Lesung in Stuttgart:
Jasmin Ramadan, Das Schwein unter den Fischen

Montag, 5.03, 20:00

Jasmin Ramadan las in Wurst&Fleisch, Rotebühlplatz 9, 70178 Stuttgart aus ihrem gerade erschienenem Band > Das Schwein unter den Fischen Es geht um die mehr oder weniger herzlichen Familienbande. Man wird dort hineingeboren und kann sich die Mitglieder nun wirklich nicht aussuchen. Ramadan führt das ganze Personal vor, eine Tante, nicht nur seltsam auch exaltiert und dazu liebestoll, die Stiefmutter mag bauchtanzen, der Vater kann von seinen Mentholzigaretten einfach nicht lassen, und die Katze frisst Zwiebelmett und schnurrt danach nicht mehr und auch nicht wieder.

Und Stine? Sie versucht sich mit allen zu arrangieren. Immerhin ihr Vater Reiner Fehrmann schafft es nach dem Tod seiner geizigen Mutter sich einen eigenen Imbiss aufzubauen. Und das Zwiebelmett wird sein Hit. Ramona, Tochter einer Tankstellenpächters , wird sein große Liebe. Stines Mutter hatte sich sich nach ihrer Geburt verzupft. Für den Imbiss fühlt Stine sich zu klug. Wie entkommt man der Familienbande? – Nach dem grandiosen Start, den Birgit Querengäßer im November im Wurst&Fleisch hingelegt hat, führt Jasmin Ramadan diese junge Tradition nun fort. Dieses Mal inklusive Mettwurstbrötchen!

Jasmin Ramadan (* 1974) kommt aus Hamburg. Ihre Mutter ist Deutsche, ihr Vater Ägypter. Sie studierte Germanistik und Philosophie. 2009 gelang ihr mit dem Debüt »Soul Kitchen« zum gleichnamigen Kino-Hit von Fatih Akin ein Überraschungserfolg. Für ihren neuen Roman »Das Schwein unter den Fischen« erhielt sie den Hamburger Förderpreis für Literatur.

> www.jasminramadan.de

> Das Schwein unter den Fischen
Klett-Cotta, Roman
1. Aufl. 2012, 272 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-608-50120-9

Lesung in Stuttgart:
Christian Tsiolkas, Nur eine Ohrfeige

Am Dienstag, 6. März 2012 um 20 Uhr liest Christos Tsiolkas im Literaturhaus Stuttgart aus seinem Buch >Nur eine Ohrfeige, das gerade bei Klett-Cotta erschienen ist. Renate Brosch (Neuere Englische Literatur, Universität Stuttgart) moderiert den Abend. Der deutsche Text wird gelesen von der Schauspielerin Stela M. Katic.

Aufgezeichnet am Tag nach der Lesung:

Es ist ein heißer Sommertag. Im Garten wird das Barbecue für eine Fete aufgebaut, Freunde und die Familie treffen ein. Ein perfektes Fest bahnt sich. Im Getümmel verliert Harry auf einmal die Beherrschung und verpasst dem dreijährigen Hugo eine Ohrfeige. Klebt ihm eine. Und für alle, die dabei zusahen, hat dieser Vorfall weitreichende Folgen. Eine Ohrfeige, eine ausgerutschte Hand, zunächst ein eher beiläufiges Ereignis, das die Beteiligten gerne vergessen möchten, das aber die betroffenen Eltern ganz und gar nicht ungeschehen machen möchten, entwickelt sich zu einer packenden Erzählung über Liebe, Sex und die so unterschiedlichen Auffassungen von Ehe, Erziehung und Freundschaft. Nach und nach müssen die Partygäste ihr Familienleben, ihre Erwartungen, Überzeugungen und Wünsche hinterfragen. Christian Tsiolkas kann sich subtil in das Erleben aller Beteiligten hineinversetzen und hat einen großen Gesellschaftsroman – einen Roman über die moderne Familie geschrieben.

Eine einfache Ohrfeige, eine Tat, die alles auf den Kopf stellt. Monatelang auf den Bestsellerlisten in Großbritannien und Australien und ausgezeichnet mit dem »Commonwealth Writers’ Prize«. Auch nominiert für den »Man Booker Prize« und verfilmt als Fernsehserie

»Tsiolkas lese ich zur Zeit und bin begeistert; ein tolles, vielschichtiges Buch, das – wenn die Marktmechanismen nicht völlig aus dem Ruder laufen – auf die Bestsellerliste kommen MUSS.« Martin Gaiser, Buchhandlung Gondrom, Ulm

»“Nur eine Ohrfeige“ ist wirklich ein Wahnsinnsroman, den ich atemlos verschlungen habe. Man taucht von der ersten Seite ein in die Handlung und ihre Figuren und möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen, wirklich vergleichbar mit J. Franzen, nur mit viel sympathischeren Figuren. Das wird auf jeden Fall ein Bestseller! Man ist ein wenig wehmütig am Ende, könnte immer weiter lesen.« – Gisela Krentzlin, Buchhandlung Decius, Hannover

Karten erhalten Sie an der Abendkasse ab 19 Uhr. > Literaturhaus Stuttgart

Christian Tsiolkas
> Nur eine Ohrfeige
Roman, aus dem Englischen von Nicolai von Schweder-Schreiner (Orig.: The Slap)
2. Aufl. 2012, 510 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-93902-6

Waren Sie schon mal im Stuttgarter Literaturhaus?
Nein? Dann ist dieser Abend eine gute Gelegenheit.

Stuttgart: Jean-Paul Sartre, Das Spiel ist aus

Im Schauspielhaus Stuttgart, Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart, wird zwischen dem 2.03.2012 und 30.03.2012 Das Spiel ist aus von Jean-Paul Sartre aufgeführt.

„Das Spiel ist aus“ erzählt von einer tragischen Liebesgeschichte und ist ein faszinierendes Gedankenspiel: Pierre, ein junger Revolutionär, wird von einem Polizeispitzel ermordet. Zur gleichen Zeit wird Eve, Gattin eines hohen Polizeibeamten, von ihrem Mann vergiftet. Erst im Totenreich lernen Pierre und Eve sich kennen – und verlieben sich ineinander. Eine Verordnung – Artikel 86, sie beiden waren für einander vorgesehen – erlaubt es ihnen, noch einmal an die Oberfläche zurückzukehren, eine zweite Chance, von der wir immer träumen. Man werde die Zeit einfach anhalten, an dem Zeitpunkt, als beide vom Tod überrascht wurden. Keiner werde sie für Phantome halten, wird Ihnen von der alten Dame am Eingang zum Totenreich versprochen. Und sie müssen sich innerhalb von 24 Stunden als Liebespaar finden. Funktioniert das nicht, kehren sie in das Reich der Toten zurück. Aber oben bei den Lebenden sind beide so sehr in ihre Umgebung eingebunden, dass Pierre nicht über seinen Schatten springen kann und im entscheidenden Moment doch zu seinen Mitverschwörern hält – halten muss: „Ich kann einfach nicht anders,“ sagt Pierre.

In Stuttgart: > Jean-Paul Sartre, Das Spiel ist aus

Schuspielhaus, Stuttgart: Sartre, Das Spiel ist aus

> Gespräch zwischen dem Dramaturgen Christian Holtzhauer und dem Regisseur Sebastian Baumgarten


Das Spiel ist aus
Auf dem Bild: Boris Koneczny, Rainer Philippi, Bijan Zamani, Florian von Manteuffel, Michel Brandt, Katharina Ortmayr, Matthias Kelle, Till Wonka
Foto: Matthias Dreher

H. Wittmann: > Sartre und die Kunst

Roller Derby:
Schweden gewinnt mit 115 : 98 gegen Stuttgart

Die Scharrena in Stuttgart-Bad Cannstatt war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Die Stuttgart Valley Rollergirlz traten gegen die Stockholm Roller Derby Girls an. Schnell führt die Stockholmer. Nach der Halbzeit wechselte die Führung immer wieder zwischen den Stockholmerinnen und den Heimspielerinnen. Dann aber ging es ins Finale und die Stockholm Roller Derby Girls siegten mit 17 Punkten Vorsprung. Das Anfeuern der Fans auf den Rängen waren noch lauter als Geschwindigkeit auf dem Hallenboden. So ein irrer Auftritt. Ende April gibt es den nächsten Wettbewerb in der Scharrena. – Der Film zum Ereignis folgt morgen.

> Stockholm Roller Derby Girls
> Stuttgart Valley Rollergirlz

Die Stadt als sinnliche Erfahrung: The Sensual City
Vortrag: Jacques Ferrier (Paris)

Di, 07. Februar 2012 19:30 – Stadtbibliothek, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart

Das Konzept The Sensual City reagiert auf die große Herausforderung des ungebremstenn Wachstums der Städte. Die Stadtplanung muss auf die Tatsache reagieren, weil schon bald die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten und Megacities leben wird.

The Sensual City geht über eine bloße Reduzierung des Energie- und Materialverbrauchs hinaus. Wir brauchen, so die feste Überzeugung, eine neue urbane Welt, die an das ursprüngliche Versprechen der Stadt anknüpft. Die Freude an einem kooperativen Zusammenleben ist möglich, wenn die Strukturen sich organisch aus der Natur, dem Klima und der jeweiligen Kultur entwickeln können. Neue Hybridisierungen von Stadt und Land können unsere Stadtlandschaften radikal verändern.

In französischer Sprache mit Übersetzungshilfe. Auf Einladung von Prof. Dr.-Ing. Franz Pesch.

Die Veranstaltung wird von der DVA-Stiftung gefördert.

Wird die Bundesbahndirektion in Stuttgart vollständig abgebrochen?

Es wäre soviel einfacher, sich jetzt endlich mal auf den neuen Bahnhof freuen zu können, wenn die Perspektiven sich dafür endlich klar und eindeutig abzeichnen würden. Wäre es denn wirklich von Nachteil, wenn die Bahn zu den vermuteten Kostensteigerungen für das Gesamt-Projekt stehen würde? Es wird teurer als geplant, das ist ja nicht verwerflich, das ist immer so. Aber warum zieren sich die Beteiligten so, die Karten auf den Tisch zu legen? Offenheit sticht immer. Und der Filderbahnhof? Schade, dass noch nicht klar ist, wohin die Züge fahren werden, wenn sie den neuen HBF in Richtung Fildern verlassen haben.

Jedesmal, wenn es ein bisschen mit dem Projekt weitergeht, kommen unangenehme Nachrichten: Nach der Schlichtung wird die Menge des zu entnehmenden Grundwassers verdoppelt, nach dem Beginn der Abrissarbeiten am Südflügel, wird diese Grundwassermenge nochmal erhöht: Jetzt sollen es 8 oder 9 Millionen l sein, die zugunsten des Baustelle abgepumpt werden müssen. Die Bahn ist sich sicher, > dass die Mineralquellen dabei sicher geschützt sind.

Zur > Grundwasserabsenkung – Dr. Volker Kefer
am 25. Oktober 2010

Jetzt steht dem Fällen der Bäume im Schlossgarten wohl nichts mehr im Wege. Nun wird bekannt, dass die Bahn die frühere > Bundesbahn-Direktion – Stuttgarter-Zeitung, 4.2.2012) ganz abreißen will. Wie war noch der Stand vom August 2008? „Bundesbahndirektion, das Direktionsgebäude der Königlich Württembergischen Staatseisenbahn von 1911/13, Kulturdenkmal gemäß Paragraf 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSCHG). Von der letzten noch vorhandenen spätwilhelminischen vierflügeligen Repräsentationsarchitektur soll nur die Fassade mit ihrem spätbarocken beziehungsweise spätklassizistischen Fassadenschmuck und das Treppenhaus bestehen bleiben.“ in: Denkmalschutz und Stuttgart 21 > Was ist die Stuttgarter Denkart? – Stuttgarter-Zeitung, 15.08.2008. Sind Sie mal durch dieses Gebäude gegangen? Stuttgart hat schon viele Gebäude abgerissen. Das > Schocken-Kaufhaus, die Ruine des alten Rathauses und das > Steinhaus Jedesmal verschwindet ein Teil der Seele dieser Stadt ein bisschen mehr. Denkmalschutzauflagen kommen manchem Bauherrn teuer. Nur die Umgehung und die Nichtbeachtung des Denkmalschutzes erlauben Einsparungen, die jedem anderen betroffenen Häuslebauer auch im Schwabenland nie zugestanden werden würden.

Ein Blick auf die Projektwebsite. Der Zeitplan (aufgerufen am 6.2.12012) gibt unter ab 6. Janaur 2012 an: > Baumaßnahmen verrät: „Teilweiser Rückbau der ehemaligen Bahndirektion an der Heilbronner Straße.“ Da war wohl die Aufregung umsonst. Das denkmalgeschützte Gebäude wird von hinten angenagt, aber bleibt in seiner vorderen Substanz mit den imposanten Treppenaufgängen dann wohl doch bestehen.

> Ehemalige Bahndirektion Stuttgart. Harte Kritik an Abrissplänen
Hildegund Oßwald, Stuttgarter-Zeitung, 08.02.2012

Hat Facebook eine Zukunft?

Läutet Facebook mit der Timeline für alle Teilnehmer an diesem sozialen Netzwerk sein eigenes Ende ein? Die Vorgaben und die Zwänge, die Facebook seinen Teilnehmern auferlegt, werden immer vielfältiger und zwingender. Datenschutz entwickelt sich bei Facebook zum Datensammeln zugunsten von Facebook, dabei wird den Teilnehmern das Wissen um die Bedeutung und die Schutzwürdigkeit persönlicher Daten abgewöhnt. Jede Minute, die die Teilnehmer an diesem Netzwerk auf der Website von FB verbringen bezahlen sie in der harten Währung „Aufmerksamkeit“ an FB, die diese Summen zu seinen Gunsten „wäscht“. Sicher, ein kleiner Vorteil in Form von Kontakten bleibt für die Teilnehmer übrig, besonders, dannn sie auf FB mehr Kontakte und Freunde als im realen Leben haben, pardon verwalten. Aber auch dann hat der Inhalt der Bildschirmseite, die sie betrachten, immer mindesten einen Anteil von 60-80 % Informationen in Form subtiler Werbung, die als Infos getarnt daherkommt, aber der man unwillkürlich auch wieder Aufmerksamkeit schenkt.

> Was Facebook-Nutzer über die neue Timeline wissen müssen – Süddeutsche Zeitung

> Wie sozial sind soziale Netzwerke?

> Über Facebook

> Schwerpunkt: Soziale Netzwerke – WDR

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