Stuttgart 1:1000

Wie kann man die Chancen und Probleme der Stadt Stuttgart am besten verstehen? Aus der Vogelschau. Dann wird die Lage der Stadtteile zueinander deutlich, dann sieht man, wie die Hauptstätter Straße die Stadt teilt, oder nach einer > Reparatur nicht mehr teilt, dann versteht man, warum die Devise am neuen Gerber-Viertel „Stuttgart wächst zusammen“ einfach falsch ist, weil die > Paulinenbrücke als Fremdkörper stehen bleibt und weiterhin einen Stadtteil zugunsten der Autos und nichts anderem trennen wird. Man kann innerhalb der Stadtviertel die Sichtachsen erkennen, und wie die Stadt auf ihre einzige echte Frischluftschneise hin topographisch geöffnet ist. Und wenn Professor Ostertag den Aufbau dieses Modells und damit der Stadt in ihren Grundstrukturen erklärt, vermittelt er einen beeindruckenden Einblick in Stadtplanung. Außerdem hat er in seiner Ausstellung am Gähkopf 3 seine Arbeiten zu Stadtplanung der letzten Jahrzehnte dokumentiert. So viele Anregungen zur Rückbesinnung auf verpasste großartige Chancen der Stadt Stuttgart gibt an keinem anderen Ort in Stuttgart. Und auf dem Büchertisch am Eingang seiner Ausstellung liegen die Bücher, mit der sein Engagement für die Stadt: > Zeichen der Erinnerung und die mittlerweile gerettete Lusthaus-Ruine dokumentiert.

> Stuttgart woher- wohin
Ausstellung zur Stadtentwicklung im > Gähkopf 3:
Sa. 11 bis 15 h u. n. Vb.: > Auskunft.

Die Kronprinzstrasse in Stuttgart

Bevor die Stadt ihre Zustimmung für neue Einkaufszentren gab, hätte man erst die dringendsten Hausaufgaben erledigen müssen. Die > Kronprinzstrasse zwischen der schonen Calwer Strasse und der Konigsstraße ist fürwahr kein einladendes Einkaufparadies sondern nur eine lästige Durchgangsstraße. Man kommt dort nur hin, um sie zu überqueren. Die Einkaufszentren, die an beiden Ende der Straße ein paar Kilometer entfernt entstehen, werden vielleicht noch mehr dazubeitragen, dass diese Innenstadtstraße immer mehr zur bloßen Rückfassade der beide parallel verlaufenden Einkaufsstraßen degeneriert. Außer den Wünschen der Investoren gibt es keine sinnvollen Argumente für die Einrichtung von Einkaufszentren in einer Stadt. Oder doch?

Uneben ist die Kronprinzstrasse auch, unschönes Stadtmobilar schmückt sie auch. Hier muss dringend aufgeräumt werden. Cafés, Restaurants, in der Mitte eine Grünfläche, Geschäfte, eine Flaniermeile um jetzt schnell noch die Käufer zu binden, die demnächst mit dem Auto in die neuen Einkaufszentren fahren.

> Neue Einkaufszentren in Stuttgart oder wie entwickelt sich die Innenstadt?

So viel Grundwasser

Erst sollten 3,2 Milliarden Liter Grundwasser abgepumpt werden, seit letztem Mai sollen es 6,8 Milliarden Liter werden – ein Würfel mit einer Kantenlänge von 10 cm fasst einen Liter – und nun soll ein weiteres Drittel oben draufkommen, so meldet es am 13.1.2012 die Stuttgarter Zeitung. Und für ein weiteres Grundwassermanagementgebäude muss jetzt Platz geschaffen werden. Kann das die Vorfreude auf den neuen Bahnhof dämpfen? Immer wenn ein kleiner Erfolg seitens der Bahn errungen wurde, wie die Schlichtung oder die friedfertige Absperrung des Bauplatzes, verkündet die Bahn neue kostentreibende Erkenntnisse. Etwas seltsam ist das schon. Aber die versprochene gute Planung wird das richten. Wenn die Züge wissen, wie sie vom Bahnhof wo auf die Fildern rollen können, und wenn die letzten 1000 abzupumpenden Liter bekannt sind, dann könnte die Bahn sich endlich wieder auf ihre Baustelle konzentrieren. Dann steigt auch die Vorfreude auf das Projekt. Teurer wird das ohnehin. Das ist ja nicht schlimm und bei allen Bauprojekten völlig normal und niemandem vorzuwerfen. Konzentrieren wir uns auf die Vorteile des Projektes. Jedes Projekt hat Nachteile, die sind intensiv diskutiert und abgewogen worden. Die Bahn sollte aber jetzt ihre Berechnungen offenlegen, dann wäre ein wesentlicher Streitpunkt geklärt. Salamitaktik kommt nicht gut, Transparenz! Ist das wahr, wie die > Stuttgarter Zeitung berichtet, dass, die Bahn sich zu den neuen Antragsunterlagen wegen des Grundwassers nicht äußern möchte? Warum ist das vertraulich oder geheim?

Skandale, Fotos, die Medien und die Politik

Es ist geradezu erstaunlich, dass viele unserer Medien immer sofort das richtige Bild zur aktuellen Meldung präsentieren können. Gerät der Bundespräsident, die Bundeskanzlerin oder jeder andere Politiker in Schwierigkeiten wird die Meldung in vielen Medien, besonders online und oft auf der Website eines bekannten Hamburger Magazins, sofort durch das entsprechende passende Foto begleitet. Hat die Hauptperson der Meldung politische oder private Schwierigkeiten, so scheint das Begleitfoto genau in dem Moment aufgenommen zu sein, in dem auch der Vorgang, über den die Meldung entstand, sich abgespielt hat (Manchmal wird aber auch ganz seriös das > Datum des Fotos angegeben.): Herunterhängende Mundwinkel, ein etwas mürrisches Gesicht, ein vom Fotografen abgewendeter Blick, > Fast-Umarmungen, > zerknirschte Miene, > ein blasses Gesicht (Hier passt das Bild zeitlich zum Ereignis: gleiche Krawatte?), > schlechte Karten, > hinter dem Rücken über andere sprechen, ein fröhlicher Gesichtsausdruck, kurzum, das Begleitfoto übernimmt oft mehr als die Hälfte der Botschaft, die der Artikel, in dem sie berichtet wird, übermitteln will oder kann. Und genau in diesem Verhältnis liegt die manipulative Versuchung. Ohne das Foto muss der Leser sich mehr Gedanken machen, er muss abwägen, woanders nachlesen, um sich ein Bild zu machen. Ist ein Begleitfoto als Aufhänger für den Artikel vorhanden, wird die Interpretation oft vorgegeben. Manchmal enthält der Artikel dann noch einen versteckten Hinweis darauf, es könnte auch anders sein… Aber der durch das Bild intendierte Versuch, die Meinung zu beeinflussen ist dann schon beim Leser mehr oder weniger erfolgreich verankert. Nichts gegen Fotos. Sie können und sollen auch ein Beitrag guter Bildjournalisten für die Aufbereitung und Übermittlung einer Nachricht sein. Nur darf man nicht vergessen, dass zuweilen Archivbilder die Intention des Autors und eben nicht die Meldung selbst illustrieren.

Trojaner, Viren und der Ärger mit dem PC

Am 23.12. meldete das Sicherheitsprogramm einen Trojaner, einer von der ganz üblen Sorte. War auch nicht ganz zu eliminieren. Also, die übliche Datensicherung wiederholt. Rechner neu installiert, aber der ein oder andere Treiber war nicht zu finden, und die Festplatte mochte bei der Neuinstallation auch nicht so recht, manchmal ein blauer Bildschirm, Datensegmente weg, das sah gar nicht gut aus. Wieder wie > zwischen den Tagen 2009 ein Fall für > notebook4all (Hauptstr. 91, 70563 Stuttgart-Vaihingen). Dort hat man die feine Angewohnheit, einmal auf den Laptop zu gucken: „Hm, dies oder jenes wird es sein. Morgen können Sie ihn wieder abholen.“ Jetzt sitze ich wieder vor dem neu installierten Laptop. Mein Tipp für schnelle und gründliche Hilfe: > notebook4all.

Weihnachten

Was schenkt man wem? Jedes Jahr die Erinnerung an die guten Vorsätzen. Die Pakete müssen vor dem 10. auf der Post sein. Dann gibt es keine vorweihnachtliche Hektik. Das hat dieses Jahr gut geklappt. Gestern war auch das letzte Weihnachts-geschenk gekauft. Und dann endlich mal ein Bummel über den Weihnachtsmarkt. Sozusagen zum Einstimmen:


Die letzten Einkäufer werden vor den Bücherregalen stehen. Und unentschlossen unter Zeitdruck die Regale mustern. Da habe ich was für Sie. Zum Ausdrucken:

| Bücher über die Geschichte | Literatur | Bücher mit einem Bezug zu Frankreich |

Und dann kann Weihnachten kommen:

“Stadtentwicklung und Integration Jugendlicher”
Podiumsdiskussion in Ludwigsburg am 16. 12. 2011

Das Deutsch-französische Institut in DFI in Ludwigsburg lädt zu einer Podiumsdiskussion am 16. 12. 2011:
„Stadtentwicklung und Integration Jugendlicher“ –

Die kulturelle und wirtschaftliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland und in Frankreich ist eine zentrale Aufgaben. Beide Länder sind zur Sicherung ihrer langfristigen Zukunftschancen darauf angewiesen, eine bessere Teilhabe vor allem der jungen Generationen aus Zuwandererfamilien zu sichernn. Der kommunalen Ebene kommt dabei in beiden Ländern eine herausragende Bedeutung zu. Sie muss die jeweilige Integrationspolitik umgesetzen

Aus Anlass der Veröffentlichung einer vergleichenden Untersuchung des Deutsch-Französischen Instituts und der Wüstenrot Stiftung diskutieren Fachleute aus Wissenschaft und Praxis.

Datum: 16. Dezember 2011
Zeit: 18:30 Uhr
Ort: > Deutsch-Französisches Institut Ludwigsburg, Asperger Straße 34, 71634 Ludwigsburg

> Einladung.pdf

Zeichen der Erinnerung: Die Gedenkstunde am 1. Dezember 2011

Am 1. Dezember fand an der Gedenkstätte > Zeichen der Erinnerung in Stuttgart eine Gedenkstunde statt. Der > Film ist fertig.


Unter den Rednern waren Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster und der Schüler Jonathan Winkler.

Gedenkfeier

„70 Jahre Deportation“ am Donnerstag, 1. Dezember 2011,

Anna Stojanik, (Schülerin) Klarinette
Begrüßung durch Professor Roland Ostertag (Zeichen der Erinnerung)
Generalkonsul Tibor Shalev Schlosser, Israel (aus München)
Grußwort des stv. Ministerpräsidenten und Ministers Dr. Nils Schmid MdL
Grußwort Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster
Schreiben von Hannelore Marx, New York –
verlesen von Heinz Högerle / Barbara Staudacher
Evangelischer Vorstand und Sprecher der GCJZ,
Bürgermeister Dr. Martin Schairer

JAZ und Band (Sprechgesang mit instrumentaler Begleitung)

Barbara Traub M.A., IRGW
Jonathan Winkler (Schüler) Redebeitrag
Landesrabbiner Netanel Wurmser / Gebet „El Male Rachamin“

Einige Beiträge sind leicht gekürzt:

Generalkonsul Tibor Shalev Schlosser, Israel (aus München). Starten Sie den Film mit einem Klick auf das weiße Dreieck.


Gedenkstätte > Zeichen der Erinnerung in Stuttgart

Gedenkstätte > Zeichen der Erinnerung in Stuttgart

Engagierte Architektur – Bauen zur Veränderung der Gesellschaft

Winfried Nerdinger
Veranstaltungsreihe: Architektur
Vortrag und Gespräch
Moderation: Roland Ostertag
Ort: Literaturhaus Zeit: Donnerstag, 08.12.11, 20.00 Uhr

Aus dem Programm: „Während das Thema »l’art engagé« bei bildenden Künstlern und Literaten ganz geläufig ist, finden sich nur relativ wenige Beispiele für Architekten, die nicht nur Umwelt und Wohnform der Menschen verbessern, sondern mit ihren Manifesten und Bauten auch eine Veränderung gesellschaftlicher Lebensformen bewirken wollen. Vorgestellt werden das gesellschafts- und wirtschaftspolitische Engagement von Architekten und Theoretikern wie Robert Owen, Charles Fourier, Ebenezer Howard, Bruno Taut, Frank Lloyd Wright oder Frei Otto sowie die Versuche zur Erziehung eines neuen Menschen in Kommunehäusern und Bandstädten. Der Blick auf Bemühungen zur Verbesserung oder Veränderung der Gesellschaft kann und soll die gegenwärtigen Diskussionen um die Bedeutung der gebauten Umwelt für die Gesellschaft unterstützen und historisch vertiefen. Prof. Nerdinger lehrt an der Technischen Universität München Architekturgeschichte und ist Direktor des international renommierten Architekturmuseums der TUM sowie der Pinakothek der Moderne.“

In Zusammenarbeit mit dem Architekturforum Baden-Württemberg

Zeichen der Erinnerung
Die Gedenkstunde am 1. Dezember 2011 um 20.00 Uhr

Im Herbst 1941 begannen die systematischen Deportationen der Juden. Auf Anordnung aus Berlin mussten 16 Städte Tausende ihrer jüdischen Mitbürgerinnen ud Mitbürger in Todeslager im Osten deportieren. Am 1.Dezember 1941 wurden an diesem Ort, der heute > Zeichen der Erinnerung heißt, 1000 Menschen jüdischen Glaubens, Deutsche, Bürgerinnen und Bürger der Stadt Stuttgart, zermürbt durch jahrelange Demütigung und Drangsalierung, Kinder, Frauen, Männer, nachdem sie in Hallen der Reichsgartenschau auf dem Killesberg zusammen getrieben worden waren, hier in Waggons gepfercht. Hier standen die Deportationszüge am Abend des 1. Dezember 1941, um die Reise in den Tod anzutreten. Nach 3 eiskalten Tagen kamen diese Menschen nach Riga, um dort innerhalb von 3 Monaten ermordet zu werden. Nur wenige überlebten. Die Gedenkstätte Zeichen der Erinnerung ist auf Anregung von Professor Roland Ostertag entstanden.

Nordbahnhofstraße, Eckartstraße und dann rechts in die Otto-Umfrid-Straße einbiegen:


Größere Kartenansicht

An der Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“ wird am 1. Dezember 2011 um 20.00 Uhr in Anwesenheit von Professor Ostertag, Minister Nils Schmid, Oberbürgermeister Schuster, Bürgermeister Martin Schairer und Landesrabbiner Netanel Wurmser eine Gedenkstunde statfinden.

Die Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“ in der Otto-Umfrid-Straße in Stuttgart zwischen Pragfriedhof und Nordbahnhofstraße ist rund um die Uhr zugänglich. Anfahrt zur Gedenkstätte mit der Straßenbahnlinie 15, Haltestelle Mittnachtstraße.

> Zeichen der Erinnerung

> Zeichen der Erinnerung. Verfolgung Vernichtung württembergischer Juden. Der Innere Nordbahnhof Stuttgart als Tatort

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