Bei Nacht und Nebel wird mit S 21 begonnen?

Was ist das?

Heute abend auf dem Nachhauseweg kam ich an vielen großen Betonblöcken vorbei. Sauber aufgereicht lagen die da mitten auf der Straße. Vielleicht muß hier die Kanalisation grundlegend und tiefgehend erneuert werden? Vielleicht wird hier etwas zur Verkehrsberuhigung gebaut? Oder eine neue Staffel? Also mal um die Betonblöcke herumgehen? Vielleicht doch schon heimliche Vorarbeiten bei Nacht und Nebel für S 21, um einen Duchgangsbahnhof zu bauen? Auf der Betonverpackung steht ja auch schon vorsorglich Railbeton:

Eine kleine Ortsbegehung läßt keinen Zweifel am Bauvorhaben. Vorbilder gibt es schon in der ganzen Stadt wie die Haltestation Russische Kirche.

 

Es geht beim neuen Eugensplatz nicht darum, ob Hochbahnsteige für die großen Bahnen sinnvoll sind oder nicht, es geht hier nur darum, daß wieder einmal feste zubetoniert wird – und mit welchem Aufwand. Früher konnte man beim Eiscafé, dem besten in der Stadt die Abendportion Eis -manchmal gar auch mit Sahne – holen und dann zur Aussicht rüber schlendern. Ist demnächst auch hier Beton im Weg?
 

Früher als man hier noch auf das Bähnchen warten konnte…

 

und das dann auch zu ebener Erde kam, ach das waren noch Zeiten.

 

Da war die Welt noch in Ordnung. Und so wird der Stuttgart-Fotos-Blog zum Erinnerungsfotoblog. So ist das eben.

Nachverdichtung in Stuttgart

In vielen Städten wird immer wieder gebaut, aber in wenigen Städten wird so rücksichtlos nachverdichtet wie in Stuttgart, das wegen seiner Kessellage nur über sehr knappen Baugrund verfügt. Der Zugereiste kann nur staunen, wie hier die wertvollen grünen Hänge systematisch zubetoniert werden. Und wie eng der Abstand zwischen den Häusern ist. Unter anderen Umständen hätte jeder Anwalt für Baurecht alle Hände voll zu tun, um den Bauherrn etwas über die geringen Abstände zu erzählen. Hier gibt es aber wohl Gründe, die es zulassen, daß die Häuser so enge zusammenstehen dürfen und immer wieder die raren Teile der Grünflächen in Hanglage verschwinden. Die HHL-Lage ist eben heiß begehrt. Gucken wir mal auf der Hasenbergsteige nach. Zuerst wird ein Bauschild aufgestellt:

Ungefähr zwei Monate später ist der Hang weg. Ein offener Tagebaubetrieb ist eingerichtet worden:
 

Natürlich kommt hier offenkundig eine genügend große Tiefgarage hin. Und das Haus darüber wird möglicherweise entprechend hoch werden. Und was sagen die unmittelbaren Anwohner? Also möglicherweise die Mieter?

Das ist also die Stuttgarter Nachverdichtung. Werden alle Hänge systematisch so zugebaut, dar man sich schon einige Fragen bezüglich des Stadtklimas stellen.

Vielleicht haben die neuen Eigentümer auch nie vorher mit den künftigen Nachbarn gesprochen? Und die haben möglicherweise auch von der Baugehmigung erst erfahren, als die Bagger mit der Nachverdichtung begannen. Jedenfalls hängt der Protest sichtbar gegenüber der Baustelle.

 

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