jedoch in der Harmonisierung konkurrierender europapolitischer Vorstellungen. Hier ist die Politik gefordert unter Einbeziehung der Bürger eine Zusammenarbeit, die allzu normal geworden scheint, mit neuem Leben zu füllen.

Vortrag auf Deutsch

Die Veranstaltung wird von der DVA-Stiftung gefördert.

Anmeldung erforderlich unter > helene.rondeau@izkt.uni-stuttgart.de

> Une visite à l’Assemblée Nationale. Une interview avec Pierre-Yves Le Borgn’ – Frankreich-Blog
> L’interview : Pierre-Yves Le Borgn’, Député à l’Assemblée Nationale – Frankreich-Blog

> M. Pierre-Yves Le Borgn’ Assemblée Nationale
> Persönliche Website von Pierre-Yves Le Borgn’
> Pierre-Yves Le Borgn’ – Wikipedia
> Facebook – Pierre-Yves Le Borgn’
> Pierre-Yves Le Borgn – Twitter

MERKUR-Podiumsdiskussion: Hat Qualität eine Zukunft? Zeitungen und Zeitschriften als Reflexionsraum

Sonntag, 3. November 2013

Hat Qualität eine Zukunft? Zeitungen und Zeitschriften als Reflexionsraum
Es diskutieren: Lothar Müller, Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, > Ralph Bollmann, Wirtschaftspolitischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, und Thomas E. Schmidt, Kulturkorrespondent der Zeit.
Das Gespräch wird moderiert von Christian Demand, dem Herausgeber der Zeitschrift MERKUR.

Dienstag, 5. November 2013, 20 Uhr
Akademie Schloss Solitude, Solitude 3,70197 Stuttgart
Eintritt frei

KlettCotta_Merkureinladung

Aus dem Text der Einladung von Jean-Baptiste Joly, Vorstand der Stiftung Akademie Schloss Solitude, und Michael Klett, Vorstand der Ernst H. Klett Stiftung Merkur:

Zeitungen und Zeitschriften haben bei der Formierung der modernen Demokratien in der Vergangenheit eine entscheidende Rolle gespielt und sie sind nach wie vor zentrale Instrumente der gesellschaftlichen Meinungs- und Willensbildung. Sie moderieren, generieren, animieren, kanalisieren und gewichten das öffentliche Gespräch über alle nur denkbaren Themenfelder und bieten so einen Reflexionsraum für eine vielstimmige politische, kulturelle und weltanschauliche Selbstverständigung der Gesellschaft. Die bürgerliche Presse war aber von Beginn an auch, und vielfach sogar in erster Linie, ein Geschäftsmodell. Eine über Generationen bewährte Faustregel für Verleger besagte, dass Zeitungen und Zeitschriften rentabel arbeiten, solange sie zu zwei Dritteln werbefinanziert sind. Diese Kalkulation geht in Zeiten des Internets immer seltener auf. Das Internet bringt die konventionelle Presse aber nicht nur wirtschaftlich in Bedrängnis.

Die Themen der Diskussion:

• Welche Bedeutung bleibt Zeitungen und Zeitschriften angesichts der Konkurrenz durch die digitalen Medien – oder gewinnen sie neue Funktionen?
• Welche Folgen hat diese Konkurrenzsituation für den Qualitätsjournalismus?
• Schrumpft der Raum für ambitionierte Reflexion und muss man über neue Modelle der Finanzierung nachdenken?
• Welchen konkreten Einfluss hat der wirtschaftliche Druck, dem die Verlage ausgesetzt sind, auf die Arbeit der Redaktionen?
• Gibt es nur äußere Gründe für den Auflagenrückgang – oder schreiben Zeitungen und Zeitschriften an den Interessen ihrer potentiellen Leser vorbei?
• Ist vielleicht insbesondere das klassische Feuilleton ein Auslaufmodell?

Veranstalter:
Akademie Schloss Solitude, Solitude 3, 70197 Stuttgart, > www.akademie-solitude.de
Ernst H. Klett Stiftung MERKUR, Rotebühlstr. 77, 70178 Stuttgart
In Kooperation mit: Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart

Kontakt: Friederike Kamann, > f.kamann@klett-cotta.de

Große Koalition oder Schwarz-Grün?

Dienstag, 15. Oktober 2013

Oft liegen Sieg und Niederlage ganz nahe beieinander. Ein Pyrrhussieg. Denn > Angela Merkels größter Fehler (DIE WELT, 29.9.2013) war die Behandlung der FDP, die an ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag ohne Zweifel auch selbst schuld ist, sie ist aber auch von ihrem großen Koalitionspartner nicht gut behandelt worden. Die bürgerliche Koalition hat die Wahl verloren. Da hilft nichts. Frau Merkel muss sich einen neuen Bündnispartner suchen und vielleicht doch ein wenig links abbiegen.

Und jetzt eine große Koalition, wie das Wahlfoto aus Stuttgart zu suggerieren schien? Oder doch ein schwarz-grünes Bündnis, das Ralph Bollmann (FAS) in seinem Buch > Die Deutsche. Angela Merkel und wir erwähnte. „Ralph Bollmann legt mit diesem Buch eine kenntnisreiche Analyse des politischen Werdegangs Angela Merkels als Bundeskanzlerin vor: “Wenn es jedoch um konkrete Reformen im eigenen Land geht, tut sie nichts,” stellt er im Zusammenhang mit den Reformen fest, die Merkel den europäischen Partner verschreiben will,“ hieß es in meinem > Lesebericht. Ihn habe ich auf der Buchmesse wieder getroffen. Und gleich das > transportable TV-Studio aufgebaut! Und dann ein kurzes Interview als Wahlnachbereitung:

Ralph Bollmann
> Die Deutsche. Angela Merkel und wir
Stuttgart, Klett-Cotta, 1. Aufl. 2013, 224 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94750-2