Thomas Steinfeld: Neueste Weltkunde. Johann Friedrich Cotta und die Sache der Öffentlichkeit

Vortrag, Fr, 10. Mai 2013 20:00
> Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70174 Stuttgart

Thomas Steinfeld: Neueste Weltkunde. Johann Friedrich Cotta und die Sache der Öffentlichkeit

Es mochten zwei Wochen vergangen sein, bevor die Zeitschriften aus Paris in Weimar ankamen. Aber wenn sie da waren, wurde der kleine Zirkel um den Hofrat Goethe zu einem Teil der französischen Hauptstadt. Es mochten Monate vergangen sein, bis ein von Cotta neu verlegtes Buch Goethes seine Leser irgendwo in der Provinz erreichte. Aber wenn es dann aufgeschlagen wurde, war Weimar in der Welt. „Öffentlichkeit“ nennt man, was so entsteht. Aber diese „Öffentlichkeit“ ist eine Abstraktion:


Aus unserem > Lesebericht auf dem Blog von Klett-Cotta: „Cotta war unserer Zeit voraus. Nein, ich verdrehe nichts. Es ist unglaublich, wie er als Verleger in das Paris der französischen Revolution reist, wo Köpfe rollen und er mit Ministern verhandelt. Später mischt er an entscheidender Position im Streit um Verfassungsfragen mit, Ende der zwanziger Jahre macht er mit an vorderster Front, wenn es um die Zollunion geht, wie Herr Genscher ständig unterwegs von Hof zu Hof. Er habe nur hinter den Büchern gehockt? Weit gefehlt! In die Dampfschifffahrt hat er investiert. Er war also für alles Neue aufgeschlossen, ist mitgefahren, hat sich begeistern lassen und nebenbei seinen Verlag durch an allen Klippen der Zensur vorbei manövriert. Und dauernd gerechnet. natürlich um Gewinn zu machen“

Peter Kaeding,
> Die Hand über der ganzen Welt
Johann Friedrich Cotta – Der Verleger der deutschen Klassik

1. Aufl. 2009
Ausstattung: Leinen mit eingelassenem Titelschild, Fadenheftung, Lesebändchen
496 Seiten
ISBN: 978-3-7681-9712-0


Es gibt sie nicht jenseits von Papier, Druck und Datenspeichern, von Publikationsrhythmen und Vertriebswegen. „Öffentlichkeit“ besteht in vielgestaltigen Sachen, und ihre dinglichen Qualitäten sind die Gestalt, in der sie sich organisiert: Bücher, Zeitschriften, Zeitungen. Es kam nicht von ungefähr, dass der Verleger Cotta mit Napoleon verglichen wurde: Er war ein Stratege der Expansion moderner Öffentlichkeit. Darum lässt sich im Blick auf ihn nicht nur viel über den Beruf des Verlegers lernen, sondern auch über das Funktionieren moderner Gesellschaften.

Thomas Steinfeld, Germanist, Schriftsteller, Titularprofessor am Kulturwissenschaftlichen Institut der Universität Luzern leitet das Feuilleton der „Süddeutschen Zeitung“.

Vortrag in der Reihe „Kulturtheorien“, veranstaltet vom IZKT in Kooperation mit der Breuninger Stiftung und der Stadtbibliothek Stuttgart, zugleich öffentlicher Abendvortrag im Rahmen der > interdisziplinären Tagung: Johann Friedrich Cotta (1764–1832). Verleger, Unternehmer, Technikpionier.:

Do, 09. Mai 2013 – Sa, 11. Mai 2013
> Interdisziplinäre Tagung: Johann Friedrich Cotta (1764–1832). Verleger, Unternehmer, Technikpionier

Deutsches Literaturarchiv Marbach, Schillerhöhe 8-10, 71672 Marbach am Neckar


<<< Cotta: Das gelobte Land der Dichter. Briefe an die Verleger

Aus unserem > Lesebericht auf dem Blog von Klett-Cotta: „350 Jahre Verlagsgeschichte! Man stelle sich die Menge an Briefen vor, die das literarische Programm gerade eines Verlags wie Cotta dokumentieren, der die Bücher von Goethe, Schiller, Hegel, Hölderlin und Heine betreut hat. Stephan Askani und Frank Wegner haben gesichtet und ausgewählt. Jetzt ist ihr Buch mit den Briefen der Autoren an die Herausgeber erschienen: > Cotta – »Das gelobte Land der Dichter« Briefe an die Verleger Gestern habe ich die beiden Herausgeber dieses Buches besucht und sie haben Fragen zu ihrer Auswahl und überhaupt zum Verhältnis zwischen Autoren und Verlegern beantwortet.Es geht um 350 Jahre Verlagsgeschichte in Briefen. “

> Cotta – »Das gelobte Land der Dichter«
Briefe an die Verleger

Mit einem Vorwort von > Brigitte Kronauer
Ausstattung: gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen
168 Seiten
ISBN: 978-3-608-93904-0


Johann Friedrich Cotta gilt als Repräsentant der klassischen Buch- und Wissenskultur. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Cotta-Verlag zu einem der bedeutendsten europäischen Verlage, der zugleich Fach- und Universalverlag war. Durch eigene Druckereien (mit den ersten dampfmaschinengetriebenen Schnellpressen) und durch Zweigunternehmungen trieb er die Entwicklung des Verlags zu einer Art Medienkonzern voran. Die in seiner Literarisch-Artistischen Anstalt produzierten Lithographien trugen wesentlich zur Popularisierung von bildender Kunst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bei. Doch Cotta hielt auch Anteile an einer Flachsspinnerei in Heilbronn und an Dampfschifffahrtsgesellschaften. Zudem war er ein homo politicus, nicht nur bei seinen zahlreichen publizistischen Projekten, sondern auch als Abgeordneter im württembergischen Landtag, bei diplomatischen Missionen in Wien und Paris oder bei den Zollvereinsverhandlungen zwischen Preußen, Bayern und Württemberg.

Eine gemeinsame Veranstaltung des IZKT und des Deutschen Literaturarchivs Marbach unter der Schirmherrschaft von Michael Klett.

Konzeption und Organisation: Helmuth Mojem (Cotta-Archiv) & Barbara Potthast (Universität Stuttgart).

Öffentliche Abendvorträge:

Ernst Osterkamp: Goethe – Cotta – Boisserée. Klassisch-romantische Phantasmagorie
Deutsches Literaturarchiv Marbach, Schillerhöhe 8-10, 71672 Marbach am Neckar, Do, 09. Mai 2013 20:00
„Interdisziplinären Tagung: Johann Friedrich Cotta (1764–1832). Verleger, Unternehmer, Technikpionier.“ | Öffentlicher Vortrag – Ernst Osterkamp: Goethe – Cotta – Boisserée. Klassisch-romantische Phantasmagorie

> Thomas Steinfeld: Neueste Weltkunde. Johann Friedrich Cotta und die Sache der Öffentlichkeit


> Festakt zum 350. Cotta-Jubiläum 23. November 2009

Am Montag, 23. November 2009, wurde im Stuttgarter Rathaus mit einem Festakt das 350. Cotta-Jubiläum gefeiert. Oberbürgermeister Wolfgang Schuster würdigte den Verlag Cotta, die Verdienste seiner Verleger, besonders von Johann Friedrich Cotta und und die des heutigen Verlegers Michael Klett.

Um jeden Preis: Nachverdichtung in Stuttgart

„Stuttgart wächst zusammen“ prangt als Werbespruch auf dem > Bauzaun des „Gerbers“, das in diesen Wochen sich anschickt, neben der > Paulinenbrücke aus dem Boden zu wachsen.

Ein Blick auf die Baustelle, wo die Kräne stehen, zeigt, dass dort ein für die Stuttgarter Stadtentwicklung sehr schwerwiegender Fehler entsteht:

Als Beleg machen wir nur zwei Fotos, eins heute und das andere wenn das „Gerber“ emporgewachsen ist, und man sehen kann, das das, was man als Grundgesetz der Stadt verstehen könnte, der Blick auf die Hänge, verbaut worden sein wird. Viele mag das heute noch nicht nicht stören, man glaubt ohnehin nur das, was man wirklich sieht. Steht das „Gerber“, werden sich möglicherweise viele verwundert die Augen reiben. Viele Investoren werden alle Hebel in Bewegung, um auch so ein schönes „Gerber“ bauen zu dürfen.

Wie konnte das passieren? In dieser Stadt gibt es keine wirklich zusammenhängende Stadtplanung. Oder wenn es Ansätze von ihr geben sollte, ist sie im heutigen Stadtgebiet nicht erkennbar. Nennen wir zwei markante Beispiele: Solange die > Stadtautobahn und die Paulinenbrücke Stadtviertel ohne Perspektive auf Wiedervereinigung teilen, ist eine dort eine so notwendige Stadtreparatur nicht in Sicht. Folglich gibt es auch keine wirkliche Stadtplanung, die neue und Interessante Perspektiven verspricht. Man werkelt hier, man werkelt dort, aber keine der heutigen Baustellen fördert eine wirklich zusammenhängende Perspektive für die Zukunft.

> Ein neues Stadtquartier entsteht

Befürworter und Gegner von S21 haben sich durch den Sog der Ereignisse auf den Bahnhof konzentriert, manche von ihnen auf beiden Seiten mit guten Gründen für ihre jeweiligen Überzeugungen. Zuletzt sind alle guten Argumente für das Projekt der Meinung gewichen, man könne jetzt nicht mehr aufhören.


Stuttgart wächst an der Paulinenbrücke zusammen, hier das Caleido und drüben das Gerber. Klar, die Fußgänger können unter der Paulinenbrücke durchlaufen. Aber oben, auf dem Österreichischen Platz werden sie nicht geduldet. Hier hat man großartige Chance zur Stadtsanierung verpasst.

> Die autogerechte Stadt: Der Österreichische Platz – August 20120 auf diesem Blog


Es wird auch hier höchste Zeit, dass die Befürworter sich wieder an die guten Gründe für das Projekt erinnern *und* es wieder oder überhaupt als Teil einer integrierten Stadtplanung für Stuttgart definieren. Die bisher genannten guten Gründe betreffen den Bahnverkehr, aber nicht die Anbindung oder die Integration des neuen Bahnhofs an die angrenzenden Stadtquartiere. Im Prinzip hat man dort unter anderen Vorzeichen die gleichen Fehler gemacht, wie sie jetzt mit dem „Gerber“ als Insellösung gemacht werden.

Zurück zum „Gerber“. Man lässt Investoren an beiden Seiten der City große > Einkaufszentren bauen, deren Gewinn für die Stadtentwicklung nur schwer oder gar nicht erklärbar ist.

Lesung: Marina Weisband, Wir nennen es Politik

»Politik hat das Ziel, alle Menschen möglichst glücklich zu machen.«

Alte Männer in grauen Anzügen sitzen in Hinterzimmern und reden über Dinge, von denen sie insgeheim oft überfordert sind. Sie treffen Entscheidungen, die denen nützen, deren Einfluss am größten ist. Das ist Demokratie in Deutschland 2012. Marina Weisband zeigt, dass es auch anders gehen kann: verständlich, ehrlich, menschlich und direkt: > Wir nennen es Politik. Ideen für eine zeitgemäße Demokratie lautet der Titel ihres Buhces, das in diesem Fürhjahr bei Tropen erschienen ist. Weisband stellt ihr Buch bei einer Lesung im > Stuttgarter Literaturhaus am Donnerstag, 25. April 2013 um 20 Uhr vor

Marina Weisband führt in »Wir nennen es Politik« vor Augen, dass Demokratie mehr Beteiligung fordert. Sie ist aufgewachsen in der untergehenden Sowjetunion, jüdischen Glaubens und im Internet zuhause. Dort hat sie es als Selbstverständlichkeit erfahren, jederzeit die eigene Meinung zu sagen und dies auch zu nutzen, gehört zu werden und Dinge zu verändern. In ihrem Buch entwickelt sie Ideen für ein politisches Betriebssystem, das verantwortungsvolle aber nicht machthungrige Politiker und sich an der Demokratie beteiligende, mutige Bürger fordert: Nur so können die Herausforderungen der Demokratie bewältigt werden. Ein Plädoyer für die Politik und ein Aufruf zum Mitmachen.

Marina Weisband
> Wir nennen es Politik. Ideen für eine zeitgemäße Demokratie
1. Aufl. 2013, 174 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-50319-7
Tropen, Stuttgazt 2013.

Mounir Kchaou (Tunis): Scheitert der demokratische Wandel in Tunesien?

Im Rahmen seines Frankreich-Schwerpunkt lädt das IZKT Internationales Zentrum für Kulutr- und Technikforschung an der Universität Stuttgart zu einem Vortrag von Mounir Kchaou (Tunis):> Scheitert der demokratische Wandel in Tunesien? ein.

Do, 18. April 2013 19:30
Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart

Vortrag auf Französisch mit konsekutiver Zusammenfassung auf Deutsch.
Die Veranstaltung wird von der DVA-Stiftung und der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) gefördert.

Im Stuttgarter Literaturhaus:
Stefan George, Sämtliche Werke in 18 Bänden

Buchvorstellung: Donnerstag, 18.04.13, 20.00 Uhr im Stuttgarter Literaturhaus
> Stefan George – »Poetry is praise« – Stefan Georges “Sämtliche Werke“
»Poetry is praise« – Stefan Georges “Sämtliche Werke“
Bernhard Böschenstein, Michael Klett, Ute Oelmann, Wolfgang Graf Vitzthum

Zum 80. Todestag und 145. Geburtstag Stefan Georges wird mit dem »Schlussband« die kritische Edition seiner “Sämtlichen Werke“ abgeschlossen. Klett-Cotta und Stefan George Stiftung feiern aus diesem Anlass Georges Werk: Der berühmte Genfer Homme de Lettres Bernhard Böschenstein wird Gedichte aus dem breiten Spektrum zwischen dem epochalen Beginn der frühen symbolistischen Phase wie Ein “Infant“ oder “Von einer Begegnung“ über beinahe expressionistisch anmutende Miniaturen wie “Lämmer“, die emphatische Zeitkritik der Jahrhundertwende von “Die tote Stadt“ oder “Nietzsche“ bis zu den schroffen Sprüchen und innigen Liedern des Spätwerks lesen und sich im Anschluss mit Ute Oelmann über die Bedeutung des »Hersagens von Gedichten« in der Tradition des George-Kreises unterhalten. Der Vorsitzende der George Stiftung Graf Vitzthum leitet in den Abend ein, der Verleger Michael Klett spricht über die wechselvolle, dreißigjährige Geschichte der Edition und der Berliner Literaturwissenschaftler Ernst Osterkamp “Über das Glück der Gesamtausgabe“. Im Anschluss laden Stiftung und Verlag ein zu Brot und Wein.

In Zusammenarbeit mit dem Verlag Klett-Cotta und der Stefan George Stiftung
Eintritt: Euro 9,- / 7,- / 4,50

Der Urlaub in Frankreich beginnt am 17. April in Stuttgart

Im Rahmen der Marketing Kampagne „Urlaub in Frankreich“ kommt > Atout France nach Stuttgart:

Französische Urlaubsatmosphäre zum Anfassen und mit Musik. Spaziergänger können sich zwischen 10.00 und 18.00 Uhr vor einer Autoente fotografieren lassen . Das Bild kann über Facebook geteilt oder gleich gedruckt werden.

MI, 17.04.2013: Stuttgart, Kronprinzenplatz

Do, 18.04.2013: Nürnberg, Königstr. (vorm Dom)

Fr, 19.04.2013, Frankfurt, Bergerstraße/U-Türmchen

Sa, 20.04.2013, Düsseldorf, Shadowarkaden/FuZo

Um bei den Enten zu bleiben, als Dreingabe gibt es Plastikquietscheentchen, die französisch aufgehübscht sind: als Maler, als Koch oder als Chansonsängerin zum Beispiel oder als baguette- und Baskenmützenträger.

Ganz Frankreich: > Atout France – Französische Zentrale für Tourismus

Applaus: Berlioz, Grande messe des morts

Der Akademische Chor und das Akademische Orchester der Universität Stuttgart haben heute abend unter der Leitung von Veronika Stoertzenbach in der Paulskirche in Stuttgart > die Grande messe des morts von Hector Berlioz aufgeführt. Das Fotoalbum mit dem Applaus nach der Aufführung:

Mit einem Klick auf ein Foto wird das Fotoalbum auf schwarzem Hintergrund geöffnet. Mit einem Klick auf den rechten Bildrand kann geblättert werden. Mit F 11 wird das Album auf dem ganzen Bildschirm angezeigt. 28 Fotos, falls der Pfeil rechts zum Blättern nicht erscheint, bitte das Album ein erneutes Mal aufrufen.

Nächste Aufführung:

So. 14.04.2013, 20:00 Uhr
Ort: Domkirche St. Eberhard, Stuttgart-Mitte
Eintritt frei. Spenden erbeten.

Fotoalbum:
Stuttgart, Hector Berlioz, Grande messe des morts

Der Akademische Chor und das Akademische Orchester der Universität Stuttgart haben heute abend unter der Leitung von Veronika Stoertzenbach in der Paulskirche in Stuttgart die Grande messe des morts von Hector Berlioz aufgeführt:

Mit einem Klick auf ein Foto wird das Fotoalbum auf schwarzem Hintergrund geöffnet. Mit einem Klick auf den rechten Bildrand kann geblättert werden. Mit F 11 wird das Album auf dem ganzen Bildschirm angezeigt. 70 Fotos, falls der Pfeil rechts zum Blättern nicht erscheint, bitte das Album ein erneutes Mal aufrufen.

Nächste Aufführung:

So. 14.04.2013, 20:00 Uhr
Ort: Domkirche St. Eberhard, Stuttgart-Mitte
Eintritt frei. Spenden erbeten.

Der Neckar bei Bad Cannstatt

Man braucht gar keine besondere stadtplanerische Ausbildung, um auf ein paar Fotos zu erkennen, das der Neckar bei Bad Cannstatt kaum mehr als ein geduldeter Fluss ist. Und dennoch bei genauerem Hinsehen sind an einigen Uferstrecken kleine bescheidene Ansätze zu einer urbanen Einbindung des Flusses in das Stadtbild zu erkennen. Aber auch wirklich nur ansatzweise. Direkt daneben gibt es lange Uferpartien mit schroff abfallenden Wänden, die an diesen Stellen dem Fluss jede Funktion nehmen. Schaut man sich dies Fotos genauer an, muss man unweigerlich auf Ideen kommen, wie die Stadt den Fluss wieder zurückgewinnt. Was könnte man aus ihm zugunsten für eine pfiffige Stadtentwicklung alles machen:

Lesung: Zülfü Livaneli, Serenade für Nadja

Kann man eine so besondere Lesung im Stuttgarter Literaturhaus wie die von Zülfü Livaneli, Glückseligkeit, am 23.10.08 wiederholen? Der Photograph erinnert sich. Das war eine der eindrucksvollsten Veranstaltungen.

Vielleicht schafft es der türkische Erfolgsautor auch diesmal wieder sein Publikum so zu begeistern.

(c) Heiner Wittmann, 12.01.11

Am Donnerstag, 11.04.13, 20.00 Uhr liest Zülfü Livaneli im Stuttgarter Literaturhaus aus seinem neuen Roman > Serenade für Nadja. (Moderation: Osman Okkan, Deutsche Lesung: Stela M. Katic)

Es geht um zwei Personen, ein alter Mann sucht seine Vergangenheit, eine junge Frau ihre Zukunft. Maya soll den deutschstämmigen Professor Maximilian Wagner nur während eines Kongresses in Istanbul betreuen. Dann aber wird sie doch in dessen Lebensgeschichte hineingezogen. Sie erfährt, was es auf sich hat mit der Serenade, die Wagner während des Naziterrors für seine jüdische Geliebte komponiert hat. Ein 87-jähriger Mann spielt am Ufer des Schwarzen Meers bis zu seinem Zusammenbruch Geige. Er tut dies zum Gedenken an seine jüdische Geliebte Nadja, die auf der Flucht vor den Nazis dort ertrank. Maya, eine junge Türkin von heute, kommt von dem tragischen Schicksal der beiden nicht los. Und liest aus den Parallelen den Auftrag heraus, in ihrem eigenen Leben noch einmal ganz neu zu beginnen.

Zülfü Livaneli hat einen lebensklugen Roman verfasst, in dem er große Gefühle mit einer packenden, zeitgemäßen Handlung kombiniert.


(c) Heiner Wittmann, 12.01.11, 23.3.2011

Serenade für Nadja
Roman, aus dem Türkischen von Gerhard Meier (Original: Serenad)
1. Aufl. 2013, 336 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-93963-7

Noch ein Blick ins Fotoarchiv des Stuttgarter Literaturhauses:

> Mustafa Kemal Atatürk – Einst Staatsmann, heute Säulenheiliger?
Zülfü Livaneli, Klaus Kreiser
Literaturhaus Stuttgart Mittwoch, 12.01.11, 20.00 Uhr

> Der Roman meines Lebens
Zülfü Livaneli – Lesung und Gespräch
Moderation: Osman Okkan
Lesung: Reinhold Ohngemach
Gesprächspartnerin: Muhterem Aras
Mittwoch, 23.03.11, 20.00 Uhr

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