Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (I-IV)

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Wie sozial sind soziale Netzwerke?

Vergleicht man die sozialen Netzwerke mit Fragen der Stadtarchitektur, dann fallen grundlegende Defizite virtueller und realer Netze auf:

Ein Vortrag auf dem Barcamp in Mannheim 2007 hier zum Nachlesen:

> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (I)
> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (II)
> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (III)
> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (IV)

> Web 2.0 und soziale Netzwerke

Web 2.0 und soziale Netzwerke

Stefan Münker hat am 22. November 2009 im SPIEGEL ein > Plädoyer für die Sozialen Medien im Internet vorgestellt. Er erklärt u.a.: „Sozialen Medien realisieren eine Praxis der partizipatorischen Mediennutzung, die zumeist überraschend effizient und dabei fast immer demokratischer ist, als wir es von früheren Medien gewohnt sind. Das Web 2.0 erscheint dabei zumindest tendenziell als die real gewordene Utopie jener demokratischen Umnutzung der Massenmedien, deren Ideal zuerst wohl Bertolt Brecht in seinem Rundfunkaufsatz aus dem Jahr 1932 entworfen hat. Als Netz gemeinschaftlich produzierender Sender wird das Web 2.0 zu einem medialen Baustein einer neuen Form gesellschaftlicher Öffentlichkeit.“

Der Aufsatz „Der Rundfunk als Kommunikationsapparat“ von Bertold Brecht ist in dem Band, Bertold Brecht, Gesammelte Werke, Bd. 18. Schriften zur Literatur und Kunst, Bd. 1. Frankfurt/Main, 1967, S. 127 ff. erschienen.

Von Stefanie Susanne Planck liegt eine Besprechung vor:

> Bertolt Brecht: Der Rundfunk als Kommunikationsapparat

Partizipation als Kennzeichen von Web 2.0 ist einsichtig, aber ob Web 2.0 mit einer Steigerung des Adjektivs „demokratisch“ verbunden werden kann oder muss, steht dahin. Demokratie bezeichnet eine Herrschaftsform und keine Form einer Praxis der Mediennutzung. Gemeint ist wohl, dass die Hörer und Leser mehr Mitspracherecht erhalten sollen. Ob das Mitmachen und die Formen der Kontrolle in Wikipedia wirklich einen Zuwachs an Demokratie bedeuten, ist nicht sicher.

Die Begeisterung von Stefan Münker angesichts der neuen Netzwerke muss ein wenig gebremst werden: „Der Wandel hat gerade erst begonnen, ein Ende ist nicht abzusehen. Man kann die gegenwärtigen Entwicklungen als Prozess orwellscher Provenienz empfinden. Man kann sie aber auch als Chance sehen – für eine transparentere Welt zum Beispiel. Anlass für Optimismus gibt vor allem das viel beschworene Web 2.0 und die Art und Weise, wie es unsere Öffentlichkeit verändert,“ schreibt er mit viel Optimismus.

Vergleicht man die sozialen Netzwerke mit Fragen der Stadtarchitektur, dann fallen grundlegende Defizite virtueller und realer Netze auf:

Ein Vortrag auf dem Barcamp in Mannheim 2007:

> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (I)
> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (II)
> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (III)
> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (IV)

Ergänzung (30.11.2009):

Schirrmacher, Playback Gerade ist das neue Buch von Frank Schirrmacher erschienen:

Frank Schirrmacher, Payback
Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen
Blessing, München 2009.
240 Seiten. ISBN: 978-3-89667-336-7

H. W., > Rezension

Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (IV)

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Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (III)

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Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (II)

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Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (I)

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Google +: Es kommt immer wieder was Neues
oder werden Netzwerke immer unsozialer?

(Ergänzt am 2. 7.2011) Haben Sie schon mal einen neuen Mercedes, Porsche oder VW gekauft? So mit allem drumundran? Und wenn einige Zeit ins Land gegangen ist, gibt es schon wieder ein neues Modell, kann noch ein bisschen mehr, noch ein paar Extras, fährt sich noch einfacher, hat Taglicht oder Navi, Parkassistent, mehr Raum. So ist das auch mit den sozialen Netzwerken. Facebook in seiner heutigen Form ist keinesfalls das Ende der Fahnenstange. In zwei/drei Jahren ist es so etwas wie das > Minitel heute. Überholt, veraltet, auch irgendwie misslungen.

Google +, ein neues Ntzwerk will mit einer neuen Architektur punkten. + ist ziemlich ehrlich, meint Google mit noch mehr Such- und Findmöglichkeiten für Google. Jetzt gibt es Circles, in die man seine Bekanntschaften, Freunde und Verwandten ordnen kann. Oder man bildet einen Circle, mit den Leuten, die man bei einer bestimmten Veranstaltung getroffen hat, um sie als eine Art geschlossene Gruppe mit Infos zu versorgen. Oder manche, die man allein anspricht sind ein eigener Circle: „just like real life“, fügt Google hinzu. Genau das ist es eben nicht. Nie im Leben würde ich mit einem Anruf, gleich 12 Personen anrufen, die ich gestern bei einem Meeting getroffen habe. Ist doch für das private soziale Leben, wenn manchmal sinnvoll, meistens aber komplett weltfremd, immer wieder Infos an eine bestimmte Gruppe zu schicken. Wird nur von Google vorgeschlagen, weil das technisch möglich ist. Oder hat Google doch weitergehenden wirtschaftliche Absichten? Bald kann man seine Freunde in sehr gute, gute Freunde und Bekanntschaften einteilen. Was das für ungeahnte neue Probleme aufwerfen kann, wenn man man aus Versehen, den falschen Freundeskreis mit Nachrichten beglückt? Oder wenn eine Bekanntschaft „aufrückt“? Dann wird sicherlich Google+ eines Tages das allen mitteilen: „Jochen ist jetzt ein sehr guter Freund von Mareike“. Die vielfältigen sozialen Bezüge, die Google + auf diese Weise kennenlernt, lassen sich sicher in perfekte Werbeanlässe umsetzen – und münzen.

Hangouts sind auch neu. Man teilt sein Problem mit, und es entstehen ungeplante, spontane Meetings, die weiterhelfen. Das sei solange nützlich, glaubt Google, bis das teleportation funktioniert. Also immer?

Instant Upload Taking photos is fun, findet Google Das ist eine typische Werbeaussage. Dem Käufer Spaß am Produkt suggerieren. Gemeint ist damit das automatische Hochladen in das Album bei Google +. Das macht man gerade solange, bis auf einmal ein Photo auch für eine Gruppe dort landet, das man eigentlich nicht zeigen wollte. O je. Auch dieses Feature hat mit dem Leben nichts zu tun.

Sparks. Man kann ihnen kundtun, das man drin ist, und man bekommt allerhand von dem, das das System für Sie interessant erachtet. Klingt nach reiner Beliebigkeit und einer Beschäftigung für all, die mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen

Huddle. Ein Tool für ein gemeinsames Treffen, das die Nutzer daran gewöhnen soll zusammenzuarbeiten. Gruppenarbeit ist irgendwie, aber auch die > kollektive Intelligenz richtet sich immer nach dem Langsamsten.

So wie ABS uns in die Gefahr bringen kann, Physik beim Fahren zu verlernen, so können auch soziale Netzwerke uns helfen, das private Gestalten unserer Lebensbeziehungen zu vergessen.

Und die Zukunft von Google +? Google wird bestimmt nicht in Gefahr geraten, alles, das was es über seine Suchkunden weiß, miteinander zu verbinden? Daten zusammenfügen und missbrauchen? Stellen Sie sich vor: Bald können Sie zugucken, wer von Ihren Freunden, Bekannten und Verwandten was gerade sucht, welche Seiten er aufmacht oder was er in den letzten drei Wochen gesucht hat, natürlich nur wenn sie Google + Premium abonnieren. Oder Sie können bald nachsehen, wer von Ihren Freunden welche Lieblingsseiten hat. Oder wie viele Mails ihre Freunde im Durchschnitt verschicken, wer besonders gerne viel surft und wer für Werbebotschaften besonders empfänglich ist. Sie sehen, wer von ihren Freunden bei welchen Netzwerken oder welchen Web 2.0 Seiten angemeldet ist. Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Aus all diesen Aktivitäten lassen sich für Google vorzügliche Werbeanlässe ableiten. Getreu der Devise: Es wird im Wirtschaftsleben nie etwas verschenkt. Und wenn, wird es ihnen woanders auf Heller und Pfennig wieder in doppelter Höhe abgezogen. Betrachtet man alle Dienste, die Google jetzt schon anbietet, einschließlich Google Analytics, dann kann einem schon ganz schön anders werden. Vielleicht ist eines Tages das Google-Certificate wichtiger als das polizeiliche Führungszeugnis

> Ein soziales Netzwerk ist nicht das reale Leben
> Facebook und die Steuerung unserer sozialen Kontakte

Ein soziales Netzwerk ist nicht das reale Leben

Facebook treibt schon wieder und immer noch großen Unfug mit den ihm anvertrauten Daten. Automatische Gesichtserkennung heisst das neueste Feature. Auf einem bei Facebook hochgeladenen Foto, auf der ein Facebook-Freund zu sehen ist, kann Facebook automatisch das Gesicht des Freundes erkennen und mit dem richtigen Namen versehen. Eigentlich ein guter Grund, den eigenen Facebook-Account zu löschen, denn das neue Feature wird den Facebook-Adepten einfach so untergeschoben und beweist wieder einmal, wie Facebook die Daten seiner Anhänger prinzipiell für den eigenen Vorteil nutzt. Nur wenn man nicht wünscht, dass der eigenen Name von anderen mit Hilfe dieses Gesicht-Features aufgedeckt wird, man dieses Feature erst umständlich selbst in den Einstellungen seines Accounts (Einstellungen der Privatsphäre) deaktivieren:

> Facebook aktiviert automatische Gesichtserkennung www.netzpolitik.org

Facebooks automatische Gesichtserkennung funktioniert nur mit den Namen deren, die man bereits zu seinen virtuellen Freunden zählt. Theoretisch geht das aber auch von allen 20 Mio. Facebook-Adepten. Die Versuchung ist für Facebook bestimmt riesig trotz aller gegenteiligen Beteuerungen, damit irgendwie und irgendwann einmal richtig Kasse zu machen.

Da denk ich doch wieder an Vortrag über mit der Frage > Wie sozial sind soziale Netzwerke?. Was ist daran sozial, in einem solchen virtuellen Netzwerk mehr Freunde als im sozialen Leben zu haben?

Je mehr Facebook ihre Daten anvertrauen, umso „wertvoller “ wird Facebook eingeschätzt, Jetzt will Facebook demnächst an dei Börse gehen und 100 Milliarden für 500 Millionen Teilnehmer erlösen. Dieser Wert stellt alle Überlegungen zu Geschäftsmodellen auf den Kopf. Wieviele Einmalgucker da wohl mitgezählt sind? Warum kriegt nicht jeder Teilnehmer sofort eine jährliche Dividende von 50 oder 80 Euro – meinetwegen je nach Aktivitätsgrad? Oder sie bleiben weg, und der Wert von facebook löst sich einfach so auf.

Facebook und die Steuerung unserer sozialen Kontakte

Vor zwei, drei Jahren habe ich mir mal vorgestellt, dass Blogs und Websites mal stärker eine Art Verbindung, Vernetzung eingehen werden. Mittlerweile gibt es eine Tendenz zu stärkerer Vernetzung, die Z. B. > Leander Wattig immer genau beobachtet. Das sind interessante Ansätze für Verlage. Sicher, ich habe immer schon Vorbehalte gegenüber die Art und Weise gehabt, wie Facebook unser Sozialleben steuern will, erst dies erst jüngst die Funktion „Umgehende Personalisierung“ versucht. Auf der dazu gehörigen Seite in Facebook kann man schon heute lesen: „Wir haben uns mit einigen Seiten zusammengetan, um dir großartige, personalisierte Erfahrungen zu ermöglichen, sobald du dorthin gelangst, wie zum Beispiel das sofortige Abspielen von Musik, die dir gefällt oder das Anzeigen von Bewertungen von Freunden. Um deine Erfahrung anzupassen, greifen diese Partner nur auf öffentliche Informationen zu (wie dein Name und dein Profilbild) und auf Informationen, die du mit Allen geteilt hast.“ Allerdings mit dem Zusatz: „Hinweis: Die umgehende Personalisierung steht dir noch nicht zur Verfügung.“

Das kann doch nicht wahr sein! Wiederum versucht Facebook zu steuern, wie wir unsere Identität im Netz preisgeben!

Als darf man weiterhin fragen: > Wie sozial sind soziale Netzwerke?

#S21: Die ersten Konturen des Manfred-Rommel-Platzes

Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (I) (deutsch-fanzösisch)- 25. November 2007


Allmählich bekommt der neue Manfred-Rommel-Platz versteckt hinter dem Bahnhof und als Deckel des neuen Stuttgart Tiefhauptbahnhofs seine Konturen: „Über der Bahnhofshalle entsteht ein großer, klar konturierter Platz, der Manfred-Rommel-Platz, der in die Parklandschaft des Schlossgartens integriert ist.“ So steht es auf der Website des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm -aufgerufen am 24.9.2023 – er wird überhaupt nicht integriert sein, sondern nur ein Durchlaufplatz um die Glasaugen herum werden; den Bildern im Bahnhof am Bauzaun nach zu urteilen, möglicherweise sogar gepflastert oder geteert, mit einem Park hat das überhaupt nichts zu tun.

> S21 auf diesem Blog

Und die Kritik am Manfred-Rommel-Platz muss noch viel grundsätzlicher formuliert werden. Es ist ein Platz ohne Funktion, abgesehen davon, wie erwähnt, dass er als Deckel für den Tiefbahnhof herhalten muss. Gut, er liegt zwischen dem Park und dem amputierten Bonatzbau, ein Zeichen dafür, wie die Stuttgarter es mit dem Denkmalschutz halten… ist nicht das oberirdische Gleisvorfeld auch denkmalgeschützt? Und die Überwerfungsbauwerke?

Florian Werner, > Der Stuttgart-Komplex
Stuttgart: Klett-Cotta, 4. Druckaufl., 2023, erschienen am: 24.09.2022, 192 Seiten, gebunden -ISBN: 978-3-608-96584-1

> Lesebericht und Interview: Florian Werner, Der Stuttgart-Komplex. Streifzüge durch die deutsche Gegenwart Aufgezeichnet von Heiner Wittmann

Man hat alle Chancen verpasst. Einen großartigen renovierten Bahnhof im heilen Bonatzbau. Die Reisenden kommen an und könnten von der City auf ebener Erde mit offenen Armen empfangen werden. Sich nicht über die Überwege zwängen, sondern über einen Platz hinüber zur City gehen, da hätte der Manfred-Rommel-Platz hingehört. Natürlich hätte man den Verkehr vor dem Bahnhof vom Arnulf-Klett-Platz – gar kein Platz, sondern eine Straße – verbannen müssen und einen Empfangsplatz dort einrichten müssen. Man führt mit dem Zug in die Stadt hinein und nicht unten durch. Das hätte doch jedem, der die Stadt liebt, einleuchten müssen: So wirbt man doch für diese Stadt mit ihrer tollen Topographie, nein, ein Durchgangsbahnhof mit Gefälle muss es sein, zu eng, zu klein… und das Gleisfeld wird oben erhalten bleiben.

> Genügend Platz im Tiefbahnhof Stuttgart21? – 8. März 2023

Wie schön zum Zug zu gehen, 16 Gleise und fast überall steht ein Zug… man steigt ein… die Fahrt geht los, aber da unten rennt man hin- und her, alle ist zu eng, die Wege werden weiter, so ähnlich wie seit vielen Jahren schon, wenn man rechts oder links je 600 m um den Bahnhof herumlaufen muss, um die Gleise zu erreichen. Mit Stadt- oder Reisekultur hat das nichts zu tun. Es gab sehr wohl Alternativen aber nein, 1997 versteifte man sich darauf, die Gleise abbauen zu wollen, den Bahnhof um 45 Grad zu drehen und zu vergraben. Ingenieure wetteiferten miteinander und es entstand ein beeindruckendes Betongewölbe, dass die Kritiker von S21 verstummen lassen könnte mit technischen Meisterleistungen, die Lichtaugen!

Und es gab ja auch eine Volksbefragung…

> François Hollande: Zum Stuttgarter Bahnhof gab es eine Volksbefragung… 14. Juni 2016.

Wenn da nicht die fehlende Anbindung an die Stadt zu beklagen wäre. Bisher wurde kaum etwas über die Anbindung der umliegenden Stadtquartiere an den neuen Tiefbahnhof bekannt. Ein Architekt könnte sagen, die Häuser sprechen nicht zum Bahnhof, sie haben ihm ja auch nichts zu sagen. Die Ketten als Teilung der Fahrbahnen auf dem Arnulf-Klett-Platz werden auch künftig die Passanten daran hindern die Straße zu überqueren.

Die Touristen kommen durch den Berg im Tunnel dort unten an, steigen aus und staunen über den beeindruckenden Tiefbahnhof, um dann da unten wieder einzusteigen und weiter nach Bratislava zu brausen. Oben bleiben die Stuttgarter unter sich und freuen sich an ihrer Topographie, die dieser Tiefbahnhof so nachhaltig beschädigt, weil er sie ignoriert. Natürlich denke ich an die vielen Jahre mit Roland Ostertag (1931-2018 , der diese Art der Stadtzerstörung nie verstehen konnte:

Heiko Stachel: > Virtueller Rundgang: > Die Ausstellung am Gähkopf von Roland Ostertag.

Stuttgart ist zum Neckartal hin ausgerichtet und wer von da kommt, möchte in der Stadt empfangen werden. Nun kommt er unter dem Manfred-Rommel-Platz an … oder  verschwindet auf der anderen Seiten wieder in einem Tunnel.

Das Stuttgart-Modell von Roland Ostertag – 2. April 2019

Und dann ist der Manfred-Rommel-Platz so etwas wie eine offene Wund in der Stadtlandschaft, weil er immer an den Schwarzen Donnerstag, den 30. September 2010, erinnern wird, als der Schlossgarten von der Polizei so gewaltsam geräumt wurde. Im Gedächtnis der Stadt bleibt eine Narbe zurück und der funktionslose Platz, der der Stadtlandschaft abgerungen wurde, erinnert an die Wunden im Schlossgarten. Das war ja so beeindruckend, der Schlossgarten der vom Rosenstein bis fast in die City reichte… um den Hauptbahnhof herum, war das ein bemerkenswerter Magnet in der Stadt: Noch zwei letzte Blicke in den Schlossgarten – 16. April 2009.

13. Oktober 2023: Stuttgart21 wird nochmal um 0,6 Mrd EUR teurer und auch 2025 nicht ganz fertig?

> Stuttgart 21 verteuert und verzögert sich weiter – DIE ZEIT 13.10.2023

und immer noch versprechen die 21 Gründe – abgerufen am 12.10.2023 -, der „Finanzierungsrahmen liegt bei 4,526 Mrd.“

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