Christa Wolf ist tot
Im Alter von 82 Jahren ist > Christa Wolf gestorben.

Ein Blick ins Archiv des Stuttgarter Literaturhauses:
donnerstag, 11.12.03, 20.00 uhr
> Christa Wolf Ein Tag im Jahr. Lesung

Fotos: (c) H. Wittmann. 2003
Im Alter von 82 Jahren ist > Christa Wolf gestorben.

Ein Blick ins Archiv des Stuttgarter Literaturhauses:
donnerstag, 11.12.03, 20.00 uhr
> Christa Wolf Ein Tag im Jahr. Lesung

Fotos: (c) H. Wittmann. 2003
In dieser Woche feiert das > Literaturhaus in Stuttgart seinen 10-jährigen Geburtstag:

Der Mailänder Platz hinter dem Hauptbahnhof ist noch eine Riesenbaustelle. Aber in seiner möglichen Mitte oder an seinem Rand ist in den letzten Monaten die neue Stadtbibliothek aus dem Boden gewachsen. Ein großer Würfel mit kleinen Fenstern. Kommen Sie doch mal gleich mit. Gestern abend habe ich meinem Fotoapparat die neue Bibliothek gezeigt:

Toll, die Außenfassade ist ein echter Magnet. Man betritt die Eingangshalle:
Man kommt n den großen mittleren Innenraum. Das ist schon toll. Ein Raum zum Durchschreiten? Zum Verweilen? Das hat so ein bisschen was von einem Kirchenraum. Aber es ist kein Raum, den man mit einer Bibliothek in Verbindung bringen würde. Ein gigantischer Festsaal für Performances?
Die weiße Farbe herrscht überall vor.
Bisher kannte ich keine Bibliothek, in den das ganze Mobiliar und die Wände so weiß wie Buchseiten sind. Kleine blaue Wagen auf Schienen räumen die Bücher auf:
Aber dann der große Innenraum über dem weißen Innenwürfel:
Viele Treppen und das Ganze ist eine gigantische Galerie, so eine, wie ich sie schon immer im Wohnzimmer haben wollte: Einen Galerie mit einer rundumgehenden Bücherwand, wo man hinaufsteigt, das richtige Buch holt, vielleicht auch von oben eine wichtige Passage vorliest.
Ein bisschen weit weg sind die Bücher schon. Aber man hat genügend Platz zum Gucken, zur Inspiration. Kein Büchertempel, ein Tempel mit Büchern.
Medien gibt es auch:
In welchem Verhältnis steht dieser offene Raum zu den umlaufenden Bücherregalen? Sind diese hier nur Dekoration? Nein, natürlich nicht. Bin gespannt, wenn Freunde mitkommen und ihre ersten Eindrücke schildern. Zum Nachdenken über den Bau regt seine Konzeption ganz sicher an, aber auch zum Nachdenken über die Literatur?
Man muss ziemlich weit laufen, um ein bestimmtes Bücherregal zu erreichen. Aber der erste Eindruck ist doch grandios, auch weil man in Stuttgart Vergleichbares gar nicht kennt. Und so ein Bau als Magnet tut der Architekturgeschichte der Stadt richtig gut. Aber wenn der Bau in den nächsten Jahren wie so oft in Stuttgart üblich von allen Seiten mit langweiligen Bürogebäuden zugebaut werden wird, muss man wohl die Bibliothek am Mailänder Platz erst suchen. Schade! Die neue Bibliothek sollte frei auf dem Platz sehen bleiben. Mal gucken, wie es wird. Immerhin ist ein schmaler grüner Grasstreifen um die Bibliothek herum angelegt statt des geplanten Wasserbeckens…

Gestern abend fand die > Veranstaltung im Untergeschoß statt, blaue statt weiße Wände.
Freitag, 22.07.11, 20.00 Uhr
Veranstaltungsreihe: Architektur im > Stuttgarter Literaturhaus
Vortrag und Gespräch
Moderation: Roland Ostertag
Boris Palmer ist auf vielen politischen Ebenen tätig, war Abgeordneter des Landtags, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Fraktion der Grünen sowie deren umwelt- und verkehrspolitischer Sprecher. Seit Januar 2007 ist er Oberbürgermeister der Universitätsstadt Tübingen. Im Literaturhaus spricht er über Herausforderungen der Stadtplanung: Wesentliches hängt davon ab, in welches gesellschaftliche, soziale, kulturelle, wirtschaftliche Zukunftsbild der Stadt wir planen und bauen. Zuerst muss eine gedanklich-geistige Vorstellung der Stadt vorhanden sein, des Lebens, das die Stadt im Innersten zusammenhält. Welche Zukunft, welche Lebenswelt soll angestrebt werden? In seinem Essay „Der Laie und die Architektur“ schreibt Max Frisch: »Politik besteht nicht darin, gerade das Allernotwendigste zu tun und innerhalb der Gegebenheiten zu verwalten. Politik besteht darin, alternative Möglichkeiten/Ideen in der Zukunft zu erkennen und unter ihnen zu wählen, welche Zukunft morgen sein soll«.
In Zusammenarbeit mit dem Architekturforum Baden-Württemberg
Eintritt frei
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Beim samstäglichen Einkaufsbummel fiel wieder einmal die schon lang vergangene Pracht der
> Kronprinzenstraße auf. Zwischen Calwer Straße und Königsstraße ist sie ein Stück Niemandsland geworden. Nur noch zwei Litfasssäulen, zwei Ausgänge aus dem Parkhaus, ein paar Spielgeräte, ein paar Mülltonnenbehälter und ein maroder Belag gehören zum Stadtmobilar dieser Fußgängerzone.

Die Straße lädt nur zum Durchqueren ein. Sie hat neben der Königsstraße schon längst ihre Funktion verloren. Die Kronprinzenstrasse inspiriert zu nichts. Man braucht sie nur, um zum Parkhauseingang zu kommen. Und man darf nicht stolpern. Ihr Belag! Ach, man mag gar nicht hinsehen. Eine Grundsanierung des Belags, ein Grünstreifen in der Mitte, an dessen beiden Seiten sich der wöchentliche Bücherflohmarkt etablieren könnte, mehr Cafés, bestimmt gibt es viele Ideen, dieses triste Meile entscheidend aufzuwerten.

Aber ein paar Kilometer weg von beiden Enden der Kronprinzenstraße werden mit dem > Gerber und dem neuen Projekt hinter der Stadtbibliothek neue Einkaufszentren gebaut. Funkelnde Glaskästen mit vielen schönen neuen Läden, die die Besucher mit ihren Autos und den leeren Kofferräumen anziehen sollen, derweil die Innenstadt, wenn nichts geschieht, verkommen wird. > > Einkaufzentren sind kein Beitrag zu einer Stadtkultur sondern > eine Hölle für den Bürger.
Der Investor ECE mit > Alexander Otto, dem Vorsitzenden der ECE-Geschäftsführung, hat ein gutes Gewissen. Argumente gegen Shopping-Center sind für ihn Vorurteile: Er listet auf der Website von ECE „Fakten statt Vorurteile“ und will so die Frage beantworten: „Wie sind Shopping-Center heute wirklich und wie können sie zur Belebung der Innenstädte beitragen?“ Er ist sich und seiner Sache sicher, dass mit der Entstehung neuer Center in Innenstädten, der bestehende Einzelhandel bereit ist, seine Infrastruktur aufzuwerten. Andere warnen zu Recht vor dem Unfug neuer Shopping-Center, Otto preist sie als Beitrag zur Innenstadtentwicklung. In Bezug auf Braunschweig schreibt Otto: „Der Passantenaustausch von Center und Innenstadt funktioniert somit hervorragend. Die Besucher der Schloss-Arkaden besuchen auch die Innenstadt und umgekehrt.“ Und wie wird das in dieser Stadt mit dem neuen Shopping-Center hinter der Stadtbibliothek und der Stuttgarter Innenstadt funktionieren?
Man hat in den letzten Jahren oder gar in den beiden letzten Jahrzehnten die Innenstadt schlicht vernachlässigt. Auf der einen Seite trennt die > Hauptstätter Straße, auf der anderen Seite die Theodor-Heuss-Strasse wichtige Stadtviertel hermetisch voneinander ab. Die City wird von vier großen Plätzen, dem Karlsplatz, dem Schillerplatz und dem Rathausplatz geprägt. Eine kontinuierliche Entwicklung der Innenstadt hätten den Einkaufspalästen keine Chance geboten. Nun werden sie gebaut. Immerhin die Seele der Stadt bleibt in der City, denn die Shopping-Center werden mit ihr nichts anfangen können, sie sehen innen wie in Herne, Wuppertal oder sonstwo aus.
Das Warten hat sich gelohnt. Inmitten vieler Plochinger: Fast freie Sicht auf den Mond + Flugzeug:
12 Sek. 5,0 / 400 ASA:

Mit 14 Sek. haben wir dann herausgefunden, hinter welcher Wolke sich der rote Mond verbirgt:





Und 2015 wird die Kamera besser eingestellt.
Wie gesagt, die Autos werden auf einem eleganten Betonbogen (= > Paulinenbrücke) auf den Österreichischen Platz geführt, der gar kein Platz mehr ist, sondern nur eine Betonkonstruktion, die aus einem zweispurigen Fahrbahnkreis besteht, der als Deckel mit Loch auf der Hauptstätter Straße liegt. In anderen Städten, wie z.B. in Gießen heißen solche Betonkonstruktionen > Elefantenklo.
Von oben wird deutlich, warum dieser Platz heute nur dem Verkehr dient. Fußgänger haben auf ihm nichts verloren.

Österreichischer Platz, © Manfred Storck. Mehr Luftbilder: Kissinger Straße 60, 70372 Stuttgart. E-Mail: storck.manfred@t-online.de.
Würde die > Paulinenbrücke verschwinden, könnte das Betonbauwerk > Österreichischer Platz, ein Meisterwerk deutscher nicht ganz kreuzungsfreier Verkehrsbaukunst auf Säulen mit > unterirdischem Parkplatz, der von der Brücke aus nur einzusehen aber nicht ansteuerbar, ist auch endlich verschwinden. Und dann wäre die Bahn frei für eine Neugestaltung der Hauptstätter Straße, – > Stadtreparatur: Die Hauptstätter Straße in Stuttgart – denn > 14 Spuren sind zuviel.
> Die autogerechte Stadt IV
> Die autogerechte Stadt (III): Der Österreichische Platz
> Stadtreparatur in Stuttgart (II)
Waren Sie schon mal auf dem > Österreichischen Platz unter dem Betonkreisel? Düster nicht?
> Platzkultur in Stuttgart A propos: > Wilhelmsplatz in Stuttgart-Bad Cannstatt.
Der Abriss der Bürogebäudes an der Paulinenbrücke ist eine halbe Sache. Will man etwa neben der Brücke ein neues Stadtquartier bauen?
> Die autogerechte Stadt (II): Die Paulinenbrücke in Stuttgart
> Die autogerechte Stadt (I): Die Paulinenbrücke in Stuttgart
Nur der Abriss der Paulinenbrücke würde eine wirkliche Neugestaltung dieses Stadtquartiers erlauben. Übrigens. Soll hier wirklich ein neues Einkaufszentrum entstehen? Ja es wird kommen: Das > Gerber mit etwa 75 Läden und Lokale auf zirka 22.500 Quadratmetern. Da wird sicher der Einzelhandel zwischen dem eingezwängten Einkaufszentrum hinter dem Königsbau und dem Gerber aber arg freuen. Einkaufszentrum Sichtkontakt wie im Supermarkt von den Dosen zur Fleischtheke und dann zum Weinregal führen, so auch im Einkaufszentrum, sie im ständigen Sichtkontakt zum nächsten Einkaufsladen halten. Jeder Kontakt zur Außenwelt, zur Stadt ist verpönt, es geht nur um den Umsatz und die Rendite per qm. Immerhin, das Gerber soll 90 Wohnungen bekommen, warum nicht 200?
„Der Abriss der Paulinenbrücke ist zunächst nicht geplant. Auf der Brücke soll eine Zu- und eine Ausfahrt für das neue Quartier gebaut werden,“ steht auf der Seite > Gerber der Stadt Stuttgart. Ich hätte diesen Beitrag eher schreiben sollen? Nun der Beitrag > Die autogerechte Stadt (I):Die Paulinenbrücke in Stuttgart stammt vom 24. August 2010. War damals schon die Entscheidung gefallen, die Brücke stehenzulassen? Nun, es ist ja nicht zu spät. Mann kann sie immer noch abreissen. Bald wird sie nach dem Abriss der Gebäude, die dem Gerber weichen müssen, als Straßensolitär die freie Sicht versperren. und den ein oder andren Bauherren doch nur zur Vernunft bekehren.
Einkaufszentren fördern nicht die Stadtentwicklung. In ihnen geht es zu wie in Herne, Gelsenkirchen oder Passau, wo immer die gleichen Ketten auftauchen. In einem Einkaufszentrum hat man keinen Bezug mehr zur Stadt, da kann die Paulinenbrücke auch ruhig stehenbleiben. Sie stört ja beim Einkaufen nicht. Um es drastischer zu sagen, Einkaufszentren sind städtisches Niemandsland. So ist es: > Einkaufzentren sind kein Beitrag zu einer Stadtkultur. Ein Beitrag im MERKUR wurde hinsichtlich der Problematik von Einkaufszentren wohltuend deutlicher: > Einkaufszentren: Die Hölle für den Bürger – Blog Klett-Cotta, 10. März 2009.
Ein bekanntes Stuttgarter Kaufhaus fördert jetzt das Wohnen in der City. Es hat die hässliche Betonfassade aufgegeben und hübsche Wohnungen eingerichtet.

Am Freitag, 13. Mai 2011 um 19.00 Uhr wurd im GAZi-Stadion auf der Waldau das vorletzte Heimspiel des SV Stuttgarter Kickers gegen Eintracht Frankfurt II angepfiffen.










Gemeinsam mit der > Klett-Gruppe veranstalteten die Kickers diese außergewöhnliche Aktion zum Ende dieser Saison.
