Die Merkursäule (V)

> Die Merkursäule – Fotos auf diesem Blog
Alle Fotos auf diesem Blog, soweit nicht anders vermerkt: (c) Heiner Wittmann.

> Die Merkursäule – Fotos auf diesem Blog
Alle Fotos auf diesem Blog, soweit nicht anders vermerkt: (c) Heiner Wittmann.



Wenn S 21 fertig ist, d.h. wenn der Bahngleise im Untergrund verschwunden sind, wird der Zugang in die Stadt sicher auch renoviert worden sein, denn jetzt ist es gar nicht schön, was unsere Besucher beim Verlassen des Bahnhofs sehen:

Ein freier Platz vor dem Bahnhof, als Einladung, in die Stadt zu gehen, das wärs.


Gucken wir uns nochmal zwei Bilder an, die schon einmal hier auf dem Blog gezeigt wurden: > Stuttgarter Nachverdichtung.


Als Architekt wäre ich sehr betrübt darüber, dass die neue Stadtbibliothek in einigen Monaten von fast allen Seiten zugebaut sein wird. Man kann noch nicht mal auf einem Weg um die Bibliothek herumlaufen.

Die Bibliothek als visuelles Lockmittel für ihre Leser und Besucher verliert viel von ihrer Anziehungskraft, wenn sie nur noch einer Seite zu sehen ist.
Die Beiträge, die am besten der Konzeption diese Blogs entsprechen, sind auch seit 2006 am häufigsten aufgerufen worden:
> Ulm als Vorbild für Stuttgart
> Das Modell für Stuttgart: Die neue Mitte Ulm
> Die Hauptstätter Strasse und das neue Mobilitätskonzept
> Stadtreparatur: Die Hauptstätter Straße in Stuttgart
In der Reihe „Gesellschaft im Gespräch – In welcher Zukunft wollen wir leben?“ der VHS Stuttgart diskutieren Ines Geipel, Autorin u.a. von > > Der Amok-Komplex oder die Schule des Tötens und der Autor Martin von Arndt über ihre Bücher und beschäftigen sich mit der Frage, was junge Todesschützen weltweit verbindet. Das Gespräch wird von Wolfgang Niess vom SWR geleitet.
Freitag, 17.05.2013 / 20 Uhr
Stuttgart: TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28, Robert-Bosch-Saal
Eintritt: 8,- € (für Schüler/innen und Student/innen frei)
Karten an der Abendkasse im EG bei der vhs Anmeldung
> Ines Geipel
> Der Amok-Komplex oder die Schule des Tötens
1. Aufl. 2012, 343 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94627-7
Foto: (c) Bernd Lammel
Das Internationale Zentrum für Kultur- und Technologiforschung IZKT der Universität Stuttgart hat Anne-Françoise Jumeau (Paris) eingeladen. Sie wird einen Vortrag über die Architektur als kreatives Mannschaftsspiel halten.
Mi, 15. Mai 2013 19:30
Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart
Seit 16 Jahren kopnzipiert die Gruppe PERIPHERIQUES Architectes in einer offenen, sich beständig wandelnden Kooperationsstruktur architektonische und stadtplanerische Projekte. Den Schwerpunkt der Arbeit besteh in der architektonischen Gestaltung von Kulturinstitutionen, Bildungseinrichtungen, Dienstleistungsstrukturen und innovativen Wohnkonzepten. Zu den besonders beachteten Erfolgen dieser neuartigen Arbeitsstruktur gehören das ATRIUM-Gebäude der Universität Jussieu in Paris, ein Konzertsaal für zeitgenössische Musik in Nancy, ein Kulturzentrum in Thionville und das in St. Denis umgesetzte Modell der villas Torpédo. Der Vortrag wird vorführen, wie die besondere Struktur von PERIPEHRIQUES Architectes zur Entwicklung kreativer und innovativer Lösungen beiträgt.
Vortrag auf Französisch mit konsekutiver Übersetzung
Die Veranstaltung wird von der DVA-Stiftung gefördert.
Vortrag, Fr, 10. Mai 2013 20:00
> Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70174 Stuttgart
Thomas Steinfeld: Neueste Weltkunde. Johann Friedrich Cotta und die Sache der Öffentlichkeit
Es mochten zwei Wochen vergangen sein, bevor die Zeitschriften aus Paris in Weimar ankamen. Aber wenn sie da waren, wurde der kleine Zirkel um den Hofrat Goethe zu einem Teil der französischen Hauptstadt. Es mochten Monate vergangen sein, bis ein von Cotta neu verlegtes Buch Goethes seine Leser irgendwo in der Provinz erreichte. Aber wenn es dann aufgeschlagen wurde, war Weimar in der Welt. „Öffentlichkeit“ nennt man, was so entsteht. Aber diese „Öffentlichkeit“ ist eine Abstraktion:
Aus unserem > Lesebericht auf dem Blog von Klett-Cotta: „Cotta war unserer Zeit voraus. Nein, ich verdrehe nichts. Es ist unglaublich, wie er als Verleger in das Paris der französischen Revolution reist, wo Köpfe rollen und er mit Ministern verhandelt. Später mischt er an entscheidender Position im Streit um Verfassungsfragen mit, Ende der zwanziger Jahre macht er mit an vorderster Front, wenn es um die Zollunion geht, wie Herr Genscher ständig unterwegs von Hof zu Hof. Er habe nur hinter den Büchern gehockt? Weit gefehlt! In die Dampfschifffahrt hat er investiert. Er war also für alles Neue aufgeschlossen, ist mitgefahren, hat sich begeistern lassen und nebenbei seinen Verlag durch an allen Klippen der Zensur vorbei manövriert. Und dauernd gerechnet. natürlich um Gewinn zu machen“
Peter Kaeding,
> Die Hand über der ganzen Welt
Johann Friedrich Cotta – Der Verleger der deutschen Klassik
1. Aufl. 2009
Ausstattung: Leinen mit eingelassenem Titelschild, Fadenheftung, Lesebändchen
496 Seiten
ISBN: 978-3-7681-9712-0
Thomas Steinfeld, Germanist, Schriftsteller, Titularprofessor am Kulturwissenschaftlichen Institut der Universität Luzern leitet das Feuilleton der „Süddeutschen Zeitung“.
Vortrag in der Reihe „Kulturtheorien“, veranstaltet vom IZKT in Kooperation mit der Breuninger Stiftung und der Stadtbibliothek Stuttgart, zugleich öffentlicher Abendvortrag im Rahmen der > interdisziplinären Tagung: Johann Friedrich Cotta (1764–1832). Verleger, Unternehmer, Technikpionier.:
Do, 09. Mai 2013 – Sa, 11. Mai 2013
> Interdisziplinäre Tagung: Johann Friedrich Cotta (1764–1832). Verleger, Unternehmer, Technikpionier
Deutsches Literaturarchiv Marbach, Schillerhöhe 8-10, 71672 Marbach am Neckar
<<< Cotta: Das gelobte Land der Dichter. Briefe an die Verleger
Aus unserem > Lesebericht auf dem Blog von Klett-Cotta: „350 Jahre Verlagsgeschichte! Man stelle sich die Menge an Briefen vor, die das literarische Programm gerade eines Verlags wie Cotta dokumentieren, der die Bücher von Goethe, Schiller, Hegel, Hölderlin und Heine betreut hat. Stephan Askani und Frank Wegner haben gesichtet und ausgewählt. Jetzt ist ihr Buch mit den Briefen der Autoren an die Herausgeber erschienen: > Cotta – »Das gelobte Land der Dichter« Briefe an die Verleger Gestern habe ich die beiden Herausgeber dieses Buches besucht und sie haben Fragen zu ihrer Auswahl und überhaupt zum Verhältnis zwischen Autoren und Verlegern beantwortet.Es geht um 350 Jahre Verlagsgeschichte in Briefen. “
> Cotta – »Das gelobte Land der Dichter«
Briefe an die Verleger
Mit einem Vorwort von > Brigitte Kronauer
Ausstattung: gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen
168 Seiten
ISBN: 978-3-608-93904-0
Johann Friedrich Cotta gilt als Repräsentant der klassischen Buch- und Wissenskultur. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Cotta-Verlag zu einem der bedeutendsten europäischen Verlage, der zugleich Fach- und Universalverlag war. Durch eigene Druckereien (mit den ersten dampfmaschinengetriebenen Schnellpressen) und durch Zweigunternehmungen trieb er die Entwicklung des Verlags zu einer Art Medienkonzern voran. Die in seiner Literarisch-Artistischen Anstalt produzierten Lithographien trugen wesentlich zur Popularisierung von bildender Kunst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bei. Doch Cotta hielt auch Anteile an einer Flachsspinnerei in Heilbronn und an Dampfschifffahrtsgesellschaften. Zudem war er ein homo politicus, nicht nur bei seinen zahlreichen publizistischen Projekten, sondern auch als Abgeordneter im württembergischen Landtag, bei diplomatischen Missionen in Wien und Paris oder bei den Zollvereinsverhandlungen zwischen Preußen, Bayern und Württemberg.
Eine gemeinsame Veranstaltung des IZKT und des Deutschen Literaturarchivs Marbach unter der Schirmherrschaft von Michael Klett.
Konzeption und Organisation: Helmuth Mojem (Cotta-Archiv) & Barbara Potthast (Universität Stuttgart).
Öffentliche Abendvorträge:
Ernst Osterkamp: Goethe – Cotta – Boisserée. Klassisch-romantische Phantasmagorie
Deutsches Literaturarchiv Marbach, Schillerhöhe 8-10, 71672 Marbach am Neckar, Do, 09. Mai 2013 20:00
„Interdisziplinären Tagung: Johann Friedrich Cotta (1764–1832). Verleger, Unternehmer, Technikpionier.“ | Öffentlicher Vortrag – Ernst Osterkamp: Goethe – Cotta – Boisserée. Klassisch-romantische Phantasmagorie
> Thomas Steinfeld: Neueste Weltkunde. Johann Friedrich Cotta und die Sache der Öffentlichkeit
> Festakt zum 350. Cotta-Jubiläum 23. November 2009
Am Montag, 23. November 2009, wurde im Stuttgarter Rathaus mit einem Festakt das 350. Cotta-Jubiläum gefeiert. Oberbürgermeister Wolfgang Schuster würdigte den Verlag Cotta, die Verdienste seiner Verleger, besonders von Johann Friedrich Cotta und und die des heutigen Verlegers Michael Klett.
„Stuttgart wächst zusammen“ prangt als Werbespruch auf dem > Bauzaun des „Gerbers“, das in diesen Wochen sich anschickt, neben der > Paulinenbrücke aus dem Boden zu wachsen.
Ein Blick auf die Baustelle, wo die Kräne stehen, zeigt, dass dort ein für die Stuttgarter Stadtentwicklung sehr schwerwiegender Fehler entsteht:
Als Beleg machen wir nur zwei Fotos, eins heute und das andere wenn das „Gerber“ emporgewachsen ist, und man sehen kann, das das, was man als Grundgesetz der Stadt verstehen könnte, der Blick auf die Hänge, verbaut worden sein wird. Viele mag das heute noch nicht nicht stören, man glaubt ohnehin nur das, was man wirklich sieht. Steht das „Gerber“, werden sich möglicherweise viele verwundert die Augen reiben. Viele Investoren werden alle Hebel in Bewegung, um auch so ein schönes „Gerber“ bauen zu dürfen.
Wie konnte das passieren? In dieser Stadt gibt es keine wirklich zusammenhängende Stadtplanung. Oder wenn es Ansätze von ihr geben sollte, ist sie im heutigen Stadtgebiet nicht erkennbar. Nennen wir zwei markante Beispiele: Solange die > Stadtautobahn und die Paulinenbrücke Stadtviertel ohne Perspektive auf Wiedervereinigung teilen, ist eine dort eine so notwendige Stadtreparatur nicht in Sicht. Folglich gibt es auch keine wirkliche Stadtplanung, die neue und Interessante Perspektiven verspricht. Man werkelt hier, man werkelt dort, aber keine der heutigen Baustellen fördert eine wirklich zusammenhängende Perspektive für die Zukunft.
> Ein neues Stadtquartier entsteht
Befürworter und Gegner von S21 haben sich durch den Sog der Ereignisse auf den Bahnhof konzentriert, manche von ihnen auf beiden Seiten mit guten Gründen für ihre jeweiligen Überzeugungen. Zuletzt sind alle guten Argumente für das Projekt der Meinung gewichen, man könne jetzt nicht mehr aufhören.
Stuttgart wächst an der Paulinenbrücke zusammen, hier das Caleido und drüben das Gerber. Klar, die Fußgänger können unter der Paulinenbrücke durchlaufen. Aber oben, auf dem Österreichischen Platz werden sie nicht geduldet. Hier hat man großartige Chance zur Stadtsanierung verpasst.
> Die autogerechte Stadt: Der Österreichische Platz – August 20120 auf diesem Blog
Zurück zum „Gerber“. Man lässt Investoren an beiden Seiten der City große > Einkaufszentren bauen, deren Gewinn für die Stadtentwicklung nur schwer oder gar nicht erklärbar ist.