Stuttgarter Kriminacht-Eröffnungslesung
Dominique Manotti, Das schwarze Korps

> Fotos von der Veranstaltung auf der Website der Freunde des Institut français

Die diesjährigen Stuttgarter Kriminächte, die der Verein Stuttgarter Kriminächte e.V. zum vierten Mal ausrichtet, werden mit einer Lesung im Wilhelmspalais eröffnet: Die französische Romanautorin und Historikerin Dominique Manotti liest aus ihrem spannenden Krimi „Das schwarze Korps“.

Das schwarze Korps – Paris, 6. Juni 1944. Noch herrschen deutsche SS und französische Gestapo über die Stadt. Aber man kann schon spüren, wie der Wind sich dreht. Besatzer und Kollaborateure setzen alles daran, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Im Salon der schönen Dora Belle trifft sich die Führung von SS und Wehrmacht mit Vertretern von Industrie, Finanzwelt und Kultur: Gemauschel, Delikatessen, Champagner, Sex. Inspecteur Domecq, Kommissar der Pariser Sittenpolizei, muss jetzt sehr geschickt lavieren. Denn nicht nur militärisch steht die entscheidende Schlacht bevor. Zehn Wochen liegen zwischen der Landung der Alliierten und der Befreiung von Paris. Manottis furioser historischer Thriller offenbart Monster und Helden, Verlierer, Davongekommene und jene, die unweigerlich immer zu den Gewinnern gehören.


Zur Einstimmung auf die Lesung sind um 19.30 eine Begrüßung sowie eine musikalische Einlage vorgesehen. Deutsche Stimme und deutsch-französische Moderation: Iris Konopik

Musik: > Ann-Sophie Klett (Gesang), Sergeji Riazanov (Akkordeon)

Die CDs von Ann Sophie Klett sind bei der > edition-fant erhältlich.


Gegen 20 Uhr beginnt dann die Lesung.

Dienstag, 5. März, Einlass 19 Uhr,
Wilhelmspalais, 1.Stock, Konrad-Adenauer-Straße 2, 70173 Stuttgart
Eintritt: 18 Euro , Mitglieder 16 Euro inkl. VVK-Gebühren

Kartenreservierung: www.stuttgarter-kriminaechte.de oder über ReserviX unter Tel.01805/700733 (0,14 Eur./Min. aus dem dt. Festnetz)

Veranstalter: Verein Stuttgarter Kriminächte e.V. in Kooperation mit dem > Institut français Stuttgart sowie der Buchhandlung Under-Cover

Stuttgart. Zeichen der Erinnerung: „70 Jahre Deportation“

Am 15.März 2013 sind es 70 Jahre, dass 234 Sinti und Roma aus Württemberg und Hohenzollern von diesem Ort in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert wurden. Zum Gedenken an dieses Verbrechen werden verschiedene Veranstaltungen in der Domkirche, dem Schloss, die Ausstellung „Typisch „Zigeuner“?“ im Rathaus, diese Veranstaltung durch den Verein ZEICHEN DER ERINNERUNG an der Gedenkstätte durchgeführt.

Einladung zur Gedenkveranstaltung „70 Jahre Deportation“
am Freitag 15. März 2013,
Beginn 13.30Uhr, Ende ca. 14.30 Uhr

Am Zeichen der Erinnerung, Otto- Umfrid- Straße, STuttgart

Ablauf

Begrüßung Prof Roland Ostertag, ZdE.

Dr. Martin Schairer, Bürgermeister, GCJZ

Martin Klumpp, Prälat i. R.

Daniel Strauß, Vorsitzender Sinti und Roma Baden-Württemberg

Musik: Ferenc Snetberger

Am 15. März 1943 wurden 234 Sinti und Roma aus Württemberg und Hohenzollern, die meisten Frauen und Kinder, vom Stuttgarter Nordbahnhof, mit Zügen von den Gleisen an der Otto-Umfrid-Strasse, der heutigen Gedenkstätte, direkt in das „Zigeunerlager“ Auschwitz-Birkenau, deportiert. Fast alle wurden dort sofort ermordet, nur wenige überlebten.

Mit dieser und den anderen Veranstaltungen, der Ausstellung gedenken wir diesen oft vergessenen Opfern des Nazi-Regimes.

Während der NS-Diktatur wurden etwa 500.000 Sinti und Roma ermordet. Besonders beschämend, dass die Diffamierung der Sinti und Roma nach 1945 fortgesetzt wurde. Die Überlebenden, die Zurückgekehrten wurden weiterhin entrechtet, erniedrigt, ausgegrenzt und diskriminiert, die gegen sie verübten Verbrechen nicht anerkannt, deren Entschädigung verzögert. Ein dunkles Kapitel unserer Geschichte

Die kürzliche Errichtung des Mahnmals für die Ermordung der Sinti und Roma, im Tiergarten in Berlin gegenüber dem Reichstag, Zeichen der Erinnerung an den Porajmos, das große „Verschlingen“, in der Sprache der Roma, ist ein beeindruckendes und hoffnungsvolles Zeichen für die Geschichte, die Anerkennung der Leiden, die Erwartungen dieser Menschen.

Mit unserer Veranstaltung unterstützen wir diese Entwicklung in unserer Stadt.
Dazu laden wir Sie ein, wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Science Pub: Die Mathematik hinter Google

Science Pub
Montag, 18. Februar, 19. Uhr, Einlass ab 18.00 Uhr

Rosenau, Rotebühlstraße 109b, 70178 Stuttgart
Der Eintritt ist frei

Führende Wissenschaftler präsentieren, populärwissenschaftlich aufbereitet, spannende naturwissenschaftliche Themen und neueste Forschung in lockerer Atmosphäre. Bei einem Glas Bier, Wein oder Sprudel können Sie kurzweilig eintauchen in den Kosmos der Wissenschaft und sich inspirieren lassen von ganz besonderen Themen und ausgewählten Referenten.

Die Mathematik hinter Google

Prof. Dr. Michael Eisermann
Institut für Geometrie und Topologie, Universität Stuttgart

Seit ihrem Start 1998 ist die Suchmaschine Google phantastisch erfolgreich dank der intelligenten Sortierung ihrer Suchergebnisse. Das Unternehmen hütet natürlich seine Geschäftsgeheimnisse, aber das Grundprinzip ist öffentlich bekannt. Der Erfolg beruht auf einer mathematischen Idee, die Professor Eisermann anschaulich erklärt.

Wo bleiben die Vorteile von S 21?

Im Bundesverkehrsministerium wird ein 15-seitiges Papier (DER SPIEGEL, 5.2.2013) verfasst, das bohrende Fragen zu Stuttgart 21 enthält, das aber gar nicht so recht die Meinung von Bundesminister Ramsauer darstellen soll? Erleben wir jetzt den Anfang vom Ende? Es scheint so, als wenn die Verantwortlichen schon Wege und Möglichkeiten suchen, um gesichtswahrend aus dem Projekt herauszukommen. Rückzugsgefechte scheinen das zu sein, ohne dass > „21 wirklich gute Gründe für S21“ (Aufgerufen am 5. Februar 2013, 23 h) noch genügend Fakten pro S21 liefern können.

Heißt es doch in dem Faltblatt (Herausgeber: Bahnprojekt Stuttgart–Ulm e. V. Kommunikationsbüro, Oktober 2011, 5. Auflage) > „21 wirklich gute Gründe für S21“ (Aufgerufen am 5. Februar 2013, 23 h) : „Der Finanzierungsrahmen liegt bei 4,526 Mrd. Euro. Dieser umfasst Baukosten (3,216 Mrd. Euro), Planungskosten (550 Mio. Euro) und die Absicherung potentieller Risiken (760 Mio. Euro) über einen Nominalisierungsund Risikopuffer. Drei Wirtschaftsprüfer haben während der Faktenschlichtung im Herbst 2010 bestätigt, dass es keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass die in den Finanzierungsverträgen angesetzte Gesamtfinanzierung nicht ausreichend bemessen ist.“

Und die Volksabstimmung am 27.Novmber 2012 (> Die Wutbürger und die Macht der Medien. Thymian Bussemer, Die erregte Republik) beantwortete den Gesetzesentwurf zum Ausstieg mit Nein, aber unter dem Eindruck des Versprechens, dass die Kosten und die Termine nicht überschritten werden, zumindest ist das immer wieder von den Befürwortern versprochen worden. Im übrigen war bei der Volksabstimmung nicht nach der Qualität des neuen unterirdischen Bahnhofs gefragt worden. Ein Überschreiten der Baukosten ist ja nichts Verwerfliches, das ist bei Großbauprojekten dieser Art überhaupt nicht ungewöhnlich. Aber wenn die Projektverantwortlichen dies in den letzten 10-20 Jahren ganz einfach offen ausgeprochen hätten, wäre doch alles ok? Warum haben Sie die Einhaltung der Kosten zum entscheidenden Faktor des Projekts gemacht? War das das beste aller Argumente?

Einladung zur Buchpremiere
Johann Dombois, Richard Klein,
Richard Wagner und seine Medien

> Buchpremiere: Johanna Dombois und Richard Klein, Richard Wagner und seine Medien
Blog Klett-Cotta

Am Sonntag, 3. Februar 2013, 14 Uhr, wird das Buch > Richard Wagner und die Medien. Für eine kritische Praxis des Musiktheaters bei einer Buchpremiere in der Stuttgarter Oper, Foyer 1. Rang, Oberer Schlossgarten 6, vorgestellt. Der EIntritt ist frei.

Johanna Dombois und Richard Klein bringen die Dinge zusammen, die bei Wagner selbst zusammengehören, in der Interpretation aber meist getrennt werden: Schrift, Musik und Theater. In 23 Beiträgen wird Wagners Werk als Modell für ein Musiktheater von heute entfaltet, in dem alte Wahrheiten wie Neue Technologien ihren Platz finden. Die Bandbreite der sprachlichen Formen – philosophische Abhandlung und Künstlertext, Essay und Manual, Dramolett, Rezension und Gespräch – steht dabei für das »Experimentelle im Repertoire« und ein Theater der Medien, das einmal keinen ruinösen Widerspruch zur Tradition der Werke bildet. Überall werden Einblicke in den inszenatorischen Alltag mit ästhetisch-politischer Kritik verzahnt. So formiert sich auf der Grundlage von Wagners Musiktheater eine Neubestimmung der Oper.

Johanna Dombois ist Opernregisseurin; seit 1995 experimentelles Musiktheater und Medienkunst u.a. am Muziektheater Amsterdam, Akademie der Künste Berlin, Semperoper Dresden, ZKM Karlsruhe. 2001-05 Künstlerische Leiterin der »Bühne für Musikvisualisierung« des Beethoven-Hauses Bonn.

Richard Klein ist freier freier Autor, Musikphilosoph; Herausgeber der Zeitschrift »Musik & Ästhetik« (Klett-Cotta), 1998-2001 wiss. Beirat beim »Stuttgarter Ring«, Bücher u. a. zu Wagner, Adorno und Bob Dylan.

Johanna Dombois Richard Klein
> Richard Wagner und die Medien. Für eine kritische Praxis des Musiktheaters
1. Aufl. 2012, 531 Seiten, Klappenbroschur mit Fadenheftung und Goldprägung, 50 farbige und s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-608-94740-3

Lesung in Stuttgart: Steve Sem-Sandberg: Theres

Die RAF-Terroristin Gudrun Ensslin soll ihre Mittäterin Ulrike Meinhof in Anlehnung an die heilige Teresa von Ávila“Theres“ genannt“ haben. Jetzt hat Steve Sem-Sandberg (> Nachgefragt: Steve Sem-Sandberg, Die Elenden von Lodz) eine Art Dokumentarbiographie über Ulrike Meinhof vorgelegt. Die Flüchtlingstochter, früh Vollwaise, dann Mutter zweier Kinder, zunächst engagierte Journalistin, wird bei ihrer Suche nach ihrer politischen Wahrheit hineingerissen, will etwas verändern und versinkt dabei in einem Strudel aus Terror mit sinnloser Gewalt. Mit Dokumentarteilen und fiktionalen Pyschogrammen versucht Sem-Sandberg herauszufinden, wie es für Ulrike Meinhof soweit kommen konnte: „Fakten gegen Fiktion. Doch die Welt, die durch Fakten beschrieben und durch Fiktion erstellt wird, ist eine Welt in ständiger Verwandlung,“ (S. 213) schreibt Sem-Sandberg und liefert auf diese Weise in Kurzform eine Erklärung für seinen biographischen Ansatz. So wie die RAF-Täter auch Fiktionen nachhingen, nähert sich Sem-Sandberg ihnen in einer Mischung aus Dokumenten und Fiktionen einschließlich einer Rekonstruktion der Ereignisse um herauszufinden, ab wann und aus welchen Beweggründen die Gewaltspirale sich zu drehen begann.

LESUNG:
Donnerstag, 31.01.13, 20.00 Uhr
> Steve Sem-Sandberg , Theres
Stuttgart | Lesung und Gespräch
Gesprächspartner: Ilija Trojanow
Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4 ,70174 Stuttgart
www.literaturhaus-stuttgart.de

> Steve Sem-Sandberg
> Theres. Roman
Roman, aus dem Schwedischen von Gisela Kosubek (Orig.: Theres)
1. Aufl. 2012, 391 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag (Naturpapier)
ISBN: 978-3-608-93959-0

Stuttgarter Riegelbebauung und Nachverdichtung

Am 15. Oktober 2010 stand auf diesem Blog: „Fährt man über die Heilbronnerstraße nach Stuttgart hinein, sieht man links den Neubau der Stadtbibliothek. Gleich daneben, etwas weiter Richtung Stadt kommt das Hochhaus der Landesbank Baden-Württemberg in den Blick. Schon wenn man noch an der roten Ampel wartet und von da aus dieses Haus sieht, könnte man den Eindruck gewinnen, irgendetwas stimmt damit nicht. Sicher, es ist ein beeindruckender Bau, ohne Zweifel gelungen. Es steht vielleicht nicht ganz richtig, müsste es aus Klimagründen und des Luftaustauschs nicht endlich um 90 Grad gedreht werden?“

An der Wolframstraße soll ein weiteres Hochhaus gebaut werden.

Leider haben dessen Planer die Ausstellung > Ein neues Museum für die Bürger. Eine Lehrschau für die Stadtplaner nicht besucht. Die Riegelbebauung oder Querverriegelung des Stuttgarter Talkessels ist ein Ärgernis in dieser Stadt, > wo man eigentlich den Anfängen wehren sollte. Es begann mit dem hier gezeigten Hochhaus, so wird man in einigen Jahen sagen können, wenn der Blick aus der Stadt nicht mehr zu den Hügeln schweifen kann, sondern sich an den glitzernden und funkelnden Fassaden der Hochhäuser brechen wird. Immer mehr Blickachsen werden zugebaut, und in heißenm Sommern wird sich der mangelhafte Luftaustausch bemerkmar machen.

Wehret den Auswüchsen: Die Stuttgarter Nachverdichtung

Die Bebauung des Gerber-Viertels neben der ungeliebten > Paulinenbrücke ist stadtarchitektonisch gesehen ein schwerer Fehler, der sich in dieser Stadt nicht wiederholen darf. Die einst darin flanierenden Kunden werden sich an den vielen schönen Vitrinen des > Einkaufszentrums sicher erfreuen können. Dort drinnen wird man von dem Schaden, das das Gerber im wahrsten Sinne des Wortes in Hinsicht auf die Sichtachsen in Stuttgart, die nun einmal zur Identität dieser topographisch so einmalig schöne gelegenen Stadt nichts mehr wissen und sehen. So im Vorbeigehen aufgenommen zeigen die beiden nächsten Fotos, den Horizont mit den Bergen um Stuttgart, die hinter dem Gerber so verschwinden werden, wie St. Maria hinter dem Caleido. Schade. Mit dem Bau dieser Komplexe und mit der Nachverdichtung dieser Stadtquartiere gibt die Stadt viel von ihrer Identität auf. Zubauen ist genauso schlimm wie unbedachtes Abreißen.

> Nachverdichtung in Stuttgart. Noch ist es nicht zu spät
> Nachverdichtung oder Stuttgart wächst zusammen
> Noch ein letzter Blick auf St. Maria
> Ein neues Stadtquartier entsteht
> Eine neues Stadtquartier oder eine Insellösung?

Frisch gestrichen

Alexander Calder
Alexander Calder: Crinkly avec disque rouge, 1973, aufgetsellt 1981

> Kunst im öffentlichen Raum – Website der Stadt Stuttgart

„Die Vielfalt im Werk von Alexander Calder reicht von seinen kleinen Zeichenanleitungen bis zu den wuchtigen Stabiles, die damals in La Défense auf den ersten Blick wie ein Bestandteil der Baustelle wirkten, neben der sie standen. Später, nach Beendigung der Bauarbeiten, blieben die gebogenen, roten und aneinander geschweißten Stahlflächen stehen und sind jetzt ein eindrucksvoller Blickfang, so wie die großen Mobiles, die meist, wie in der Stuttgarter Fußgängerzone an exponierten Stellen stehen. Auf einem großen bunten Stahlpodest ist eine große Stange befestigt. An ihren beiden Enden befinden sich bunte Scheiben, mit deren Hilfe der Wind das Mobile in Bewegung versetzt. Diese Bewegung wird dann selbst ein Bestandteil des Kunstwerkes.“ H. Wittmann, >Sartre und die Kunst. Die Porträtstudien von Tintoretto bis Flaubert, Tübingen 1996, S. 135.

> Sartre-Gesellschaft
> Groupe d’études Sartriennes

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