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Fußgänger und Straßenbahn

19. September 2006 von H. Wittmann

In unserer Partnerstadt Straßburg, beispielsweise auf dem Place de l’Homme de fer wird das Nebeneinander von Fußgängern und Straßenbahn einvernehmlich gelöst. Der Verkehrsraum gehört den Fußgängern, sie bleiben stehen, wenn die Tram freie Fahrt bekommt. Die Bahnsteige sind durch eine minimale Stufe markiert, dies wird durch die sehr niedrigen Einstiegstüren der Bahnen begünstigt.

Wie schon beim (versuchten) Gang über den Wilhelmsplatz gesagt in Stuttgart bestimmen die hohen Einstiegstüren der Straßenbahnen die Anordnung und die Trennung der Verkehrsräume. Die Folgen sind fatal. Es wird nie auf Plätzen, wo solche Straßenbahnen fahren, eine Platzkultur der Begegnung entstehen können. Fußgänger müssen vor diesen gefährlichen Bahnen immer durch allerlei Mobilar in sicherer Distanz gehalten werden.

Oder sie müssen erst vor dem Einsteigen erst auf den Bahnsteig hinaufsteigen. Die Neugestaltung des Daimlerplatzes erforderte wegen der aufwendigen Einsteigestation die Steuerung des Straßenverkehrs um den Platz mittels vier ampelgesteuerten Überwegen.

4 Kommentare zu “Fußgänger und Straßenbahn”

  1. Daniel
    25. September 2006 20:15
    1

    Man sollte auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. In Straßburg gibt es überhaupt keine Ubahn, darum auch die Niederflurwagen. Sie werden keine Stadt finden in der Ubahn und Niederflurwagen verbunden sind! Und ich bin übrigens froh, dass Stuttgart eine Ubahn hat. Die mit Straßenbahnen verseuchte Fußgängerzone von Karlsruhe ist nur ein Grund. Trotzdem stimme ich zu, dass man manchmal auch das ein oder andere Gitter sparen könnte. Allerdings hat auch das Vorteile => kürzere Fahrzeiten, weil die Bahn nicht ständig wegen Fußgängern halten muss, wie ich das auch aus Karlsruhe kenne.

  2. H. Wittmann
    25. September 2006 23:16
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    Die Qualität von Äpfeln und Birnen kann man durchaus miteinander vergleichen. Es ist unbestreitbar, daß der Verkehr in der Nähe der wuchtigen Haltstellen, sich dem Lauf der großen Straßenbahnen mit oft fatalen Folgen nun mal unterzuordnen hat. Das ist so. Das wird man nicht ändern können, aber bedauern kann man das eben doch schon mal. Gucken Sie sich die langen Ein- und Ausfahrten der U-Bahn an, wo sie zum Beispiel in der Elsässerstraße wieder zur Straßenbahn wird. Da gibt es eigentlich keine Straße mehr, weil alles nur aus Mauern und Schienen besteht. Es ist nun mal so, aber man kann das trozdem nicht als genial gelöst verstehen. Die Stadtkultur, die Begegnung der Menschen in öffentlichen Räumen in Straßburg ist nun mal anders organisiert als hier bei uns.

  3. Westler
    27. September 2006 09:32
    3

    Der natürliche Feind – leider – sowohl von Fußgängern und Straßenbahnnutzern ist derzeit das Auto.
    Stuttgart hat trotz sehr schöner Voraussetzungen dem Abgas und dem Blech den roten Teppich ausgelegt und brutale Schneisen durch die Stadt geschlagen.

    Und die U-Bahn folgt entsprechend der gleichen Logik: Trennen und Abtrennen.

    Im letzten Kommunalwahlkampf gab es den Vorschlag, wieder wie z.B. in Straßburg Straßenbahnen einzusetzen. Dieser Vorschlag hätte eine Chance verdient.

  4. Daniel
    28. September 2006 23:24
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    Man kann doch nicht im Ernst behaupten, dass das Personenaufkommen im öffentlichen Nahverkehr in Stuttgart ohne eine U-Bahn zu bewältigen wäre. Fände es aber schon witzig, wenn vor dem auch von H.Wittmann als Schützenswert geachteten Königsbau Straßenbahnen durchflitzen würden. Und wie toll das bei der WM funktioniert hätte… da hätte man endlich wirklich tolle Begegnungen mit der Bahn gehabt. Ehrlich gesagt bin ich froh wenn ich der Bahn nicht begegnen muss! Ich empfehle Ihnen einen Besuch in Karlsruhe. Gehen Sie einmal über die Kaiserstr. den Marktplatz,… . Ich wette mit Ihnen Sie sind genug Bahnen begegnet! Das Stuttgart leider von vielen Straßen durchzogen und durchtrennt wird ist wohl richitg. Das ist aber auch wieder ein anderes Thema und man ist bemüht dem Problem Abhilfe zu schaffen. Allerdings ist es mir persönlich lieber geschwind über eine Brücke zu gehen, als an nirgendwelche Fußgängerampeln zu stehen.

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