Die Kulturmeile soll in den Tunnel

In Stuttgart gibt es Überlegungen, die
> Konrad-Adenauer-Staße, die auch wegen ihrer Lage als Staße zwischen dem Opernhaus, der Staatsgalerie, dem Museum für Geschichte und der Musikhochschule als > Kulturmeile (Panoramafoto von Josh von Staudach) bezeichnet wird, in einenTunnel unter die Erde zu verbannen, oder neudeutsch zu überdeckeln.

Vielleicht hat man die Straße zwischen Oper und den heutigen Museen auch einfach nur falsch angelegt. Man muß fragen, wieso dort 8 Spuren nebeneinander liegen müssen, von denen 4 Spuren eigentlich nur der Zu- und Abführung des Verkehrs auf die stadtautobahnähnliche Schneise dienen, die heute schon streckenweise überdeckelt ist. Würde man die Untertunnelung rückgängig machen, bräuchte man die Zu- und Abfahrten nicht, würde also den > Stadtraum besser nutzen können: Über die Idee einer Rekonstruktion der Bebauung der > Hauptstätter Straße habe ich auf diesem Blog schon berichtet.

Man braucht die 8 Spuren der Konrad-Adenauer-Straße nicht, denn wenn sie alle gleichzeitg nebeneinander befahren werden, nennt das nicht mehr Verkehr sondern Stau. Je großzügiger Straßen konzipiert werden, umso mehr Verkehr ziehen sie an. Reduziert man den Straßenraum, müssen sich die Verkehrsmöglichkeiten nicht notwendigerweise auch reduzieren. Die aktuelle fatale und richtigerweise überholungsbedürftige Verkehrssituation entsteht durch den großen Raumbedarf für Tunnelauf- und -abfahrten, sowie für die Zubringerspuren.

Statt eine neue Bausünde zu begehen sollte man lieber darüber nachdenken, wie man den Österreichischen Platz von seinem Betonkorsett befreien könnte, das schon deshalb so häßlich ist, weil Fußgänger diesen Platz gar nicht überqueren können.

Die Verbannung der vielen Autos unter die Oberfläche, vielleicht unter eine Rasenfläche, noch viel teurer, als der jüngst vor der Statbibliothek errichtete Rasendeckel, läßt ihnen dort unten freien Lauf, damit sie beim Autauchen aus dem Tunnel gleich wieder in einen vielleicht noch größerem Stau zu stehen kommen. Urbanität hatte schon immer auch etwas mit einer Fortbewegung innerhalb der Stadt und damit von einem zum andern Ort zu tun. Mit dem Kulturmeilen-Tunnel füllt man das Sündenregister früherer Jahrzehnte weiter auf, das das Automobil bevorzugt und ihm eine teure Lösung baut und der Urbanität schadet. Wir müssen unsere Autos gar nicht verstecken, es sei denn, es ginge um die beiden Parkhäuser, in der Nähedes Leonhardsplatz, deren Inhalt sehr wohl unter die Erde gehört, weil das eine Gebäude mit seinem Glastreppenturm zu den häßlichsten auf dem besten Grund der Stadt zählt, und das anderen auch kene Zierde ist.

Man könnte auch in einer Stadt wie Stuttgart aus dem Vorbeifahren an der Kulturmeile ein echtes Erlebnis bester Werbeart machen, anstatt hier die Straße unter die Erde zu legen. Wären wir in einer Stadt wie Ulm, würden die Pläne für die Bebauung der Kulturmeile bereits Gestalt annehmen. Möge doch der Gemeinderat sich vom dem so prächtig gelungenen Ulmer Beispiel der > Neuen Straße – Google Maps bietet noch alte Satellitenfotos an: > Ulm – Die neue Mitte – inspirieren lassen und die beiden getrennten Stadtteile durch Gebäude zu verbinden, anstatt durch einen Tunnelbau zu trennen. Sicher, Handlungsbedarf ist gegeben, die vielen Spuren zischen den Museen und dem Operhaus sind keine Lösung auf Dauer. Ein > Fußgängerüberweg wäre ein erster Anfang. Im übrigen würden private Investoren bestimmt auch in Stuttgart gerne dem Ulmer Modell nacheifern. Das würde das Stadtsäckel schonen.

Aber es stimmt möglicherweise, man muß sich jetzt beeilen, weil jedes Warten, stand am Freitag, 7. September 2007 in der Stuttgarter Zeitung, so denke man wohl im Rathaus, den Tunnelbau, für den z. Zt. 40 Mio. EUR veranschlagt werden, verteuern würde. So ein Argument sticht natürlich. Der neue Abgeordnetetentunnel würde dann auch vielleicht noch viel teurer werden und irgendwann würden sogar Befürworter anfangen zu fragen, ob der Tunnelbau wirklich notwendig ist. Kein Franzose käme auf die Idee, die Champs-Elysées unter die Erde zu legen, um sie besser überqueren zu können. Die Tunnellösung entfernt einen Teil der Urbanität, zu der gerade in einer Autostadt wie Stuttgart auch die Mobilität also auch die Autos gehören.

Was geschieht mit dem freigewordenen Raum über dem Tunnel? Uwe Bogen berichtete gestern über einen neuen Vorschlag: > Rolf Deyhle präsentiert eine neue Idee für die Kulturmeile, Stuttgarter Zeitung , 8. September 2007. (Es sit so schade, daß viel andere Artikel zu diesem Thema in der Stuttgarter Zeitung, die man online lesen möchte, etwas kosten, da kann die Zeitung an der Diskussion gar nicht so richtig teilnehmen…) Aber auch Rolf Eyhle denkt an eine Lösung, die den Verkehr von einer Rekonstruktion oder Neugestaltung der Kulturmeile trennt. Also doch lieber das Ulmer Beispiel nochmal genauer ansehen. Uwe Bogen schreibt übrigens auch: „Wenn der Tunnel unter der Konrad-Adenauer-Straße nicht bis 2012 gebaut wird, darin sind die Verantwortlichen von Stadt und Land einig, werde in den nächsten 20 Jahren nichts mehr daraus.“ Ist diese Aussage ein vernünftiger Grund für den Tunnelbau?

Ein Ausflug mit der Bahn nach Metz

Am Montag bin ich nach Metz gereist, um dort zwei Tage lang die Stadt zu erkunden. Beim ersten Schritt aus dem Bahnhof stand dieser hier folgende Beitrag mir buchstäblich vor Augen. Nachdem ich letzte Woche über den > Arnulf-Klett-Platz in Stuttgart geschrieben habe, kann jetzt der Bahnhofsvorplatz des Bahnhofs in Metz als wunderbares Beispiel einer gelungenen Platzgestaltung dem Straßenplatz vor dem Hauptbahnhof in Stuttgart gegenübergestellt werden. Der Platz in Metz besteht im wesentlichen aus einem Halbkreis, der mit Betonplatten belegt ist. Wie bereits angedeutet, der Reisende kommt beim Heraustreten in der Stadt an, er wird auf einem Platz empfangen und muß sich nicht gleich vor den sich unmittelbar am Bahnhofseingang sich drängelnden Autos in Acht nehmen, oder in die U-Bahn flüchten. Es ist ein Vergnügen in Metz anzukommen: Das meinte ich in meinem letzten Beitrag, wenn es darum geht, das Ankommen in der Stadt zu inszenieren. Was wohl die Reisenden in Stuttgart einst entdecken werden oder zuerst sehen werden, wenn sie die Lichtkuppel verlassen? Ob dann immer noch auf dem Arnulf-Klett-Platz die Autors entlangbrausen werden? Das Wichtigste, wenn man irgendwo erscheint, ist doch immer der erste Eindruck. Und jetzt fällt der Blick nur auf die Absperrkette zwischen den 6 Spuren.Zur Zeit ist in Metz der alljährliche Blumenteppich zu bewundern, weshalb man diesen Platz jetzt nur auf einem Weg durchqueren kann. Die auf den Platz zufahrenden Autos, die aus der Stadt kommen, werden links und rechts am Platz vorbei gelenkt. Nur eine gepflasterete kleine Verbindungsstraße, die für die Fußgänger wie für die dort zugelassenen Busse und Sonderfahrzeuge mit kleinen Stelen gekennzeichnet ist, verbindet die beiden genannten Straßen.

Jetzt hier nochmal der Blick von links nach rechts. Ohne Zweifel verleiht der Blumenteppich, den man auch von einem nachmittags geöffneten Balkon an der Frontseite des Bahnhofs aus bewundern kann, dem Vorplatz ein besonders charmantes Erscheinungsbild. Aber auch ohne die Blumen kann man verstehen, wie gut die Neugestaltung dieses Platzes gelungen ist. Vor dem Bahnhof gabe es bis vor zwei Jahren eine vierspurige Straße, meinte mein Stadtführer. Geht doch, dachte ich mir – Und die vielen Einwände! In Stuttgart gibt es viel mehr Verkehr. Eben weil ja die eigentlich nicht notwendige Straße über den Arnulf-Klett-Platz führt. Und man weiß vor dem Ankommen nie so recht, wo man die Lieben absetzen kann. Wird diese Frage gelöst, sind 40 Prozent des Verkehrs bereits geordnet.

Ein renovierter Kopfbahnhof mit einem top gestalteten Vorplatz wäre die allerbeste Visitenkarte für Stuttgart, um mehr Besucher in die Stadt zu holen. Auch heute wird Stuttgart 21 wieder in der Stuttgarter-Zeitng beschrieben. Aber auch jetzt können bestimmt nicht alle Befürworter ohne Nachgucken erklären, wo denn eines Tage der > Straßburger Platz sein wird. Wird man in 12 Jahren immer noch aus dem Bahnhofseingang unter dem Turm heraustreten und vor dem sechspurigen Arnulf-Klett-Platz stehen? Aber vielleicht ist dann ja noch Geld für einen ampelgeregelten Überweg übrig. Oder Stuttgart entwickelt doch noch eine Platzkultur und kümmert sich weniger um die schnell durchreisenden Fahrgäste, sondern macht sie zu Besuchern, die gerne in unsere Stadt kommen. Ich freue mich auf den nächsten Besuch in Metz mit der Bahn. In Stuttgart wird räumlich gesehen die Anbindung der Bahn an die Stadt entzerrt. Das heißt sie bekommt einen eigenen heute utopisch anmutenden Raum. Utopie als Wort in seiner ursprünglichen Bedeutung, einen Ort, den es eigentlich gar nicht gibt, ein Raum folglich auch ohne Bezug zu seinem Umfeld, weder zum Stadtpark, noch zu S 21 noch zur City, am wenigsten vielleicht zu den Menschen. Die Unterwelt des Straßburger Platzes wird nur sich selber genügen.

Arnulf-Klett-Platz
oder Plätze sind in Stuttgart oft Straßen
oder warum hat Stuttgart keine Platzkultur?

Arnulf-Klett-Platz

Als ich gestern unseren Gast pünktlich am Gleis 14 abholen konnte, und wir dann später auf der Suche nach einem Café den > Arnulf-Klett-Platz auf dem einzigen Fußgängerweg überquerten, wurde uns beiden sofort deutlich, daß dieser Platz nur so heißt, aber in Wirklichkeit eine sechsspurige Straße ist, die den Hauptbahnhof von der Innenstadt trennt.

Arnulf-Klett-Platz

Man kommt in diesem Kopfbahnhof mit dem Zug in der Stadt an, könnte dann den Bahnhofsvorplatz betreten, um dann weiter in die Stadt zu gehen. Dieser Empfang der Besucher unserer Stadt könnte stadtplanerisch wirkungsvoll inszeniert werden, Betonpfosten und Absperrkette wären da nicht die dicken Betonpoller, die Absperrketten und die schnell hin- und herbrausenden Autos. Aber jetzt wird ja demnächst alles besser, wenn der Bahnhof umgebaut wird, meinte unser angereister Gast. Ich habe dann erst einmal erklärt, wo der Straßburger Platz sich künftig über den neuen Beinah-Unterirdischen Bahnhof wölben wird. Stuttgart wird eine Stadt der > Kuppeln werden. Der hier bereits zitierte Prospekt der Bahn läßt de Wölbung des Straßburgher Platzes über dem neuen Bahnhof vorsichtigerweise nur erahnen. Und es entsteht der Verdacht, daß die eingesparte Zeit beim Aus- und Umsteigen im neuen Bahnhof zur Zeitersparnis bezüglich der Tunnelneubauten hinzugerechnet wird, um mit den gewonnenen Minuten Milliardenausgaben zu rechtfertigen.

Arnulf-Klett-Platz

Also statt den Bahnhof zu drehen und einzugraben könnte man auch darüber nachdenken, den heutigen Bahnhof, statt von der Seite her heimlich abzureißen, zeitgemäß zu renovieren, den Platz vor dem Bahnhof wirklich zu einem empfangsbereiten Platz machen. Die Reisenden würden willkommene Gästen der Stadt werden, die in der Stadt ankommen. Tatsächlich kann man die Städte beneiden, in denen Reisende so in der Stadt empfangen werden. Cafés am ersten Platz der Stadt, vielleicht wird die schnöde Fassade des großen Hotelsgegenübe vom Bahnhof geputzt und aufgewertet – , einfach einen wunderbaren urbanen Empfangsbereich bauen. Das wärs doch! Aber man möchte beim Stand der Dinge, daß die Reisenden nach Stuttgart unter der Erde ankommen, nichts von der Stadt sehen und am besten gleich weiterfahren.

Der Umbau des Arnulf-Klett-Platzes zu einem richtigen Patz würde bedeuten, den Autoverkehr von dort zu verbannen – warum muß der eigentlich hier fahren? – oder zumindest auf das absolut notwendige Maß zu verringern. Das hat man auf einem anderen Platz, nämlich dem > Rotebühlplatz, der auch vom Platz zur Straße wird und dann in die Königstraße übergeht, auch geschafft:

Rotebühlplatz

Das ginge nicht? Mit einer geschickten Verkehrsplanung, die den Individualverkehr zum Abholen der Liebsten auf den heutigen > Kurt-Georg-Kiesinger-Platz Kurt-Georg-Kiesinger-Platz (Ein Parkplatz für den Altbundeskanzler?) lenkt – > Bahnverspätungen erfordern oft Wartezeiten – , da helfen auch keine Tunnel und das Abliefern der Liebsten auf der anderen Seite des Hauptbahnhofs ermöglicht, dann würde ein großer Prozentsatz des parkplatzsuchenden Verkehrs auf dem Arnulf-Klett-Platz wegfallen.

S 21 will einen > Stadtteil, eine Art zweites Zentrum der Stadt hinter dem Bahnhof auf den heutigen Gleisanlagen bauen. Künstliche Stadtviertel gehören zu hoher Architekturkunst und müssen zielgerichtet in das bestehende Umfeld eingepaßt werden. Berlin hat auch zwei Zentren und die Einweihung des Neuen Hauptbahnhofs hat eine unglaubliche Vernachlässigung des Viertels um den Bahnhof Zoo zur Folge gehabt. Schon heute fühlt man sich nachts unwohl, wenn man in Stuttgart durch die > Kronprinzstraße geht, die schon heute einen Vorgeschmack auf eine vielleicht künftige Verwahrlosung der alten City geben kann.

Straßburger Platz

In einem Beitrag auf diesem Blog habe ich schon einmal vom > Straßburger Platz gesprochen. Wo der genau ist? Nun der wird im Zusammenhang mit S 21 entstehen und zwar als Dach auf der neuen unterirdischen Bahnhofshalle. Und er wird zwischen dem heutigen Hauptbahnhof und der aktuellen Gleisanlage gebaut werden. Das sieht nicht so recht nach ungestörtem Betriebsablauf während der Bauzeit aus. Die Gleise des Bahnhofs werden um 90 Grad gedrecht, versenkt, „unterirdisch“, heißt es im Prospekt als ein erster Hinweis auf die Höhe des Daches. Und zwischen Schillerstraße und Schloßpark wird dieses Dach aus dem heutigen Bahnhofsbereich rausragen. Ob alle Befürworter dieses Baus dessen künftigen Standort genau beschreiben können? Die Bahn schreibt: „Er (i,.e. der Straßburger Platz, w.) verbindet den Kurt-Georg-Kiesinger-Platz und den Schlossgarten in der einen sowie den Bonatzbau und den neuen Stadtteil in der anderen Richtung.“ Ein Platz, Raum, Dach, Lichtaugenpark oder wie immer man das Gebilde nennen wird, befindet sich gemessen am Straßenniveau 8 Meter – oder mehr? – über der Schillerstraße. Etwas was höher als die unmittelbare Umgebung ist, verbindet im allgemeinen nicht, sondern trennt. Nun Bauwerke können auch als Bindeglied wirken… Es ist eben alles eine Definitionssache. Nur auf der Website, die den Platz anpreist, steht nichts von diesem Höhenunterschied. Man muß ja auch nicht alles erwähnen: Immer hin, die Website der Bahn sagt, es sei „ein ungewöhnlich großer, klar konturierter Platz“.

> Der Straßburger Platz

> Lageplan *.pdf

Max Baecher und sein Vortrag über die Weißenhofsiedlung

Aus Anlaß des 80. Geburtstages der Weißenhofsiedlung hat Professor Max Bächer (1925-2011) am Montag, 23. Juli 2007, auf Einladung des Architekturforums einen Vortrag gehalten. Professor Roland Ostertag begrüßte den Gast. Aus der Ankündigung der Veranstaltung: „Vor genau 80 Jahren, am Samstag, den 23. Juli 1927, wurde die Weißenhof-Siedlung eröffnet. Die historische Bedeutung dieser Siedlung liegt darin, dass sich hier in Stuttgart zum ersten Mal an einem Ort das Neue Bauen als eine weltweite übergreifende Bewegung darstellte. Roland Ostertag bemüht sich seit Jahrzehnten um die Weißenhof-Siedlung und plädiert für die Gründung einer Stiftung und die offizielle Eintragung als Weltkulturerbe. Für Max Bächer gehört der Weißenhof zu seinen dauerhaften Lebenserinnerungen, über die er erzählen wird. Max Bächer, geboren 1925, aufgewachsen in der Marienstraße zwischen

Wilhelmsbau und Silberburg, Notabitur, Soldat, schwer verwundet, ist von 1946 bis heute ein Student der Architektur geblieben. Er arbeitete bei Bodo Rasch und Paul Stohrer, machte sich 1956 selbständig und wurde 1963 Lehrer an der TH Darmstadt. Im offenen Haus von Prof. Hans Hildebrandt, der als Pionier der Moderne 1933 seinen Lehrstuhl an der TH Stuttgart verloren hatte, lernte er Richard Döcker, Alfred Roth, Walter Gropius, Adolf G. Schneck, Max Bill und viele der damaligen Avantgarde, die auch an der Weißenhof-Siedlung beteiligt waren, kennen.“ – Max Bächer holte als Zeitzeugin die Architektin Dorothee Keuerleber auf die Bühne.

Als Einleitung skizzierte Max Baecher eine sehr hörenswerte Einführung in die Architekturgeschichte der Stadt Stuttgart:

Max Bächer spricht über die Weißenhofsiedlung:

und:

   Anläßlich der Frage, ob es schon die versprochene Stiftung zugunsten der Weißenhofsiedlung gibt, gab Max Bächer seine Kritik an Stuttgart 21 zu Protokoll und spielte auf die Unsumme des Projekts und die langen Tunnelfahrten an, die den Reisenden mit diesem Projekt zugemutet werden.

80 Jahre Weißenhof-Siedlung

Am Montag, 23.07.2007, 20.00 Uhr, wird Max Bächer im Stuttgarter Literaturhaus einen Vortrag über die Weissenhof-Siedlung halten.

Veranstaltungsreihe Architektur
Vortrag und Gespräch
Gesprächspartner: Roland Ostertag und Manfred Ulmer

Max Baecher„Vor genau 80 Jahren, am Samstag, den 23. Juli 1927, wurde die Weißenhof-Siedlung eröffnet. Die historische Bedeutung dieser Siedlung liegt darin, dass sich hier in Stuttgart zum ersten Mal an einem Ort das Neue Bauen als eine weltweite übergreifende Bewegung darstellte. Roland Ostertag bemüht sich seit Jahrzehnten um die Weißenhof-Siedlung und plädiert für die Gründung einer Stiftung und die offizielle Eintragung als Weltkulturerbe. Für Max Bächer gehört der Weißenhof zu seinen dauerhaften Lebenserinnerungen, über die er erzählen wird. Max Bächer, geboren 1925, aufgewachsen in der Marienstraße zwischen Wilhelmsbau und Silberburg, Notabitur, Soldat, schwer verwundet, ist von 1946 bis heute ein Student der Architektur geblieben. Er arbeitete bei Bodo Rasch und Paul Stohrer, machte sich 1956 selbständig und wurde 1963 Lehrer an der TH Darmstadt. Im offenen Haus von Prof. Hans Hildebrandt, der als Pionier der Moderne 1933 seinen Lehrstuhl an der TH Stuttgart verloren hatte, lernte er Richard Döcker, Alfred Roth, Walter Gropius, Adolf G. Schneck, Max Bill und viele der damaligen Avantgarde, die auch an der Weißenhof-Siedlung beteiligt waren, kennen.“
Ankündigung vom LiteraturhausIn Zusammenarbeit mit dem Architekturforum Baden-Württemberg

> Literaturhaus Stuttgart
Eintritt frei.

Literaturhaus Stuttgart > Fotoalbum von Heiner Wittmann

Stuttgart soll schöner werden

oder „Warum muß vieles so häßlich sein?“ lautete der Untertitel des Wettbewerbs der Stiftung Architekturforum Baden-Württemberg. Gestern stellte das Preisgericht die Ergenisse des Wettbewerbs in 1. Stock des > Stuttgarter Literaturhauses vor.

Wettbewerb

Der Vorsitzende des Preisgerichts, Professor Roland Ostertag, erläuterte den Wettbewerb, die Annonymität des Verfahrens und die Maßstäbe des Preisgerichts. Zu ihm gehören Petra Bewer, Antiquarin, Peter Grohmann, Kabaretist, Dipl.Ing (FH) Gustav Marohn, Architekt, Dr. Wolfganag Milow, Kulturmanager und Professor Ostertag.

Die Ausstellung der 350 eingereichten Motive ist in der Woche vom 23.-27. Juli jeweils von 16 h 30 bis 20 Uhr im 1. Stock des Stuttgarter Literaturhauses zu besichtigen.

Wettbewerb

1 58 59 60 61 62 65