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Archiv für die Kategorie 'Stadtplanung'

Der Stuttgarter Hauptbahnhof als zerstörter öffentlicher Raum

Dienstag, 22. August 2017

> Kriminalität an deutschen Hauptbahnhöfen steigt deutlich – DER SPIEGEL, 21.8.2017

Wir gehen den Hintergründen dieser SPIEGEL-Meldung nicht genauer nach, bevor wir jetzt gleich über den Hauptbahnhof schreiben, wollen wir hier nur lediglich auf die Verwahrlosung des öffentlichen Raums Stuttgarter Hauptbahnhof hinweisen. Die Reisenden fühlen sich dort nicht mehr wohl. Man kann seine Lieben nicht mal eben zum Gleis begleiten oder abholen, weil die Parkplätze verschwunden sind, und wenn man doch noch parkt, sind die Wege viel zu lang geworden. Hinsichtlich seiner sozialen Qualität bekommt der Stuttgarter Hauptbahnhof eine glatte Sechs.

Nichts im Bahnhofsbereich lässt irgendeine Vorfreude auf den schicken neuen eingegrabenen Bahnhof erkennen oder gar aufkommen. Es ist kein Vergnügen mehr, in der Bahnhofshalle einen Espresso zu sich zu nehmen, die Zeitung zu erwerben und zum Zug zu schlendern. Früher standen viele Züge abfahrtbereit in Sicht der Kasse im Zeitungsladen. Heute muss der Koffer erst durch den langen Tunnel gezogen werden, alle hasten, jeder ist in Eile, nur schmutzige verkratzte Plexiglasscheiben lassen etwas Baudesaster darunter ahnen, ganz so als ob schöne Fotos hier unerwünscht seien.

Die fiese Umgebung beeinflusst das soziale Verhalten aller. Keine Wohlfühlqualität. Die Fahrgäste wirken immer gehetzt, den auswärtigen Besuchern der Stadt ist es zunächst rätselhaft, wo die S-Bahn sich befinden könnte. Das Servicecenter, früher hieß das Fahrkartenschalter, ist neben einem Drogerieladen ganz versteckt. Die Wege sind lang. Ein gepflegter Bahnhof zum Ankommen und Abfahren mit Aufenthalts(warte)qualität sieht anders aus. Der Weg von den Gleisen in den Schlossgarten führt durch einen Käfigtunnel mit Serpentinen, das erinnert an einen Zirkus o. ä. aber nicht an eine Umgebung, wo man sich gerne aufhalten und bewegen möchte. Neulich brauchte ich einen Stempel, um einen anderen, bereitstehenden Zug benutzen zu dürfen, weil der gebuchte Zug durch Abwesenheit glänzte: „Da müssen Sie zum Service-Point gehe…“ also hin und zurück durch den Tunnel rennen. Das stand alles im > Kleingedruckten bei der Volksbefragung nicht mit dabei. Die Landeshauptstadt leistet sich für lange Jahre – 10-20 Jahre? – einen total runtergekommenen Bahnhof, der zu nichts in der Stadt einlädt, außer zu dem Argument, der neue Haltepunkt sei notwendig. Wenn man wenigstens noch die Halbhöhe oder andere Fotos der > tollen topographischen Lage dieser Stadt im Fußgängertunnel zeigen würde, um Lust auf Stuttgart zu machen, anstatt den Reisenden Lust auf schwedische Möbel zu machen…

In diesem Bahnhof wird der Flaneur zur Ware, ein paar Minuten Zeitersparnis für künftige Reisende und viele Milliarden mit schwerer Hypothek für die Zukunft entschädigen uns nicht > für den runtergekommenen Stuttgarter Hauptbahnhof.

Der Eckensee: Vom Zubauen und Verdichten

Donnerstag, 17. August 2017

> Eckensee wird als Ausweichspielstätte geprüft – Stuttgarter Zeitung – 27. Juli 2017 . Ob man dabei auch prüft, was die Bürger dieser Stadt dazu sagen? Dabei ist das Ensemble um den Eckensee denkmalgeschützt. > Denkmalschutz steht Eckensee-Oper im Weg – Stuttgarter-Zeitung, 30.7.2017. „im Weg“ klingt, als müsse man etwas finden, so ein Hindernis zu umgehen. Denkmalschutz zählt in dieser Stadt ohnehin nicht so viel.

Was für eine absurde Idee, auf dem Eckensee das Opernprovisorium zu errichten! Der See ist nicht nur zum Ansehen da, er hat auch eine Funktion für das Klima in der unmittelbaren Umgebung: > Kann man den Eckensee überbauen? – 14. August 2017 von Roland Ostertag. Aber so ist das nunmal in Stuttgart, es wird verdichtet und zugebaut.


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S21 – 15.8.2017

Mittwoch, 16. August 2017

Der Schlossgarten ist zerstört, die Umgebung des neuen eingegrabenen Hauptbahnhofs, pardon, Haltepunkts ist völlig ungewiss. Die um liegenden Stadtquartiere sind gar nicht gefragt worden, wie sie auf das S21-Desaser reagieren sollen. Ganz selten liest man fröhliche und erwartungsvolle > Berichte über S21 , meistens geht es nur um Neuen Ärger, Kostensteigerungen und Terminprobleme:

Mit einem Klick auf ein Foto wird das Fotoalbum auf schwarzem Hintergrund geöffnet. Mit einem Klick auf den rechten Bildrand kann geblättert werden. Mit F 11 wird das Album auf dem ganzen Bildschirm angezeigt.

Von Bordeaux könnten die Stuttgarter einiges lernen,

Donnerstag, 22. Juni 2017

… aber die graben ihren Bahnhof lieber ein und bauen 30 km für die ICEs unter den Stuttgarter Bergen. Auch wenn der Gare St. Jean ein Durchgangsbahnhof ist, wäre er als Modell für eine schickes neues Stuttgarter Bahnhofsglasdach prima geeignet:

> Bordeaux : le spectaculaire chantier de la verrière de la gare Saint-Jean Sud-Ouest 09/02/2016

> Le projet La Gare Bordeaux Saint-Jean 2017 ****

> Concert insolite en gare de Bordeaux Saint-Jean – COMPLET Gare Saint-Jean Le jeudi 22 juin 2017

> Gare Saint-Jean à Bordeaux : la nouvelle verrière commence à se dévoiler – Sud-Ouest 17/03/2017

Noch ein Einkaufstempel in Stuttgart

Dienstag, 30. Mai 2017

Wie man hört, wurde gerade das 4. Einkaufszentrum innerhalb weniger Jahre in Stuttgart eröffnet. Gut, dass wir keinen Laden auf der Königsstraße besitzen, wenn immer mehr Kunden die schicken Shopping-Malls rundherum besuchen. Dies sind sich alle gleich, sie ziehen die Besucher an, führen sie auf ausgeklügelten Wegen an möglichst vielen Fensterfronten vorbei und sind mit den Schildern für den Ausgang eher geizig. „Aufenthaltsqualität“, wollen die Konzeptioner vermitteln. Möglichst viele rein, lange Verweildauer, shoppen als Erlebnis zusammen mit ein bisschen Gastronomie, um den wachen Kunden zu gewährleisten. Drinnen ist shoppen, draußen ist Stuttgart: > Nachverdichtung in der Innenstadt IV. Das Dorotheen-Quartier in Stuttgart – 28. Februar 2016.

Auf diesem Foto kann man besonders gut erkennen, dass das neue Shoppinghaus in die Sichtachse gebaut worden ist, das wäre doch ein Grund dafür gewesen, es mit Auflagen kleiner werden zu lassen:

Schon 2009 sprachen wir hier von der Hölle: > Einkaufszentren: Die Hölle für den Bürger – 10. März 2009. Träumen wir einen Moment und stellen uns vor, es gäbe ein Verbot für Einkaufszentren in Stuttgart. Der Gemeinderat hätte sich anders entschieden, er hätte die Innenstadt renoviert, den Individualverkehr an den Rand in Parkhäuser verbannt. Nun dürfen die Ladenbesitzer auf der Königsstraße nur noch hoffen, dass die Kunden der neuen Zentren vielleicht erschöpft von ihren Einkäufen auf dem Rückweg vielleicht doch noch bei Ihnen vorbeischauen.

Vortrag von Professor Roland Ostertag: „Stuttgart- ohne Visionen, ohne Ideen, ohne Utopien“.

Mittwoch, 19. April 2017

So charakterisiert Professor Roland Ostertag in seinem neuen Buch „Stuttgart – Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung“ das Stuttgarter Rathaus. In dem Buch stellt er seine Gedanken zur Stadtentwicklung vor. Der Maulwurf, der den Einband ziert, steht gleichsam als Symbol für die Abrissmentalität in der Stadt. Das Buch kann über die Anstifter oder direkt bei Professor Ostertag, Gähkopf 3, Stuttgart-Nord bezogen werden.

Vielleicht sollte man das Stadtwappen dynamisch gestalten, um der Länge der aktuell entstehenden Tunnelbauten zu würdigen.

Professor Ostertag hat schon viele Vorschläge zur Stadtentwicklung gemacht, zum Verkehr, zum Wasser in der Stadt, erst neulich mit der Idee, den Cannstatter Wasen in ein ganzjährig nutzbares Naherholungsgebiet umzuwandeln. Er mischt sich auch streitbar zu den Abrissplänen der SWSG in der eher profanen Zuffenhausener Keltersiedlung ein.

> www.stuttgart-wohin.de – Website von Prof. Ostertag

Freitag, 21. April 2017 – 19:30 Uhr
Naturfreundehaus Steinbergle am Killesberg, Stresemannstr. 6, 70191 Stuttgart

Warum braucht Stuttgart die Hauptstätterstraße?

Dienstag, 18. April 2017

„Bis vor kurzem wollte niemand dieses vielfach aufgegriffene und wieder fallengelassene Thema aufgreifen,“ steht auf der Website > www.aufbruch-stuttgart.com (aufgerufen am 16.4.2017). Das ist nicht richtig. In der Satzung des neuen Vereins heißt es in §3 Abs. 2: „Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Entwicklung und Beförderung von Ideen und Konzepten in gemeinsamem bürgerschaftlichem Engagement mit dem Ziel, Kunst und Kultur im Erscheinungsbild der Stadt besser zu verankern und dadurch ihre Strahlkraft nach innen und außen zu erhöhen. Dies soll beispielsweise dadurch geschehen, dass die trennende Wirkung der Verkehrsschneise Konrad-Adenauer-Straße überwunden, dadurch ein attraktives Kulturviertel geschaffen und im Rahmen der Sanierung des Opernhauses die Perspektive für die Errichtung eines Konzerthauses befördert wird. …“

Auch wenn hier nur „beispielsweise“ steht, bezieht sich der Vereinszweck nur auf den Rückbau der Konrad-Adenauer-Straße oder wäre es nicht endlich an der Zeit die zuweilen 20- spurige Stadtautobahnschneise einschließlich der Hauptstätterstraße vollständig zurückzubauen? Doch der Reihe nach:

Jörg Nauke berichtete in Ihrer Zeitung über die „City-Verschönerung mit weniger Autos“ (SZ, 22. März 2017). Am besten hat er die in dieser Stadt vorherrschende Ratlosigkeit und fehlende Phantasie angesichts der täglich über die Hauptstätter Straße und vor dem Hauptbahnhof meist nur vorbeischleichenden Autokolonnen dokumentiert, ohne auf die Stadt und ihre Bewohner einzugehen; immer nur die Autos, als wenn die Bürgerinnen und Bürger darin keine Räume mit Aufenthaltsqualität bräuchten. Immerhin, eine Zeichnung des Architekten Roland Ostertags illustriert, wie die Schillerstraße vor dem Hauptbahnhof neu gestaltet werden könnte. Ostertag hat schon 2006 zusammen mit Gunter Kölz eine Studie unter dem Namen „Der Stadtboden gehört allen“, vorgelegt, die mit vielen Plänen den damals bereits lange überfälligen Rückbau der Stadtautobahn vorgeschlagen, ja angemahnt hat. Wer das Modell der Stadt Stuttgart in seinem Büro am Gäkopf 3 genau angesehen hat, weiß das der von ihm erdachte Umbau der Schnellstraße dort schon seit zehn Jahren realisiert ist.

Erstellt von Professor R. Ostertag und Professor G. Kölz 2002, überarbeitet 2007 und 2017.

Es geht beiden nicht darum, wie Jörg Nauke, den Verkehr auf der B14 zwischen Bad Cannstatt und dem Marienplatz um 30 % zu reduzieren, ein solches Ansinnen würde nur zu städtebaulich unsinnigen Maßnahmen führen, Ostertag wollte viel Grundsätzliches und so darf er interpretiert werden, er wollte die verkehrliche Saugwirkung des die Stadtteile trennenden Bollwerks Hauptstätter Straße beseitigen. 20 Spuren sind zu viel, man kommt von einem Stadtteil in den anderen nur durch Hin- und Herfahren und U-Turns, da haben wir schon die 30 %, die Nauke einsparen will. Statt direkt sich zum Ziel zu begeben, am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad oder einer Tram, bevorzugen viele Stuttgarter das Auto, auch wenn sie nicht gerade zu ihrem Ziel kommen, sondern nur auf Umwegen, weil die Hauptstätter Straße ihnen im Weg ist und weil es sie gibt, so verrückt ist die Straßensituation in Stuttgart. Wieder haben wir vielleicht 20 %, die die Schnellstraße nur nutzen, weil sie da ist. Das tun diejenigen, die diese Bahn in ihrer ganzen Länge durchfahren, auch wenn sie außen herum reisen könnten. Also dürfen wir nochmal 20 % addieren. Und schon bleiben nur noch 30 %, die diese Straße aber nicht als Schnellschneise wirklich echt brauchen. Und wenn die sich wirklich vom Marienplatz bis nach Bad Cannstatt bewegen wollen, schenken wir Ihnen doch eine feine Tram, die auf dieser Strecke alle 8 Minuten fährt. Viele Spuren ziehen viele Autos an. Verschwinden die Spuren, fahren die Autos woanders oder gar nicht mehr, wenn der ÖPNV verlockend gestaltet wird. Welche eine Lust wäre es, wenn auf dem neuen Boulevard die Radler jeden Tag Fahrfreude durch Stuttgart hätten.

Auf unserem Blog:

> Eine Vision für Stuttgart: Von der PS-Meile zum lebendigen Kulturviertel – 28.1.2017

> Der Rückbau der Hauptstätter Straße – 16. Dezember 2016

Der Verein Aufbruch Stuttgart hat interessante Ideen, aber er sollte sich am besten in Ostertags Büro um das Stuttgarter Modell herum gründen, wenn dessen Mitglieder dazu noch Ostertags Denkschrift in der Hand halten würden. In jeder wissenschaftlichen Arbeit muss man die Quellen nennen oder zumindest anmerken, wer schon einmal zum Thema der Arbeit oder des Vorhabens Wichtiges gesagt hat.

Stuttgart – Stadt ohne Fußgänger

Samstag, 8. April 2017

Das ist natürlich übertrieben: wir könnten ebenso eine Fotoserie machen, die wunderschöne Spazierwege in Stuttgart zeigt.

Aber es gibt auch den riesigen Baustellenbereich Gebhard-Müller-Platz bis zum zerstörten Schlossgarten, den Fußgänger weiträumig umlaufen müssen: Hier gibt es also einen ganzen Stadtteil, wo Fußgänger nicht geduldet werden und auch keine Chance haben, die vielen Spuren zu überqueren. Früher konnte man hier durch den Schlossgarten zum Hauptbahnhof flanieren. Anstatt die Willy-Brandt-Straße bis hin zur Hauptstätter Straße zurückzubauen und den Vorschlägen von Roland Ostertag Gehör zu schenken, ließen sich die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger die Einrichtung der Riesenbaustelle gefallen, die 10-12 Jahre lang die Lebensqualität erheblich rund um den Hauptbahnhof ganz erheblich einschränkt.

Mit einem Klick auf ein Foto wird das Fotoalbum auf schwarzem Hintergrund geöffnet. Mit einem Klick auf den rechten Bildrand kann geblättert werden. Mit F 11 wird das Album auf dem ganzen Bildschirm angezeigt. 70 Fotos, falls der Pfeil rechts zum Blättern nicht erscheint, bitte diese Beitrag mit einem Klick auf den Titel dieses Beitrags ein erneutes Mal aufrufen:

> Baustellenslalom fahren auf der Willy-Brandt-Straße

Kennen Sie das > Modell der Stadt Stuttgart, das im Büro von Professor Roland Ostertag steht? Haben Sie gesehen, dass dort die renovierte, restaurierte > Die Hauptstätter Straße schon dargestellt wird? Dort sind seine Pläne für die Stadtautobahn vom Österreichischen Platz bis zum Neckartor schon seit bald 10 Jahren zu bewundern.

> Der Rückbau der Hauptstätter Straße – 16. Dezember 2016

Kaum jemand anders in dieser Stadt hat sich mit einer ähnlichen Energie dafür eingesetzt, diese Stadt immer wieder an eine bürgerfreundliche Stadtplanung zu erinnern. Niemand hat in ähnlicher Form seine Wissen und seine Erfahrung immer wieder in neuen Veröffentlichungen präsentiert: > NEU: Stuttgart. Zauber der Topographie und Elend der Stadtplanung – 28. Juli 2016 von Roland Ostertag.

> Eine Vision für Stuttgart: Von der PS-Meile zum lebendigen Kulturviertel

Nachdem die Willy-Brandt-Straße bis zur Hauptstätterstraße immer fußgängerfeindlicher wird, gibt es nun (endlich) den Verein > Aufbruch Stuttgart.

Eine Vision für Stuttgart:
Von der PS-Meile zum lebendigen Kulturviertel

Samstag, 28. Januar 2017

Die Haupstätterstraße mit ihren vielen unnützen Fahrspuren ist ein Ärgernis für die Entwicklung der beiden benachbarten und durch sie getrennten Stadtteile. Eine Reparatur dieser Schneise, ihr Rückkbau ist zwingend notwendig. Die Stadt Ulm hat uns das mit ihrem wunderbaren Projekt > Neue Mitte Ulm vorgemacht.

Stuttgarter Bürger stoßen jetzt (spät, sehr spät) ein Projekt an, dass eines Tages ähnlich gute Fahrt aufnehmen könnte:

Podiumsgespräch mit Dr. Wieland Backes, Dr. Ulrike Groos, Prof. Arno Lederer, Alexander Wetzig und Jossi Wieler.
Moderation: Prof. Stephan Ferdinand
Donnerstag, 16.02.2017 19:30 – 21.00 Uhr
im Hospitalhof Stuttgart, Lechler Saal

Hospitalhof Stuttgart / Evangelisches Bildungszentrum · Büchsenstraße 33 · 70174 Stuttgart
Telefon 0711/20 68-150 · Telefax 0711/20 68-327 ·> info@hospitalhof.de · www.hospitalhof.de

Im Einladungstext heißt es:

„Gibt es ein Stuttgart jenseits von Feinstaub und S21? – Es scheint als hätten die aufgeheizten Debatten der letzten Jahre, ein wichtiges Thema völlig weggedrängt: Wie steht es um den Erhalt und die Weiterentwicklung der urbanen Qualitäten unserer Stadt? Ist Stuttgart noch eine Stadt die zum Verweilen, zum Flanieren einlädt, ein Ort, der es einem leicht macht,
sich mit ihm zu identifizieren?

Die städtebaulichen Sünden der Vergangenheit – zuallererst die Verkehrsschneise der Konrad-Adenauer-Straße – und manche architektonische Banalität, belasten die visuelle Performance Stuttgarts massiv. Es ist allenthalben mit Händen zu greifen: Stuttgarts Mitte braucht einen Paradigmenwechsel zu mehr urbaner Lebensqualität. Und dieser Wandel ist möglich.

Das ist zumindest die Überzeugung einer Gruppe von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die in der kommenden Sanierung des Opernhauses die einmalige Chance sehen, gleich das ganze Viertel um die Kulturmeile neu zu gestalten – zu einem lebendigen Quartier, ohne trennende Verkehrsschneise und mit dem dringend benötigten zweiten Konzerthaus.

Auf Einladung des Hospitalhofs geht die Gruppe mit ihren Ideen jetzt an die Öffentlichkeit.

Mit : Dr. Wieland Backes, Fernsehjournalist ; Dr. Ulrike Groos, Direktorin, Kunstmuseum ; Prof. Arno Lederer, ehem. Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen an der Uni Stuttgart ; Alexander Wetzig, ehem. Baubürgermeister der Stadt Ulm; Jossi Wieler, Intedant Oper Stuttgart
Moderation: Prof. Stephan Ferdinand, Hochschule der Medien
Kooperation mit der Stiftung Geißstraße
Kostenbeitrag: entfällt“

Haben Sie sich das > Modell der Stadt Stuttgart, das im Büro von Professor Roland Ostertag steht, einmal ganz genau angesehen? > Die Hauptstätter Straße.

Dort sind seine Pläne für die Stadtautobahn vom Österreichischen Platz bis zum Neckartor schon seit bald 10 Jahren zu bewundern.

Zur Vorbereitung zu dieser Veranstaltung steht auf unserem Blog:

> Der Rückbau der Hauptstätter Straße – 16. Dezember 2016

Hier folgt eine Liste der Beiträge zum Rückbau der Hauptstätter Straße auf diesem Blog:

> Wie viele Spuren hat die Hauptstätter Straße? – 25. Juli 2014

> Stadtreparatur in Stuttgart (III): Die Hauptstätter Strasse – 8. Juni 2011

> Stadtreparatur in Stuttgart (II): Die Hauptstätter Straße – 6. Juni 2011

> Stadtreparatur: Die Hauptstätter Straße in Stuttgart – 12. April 2009

> Warum (will) / wollte ! man die Kulturmeile untertunneln? – 25. Februar 2009

> Vorrang für die Autos auf 10 Spuren – 2. Juli 2008

Professor Roland Ostertag und Dipl.-Ing. Gunter Kölz haben 2007 ein detailliertes Konzept zum Rückbau der Hauptstätter Straße vorgelegt:

> Ulm Neue Mitte – Die Rückeroberung des Stadtraums oder was geschieht mit der Hauptstätter Straße in Stuttgart? – 7. November 2007

> Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept – 13. Juni 2007

> Die Bebauung der Hauptstätter Straße – 27. Mai 2007

Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (I-IV)

Montag, 9. Januar 2017

Aus gegebenem Anlass erinnern wir an eine Artikelserie aus den Anfangstagen dieses Blogs:

> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (I)

Links der > Wilhelmsplatz in Stuttgart-Bad-Cannstatt und rechts die > Place Homme de Fer in Straßburg.


Freunde des Institut français

Die neue Website des > Vereins der Freunde des Institut français de Stuttgart / Les amis de l’Institut e.V.

Stadterneuerung

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Haben Sie sich das Modell, das bei Professor Ostertag in seiner Ausstellung am Gäkopf steht, einmal ganz genau angesehen?