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Archiv für die Kategorie 'Verkehr'

Vortrag von Professor Roland Ostertag: „Stuttgart- ohne Visionen, ohne Ideen, ohne Utopien“.

Mittwoch, 19. April 2017

So charakterisiert Professor Roland Ostertag in seinem neuen Buch „Stuttgart – Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung“ das Stuttgarter Rathaus. In dem Buch stellt er seine Gedanken zur Stadtentwicklung vor. Der Maulwurf, der den Einband ziert, steht gleichsam als Symbol für die Abrissmentalität in der Stadt. Das Buch kann über die Anstifter oder direkt bei Professor Ostertag, Gähkopf 3, Stuttgart-Nord bezogen werden.

Vielleicht sollte man das Stadtwappen dynamisch gestalten, um der Länge der aktuell entstehenden Tunnelbauten zu würdigen.

Professor Ostertag hat schon viele Vorschläge zur Stadtentwicklung gemacht, zum Verkehr, zum Wasser in der Stadt, erst neulich mit der Idee, den Cannstatter Wasen in ein ganzjährig nutzbares Naherholungsgebiet umzuwandeln. Er mischt sich auch streitbar zu den Abrissplänen der SWSG in der eher profanen Zuffenhausener Keltersiedlung ein.

> www.stuttgart-wohin.de – Website von Prof. Ostertag

Freitag, 21. April 2017 – 19:30 Uhr
Naturfreundehaus Steinbergle am Killesberg, Stresemannstr. 6, 70191 Stuttgart

Die Autobahn kommt weg: Vorbild Stadtreparatur in Lyon

Dienstag, 14. Juni 2016

Richard Schittly bringt die gute Nachricht > Lyon ne sera plus balafrée par l’autoroute A7, LE MONDE, 11.06.2016. In den 60er Jahren wurde die Uferstraße zur Autobahn ausgebaut. Anfang der 90er Jahre wurde schon einmal darüber nachdeacht, aber damals konnte man sich zu einem Rückbau der Autobahn noch nicht durchringen. Gérard Collomb, Bürgermeister von Lyon und Senator hat das Projekt jetzt aber doch auf den Weg gebracht. Alain Vidalies, Staatssekretär für das Transportwesen, unterstützt ihn. Die Autobahn soll in den nächsten 15 Jahren einem Boulevard mit Bäumen weichen. Die täglichen 16000 Autos müssen eine Umgehungsstraße bekommen.

Auch in deutschen Städten haben Autofreaks die Gunst des Wiederaufbaus noch bis in die sechziger Jahre genutzt und kreuzungsfreie Stadtautobahnen über und unter der Erde gebaut. Ulm ist ein Beispiel dafür, wie solche Schäden erfolgreich repariert werden können: das Projekt hieß > Neue Mitte Ulm und damit wurde in der Mitte der Schnellstraße durch die Stadt der Geschwister-Scholl-Platz errichtet, der das Quartier um das Münster mit der Altstadt so erfolgreich wiederverbindet. Stadtreparatur nennt man ein solches Vorhaben, das viele andere Städte auch dringend würden, würde sich die Verkehrsvernunft erst einmal durchsetzen. Je mehr Straßen, um so mehr Autos werden angesaugt. Überall gibt es große Straßen, an deren Enden sich alles staut.

Stuttgart könnte vom Lyoner Projekt sehr viel lernen:

Hier gibt es > eine bis zu 14-spurige Schneise durch die Stadt, auf der Durchfahrer und Hin-und Herfahrer, weil man die Schneise nicht einfach so queren kann, sich begegnen.

Zitieren wir aus unserem Beitrag vom Juni 2011 > Stadtreparatur in Stuttgart (II): Die Hauptstätter Straße:

„Also nochmal:

40 Prozent sind Hin-und Herfahrer *
30 Prozent nutzen die Stadtautobahn, weil es sie gibt, ohne sie
würden sie den Zielort ihrer Fahrt direkt ansteuern
30 Prozent sausen wirklich von der Filderstraße bis zum Neckartor auf der Stadtautobahn
und gehören eigentlich nicht in die City
20 Prozent machen ohnehin Fahrten unter 3 oder 4 Km

120 % – das sind nur Schätzungen, aber diese Größe legt nahe, dass wir diese Stadtautobahn nicht brauchen und schon gar nicht den Tunnel, denn Tunnel brauchen Ein- und Ausfahrten, die für den Stadtboden gestaltungsmäßig verloren sind.

Ulm hat es Stuttgart vorgemacht: > Das Modell für Stuttgart: Die neue Mitte Ulm

* Die Hin-und Herfahrer: „Wieso brauchen wir mitten in der Stadt so viele Spuren? Unsere Blogleser kennen schon die Rechnung: 35 % Hinundherfahrer, die nur den nächsten U-Turn suchen, 35 % fahren hier, weil es bequemer ist, als direkt den Zielpunkt anzusteuern, 20 % könnten auch eine Parallelstrasse nutzen, 10 % brausen nur mal eben vom Marienplatz biz zum Neckartor durch, könnten auch woanders fahren. Wer braucht die Hauptstätter Strasse eigentlich?“ Dies steht hier: > Die autogerechte Stadt (III): Der Österreichische Platz.“

Die beiden > getrennten Stadtteile würden wieder miteinander verbunden, die Wunden der Nachkriegszeit würden endlich geheilt werden. Einfach einen Teil der Fläche der Hauptstätterstraße bebauen und vielleicht eine Straßenbahnlinie oberirdisch vom Marienplatz zum Neckartor einrichten, wie der > Architekt Roland Ostertag dies schon 2010 vorgeschlagen hat. > Stadtreparatur in Stuttgart (II): Die Hauptstätter Straße.

Frankreich macht es mit der Stadtplanung vor – man muss nur genauer hinsehen:

> Nachgefragt: François Grether, architecte et urbaniste

Siehe auch:

> projets-architecte-urbanisme.fr

S21-Milliarden?

Donnerstag, 9. Juni 2016

Wieviele Milliarden benötigt die Bahn, um S21 fertigzustellen? 6,8, 10 oder noch mehr? Längst sind nicht alle Baugenehmigungen eingetroffen. Immer neue Keuper-Schichten werden die Tunnelbauer überraschen und jedes Jahr Bauverlängerung ist auch nicht umsonst zu haben. Der Zeitpunkt ist absehbar, wo auch in den Reihen der Befürworter so mancher sich fragen wird, wie konnte das Projekt eigentlich gegen jede städtebauliche Vernunft durchgesetzt werden? Um es den Gegnern, die sich nie einig waren, mal so richtig zu zeigen? Um schwäbische Ingenieurskunst unter Beweis zu stellen? Um Reisende statt nach Stuttgart elegant auf der Fahrt von Paris nach Bratislava unter der Stadt durchzulotsen? Heute fragen sich alle, allein wenn es nur um den Tiefbahnhof und den Brandschutz geht > Wie soll man aus S21 rauskommen?, obwohl es doch > Vorteile von S21 gibt?

Allein die > Zerstörung des Schloßgartens,

die Vernichtung dieses Kleinods eines innerstädtischen Naherholungsortes, sein Eintauschen gegen eine mehr als zehnjährige Baustelle kann bei jedem Stadtplaner nur ungläubiges Kopfschütteln hervorrufen:

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Bis man sich über den neuen tiefgelegten schiefsten Haltepunkt der Republik wirklich freuen kann, gibt es eine ungeahnte Zahl von km auf denen die Reisenden ihre Koffer hinter sich > über die Baustelle herziehen müssen. Neulich sagte mir eine Schaffnerin am Zug, wenn Sie den anderen Zug – meiner mit Zugbindung war ausgefallen- nutzen möchten, müssen Sie am Service-Point fragen, ob das möglich sei, von dort wurde ich zum Schalter geschickt, um dann wieder zum Gleis zurückzurennen, weil der nächste Zug schon abfahrbereit war. Und den Koffer immer hinterher.

Kosten. Es ist ja nicht schlimm, > wenn Großprojekte teurer werden. Das kennt jeder Häuslebauer, aber schlimm ist nur, > eine Volksbefragung über das Ausstiegsgesetz S21 zu machen und dabei dem Wähler hoch und heilig zu versprechen, das Ganze geschehe unter der Vorgabe, man bleibe unter 5 Mrd. und jetzt das. Vergleichen wir > Leipzig und Stuttgart.

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> Der neue Tiefbahnhof

Aber schon 2013 fragten wir > Wo bleiben die Vorteile von S 21? Und dann auch noch die > Insellösung hinter dem Bahnhof als Planungsdesaster, jetzt wird auf eine kleine Fläche noch ein Hochhaus gebaut, damit > die schöne Stadtbibliothek eingemauert wird. > S 21: Der Stuttgarter Schlichterspruch streift die Kostenfrage (aus welchen Gründen wohl?) nur am Rande. Auf S. 2 steht: „3. Bund und die Länder Baden ? Württemberg und Bayern (wegen Neu ? Ulm ? 21) sich auf eine Vorfinanzierung geeinigt hatten, genehmigte der Aufsichtsrat der DB am 14. März 2001 das Projekt. Damit wurde der Weg für die Einreichung der Planfeststellungsunterlagen geebnet. Am 31. Oktober 2001 wurde das erste Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahnbundesamt eröffnet. In den darauffolgenden Jahren wurde das Projekt von allen zuständigen parlamentarischen Gremien mehrheitlich gebilligt und insoweit legalisiert. Dennoch formierte sich schon frühzeitig Widerstand gegen S 21, der sich vor allem im Laufe des Jahres 2010 zu massenhaften Demonstrationen mit bis zu über 60.000 Teilnehmern äußerte.“ Hat man das damals überlesen? „legalisiert“ klingt hier wie „beschlossen und verkündet“, mit rechtlichen Grundlagen „nicht widerspruchsduldend“, der Tenor des Spruchs hätte schon damals viele mehr erstaunen müssen: Und dann das „dennoch“, das heute anklingt, wenn Befürworter sagen, S 21 sei beschlossen und werde gebaut… obwohl Planung und Genehmigungen bis heute (2016) keineswegs alle vorhanden sind. AuUf S. 2 des Schlichterspruchs steht auch mit Blick auf die immer stärker werdenden Proteste und Demonstrationen gegen 21. „Diese Entwicklung, mit negativem Echo bis in die USA, hatte die Bevölkerung und die politisch Verantwortlichen erschüttert. Sie hatte regionale und überregionale Gründe und ist nur zu verstehen auf dem Hintergrund einer massiven Vertrauenskrise der Politik im Allgemeinen und einer speziellen ebenfalls massiven Kritik an der Art und Weise des Zustandekommens und der Durchführung des Projekts S 21.“ Peinlich, sogar in den USA hörte man den Protest, aber die Gründe für die Ablehnung wurden im Spruch mit einer „Vertrauenskrise in die Politik“ erklärt, statt die mangelnde Qualität von S21 als Auslöser der Demos zu nennen. und so geht es weiter S: 2/3: „In den Augen vieler Bürgerinnen und Bürger waren mit ihm mehr ökologische, geologische und finanzielle Risiken als wirtschaftlichen Chancen verbunden.“ Offensichtlich waren die Gegner lt. Schlichter nicht in der Lage, die großartigen Chancen des Projektes zu verstehen. ALso wurde der Schlichter zum Pädagogen: „Wichtiges Ziel der Schlichtung war daher, durch Versachlichung und eine neue Form unmittelbarer Demokratie wieder ein Stück Glaubwürdigkeit und mehr Vertrauen für die Demokratie zurückzugewinnen.“ S. 3. Versachlichung der Debatte, was im Nachhinein als Durchsetzung liest. Aufklärung stand im Vordergrund mit Kant als Paten: „Die Schlichtung war daher auch moderne Aufklärung im besten Sinne von Immanuel Kant, nämlich die Menschen zu befähigen, sich aus „unverschuldeter Unmündigkeit“ zu befreien und dadurch „jederzeit selbständig denken“ zu können.“ ib.

S21: Das ist schon immer die Geschichte von „Fakten schaffen“ und irgendwie die Baugenehmigungen zu erzwingen, man könne ja nicht einfach aufhören, nachdem man schon so viel Geld verplant habe. Irgendwie werden die fehlenden Baugenehmigungen schon kommen, es geht ja gar nicht anders, es wird ja schon gebaut, es wird eben einfach ein bisschen mehr Grundwasser umgewälzt. Die Menge des entnommenen Grundwassers steigt mit den Baukosten oder umgekehrt: „Erst sollten 3,2 Milliarden Liter Grundwasser abgepumpt werden, seit letztem Mai sollen es 6,8 Milliarden Liter werden – ein Würfel mit einer Kantenlänge von 10 cm fasst einen Liter – und nun soll ein weiteres Drittel oben draufkommen, so meldet es am 13.1.2012 die Stuttgarter Zeitung. “ > So viel Grundwasser – 12.12.2012. Also > Der Stuttgarter Hauptbahnhof im August 2010. Wenn die Seitenflügel dran glauben müssen, wird auch bestimmt gebaut werden. > S 21 oder ein modernisierter Kopfbahnhof ?: Die Befürworter wollten von den Kritikern nichts annehmen. Es kommt wie vorhergesehen:

Die künftigen Bahnreisenden werden unter der Stadt durchfahren, oh und ah im neuen Tiefbahnhof rufen, bevor der Zug sie nach 3 Minuten wider durch die Röhre ins Stuttgarter Umland befördert. Stuttgart wird von einer Ankunftsstadt zu einer Durchreisestadt, der hypermoderne Bahnhof hui und die Innenstadt, die wird vielleicht noch 2028 so aussehen?

> Die Verwahrlosung der Kronprinzenstraße – 8. Februar 2015

Wann bekommen wir unseren Fahrradtag in Stuttgart?

Sonntag, 28. Juni 2015

Noch ist es nicht sicher, ob alle Autos an diesem Tag, mit dem die Bürgermeisterin von Paris Anne Hidalgo die Klimakonferenz in ihrer Stadt grüßt, in Paris stehenbleiben müssen.

Für Stuttgart wäre der 27. September 2015 ein schlechter Termin, denn an diesem Tag könnten wir das autofreie Paris radeln, aber für Stuttgart gibt es doch bestimmt einen anderen Termin, das wäre cool. Wahrscheinlich käme ich mit dem Rad schneller als sonst mit dem Auto ins Büro.

> Une journée sans voitures mais 100% vélo à Paris

Übrigens. > Zur Mobilität in Stuttgart hat Roland Ostertag ein lesenswertes Buch verfasst.

Shoppen bis zum Umfallen

Dienstag, 28. Oktober 2014

Die Größe der Flächen und die Anzahl der Einkaufsläden, die von vor Kurzem an beiden Seiten der City in Stuttgart eröffnet werden, sind beeindruckend. Noch nie gab es in dieser Stadt einen solch immensen Sprung nach vorne. Man kann mit dem Auto fast bis an die Ladentheken fahren. Man wird nicht nass, wenn es draußen in der Stadt regnet, kann stundenlang, ohne sich zu langweilen in den neuen Konsumtempeln herumspazieren. Es ist so einfach, die Kreditkarte immer wieder zu zücken. Kinder können nicht weit weglaufen. Kein Straßenverkehr stört das Kaufvergnügen. Fürs leibliche Wohl wird bestimmt auch gesorgt, und was es alles zu bestaunen gibt. Viele Läden gab es vorher so noch gar nicht in Stuttgart. Die Stuttgarter haben sie zwar nicht vermisst, aber jetzt kommt doch ein Bedürfnis nach ihnen auf. Gucken könnte man ja mal.

Nein, wir brauchen diese Läden nicht. Uns reicht die Innenstadt, warum dem Kaufrausch nachgeben? Das sind Orte, wie sie überall sein könnten. Fährt man auf der > Paulinenbrücke – sie ist immer noch da – am Gerber vorbei, könnte man den Eindruck gewinnen, es ist noch gar nicht eröffnet. Doch es soll schon offen sein. Die kleinen Fenster verraten es… aber man kann von der Brücke nicht hineinschauen, man kann wohl auch aus dem Zentrum gar nicht herausschauen. Die Stadt ist weg, wenn man dort oder ins Milaneo eintritt. Shoppen ist angesagt, und Speisen erhöht die Verweildauer der geschätzten Kundschaft. Diesen Einkaufsorten wird nie die Seele der Stadt Stuttgart verliehen. Wenn man wieder herauskommt, würde man sich sich überhaupt nicht wundern, in Herne, Passau oder Gelsenkirchen zu sein.

Auf unserem Blog:

> Neue Einkaufszentren in Stuttgart oder wie entwickelt sich die Innenstadt?

> Einkaufszentren: Die Hölle für den Bürger


Der Lesetipp:

Christian Marquart, Stuttgart > Keiner will’s gewesen sein – Bauwelt


> Stuttgart – Stadt ohne Stadtplanung? In unserem aktualisierten Artikel fragten wir schon danach, wie es dazu kommen konnte? Warum wurden zwei so riesige Einkaufstempel für den Konsumrausch genehmigt und gebaut? Ein Wettbewerb? Ein Bürgerforum? Obendrauf Wohnungen als Entschuldigung? Gab es irgendwo ein erkennbares Bedürfnis nach mehr Einkaufsflächen? War die Innenstadt zu klein geworden? Wollte der Rat der Stadt die Investoren, die in diese Einkaufsburgen investieren, unbedingt und um jeden Preis nach Stuttgart holen? Man darf auch fragen, warum man die Innenstadt vergammeln lässt? > Warum wird die Kronprinzenstraße keine echte Fußgängerzone? Wer bezahlt eigentlich die Baumaßnahmen rund um die neuen Einkaufszentren, damit die Bürger auch den Weg ins Gerber finden?


Gerber und Milaneo in Stuttgart Keiner will die Zentren beschlossen haben, Stuttgarter Zeitung, 21.9.2014


Stadtgeographen und-Stadtplaner könnten sich diese Einkaufszentren und ihre unmittelbare Umgebung mal genauer in Augenschein nehmen. Das sagen die Zentren: „Wir sind jetzt da.“ Mehr aber auch nicht. Sie sind von ihrer Größe auf die freie Fläche eingepasst, unterhalten aber keine Beziehungen zu ihrem Umfeld, brauchen sie auch nicht, da der kaufwillige Bürger möglichst lange drinbleiben und dort wie die Waren und das Geld ständig zirkulieren soll.

Stuttgarts Stadtväter tun alles, damit Zureisende nichts von der Innenstadt sehen. Entweder fahren sie bald unterirdisch an Stuttgart vorbei, oder die Werbung wird alles tun, um sie an den Shopping-Centren festzuhalten.

Im Königsbau zog in der oberen Etage viele offenen Restaurants ein, damit die Käufer auch mal die obere Etage sehen. Das ist schon fast eine Art von Umwidmung. Vielleicht werden aus für eine oder für die beiden neuen Einkaufszentren auch dereinst mal neue Mieter gesucht: Vielleicht neue Arbeits, Lern- und Lehrräume für die Universität, vor allem für die Geisteswissenschaften, die könnten mehr Resonanz, neue Entfaltungs- und Wirkungsmöglichkeiten in dieser Stadt wirklich gut gebrauchen. Und der Stadt würde es auch gut tun.

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Rund um den Stuttgarter Hauptbahnhof (I)

Sonntag, 5. Oktober 2014

Am 4.10.2014: Kommen Sie mit? Gehen wir mal um den Hauptbahnhof herum:

Bitte öffnen Sie das Fotoalbum mit einem Klick auf eines der Fotos erst, wenn die ganze Seite geladen ist:

> Stuttgart. Wie es einmal war (I). Der Schloßgarten

Neuerscheinung: Roland Ostertag, Verantwortungsvolle Mobilität in Stuttgart

Montag, 22. September 2014

Bitte öffnen Sie dieses Fotoalbum mit einem Klick auf ein Foto erst dann, wenn diese Seite vollständig geladen ist.

Klappentext: „Stuttgart ist eine von Natur und Topographie bevorzugte schöne Stadt. Wir schätzen diese Stadt als Lebens- und Wohnort, die in bemerkenswerter
Weise durch Landschaft durchdrungen ist, viele charaktervolle Quartiere und herausragende Orte besitzt.

Topographie, Stadtgeschichte und Identität sind in Stuttgart besonders eng miteinander verwachsen. Doch die unvergleichliche Lage bereitet auch unvergleichliche Probleme. Sie hätten zum Gesetz der Planung werden müssen. Doch Kenntnisse und Willen fehlten. Die Stadt wurde von Politikern und Planern geradezu misshandelt und folglich teilweise zerstört. Das 2013 veröffentlichte „Verkehrsentwicklungskonzept der Landeshauptstadt Stuttgart – VEK 2030“ bestätigt diese Haltung in einem erschreckenden Ausmaß. Die Planer haben das Potential der Stadt nicht erkannt. Eine der Hauptursachen für diese Defizite ist die nur äußerlich verstandene Mobilität, die die autogerechte Stadtplanung auf Straßenverkehrsplanung reduziert.“

Verantwortungsvolle Mobilität in Stuttgart
Ein Beitrag zur Stadterneuerung
Verkehrsplanerische Begleitung: Gunter Kölz
Peter-Grohmann-Verlag
> verlag@die-anstifter.de
Kremmlerstraße 51 A, 70597 Stuttgart-Sonnenberg, T 0711 248 56 -77, Fax -79
> www.die-anstifter.de
Satz: Thomas Fütterer
Herausgabe unterstützt vom Verein zur Förderung und Erhaltung historischer Bauten e.V.
Stuttgart 2014
ISBN 978-3-944137-73-5

Wie viele Spuren hat die Hauptstätter Straße?

Freitag, 25. Juli 2014

Mit einem Klick können Sie das Foto vergrößern. Mit Pfeil nach Links oder ALT Pfeil nach Links geht es wieder zurück. Wieviele Spuren hat die Hauptstätter Straße hier auf Höhe der Leonhardskirche, die ist links hinter dem Parkhaus?

Warum braucht eine Straße in der Stadt soviel Spuren? Um > als Barriere zwischen zwei Stadtteilen zu funktionieren? Um als Stadtautobahn herzuhalten? Oder um die vielen Hin- und Herfahrer aufzunehmen, die die Straße nicht überqueren können, wohl aber auf ihr hin-und herfahren können, zwischendurch einen U-Turn benutzend, um doch noch auf die andere Seite zu gelangen. Am besten man baut diese oft verstopfte Autobahn zurück. Aber wo soll dann der ganze Verkehr hin? Nun, der fährt dann da eben nicht mehr. So einfach ist das. Mit der > Neuen Mitte Ulm hat das auch funktioniert.

> Stadtreparatur in Stuttgart (III): Die Hauptstätter Strasse
> Stadtreparatur in Stuttgart (II): Die Hauptstätter Straße
> Stadtreparatur: Die Hauptstätter Straße in Stuttgart
> Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept

Wie viel Spuren haben Sie gezählt?

> 14 Spuren sind zuviel

Rund um den Stuttgarter Hauptbahnhof – März 2014

Sonntag, 23. März 2014

Bitte öffnen Sie das Fotalbum mit einem Klick auf ein Foto erst dann, wenn diese Blogseite vollständig geladen ist:

Alle Fotos auf diesem Blog, soweit ncht ausdrückli
ch anders angemerkt © Heiner Wittmann.

Stuttgart muss (noch) schöner werden (I)

Donnerstag, 4. Juli 2013

Wenn S 21 fertig ist, d.h. wenn der Bahngleise im Untergrund verschwunden sind, wird der Zugang in die Stadt sicher auch renoviert worden sein, denn jetzt ist es gar nicht schön, was unsere Besucher beim Verlassen des Bahnhofs sehen:

Ein freier Platz vor dem Bahnhof, als Einladung, in die Stadt zu gehen, das wärs.

> Arnulf-Klett-Platz oder Plätze sind in Stuttgart oft Straßen oder warum hat Stuttgart keine Platzkultur?

Parken am Stuttgarter Hauptbahnhof

Freitag, 18. Mai 2012

Nur wenn am Hauptbahnhof nichts los ist, kann man auf dem Parkplatz an der Nordseite eventuell einen Parkplatz finden. Zu allen anderen Zeiten ist das auf diesem Parkplatz unmöglich. Auf keinem anderen Parkplatz der Republik gibt es so viele Halte- und Parkverbotsschilder. Und beim Herausfahren lässt die Ampel nur zwei oder drei Autos durch. Und wenn man wirklich einen Platz bekommen hat, merken besonders Personen mit eingeschränkter Mobilität, wie lang der Weg in den Bahnhof geworden ist. Das Begleiten oder Abholen von Verwandten, Freunden und Geschäftspartnern am Bahnhof ist vielen sehr wichtig und gehört auch zum sozialen und urbanen Miteinander. Schade, das geht jetzt kaum noch. Die Parksituation am HBF muss dringend neu überdacht werden. Die aktuellen Zustände sind unzumutbar.